14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Die Rechte der Mitarbeiter bei der AVG Köln, die ausschließlich in Deutschland tätig ist und damit dem entsprechenden Arbeitsrecht unterliegt, werden durch den neunköpfigen Betriebsrat vertreten, die Jugendlichen und Auszubildenden sowie schwerbehinderte Menschen haben eigenständige Vertretungen. Über einen eigenen Betriebsrat verfügen die Tochtergesellschaften AVG Kompostierung, AVG Ressourcen und AVG Service. Er steht den Kollegen als Ansprechpartner zur Verfügung.

Weitere Möglichkeiten der Information bestehen in den Betriebsversammlungen, an den allgemein zugänglichen Aushängen, über das Intranet und Internet sowie über die viermal jährlich erscheinende Mitarbeiterzeitung „BRANDaktuell“.

Großen Wert legt die AVG-Gruppe auf den Arbeitsschutz und die Gesundheitsvorsorge. Dazu wurde u.a. ein eigener Stabsbereich Arbeitsschutz und Umwelt- und Qualitätsmanagement ins Leben gerufen, der sich gezielt um die Arbeitssicherheit in der AVG-Unternehmensgruppe kümmert, regelmäßige Schulungen und Unterweisungen durchführt, Gefährdungsbeurteilungen erstellt und quartalsweise Betriebsbegehungen vornimmt. Im regelmäßig tagenden Arbeitsschutzausschuss werden alle sicherheitsrelevanten Vorkommnisse besprochen und gegebenenfalls Arbeits- und Wegeunfälle analysiert.

Generell ist festzustellen, dass es keine Unfallschwerpunkte oder Gefahrenstellen gibt. Zumeist handelt es sich um Unachtsamkeiten oder leichtere Verletzungen.

Betrieb mit einer „zukunftsfähigen Unternehmenskultur“

Die AVG Köln ist im Berichtszeitraum von der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) als Betrieb mit einer „zukunftsfähigen Unternehmenskultur“ ausgezeichnet worden. Vorausgegangen war ein zweijähriger Auditierungsprozess, in dem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AVG Köln Maßnahmen erarbeitet hatten, mit denen das Unternehmen zukunftsfähig und als Arbeitgeber attraktiv gemacht werden soll.
Ausgangspunkt des Auditierungsprozesses war eine anonymisierte Mitarbeiterbefragung. Die Ergebnisse der Befragung dienten dazu, Maßnahmenpakete zu schnüren, für die es galt, Lösungen zu erarbeiten. Rund 20 Mitarbeiter aus verschiedenen Betriebsbereichen, Hierarchieebenen, Altersklassen und Ethnien fanden sich in Arbeitsgruppen zusammen.
Insgesamt kristallisierten sich bei der AVG Köln aus der Analyse der Mitarbeiterbefragung 17 Projekte heraus. Dazu zählten eine größere Transparenz bei Unternehmensentscheidungen, die Flexibilisierung der Arbeitszeit vor allem im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Flexibilisierung des Arbeitsortes (Home-Office) in den Beschäftigungsbereichen, wo dies möglich ist. Einen besseren Informationsfluss innerhalb des Unternehmens will die AVG Köln beispielweise durch ihr überarbeitetes Intranet, einen regelmäßigen Erfahrungs- und Informationsaustausch von Führungskräften sowie Patenschaftsprogramme für neue Mitarbeiter erreichen.
Daneben wurde ein Förderkonzept für Frauen vor allem in technischen Berufen erarbeitet und ein Patenprogramm für neue Mitarbeiter entwickelt, um sich schneller in der neuen beruflichen Umgebung zurechtzufinden. Auch verbesserte die AVG Köln das Sportangebot für ihre Beschäftigten und berief eine Sport- und Gesundheitsbeauftragte, die Ansprechpartnerin für die vielfältigen Möglichkeiten des Betriebssports ist. Um die Personalentwicklung zu optimieren, sollen künftig die Mitarbeiter stärker bei der Ermittlung des Personalbedarfs beteiligt werden.

Die Beteiligung der Mitarbeiterinnen am Nachhaltigkeitsmanagement wird in den Kriterien 5 und 8 angesprochen.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Die angemessene Bezahlung der Mitarbeiter ist für die AVG Köln eine Selbstverständlichkeit. Daher dient der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) als Maßstab. Darüber hinaus existiert ein Prämiensystem für die Mitarbeiter (vgl. Kriterium 8). 

Die AVG Köln stellt sich der neuen Situation des Arbeitsmarktes und den Bedürfnissen ihrer Mitarbeiter nach flexiblen Arbeitsmöglichkeiten. Das Angebot an Teilzeitarbeit für alle ist ausgeweitet worden. Auch kommt ein Jobsharingmodell zum Einsatz. Und durch die Reduzierung der Kernzeit ist eine kurzfristige flexible Arbeitszeitgestaltung möglich. Daneben praktiziert die AVG Köln zwei Altersteilzeitmodelle, um den älteren Beschäftigten einen schleichenden Ausstieg aus dem Erwerbsleben zu ermöglichen bzw. durch ein Blockmodell einen früheren Ausstieg aus dem aktiven Arbeitsleben mit einer „Ruhephase“ danach. Anspruch auf Elternzeit haben generell alle Mitarbeiter. Die Elternzeit kann bis zu drei Jahre den individuellen Erfordernissen angepasst werden, flexible Arbeitszeiten nach der Rückkehr inklusive. So wird es den Eltern leicht gemacht, nach der Elternzeit einen schrittweisen Wiedereinstieg ins Berufsleben zu finden.

Im Berichtszeitraum hat die AVG Köln die "Charta der Vielfalt" unterzeichnet. Diese ist Ausdruck einer Unternehmensinitiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Institutionen. Die Initiative will Anerkennung, Wertschätzung und Vielfalt in der Unternehmenskultur voranbringen. Ziel ist es, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Wertschätzung erfahren – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität.

Eine ausgewogene Personalstruktur ist im Leitbild der AVG Köln verankert.

Weitere Ausführungen finden sich in Kriterium 14 unter Betrieb mit "zukunftsfähiger Unternehmenskultur".

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Als mittelständisches Unternehmen der Abfallbranche legt die AVG Köln großen Wert auf gut ausgebildetes und verantwortungsbewusstes Personal. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des Mangels an Fachkräften einerseits und der ständig wachsenden Herausforderungen infolge rechtlicher Veränderungen und Novellierungen sowie der wachsenden Bedürfnisse der Kunden andererseits haben Ausbildung und Weiterbildung für den Dienstleister einen besonderen Stellenwert.

Die AVG Köln verfolgt das Prinzip des lebenslangen Lernens und legt großen Wert auf Mitarbeiter, die sich den wachsenden Erfordernissen gemäß weiterqualifizieren.

Auf der Basis der jeweiligen Arbeitsbereiche bzw. Berufe der Mitarbeiter wird eine Qualifizierung ermöglicht. Als Beispiel ist die Ausbildung von Elektrikern und Mechanikern zu Kraftwerkern zu nennen. Darüber hinaus finden Schulungen und Unterweisungen im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsvorsorge statt.

Vgl. zudem die Ausführungen in Kriterium 5 ("Nachhaltigkeitsbeauftragter in der Energie- und Abfallwirtschaft").

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator G4-LA6
Art der Verletzung und Rate der Verletzungen, Berufskrankheiten, Ausfalltage und Abwesenheit sowie die Gesamtzahl der arbeitsbedingten Todesfälle nach Region und Geschlecht.


Die meldepflichtigen Arbeits- und Wegeunfälle beliefen sich 2017 auf 3. Die 1.000-Mann.Quote, die in Deutschland die relative Unfallhäufigkeit pro 1.000 Vollzeitarbeiter angibt, lag in den letzten drei Jahren bei durchschnittlich 18,6.

Einen tödlichen Unfall hat es im Berichtszeitraum weder bei der AVG Köln noch bei den Tochtergesellschaften gegeben.

Leistungsindikator G4-LA8
Gesundheits- und Sicherheitsthemen, die in förmlichen Vereinbarungen mit Gewerkschaften behandelt werden.

Keine

Leistungsindikator G4-LA9
Durchschnittliche jährliche Stundenzahl für Aus- und Weiterbildung pro Mitarbeiter nach Geschlecht und Mitarbeiterkategorie.

Entsprechende Angaben (nach Geschlecht und Mitarbeiterkategorie) werden von der AVG Köln nicht erhoben. Die AVG Köln praktiziert eine individuelle Förderung nach Personalentwicklungsplan. Da dem Grundsatz "Qualität vor Quantität" gefolgt wird, werden Durchschnittswerte aufgrund der begrenzten Aussagekraft nicht erhoben.
Der Stellenwert der Mitwirkung, Motivation und Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird in den Kriterien 14 bis 16 beschrieben.

Leistungsindikator G4-LA12
Zusammensetzung der Kontrollorgane und Aufteilung der Mitarbeiter nach Mitarbeiterkategorie in Bezug auf Geschlecht, Altersgruppe, Zugehörigkeit zu einer Minderheit und andere Diversitätsindikatoren.

Rund 22 Prozent der Beschäftigten der AVG Köln sind weiblich. Ca.11 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind unter 30 Jahre alt, 43 Prozent zwischen 30 und 50 Jahre sowie 46 Prozent über 50 Jahre.

Im Rahmen der Verpflichtung nach der von der AVG Köln unterzeichneten Charta der Vielfalt setzt das Unternehmen auf Integration und Gleichheit. Die Mitarbeiter werden aufgrund ihrer Leistung, ihrer fachlichen Fähigkeiten und ihres Sozialverhaltens wertgeschätzt, unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität. Entsprechende Kennzahlen werden somit in Bezug auf Minderheiten und andere Diversitätsindikatoren nicht erhoben.  

Bei den Kontrollorganen liegt der Frauenanteil bei rund ein Fünftel. Weitere Daten werden nicht systematisch erhoben.

Leistungsindikator G4-HR3
Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle und ergriffene Abhilfemaßnahmen.

Null.

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Bei Vergabeverfahren unterliegt die AVG Köln den Vorschriften des Vergaberechts. Darüber hinaus greift für das Land Nordrhein-Westfalen zusätzlich das Tariftreue- und Vergabegesetz NRW. Bei der Beschaffung sensibler Warengruppen und in Abhängigkeit vom Auftragsvolumen sind von potenziellen Lieferanten Verpflichtungserklärungen abzufordern, die die Beachtung der ILO-Kernarbeitsnormen betrifft, die Verpflichtung zur Tariftreue und zum Mindestlohn für Dienst- und Bauleistungen bzw. die Verpflichtung zur Frauenförderung und Förderung der Vereinbarung von Beruf und Familie. Liegen die Verpflichtungserklärungen nicht vor, ist ein etwaiges Angebot vom Vergabeverfahren auszuschließen.

Risiken sind im Hinblick auf Menschenrechte nicht erkennbar.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator G4-HR1
Gesamtzahl und Prozentsatz der signifikanten Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder unter Menschenrechtsaspekten geprüft wurden.

100 Prozent (vgl. in diesem Zusamenhang auch die Erläuterungen zu Kriterium 17).

Leistungsindikator G4-HR9
Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, die im Hinblick auf Menschenrechte oder menschenrechtliche Auswirkungen geprüft wurden.

Die AVG Köln verfügt über insgesamt vier Geschäftsstandorte, wovon zwei Tochtergesellschaften gehören. Eine unmittelbare Überprüfung der Standorte im Hinblick auf Menschenrechte erfolgte im Berichtszeitraum nicht. Es gelten jedoch für alle vier Standorte die in Kriterium 17 genannten Rahmenbedinungen.

Leistungsindikator G4-HR10
Prozentsatz neuer Lieferanten, die anhand von Menschenrechtskriterien überprüft wurden.

Vgl. Kriterium 17.

Leistungsindikator G4-HR11
Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative menschenrechtliche Auswirkungen in der Lieferkette und ergriffene Maßnahmen.

Es sind keine menschenrechtlichen Auswirkungen in der Lieferkette bekannt.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Die AVG Köln sieht sich als Teil der Stadtgesellschaft Kölns. Sie erbringt Dienstleistungen für die Stadt und ihre Bürger, fühlt sich aber auch verpflichtet, darüber hinaus einen Beitrag für das Gemeinwohl zu leisten.

Öffentlichkeitsarbeit und Besucherdienst

Im Rahmen ihrer Öffentlichkeitsarbeit bietet die AVG Köln z.B. Führungen durch die Restmüllverbrennungsanlage an. 2017 nutzten mit 4.600 Besuchern nahezu ebenso viele das Besichtigungsangebot wie im Vorjahr. Dies entspricht einem Schnitt von 22 Teilnehmern pro Gruppe. Im Durchschnitt besuchte eine Gruppe pro Werktag das AVG-Gelände.
Weiterführende Informationen bieten Broschüren und Filme, die altersgerecht auf die Bedürfnisse der Besucher eingehen. Der Internetauftritt des Unternehmens gibt einen aktuellen Einblick in die Unternehmensgruppe AVG.

Kooperationen mit Schulen

Die AVG Köln setzte auch im Jahr 2017 zwei Kooperationen mit Schulen fort. Mit der Max-Ernst-Gesamtschule in Bocklemünd schloss die AVG Köln eine KURS-Partnerschaft. Neben naturwissenschaftlichen und technischen Impulsen für den Schulunterricht erhalten die Schülerinnen und Schüler auch die Gelegenheit, die AVG Köln als Ausbilder und Arbeitgeber kennenzulernen.
Um Grundschülern naturwissenschaftliche und technische Fragestellungen näherzubringen, unterstützt die AVG Köln seit 2016 die Gesamtgrundschule Nesselrodestraße in Nippes. Im Rahmen der „TuWaS!“-Initiative sponsert sie alltagsnahen Unterricht für die Erst- bis Viertklässler. Experimente und Untersuchungen sollen bei den Kindern Interesse an den sogenannten MINT-Fächern wecken.

Durch die AVG-eigenen Broschüren und einen Informationsfilm erhalten die Schülerinnen und Schüler multimedial die erforderlichen Kenntnisse, um die Müllverbrennung richtig einordnen zu können. Ergänzt wird dies durch einen AVG-Comic, der vor allem den ganz jungen Besuchern die Kölner Abfallwirtschaft und speziell auch die Müllverbrennung nahebringt. Der Comic ist in Zusammenarbeit mit der ITAD, dem Interessenverband der Müllverbrenner entstanden und zeigt kindgerecht den Weg des Restmülls vom Haushalt bis zur Restmüllverbrennungsanlage Köln.

Die AVG Köln hat seit 2013 die Zusammenarbeit mit der Stadt Köln intensiviert, um gemeinsame Zielsetzungen der Umweltpädagogik und Umweltbildung zu bündeln. Damit lassen sich Lehrer, Schüler und eine interessierte Öffentlichkeit noch gezielter und effektiver ansprechen. Diese intensive Zusammenarbeit wurde auch 2017 fortgesetzt und soll künftig noch intensiviert werden.
Das von der AVG Köln erarbeitete Lehrerfortbildungskonzept bietet Pädagogen aller Schulformen Fortbildungskurse, in denen aktuelle Informationen rund um die Abfallwirtschaft vermittelt werden. Außerdem ist die AVG Köln im Kölner Bildungsportal vertreten, einer Internetplattform, auf der Institutionen ihre Aktivitäten in den Themenfeldern Umwelt und Kultur präsentieren.

AVG Köln als außerschulischer Lernort

Die Restmüllverbrennungsanlage ist als außerschulischer Lernort anerkannt. Außerdem ist sie Partner der Initiative „Out of School“, die sich zum Ziel gesetzt hat, Kinder und Jugendliche aus sozialen Brennpunkten zu fördern.

Erwachsenenbildung


Die Erwachsenenbildung ist die zweite wichtige Zielgruppe, um das Abfallthema in die Öffentlichkeit zu tragen. Daher ist es besonders erfreulich, dass auch im Jahr 2017 wieder viele Bürgervereine und Bildungswerke das Besichtigungsangebot der AVG Köln nutzten.

AVG Köln als Botschafter der Stadt

Das Interesse von ausländischen Delegationen an der Kölner Abfallwirtschaft bleibt ungebrochen. Insbesondere Vertreter aus den internationalen Partnerstädten der Stadt Köln haben den Kontakt zur AVG Köln gesucht. Kontakte erfolgten daneben zu einem großen Teil über nationale wie internationale Institutionen, die die Restmüllverbrennungsanlage als Referenzanlage kennen und entsprechend empfehlen.

Engagement für mehr Industrieakzeptanz

Mit der Unterzeichnung der Senefelder Erklärung unterstützt die AVG Köln die Initiative „Industrieakzeptanz“ und trägt so dazu bei, Vorbehalte bei den Bürgerinnen und Bürgern abzubauen und die Leistungen, die Industrieunternehmen als Arbeitgeber, Produzenten und Dienstleister bzw. als Rückgrat des wirtschaftlichen Wohlstandes und Fortschritts erbringen, zu vermitteln. Sie engagiert sich in einem Steuerungskreis Industrieakzeptanz, der zum Ziel hat, das Image von Industrieunternehmen zu verbessern und den Industriestandort Rheinland populär zu machen.

TAO – TREFF AM OFEN

Vor dem Hintergrund eines unterrepräsentierten Kulturprogramms im Kölner Norden ist der im Jahr 2009 gestartete TREFF AM OFEN ein wichtiger, lebendiger Beitrag für das Gemeinwesen.
Ziel der Kulturveranstaltungen war und ist es, neue Besucherschichten für die AVG Köln zu interessieren und zu gewinnen, die sonst nur schwer erreichbar sind. Zudem ist es ein Anliegen, die Kultur ins „Veedel“ zurückzubringen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator G4-EC1
Direkt erwirtschafteter und verteilter wirtschaftlicher Wert.

Geschäftszahlen 2017:

Bilanzsumme: 121,5 Mio. Euro
Umsatzerlöse: 97,6 Mio. Euro
Unternehmensergebnis: 16,2 Mio. Euro

Personalaufwand  15,7 Mio. Euro
Steuern                   5,6 Mio. Euro
Spenden:                0 (vgl. Leistungsindikator G4-SO6)

Angaben zum Sponsoring sind nicht näher quantifizierbar, da die dem Gemeinwesen zugutekommenden Leistungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der AVG Köln erbracht werden.

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Als gemischtwirtschaftliches Unternehmen mit einem mehrheitlich öffentlichen Gesellschafter beschränkt sich die politische Einflussnahme auf die Lobbyarbeit der unten genannten Verbände und Organisationen. Dort hat sich die AVG Köln bei der Diskussion abfallpolitischer Fragestellungen im Jahr 2017 erneut erfolgreich präsentiert. Als Mitglied gestaltet sie somit die Abfallpolitik aktiv mit. Auch auf EU-Ebene ist die AVG Köln in der CEWEP, der europäischen Interessenvertretung der Betreiber von Müllverbrennungsanlagen, engagiert.

Wesentliche Mitgliedschaften im Überblick

- Interessenverband der Thermischen Abfallverbrennungsanlagen Deutschland e.V. (ITAD)
   
- Confederation of European Waste-to-Energy Plants (CEWEP)
   
- Interessengemeinschaft der Thermischen Abfallbehandler NRW (INTA)

- Interessengemeinschaft Deutscher Deponiebetreiber e.V.

- Verband Kommunale Abfallwirtschaft und Straßenreinigung im VKU (VKS)

- VGB PowerTech - Vereinigung von Kraftwerksbetreibern


Gesetzgebungsverfahren

Hier sind alle aktuellen Gesetze der Energie- und Abfallwirtschaft auf EU-, Bundes- und Landesebene zu nennen.

Spenden

Spenden an politische Parteien werden nicht getätigt (vgl. Leistungsindikator G4-SO6).

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator G4-SO6
Gesamtwert der politischen Spenden, dargestellt nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

Die AVG Köln tätigt keine Spenden, da laut Parteiengesetz, § 25, Parteien keine Spenden von Unternehmen annehmen dürfen, die zu mehr als 25 Prozent im Besitz der öffentlichen Hand sind beziehungsweise von der öffentlichen Hand betrieben oder verwaltet werden.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Die AVG Köln steht aufgrund ihrer Gesellschafterstruktur und ihrer Aufgabenstellung unter einer besonderen öffentlichen Kontrolle. Die Aufsichtsgremien der Gesellschaft (Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung) sind mehrheitlich mit Vertretern der Stadt Köln/Stadtwerke Konzern und des Rates der Stadt Köln besetzt. Ebenfalls gehören Arbeitnehmervertreter dem Gremium an. Es finden regelmäßig enge Abstimmungen mit der Stadt Köln statt, u. a. bezüglich Mengenprognosen und
preisrechtlicher Kalkulationen.

Kontrolle in wirtschaftlicher Hinsicht üben die Wirtschaftsprüfer aus. Daneben finden Prüfungen der internen Revision des Gesellschafters Stadtwerke Köln GmbH statt. Weitere Kontrollen erfolgen durch Betriebsprüfer, Zertifizierungsauditoren, Umweltbehörden auf kommunaler, Bezirks- und Landesebene, die Bezirksregierung sowie die Kommunalaufsicht.

2013 verabschiedete die AVG Köln den Public Corporate Governance Kodex, der sich an den Kodex der Stadt Köln anlehnt. Er dient dem Unternehmen und seinen Gremien als Handlungsleitlinie für eine gute und verantwortungsvolle Unternehmensführung.

Daneben hat die AVG Köln 2014 eine Compliance-Richtlinie verabschiedet und einen Compliance-Beauftragten bestellt. Sie soll Regelverstöße vermeiden helfen, die aus dem Unternehmen begangen werden und die diesem schaden könnten. Dabei geht es um die Kontrolle allgemeiner Korruptionsrisiken, den Umgang mit Amtsträgern, Spenden /Sponsoring, Konflikte zwischen privaten und unternehmerischen Interessen, Vergabeverfahren, Datenschutz, kartell- und wettbewerbsrechtliche Risiken sowie Steuerangelegenheiten. Dazu wurde ein Compliance-Beauftragter benannt.

Regelmäßige Informationen der Mitarbeiter sorgen dafür, dass das Bewusstsein und die Sensibilität für dolose Handlungen präsent bleiben.

Für den Bereich Spenden/Sponsoring wurde eine Richtlinie erarbeitet, die den praktischen Umgang mit Spenden- und Sponsoringwünschen regelt. Darin ist u.a. festgelegt, dass die AVG Köln politischen Parteien keine finanzielle Unterstützung zukommen lassen darf (vgl. Kriterium 19, Leistungsindikator G4-SO6).

Eine Anlaufstelle für Hinweise auf Korruption sowohl von innerhalb wie auch außerhalb des Unternehmens ist der Ombudsmann. Er ist ein ausgewiesener erfahrener Fachanwalt in einer externen Anwaltskanzlei und prüft, ob diesen Hinweisen nachgegangen werden muss.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator G4-SO3
Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, die im Hinblick auf Korruptionsrisiken hin geprüft wurden, und ermittelte erhebliche Risiken.

Die AVG Köln verfügt über vier Geschäftsstandorte, wovon zwei Tochtergeselllschaften gehören. Die Maßnahmen zur Überprüfung der Korruptionsrisiken werden in Kriterium 20 beschrieben. Die Compliance-Richtlinie gilt für alle vier Geschäftsstandorte.

Leistungsindikator G4-SO5
Bestätigte Korruptionsfälle und ergriffene Maßnahmen.

Im Berichtszeitraum ist kein Fall von Korruption aufgetreten.

Leistungsindikator G4-SO8
Monetärer Wert signifikanter Bußgelder und Gesamtzahl nicht monetärer Strafen wegen Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften.

Im Berichtszeitraum wurden keine Bußgelder und nicht monetäre Strafen verhängt.