14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Bei der SIGNAL IDUNA Gruppe hat die Achtung der Rechte aller Mitarbeiter höchste Priorität und sie garantiert die Einhaltung, Durchsetzung und Stärkung dieser Rechte. Die von der CSR-Berichtspflicht betroffenen Unternehmen sind in Deutschland tätig. Geltendes Arbeitsrecht ist die Grundlage aller Zusammenarbeit im Unternehmen. In diesem Sinne richtet die SIGNAL IDUNA Gruppe ihre Arbeitsbedingungen konsequent an den einschlägigen gesetzlichen und tariflichen Regelungen aus. Sowohl die individualarbeitsrechtlichen Vereinbarungen als auch die kollektivarbeitsrechtlichen Regelungen bilden durchgängig entweder den vorgeschriebenen Mindeststandard ab oder gehen darüber hinaus. Die Beteiligungsrechte aller Mitbestimmungsgremien werden im Sinne einer konstruktiven Zusammenarbeit beachtet. Die Zusammenarbeit mit Gewerkschaften ist über die Mitgliedschaft von Unternehmen der SIGNAL IDUNA Gruppe im Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen in Deutschland sichergestellt.

Ziel der SIGNAL IDUNA Gruppe ist es, die Arbeitsbedingungen kontinuierlich zu verbessern und hierbei jederzeit den gesetzlichen und tariflichen Regelungen zu entsprechen. Dieses Ziel gilt auch für die Beteiligungsrechte aller Mitbestimmungsgremien sowie die Zusammenarbeit mit Gewerkschaften.

Neben den gesetzlich vorgeschriebenen Aufsichts- und Betriebsräten hat die SIGNAL IDUNA Gruppe verschiedene weitere Gremien zur Mitarbeiterbeteiligung etabliert. Dazu zählen z. B.:
Die Beteiligung der Mitarbeiter am Nachhaltigkeitsmanagement der SIGNAL IDUNA Gruppe wird gefördert. Im Rahmen von IDEE+ können die Mitarbeiter Vorschläge zu mehr Nachhaltigkeit einreichen. Im Berichtsjahr wurden Infoveranstaltungen und Mitmachaktionen durchgeführt, um die Sensibilisierung insbesondere für ökologische Themen zu verstärken.

Anfang 2020 wurde außerdem ein Nachhaltigkeitskomitee mit Mitarbeiterbeteiligung gegründet.

Im Geschäftsjahr und zum Berichtszeitpunkt sowie aufgrund der umfangreichen und bewährten Maßnahmen sind keine wesentlichen Risiken identifiziert worden, die sehr wahrscheinlich schwerwiegende negative Auswirkungen auf die Arbeitnehmerrechte haben oder haben werden.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Bei der SIGNAL IDUNA Gruppe hat die Achtung der Rechte aller Mitarbeiter höchste Priorität. Die SIGNAL IDUNA Gruppe lehnt jegliche Art der Diskriminierung ab und setzt sich für Gerechtigkeit, Gleichstellung und Vielfalt am Arbeitsplatz ein. Mitarbeiter werden ausschließlich aufgrund ihrer fachlichen Eignung ausgewählt. Herkunft, Religion und Geschlecht sind bei der Stellenbewerbung nicht von Bedeutung.

Das erklärte Ziel der SIGNAL IDUNA Gruppe ist es hierbei, diesen Standards zu jeder Zeit zu entsprechen und bei Bedarf Programme ins Leben zu rufen, die diesem Ziel in besonderem Maße dienen. Die Durchführung aller hier genannten Maßnahmen sind wiederkehrende Ziele, die auch im Berichtsjahr erreicht wurden. Quantitative Ziele werden noch erarbeitet.

Die SIGNAL IDUNA Gruppe bietet daher bereits mehrere Programme an, um Integration und Vielfalt sowie die Vereinbarkeit von Privat- und Arbeitsleben der Mitarbeiter zu fördern. Die Durchführung aller hier genannten Maßnahmen sind wiederkehrende Ziele, die auch im Berichtsjahr erreicht wurden. Quantitative Ziele werden noch erarbeitet.

Als tarifgebundenes Unternehmen vergütet die SIGNAL IDUNA Gruppe ihre Mitarbeiter geschlechtsunabhängig nach dem Manteltarifvertrag für das private Versicherungsgewerbe. Im übertariflichen Bereich erfolgt die Bezahlung leistungsabhängig und unter Berücksichtigung von unternehmensübergreifend erhobenen Vergütungsvergleichen, wie etwa denen des Arbeitgeberverbands der Versicherungswirtschaft oder der Vergütungsbenchmark der Lurse AG.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat einen hohen Stellenwert. Daher bietet die SIGNAL IDUNA Gruppe die Möglichkeit zur Einrichtung außerbetrieblicher Arbeitsplätze, mobiles Arbeiten sowie flexible Arbeitszeitenmodelle an. Zudem gibt es kostenlose telefonische Pflegeberatungen für Mitarbeiter. Die SIGNAL IDUNA Gruppe beteiligt sich an den Kosten für Kinderbetreuung und bietet Kontingentkindergartenplätze (Elbkinder) an. Sonderzahlungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld können auf Wunsch der Mitarbeiter in Freizeit umgewandelt werden. Das Angebot eines Lebenslagencoachings ermöglicht die Unterstützung durch externe, speziell qualifizierte Berater bei Fragen oder Problemen im Berufs- und Privatleben.

Die SIGNAL IDUNA Gruppe bietet ein umfangreiches Angebot, um Chancengleichheit zu sichern. Mitarbeiter mit Behinderung haben mit der Gesamtschwerbehindertenvertretung einen zentralen Ansprechpartner im Unternehmen. Die Institution achtet auf eine vollständige und richtige Umsetzung des Schwerbehindertengesetzes bei der SIGNAL IDUNA Gruppe.


Im Geschäftsjahr und zum Berichtszeitpunkt sowie aufgrund der umfangreichen Maßnahmen sind keine wesentlichen Risiken identifiziert worden, die sehr wahrscheinlich schwerwiegende negative Auswirkungen auf die Chancengerechtigkeit haben oder haben werden.

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

In den Hauptverwaltungen Dortmund und Hamburg hat jeweils eine Fachkraft für Arbeitssicherheit (FASI) gemeinsam mit der Betriebsärztin bzw. dem Betriebsarzt die Aufgabe, die Arbeitnehmer und Arbeitgeber bundesweit beim Arbeitsschutz und bei der Unfallverhütung in allen Fragen der Arbeitssicherheit zu beraten und zu unterstützen. Darüber hinaus haben sie Unterrichtungs- und Beratungspflichten gegenüber dem Betriebs- bzw. Personalrat. Die Fachkraft für Arbeitssicherheit berät und unterstützt insbesondere zu folgenden Aufgabenkomplexen: 
Darüber hinaus werden nach §22 SGB VII (1) unter Beteiligung des Betriebsrats und Personalrats Sicherheitsbeauftragte bestellt. Zu ihren Aufgaben gehört es insbesondere:

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Mitarbeiter sind die wichtigste Ressource der SIGNAL IDUNA Gruppe. Ihre Entwicklung und Qualifizierung haben im Unternehmen einen besonders hohen Stellenwert. Die SIGNAL IDUNA Gruppe setzt sich für die Mitarbeiter ein, so dass alle Beschäftigten auf Dauer ihre Leistungen im Unternehmen erbringen können. Daher macht es sich die SIGNAL IDUNA Gruppe zum Ziel, allen Mitarbeitern Möglichkeiten zur Qualifizierung und Entwicklung zu bieten sowie dieses Angebot regelmäßig zu prüfen und ggf. zu verbessern. Die Durchführung aller hier genannten Maßnahmen sind wiederkehrende Ziele, die auch im Berichtsjahr erreicht wurden. Dies zeigt sich insbesondere in: Die SIGNAL IDUNA Gruppe berät alle Mitarbeiter im Innen- und Außendienst umfassend in Bezug auf nebenberufliche Aus- und Weiterbildung (z. B. in Form eines Fachwirt-, Bachelor- oder Masterstudiums). Im Rahmen dessen kooperiert das Unternehmen deutschlandweit mit verschiedenen Hochschulen und bietet diverse Fördermöglichkeiten an.

Mit der Lernplattform SINA ermöglicht die SIGNAL IDUNA Gruppe ein unkompliziertes und effizientes Lernen. Das Angebot befähigt die Mitarbeiter, ihre persönlichen Kompetenzen zu entwickeln. Die Plattform beinhaltet z. B. Onlinekurse und Video-Schulungen und hat ein internes soziales Netzwerk geschaffen. Dadurch erhalten die Mitarbeiter zeitliche und räumliche Flexibilität, um sich individuell weiterzuentwickeln. Das Lernangebot wird kontinuierlich ergänzt. Damit unterstreicht die SIGNAL IDUNA Gruppe die Entwicklung der gesamten Gruppe im Sinne der Digitalisierung. Im Berichtsjahr wurde außerdem ein Onlinekurs zum Thema Nachhaltigkeit eingeführt, der die Mitarbeiter nicht nur dabei unterstützen soll, das Thema Nachhaltigkeit besser zu verstehen, sondern auch Anstöße für die Umsetzung von Maßnahmen im beruflichen sowie im privaten Leben liefert.

Im Rahmen des Gesundheitsmanagements können Mitarbeiter auf eine Vielzahl von Leistungen zurückgreifen:
Im Geschäftsjahr und zum Berichtszeitpunkt sowie aufgrund der umfangreichen und bewährten Maßnahmen sind keine wesentlichen Risiken identifiziert worden, die sehr wahrscheinlich schwerwiegende negative Auswirkungen auf die Qualifizierung der Mitarbeiter haben oder haben werden.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator GRI SRS-403-9: Arbeitsbedingte Verletzungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

Die Punkte c-g des Indikators SRS 403-9 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.


Leistungsindikator GRI SRS-403-10: Arbeitsbedingte Erkrankungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen;
b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen.

Die Punkte c-e des Indikators SRS 403-10 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.

  Im Jahr 2019 wurden insgesamt 51 Betriebs- und Wegunfälle bei der SIGNAL IDUNA Kranken gemeldet.

  Berufskrankheiten und Todesfälle wurden nicht verzeichnet.

Leistungsindikator GRI SRS-403-4: Mitarbeiterbeteiligung zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Die berichtende Organisation muss für Angestellte und Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden, folgende Informationen offenlegen:

a. Eine Beschreibung der Verfahren zur Mitarbeiterbeteiligung und Konsultation bei der Entwicklung, Umsetzung und Leistungsbewertung des Managementsystems für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und zur Bereitstellung des Zugriffs auf sowie zur Kommunikation von relevanten Informationen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gegenüber den Mitarbeitern.

b. Wenn es formelle Arbeitgeber-Mitarbeiter-Ausschüsse für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gibt, eine Beschreibung ihrer Zuständigkeiten, der Häufigkeit der Treffen, der Entscheidungsgewalt und, ob und gegebenenfalls warum Mitarbeiter in diesen Ausschüssen nicht vertreten sind.

Siehe Ausführungen unter Kriterium 15.

Leistungsindikator GRI SRS-404-1 (siehe G4-LA9): Stundenzahl der Aus- und Weiterbildungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. durchschnittliche Stundenzahl, die die Angestellten einer Organisation während des Berichtszeitraums für die Aus- und Weiterbildung aufgewendet haben, aufgeschlüsselt nach:
i. Geschlecht;
ii. Angestelltenkategorie.

Aus- und Weiterbildung – SIGNAL IDUNA Kranken:

         
         
KATEGORIE ANZAHL ANZAHL  
    TEILNEHMER BILDUNGSSTUNDEN  
         
         
Innendienst – weiblich 1.525 22.710  
Innendienst – männlich 1.084 23.268  
Außendienst – weiblich 53 4.361  
Außendienst – männlich 345 27.370  
       
gesamt 3.007 77.709  
         
         

Leistungsindikator GRI SRS-405-1: Diversität
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der Personen in den Kontrollorganen einer Organisation in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

b. Prozentsatz der Angestellten pro Angestelltenkategorie in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

√ Der Aufsichtsrat der SIGNAL IDUNA Kranken setzt sich aus 21 Personen zusammen, davon 5 Frauen.

√ Quote der Mitarbeiter (Innendienst) Stand 31. Dezember 2019
SIGNAL IDUNA Kranken
Frauen: 59,6 %
Männer: 40,4 %

√ Aufteilung der Führungspositionen nach Geschlecht Stand 31. Dezember 2019
SIGNAL IDUNA Kranken
Frauen: 26,6 %
Männer: 73,4 %

Altersstruktur SIGNAL IDUNA Kranken am 31. Dezember 2019  



Leistungsindikator GRI SRS-406-1: Diskriminierungsvorfälle
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle während des Berichtszeitraums.

b. Status der Vorfälle und ergriffene Maßnahmen mit Bezug auf die folgenden Punkte:
i. Von der Organisation geprüfter Vorfall;
ii. Umgesetzte Abhilfepläne;
iii. Abhilfepläne, die umgesetzt wurden und deren Ergebnisse im Rahmen eines routinemäßigen internen Managementprüfverfahrens bewertet wurden;
iv. Vorfall ist nicht mehr Gegenstand einer Maßnahme oder Klage.

√ Es wurden keine Diskriminierungsvorfälle gemeldet.

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Die SIGNAL IDUNA Gruppe ist mit ihren Geschäftsstellen im Geltungsbereich deutscher Gesetze und des EU-Rechts ansässig. Die Lieferantenbasis ist geografisch betrachtet auf Deutschland, die EU und die USA ausgerichtet. Die Menschenrechte sind in diesen Gesetzen inbegriffen.

Als Finanzdienstleistungsgruppe mit dem Schwerpunkt im Versicherungsbereich ist die Lieferkette der SIGNAL IDUNA Gruppe sehr überschaubar. Gegenwärtig sind keine erheblichen tatsächlichen oder potentiell negativen menschenrechtlichen Auswirkungen in der Lieferkette oder in dem Gesamt-Wertschöpfungsprozess bekannt. Jeder Einkäufer der SIGNAL IDUNA Gruppe ist dahingehend sensibilisiert, dass Menschenrechte gewahrt und keine Verstöße dagegen zugelassen werden. Dies ist im Leitbild des Zentraleinkaufes verankert.


Im Rahmen der ständigen Überprüfung und Verfeinerung der Ausschlusskriterien für Investments wurden Unternehmen ausgeschlossen, die nachweislich mit ausbeuterischer Kinderarbeit gemäß ILO-Standard in Verbindung gebracht werden sowie Investitionen in Unternehmen und Staaten, denen eine systematische Verletzung der Menschenwürde nachgewiesen wurde, z.B. Landvertreibung und Unterstützung bzw. Tolerierung menschenunwürdiger Arbeitsbedingungen.

Im Geschäftsjahr und zum Berichtszeitpunkt sind keine wesentlichen Risiken identifiziert worden, die sehr wahrscheinlich schwerwiegende negative Auswirkungen auf die Menschenrechte haben oder haben werden.

Für weitere Ausführungen siehe Leistungsindikatoren zu Kriterium 17.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator GRI SRS-412-3: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Investitionsvereinbarungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der erheblichen Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder auf Menschenrechtsaspekte geprüft wurden.

b. Die verwendete Definition für „erhebliche Investitionsvereinbarungen“.

√ Unter Investitionsvereinbarungen werden bei der SIGNAL IDUNA Gruppe im Hinblick auf die Kapitalanlage alle einzelvertraglichen Vereinbarungen verstanden. Solche Investitionsvereinbarungen finden sich in den Segmenten Hypotheken, Beteiligungen und Immobilien sowie in dem Bilanzposten C.III.4 Sonstige Ausleihungen (Namensschuldverschreibungen, Schuldscheindarlehen, Namensgenussscheine). Dabei gilt:
Für die genannten Staaten geht die SIGNAL IDUNA Gruppe davon aus, dass die Menschenrechte auch ohne gesonderte Klausel in den Verträgen ohne Einschränkungen beachtet werden, da die Einhaltung der Menschenrechte in diesen Ländern per Gesetz festgeschrieben ist.

Leistungsindikator GRI SRS-412-1: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, an denen eine Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt wurde, aufgeschlüsselt nach Ländern.

√ Die SIGNAL IDUNA Gruppe unterhält nur Standorte in der EU und in der Schweiz. Fragen im Hinblick auf Menschenrechte und menschenrechtliche Auswirkungen sind in diesen Ländern aus Sicht der SIGNAL IDUNA Gruppe gegenwärtig nicht erforderlich.

Die Lieferantenbasis ist geografisch betrachtet auf Deutschland, die EU und die USA ausgerichtet. In diesen Ländern gibt es Gesetze, die die Einhaltung der Menschenrechte festschreiben.

Leistungsindikator GRI SRS-414-1: Auf soziale Aspekte geprüfte, neue Lieferanten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der neuen Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien bewertet wurden.

In der Vergangenheit gab es keine Lieferanten, die daraufhin geprüft werden mussten. Jeder Einkäufer der SIGNAL IDUNA Gruppe ist allerdings dahingehend sensibilisiert, dass Menschenrechte gewahrt und keine Verstöße dagegen zugelassen werden. Dies ist im Leitbild des Zentraleinkaufes verankert.

Leistungsindikator GRI SRS-414-2: Soziale Auswirkungen in der Lieferkette
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Zahl der Lieferanten, die auf soziale Auswirkungen überprüft wurden.

b. Zahl der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen ermittelt wurden.

c. Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen, die in der Lieferkette ermittelt wurden.

d. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt und infolge der Bewertung Verbesserungen vereinbart wurden.

e. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt wurden und infolgedessen die Geschäftsbeziehung beendet wurde, sowie Gründe für diese Entscheidung.

√ Als Finanzdienstleistungsgruppe mit dem Schwerpunkt im Versicherungsbereich ist die Lieferkette der SIGNAL IDUNA Gruppe sehr überschaubar. Gegenwärtig sind keine erheblichen tatsächlichen oder potentiell negativen menschenrechtlichen Auswirkungen in der Lieferkette oder in dem Gesamt-Wertschöpfungsprozess bekannt.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

√  Als ein in seinem Umfeld tief verwurzeltes Traditionsunter-nehmen, setzt die SIGNAL IDUNA Gruppe auf eine aktive Unterstützung und Teilnahme an der Gesellschaft.

Insbesondere an den Hauptverwaltungsstandorten Dortmund und Hamburg fördert die SIGNAL IDUNA Gruppe deshalb Einrichtungen, die das kulturelle Miteinander verbessern. Dazu gehören beispielsweise das Dortmunder Konzerthaus, die Theater- und Konzertfreunde Dortmund,  Freunde der Kunsthalle e.V. sowie die Stiftung zur Förderung der hamburgischen Staatsoper. Auch die Förderung regionaler Bildungsaktionen ist ein fester Bestandteil dieses Engagements. Das betrifft unter anderem den Initiativkreis Ruhr oder die Jobmesse Dortmund.


Außerdem spendet das Unternehmen für diverse soziale Projekte. Besonders hervorzuheben ist die Unterstützung des Wettbewerbs „Heimspiel für Zivilcourage“ mit dem Motto „Ein Zeichen setzen!“ des Vereins Fan-Projekt Dortmund. Der Wettbewerb richtete sich an Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 12 bis 22 Jahren, die eingeladen wurden, sich kreativ mit dem Thema Zivilcourage auseinanderzusetzen und ihre Ideen in einem multimedialen Projekt zu verwirklichen. 

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft (DFeuG NRW) und der Gewerkschaft der Polizei (GdP - Kreisgruppe Dortmund) wirbt die SIGNAL IDUNA Gruppe außerdem bei der Kampagne “Respekt?! Ja bitte!” um Anerkennung gegenüber den Einsatzkräften der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Polizei. Hierdurch soll auf das Thema Respektlosigkeit gegenüber Einsatzkräften aufmerksam gemacht werden. Eine Erweiterung der Kampagne befindet sich derzeit in der Planungsphase.


Im Berichtsjahr unterstützte die SIGNAL IDUNA Gruppe zusätzlich eine besondere Aktion der Organisation ZONTA. Unter dem Motto „Orange your city“ rief der Service Club ZONTA am Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen dazu auf, Fassaden als Zeichen der Solidarität orange zu beleuchten.

Die SIGNAL IDUNA Gruppe ermöglichte es 2.500 Mitarbeitern und ihren Familien für einen geringen Preis am Weihnachtssingen im SIGNAL IDUNA Park in Dortmund teilzunehmen. Die auf diese Weise gesammelten Gelder, inklusive der freiwilligen Spendengelder der Mitarbeiter, kamen dem Verein Kinderlachen e.V. zu Gute, der damit wiederum drei Hilfsprojekte für bedürftige Kinder in der Region unterstützte.


Bereits seit 1987 stiftet die SIGNAL IDUNA Gruppe gemein-sam mit der Handwerkskammer Hamburg den SIGNAL IDUNA Umwelt- und Gesundheitspreis der Handwerkskammer Hamburg und kürt im Rahmen dessen die besten Innovationen und Projekte aus dem ganzen Bundesgebiet. Die bereits prämierten Projekte, Strategien, Erfindungen und Verfahren reichen von Energiethemen bis zur Abfallvermeidung, vom Wassersparen bis zu neuen Materialien und vom Arbeitsschutz über die Gesundheitsvorsorge bis zur Verkehrssicherheit. Gerichtet ist der Preis an kleine und mittlere Betriebe aus Mittelstand, Handwerk und Handel, Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie an Berater und Ingenieure, Umweltbüros, Organisationen, Behörden, Erfinder und andere Einzelpersonen. Im Berichtsjahr verlieh die Jury einen Sonderpreis an ein Projekt, bei dem mit einem einfachen Verfahren aus Ernteabfällen sauber verbrennende Biokohle zum Kochen hergestellt werden kann. Dieses ist insbesondere für ländliche Gebiete in Entwicklungsländern eine wertvolle Technologie.

Ein weiteres wichtiges Engagement liegt in der Unterstützung des „Medienpreis Mittelstand“. Der Preis unterstützt das Engagement von Journalisten zum Thema Nachhaltigkeit und hat als Ziel, den Mittelstand als eine der tragenden Säulen der deutschen Wirtschaft angemessen in den Medien zu würdigen.

Außerdem hat die SIGNAL IDUNA Gruppe gemeinsam mit der Deutschen Seniorenliga e.V., Bonn, einen Gründerwettbewerb ins Leben gerufen: den SENovation Award. Er richtet sich an Start-ups, die ältere Menschen als Zielgruppe im Blick haben. Mit seiner Zielrichtung nimmt der SENovation Award Bezug auf den tiefgreifenden demographischen Wandel, der sich in Deutschland derzeit vollzieht: hin zu einer Gesellschaft, in der der Anteil alter und sehr alter Menschen stetig wächst. Am 19. August 2019 fand in der Hauptverwaltung Dortmund die Siegerehrung statt. Als bestes Konzept wurde voize ausgezeichnet, ein digitaler Sprachassistent für die Pflegedokumentation. Unter den Start-ups konnte sich CosaVita durchsetzen. Der intelligente Wäscherei-Service für Menschen in der ambulanten Pflege fungiert als logistische Schnittstelle zwischen Pflegedienst und Wäscherei. Den Sonderpreis „Mobilität“, der von der Volkswagen Konzernforschung unterstützt wird, gewann das kameragesteuerte Navigations- und Assistenzsystem für sehbehinderte Menschen AiServe.

Zusätzlich unterstützt die SIGNAL IDUNA Gruppe den Verein Ring gegen Krebs e.V. auf vielfältige Art und Weise. Der Verein ist eigenständig und als gemeinnützig anerkannt und wurde u. a. von Mitarbeitern der SIGNAL IDUNA Gruppe gegründet. Er fördert Einrichtungen, die sich dem Kampf gegen den Krebs verpflichtet fühlen, vorrangig bei Kindern. Die SIGNAL IDUNA Gruppe unterstützt diese Arbeit u. a. finanziell, mit technischer Expertise, juristisch (bei Satzungsfragen, Datenschutz, etc.), durch vielfältiges persönliches Engagement der Mitarbeiter sowie bei Spendensammlungen im betrieblichen Kontext. Dazu gehört auch die Aktion „Bewegte Pause“.


Das Gesundheitsmanagement der SIGNAL IDUNA Gruppe führte im Berichtsjahr erneut die bundesweite „Bewegte Pause“ durch. Bei der Veranstaltung laufen Mitarbeiter gemeinsam am Internationalen Kinderkrebstag in ihrer Mittagspause, um Spenden für den Ring gegen Krebs e.V. zu sammeln und ein Zeichen für die Gesundheit zu setzen.

Die in den Hauptverwaltungen angesiedelten Bienen lieferten im Berichtsjahr ca. 465 kg Honig, welchen die Mitarbeiter gegen eine Spende erwerben konnten. Die eingenommene Summe wird an gemeinnützige Institutionen mit einem ökologischen Fokus gespendet.


Außerdem weiß die SIGNAL IDUNA Gruppe um die Bedeutung von Sport für die Entwicklung des Gemeinwohls. Neben großen Sponsoringmaßnahmen bietet die SIGNAL IDUNA Gruppe deswegen ihren Agenturen ein dezentrales Konzept für ein Sportsponsoring an. Damit wird ihnen die Gelegenheit geboten, Vereine in ihrem regionalen Umfeld zu unterstützen. Unter bestimmten Rahmenbedingungen wird das regionale Engagement der Agenturen mit bis zu 50 % bezuschusst. Im Wesentlichen werden hierdurch Breitensportangebote in Deutschland unterstützt.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator GRI SRS-201-1: Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. den zeitanteilig abgegrenzten, unmittelbar erzeugten und ausgeschütteten wirtschaftlichen Wert, einschließlich der grundlegenden Komponenten der globalen Tätigkeiten der Organisation, wie nachfolgend aufgeführt. Werden Daten als Einnahmen‑Ausgaben‑Rechnung dargestellt, muss zusätzlich zur Offenlegung folgender grundlegender Komponenten auch die Begründung für diese Entscheidung offengelegt werden:
i. unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert: Erlöse;
ii. ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert: Betriebskosten, Löhne und Leistungen für Angestellte, Zahlungen an Kapitalgeber, nach Ländern aufgeschlüsselte Zahlungen an den Staat und Investitionen auf kommunaler Ebene;
iii. beibehaltener wirtschaftlicher Wert: „unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert“ abzüglich des „ausgeschütteten wirtschaftlichen Werts“.

b. Der erzeugte und ausgeschüttete wirtschaftliche Wert muss getrennt auf nationaler, regionaler oder Marktebene angegeben werden, wo dies von Bedeutung ist, und es müssen die Kriterien, die für die Bestimmung der Bedeutsamkeit angewandt wurden, genannt werden.

Gebuchte Bruttobeiträge (2019): ca. 2,9 Mrd. EUR
Versicherungsbestand (versicherte Personen - 2019): 2,5 Mio.

Spenden der SIGNAL IDUNA Kranken (2019): ca. 207 TEUR
 

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Die Obergesellschaften der SIGNAL IDUNA Gruppe sind Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit. Seit der Entstehungsgeschichte der Gruppe bis heute ist die Gruppe den Interessen ihrer Mitglieder und berufsständischen Zielgruppen verpflichtet. Es bestehen traditionell enge Verbindungen zu den Kernzielgruppen Handwerk, Handel und öffentlicher Dienst.

Gegenüber der Politik vertreten die Verbände die Interessen ihrer Mitgliedsunternehmen. Die SIGNAL IDUNA Gruppe ist u. a. Mitglied bei folgenden Verbänden / Institutionen:
Die Vorstände der SIGNAL IDUNA Gruppe sind in einzelnen Ausschüssen der vorgenannten Verbände vertreten. Es gibt weitere Mitgliedschaften, die aber an dieser Stelle von untergeordneter Bedeutung sind.

Ausführliche Angaben zu aktuellen Gesetzgebungsverfahren finden sich unter Kriterium 20.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator GRI SRS-415-1: Parteispenden
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Monetären Gesamtwert der Parteispenden in Form von finanziellen Beiträgen und Sachzuwendungen, die direkt oder indirekt von der Organisation geleistet wurden, nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

b. Gegebenenfalls wie der monetäre Wert von Sachzuwendungen geschätzt wurde.

√ Die Parteispenden der SIGNAL IDUNA Gruppe liegen unterhalb der meldungspflichtigen Höhe.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Die Identifikation des relevanten Rechtsraumes für die SIGNAL IDUNA Gruppe ist ein kontinuierlicher Vorgang. Er ist Teil des durch die Compliance-Funktion durchzuführenden sogenannten „Rechtsmonitorings“. Die hieraus gesammelten Ergebnisse fließen dann in die regelmäßig durch die Compliance-Funktion durchgeführte Analyse der Wesentlichkeit von Rechtsvorschriften ein. Im Zuge dieser Analyse wird jede Rechtsvorschrift mit daraufhin bewertet, inwieweit diese wesentlich für die SIGNAL IDUNA Gruppe ist, weil sich aus ihr besondere Risiken oder sonstige Beeinträchtigungen der internen Abläufe/Prozesse ergeben können. Hieraus ergeben sich folglich wesentliche Rechtsvorschriften, welche besonders beachtet werden. Diese wesentlichen Rechtsvorschriften werden ergänzt um weitere Regelwerke und Vereinbarungen nachfolgend auszugsweise dargestellt: Die rechtlichen Grundlagen der Compliance-Funktion resultieren insbesondere aus dem Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG), der Richtlinie 2009/138/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. November 2009 betreffend der Aufnahme und Ausübung der Versicherungs- und der Rückversicherungstätigkeit sowie der Delegierte Verordnung (EU) 2015 / 35 vom 10. Oktober 2014 zur Ergänzung der Richtlinie 2009 / 138 / EG. Ihre Spezialisierung ist u. a. in den einschlägigen BaFin-Anforderungen dokumentiert (z. B. in dem Rundschreiben 2/2017 (VA) - Mindestanforderungen an die Geschäftsorganisation von Versicherungsunternehmen (MaGo)). Bei der SIGNAL IDUNA Gruppe wurde ein Compliance-Managementsystem etabliert, welche sich an den Anforderungen der o. g. Grundlagen ableitet und diesen gerecht wird.

Der Compliance-Kodex der SIGNAL IDUNA Gruppe bündelt alle Spezialrichtlinien und Compliance-Instrumente. Der jährlich zu erstellende Compliance- und Überwachungsplan dokumentiert die Summe der Maßnahmen, die sowohl zur Weiterentwicklung des Compliance-Managementsystems an sich, als auch zur Präzisierung von Instrumenten und Prozessen innerhalb dieses Systems, führen. Darüber hinaus werden in diesem Plan risikoorientierte Umsetzungsmaßnahmen innerhalb der einzelnen Ressorts und Organisationsbereiche dokumentiert.

Die Einhaltung der relevanten Rechtsvorschriften und regulatorischen Vorgaben wird durch die Umsetzung umfassender präventiver Maßnahmen sichergestellt. Hierzu gehören als grundlegende Elemente des Compliance-Managementsystems u. a.:
Alle Compliance-Aktivitäten werden dokumentiert. Diese Dokumentation dient als Nachweis dafür, dass alle der Compliance-Risikosituation entsprechenden Maßnahmen regelmäßig ergriffen und auf Ebene der einzelnen Funktionsstellen kontrolliert werden. Die Compliance-Funktion überwacht im Sinne einer zweiten Verteidigungslinie wiederum diese örtlichen Kontrollprozesse.

Die Ziele der Compliance-Funktion werden unter Kriterium 6 dargestellt.

Einzelfälle sind bei bester Sorgfalt und auch bei wirtschaftlicher Abwägung der Maßnahmen nie vollständig auszuschließen, werden aber im Zuge interner Ermittlungsmaßnahmen durch die Fraud-Revision aufgearbeitet. Bei Compliance-relevanten Sachverhalten findet eine entsprechende Einbindung der Compliance-Funktion statt.

Für die Meldung von Unregelmäßigkeiten stehen sowohl ein internes Erstmeldeverfahren als auch ein Hinweisgebersystem (Whistleblowing) zur Verfügung. Das Hinweisgebersystem, über das auch anonym Meldungen abgegeben werden können, kann im Intranet und auf der Homepage der SIGNAL IDUNA Gruppe auch von externen Dritten aufgerufen werden.


Die Compliance-Funktion ist damit in alle Prozesse, Instrumente und Maßnahmen, welche zur Verhinderung, Aufdeckung und Sanktionierung inkriminierter Verhaltensweisen ergriffen werden, eingebunden.

Die Zuständigkeiten im Unternehmen für die o.g. Themen sind klar verteilt. Die Compliance-Funktion setzt sich aus einem zentralen Compliance-Office, geleitet durch den Chief Compliance Officer, zusätzlichen dezentralen Compliance Officern je Ressort sowie Compliance-Beauftragten der Tochtergesellschaften zusammen. Zudem gibt es in den Ressorts und Bereichen verteilt Juristen und Fachexperten, die als Rechtsmonitorer der individuell zugeordneten Rechtsgebiete tätig sind.

Zudem werden Führungskräfte und Beschäftigte regelmäßig durch interne Vorgaben und Schulungen sensibilisiert, um auf ein rechtskonformes Verhalten hinzuwirken. Der Compliance-Kodex sowie alle internen Richtlinien der Compliance-Funktion sind für die Mitarbeiter im Intranet abrufbar. Mit Hilfe einer verpflichtenden, webbasierten Compliance-Schulung wird sichergestellt, dass annähernd alle Mitarbeiter den Compliance-Kodex sowie die darin enthaltenden Inhalte kennen. Hierzu gehören u. a. die folgenden Themen: Verhalten gegenüber Kunden und Geschäftspartnern, Umgang mit Interessenkonflikten, Geschenken und Einladungen, Wettbewerbs- und kartellrechtliche Bestimmungen, Schutz vertraulicher Daten und Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.

Im Berichtsjahr wurden keine wesentlichen Risiken identifiziert, die sehr wahrscheinlich schwerwiegende negative Auswirkungen auf die Bekämpfungen von Korruption und Bestechung haben oder haben werden. Bei Kenntniserlangung von Unregelmäßigkeiten sind alle Mitarbeiter (Innen- und Außendienst) verpflichtet, diese unverzüglich der Internen Revision zu melden (sog. Erstmeldung). Dies gilt auch in allen Fällen, bei denen eine eindeutige Zuordnung (Verdacht oder klarer Sachverhalt) noch nicht feststeht. Während der Durchführung von Ermittlungen und Prüfungen wird u.a. der Bereich Recht und Compliance einbezogen und bereits erlangte Informationen und Ergebnisse werden an diesen weitergeleitet. Im Geschäftsjahr 2019 haben sich weder aus den Erstmeldungen noch aus Sonderprüfungen der Internen Revision oder Überwachungshandlungen der Compliance-Funktion Korruptionsfälle ergeben.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator GRI SRS-205-1: Auf Korruptionsrisiken geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden.

b. Erhebliche Korruptionsrisiken, die im Rahmen der Risikobewertung ermittelt wurden.

√ Im Rahmen ihrer Gruppenverantwortung werden von der Compliance-Funktion auch die Compliance-Risiken der Auslandstochtergesellschaften näher in den Blick genommen, darunter auch die Korruptionsrisiken. Da die SIGNAL IDUNA Gruppe mit Polen, Ungarn und Rumänien in drei osteuropäischen Ländern aktiv ist, die gemäß des Corruption Perception(s) Index (CPI) ein erhebliches Korruptionsrisiko aufweisen, wird den Maßnahmen zur Korruptionsprävention eine besondere Bedeutung beigemessen.

Leistungsindikator GRI SRS-205-3: Korruptionsvorfälle
Die berichtende Organisation muss über folgende Informationen berichten:

a. Gesamtzahl und Art der bestätigten Korruptionsvorfälle.

b. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Angestellte aufgrund von Korruption entlassen oder abgemahnt wurden.

c. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Verträge mit Geschäftspartnern aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption gekündigt oder nicht verlängert wurden.

d. Öffentliche rechtliche Verfahren im Zusammenhang mit Korruption, die im Berichtszeitraum gegen die Organisation oder deren Angestellte eingeleitet wurden, sowie die Ergebnisse dieser Verfahren.

√ Für das Jahr 2019 sind keine Korruptionsfälle bei der SIGNAL IDUNA Gruppe bekannt.

Leistungsindikator GRI SRS-419-1: Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich, und zwar:
i. Gesamtgeldwert erheblicher Bußgelder;
ii. Gesamtanzahl nicht-monetärer Sanktionen;
iii. Fälle, die im Rahmen von Streitbeilegungsverfahren vorgebracht wurden.

b. Wenn die Organisation keinen Fall von Nichteinhaltung der Gesetze und/oder Vorschriften ermittelt hat, reicht eine kurze Erklärung über diese Tatsache aus.

c. Der Kontext, in dem erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen auferlegt wurden.

√ Die SIGNAL IDUNA Gruppe musste keine signifikanten Bußgelder oder nicht monetäre Strafen wegen Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften leisten.