14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Die genaue Zusammensetzung der Mitarbeiter der INTER zeigt die Tabelle:



Rund 24% der Mitarbeiter waren 2017 teilzeitbeschäftigt, der Anteil der Frauen an der Gesamtmitarbeiterzahl lag bei 58%. Die Bausparkasse Mainz berichtet 2017 über die folgende Mitarbeiterstruktur:



Die INTER Polska meldet 157, die INTER Zycie-Polska meldet 91 Mitarbeiter. Unsere Vertriebspartner haben wir ebenfalls aufgeschlüsselt:


Die INTER Mitarbeiter sowie die Angestellten der FAMK werden vom Fachbereich Personal in der Direktion in Mannheim betreut. Die Personalarbeit ist dem Ressort des Vorstandssprechers Matthias Kreibich zugeordnet und wird nach den Vorgaben des Gesamtvorstandes umgesetzt. Die Personalarbeit richtet sich am Manteltarifvertrag für die Versicherungswirtschaft sowie an nationalen Arbeits- und Sozialstandards aus.

Um dem Risiko fachlich nicht ausreichend qualifizierter Mitarbeiter im Risikomanagementprozess entgegenzuwirken, informiert die intern verantwortliche Person für die unabhängige Risikocontrollingfunktion (URCF) die dezentralen Risikobeauftragten quartalsweise über aktuelle Themen rund um Risikomanagement und Solvency II. Dem Risiko personeller Engpässe wirkt der INTER Konzern durch eine angemessene Personalausstattung entgegen, die mit Hilfe von quantitativen Personal- und Kapazitätsplanungen zur Sicherstellung der Funktionsfähigkeit in den einzelnen Organisationseinheiten erstellt wird. Das INTER Bildungsprogramm, die INTER Förderleitlinien und die weiteren Personalentwicklungsmaßnahmen sichern die hohe Qualität der Mitarbeiter und wirken dem Fachkräftemangel entgegen. Mit der Ausbildung von qualifizierten Nachwuchskräften sowie der flexiblen Arbeitszeitgestaltung und dem Angebot von zahlreichen Teilzeitmodellen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie vermindert der INTER Konzern Risiken aufgrund der demographischen Entwicklung.

14.1. Achtung der Arbeitnehmerrechte
In Deutschland sind die Arbeitnehmerrechte gesetzlich und über Tarifverträge festgelegt. Die Geschäftsorganisation der INTER Versicherungsgruppe gewährleistet neben der Einhaltung der von den Versicherungsunternehmen zu beachtenden Gesetze, Verordnungen und aufsichtsbehördlichen Anforderungen eine solide und umsichtige Leitung der INTER. Die Organisationsstruktur der INTER ist transparent und bietet eine klare Zuweisung und eine angemessene Trennung der Zuständigkeiten sowie ein wirksames unternehmensinternes Kommunikationssystem. Die INTER verfügt über schriftliche interne Leitlinien und stellt deren Umsetzung sicher. Die Leitlinien werden mindestens einmal jährlich überprüft und bei wesentlichen Änderungen der Bereiche oder Systeme, auf die sie sich beziehen, entsprechend angepasst. Die Geschäftsorganisation wird regelmäßig intern überprüft. Gemäß den Bestimmungen des § 23 Absatz 3 VAG bzw. des Art. 42 der Solvency II-Rahmenrichtlinie hat die INTER Prozesse implementiert, um die Anforderungen an die fachliche Qualifikation („fit“) und die persönliche Zuverlässigkeit („proper“) von Personen, die die Unternehmen tatsächlich leiten oder andere Schlüsselaufgaben innehaben, sicherzustellen.

14.2. Partizipationsmöglichkeiten für Mitarbeiter
Mitarbeiter können durch die Mitarbeiterumfrage, das jährliche Beurteilungsgespräch sowie die KVP-Teams ihre Ideen zur Weiterentwicklung der INTER einbringen. Unsere Mitarbeiter im Beschwerdemanagement befragen wir zudem nach der Bearbeitung jeder Beschwerde, ob sie einen Vorschlag für eine grundsätzliche Verbesserung haben. Hiermit geht unser INTER-Beschwerdemanagement-System über die aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen deutlich hinaus. In Mitarbeiterbefragungen erzielte die Frage, ob Kundenbeschwerden im Unternehmen ernst genommen werden, wiederholt höchste Zustimmungswerte.

14.3. Partizipation der Mitarbeiter am Nachhaltigkeitsmanagement
Mitarbeiter können ihre Ideen zur Nachhaltigkeit über die E-Mail-Adresse nachhaltigkeit@inter.de, die CSR-Postbox und beim CSR-Beauftragten äußern.

14.4. Arbeitnehmerrechte bei internationaler Tätigkeit
Der Großteil der Geschäftstätigkeit erfolgt in Deutschland, weshalb grundlegende Arbeitnehmerrechte bereits gesetzlich im deutschen sowie europäischen Recht geregelt sind.

 
 
 

 

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

15.1. Bezahlung
Die INTER Versicherungsgruppe ist Mitglied im Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen in Deutschland. Als Mitgliedsunternehmen finden für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Tarifverträge für die private Versicherungswirtschaft Anwendung. Das Vergütungssystem für Mitarbeiter, leitende Angestellte, Vorstandsmitglieder und Aufsichtsratsmitglieder der INTER ist angemessen, transparent und auf die nachhaltige Entwicklung der INTER ausgerichtet. Die allgemeine Ausgestaltung der Vergütungspolitik ist konform mit den geschäftspolitischen Zielen und der aus der Geschäftsstrategie abgeleiteten Risikostrategie. Hierbei erfüllt die INTER alle diesbezüglichen aufsichtsrechtlichen Anforderungen und beachtet auch die bestehenden tariflichen Vereinbarungen.

15.2. Antidiskriminierungsprozesse
Ein Merkblatt bei Einstellung und eine EDV-Schulung zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) tragen dazu bei, Diskriminierungen und Benachteiligungen am Arbeitsplatz zu unterbinden. Dies bezieht sich auf Benachteiligungen und Diskriminierungen aufgrund folgender Merkmale
- Rasse oder ethnische Herkunft
- Geschlecht
- Religion oder Weltanschauung
- Behinderung
- Alter
- Sexuelle Identität

Benachteiligungen beziehen sich dabei auf unmittelbare (z. B. Nicht-Einstellung wegen Behinderung) sowie mittelbare Benachteiligungen und Belästigungen (Drohungen, Mobbing, sexuelle Belästigung, körperliche Gewalt etc.). Die INTER verpflichtet sich als Arbeitgeber, Benachteiligungen aus den genannten Gründen zu verhindern und vorzubeugen. Der Diskriminierungsschutz greift in allen Phasen des Arbeitsverhältnisses, also auch bei Betriebsfeiern, Betriebssport, Geschäftsreisen oder -essen. Verstoßen Mitarbeiter oder Führungskräfte gegen das Benachteiligungsverbot, werden arbeitsrechtliche Maßnahmen (Ermahnung, Versetzung) bis hin zur Abmahnung und Kündigung ergriffen.

Bei der INTER können sich betroffene Personen an den AGG-Beauftragten (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) im Fachbereich Recht, Dr. Frank Reinhard, wenden. Die Beschwerde wird anschließend überprüft.

15.3. Integration und Vielfalt
Integration und Vielfalt sind der INTER wichtig.

72 Schwerbehinderte arbeiten derzeit bei der INTER und werden durch die Schwerbehinderten-Beauftragte vertreten. Die Anzahl schwerbehinderter Menschen bei der INTER hat sich seit 2014 mehr als verdreifacht, mit steigender Tendenz. Alle Arbeitgeber mit jahresdurchschnittlich monatlich mindestens 20 vorhandenen Arbeitsplätzen sind verpflichtet, wenigstens 5 % (Pflichtquote) ihrer Arbeitsplätze mit schwerbehinderten Beschäftigten zu besetzen (§ 71 SGB IX). 2017 gab es bei der INTER 70 schwerbehinderte Beschäftigte. Die Pflichtquote wird damit von der INTER sogar übertroffen (6,77 %).

Zu den Hauptaufgaben der Schwerbehindertenvertretung gehört es in erster Linie, schwer erkrankten Mitarbeitern bei der Stellung von Anträgen zur Schwerbehinderteneigenschaft behilflich zu sein, z. B. bei der Antragstellung für Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben, damit der Arbeitsplatz mit behinderungsbedingten Einschränkungen möglichst beibehalten werden kann. Soll ein Arbeitsplatz neu besetzt werden, ist unter Einbeziehung der Schwerbehindertenvertretung zu prüfen, ob der Arbeitsplatz mit einem schwerbehinderten bzw. gleichgestellten Menschen besetzt werden kann. Die Agentur für Arbeit wird diesbezüglich über externe Stellenausschreibungen informiert. Über Bewerbungen und Vermittlungsvorschläge durch die Agentur für Arbeit von schwerbehinderten bzw. gleichgestellten Bewerbern wird die Schwerbehindertenvertretung informiert und am Auswahl- sowie Bewerbungsprozess beteiligt (§§ 81 u. 95 SGB IX). Die Beteiligung der Schwerbehindertenvertretung zur Wahrung der Chancengleichheit bzw. Bevorzugung dieser Personengruppe bei gleicher Eignung gilt ebenso für die interne Besetzung freier Stellen.

Bei der INTER arbeiten 58% Frauen, aber nur rund 15% in Führungspositionen. Wir haben erkannt, dass diese Zahlen nicht den realgesellschaftlichen Bedingungen entsprechen. Mittelfristig möchten wir daher Maßnahmen ergreifen, um diesem Ungleichgewicht entgegenzuwirken.

Der Großteil unserer Belegschaft ist zwischen 31-50 Jahre alt. Der Altersdurchschnitt unserer Vertriebspartner beträgt 49,5 Jahre in der Ausschließlichkeit und 45,5 Jahre bei den Maklern. Wir wollen daher verstärkt junge und qualifizierte Menschen einstellen, um den Ansprüchen unserer Kunden weiterhin gerecht zu werden, und beginnen ab dem 01.01.2018 mit unserer Vertriebsverjüngung.

Seit 30 Jahren berät die BKM Menschen mit Migrationshintergrund in ihrer Landessprache. Als Pionier in Sachen Zielgruppenansprache und Integration setzte die BKM frühzeitig mit der „OfaM“ (Organisation für ausländische Mitbürger) auf eine eigene Vertriebsorganisation für in Deutschland lebende Migrantenfamilien. Die Gründungsidee der BKM, möglichst vielen Menschen die Realisierung des Traums vom Eigenheim zu verwirklichen, gilt unabhängig davon, ob der Kunde ausländische Wurzeln hat oder nicht. Integration bedeutet schließlich, auch Menschen mit Migrationshintergrund den Traum vom sorglosen Ruhestand in der eigenen Immobilie zu ermöglichen.

15.4. Work-Life-Balance/Arbeitszeit
Im Zuge des demographischen Wandels gewinnt das Thema der Vereinbarkeit von Beruf und privater Lebenssituation zunehmend an Bedeutung. Hinzu kommen komplexer werdende Arbeitsprozesse und technologische Entwicklungen, die nach Auszeiten eine immer schnellere Rückkehr an den Arbeitsplatz erfordern. Zur besseren Vereinbarkeit der privaten Lebenssituation mit der Arbeit bietet die INTER ihren Mitarbeitern verschiedene Angebote und Maßnahmen. Hierzu zählen:

 

 

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Der Wert eines Unternehmens steht und fällt mit den Mitarbeitern. Deswegen sind wir als Arbeitgeber von Anfang an mit dabei und stehen unseren Mitarbeitern während ihres Arbeitslebens als verlässlicher Partner zur Seite. Dies bezieht sich auf ein umfassendes Aus- und Weiterbildungskonzept sowie Gesundheits- und Personalmanagement innerhalb der INTER.

16.1. Gesundheitsmanagement
Das Betriebliche Gesundheitsmanagement der INTER umfasst zahlreiche Maßnahmen, die der Erhaltung und Förderung der Gesundheit dienen. Auch zur Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls innerhalb der INTER bieten wir unseren Mitarbeitern im Rahmen des Betriebssports verschiedene Aktivitäten an, z. B. Fußball oder Laufgruppe. Highlight bei unseren Mitarbeitern ist das hauseigene Fitnessstudio in der Direktion. In unseren modernen INTER-Fitness-Räumlichkeiten können unsere Mitarbeiter Cardio- und Kraftgeräte nutzen oder beliebte Fitnesskurse (z. B. Business Yoga, Pilates, Rückenschule) besuchen. Gerade unser Angebot zur Rückengesundheit erfreut sich großer Beliebtheit, da unsere Mitarbeiter den größten Teil ihrer Arbeit sitzend verrichten. Weitere Angebote beinhalten das Feel-Good-Programm von Weight Watchers, die Raucherentwöhnung, die Augenvorsorgeuntersuchung, Massagen sowie den jährlichen Gesundheitstag. 

16.2. Aus- und Weiterbildungskonzept
Die INTER Versicherungsgruppe ist seit gut 50 Jahren ein anerkannter Ausbildungsbetrieb in der Metropolregion Rhein-Neckar und bildet erfolgreich junge Menschen zum „Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen (Fachrichtung Versicherung)“ aus – wahlweise mit der Zusatzqualifikation „Finanzassistent/-in. Unsere enge Zusammenarbeit mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg macht es jungen Menschen zudem möglich, in den Studiengängen „Versicherung (B.A.)“ und „Wirtschaftsinformatik (B.Sc.)“ Theorie und Praxis miteinander zu verbinden. Mit diesem Ansatz sichert sich die INTER Versicherungsgruppe die Fachkräfte der Zukunft über die eigene Ausbildung. Bei der INTER bekommt jeder Neuanfänger einen Paten aus dem 2. Lehrjahr, der die Erfahrungen während der Ausbildung mit ihnen teilt und hilfreiche Tipps geben kann. 

Unsere Azubis im Vertrieb werden in den Geschäftsstellen durch Mentoren mit mehrjähriger Berufserfahrung unterstützt. So profitieren unsere Nachwuchskräfte während der gesamten Ausbildung von den fachlichen und methodischen Kompetenzen erfahrener Vermittler – und sie sehen, wie Kundenbetreuung und -beratung im Optimalfall aussieht. Damit unsere Vertriebs-Azubis schnell eigene Kundentermine wahrnehmen können, bekommen sie zu Beginn ihrer Ausbildung einen Dienstwagen. Damit zeigt sich die INTER nicht nur in der Metropolregion Rhein-Neckar, sondern bundesweit als attraktiver Ausbildungsbetrieb. Für die Qualität unserer Ausbildung und nicht zuletzt auch für den Erfolg der Azubis ist eine kontinuierliche Weiterbildung der Ausbilder von entscheidender Bedeutung. Seit 2017 steht das Thema „Ausbilderqualifizierung“ bei der INTER deshalb ganz oben auf der Agenda. Unsere Ausbilder können ihr Wissen und ihre Kompetenzen gezielt vertiefen und ausbauen – in insgesamt fünf Modulen: Auswahlverfahren der Auszubildenden, Rechtsgrundlagen in der Berufsausbildung, erfolgreiche Kommunikation, Konfliktmanagement im Ausbildungsalltag, didaktische und methodische Ausrichtung von Lernprozessen sowie Lernerfolgskontrollen. So können wir gewährleisten, dass unsere Azubis gut auf den Beruf vorbereitet und unsere Ausbilder dem hohen Qualitätsanspruch der INTER als Ausbildungsbetrieb gerecht werden. Unsere Übernahmequote 2017 betrug 87%.

So viel Engagement muss Wirkung zeigen: Die INTER bewarb sich für die Ausschreibung „Deutschlands beste Ausbildungsbetriebe“ im Auftrag von Focus Money, die zum dritten Mal „Deutschlands beste Ausbildungsbetriebe“ auszeichneten. In fünf Kriterien wurden wir bewertet: Ausbildungserfolg, strukturelle Daten der Ausbildung, Ausbildungsvergütung, Ausbildungsquote und zusätzliche Angebote für Azubis. Die INTER belegte den 2. Platz und darf nun stolz das Prädikat „Deutschlands beste Ausbildungsbetriebe 2018“ führen.

Auch für Quereinsteiger bietet die INTER Möglichkeiten der Ausbildung: Branchenfremde werden über 4,5 Monate hinweg durch die unternehmensinterne INTER-Akademie zu versierten Vertriebspartnern ausgebildet und in den nachfolgenden 7,5 Monaten intensiv durch einen festen Ansprechpartner im Vertrieb eingearbeitet. Dies bedeutet, dass die neuen Vertriebspartner sowohl eine versicherungsfachliche als auch eine unternehmensbezogene Ausbildung über alle Sparten hinweg – einschließlich der Prüfung zum/zur Versicherungsfachmann/-fachfrau (IHK) – erfolgreich absolviert haben, bevor sie eigenverantwortlich mit Kunden in Kontakt treten. Ebenso werden alle neuen Vertriebspartner, die bereits über den Sachkundenachweis „Versicherungsfachmann/-fachfrau (IHK)“ verfügen, unternehmensbezogen ausgebildet und eingearbeitet.

Die Qualität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist einer der Hauptindikatoren für den Erfolg unseres Unternehmens. Getreu diesem Motto legen wir großen Wert auf eine zielgerichtete fachliche und persönliche Weiterentwicklung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die wir u. a. in der INTER Akademie zentralisieren. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen unterstützen wir bei berufsbegleitenden Fortbildungen und beteiligen uns an Fortbildungskosten/-zeiten. Hierbei werden fachliche und überfachliche Qualifizierungen gefördert:
- Fachspezifische sowie sozial- und persönlichkeitsbezogene Weiterbildung im INTER-Bildungsprogramm. Diese erfolgt sowohl on-the-job als auch off-the-job (z. B. Seminare, webbasierte Lernprogramme und Coaching);
- Unterstützung und Förderung von berufsbegleitenden Weiterbildungen (z. B. Geprüfte/r Fachwirt/in für Versicherungen und Finanzen, Bachelor of Insurance Management (B.A.) und Aktuarsausbildung (DAV));
- Spezialstudiengänge der Deutschen Versicherungs-Akademie (z. B. Zusatzmodul „Experte/in Kranken- und Pflegeversicherung“);
- Förderung von Nachwuchsführungskräften aus den eigenen Reihen durch ein Entwicklungsprogramm („Mit Führung Zukunft – Die INTER Führungskräfteentwicklung“);
- Kundenservicetrainings
- Bildungsurlaub

Mit dem offenen Bildungsangebot bietet die INTER in den Bereichen Arbeitsmethodik, Selbstmanagement und Kommunikation Trainings für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an. Unsere Personalentwicklung und die INTER Akademie haben daran gearbeitet, das Weiterbildungsangebot noch stärker auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter anzupassen. Aus diesem Grund wurde im September und Oktober 2017 bei allen Führungskräften im Betrieb und im Vertrieb eine Bedarfsanalyse durchgeführt. Basierend auf den Rückmeldungen erstellten wir das INTER Bildungs- und Veranstaltungsangebot 2018. Alle Teilnehmenden erhielten daher ca. vier Wochen vor Beginn der Qualifizierungsmaßnahme einen Fragebogen zur optimalen Vorbereitung des Trainings – sowohl für die Teilnehmer als auch für den Referenten. Um sicherzustellen, dass die erlernten Trainingsinhalte praxisrelevant und auf die tägliche Arbeit übertragen werden konnten, führten wir ca. drei Monate nach Abschluss der Qualifizierungsmaßnahme eine Follow-up-Umfrage durch. Zugang zum Bildungs- und Veranstaltungsangebot finden unsere Mitarbeiter auf der Startseite im Intranet.

Im Rahmen von „Mit Führung Zukunft – Die INTER-Führungskräfteentwicklung“ werden die Führungskräfte im Betrieb und im Vertrieb in ihrer täglichen Führungsarbeit unterstützt. Im Rahmen des Entwicklungsprogramms eignet sich der Führungsnachwuchs aus den eigenen Reihen zielgerichtet Führungswissen und -handeln an. Die Teilnehmer aus dem Betrieb und Vertrieb bereiten sich in Workshops, Coachings und Projektarbeiten auf ihre Führungsaufgabe bei der INTER Versicherungsgruppe vor. Dabei werden die Potenzialträger anhand eines qualifizierten Assessment Centers ausgewählt. Das jährliche Beurteilungsgespräch stellt ein weiteres wertvolles und zielorientiertes Personalführungsinstrument dar, auf dessen Grundlage die weitere Entwicklung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfolgt.

Mit der Einführung des einheitlichen Einarbeitungsprogramms werden unsere neuen Mitarbeiter von Beginn an professionell und bestmöglich begleitet und angeleitet. Damit können sich diese schnell mit ihren Aufgaben vertraut machen und sich im Unternehmen zurecht finden. Weiterhin ist ein Mentoringprogramm vorgesehen, bei welchem alle neuen Mitarbeiter in den ersten sechs Monaten eine Kollegin oder einen Kollegen als Mentor zur Seite gestellt bekommen. Ferner findet in jedem Quartal ein Begrüßungstag und eine Schulung zum Thema IT-Sicherheitsrichtlinien statt. 

16.3. Demographischer Wandel
Im Rahmen unserer Personalplanung betrachten wir regelmäßig die Altersstruktur unserer Belegschaft. Der Großteil unserer Mitarbeiter ist derzeit wischen 31 und 50 Jahre alt. Durch den demographischen Wandel ändern sich auch die Anforderungen für uns als Arbeitgeber. Ältere Mitarbeiter müssen altersgerechte Arbeitsplätze und Förderungen zur Gesundheit erhalten. Auch Führungspositionen müssen dahingehend transparenter und alters- sowie geschlechtsneutral zugänglich gemacht werden, um die Diversität der Mitarbeiter widerzuspiegeln. Mitarbeiter sowie Kunden der INTER wollen wir verstärkt in unserer internen sowie externen Kommunikation für dieses Thema sensibilisieren. Weitere Maßnahmen sind:
- PC-Schulungen
- Fitnessangebote und Gesundheitsprogramme
- Fachvorträge zu Themen der Altersvorsorge, der Vorbereitung auf den Ruhestand und der Pflege

Alle INTER-Mitarbeiter können ein komplexes Altersvorsorgeprogramm in Anspruch nehmen, das im Versorgungsplan 2014 ausdifferenziert wurde. Der Einschluss in die Versorgung kann bereits nach einer sechsmonatigen Wartezeit zum jeweils darauffolgenden 01.01. eines Jahres erfolgen. Es stehen 4 Optionen bzgl. der Beitragshöhe für die Mitarbeiter zur Auswahl – variabel kann so jedes Jahr neu über die Höhe des Eigenanteils entschieden werden. Je nach gewählter Optionen errechnet sich der Eigenanteil prozentual aus dem individuellen Gehalt und wird – unter Ausnutzung der steuer- und sozialversicherungsfreien Beitragsgrenzen – in eine Renten-Direktversicherung in Form von Entgeltumwandlung geleistet. Die INTER als Arbeitgeber zahlt, je nach Höhe des erbrachten Eigenanteils, zusätzlich einen Beitragsanteil, der für Mitarbeiter steuer- und sozialversicherungsfrei in eine Unterstützungskasse eingezahlt wird. Die Leistung erfolgt in Form einer lebenslangen Altersrente. Ein Hinterbliebenenschutz ist im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten eingeschlossen.

Weiterhin bieten wir noch folgende Möglichkeiten zur betrieblichen Altersversorgung:
- Entgeltumwandlung der vermögenswirksamen Leistungen zugunsten einer individuellen Direktversicherung;
- INTER Versorgungszusage (Gehaltsverzicht zugunsten einer steuerlich geförderten Direktzusage).

Durch das seit Jahrzehnten bestehende Angebot einer sehr guten betrieblichen Altersversorgung für die Mitarbeiter wirkt die INTER einer Versorgungslücke im Alter entgegen. Für die ab dem 01.01.2014 eintretenden Mitarbeiter wurde eine neue Betriebsvereinbarung abgeschlossen, deren Leistungsmerkmale weiterhin über die marktüblichen Leistungsmerkmale hinausgehen.

 

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator G4-LA6
Art der Verletzung und Rate der Verletzungen, Berufskrankheiten, Ausfalltage und Abwesenheit sowie die Gesamtzahl der arbeitsbedingten Todesfälle nach Region und Geschlecht.

Die INTER hatte 2017 keine Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Todesfälle zu beklagen. 18 Betriebs- und Wegeunfälle wurden berichtet (4 in den Geschäftsstellen, 14 in der Direktion). Für die Bausparkasse Mainz wurden keine Vorfälle beschrieben. Wir sind derzeit dabei, die Ausfalltage zu ermitteln, um die Hauptursachen für diese zu erkennen. Die Ergebnisse sollen anschließend in ein strategisches betriebliches Gesundheitsmanagement einfließen. 

 

Leistungsindikator G4-LA8
Gesundheits- und Sicherheitsthemen, die in förmlichen Vereinbarungen mit Gewerkschaften behandelt werden.

Der Arbeitsschutzausschuss der INTER umfasst u. a. Vertreter des Betriebsrats, der Bereiche Personal, Betriebsorganisation und Immobilienmanagement sowie die Fachkraft für Arbeitssicherheit, den Betriebsarzt, den Sicherheitsbeauftragten sowie die Schwerbehindertenvertretung. Ziel des Ausschusses ist es, den betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz bei der INTER zu prüfen und weiterzuentwickeln. Hierzu tagt der Arbeitsschutzausschuss viermal im Jahr. 

Die INTER führt jene Themen der Unterweisungen, bei denen es möglich ist, durch eine interaktive Unterweisungssoftware, dem Unterweisungsmanager der Firma Universum Verlag, durch. Folgende Module stehen im Unterweisungsmanager für die Vermittlung von Inhalten zur Verfügung:

- Grundregeln für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit
- Brandschutz
- Bildschirmarbeit (nur für Mitarbeiter, die überwiegend am PC/Notebook arbeiten)

Leistungsindikator G4-LA9
Durchschnittliche jährliche Stundenzahl für Aus- und Weiterbildung pro Mitarbeiter nach Geschlecht und Mitarbeiterkategorie.

Durchschnittlich hat die INTER im Jahr 2017 pro Mitarbeiter 29,38 Stunden an Weiterbildung geleistet.

 

Leistungsindikator G4-LA12
Zusammensetzung der Kontrollorgane und Aufteilung der Mitarbeiter nach Mitarbeiterkategorie in Bezug auf Geschlecht, Altersgruppe, Zugehörigkeit zu einer Minderheit und andere Diversitätsindikatoren.

Für die INTER:
Aufsichtsrat: 14 Personen / 12 männlich / 2 weiblich / Alter 30-50J.: 1x, > 50J.: 13x / KV 9x, LV 6x, AV 6x.

Für die Bausparkasse Mainz:
Aufsichtsrat: 6 Personen / 5 männlich / 1 weiblich / Alter: 30-50J.: 3x, > 50J.: 3x.

Mitgliedervertreterversammlung:
13 Personen / 0 weiblich / 13 männlich / Alter 30-50J.: 0x, > 50J: 13x.

 

Leistungsindikator G4-HR3
Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle und ergriffene Abhilfemaßnahmen.

Aufgrund der gesetzlichen Vorschriften des AGG wurde eine innerbetriebliche Beschwerdestelle eingerichtet (s. 16.2.). Im Berichtsjahr 2017 gab es keine Beschwerden bei INTER und BKM zu vermelden.

 

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Sicherstellung der Einhaltung von Menschenrechten durch Zulieferer

Die INTER greift in der Lieferkette auf deutsche (europäische) Partner zurück, sodass Verletzungen von Menschenrechten schon per Gesetz ausgeschlossen sind, daher haben wir für 2017 keine Risikoanalyse vorgenommen. Ab dem Jahr 2018 erarbeiten wir ein Prüfkonzept, um von Lieferanten und Partnern, mit denen wir intensiv zusammenarbeiten, eine Erklärung zur Einhaltung von Menschenrechten einzuholen, was die Fachbereiche Betriebsorganisation und Kapitalanlagen überwachen und über den CSR-Beauftragten gesammelt an den Vorstand berichten. Unser Ziel ist es, 2019 den Hinweis auf Menschenrechte in die Einkaufsrichtlinien und die Kapitalanlagerichtlinien aufzunehmen. Da die Prüfung der Erklärungen erst im laufenden Berichtsjahr unternommen wird, konnten noch keine feststellbaren Auswirkungen berichtet werden.

Unsere Geschäftstätigkeiten finden im deutschen (europäischen) Raum statt, wo Menschenrechte und Arbeitsnormen gesetzlich reguliert sind (u. a. Tarifverträge, Mindestlohn, Kernarbeitszeiten) und entsprechende Risiken diesbezüglich nicht bei der INTER verortet sind. Über unsere Anlagerichtlinien stellen wir zudem sicher, dass in unseren Anlageportfolien keine Unternehmen abgebildet sind, die Kinder- oder Zwangsarbeit unterstützen. Es finden sich bei unseren Geldanlagen keine Staatsanleihen außerhalb Europas, Anlagen in Rohstoffe sowie solche Anlagen, die weitere Menschenrechte verletzen. Es bestehen weiterhin keine Engagements in ABS-Produkten oder anderen Kreditderivaten. 
 
 
 

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator G4-HR1
Gesamtzahl und Prozentsatz der signifikanten Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder unter Menschenrechtsaspekten geprüft wurden.

Wir arbeiten nur mit seriösen und integren Partnern in Deutschland (Europa) zusammen, daher haben wir bislang noch keine Investitionsvereinbarungen und -verträge systematisch nach Menschenrechtsaspekten überprüft.

Ab dem laufenden Jahr werden wir von Lieferanten und Partnern, mit denen wir intensiv zusammenarbeiten, eine Erklärung zur Einhaltung von Menschenrechten einholen. Unser Ziel ist es, 2019 den Hinweis auf Menschenrechte in die Einkaufsrichtlinien und die Kapitalanlagerichtlinien aufzunehmen.

Beispielsweise hat sich unser Lieferant für Werbeartikel, Holtzmann, bereits jetzt zur Einhaltung des GWW-Ehrenkodex verpflichtet und bekennt sich damit u. a. zur Einhaltung guter kaufmännischer Sitte, zur Geschäftsausübung ohne Korruption und Vorteilsgewährung, zur Vermeidung gefährlicher Stoffe und zur Verpflichtung auf europäische Sozialstandards im internationalen Geschäft.

Über unsere Anlagerichtlinien stellen wir sicher, dass in unseren Anlageportfolien keine Unternehmen abgebildet sind, die Kinder- oder Zwangsarbeit unterstützen. Es finden sich bei unseren Geldanlagen keine Staatsanleihen außerhalb Europas, Anlagen in Rohstoffe sowie solche Anlagen, die weitere Menschenrechte verletzen. Es bestehen weiterhin keine Engagements in ABS-Produkten oder anderen Kreditderivaten. 

 

Leistungsindikator G4-HR9
Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, die im Hinblick auf Menschenrechte oder menschenrechtliche Auswirkungen geprüft wurden.

Da unsere Geschäftstätigkeiten im deutschen (europäischen) Raum stattfinden, gehen wir davon aus, dass Menschenrechte und Arbeitsnormen eingehalten werden, da diese gesetzlich reguliert sind (u. a. Tarifverträge, Mindestlohn, Kernarbeitszeiten). 

 

Leistungsindikator G4-HR10
Prozentsatz neuer Lieferanten, die anhand von Menschenrechtskriterien überprüft wurden.

Die INTER hat im Berichtsjahr 2017 keine neuen Lieferantenbeziehungen geknüpft, wird aber ab dem laufenden Jahr von neuen Lieferanten eine Erklärung zur Einhaltung von Menschenrechten einholen.


 

Leistungsindikator G4-HR11
Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative menschenrechtliche Auswirkungen in der Lieferkette und ergriffene Maßnahmen.

Der INTER liegen im Berichtsjahr 2017 keine Erkenntnisse über negative menschenrechtliche Auswirkungen in der Lieferkette vor.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Soziales Engagement:
Tief verwurzelt in der Metropolregion Rhein-Neckar ist die INTER mit ihrem Hauptsitz in Mannheim. Als wichtiger Arbeitgeber der Region liegt uns die umgebende Gesellschaft sehr am Herzen. Die Unterstützung des Leistungs- und Breitensports sowie die Wissenschaftsförderung sind der Kern unserer Sponsoring-Strategie. Im Berichtsjahr 2017 bestand das Ziel darin, unsere Spendenausgaben zentral zu erfassen. Bis 2019 wollen wir unsere Sponsoring-Aktivitäten weiter ausbauen und den Bereich Nachhaltigkeit stärker miteinbeziehen (z. B. Verein für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten e.V.). Entsprechende Ziele und Kennzahlen sind im Kapitel 3 (Ziele) dargestellt. Diese werden im Rahmen der unterjährigen Informationen durch den CSR-Beauftragten an den Vorstand berichtet.

Ausführliche Darstellungen zu unserem Risikomanagement, was auch für Sozialbelange gilt, sind Bestandteil der Geschäftsberichte und der Berichte über Solvabilität und Finanzlage, die über die Homepage www.inter.de einsehbar sind. Zur Vermeidung von Risiken, die mit der unternehmerischen Gesellschaftsverantwortung einhergehen, etabliert die INTER 2018 ein CSR-Management-System. Dieses ist Vorstand Michael Schillinger zugeordnet. Die Zuständigen werden für Risiken im Kontext mit CSR sensibilisiert. Es ist vorgesehen, die relevanten Risiken zukünftig auch in der INTER Risikomanagement-Software zu erfassen. Wir wollen diesen Risiken weiterhin entgegenwirken, indem wir unsere Stakeholder im Zuge der CSR-Kommunikation transparent informieren und ihnen aufzeigen, dass sich gewinnorientiertes Wirtschaften und gesellschaftliche Verantwortungsübernahme nicht ausschließen. Exemplarisch geben wir daher in Folge Einblicke in unsere Förderaktivitäten.

Adler Mannheim
Seit 2008 ist die INTER Partner der Mannheimer Adler. Die INTER wirbt u. a. auf der Rückseite des Adler-Trikots, auf TV-Banden, mit Videowürfel- und Fascia-Spots sowie mit Anzeigen in den Adler- und SAP-Arena-Printmedien. Daneben profitieren auch die Fans in der Region von der Kooperation: Gastauftritte und Autogrammstunden der Adler sorgten beispielsweise auf dem Mannheimer Maimarkt für regen Andrang. Auch in Zukunft wird es eine Reihe gemeinsamer Events zum Vorteil aller Adler-Fans geben. 2 Adler-Dauerkartenbesitzer bekommen darüber hinaus das Geld für ihre Tickets von der INTER zurück. Die INTER unterstützt auch den Verein Adler helfen Menschen e.V. seit Jahren.

ASV Köln
Seit Herbst 2016 ist die INTER exklusiver Sponsor des über 5.000 Mitglieder starken ASV Köln in der Branche „Versicherungen“. Der ASV genießt als Breitensport-Verein einen hervorragenden Ruf. Bereits seit Sommer 2014 unterstützen wir die iPhone/Android App „defi köln“ – ein Gemeinschaftsprojekt des ASV Köln und des Fördervereines des Herzzentrums der Uniklinik Köln. Mit dieser App kann man sich im Notfall alle Defibrillatoren (Defis) im Großraum Köln anzeigen lassen. 

Tarikus und Destas Kinderbildungsprojekt
Tarikus und Destas Kinderbildungsprojekt durch Tennisförderung (TDKET) ist eine in Addis Abeba, Äthiopien, agierende Non-Profit-Organisation, die Kinder durch das Medium Tennis an Bildung heranführt und ihnen dadurch neue Perspektiven im Leben eröffnen möchte. Die Aufgabe des Projekts ist es, ein New-Leadership-System umzusetzen, was bedeutet, Kindern soziales „Know-How“ zu vermitteln, welches von ihnen wiederum in ihr eigenes Land zurückgegeben wird. Die INTER unterstützt das Projekt regelmäßig mit Schreibmaterialien (Blöcke und Stifte). Einen Eindruck haben wir im Film festgehalten.

Im Rahmen der CSR-Berichterstattung haben wir erstmals Kennzahlen für unsere Spenden- und Förderausgaben erhoben. Wir spendeten im Jahr 2017 u.a. für gemeinnützige Zwecke:

- Sportkreis Mannheim bei „Sport und Spiel am Wasserturm“, 2.500 €
- Adler helfen Menschen e.V., 2.500 €
- Ärzte ohne Grenzen, 7.500 €
- Badischer Blinden- und Sehbehindertenverein, 1.000 €
- Rheinpfalz-Aktion 72, 1.500 €
- RNZ-Weihnachtsaktion, 1.500 €
- MM-Hilfsverein „Wir wollen helfen“, 10.000 € 

Corporate Volunteering:
Auch unsere Mitarbeiter gehen ihrer sozialen Verantwortung nach. So radelten und liefen die INTER-Mitarbeiter im Rahmen der Aktion „Bewegen bringt Segen“ über zwei Monate lang für den guten Zweck. Jeder Kilometer zählte, sodass am Ende insgesamt 10.000 € an den MM-Hilfsverein „Wir wollen helfen“ gespendet werden konnten. Die Aktion „Merk’s dir: Sei fair“ kommt direkt dem Engagement unserer Mitarbeiter zugute, die sich ehrenamtlich für Kinder und Jugendliche einsetzen – sei es in Vereinen oder Initiativen. Zusätzlich fand vom 10.- 24.8.2017 eine Typisierungsaktion in der Direktion in Mannheim statt, bei der 208 neue potentielle Stammzellenspender gewonnen wurden.

„Wir nehmen unsere Sozialverantwortung nach innen und nach außen wahr“: Was sich die INTER in ihrem Leitbild auf die Fahnen schreibt, hat auch in der Ausbildung besonderes Gewicht. 2017 bekamen unsere Azubis daher die Möglichkeit, sich im Rahmen eines Projekts sozial zu engagieren. In Kooperation mit dem Kinderheim Wespinstift in Mannheim organisierten, planten und gestalteten unsere Azubis ein dreitägiges Programm mit Grillfest, Besuch des Holiday-Parks und Reise zum Felsenmeer im Odenwald. Unsere Azubis verbrachten – zur Freude aller – viel Zeit mit den Kindern. Die Resonanz war derart positiv, dass wir die Kooperation mit dem Kinderheim auch in Zukunft beibehalten. Zusätzlich zu einer „Sozialen Woche“ im Sommer planen unsere Azubis eine Aktion zu Weihnachten. Mit Projekten wie diesen stellt die INTER neben Fachwissen verstärkt auch soziale Kompetenzen wie z.B. Verantwortungsbewusstsein, Teamfähigkeit, Solidarität und Gerechtigkeitssinn in den Fokus der Ausbildung.

Kooperationen:
Neben unseren Kooperationen im Bereich Sport unterstützen wir auch die Bereiche Bildung und Kultur. 

Jährlich vergibt die INTER als Sponsor gemeinsam mit den Wirtschaftsjunioren Deutschland und den Junioren des Handwerks das Ausbildungs-Ass, einen Preis für vorbildliche Ausbildungsinitiativen, der mit 15.000 € dotiert ist. Im Jahr 2016 feierte das Ausbildungs-Ass bereits sein 20-jähriges Jubiläum.

Die Bausparkasse Mainz konzipierte den BKM City Finder, mit dem für alle deutschen Städte bis zu 10 Gesundheitswerte abgefragt werden können. Den Lehrstuhl Corporate Social Responsibility an der Universität Mannheim unterstützt die INTER bis zum Jahr 2021 mit 1.000 € jährlich; zusätzlich vergibt sie 2 Deutschland-Stipendien. Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft erhält von uns 4.000 € pro Jahr.

Mithilfe von LU-Linguistische Unternehmenskommunikation nahm die INTER eine CSR-Analyse vor, auf Basis derer der INTER-Fairness-Report 2017 erstellt wurde. 

Regionale Kulturprojekte:
Die INTER unterstützt die Aktion „Klassik zum Kinopreis“ der Bürgerstiftung Ludwighafen und ist Fördermitglied im Luisenpark Mannheim. Als Gesellschafter des Stadtmarketings Mannheim unterstützt die INTER die Kampagne DAS GIBT DIR MANNHEIM und die Nacht der Unternehmen.

In Köln wurde 2017 das SmartHub InsurLab gegründet, an dem wir uns mit 30.000 € beteiligen, um durch die Zusammenarbeit mit Start-ups neue Ideen in unser Geschäft zu bringen.

Weitere Mitgliedschaften bestehen in folgenden Verbänden:

Berufsbildungswerk der Versicherungswirtschaft (BWV) Südwest e.V.
Cybersicherheitsrat Deutschland
Förderkreis für die Institutionen für Versicherungswissenschaft 
Förderkreis für die Kunsthalle Mannheim
Förderkreis Wissenschaft und Praxis am ZEW Mannheim
Förderverein deutsches Versicherungsmuseum
Förderverein Freunde des Luisenparks
Freunde der Universität Mannheim
Freundeskreis der Berufsakademie Mannheim
Gesellschaft der Freunde Universität Heidelberg e.V.
Gesundheitsregion Mecklenburg-Vorpommern
Kreisverkehrswacht Mannheim e.V.
Sportregion Rhein-Neckar e.V.
Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft

Verein der Freunde und Förderer der Friedrich-List-Schule Mannheim
Verein zur Förderung der Versicherungswirtschaft Universität Mannheim
Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar

Bei den Mitgliedsbeiträgen zu diesen Vereinen und Verbänden handelt es sich um keine wesentlichen Zahlungen in Relation zu unserem Geschäftsergebnis. 

 

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator G4-EC1
Direkt erwirtschafteter und verteilter wirtschaftlicher Wert.

Eine detaillierte Aufschlüsselung des wirtschaftlichen Wertes ist ab Juni 2018 im Geschäftsbericht 2017 einsehbar (unter www.inter.de). 

Konzernabschluss INTER Versicherungsgruppe 2017 (ungeprüft):

- Vorstände: Matthias Kreibich, Michael Schillinger, Roberto Svenda, Holger Tietz
- Bruttobeitragseinnahmen: 863.436.380,56 €
- Kapitalanlagebestand (ohne Fondsgebundene Lebensversicherung): 7.488.503.835,92 €
- Kapitalanlageergebnis: 320.214.282,07 €
- Aufwendungen für Versicherungsfälle: 638.481.506,04 €

 

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Aufgrund der Art der Geschäftstätigkeit der INTER ist die Anfälligkeit für Korruption im Vergleich zu Unternehmen, die Aufträge im Wesentlichen durch die Teilnahme an Ausschreibungen erhalten, als eher gering einzuschätzen. Dennoch besteht eine große Anzahl an Compliance- sowie Antikorruptionsrichtlinien und eine Compliance-Risikoanalyse wurde 2017 vorgenommen.
Ein Compliance-Risiko ist das Risiko eines Schadenseintritts zu Lasten des INTER Konzerns infolge nichtregelkonformen Verhaltens unternehmensangehöriger Personen. Compliance-Risiken sind insbesondere:

- öffentlich-rechtliche Maßnahmen (Strafen, Bußgelder oder andere behördliche Sanktionen gegen das Unternehmen oder unternehmensangehörige Personen),
- materielle Schäden (Verluste, entgangener Gewinn, zusätzlicher Verwaltungsaufwand),
- immaterielle Schäden in Form von Reputationsschäden (Imageschäden) infolge von Regelverstößen. 

Innerhalb unseres Prüfkonzepts werden die Compliance-Risiken unternehmensweit in der IRS durch die DRB erfasst und regelmäßig auf Aktualität überprüft. Verantwortlich hierfür sind die Bereichsleiter, die diese Aufgabe auf die DRB ihres Bereichs delegieren können. Der Compliance-Beauftragte berät die Bereichsleiter und deren DRB bei der Identifikation, Analyse, Bewertung, Steuerung und Überwachung der Compliance-Risiken. Ergänzend erläutert der Compliance-Beauftragte im Rahmen von DRB-Foren das Thema Compliance-Risiken. 
Der Compliance-Beauftragte berichtet dahingehend direkt an den Vorstand.

Für 2018 haben wir uns das Ziel gesetzt, die Korruptionsfälle und Bußgelder weiterhin bei 0 zu halten. Die erfassten Compliance-Risiken werden vom Compliance-Beauftragten stichprobenartig in der INTER Risikomanagement-Software (IRS) eingesehen und auf Plausibilität überprüft. Außerdem überwacht der Compliance-Beauftragte, dass in den operativen Bereichen prozessintegrierte Kontrollen implementiert sind, um Compliance-Risiken effektiv zu begegnen. Stellt der Compliance-Beauftragte Mängel bei den erfassten Compliance-Risiken oder den zugeordneten Kontrollmaßnahmen fest, nimmt er mit den zuständigen Bereichsleitern und deren Dezentralen Risikobeauftragten (DRB) Kontakt auf, um diese Risiken zu besprechen und ggf. eine Anpassung der Erfassung und Kontrollen anzuregen. 

19.1. Relevante Gesetzgebungsverfahren
Das einschlägige rechtliche Umfeld für die INTER Versicherungsgruppe als Versicherungskonzern ist in erster Linie das deutsche und das europäische Versicherungsaufsichtsrecht sowie die hieraus resultierenden Vorgaben und Anforderungen der Versicherungsaufsichtsbehörde und die Verpflichtungen gegenüber unseren Kunden, insbesondere aus verbraucherschutzrechtlichen Regelungen.

Aktuell stehen die Änderungen und neuen Anforderungen durch das Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2016/97 über den Versicherungsvertrieb im Fokus, die den Vertrieb, die Produktentwicklung und die Informationspflichten gegenüber den Kunden betreffen. Ferner ist die INTER Versicherungsgruppe Adressat zahlreicher Rechtsvorschriften, insbesondere solcher, die Finanzdienstleistungsunternehmen betreffen, wie z. B. die Vorschriften zur Geldwäscheprävention. Zu den rechtlich relevanten Rahmenbedingungen zählt neben der Gesetzgebung auch die höchstrichterliche Rechtsprechung auf nationaler und europäischer Ebene, die Einfluss auf die Produktgestaltung und die ordnungsgemäße Erfüllung der verbraucherschützenden Informationspflichten hat.

19.2. Positionierung Lobbyismus
Direkten Einfluss auf Gesetzgebungsverfahren nehmen wir nicht.

19.3. Kriterien des politischen Engagements und Mitgliedschaften
Indirekt werden unsere Interessen dadurch vertreten, dass die INTER Mitglied im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (www.gdv.de) und im Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. (www.pkv.de) ist. 2017 sind wir dem Verein für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten e.V. (VfU) beigetreten, um den Austausch mit anderen Unternehmen und die Weiterentwicklung unserer Nachhaltigkeitsstrategie voranzutreiben.

Parteispenden erfolgten in Höhe von 13.000 € ausschließlich nach Deutschland (CDU, CSU, FDP).

 

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator G4-SO6
Gesamtwert der politischen Spenden, dargestellt nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

Parteispenden erfolgten in Höhe von 13.000 € ausschließlich nach Deutschland (CDU, CSU, FDP).

 

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

20.1. Compliance- und Antikorruptionsrichtlinien
Aufgrund der Art der Geschäftstätigkeit der INTER ist die Anfälligkeit für Korruption im Vergleich zu Unternehmen, die Aufträge im Wesentlichen durch die Teilnahme an Ausschreibungen erhalten, als eher gering einzuschätzen. Dennoch besteht eine große Anzahl an Compliance- und Antikorruptionsrichtlinien:

Die Prüfung der Einhaltung von Compliance- und Antikorruptionsrichtlinien wird folgendermaßen gewährleistet:

- Überwachung durch die Compliance-Funktion und den Compliance-Beauftragten
- Prüfungen der Internen Revision
- Festlegung des Vier-Augen-Prinzips bei Rechnungsfreizeichnungen und anderen Vermögensverfügungen
- Prüfung aller atypischen Verträge durch den Bereich Recht
- Hinweisgeber-System beim Verdacht auf Verstöße

20.2. Verantwortlichkeiten
Verantwortlich für das Thema gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten sind der Compliance-Beauftragte (Herr Dr. Reinhard), der Anti-Fraud-Beauftragte und Bereichsleiter der Internen Revision (Herr Maurer), die dezentralen Risikobeauftragten und der Geldwäschebeauftragte (Herr Fischler).

20.3. Sensibilisierung der Mitarbeiter
Führungskräfte und Beschäftigte werden folgendermaßen für das Thema sensibilisiert:

- Präsenzschulung der Bereichsleiter bei Einführung von Compliance sowie bei wesentlichen Änderungen des Compliance-Management-Systems;
- Präsenzschulung der dezentralen Risikobeauftragten zur Erkennung und Bewertung von Compliance-Risiken (jährlich);
- Compliance-Vortrag beim Begrüßungstag für neue Mitarbeiter (ca. vierteljährlich);
- Verteilung des Compliance-Kodex und des Compliance-Kompass an alle Mitarbeiter;
- Compliance-Informationen im Intranet;
- Anlassbezogene Informationen in der Bereichsleiterrunde.

Zur Vermeidung von Risiken wie Diebstahl, Unterschlagung, Betrug und Geldwäsche hat die INTER Versicherungsgruppe ein Anti-Fraud-Management-System eingerichtet. Fraud-gefährdete Organisationseinheiten wurden im Rahmen von Betrugs-Gefährdungsanalysen durch die Interne Revision bezüglich Fraud-Risiken sensibilisiert.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator G4-SO3
Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, die im Hinblick auf Korruptionsrisiken hin geprüft wurden, und ermittelte erhebliche Risiken.

Analog zum INTER-Wert Fairness wird das Thema Korruption besonders sorgfältig in unserem Compliance-Kompass behandelt. Alle wesentlichen Aufträge werden zentral durch die Direktion vergeben, daher bestehen keine Korruptionsrisiken an den Standorten der Geschäftsstellen.

 

Leistungsindikator G4-SO5
Bestätigte Korruptionsfälle und ergriffene Maßnahmen.

Bestätigte Korruptionsfälle gibt es für das Jahr 2017 nicht (ein Verdachtsfall, der nach umfangreicher Untersuchung jedoch nicht bestätigt wurde).

 

Leistungsindikator G4-SO8
Monetärer Wert signifikanter Bußgelder und Gesamtzahl nicht monetärer Strafen wegen Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften.

Strafen oder Bußgelder sind im Jahr 2017 nicht verzeichnet worden.