14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Über den bundesweiten Flächentarif der Genossenschaftsbanken profitieren unsere Mitarbeiter neben den bereits angesprochenen Vorteilen von über die gesetzlichen Standards hinausgehenden Arbeitsbedingungen. Als rein national tätiges Unternehmen unterliegen wir nur deutschen Rechtsstandards, deren Einhaltung für uns als selbstverständlich gilt.

Über den genossenschaftlichen Bankentarif werden unsere nachhaltigen Ambitionen auch bei den Mitarbeitern gefördert, die zum Beispiel für öffentliche ehrenamtliche Tätigkeiten freigestellt werden. Zudem können Mitarbeiter den direkten Dialog mit der Geschäftsleitung suchen bzw. sich aktiv in den Gestaltungsprozess einbeziehen. Hierzu ist ein betriebliches Vorschlagswesen implementiert, über das Ideen, Verbesserungen oder Mängel aufgezeigt werden können. Diese werden transparent bewertet und ggf. in die Umsetzung gebracht. Zudem bietet die Mainzer Volksbank regelmäßige Veranstaltungen an, bei denen ein direkter Dialog zur Geschäftsleitung oder anderen relevanten Anspruchsgruppen stattfinden kann. Darüber hinaus wird die Belegschaft vom Betriebsrat in allen relevanten Belangen vertreten.

Betriebsrat und Vorstand informieren darüber hinaus jährlich im Rahmen einer Betriebsversammlung über Arbeitnehmerbelange. Beide Organe stehen in regelmäßigem Austausch mit der Personalabteilung. So wird der Vorstand wöchentlich über Personalthemen informiert. Ein gemeinsames Treffen mit Vorstand, Betriebsrat sowie Personalabteilung findet monatlich statt. Die Einhaltung der gesetzlichen Arbeitnehmerrechte bzw. der zwischen Betriebsrat und Bank vereinbarten Betriebsvereinbarungen werden sowohl von Personalabteilung, Betriebsrat und Compliance regelmäßig in unterschiedlichen Ausprägungen überprüft.

Unser Personal-Konzept, das in Kriterium 16 genauer erläutert wird, zeigt durch unterschiedliche Kennzahlen die erfolgreiche Entwicklung. Beispielhaft hierfür stehen eine durchschnittliche Betriebszugehörigkeit von 18 Jahren sowie rund 40 Auszubildende. Es zeigt sowohl die langfristige Perspektive, die unseren Mitarbeitern geboten wird, wie auch die zukunftsfähige Perspektive für junge Berufseinsteiger, aber auch Quereinsteiger (mehr dazu in Kriterium 16). Um hier weiterhin die angestrebten Perspektiven bieten zu können, müssen sinkenden Bewerberzahlen und stetig steigende Anforderungen an die Finanzberatung Rechnung getragen werden. Immer komplexere Finanzprodukte sowie regulatorische Anforderungen erfordern ein dauerhaftes Fortbilden aller Mitarbeiter, um unsere im Geschäftszweck verankerte Beratungsleitung erbringen zu können. Hierbei setzen wir zum einen auf innerbetriebliche Fortbildungsmaßnahmen, die in einem internen Bildungsangebot für die Mitarbeiter zugänglich sind. Zum anderen arbeiten wir intensiv mit externen Partnern zusammen (mehr dazu in Kriterium 16). Personalrisiken aufgrund der Verletzung von Arbeitnehmerrechten sind insgesamt von unwesentlicher Bedeutung.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Die Grundlage für die Durchsetzung von Chancengerechtigkeit, Diversity, Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Inklusion in der Mainzer Volksbank bilden die in Deutschland relevanten Gesetze sowie die individuellen Betriebsvereinbarungen der Bank. Darüber hinaus basiert unsere Vergütungsstrategie am Tarifvertrag der Volksbanken Raiffeisenbanken sowie der rechtlichen Grundlagen der Institutsvergütungsverordnung (siehe Kriterium 8).

Dabei verfolgen wir das Ziel, Mitarbeiter in allen Lebenslagen zu begleiten. Dazu zählen auch individuelle Arbeitszeitmodelle, die eine sinnvolle Verknüpfung von Familie und Beruf ermöglichen. Mit Mobilzeitverträgen ist die Vereinbarkeit von Kindern und beruflichem Wiedereinstieg nach der Geburt gewährleistet. Zudem gestalten wir mit unseren Mitarbeitern Entwicklungspläne, die eine nachhaltige und flexible Entwicklung dauerhaft fördern. Wir arbeiten auch über unsere betriebseigenen Möglichkeiten hinaus mit dem Fürstenberg Institut zusammen. Alle Mitarbeiter und deren Familienangehörige können diese externe Begleitung persönlich und telefonisch kostenlos sowie anonym nutzen.

Fürstenberg ist Teil eines betrieblichen Gesundheitsmanagements und definiert sich als externer Mitarbeiterberater mit dem Ziel, dass es erst gar nicht zu Ausfällen am Arbeitsplatz kommt. Dazu zählen Einzelberatungen zu gesundheitlichen, familiären, beruflichen und anderen persönlichen Fragestellungen. Es wird bei konkreten Fällen versucht, passende Hilfestellung telefonisch, in deren Zentren oder über Spezialisten, Therapeuten, Kliniken zu organisieren. Stress, psychosomatische Beschwerden, Sucht, Erkrankungen aber auch Konflikt und Umgang mit wachsenden Anforderungen sind die Angebotsfelder für Hilfestellung durch das Fürstenberg Institut. Auch Führungskräfte haben die Möglichkeit, herausfordernde Situationen mit Spezialisten zu besprechen. Ferner haben wir über Fürstenberg einen Familienservice. Hier werden Hilfestellungen für die Unterbringung von Kleinkindern, aber auch pflegebedürftiger Personen geboten. Weitere Informationen sind unter http://www.fuerstenberg-institut.de erhältlich.

Um unseren Mitarbeitern ein sicheres Arbeitsumfeld zu erhalten, führen wir neben den grundsätzlich vorgeschriebenen sicherheitstechnischen Anforderungen regelmäßige Begehungen mit unserem Betriebsarzt durch. Somit sollen individuelle und auf den jeweiligen Arbeitsplatz und Mitarbeiter bezogene eventuelle Mängel frühzeitig erkannt und behoben werden. Zudem ersetzen wir ohne konkretes Zeitziel die bisherigen Arbeitsplätze durch höhenverstellbare Schreibtische, um Rückenleiden besser begegnen zu können. Neben der beruflichen und familiären Förderung ist es Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie, dass alle Mitarbeiter vorurteilsfreie Wertschätzung erfahren, unabhängig von deren Geschlecht, Religion, Nationalität, Alter, Behinderung oder sexueller Orientierung. Dies gilt nicht nur für Mitarbeiter, sondern auch für Bewerber und Kunden. Die Auswahlrichtlinie wurde gemeinsam mit dem Betriebsrat in einer Betriebsvereinbarung festgehalten.

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Unser Personal-Konzept basiert auf vier Säulen:

Qualifizierte Perspektiven bieten
Innerhalb der Metropolregion Rhein-Main übernimmt die Mainzer Volksbank neben der tragenden Rolle als Kreditinstitut auch eine wichtige Position als Arbeitgeber. Daher ist es unser dauerhaftes Interesse, auch weiterhin attraktive und zukunftsfähige Arbeitsplätze zu bieten und erste Anlaufstelle für qualifizierte Arbeitnehmer zu sein. Diesen Anspruch untermauern wir bereits bei unseren Auszubildenden, die durch umfangreiche Lehrgänge, Trainings-on-the-job sowie über die normale berufsschulische Ausbildung hinausgehen. Jedes Jahr bieten wir so jungen Menschen eine nachhaltige berufliche Perspektive.

Die Mainzer Volksbank bildet durchschnittlich rund 40 junge Menschen zur Bankkauffrau bzw. zum Bankkaufmann aus und gibt bereits den Jüngsten eine zukunftsfähige Perspektive am Arbeitsmarkt. Als elementarer Bestandteil der Personalentwicklung ist die qualitativ hochwertige und praxisnahe Ausbildung im eigenen Haus der Schlüssel für hervorragende Mitarbeiter in der Zukunft. Regelmäßig wird die Ausbildung der Mainzer Volksbank von der Industrie- und Handelskammer Rheinhessen ausgezeichnet. Ziel des Ausbildungsprogramms ist es, eine dauerhafte Perspektive mit Übernahme zu bieten. Neben der klassischen Ausbildung haben wir ein Qualifizierungsprogramm für Seiteneinsteiger vor dem Hintergrund des demografischen Wandels ins Leben gerufen. Damit bieten wir eine hochqualifizierte Ausbildung auf dem zweiten Bildungsweg. All diese Ausbildungsvarianten beugen mittel- bis langfristig Problemstellungen wie z. B. Fachkräftemangel vor.

Zielführende Perspektiven bieten
Die klassische Ausbildung ist nur ein Grundstein für eine langjährige berufliche Perspektive bei der MVB. Auch die Personalentwicklung für alle Mitarbeiter, die sich bereits im Berufsleben befinden, steht im Fokus der Mainzer Volksbank. Denn qualifizierte Mitarbeiter mit langfristigen Perspektiven sind der Schlüssel zu nachhaltigen Kundenbeziehungen, die unser Geschäftsmodell untermauern. Daher liegen uns dauerhafte Mitarbeiterbeziehungen am Herzen.

Wir arbeiten neben internen Trainings unter anderem mit der Hochschule Mainz, der GenoAkademie, der Frankfurt School of Finance & Management und der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie (VWA) zusammen. Dadurch werden Fachkräfte aus den eigenen Reihen zielführend weiterentwickelt und für spezielle Aufgaben innerhalb der Bank ausgebildet. Die Qualifikation der Mitarbeiter wurde auch innerhalb des Unternehmens weiter ausgebaut. Um den steigenden Anforderungen im Zusammenhang mit der Digitalisierung gerecht zu werden, wurde das Leistungsspektrum der hausinternen Trainer erweitert. Dadurch kann mit Blick auf die stetige Veränderung durch Regulatorik, Zinsumfeld und Digitalisierung den Beschäftigten das nötige Verständnis, Sicherheit im Umgang sowie eine kompetente Beratung gewährleistet werden. Führungskräfte werden neben fachlichen Anforderungen auch individuell im Bereich der Soft-Skills weiterentwickelt, um die wichtige Aufgabe als Bindeglied zwischen Management und Beschäftigten optimal auszufüllen. Ziel ist die langfristige Perspektive für jeden Beschäftigten und die gezielte Förderung der individuellen Stärken.

Langfristige Perspektiven bieten
Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit beträgt aktuell 18 Jahre und zeigt die Verbundenheit der Mitarbeiter mit dem Unternehmen. Das Durchschnittsalter der Beschäftigten beträgt 43 Jahre und regelmäßige Jubiläen zeigen die Wirksamkeit unserer langfristigen Mitarbeiterstrategie. Wir bieten nicht zuletzt durch unser Programm für Quereinsteiger eine attraktive Perspektive für Menschen jeden Alters.

Die Mainzer Volksbank sieht es als traditionelle und selbstverständliche Aufgabe an, Mitarbeiter über die Jahre hin zu begleiten und durch verschiedenste Maßnahmen sowohl weiterzuentwickeln als auch in schwierigen Situationen dauerhaft zu begleiten. Hierzu arbeiten wir beispielsweise mit dem Fürstenberg Institut zusammen, um auch über die Unternehmensgrenzen hinaus Expertise und mitarbeiterorientierte Beratung optimieren zu können. Dass dieses Konzept von Erfolg gekrönt ist, zeigen die jährlich veranstalteten Jubiläumsfeiern, die wir für langjährige Mitarbeiter veranstalten. Dort werden Mitarbeiter für 25 sowie 40 Jahre Betriebszugehörigkeit geehrt.

Individuelle Perspektiven bieten
Jeder Mitarbeiter ist neben den individuellen beruflichen auch privaten Einflüssen ausgesetzt, die seine Leistungsfähigkeit beeinflussen. Familienplanung oder das Alter der eigenen Eltern sind häufige Beispiele. So ist die Familienfreundlichkeit der Mainzer Volksbank durch eine zunehmende Zahl der Väter in allen Funktionsebenen geprägt, die Elternzeit in Anspruch nehmen. Auch die Quote der Mütter, die nach der Elternzeit wieder erfolgreich ins Unternehmen eingegliedert werden konnten, ist mit 80 Prozent als sehr positiv zu bewerten. Trotz der einschneidenden und rasant voranschreitenden Veränderungen innerhalb der Banken ist es der Mainzer Volksbank gelungen, durch moderne Arbeitszeitmodelle und einer Teilzeitquote von über 30 Prozent den Bedürfnissen der Mitarbeiter gerecht zu werden. Auch das aktive Gesundheitsmanagement der Beschäftigten wird durch den Betriebsarzt weiterhin direkt innerhalb der Bank unterstützt, wie zum Beispiel durch die alljährliche Grippeschutzimpfung oder die aktive Begleitung der Mitarbeiter in Fällen der betrieblichen Wiedereingliederung nach krankheitsbedingten Ausfällen.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator G4-LA6
Art der Verletzung und Rate der Verletzungen, Berufskrankheiten, Ausfalltage und Abwesenheit sowie die Gesamtzahl der arbeitsbedingten Todesfälle nach Region und Geschlecht. Link

Meldepflichtige Arbeitsunfälle: 14
Arbeitsausfälle aufgrund von Berufskrankheiten: 0
Keine Todesfälle
Gesundheitsquote: 95,4 %

 

Leistungsindikator G4-LA8
Gesundheits- und Sicherheitsthemen, die in förmlichen Vereinbarungen mit Gewerkschaften behandelt werden. Link

Es werden regelmäßig Arbeitsschutzmaßnahmen sowie Maßnahmen zur Lebenserhaltung angeboten und durchgeführt. Neben Schulungen der für den Notfall benannten koordinativen Mitarbeitern werden regelmäßig Übungen für den Ernstfall (z. B. Gebäudebrände) veranstaltet.

Die Mainzer Volksbank ist organisiert im Arbeitgeberverband (AVR Bonn). Der AVR vertritt die Volksbanken Raiffeisenbanken in Verhandlungen mit Gewerkschaften. Innerhalb der Bank haben wir einen gewählten Betriebsrat, der die Interessen der Mitarbeiter vertritt. In Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat haben wir unterschiedliche Betriebsvereinbarungen zum Schutz unserer Mitarbeiter implementiert. Zwecks Gesundheitsvorsorge wurden beispielsweise Einstellungen und Abstände an Computerarbeitsplätzen sowie weitere gesundheitsförderliche Parameter am Arbeitsplatz beachtet und regelmäßig durch Betriebsarzt und Sicherheitsbeauftragten überprüft. In einer Betriebsvereinbarung wurde mit dem Betriebsrat zum einen eine Kostenbeteiligung bei Sehhilfen für den Bildschirmarbeitsplatz vereinbart. Zum anderen wurde ein generelles Rauchverbot zum Nichtraucherschutz definiert. Zudem führen wir regelmäßig Impfaktionen über unseren Betriebsrat durch, so zuletzt für die Grippeimpfung.

Darüber hinaus werden intern sowie mit externer Unterstützung durch das Fürstenberg Institut diverse Angebote zum betrieblichen Gesundheitswesen angeboten. Beispielhaft hierfür stehen regelmäßig durchgeführte Vorträge im Haus durch Fachreferenten. Die Themenstellungen richten sich jeweils nach häufig nachgefragten Anliegen der Mitarbeiter. Diese beziehen sowohl akute Sachverhalte als auch vorbeugende Maßnahmen mit ein.

Leistungsindikator G4-LA9
Durchschnittliche jährliche Stundenzahl für Aus- und Weiterbildung pro Mitarbeiter nach Geschlecht und Mitarbeiterkategorie. Link

Durchschnittliche Weiterbildungstage pro Mitarbeiter: 6 Tage
Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen insgesamt: 4.132 Tage

 

Leistungsindikator G4-LA12
Zusammensetzung der Kontrollorgane und Aufteilung der Mitarbeiter nach Mitarbeiterkategorie in Bezug auf Geschlecht, Altersgruppe, Zugehörigkeit zu einer Minderheit und andere Diversitätsindikatoren. Link

Alter männlich weiblich gesamt
bis 30 79 91 170
30 bis 50 141 272 413
> 50 146 238 384
Gesamtergebnis 366 601 967

Zielquote Frauen im Aufsichtsrat: 26,6 % (für Bezugszeitrum erfüllt)
Anteil Frauen in Führungspositionen: 22 %  
Anteil Frauen an Gesamtbelegschaft: 62 %

Leistungsindikator G4-HR3
Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle und ergriffene Abhilfemaßnahmen. Link

Keine bekannten Fälle

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Die genossenschaftliche Verbundenheit mit Geschäftspartnern und Stakeholdern sorgt grundsätzlich für eine enge und partnerschaftliche Verbindung. Durch den engen Austausch und die ausschließliche Auftragsvergabe innerhalb der Bundesrepublik Deutschland erfolgt die Zusammenarbeit auf Grundlage der genossenschaftlichen Prinzipien sowie einer ausgeprägten rechtsstaatlichen Grundlage.

Als regionales Kreditinstitut sind bekannte Supply-Chain-Risiken bei produzierenden oder international agierenden Unternehmen für die Mainzer Volksbank eher nachgelagert bis unbedeutend. Nichtsdestotrotz wird bei der Auftragsvergabe mit der größtmöglichen Sorgfalt vorgegangen. Bislang hatten wir keine Anlässe, um hier mit einem eigenen Konzept, vertraglichen Klauseln oder ähnlichem reagieren zu müssen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator G4-HR1
Gesamtzahl und Prozentsatz der signifikanten Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder unter Menschenrechtsaspekten geprüft wurden. Link

Ein Großteil der Geschäftspartner sind in der Region Rhein-Main und damit im direkten Umfeld des Kerngebietes der Mainzer Volksbank ansässig. Wenige Partner haben ihren Sitz außerhalb dieser Region, liegen aber weiterhin innerhalb der Bundesrepublik Deutschland und unterliegen der dort herrschenden rechtsstaatlichen Grundlage. Spezielle Menschenrechtsklauseln sind in den Verträgen daher nicht verankert und auch nicht geplant (siehe auch Kriterium 4).

Leistungsindikator G4-HR9
Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, die im Hinblick auf Menschenrechte oder menschenrechtliche Auswirkungen geprüft wurden. Link

Die Mainzer Volksbank wirtschaftet überwiegend nach dem Regionalitätsprinzip in ihrer Heimatregion Mainz und Umgebung. In allen unseren 30 Geschäftsstellen (27 in Rheinland-Pfalz, 3 in Hessen) sowie Verwaltungsstandorten werden die Menschenrechte ausnahmslos eingehalten (100 %). Im Fall von Geschäften an weltweiten Standorten, die durch Verbundpartner vorgenommen werden, vertrauen wir auf die gesetzten Standards der genossenschaftlichen Gruppe. Alle Gruppenunternehmen sind Mitglied im UN Global Compact und bekennen sich damit zur Umsetzung, Offenlegung und Förderung verantwortungsvollen Handelns. Hierzu zählt auch der Schutz der Menschenrechte.

 

Leistungsindikator G4-HR10
Prozentsatz neuer Lieferanten, die anhand von Menschenrechtskriterien überprüft wurden. Link

Als regional agierender Partner des gewerblichen Mittelstandes pflegt die Mainzer Volksbank auch in Bezug auf die Vergabe von Aufträgen die regionale Nähe. Daher werden Aufträge vornehmlich an ortsansässige kleine und mittlere Unternehmen vergeben, die ausschließlich deutschen Rechtsstandards unterliegen. Dabei wird selbstverständlich auch auf Aspekte der Nachhaltigkeit geachtet, deren Einhaltung aber nicht in Form einer Entsprechenserklärung oder auf vertraglicher Grundlage dokumentiert bzw. vorgeschrieben werden. Unter diesem Gesichtspunkt ist ein Prozentsatz nicht abbildbar.

Leistungsindikator G4-HR11
Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative menschenrechtliche Auswirkungen in der Lieferkette und ergriffene Maßnahmen. Link

Keine bekannten Fälle.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Das genossenschaftliche Prinzip, auf das sich das Selbstverständnis der Mainzer Volksbank begründet, verpflichtet sich schon im Grundgedanken der Förderung und Hilfe gegenüber seinen Mitgliedern. Als regional geprägtes Kreditinstitut in der Metropolregion Rhein-Main engagiert sich die Mainzer Volksbank auf einer breiten Basis für kulturelle, sportliche, karitative und soziale Zwecke. Dies ist ein dauerhafter Prozess, der keine zeitliche Begrenzung oder Zielsetzung beinhaltet. Der Vorstand wird dauerhaft über feste Berichtsstrukturen über das regionale Engagement informiert und ist in regelmäßigen Abständen auch selbst bei öffentlichen Veranstaltungen in diesem Bezug engagiert. Als Partner des privaten und gewerblichen Mittelstandes ist die partnerschaftliche Verpflichtung über das originäre Geschäftsprinzip selbstverständlich.

Unser Gemeinwesen-Konzept basiert auf vier Säulen:

Kulturelles Engagement
Neben zahlreichen Kunstausstellungen, die regionalen Künstlern eine Bühne geben, erfreut sich die jährliche Veranstaltungsreihe KULTUR & WIRTSCHAFT großer Beliebtheit. Die Kombination aus Kunstausstellung und Wirtschaftsvorträgen bietet regelmäßig interessierten Besuchern einen kulturellen Mehrwert und ein Forum zum Austausch.

Sportliches Engagement
Zur Förderung des Breitensports engagiert sich die Mainzer Volksbank regelmäßig mit den Sternen des Sports an einem deutschlandweiten Förderwettbewerb für regionale Sportvereine. Darüber hinaus werden örtliche Vereine über direkte Spenden oder die Crowdfunding-Plattform „mvb.viele-schaffen-mehr.de“ bei deren Projekten unterstützt.

Karitatives und soziales Engagement
Zahlreiche karitative Vereine und soziale Einrichtungen sind Kunde und der dadurch herrschende enge Austausch ermöglicht Hilfestellung seitens der Mainzer Volksbank in vielseitiger Art und Weise. Neben finanzieller Unterstützung durch Spenden und Sponsoring erzeugen Projekte über die eigene Crowdfunding-Plattform oder die Präsentation in der Kundenzeitschrift MVB-Report weitreichende Aufmerksamkeit. Dadurch werden zusätzliche Unterstützer aus dem Netzwerk der Bank zugunsten karitativer Projekte gewonnen.

Förderung der regionalen Wirtschaft
Als regionales Institut erwirtschaftet die Mainzer Volksbank ihren Unternehmenserfolg überwiegend innerhalb der Kernregion. Dieser Erfolg wandert in Form von Steuern, Löhnen, Spenden und Sponsoring in den wirtschaftlichen Kreislauf der Region zurück. Auch Aufträge werden an die ortsansässigen Unternehmen vergeben und nach dem genossenschaftlichen Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe bevorzugt auch an unsere Mitglieder und Kunden.

Als Partner des Mittelstandes profitieren die regionalen Unternehmen von langjährig aufgebauter Expertise, einem umfangreichen Netzwerk und einer soliden und krisenfesten Versorgung mit Krediten, was die Region zukunftsfähig und attraktiv gestaltet. Aufgrund der direkten Nähe zur regionalen Öffentlichkeit (Bürger, Vereine, Vertreter von Städten und Gemeinden etc.) und ihrer positiven Reaktionen sind wir von der Wirksamkeit unseres Engagements überzeugt. Risiken, die im Zusammenhang damit zu Schäden für das Unternehmen und zu Schäden für die Gesellschaft oder Umwelt führen, sind insgesamt von unwesentlicher Bedeutung (siehe Kriterium 2). Die öffentlichkeitswirksame Kommunikation dient zum einen der Imagepflege, aber nimmt auch eine gewisse Kontrollfunktion ein. Sonstige Kontrollmechanismen sind nicht implementiert.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator G4-EC1
Direkt erwirtschafteter und verteilter wirtschaftlicher Wert. Link

Erwirtschafteter Bilanzgewinn (Jahresüberschuss) 10,3 Millionen €*
Verwaltungsaufwand: 85,8 Millionen €*
Spenden- und Sponsoring für regionale Einrichtungen: 761.372,78 €

Aufteilung der Zuwendungen:
Gemeinnützige Zwecke: 39 %
Kultur & Soziales: 33 %
Sport: 28 %

Weitere Informationen über das regionale Engagement sowie Geschäftszahlen der Mainzer Volksbank erhalten Sie auf der Webseite unter Aktuelles sowie im Geschäftsbericht.

*Werte sind solange vorläufig, bis durch Erscheinen des Lageberichtes bestätigt bzw. durch Beschluss der Vertreterversammlung beschlossen.

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Durch die jährliche Vertreterversammlung sowie die Zusammensetzung des Aufsichtsrates pflegen wir eine Kultur der demokratischen Teilhabe sowie Förderung des gesellschaftlichen Dialogs zu sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Fragestellungen. Somit sichern wir eine Situation der Stabilität, des Austauschs und Kontrolle für die Mainzer Volksbank und die Metropolregion Rhein-Main.

Als Kreditinstitut unterliegt die Mainzer Volksbank einer Vielzahl von gesetzgeberischen Anforderungen. Die für uns relevanten Gesetze sind u.a. KWG, WpHG, GwG sowie weitere Gesetze und Bestimmungen mit Bezug zum Finanzdienstleistungssektor oder -geschäft. Direkte politische Einflussnahme dahingehend findet durch die Mainzer Volksbank nicht statt. Um politische Neutralität zu garantieren, vergeben wir keine Spenden an politische Parteien oder Politiker.

Als Volksbank ist auch die Mainzer Volksbank Mitglied im Bundesverband Deutscher Volks- und Raiffeisenbanken (BVR). Dieser ist wiederum Mitglied der europäischen Vereinigung der Genossenschaftsbanken (EACB), die sich für eine enge Zusammenarbeit der Kreditgenossenschaften auf europäischer Ebene einsetzt. Dazu gehört es auch die gemeinsamen Interessen gegenüber den EU-Institutionen und Agenturen zu vertreten. Eine Interessenvertretung in Bezug auf gesetzgebende Vorhaben findet insbesondere mit Blick auf Basel III und sonstige, die regionale Finanzwirtschaft betreffende regulatorische Maßnahmen über den BVR statt. Hierfür arbeitet der Verband innerhalb Deutschlands mit der Deutschen Kreditwirtschaft (DK) zusammen, einem Zusammenschluss der fünf kreditwirtschaftlichen Spitzenverbände.

Ein eigenes Konzept mit Zielsetzung, Steuerung und Berichtswese zur Interessenvertretung im politischen Kontext durch die Mainzer Volksbank sind nicht vorhanden. Wir sehen uns durch die Arbeit des BVR ausreichend vertreten. Risiken, die im Zusammenhang mit der beschriebenen Form der politischen Einflussnahme zu Schäden für das Unternehmen und zu Schäden für die Gesellschaft und die Umwelt führen, sind insgesamt von unwesentlicher Bedeutung. Die Einhaltung gesetzlicher Anforderungen werden dauerhaft durch die Organisationseinheiten Revision und Zentrale Stelle & Compliance geprüft und gewährleistet (siehe Kriterium 20).

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator G4-SO6
Gesamtwert der politischen Spenden, dargestellt nach Land und Empfänger/Begünstigtem. Link

Es wurden keine Spenden oder sonstigen finanziellen Zuwendungen an politische Vertreter oder politische Parteien vergeben.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Als Genossenschaftsbank ist das Vertrauen der Mitglieder und Kunden unser höchstes Gut. Daher ist es unser ureigenes Streben, dieses Vertrauen durch unsere Unternehmensaktivitäten nicht zu gefährden. Die strenge Einhaltung aufsichtsrechtlicher Regeln und gesetzlicher Vorgaben hat daher höchste Bedeutung. Aus diesem Grund achtet die Mainzer Volksbank bei der Gestaltung der Geschäftsprozesse auf ein hohes Maß an Transparenz sowie einen verantwortungsvollen Umgang mit gesetzlichen Vorgaben.

Um das Unternehmen sowie die Mitglieder und Kunden vor Schaden zu schützen, sorgt der Vorstand der Mainzer Volksbank für ein unabhängiges, selbstständiges, eigenverantwortliches und unbefangenes Überwachungsverfahren. Diese Aufgabe wird seitens des Unternehmensbereiches Revision übernommen. Die dauerhaft und mit einer fachlich hoch ausgeprägten Sorgfalt durchgeführten Überprüfungen sichern gesetzeskonforme Unternehmensprozesse.

Um die Erfüllung stetig steigender Compliance-Anforderungen an die Finanzinstitute seitens des Gesetzgebers zu gewährleisten, werden die Mitarbeiter regelmäßig auf rechtskonformes und verantwortungsvolles Verhalten hin geschult. Hierzu zählen unter anderem: Wertpapier-Compliance, Geldwäsche-, Betrugs- und Korruptionsprävention. Die Mainzer Volksbank hat zudem interne Richtlinien und Anweisungen, zum Beispiel zur Annahme von Vergünstigungen und Geschenken, festgelegt, die von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beachtet werden müssen. Regelmäßige Schulungen der Beschäftigten stellen sicher, dass die festgelegten Regeln und Maßnahmen im Unternehmen auch gelebt werden. Dem Vorstand der Mainzer Volksbank ist wichtig, dass sich alle Mitarbeiter ihrer Verantwortung sowie ihrer Handlungsspielräume bewusst sind, um Unsicherheiten und Fehlerquellen zu vermeiden.

Ebenso im Fokus sind die hohen Anforderungen des Datenschutzes, der insbesondere im Bankensektor einen herausragenden Stellenwert einnimmt. Daher ist es selbstverständlich, dass wir die Daten unserer Kunden nur mit deren Einwilligung an Dritte weiterleiten oder eine rechtliche Zulässigkeit bzw. Verpflichtung besteht.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator G4-SO3
Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, die im Hinblick auf Korruptionsrisiken hin geprüft wurden, und ermittelte erhebliche Risiken. Link

Alle Standorte (30 personenbesetzte Filialen sowie der Verwaltungssitz in Mainz) werden laufend auf die Einhaltung der einschlägigen regulatorischen Anforderungen kontrolliert.

Hierfür ist bei der Mainzer Volksbank die „Zentrale Stelle & Compliance“ als fest installierter Organisationsbereich zuständig und verantwortlich. Dieser Bereich stellt sicher, dass die aufsichtsrechtlichen Vorgaben aus den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk), insbesondere die Vorschriften zur Prävention von Geldwäsche und sonstigen strafbaren Handlungen, zur Verhinderung von Terrorismusfinanzierung sowie die Vorschriften zum Wertpapiergeschäft (WpHG-Compliance), zum Verbraucherschutz und zum Datenschutz eingehalten werden. Ziel des Bereiches ist die Verhinderung möglicher Schäden aus der Nichtbeachtung gesetzlicher Vorschriften zu den vorgenannten Themenfeldern.

Zum anderen überprüft die Organisationseinheit Revision interne Arbeitsabläufe und -prozesse zur Verhinderung von möglichen Risiken.

Leistungsindikator G4-SO5
Bestätigte Korruptionsfälle und ergriffene Maßnahmen. Link

Keine bekannten Fälle.

Leistungsindikator G4-SO8
Monetärer Wert signifikanter Bußgelder und Gesamtzahl nicht monetärer Strafen wegen Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften. Link

Keine signifikanten Bußgelder oder monetäre Strafen.