14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Gemäß unserer Geschäftsstrategie verfolgen wir das Ziel, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter adäquat zu fördern, um unserer Verantwortung gegenüber ihnen gerecht zu werden. Wir bieten ihnen sichere Arbeitsplätze und zeigen ihnen u.a. durch ein umfassendes Weiterbildungsangebot die individuellen Karrierepfade in unserer Sparkasse auf. Dadurch können (Schlüssel-) Positionen fast ausschließlich aus den eigenen Reihen besetzt werden. Die hohe Attraktivität der KSK zeigt sich in einer branchenvergleichsweise geringen Mitarbeiter-Fluktuation. Die Quote wird quartalsweise ermittelt und geprüft, um eventuellen Risiken mit geeigneten Gegenmaßnahmen zu begegnen.   

Unsere Unternehmensziele bilden die Grundlage für unser Qualitätsverständnis und für die „Führungsleitlinie“. Darin wird der Rahmen für eine zielgerichtete und konstruktive Zusammenarbeit und für das kooperative Führungsverhalten geschaffen. Unsere Führungsleitlinien gelten als wichtiger Bestandteil des Leitbilds unserer Sparkasse. Im Rahmen unseres betrieblichen Vorschlagswesens kann sich jeder Mitarbeiter aktiv beteiligen und seine eigenen Ideen für Optimierungen quer über alle Bereiche - auch in Nachhaltigkeitsthemen - einbringen. Über unser Intranet fördern wir neben dem Dialog eine umfassende und transparente Informationskultur mit unseren Mitarbeitern.  

In unserer Sparkasse legen wir Wert auf offene und persönliche Kommunikation. Im jährlichen Mitarbeiterjahresgespräch erhalten unsere Mitarbeiter Feedback und besprechen mit ihrer Führungskraft ihre persönlichen beruflichen Ziele. Die Mitarbeiter haben dabei auch Gelegenheit, ihrer Führungskraft Rückmeldung über die Zusammenarbeit zu geben. In Kooperation mit regionalen Partnern bieten wir unseren Mitarbeitern Möglichkeiten zur individuellen Gesundheitsvorsorge an. Im Bereich der Gesundheits-prävention haben wir Prozesse in Form von Gefährdungsanalysen implementiert.  

Der Bereich „Personal“ ist aufbauorganisatorisch direkt dem Vorstandsvorsitzenden unterstellt. Somit ist der Vorstand in sämtliche Personalangelegenheiten, die durch die Personalabteilung initiiert werden, eingebunden.  

Die Kreissparkasse Saarlouis ist vorrangig in ihrem Geschäftsgebiet (Landkreis Saarlouis) national tätig. Als öffentlich-rechtliche Arbeitgeberin unterliegt die KSK dem Tarifvertrag für das private Bankgewerbe und die öffentlichen Banken, in dem Gehälter, Arbeitszeiten und weitere Arbeitsbedingungen geregelt sind. Der Personalrat sichert die Einbindung der Mitarbeiter in Entscheidungen durch das gesetzliche Mitbestimmungs-, Mitwirkungs- und Informationsrecht und setzt sich für deren Rechte ein. Die Arbeitnehmerrechte sind gewahrt. Die Sicherheit am Arbeitsplatz wird durch die Umsetzung der Vorgaben nach dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) sichergestellt.    

Ein separates Konzept zu Arbeitnehmerrechten, Chancengleichheit sowie Qualifizierung existiert nicht, da alle wesentlichen Belange in der Geschäftsstrategie, in Dienstvereinbarungen bzw. Gesetzen geregelt sind. Aus den beschriebenen Gründen sehen wir auch keine Veranlassung für eine systematische Risikoanalyse bzw. für ein gesondertes Managementkonzept.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Für die KSK ist die Gleichbehandlung aller Beschäftigten eine Selbstverständlichkeit. In unserem Verhaltenskodex ist dokumentiert, dass eine Benachteiligung aufgrund von Rasse, ethnischer Herkunft, des Geschlechts, der Religion, der politischen Anschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität unserem Selbstverständnis widerspricht.  

706 der 709 Mitarbeiter haben einen Arbeitsvertrag, der den Bestimmungen des Tarifvertrags für das private Bankgewerbe und die öffentlichen Banken unterliegt. Somit ist sichergestellt, dass sowohl das Benachteiligungs- als auch das Entgeltgleichheitsgebot hinsichtlich der tariflichen Vergütung eingehalten werden. Mit einer betrieblichen Altersversorgung bieten wir unseren Mitarbeitern eine zusätzliche Absicherung für die Zukunft.  

Zu den wichtigen Bausteinen unserer Personalpolitik zählt, unsere Mitarbeiter bei der Vereinbarung von Beruf und Familie zu unterstützen. Auch die Pflege von Angehörigen fördern wir z.B. durch eine flexible Arbeitszeitgestaltung oder die Möglichkeit, die Arbeitszeit temporär zu reduzieren. Aufgrund unserer Maßnahmen wurden wir bereits in 2013 mit dem saarländischen Gütesiegel „Familienfreundliches Unternehmen“ ausgezeichnet und im Jahr 2020 zum zweiten Mal rezertifiziert. Zum Angebot gehören neben einem Eltern-Kind-Büro auch derzeit über 20 verschiedene Teilzeitarbeitsmodelle sowie flexible variable Arbeitszeiten. Mütter, die nach der Geburt ihres Kindes möglichst bald wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren, erhalten einen gestaffelten Zuschuss zu den Kita- bzw. Kindergartenbetreuungskosten. Bei frühzeitiger Rückkehr aus der Elternzeit kann der ursprüngliche Arbeitsplatz freigehalten werden.  

Die Ziele zur Beseitigung und Vermeidung der Unterrepräsentanz von Frauen sind im Frauenförderplan der KSK Saarlouis gem. § 7 Abs. 1 LGG des Saarlandes festgelegt. Der Frauenförderplan wird im Vierjahres-Rhythmus erstellt. Der neue Förderplan für den Zeitraum 2021 – 2024, enthält erstmals Zielsetzungen in Bezug auf den Anteil der Frauen in Führungspositionen sowie zur Eingruppierung im außertariflichen Bereich. Wir haben uns z.B. zum Ziel gesetzt, den Anteil der Frauen in Führungspositionen bis zum Jahr 2024 auf mindestens 16 % zu steigern. Der Frauenförderplan wurde sparkassenintern veröffentlicht.

Ein ganzheitlicher Ansatz der betrieblichen Gesundheitsförderung ist fester Bestandteil unserer Personalpolitik. Mit zahlreichen Angeboten wie Gesundheitstagen, Gesundheitschecks und Informationsveranstaltungen fördern wir die Gesundheit unserer Mitarbeiter und sensibilisieren sie für die Themen Stress, Ernährung und Bewegung.

Ergänzt wird unser Gesundheitsmanagement durch eine betriebsärztliche Betreuung, zahlreiche Betriebssportgruppen, ergonomische Arbeitsplätze, ein psychosoziales Betreuungsangebot für Mitarbeiter, die Opfer eines Überfalls wurden, sowie Hilfestellungen bei Suchterkrankungen.

Darüber hinaus sind wir ebenso wie alle saarländischen Sparkassen der Selbstverpflichtung „Kundennähe leben – Barrierefreiheit für moderne Finanzdienstleistungen“ beigetreten. Dadurch möchten wir gerne den Bedürfnissen der Menschen mit Seh- und Hörbehinderungen bzw. mit motorischen Einschränkungen Rechnung tragen. Mehr als 80 SB-Terminals, die wir im Einsatz haben, verfügen über entsprechende Funktionalitäten und unterstützen gehandicapte Menschen beim Erledigen ihres Liquiditätsmanagements.

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Ziel unserer Personalpolitik ist, dass Investitionen in die Mitarbeiter effizient und zielgerichtet zur Sicherung des Geschäftserfolgs erfolgen. Die Personalpolitik der Kreissparkasse Saarlouis ist langfristig und zukunftsorientiert ausgerichtet. Als einer der größten Ausbildungsbetriebe in der Region betreiben wir ein aktives Ausbildungsmarketing und bilden konsequent junge Menschen aus. Unser Mitarbeiterstamm soll möglichst mit Fachkräften aus eigener Ausbildung besetzt werden. Unsere Mitarbeiterplanung geht Hand in Hand mit der Geschäftsstrategie.  

Lebenslanges Lernen ist Teil unserer Sparkassen-Philosophie. Wir investieren laufend und vorausschauend in die Qualifizierung unserer Mitarbeiter, um unserem eigenen Qualitätsanspruch an die Beratung unserer Kunden gerecht zu werden. Neben hausinternen Angeboten für unsere Mitarbeiter arbeiten wir insbesondere mit der Sparkassenakademie des Sparkassenverbandes Saar und der Managementakademie der Sparkassen-Finanzgruppe zusammen. So haben im Jahresverlauf 2020 651 Mitarbeiter mindestens eine Weiterbildungsmaßnahme besucht. Sie haben sich insgesamt rund 3.993 Tage in in- und externen Seminaren fortgebildet. Für die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter wurden in 2020 rund 255.000 € investiert.  

Darüber hinaus unterstützen wir unsere Mitarbeiter mit zahlreichen Angeboten im Rahmen unserer betrieblichen Gesundheitsförderung gesund und leistungsfähig zu bleiben.

Die Ziele und Maßnahmen für das gesamte Handlungsfeld „Personal“ sind in der jährlichen „Ziel- und Maßnahmenplanung Nachhaltigkeit“ definiert. Hier haben wir uns z.B. als Ziel gesetzt, die Qualifikationen sowie die Veränderungsbereitschaft der Mitarbeiter durch gezielte Weiterbildungsmaßnahmen weiter auszubauen. Darüber hinaus steht auch der Ausbau des betrieblichen Gesundheitsmanagements im Fokus. Hier haben wir Anfang 2020 beispielsweise für alle Mitarbeiter eine betriebliche Krankenversicherung abgeschlossen.

Die Führungskraft soll ihre Mitarbeiter vorurteilsfrei und gerecht beurteilen. Im jährlichen Mitarbeitergespräch informiert die Führungskraft den Mitarbeiter, wie sie die Arbeitsergebnisse, das Arbeitsverhalten und das Sozialverhalten sieht (Fremdbild). Sie teilt dem Mitarbeiter konkrete Beobachtungen dazu mit. Die Führungskraft gibt dem Mitarbeiter Hinweise, wie er seine Leistungen verbessern kann und welche Möglichkeiten er im Rahmen seines Aufgabengebiets und im Unternehmen hat, sich beruflich weiterzuentwickeln. Das Mitarbeiterjahresgespräch wird seit Anfang 2019 nicht mehr in Papierform, sondern ausschließlich elektronisch dokumentiert. Rund 320 Beurteilungsgespräche wurden bereits nach diesem neuen Verfahren geführt.  

Das Thema „Mobiles Arbeiten“ ist im Rahmen der Corona-Pandemie stärker in den Fokus geraten. Zwischenzeitlich sind mehr als 120 Mitarbeiter technisch und organisatorisch in der Lage, auch von Zuhause aus zu arbeiten. Außerdem wurden digitale Konferenzsysteme (z.B. Skype for Business) etabliert. Für das Jahr 2021 ist der Abschluss einer Dienstvereinbarung „Mobiles Arbeiten“ geplant. Sie ermöglicht den Mitarbeitern, eine individuellere Gestaltung der Arbeit und eine bessere Vereinbarkeit von privater Lebensführung und beruflichen Anforderungen. Dies wird auch die Wettbewerbsfähigkeit unseres Hauses als Arbeitgeber positiv beeinflussen.  

Wie im Kriterium 14 beschrieben, werden sowohl aus der eigenen Geschäftstätigkeit als auch aus den Geschäftsbeziehungen oder aus den Produkten und Dienstleistungen keine wesentlichen Risiken gesehen, die sich negativ auf die Qualifizierung auswirken können, da ausreichend Möglichkeiten für adäquate Qualifizierungsmaßnahmen der Mitarbeiter vorhanden sind.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator GRI SRS-403-9: Arbeitsbedingte Verletzungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

Die Punkte c-g des Indikators SRS 403-9 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.


Leistungsindikator GRI SRS-403-10: Arbeitsbedingte Erkrankungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen;
b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen.

Die Punkte c-e des Indikators SRS 403-10 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.

  2020 2019 Veränderung nominal Veränderung %
Anzahl Arbeitsunfälle 11 10 + 1 + 10,00
   - Anzahl Arbeitsausfalltage 107 244 -137 - 56,15
Anzahl Wegeunfälle 6 7 -1 - 14,30
   - Anzahl Arbeitsausfalltage 38 21 +17 + 80,95
Anzahl arbeitsbedingte Todesfälle 0 0 0 0
Auf eine differenzierte Erhebung wird aufgrund der geringen Relevanz verzichtet.

Leistungsindikator GRI SRS-403-4: Mitarbeiterbeteiligung zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Die berichtende Organisation muss für Angestellte und Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden, folgende Informationen offenlegen:

a. Eine Beschreibung der Verfahren zur Mitarbeiterbeteiligung und Konsultation bei der Entwicklung, Umsetzung und Leistungsbewertung des Managementsystems für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und zur Bereitstellung des Zugriffs auf sowie zur Kommunikation von relevanten Informationen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gegenüber den Mitarbeitern.

b. Wenn es formelle Arbeitgeber-Mitarbeiter-Ausschüsse für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gibt, eine Beschreibung ihrer Zuständigkeiten, der Häufigkeit der Treffen, der Entscheidungsgewalt und, ob und gegebenenfalls warum Mitarbeiter in diesen Ausschüssen nicht vertreten sind.

 
  1. Die Kreissparkasse Saarlouis schützt und fördert aktiv die Gesundheit ihrer Beschäftigten durch Maßnahmen zur medizinischen Vorsorge, zur Arbeitssicherheit und zur Gesundheitsförderung durch Bewegung, Ernährung und Stressabbau sowie das Angebot von Beratungsservices und eines Betriebsarztes. Die Wiedereingliederung von Langzeitkranken, der Umgang mit Suchterkrankungen und Maßnahmen zur Überfallprävention und -nachsorge sind weitere wichtige Aspekte unseres betrieblichen Gesundheitsmanagements.
   
  1. Neben dem Arbeitsschutzbeauftragten haben wir auch einen Arbeitsschutzausschuss eingerichtet. Dieser setzt sich aus einem Vertreter des Vorstandes, dem Arbeitgeberbeauftragten für den Arbeitsschutz (in Personalunion Leiter des Gebäudemanagements), dem Sicherheitsbeauftragten, der Fachkraft für Arbeitssicherheit, dem Betriebsarzt, den Vertretern des Personalrates, sowie dem Notfallkoordinator zusammen. Der Ausschuss tagt mindestens zweimal jährlich sowie anlassbezogen.

Leistungsindikator GRI SRS-404-1 (siehe G4-LA9): Stundenzahl der Aus- und Weiterbildungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. durchschnittliche Stundenzahl, die die Angestellten einer Organisation während des Berichtszeitraums für die Aus- und Weiterbildung aufgewendet haben, aufgeschlüsselt nach:
i. Geschlecht;
ii. Angestelltenkategorie.

In- und Externe Seminare 2020 2019 Veränderung nominal Veränderung %
Anzahl der Weiterbildungstage 3.993 5.402 - 1.409 - 26,08
Durchschnittliche Stundenzahl für Aus- und Weiterbildung pro Mitarbeiter 46,2 58 - 11,8 -20,34
Basis in 2020: 709 Mitarbeiter, in 2019: 727 Mitarbeiter; Frauen und Männer werden bei uns gleichbehandelt. Daher findet bei uns keine geschlechtsspezifische Auswertung statt.

Leistungsindikator GRI SRS-405-1: Diversität
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der Personen in den Kontrollorganen einer Organisation in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

b. Prozentsatz der Angestellten pro Angestelltenkategorie in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

Struktur des Verwaltungsrates mit 15 Mitgliedern:  

Anzahl 2020 2019
  Gesamt M W Gesamt M W
Bis 30 0 0 0 0 0 0
30-50 4 3 1 4 3 1
Ab 50 11 10 1 11 10 1
Gesamt 15 13 2 15 13 2
 

Struktur des Personalbestandes (Kernpersonal):

Anzahl 2020 2019
  Gesamt M W Gesamt M W
Bis 30 127 56 71 127 53 74
30-50 243 90 153 253 97 156
Ab 50 339 125 214 347 125 222
Gesamt 709 271 438 727 275 452


Struktur der Führungskräfte:

Anzahl 2020 2019
  Gesamt M W Gesamt M W
Bis 30 0 0 0 0 0 0
30-50 13 10 3 13 11 2
Ab 50 24 20 4 25 22 3
Gesamt 37 30 7 38 33 5
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Leistungsindikator GRI SRS-406-1: Diskriminierungsvorfälle
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle während des Berichtszeitraums.

b. Status der Vorfälle und ergriffene Maßnahmen mit Bezug auf die folgenden Punkte:
i. Von der Organisation geprüfter Vorfall;
ii. Umgesetzte Abhilfepläne;
iii. Abhilfepläne, die umgesetzt wurden und deren Ergebnisse im Rahmen eines routinemäßigen internen Managementprüfverfahrens bewertet wurden;
iv. Vorfall ist nicht mehr Gegenstand einer Maßnahme oder Klage.

Im Berichtszeitraum ist uns kein Fall von Diskriminierung aufgrund von Ethnizität, Hautfarbe, Geschlecht, Religion, politischer Meinung oder nationaler oder sozialer Herkunft bekannt. In unserem Verhaltenskodex ist dokumentiert, dass eine Benachteiligung aufgrund von Rasse oder ethnischer Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder der politischen Anschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität unserem Selbstverständnis widerspricht. Wir dulden keinerlei körperliche, sexuelle, rassistische, psychische, verbale oder andere Art der Belästigung beziehungsweise sozialen Fehlverhaltens.

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Die Kreissparkasse Saarlouis ist ein Dienstleistungsunternehmen. Die Dienstleistungen werden durch die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erbracht. Produktionsmittel, die zur Erbringung der Dienstleistungen benötigt werden, wie z. B. Computer und Mobiliar, werden vorzugsweise bei lokalen Händlern unter Beachtung der deutschen Rechtsnormen erworben. Es wird erwartet, dass die Lieferanten die Menschenrechte anerkennen und einhalten. Seit 2019 unterzeichnen alle neuen Dienstleister und Lieferanten eine Rahmenvereinbarung zur Nachhaltigkeit. In dieser Ethikerklärung werden Grundsätze zur ökonomischen, ökologischen und sozialen Verantwortung definiert.      

Die Kreissparkasse Saarlouis setzt nur nationale Dienstleister oder vereinzelt Dienstleister aus dem benachbarten EU-Ausland ein. Wo immer möglich, beauftragen wir Betriebe aus der Region. Daher ist aus unserer Sicht die Einarbeitung einer Menschenrechtsklausel in Verträgen obsolet. Anbieter, bei denen Zwangs-, Pflicht- oder Kinderarbeit vermutet werden kann, kommen für uns nicht als Vertragspartner in Frage. Die Einhaltung von Arbeitsrechten und Mitbestimmung ist in Deutschland unternehmerischer Standard und wird von staatlicher Seite überwacht. Dazu zählt unter anderem die Bezahlung nach dem Mindestlohngesetz in Niedriglohnbranchen.  

Aufgrund unseres Selbstverständnisses und unserer regionalen Ausrichtung liegt kein eigenes Konzept nebst Risikoanalyse und Zielvorgaben vor. Im Rahmen unserer Dienstleistersteuerung werden jedoch regelmäßig Berichte angefordert und von den zuständigen Fachabteilungen unseres Hauses bewertet.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator GRI SRS-412-3: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Investitionsvereinbarungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der erheblichen Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder auf Menschenrechtsaspekte geprüft wurden.

b. Die verwendete Definition für „erhebliche Investitionsvereinbarungen“.

Dieser Indikator wird nicht gemessen, da aufgrund der Geschäftstätigkeit keine Gefahr des Verstoßes gegen die Menschenrechte gesehen wird.

Leistungsindikator GRI SRS-412-1: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, an denen eine Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt wurde, aufgeschlüsselt nach Ländern.

Die Geschäftsstandorte der Kreissparkasse Saarlouis beschränken sich alle auf Standorte innerhalb der Bundesrepublik Deutschland. An allen Standorten werden die Menschenrechte eingehalten bzw. es gibt keine negativen menschenrechtlichen Auswirkungen. Daher wird dieser Indikator nicht erhoben.

Leistungsindikator GRI SRS-414-1: Auf soziale Aspekte geprüfte, neue Lieferanten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der neuen Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien bewertet wurden.

Dieser Indikator wird nicht gemessen, da der Bezug von Leistungen etc. ausschließlich aus der Region erfolgt, vereinzelt auch aus dem benachbarten EU-Ausland, und keine Gefahr des Verstoßes gegen die Menschenrechte gesehen wird. Es wird erwartet, dass die Dienstleister die geltenden Menschenrechte anerkennen und einhalten. Seit 2019 unterzeichnen alle neuen Dienstleister und Lieferanten hierzu eine Rahmenvereinbarung zur Nachhaltigkeit.

Leistungsindikator GRI SRS-414-2: Soziale Auswirkungen in der Lieferkette
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Zahl der Lieferanten, die auf soziale Auswirkungen überprüft wurden.

b. Zahl der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen ermittelt wurden.

c. Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen, die in der Lieferkette ermittelt wurden.

d. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt und infolge der Bewertung Verbesserungen vereinbart wurden.

e. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt wurden und infolgedessen die Geschäftsbeziehung beendet wurde, sowie Gründe für diese Entscheidung.

Im Berichtszeitraum sind uns keine tatsächlichen oder potenziellen negativen sozialen Auswirkungen in der Lieferkette bekannt geworden. Da der Bezug von Leistungen etc. ausschließlich aus der Region, vereinzelt auch aus dem benachbarten EU-Ausland, erfolgt, erheben wir keine detaillierten Daten dazu. Es werden keine Risiken gesehen.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Unser Konzept ergibt sich aus dem öffentlichen Auftrag und den geltenden Sparkassengesetzen, wonach wir zum Handeln im Sinne des Gemeinwohls verpflichtet sind. Daher haben wir kein separates Konzept zum Gemeinwesen niedergeschrieben. Unser öffentliches, gesellschaftliches und soziales Engagement dokumentiert die Verbundenheit zum Landkreis Saarlouis. Dies kommt in der Förderung der regionalen Wirtschaft sowie sozialer und gesellschaftlicher Projekte zum Ausdruck. Von den mehr als
207.000 €, die die KSK zusammen mit ihren beiden Stiftungen durch Spenden und Sponsoring im Geschäftsjahr 2020 vergeben hat, profitieren mehr als 200 Vereine, Einrichtungen und Organisationen. Im Vergleich zum Jahr 2019 stellt dies ein Rückgang dar. Dies lässt sich im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie erklären. Eine Vielzahl von Vereinsaktivitäten ist nicht mehr zustande gekommen, Kundenveranstaltungen mussten aufgrund der Abstandsregelungen komplett entfallen.
 

Durch den Verkauf der Prämiensparlose des Sparvereins Saarland werden alljährlich Gelder zur Förderung gemeinnütziger Organisationen in der Region gesammelt. So konnten in 2020 5 Spendenfahrzeuge an karitative Einrichtungen übergeben werden. Zudem wurden weitere gemeinnützige Projekte mit einem Volumen von mehr als 44.000 € gefördert. Über die Vergabe dieser Mittel entscheidet der Vorstand.  

In 2017 hat die KSK in Zusammenarbeit mit betterplace.org das Online-Spendenportal „gut-fuer-den-landkreis-saarlouis.de“ ins Leben gerufen. Gemeinnützige Vereine und Institutionen im Landkreis Saarlouis können ihre Projekte auf dem Portal kostenfrei präsentieren und um Spenden werben. Die Kosten für die Verwaltung des Portals übernimmt die KSK Saarlouis. Darüber hinaus haben wir in 2020 im Rahmen von 4 Verdopplungsaktionen insgesamt 40.000 € zusätzlich an Spendenmitteln zur Verfügung gestellt. Im Rahmen dieser Aktionen sind dann alle Einzelspenden den registrierten Projekten doppelt zugeflossen.

Im Jahr 2021 wird die Online-Spendenplattform auf die neue Plattform„WirWunder“ überführt und ist dann über den Link https://www.wirwunder.de/saarlouis erreichbar. Die Plattform „WirWunder“ wird bereits von vielen Sparkassen für ihre Fördermaßnahmen genutzt.  

Begleitet wird die vielfältige Spenden- und Sponsoringtätigkeit der KSK durch die Arbeit zweier Stiftungen. Bereits 1996 wurde die „Stiftung für Kultur und Umwelt der Kreissparkasse Saarlouis“ gegründet. Von den laufenden Erträgen des Stiftungskapitals werden im Landkreis Saarlouis Projekte, Veranstaltungen, Einrichtungen etc. auf den Gebieten Kultur und Umwelt gezielt unterstützt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr profitierten mehr als 10 Projekte davon. Daneben hat die KSK anlässlich ihres 145-jährigen Jubiläums die „Stiftung zur Förderung des Volkshochschulwesens im Landkreis Saarlouis“ errichtet, um mit ihr das flächendeckende Weiterbildungsangebot der Volkshochschulen im Landkreis Saarlouis auch langfristig sicherzustellen. Über die Vergabe der Stiftungsmittel entscheidet das Stiftungskuratorium. Der Vorstand der KSK Saarlouis gehört dem Stiftungsvorstand an.  

Über die Vergabe der Sponsoring-  und der Spendenmittel entscheidet die Abt. Marktmanagement. Bei Überschreitung einer intern definierten Wertgrenze ist die Genehmigung des Vorstandes erforderlich. Ziele und Maßnahmen für das Handlungsfeld „Engagement - Gemeinwohlorientierung“ sind in der jährlichen Ziel- und Maßnahmenplanung „Nachhaltigkeit“ definiert. Wesentliche Risiken in Bezug auf Sozialbelange, die mit unserer Geschäftstätigkeit verknüpft sein könnten, werden nicht gesehen. Daher und aufgrund unseres öffentlichen Auftrages sowie der Vielzahl unserer breitgefächerten Maßnahmen wird die Notwendigkeit einer Risikoanalyse zum gesellschaftlichen Engagement ebenso wie konkreter Zielvorgaben für die Mittelvergabe nicht gesehen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator GRI SRS-201-1: Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. den zeitanteilig abgegrenzten, unmittelbar erzeugten und ausgeschütteten wirtschaftlichen Wert, einschließlich der grundlegenden Komponenten der globalen Tätigkeiten der Organisation, wie nachfolgend aufgeführt. Werden Daten als Einnahmen‑Ausgaben‑Rechnung dargestellt, muss zusätzlich zur Offenlegung folgender grundlegender Komponenten auch die Begründung für diese Entscheidung offengelegt werden:
i. unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert: Erlöse;
ii. ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert: Betriebskosten, Löhne und Leistungen für Angestellte, Zahlungen an Kapitalgeber, nach Ländern aufgeschlüsselte Zahlungen an den Staat und Investitionen auf kommunaler Ebene;
iii. beibehaltener wirtschaftlicher Wert: „unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert“ abzüglich des „ausgeschütteten wirtschaftlichen Werts“.

b. Der erzeugte und ausgeschüttete wirtschaftliche Wert muss getrennt auf nationaler, regionaler oder Marktebene angegeben werden, wo dies von Bedeutung ist, und es müssen die Kriterien, die für die Bestimmung der Bedeutsamkeit angewandt wurden, genannt werden.

  2020 2019 Veränderung nominal Veränderung %
Bilanzsumme 4.226,5 Mio. € 3.920,7 Mio. € + 305,8 Mio. € + 7,8 %
Kundenforderungen 2.915,5 Mio. € 2.854,7 Mio. € + 60,8 Mio. € + 2,1 %
Kundenverbindlichkeiten 3.238,3 Mio. € 2.960,8 Mio. € + 277,5 Mio. € + 9,4 %
Eigenkapital 241,9 Mio. € 235,0 Mio. € + 6,9 Mio. € + 2,9 %
Gehälter und Pensionen 33,8 Mio. € 33,5 Mio. € + 0,3 Mio. € + 0,9 %
Steuern 7,7 Mio. € 10,6 Mio. € - 2,9 Mio. € - 27,4 %
Investitionen & Betriebskosten 23,1 Mio. € 22,5 Mio. € + 0,6 Mio. € + 2,7 %
Jahresüberschuss 6,9 Mio. € 7,1 Mio. € - 0,2 Mio. € -2,8 %

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Die Kreissparkasse Saarlouis ist Mitglied im Sparkassenverband Saar. Dieser gehört wie die anderen regionalen Sparkassen- und Giroverbände zum Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV). Der DSGV nimmt die Interessen der Sparkassen-Finanzgruppe in bankpolitischen, kreditwirtschaftlichen und aufsichtsrechtlichen Fragen gegenüber den Institutionen des Bundes und der EU wahr und organisiert die Willensbildung innerhalb der Gruppe. Die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften und Verordnungen durch die Kreissparkasse Saarlouis wird regelmäßig von der Prüfungsstelle des Sparkassenverbandes Saar sowie anlassbezogen von der BaFin bzw. der Dt. Bundesbank geprüft.  

Die KSK Saarlouis hat als Kreditinstitut umfangreiche rechtliche Anforderungen einzuhalten. Neben Regelungen, den alle Kreditinstitute unterworfen sind (z.B. KWG, GWG, WpHG…), gelten zusätzliche sparkassenrechtliche Bestimmungen, die sich aus dem Saarländischen Sparkassengesetz ergeben. Stellungnahmen zu aktuellen Gesetzgebungsverfahren erfolgen grundsätzlich über den saarländischen Sparkassenverband bzw. über den DSGV. Die Kreissparkasse Saarlouis tätigt keine Spenden oder Zuwendungen an Regierungen, Parteien, Politiker oder sonstige politische Vereinigungen und gehört auch keiner politischen Organisation an.  

Wesentliche Risiken in Bezug auf Compliance, die mit der Geschäftstätigkeit verknüpft sein könnten, werden nicht gesehen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator GRI SRS-415-1: Parteispenden
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Monetären Gesamtwert der Parteispenden in Form von finanziellen Beiträgen und Sachzuwendungen, die direkt oder indirekt von der Organisation geleistet wurden, nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

b. Gegebenenfalls wie der monetäre Wert von Sachzuwendungen geschätzt wurde.

0  

Die Kreissparkasse Saarlouis tätigt keine Spenden oder Zuwendungen an Regierungen, Parteien, Politiker oder sonstige politische Vereinigungen.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Sparkassen als Finanzinstitute unterliegen spezialgesetzlichen Regelungen zur Prävention und Bekämpfung von kriminellen Handlungen wie Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Betrug, Korruption, Insider-Handel, Marktmanipulation, Wirtschaftskriminalität und sonstigen strafbaren Handlungen. Daneben sind Regeln zum Datenschutz und Embargovorschriften/ Finanzsanktionen einzuhalten. Die Einhaltung und die Umsetzung der gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Vorschriften gehört daher zu unseren wesentlichen Zielsetzungen.  

Wir erwarten von unseren Mitarbeitern, dass sie stets rechtskonform handeln und sowohl externe als auch interne Regeln und Gesetze befolgen. Die Sparkasse verfügt über adäquate Richtlinien, insbesondere zu Wertpapier-Compliance, Geldwäsche, sonstige strafbare Handlungen und Datenschutz, die zur Erfüllung der Vorschriften dienen. Die entsprechenden Regeln sind im Verhaltenskodex der KSK Saarlouis definiert, der auch Regelungen für die Annahme und die Vergabe von Geschenken enthält.  

In unserer Sparkasse pflegen wir eine Compliance-Kultur. Relevante Mitarbeiter werden im Rahmen regelmäßiger Schulungen auf die von der Sparkasse festgelegten Präventionsmaßnahmen in den oben genannten Bereichen hingewiesen. Darüber hinaus werden sie bezüglich der Einhaltung der kapitalmarktrechtlichen Wohlverhaltensregeln unterrichtet. Um Compliance-Verstöße zu vermeiden, sind alle Mitarbeiter fortlaufend aufgefordert, sich mit Fragen und Hinweisen an ihre Führungskräfte, Fachbereiche oder den Compliance-Beauftragten bzw. die Abteilung Compliance zu wenden. Damit Unregelmäßigkeiten früh erkannt werden können, geben wir ihnen die Möglichkeit, diese vertraulich anzuzeigen. Dazu wurde zum 01.01.2014 ein Hinweisgebersystem eingeführt. Ansprechpartner für vertrauliche Meldungen ist der Chief Compliance Officer (CCO).  

Diese Funktion beinhaltet die Aufgaben als

Als „Zentrale Stelle“ koordiniert der CCO fortlaufend sämtliche Maßnahmen zur Verhinderung der Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung sowie der sonstigen strafbaren Handlungen und sorgt für ein risikominimierendes Gesamtkonzept. Der CCO berichtet regelmäßig und anlassbezogen an den Vorstand. Die entsprechenden Berichte sowie der Jahresbericht werden an die Interne Revision und - soweit vorgeschrieben - an den Verwaltungsrat weitergeleitet.
 

Als Umsetzungshilfe zur Erfassung, Identifizierung und Bewertung der abstrakten Risiken der sonstigen strafbaren Handlungen führt die Zentrale Stelle eine Risikomatrix, die jährlich aktualisiert wird. Anhand der Kriterien „Eintrittswahrscheinlichkeit“, „Risikobedeutung“ und „Beherrschbarkeit“ wird eine Risikobewertung vorgenommen. Auf dieser Basis erfolgt eine Beschreibung angemessener Sicherungsmaßnahmen. Inhalte werden aus Vorsichtsgründen nicht extern kommuniziert.    

Im Bereich Anti-Korruption ist durch Transparenzregeln (z.B. lückenlose Aktenführung), durch das Hinweisgebersystem, durch ein risikoabhängiges Kontrollsystem sowie durch ein gestaffeltes Kompetenz- und Freigabesystem eine angemessene Kontrolle gewährleistet. Darüber hinaus prüft die Abteilung Interne Revision nach einem mit dem Vorstand genehmigten Prüfungsplan die Einhaltung und Wirksamkeit bestehender Regelungen und Prozesse.  

Es werden sowohl aus der eigenen Geschäftstätigkeit als auch mit der aus Geschäftsbeziehungen, Produkten und Dienstleistungen keine wesentlichen Risiken gesehen, da ausreichend Regelwerke und Kontrollen zur Einhaltung der Gesetze vorhanden sind.  

Bezüglich der Zielsetzung und -erreichung verweisen wir auf die nachfolgenden Leistungsindikatoren.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator GRI SRS-205-1: Auf Korruptionsrisiken geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden.

b. Erhebliche Korruptionsrisiken, die im Rahmen der Risikobewertung ermittelt wurden.

Aufgrund der Ergebnisse der Risikomatrix und unserer regionalen Ausrichtung werden Korruptionsrisiken als nicht wesentlich eingestuft und lediglich auf Gesamthausebene geprüft.

Leistungsindikator GRI SRS-205-3: Korruptionsvorfälle
Die berichtende Organisation muss über folgende Informationen berichten:

a. Gesamtzahl und Art der bestätigten Korruptionsvorfälle.

b. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Angestellte aufgrund von Korruption entlassen oder abgemahnt wurden.

c. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Verträge mit Geschäftspartnern aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption gekündigt oder nicht verlängert wurden.

d. Öffentliche rechtliche Verfahren im Zusammenhang mit Korruption, die im Berichtszeitraum gegen die Organisation oder deren Angestellte eingeleitet wurden, sowie die Ergebnisse dieser Verfahren.

  1. Gesamtzahl und Art der bestätigten Korruptionsvorfälle
    0

  2. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Angestellte aufgrund von Korruption entlassen oder abgemahnt wurden
    0

  3. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Verträge mit Geschäftspartnern aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption gekündigt oder nicht verlängert wurden
    0

  4. Öffentliche rechtliche Verfahren im Zusammenhang mit Korruption, die im Berichtszeitraum gegen die Organisation oder deren Angestellte eingeleitet wurden, sowie die Ergebnisse dieser Verfahren.
    0

Leistungsindikator GRI SRS-419-1: Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich, und zwar:
i. Gesamtgeldwert erheblicher Bußgelder;
ii. Gesamtanzahl nicht-monetärer Sanktionen;
iii. Fälle, die im Rahmen von Streitbeilegungsverfahren vorgebracht wurden.

b. Wenn die Organisation keinen Fall von Nichteinhaltung der Gesetze und/oder Vorschriften ermittelt hat, reicht eine kurze Erklärung über diese Tatsache aus.

c. Der Kontext, in dem erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen auferlegt wurden.

 
  1. Erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich, und zwar:
    • Gesamtgeldwert erheblicher Bußgelder;
    • Gesamtanzahl nicht-monetärer Sanktionen;
    • Fälle, die im Rahmen von Streitbeilegungsverfahren vorgebracht wurden
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  1. Wenn die Organisation keinen Fall von Nichteinhaltung der Gesetze und/oder Vorschriften ermittelt hat, reicht eine kurze Erklärung über diese Tatsache aus.

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  2. Der Kontext, in dem erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen auferlegt wurden.
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