14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Das Geschäftsgebiet der Sparda-Bank München eG umfasst im Wesentlichen die Region Oberbayern. Die Sparda-Bank München eG ist überwiegend national und in ihrem Geschäftsgebiet Oberbayern tätig. Die Einhaltung der geltenden Gesetze und Regeln ist gewährleistet. Im Rahmen des geltenden Tarifvertrags sowie auf Grundlage verschiedener Betriebsvereinbarungen ist sichergestellt, dass sämtliche Arbeitnehmerrechte gewahrt werden.  

Rund 90 Prozent der Beschäftigten werden nach dem Tarifvertrag für die Arbeitnehmer der Sparda-Banken vergütet. Die Tariftabellen, die Inhalte des Manteltarifvertrags und die Stellenbeschreibungen sind für alle Mitarbeiter über das Intranet einsehbar und in der Gemeinwohl-Bilanz veröffentlicht. Erfolgsabhängige Vergütungen werden sowohl im tariflichen als auch im außertariflichen Gehaltsbereich nicht gewährt. Bereits im Jahr 2012 wurde die Zahlung von abschlussorientierten Provisionen für die Vermittlung von Bausparverträgen und Investmentfonds eingestellt.  

Zulagen über die tarifliche Grundvergütung hinaus werden stellen- und funktionsabhängig bezahlt (z. B. Zulage für Stellvertretung oder besondere Verantwortung). Im Übrigen gewährleistet das Unternehmen mit der Systematik der tariflichen Eingruppierung und Berufsjahresstufung die für die Sparda-Bank München eG selbstverständliche Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern.  

Operativ verantwortlich für Personal und Arbeitnehmerrechte ist die Abteilung Personalmanagement. Die strategische Verantwortung trägt der Vorstand. Als Dienstleistungsunternehmen ist die Mitarbeitergewinnung, -qualifizierung und -zufriedenheit eine für das Unternehmen überlebenswichtige Aufgabe. Die Einhaltung aller gesetzlichen, tariflichen und betrieblichen Vorschriften ist somit eine Daueraufgabe und verfolgt keine Ziele mit Zeitbeschränkung. Ziel ist es vielmehr, qualifiziertes und zufriedenes Personal langfristig an das Unternehmen zu binden. Als Kontrolle, ob dieses Ziel erreicht wird, dienen neben Mitarbeiterbefragungen und regelmäßigen Personalentwicklungsgesprächen auch Kennzahlen der Abteilung Personalmanagement, wie beispielsweise Mitarbeiterfluktuation, Gesundheitsquote und Personalgewinnungskosten.  

Die Geschäftsführung arbeitet mit dem Betriebsrat der Sparda-Bank München eG auf Augenhöhe vertrauensvoll und wertschätzend zusammen. Zusätzlich ist für die Mitarbeiter unter 18 Jahren (Auszubildende) eine Jugendarbeitnehmervertretung installiert.  

Die Bank hat zudem einen Arbeitssicherheitsbeauftragten und einen Schwerbehindertenbeauftragten bestellt.  

Drei der neun Aufsichtsratsmitglieder der Sparda-Bank München eG sind Arbeitnehmervertreter und werden von den Mitarbeitern gewählt. Ergänzend zum Innovationsprozess der Bank ist auch dadurch die Beteiligung der Mitarbeiter an der Unternehmensentwicklung direkt gewährleistet.  

Bei der Sparda-Bank München eG gibt es verschiedene Mitarbeiterinitiativen, z. B. zu den Themen Beruf und Familie sowie Gesundheit. Jeder Mitarbeiter kann sich für eine Aufnahme in diese Teams bewerben, sofern er Leidenschaft für die Themen mitbringt. Die Initiativen erarbeiten neue Programme oder optimieren bestehende Maßnahmen. Die Teilnahme an den Mitarbeiterinitiativen ist während der Arbeitszeit möglich.    

Der hohen Bedeutung der ganzheitlichen Mitarbeitergesundheit im Umfeld steigender Verantwortung und Belastung wird durch das betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) der Bank Rechnung getragen. Das BGM der Sparda-Bank München eG verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und wird vom provital-Team (Mitarbeiterinitiative zum Thema Gesundheit) der Bank konsequent weiter ausgebaut. Hierbei stehen nicht nur Gesundheitsförderungsmaßnahmen, wie z. B. Bewegungsangebote, Ernährungsthemen und Vorsorgeuntersuchungen, sondern auch gesunde Rahmenbedingungen im Fokus. Basis für die bedarfsorientiert angebotenen Maßnahmen ist u. a. die regelmäßig durchgeführte Gesundheitsbefragung sowie die psychische Gefährdungsbeurteilung, über die die Rückmeldungen der Mitarbeiter regelmäßig integriert werden.  

Aufgrund der oben beschriebenen Rahmenbedingungen sieht die Sparda-Bank München eG keine Risiken für die Verletzung von Arbeitnehmerrechten.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Allen Maßnahmen liegt folgende Überzeugung zugrunde: Die Sparda-Bank München eG geht davon aus, dass sie als Unternehmen im Gesamten bzw. dass die Teams als Teil des Ganzen umso leistungsfähiger sind, je unterschiedlicher diese Teams mit Blick auf Stärken und Talente zusammengesetzt sind. Dieser Grundsatz gilt allerdings nur, wenn die Menschen aufeinander zugehen, d. h., nicht die eine Stärke ist per se besser als die andere oder die eine Herkunft ist besser als die andere. Vielmehr geht es darum, den anderen in seiner Andersartigkeit zu respektieren und wertzuschätzen und die eigene Einzigartigkeit einzubringen. Dann entstehen bessere Lösungen. Die Vision der Bank geht dabei über die bloße Toleranz individueller Verschiedenheit hinaus. Es ist Bestandteil ihrer Strategie, Verschiedenheit im Sinne einer positiven Wertschätzung besonders hervorzuheben, um sie für den Unternehmenserfolg nutzbar zu machen.  

Dem Thema Gleichstellung wird in der Sparda-Bank München eG daher besondere Beachtung geschenkt. Es gilt nicht nur, ungleiche Behandlung zu vermeiden, sondern auch, das Einbringen der individuellen Einzigartigkeit aktiv zu fördern. So ist es uns ein wichtiges Anliegen, dass Frauen und Männer in Bezug auf Entwicklungsmöglichkeiten, Aufstiegschancen und Vereinbarkeit von Beruf und Familie die gleichen Chancen haben.  

Aktuell sind im Aufsichtsrat drei von neun Mitgliedern weiblich (Stand Dezember 2020). Bereits seit Januar 2014 ist zudem auch im Vorstandsgremium ein weibliches Mitglied vertreten, seit Januar 2020 ist der Vorstand paritätisch mit zwei Frauen und zwei Männern besetzt. Bei der Berücksichtigung von qualifizierten Frauen für Führungspositionen gemäß §9 GenG setzen wir uns eine feste Quote von mindestens 33 Prozent per 31.12.2025. Die Unternehmenskultur, in der das Thema „Werte“ eine herausragende Bedeutung hat, setzt bewusst auf traditionell „weibliche“ Werte wie Kooperation, Mitbestimmung und Nachhaltigkeit anstelle von Konkurrenz und Gewinnmaximierung. Die Bank legt daher großen Wert auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und bietet ein breites Spektrum familienfreundlicher Leistungen an. Dazu zählen beispielsweise über 130 Arbeitszeitmodelle. Das Engagement der Bank wird auch bestätigt durch die Zertifizierung zum „familienfreundlichen Unternehmen“ der Hertie-Stiftung (audit berufundfamilie), die uns seit 2006 durchgehend attestiert, dass wir neben familienfreundlichen Arbeitsbedingungen auch hervorragende Teilzeitbedingungen anbieten.  

Zur Chancengerechtigkeit zählt auch eine Gleichbehandlung bei der Vergütung. Wie unter DNK-Kriterium 8 und 14 beschrieben, hat die Sparda-Bank München eG zur Gewährleistung der Gleichbehandlung aller Mitarbeiter eine klare tariflich wie betrieblich verankerte Grundlage geschaffen.  

Hinzu kommen die unter DNK-Kriterium 14 beschriebenen Mitarbeiterinitiativen zu den Themen Beruf und Familie sowie Gesundheit, durch deren Arbeit ebenfalls Chancengleichheit im Unternehmen gefördert wird.  

Die Bank beschäftigte per Stichtag 31.12.2020 35 Schwerbehinderte (Quote: 5,35 Prozent). 2019 betrug die Schwerbehindertenquote 5,81 Prozent.  

Der Betriebsrat der Sparda-Bank München eG setzt sich stets für die Belange der Mitarbeiter ein. Selbstverständlich gilt dies auch für alle den Bereich der Chancengerechtigkeit betreffenden Themen.    

Konkrete Maßnahmen und Ziele werden von den jeweiligen Fachabteilungen jedes Jahr entwickelt, umgesetzt und evaluiert. Das Mitarbeitergespräch kann - auch mehrmals jährlich - eigenverantwortlich von jedem Mitarbeiter bei der jeweiligen Führungskraft eingefordert werden. Jede Führungskraft trifft gemeinsam mit den einzelnen Mitarbeitern individuelle Vereinbarungen und legt Ziele für die Weiterentwicklung fest. Diese berücksichtigen das Individuum mit seinen Stärken, Wünschen und Bedürfnissen. Niemals spielt dabei Geschlecht, Religion, Hautfarbe, Herkunft, Sexualität oder dergleichen eine Rolle. Dies ist eine dauerhafte Managementaufgabe und hat somit keine zeitliche Begrenzung.

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Unter der Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiter versteht die Sparda-Bank München eG die Entwicklungsmöglichkeiten sowie die Erhaltung und Förderung der Gesundheit.  

Die Sparda-Bank München eG bietet eine außerordentliche Vielfalt an Entwicklungsmöglichkeiten und Unterstützungsformen an, sowohl im fachlichen als auch im persönlichen Bereich. Die umfangreichen Maßnahmen sollen dazu beitragen, dass die Mitarbeiter in ihrem Aufgabengebiet kompetent und motiviert agieren und sich darin entwickeln können. Im Rahmen der fachlichen Entwicklung kann aus einem Katalog an Standardseminaren für Mitarbeiter und Führungskräfte ausgewählt werden, welche jeder über die Plattform „Sparda360“ eigenständig buchen kann. Durch die Covid19-Pandemie im Jahr 2020 wurden viele Präsenzseminare auf Onlineformate (Webinar, Live-Online-Training) umgestellt, sodass die Qualifizierung auch online und ohne Infektionsrisiko stattfinden konnte.  

Die Mitarbeiter haben zudem mit der Plattform „VR-Bildung“ Zugriff auf diverse digitale Lerninhalte, überwiegend mit fachlichem bzw. produktspezifischem Fokus. Diese Weiterbildungsplattform wird von der Akademie Bayerischer Genossenschaften (ABG) verwaltet. Weiterhin ist es der Sparda-Bank München eG ein Anliegen, die digitale Kompetenz der Mitarbeiter zu stärken. Dafür wurden im Jahr 2020 u.a. im Rahmen einer sechswöchigen „Digi-Challenge“ täglich Tipps und Umsetzungsaufgaben zum Umgang mit digitalen Anwendungen (z. B. Browser, MS Office, Social Media, Intranet etc.) verschickt sowie die Teilnehmer über die Kommentarfunktion im Intranet eingeladen, themenbezogen ihre Best Practices zu teilen. Darüber hinaus gab es ein Reverse Mentoring Angebot, bei dem Auszubildende Mitarbeitern bei digitalen Fragen geholfen haben (z. B. Apps, Social Media) sowie ein, ebenfalls von Auszubildenden betreutes, Glossar zu digitalen Fachbegriffen mit Bezug zur Sparda-Bank München eG. 

Da das Erkennen und Erfüllen des Kundenbedarfs von strategischer Bedeutung im Bereich Vertrieb ist, lag 2020 ein weiterer Schwerpunkt der Personalentwicklung auf der Entwicklung von Kompetenzen für aktives und lösungsorientiertes Verkaufen. Dafür bot die Lernlandschaft „Achtsames Verkaufen“ allen Filialmitarbeitern umfangreiche und nachhaltige Lernangebote, um im Rahmen vielseitiger Formate zum einen in die Reflexion der eigenen vertrieblichen Glaubenssätze zu gehen und zum anderen vertriebliches Handwerkszeug aufzufrischen. Die acht Prinzipien des „Achtsamen Verkaufens" dienen dabei als Richtschnur, die acht Techniken helfen dabei, diese Prinzipien im Alltag umzusetzen und wurden im Rahmen von Mikrotrainings vor Ort in der Filiale vertieft. Unterstützend dazu spielt weiterhin das Vertriebstraining („Training on the Job“) im Rahmen einer dauerhaften individuellen Weiterentwicklung eine zentrale Rolle. Beim Vertriebstraining liegt der Fokus auf der fachlichen und vertrieblichen Entwicklung in einem bestimmten Produktbereich (z.B. Wertpapiere oder Bausparen/Baufinanzierung).  

Auch die persönliche Weiterentwicklung der Mitarbeiter wird bei der Sparda-Bank München eG fokussiert. Da die Unternehmenskultur der Achtsamkeit nach wie vor ein wichtiger Bestandteil unserer Kultur ist, wurde im Jahr 2020 die Vortragsreihe „Achtsamkeitsforen“ fortgesetzt, um das Thema Achtsamkeit aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten und praktische Tipps für den Arbeitsalltag zu geben. Des Weiteren wurden in Absprache mit der Führungskraft individuelle Maßnahmen (Training, Coaching, Hospitation) zur persönlichen Weiterentwicklung ergriffen. Im Rahmen von Bedarfsermittlungsgesprächen der Führungskraft mit ihren Mitarbeitern wird auch explizit nach dem Bedarf im Gesundheitsbereich gefragt. Die Sparda-Bank München eG betreibt, wie bereits unter DNK-Kriterium 14 beschrieben, ein ausgeprägtes betriebliches Gesundheitsmanagement, das bereits mehrfach ausgezeichnet wurde.  

Die stärkenorientierte Personalentwicklungsstrategie der Bank ist darauf aufgebaut, jedem interessierten Mitarbeiter die Möglichkeit zu geben, die eigenen Stärken und Talente auszubauen, zu realisieren und zu konkretisieren, und zwar unabhängig von der Position im Unternehmen. Das Stärkenkonzept knüpft an die ressourcenorientierte Sichtweise der positiven Psychologie an – eine Bewegung innerhalb der Psychologie, die sich auf die positiven Eigenschaften der Menschen konzentriert, anstatt sich mit Schwächen zu beschäftigen. Der NaturTalent-Weg bringt dabei das Potenzial hervor, das in den Menschen liegt und ermöglicht so natürliche, persönliche und unternehmerische Entwicklung. Dafür erhalten alle Mitarbeiter mit dem Einstieg ins Unternehmen Zugang zu ihren Top 5-Stärken mithilfe des GallupStrengthsFinders und lernen diese während eines Workshops kennen. Im Rahmen weiterer Maßnahmen ermöglichen wir unseren Mitarbeitern, sich tiefergehend mit allen 34 Stärken aus dem GallupStrengthsFinder zu beschäftigen und die Erkenntnisse in den eigenen Arbeitsalltag zu integrieren. Neben Stärkenworkshop für Teams werden rollenbezogene Seminare für bestimmte Zielgruppen angeboten.  

Auch für die Sparda-Bank München eG ist es unerlässlich geworden, sich ständig neu zu orientieren, anzupassen und zu verändern und sich den auftretenden Herausforderungen zu stellen. Hinter Produkten und Dienstleistungen stehen Beschäftigte, die durch ihr Wissen, ihr Können und ihre Kreativität entscheidend zur Wertschöpfung und Produktivität beitragen. Durch die vielen langjährig beschäftigten Mitarbeiter verfügt die Sparda-Bank München eG über einen enormen Erfahrungs- und Wissensschatz. Damit geht aber auch gleichzeitig die Herausforderung einher, diese immer älter werdenden Beschäftigten bis zur Rente arbeitsfähig zu halten. Das betriebliche Gesundheitsmanagement der Sparda-Bank München eG verfolgt daher einen besonders ganzheitlichen Ansatz. Es werden zielgruppenorientierte, ineinandergreifende und nachhaltige Maßnahmen auf der Grundlage einer fundierten wissenschaftlichen Bedarfsanalyse angeboten und umgesetzt. Hierbei sind für die Bank nicht nur Gesundheitsförderungsmaßnahmen, wie z. B. Bewegungsangebote, Ernährungsthemen und Vorsorgeuntersuchungen (siehe dazu auch Auflistung unter GRI SRS-403-4), wichtig, sondern auch gesunde Rahmenbedingungen. Das ganzheitliche und nachhaltige Gesundheitsmanagement der Sparda-Bank München eG umfasst neben den gesetzlichen Anforderungen die Bausteine Gesundheits- und Arbeitsschutz, Gesundheitsförderung/Prävention, betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM), Fehlzeitenmanagement, Führung und Gesundheit, Konfliktmanagement, Suchtprävention sowie Krisenmanagement.  

Strategisches Ziel des betrieblichen Gesundheitsmanagements ist es, u. a. die seelische, geistige und körperliche Gesundheit aller in der Sparda-Bank München eG tätigen Menschen langfristig zu erhalten. Hierzu ermittelt der Gesundheitssteuerkreis provital auf Basis der Mitarbeiterbefragungen regelmäßig den Bedarf und leitet daraus die erforderlichen gesundheitsfördernden Maßnahmen ab. Für die Jahre 2019 und 2020 wurde das Thema Resilienz (psychische Widerstandsfähigkeit) ausgewählt und passende Maßnahmen umgesetzt. Siehe hierzu auch die ausgewählten Einzelmaßnahmen, die unter Leistungsindikator GRI SRS-403-4 aufgeführt sind.  

Konkrete Maßnahmen und Ziele werden von der jeweiligen Fachabteilung jedes Jahr entwickelt, umgesetzt und evaluiert. Die Sparda-Bank München eG kann keine negativen Auswirkungen und auch keine Risiken für die Qualifizierung der Mitarbeiter erkennen, die sich aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ergeben. Ebenfalls werden keine Risiken aufgrund der Geschäftsbeziehungen oder der Produkte und Dienstleistungen der Bank erwartet.  

Weitere Informationen zu der demografischen Verteilung der Mitarbeiter und beispielsweise der Gesundheitsquote der Sparda-Bank München eG finden sich in der Übersichtstabelle unter Leistungsindikator GRI SRS-405-1.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator GRI SRS-403-9: Arbeitsbedingte Verletzungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

Die Punkte c-g des Indikators SRS 403-9 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.


Leistungsindikator GRI SRS-403-10: Arbeitsbedingte Erkrankungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen;
b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen.

Die Punkte c-e des Indikators SRS 403-10 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.

Die Gesundheitsquote im Unternehmen lag 2020 bei 95,24 Prozent (2019: 94,39 Prozent).

Leistungsindikator GRI SRS-403-9: Arbeitsbedingte Verletzungen

Bezogen auf Angestellte der Sparda-Bank München eG:

Arbeitsbedingte Verletzungen 2019 2020
Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen 0 0
Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen) 0 0
Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen Insgesamt wurden im Jahr 2019 29 leichtere Wege- bzw. Arbeitsunfälle erfasst. Die meisten Unfälle hatten geringe oder keine Ausfallzeiten zur Folge. Insgesamt wurden im Jahr 2020 18 leichte bzw. mittelschwere Wege- bzw. Arbeitsunfälle erfasst. 2 Unfälle waren mittelschwere und hatten längere Ausfallzeiten zur Folge.
Die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen Arbeits- bzw. Wegeunfälle durch Stürze Arbeits- bzw. Wegeunfälle durch Stürze, Autounfälle
Anzahl der gearbeiteten Stunden 1.187.576,52 Std. (teilzeitbereinigter Wert für alle Mitarbeiter) 1.148.030,52 Std. (teilzeitbereinigter Wert für alle Mitarbeiter)

Bezogen auf Arbeitnehmer, die nicht direkt bei der Sparda-Bank München eG angestellt sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Sparda-Bank München eG kontrolliert wird:

Arbeitsbedingte Verletzungen 2019 2020
Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen 0 0
Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen) 0 0
Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen nicht bekannt nicht bekannt
Die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen nicht bekannt nicht bekannt 
Anzahl der gearbeiteten Stunden Über unser Personalmanagement werden lediglich die Stunden erfasst, die von Mitarbeitern von Zeitarbeitsfirmen geleistet werden:


In 2019 wurden 2.920 Stunden geleistet.

Die geleisteten Stunden von Freiberuflern sowie von Mitarbeitern, die im Rahmen von Dienst- und Werkverträgen für die Sparda-Bank München eG arbeiten (z.B. Reinigungspersonal) werden nicht über das Personalmanagement erfasst.
Über unser Personalmanagement werden lediglich die Stunden erfasst, die von Mitarbeitern von Zeitarbeitsfirmen geleistet werden: 


In 2020 wurden 0 Stunden geleistet. 

Die geleisteten Stunden von Freiberuflern sowie von Mitarbeitern, die im Rahmen von Dienst- und Werkverträgen für die Sparda-Bank München eG arbeiten (z.B. Reinigungspersonal) werden nicht über das Personalmanagement erfasst.

Leistungsindikator GRI SRS-403-10: Arbeitsbedingte Erkrankungen

Bezogen auf Angestellte der Sparda-Bank München eG:

Arbeitsbedingte Erkrankungen 2019 2020
Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen 0 0
Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen 0 0
Die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen Krankheitsbilder sind nicht immer bekannt, Ursachen können i.d.R. nicht (ausschließlich) den Arbeitsbedingungen zugeordnet werden. Krankheitsbilder sind nicht immer bekannt, Ursachen können i.d.R. nicht (ausschließlich) den Arbeitsbedingungen zugeordnet werden.


Bezogen auf Arbeitnehmer, die nicht direkt bei der Sparda-Bank München eG angestellt sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Sparda-Bank München eG kontrolliert wird:

Arbeitsbedingte Erkrankungen 2019 2020
Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen 0 0
Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen nicht bekannt nicht bekannt
Die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen nicht bekannt nicht bekannt

Leistungsindikator GRI SRS-403-4: Mitarbeiterbeteiligung zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Die berichtende Organisation muss für Angestellte und Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden, folgende Informationen offenlegen:

a. Eine Beschreibung der Verfahren zur Mitarbeiterbeteiligung und Konsultation bei der Entwicklung, Umsetzung und Leistungsbewertung des Managementsystems für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und zur Bereitstellung des Zugriffs auf sowie zur Kommunikation von relevanten Informationen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gegenüber den Mitarbeitern.

b. Wenn es formelle Arbeitgeber-Mitarbeiter-Ausschüsse für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gibt, eine Beschreibung ihrer Zuständigkeiten, der Häufigkeit der Treffen, der Entscheidungsgewalt und, ob und gegebenenfalls warum Mitarbeiter in diesen Ausschüssen nicht vertreten sind.

Der Verband der Sparda-Banken e.V. hat eine gemeinsame Erklärung mit ver.di (Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft) und der EVG (Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft) zum betrieblichen Gesundheitsschutz erarbeitet. Das Ziel ist, in Zeiten, in denen die Anforderungen an die Beschäftigten weiter steigen und die demografische Entwicklung weiter fortschreitet, die Leistungsfähigkeit und Gesundheit der Mitarbeiter langfristig und nachhaltig aufrechtzuerhalten.  

Im Rahmen des BGM wurden die strategischen Gesundheitsziele von den Unternehmenszielen abgeleitet. In jedem Team der Sparda-Bank München eG ist mittlerweile ein Gesundheitsbotschafter integriert. Dieser ist Ansprechpartner und Impulsgeber, der das provital-Team bei der Erreichung der Gesundheitsziele unterstützt. Die Funktion kann sowohl von einer Führungskraft als auch von einem Mitarbeiter aus dem Team ausgeübt werden.

Ausgewählte Einzelmaßnahmen sind:  
Zudem gibt es einen formellen bereichsübergreifenden Arbeitsschutz-Ausschuss. Dieser tagt vier Mal im Jahr. Er besteht aus 15 Personen und behandelt die Themenschwerpunkte Arbeitsschutz und Unfallverhütung. 

Leistungsindikator GRI SRS-404-1 (siehe G4-LA9): Stundenzahl der Aus- und Weiterbildungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. durchschnittliche Stundenzahl, die die Angestellten einer Organisation während des Berichtszeitraums für die Aus- und Weiterbildung aufgewendet haben, aufgeschlüsselt nach:
i. Geschlecht;
ii. Angestelltenkategorie.

Die Sparda-Bank München eG bietet eine außerordentliche Vielfalt an Entwicklungsmöglichkeiten und Unterstützungsformen sowohl im fachlichen als auch im persönlichen Bereich an. Kernstück dabei ist, dass die Mitarbeiter bei der Frage nach dem Was und dem Wie die Weiterbildung möglichst weitreichend selbst mitgestalten können. Nur dann kann nach dem Verständnis der Bank von einem nachhaltigen Kompetenzzuwachs ausgegangen werden. Die Anzahl der Seminartage ist 2020 leicht gesunken, was auf die coronabedingten Einschränkungen zurückzuführen ist, die zum Ausfall vieler Präsenzseminare geführt haben. Der Schwerpunkt lag 2020 insbesondere im Bereich Schulungen für den Verkauf, sowie im Bereich fachliche Schulungen.

Art der Schulung/ Weiterbildung Mit-arbeiter-Seminar-tage  2019 Anteilig in % nach Schu-lungs-art Davon Frauen Davon Männer Mit-arbeiter-Seminar-tage 2020 Anteilig in % nach Schu-lungs-art Davon Frauen Davon Männer
Fachliche Schulung/ Weiterbildung 2.515 51,0 1.475 1.040
1.569

37,0

818

751
Schulungen für den Verkauf 1.635 33,0 1.092 542,1 2.187 51,0 1.451 736
Teamveran-staltungen 368 7,0 191 177 168 4,0 82 86
Schulungen für Organe und Gremien der Bank 108 2,0 49 59
94

2,0

32

62
Angebote zur Persönlichkeits-entwicklung 329 7,0 178,7 150,8
195

5,0

104

91
Maßnahmen zur Stärkung der Unternehmens-kultur & Integration in den Visions- & Strategie-prozess der Bank 15 <1 7 8



79




2,0




50




29
Gesamt 4.970 100,0 2.993 1.976 4.292 100,0 2.537 1.755

Die Mitarbeiter der Sparda-Bank München eG nutzen pro Jahr meist mehr als nur ein Schulungs- oder Seminarangebot.

Personalentwicklungsmaßnahmen 2019 2020
Tage 4.970 4.292
Stunden 37.516 32.405
Durchschnittliche Stunden pro Mitarbeiter 64 57
Mitarbeiter produktiv 586 566
Anzahl Seminartage pro Mitarbeiter 8,5 8
 
In Anspruch genommene Entwicklungsmöglichkeiten fachlich 2019 2020
Pro Mitarbeiter in Stunden 43 39
Pro obere Führungsebene in Stunden 9 18
Pro mittlere Führungsebene in Stunden 58 40
Pro untere Führungsebene in Stunden 71 69
In Anspruch genommene Entwicklungsmöglichkeiten persönlich 2019 2020
Pro Mitarbeiter in Stunden 5 4
Pro obere Führungsebene in Stunden 6 6
Pro mittlere Führungsebene in Stunden 18 14
Pro untere Führungsebene in Stunden 30 14

Leistungsindikator GRI SRS-405-1: Diversität
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der Personen in den Kontrollorganen einer Organisation in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

b. Prozentsatz der Angestellten pro Angestelltenkategorie in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

Für die Sparda-Bank München eG ist die Gleichbehandlung aller Beschäftigten unabhängig von Geschlecht, Religion, Hautfarbe, Herkunft, Sexualität oder dergleichen eine Selbstverständlichkeit. Im Geschäftsjahr 2020 waren 738 Mitarbeiter (inklusive 25 Auszubildender) bei der Sparda-Bank München eG beschäftigt. Das Durchschnittsalter aller Mitarbeiter beträgt 43,14 Jahre.  

* Schwerbehindertenquote laut Meldung der Schwerbehindertenabgabe an die Agentur für Arbeit.

Leistungsindikator GRI SRS-406-1: Diskriminierungsvorfälle
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle während des Berichtszeitraums.

b. Status der Vorfälle und ergriffene Maßnahmen mit Bezug auf die folgenden Punkte:
i. Von der Organisation geprüfter Vorfall;
ii. Umgesetzte Abhilfepläne;
iii. Abhilfepläne, die umgesetzt wurden und deren Ergebnisse im Rahmen eines routinemäßigen internen Managementprüfverfahrens bewertet wurden;
iv. Vorfall ist nicht mehr Gegenstand einer Maßnahme oder Klage.

Für das Geschäftsjahr 2020 sind keine Diskriminierungsfälle bekannt.  

Die Sparda-Bank München eG bietet den Mitarbeitern ein Meldeverfahren (sogenannter Whistleblowing-Kanal), über das die in der Neuerung des Kreditwesengesetzes (§ 25 a Abs. 1 Satz 6 Nr. 3 KWG) genannten Verstöße unter der Vertraulichkeit der Identität gemeldet werden können. Die Identität der Mitarbeiter, die vom Melderecht Gebrauch machen, wird nur dann offenbart, wenn dazu eine gesetzliche Vorschrift oder eine behördliche Anordnung besteht.

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Die Stratgie und der Verhaltenskodex der Sparda-Bank München eG bilden neben den relevanten gesetzlichen Bestimmungen den Rahmen für die Ausrichtung von Governance und Compliance im Unternehmen. Alle Mitarbeiter werden fortlaufend und umfassend über die zu beachtenden Regeln informiert und entsprechend geschult.  

Die Achtung der Menschenrechte und der Ausschluss von Zwangs- und Kinderarbeit gehören zum Selbstverständnis der Bank. Aufgrund der Verankerung in der Region Oberbayern und ihres genossenschaftlichen Förderauftrags legt die Sparda-Bank München eG bei der Auswahl von Dienstleistern und Lieferanten die Priorität auf den Einbezug regionaler Firmen.  

Die Einhaltung der gesetzlichen, tariflichen und betrieblichen Bestimmungen in der Bank ist durch Abteilungen wie Compliance, Personalmanagement und Betriebsrat gewährleistet. Diese Gesetze und Regelungen legen einen viel höheren Standard an, als dies die Menschenrechte tun. Daher sieht die Sparda-Bank München eG kein Risiko, dass im Unternehmen oder durch ihre Geschäftstätigkeit Menschenrechte gefährdet sind. Durch die rein regionale Geschäftstätigkeit in Deutschland und die Zusammenarbeit mit regionalen bzw. nationalen Partnern besteht auch keine Gefahr, dass Menschenrechte im Ausland verletzt werden. Es bestehen daher weder Handlungsbedarf noch etwaige Ziele.  

Unabhängig davon befragt die Sparda-Bank München eG im Rahmen der unter DNK-Kriterium 4 erläuterten Überprüfung des Wertschöpfungsnetzes ihre Lieferanten und Geschäftspartner u. a. zu den Arbeitsbedingungen in deren Unternehmen, zum Engagement im Bereich Nachhaltigkeit und zu deren eigener Lieferkette für die Rohstoff- und/oder Dienstleistungsbeschaffung. Das Wertschöpfungsnetz wird somit direkt auf erster Ebene überprüft; diese Vorgehensweise deckt indirekt auch die zweite Ebene des Wertschöpfungsnetzes ab.  

Da die Sparda-Bank München eG langfristige Geschäftsbeziehungen pflegt und die Befragungen für Lieferanten und Geschäftspartner sehr umfangreich sind, werden die Befragungen in einem Abstand von einigen Jahren durchgeführt. Die Ergebnisse evaluiert das Unternehmen turnusgemäß und lässt sie, wie unter DNK-Kriterium 2, 3, 7 und 9 beschrieben, in die internen Prozesse einfließen.  

Die für das Kreditgeschäft und die Eigenanlagen der Bank geltenden Standards und Regelungen sind unter DNK-Kriterium 4 und 10 beschrieben.  

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator GRI SRS-412-3: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Investitionsvereinbarungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der erheblichen Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder auf Menschenrechtsaspekte geprüft wurden.

b. Die verwendete Definition für „erhebliche Investitionsvereinbarungen“.

Dieser Leistungsindikator ist für die Sparda-Bank München eG aufgrund ihrer regionalen Ausrichtung nicht relevant. Für Eigenanlagen der Bank greifen die unter DNK-Kriterium 10 genannten Ausschlusskriterien.

Leistungsindikator GRI SRS-412-1: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, an denen eine Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt wurde, aufgeschlüsselt nach Ländern.

Als regional ansässige Genossenschaftsbank erachten wir eine gesonderte menschenrechtliche Prüfung unserer Geschäftsstandorte als nicht relevant. Die Menschenrechte werden an allen Standorten als Selbstverständlichkeit betrachtet und eingehalten. Somit wurde also keine Betriebsstätte auf Menschenrechtsaspekte hin überprüft.

Leistungsindikator GRI SRS-414-1: Auf soziale Aspekte geprüfte, neue Lieferanten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der neuen Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien bewertet wurden.

Bei der Auswahl unserer Lieferanten gehen wir sorgfältig vor und berücksichtigen regionale Gesichtspunkte. Meist handelt es sich um langjährig bestehende Geschäftsbeziehungen. Die Auswahl und Überprüfung neuer Lieferanten erfolgt wie auch unter DNK-Kriterium 4 bereits erläutert. Aufgrund der geringen Risikolage wurden in 2020 dazu noch keine Kennzahlen ermittelt, da wir uns zu dem Zeitpunkt noch in der Testphase befunden haben. 

Leistungsindikator GRI SRS-414-2: Soziale Auswirkungen in der Lieferkette
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Zahl der Lieferanten, die auf soziale Auswirkungen überprüft wurden.

b. Zahl der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen ermittelt wurden.

c. Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen, die in der Lieferkette ermittelt wurden.

d. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt und infolge der Bewertung Verbesserungen vereinbart wurden.

e. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt wurden und infolgedessen die Geschäftsbeziehung beendet wurde, sowie Gründe für diese Entscheidung.

Im Leistungsindikator GRI SRS-414-1 beschreiben wir das Vorgehen bei der Auswahl unserer Lieferanten; unter DNK-Kriterium 4 und 9 die Überwachung, Kontrolle und Evaluierung unseres Wertschöpfungs- und Lieferantennetzwerkes. Die zukünftig standardisierte Betrachtung der sozialen Auswirkungen in der Lieferkette wird durch unsere in DNK-Kriterium 4 dargestellte Monitoring-Applikation sichergestellt, auf deren Basis entsprechende Maßnahmen aufgesetzt werden.

Wie unter DNK-Kriterium 17 aufgeführt, investiert die Sparda-Bank München eG nicht im Ausland. Wenn die Bank ihre Eigenanlagen investiert, greifen die unter DNK-Kriterium 10 genannten Ausschlusskriterien.


 
 

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Die Sparda-Bank München eG sieht sich in der Verantwortung, die Gesellschaft und die Umwelt in ihrem Geschäftsgebiet Oberbayern zu fördern. Dies geschieht auch durch die Vergabe von Spendengeldern. Ein großer Teil der Spendengelder stammt aus dem Gewinn-Sparverein der Sparda-Bank München e. V. (GSV). Dieser wurde im Jahr 1952 gegründet mit dem Ziel, das Sparen zu fördern und gemeinnützige Projekte zu unterstützen.  

Der Vorstand der Sparda-Bank München eG ist auf Basis der für den GSV geltenden Satzung zeitgleich Vorstand des GSV. Die Sparda-Bank München eG stellt die Infrastruktur und die Personalkapazitäten für die Organisation und Abwicklung des Gewinnsparens zur Verfügung. Die Organisation und Abwicklung der Spendenprozesse sowie die damit verbundenen Kommunikationsmaßnahmen werden durch die Unternehmenskommunikation sichergestellt.

Die zuständige externe Prüfbehörde ist die Regierung der Oberpfalz. Darüber hinaus wird der Verein in regelmäßigen Abständen durch die interne Revision der Sparda-Bank München eG geprüft. Die
Rechnungsprüfung obliegt der Abteilung Compliance.  

Jedes Jahr unterstützen wir mit unserem Gewinn-Sparverein Vereine, Initiativen und Menschen in unserer Region. Im Jahr 2020 konnte dank der Treue der Mitglieder des GSV eine Spendensumme in Höhe von rund 2,8 Millionen Euro vergeben werden.

Entscheidungen über die Unterstützungsmaßnahmen werden grundsätzlich in Bezug auf die Sinnstiftung und den Nutzen für das Gemeinwohl getroffen und nicht von einer medialen Verbreitung abhängig gemacht. Der Fokus liegt auf Unterstützungsmaßnahmen in den Bereichen Bildung, Soziales und Umwelt.  

Gleichwohl ist uns aber wichtig, über die geförderten Projekte zu berichten. Dadurch vernetzen wir die Menschen im Sinne des Gemeinwohls und sorgen dafür, dass sie wahrgenommen werden und ihre Themen einer breiten Öffentlichkeit bekannt werden. Mehr Informationen finden Sie unter: www.zum-wohl-aller.de.    

Ausgewählte Leuchtturmprojekte sind:  

LichtBlick Seniorenhilfe e. V.  

Die Sparda-Bank München eG unterstützt den Verein LichtBlick Seniorenhilfe e. V. (seit 2007), der sich für notleidende Senioren einsetzt, die gerade in Metropolregionen wie München häufig von Altersarmut betroffen sind. Rückzug und Vereinsamung führen für viele Betroffene zu einer Abspaltung von der Gesellschaft, der Verein möchte den Kreislauf der Isolation durchbrechen und die finanzielle Not der Senioren lindern. Der Förderbetrag des GSV an den Verein betrug auch 2020 wieder 250.000 Euro (2019: 250.000 Euro). Weitere 10.000 Euro wurden im Rahmen der Corona-Pandemie als Soforthilfe für Lebensmittel an Bedürftige bereitgestellt. Zusätzlich unterstützen die Sparda-Bank München eG und der Zeitungsverlag Münchner Merkur in einer Kooperation den Verein LichtBlick Seniorenhilfe e.V. mit einer Spenden- und Patenschaftsaktion. Allein 2020 kamen so über 1,9 Mio. Euro (2019: über 1,5 Mio. Euro) zusammen.

Förderung von natürlichen Talenten mit der NaturTalent Stiftung gemeinnützige GmbH

Die Sparda-Bank München eG ist seit Juli 2011 alleinige Gesellschafterin der NaturTalent Stiftung gemeinnützige GmbH. Diese hat als Ziel eine Gesellschaft, in der die Menschen – aufbauend auf ihren Talenten – ihre Berufung leben können und dadurch engagiert, erfolgreich und zufrieden sind. Die NaturTalent Stiftung unterstützt insbesondere Jugendliche in der Phase der Berufswahl. Zu viele Möglichkeiten führen zu Unsicherheit und Frustration bei der Studien- und Berufsorientierung. In eintägigen Talenteschmiede-Intensivseminaren lernen die Schüler, ihre Talente zu verstehen, und erarbeiten fünf konkrete Berufsvorschläge. Die Seminare werden i. d. R. an der Schule durchgeführt. Durch die Förderung aus dem GSV ist die Teilnahme für die Schüler mit einer geringen Selbstbeteiligung von 25 Euro möglich. 2020 fanden an 31 oberbayerischen Schulen Talenteschmiede-Seminare statt, 1.194 Schüler nahmen teil (2019: 46 Schulen, 1.875 Teilnehmer). Durch die Corona-Pandemie konnten in 2020 nicht alle Seminare in Präsenzform durchgeführt werden. Die Seminare werden in 2021 nachgeholt. 2020 betrug die Unterstützung 400.000 Euro (2019: 400.000 Euro). Mehr Informationen finden Sie unter: http://naturtalent-stiftung.de/.  

Corona-Spendenaktion ,Ein Herz für Helfer'

Zu Beginn der Corona-Pandemie, im April 2020, hat der Gewinn-Sparverein der Sparda-Bank München e.V. die Corona-Spendenaktion „Ein Herz für Helfer“ ins Leben gerufen. Im Sinne von „Miteinander, Füreinander“ sollte denen unter die Arme gegriffen werden, die - neben der Pflege- und Gesundheitsversorgung - unter der Corona-Krise besonders schwer zu tragen haben: die regionalen gemeinnützigen Vereine und Organisationen mit den Schwerpunkten Seniorenhilfe, Obdachlosenhilfe, Gewalt gegen Frauen/Frauenhäuser, Depressionsprävention sowie Essenausgabe/Tafeln. Über das Sonderbudget von etwas über 100.000 Euro durften sich letztlich 45 Vereine und Organisationen aus ganz Oberbayern freuen.      

Die Sparda-Bank München eG sieht durch ihre Geschäftstätigkeit, ihre Geschäftsbeziehungen oder die durch sie angebotenen Produkte und Dienstleistungen keine nennenswerten Risiken in Bezug auf Sozialbelange. Da unsere Strukturen auf dem Genossenschaftsmodell basieren, sind wir bereits auf die Förderung des Gemeinwesens ausgerichtet. Hinzu kommt, dass wir durch das Engagement der Stiftung und des Gewinn-Sparvereins einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft leisten. Aus diesen Gründen sehen wir keinen Anlass, eine weiterführende Risikoanalyse durchzuführen.  

Konkrete Maßnahmen und Ziele zu den eben erwähnten Themen werden von der zuständigen Fachabteilung jedes Jahr entwickelt, umgesetzt und evaluiert. Unser Gemeinwesen-Konzept ist auf Basis langjähriger Entwicklung und Erfahrung ausgewogen und wird breiten Bedürfnissen gerecht. Wir sehen keine wesentlichen Risiken. Daher nehmen wir keine gesonderte Risikoanalyse vor.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator GRI SRS-201-1: Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. den zeitanteilig abgegrenzten, unmittelbar erzeugten und ausgeschütteten wirtschaftlichen Wert, einschließlich der grundlegenden Komponenten der globalen Tätigkeiten der Organisation, wie nachfolgend aufgeführt. Werden Daten als Einnahmen‑Ausgaben‑Rechnung dargestellt, muss zusätzlich zur Offenlegung folgender grundlegender Komponenten auch die Begründung für diese Entscheidung offengelegt werden:
i. unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert: Erlöse;
ii. ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert: Betriebskosten, Löhne und Leistungen für Angestellte, Zahlungen an Kapitalgeber, nach Ländern aufgeschlüsselte Zahlungen an den Staat und Investitionen auf kommunaler Ebene;
iii. beibehaltener wirtschaftlicher Wert: „unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert“ abzüglich des „ausgeschütteten wirtschaftlichen Werts“.

b. Der erzeugte und ausgeschüttete wirtschaftliche Wert muss getrennt auf nationaler, regionaler oder Marktebene angegeben werden, wo dies von Bedeutung ist, und es müssen die Kriterien, die für die Bestimmung der Bedeutsamkeit angewandt wurden, genannt werden.

Im Berichtsjahr 2020 betrug die Bilanzsumme der Sparda-Bank München eG 9,3 Mrd. Euro (Bilanzsumme 2019: 8,9 Mrd. Euro). Im Jahr 2020 wurden rund 2,8 Mio. Euro (davon fast die gesamte Summe von ca. 2,8 Mio. Euro aus dem GSV) zur Verfügung gestellt.

Beitrag zum Gemeinwesen 2019 2020
In Prozent der Bilanzsumme 0,03  0,03
In Prozent des Gewinnes 37,7 42,76 
 
Erlöse  
Zinsertrag 118.799.888,64
+ Laufender Ertrag 12.438.922,94
+ Provisionsertrag 30.383.669,06
+ Sonstiger betrieblicher Ertrag 9.427.184,15
= unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert 171.049.664,79
   
Betriebskosten 74.235.227,35
+ Personalaufwand 45.693.809,92
+ Zahlungen an Kapitalgeber 17.390.298,27
+ Zahlung an die Regierung 8.330.829,57
+ Investitionen in die Gemeinschaft 97.748,251
+/- bilanzielle Wertkorrekturen 3.180.328,66
= ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert 148.928.242,02
   
unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert 171.049.664,79
- ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert 148.928.242,02
= zurückbehaltener wirtschaftlicher Wert 22.121.422,77

1Zusätzlich zu den Spendengeldern aus dem GSV in Höhe von rund 2,8 Millionen Euro in 2020 wurden  weitere rund 98.000 Euro für verschiedenen Aktivitäten im Gemeinwesen investiert.

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Die Sparda-Bank München eG ist als Finanzinstitut von diversen gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Regelungen betroffen. 

Die Sparda-Bank München eG ist Mitglied im Verband der Sparda-Banken e.V. Dieser nimmt die Interessensvertretung der Sparda-Banken in Deutschland wahr. Dazu beteiligt sich der Verband der Sparda-Banken e. V. mit Stellungnahmen und schriftlichen Eingaben an Anhörungen und Konsultationen, führt Gespräche mit Ministern, Abgeordneten sowie Wirtschaftsvertretern und fördert den Austausch seiner Mitglieder mit der Politik.  

Darüber hinaus ist die Sparda-Bank München eG Mitglied im Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Der BVR nimmt die Interessensvertretung aller Genossenschaftsbanken insbesondere bei geschäftspolitischen, kreditwirtschaftlichen und aufsichtsrechtlichen Fragen gegenüber der Politik und zuständigen Regulierungs- und Aufsichtsbehörden auf nationaler und europäischer Ebene wahr.  

Zudem ist die Sparda-Bank München eG Mitglied im Verein zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie und im Verein Gemeinwohl-Ökonomie Bayern.  

Bei der Verwendung des Reinertrages im Gewinn-Sparverein der Sparda-Bank München e.V. werden die Regularien der zuständigen Aufsichtsbehörde, Regierung der Oberpfalz, eingehalten.  

Mit seinem Anspruch auf Unabhängigkeit verfolgt das Unternehmen keine intensive Vernetzung und Einflussnahme auf politischer Ebene, sondern strebt in Einklang mit dem Werteverständnis nach politischer Neutralität und Transparenz.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator GRI SRS-415-1: Parteispenden
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Monetären Gesamtwert der Parteispenden in Form von finanziellen Beiträgen und Sachzuwendungen, die direkt oder indirekt von der Organisation geleistet wurden, nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

b. Gegebenenfalls wie der monetäre Wert von Sachzuwendungen geschätzt wurde.

Die Sparda-Bank München eG hat im Berichtsjahr keine Zahlungen an politische Parteien geleistet.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Das Compliance-Management-System umfasst die in der Sparda-Bank München eG eingeführten Grundsätze und Maßnahmen zur Sicherstellung eines regelkonformen Verhaltens der Mitarbeiter. Es dient dazu, Compliance-Risiken zu erkennen, zu überwachen und Verstößen vorzubeugen. Aufgaben, Aufbau und Funktion werden durch die relevanten Gesetze und aufsichtsrechtlichen Vorgaben für Kreditinstitute definiert. 

Ergänzend hat die Sparda-Bank München eG einen Datenschutzbeauftragten sowie einen Informationssicherheitsbeauftragten bestellt.  

Die interne Revision vervollständigt das umfangreiche Überwachungssystem. Auf Basis einer hohen fachlichen Qualifikation und der nötigen Unabhängigkeit ist sichergestellt, dass alle Prüfungen selbstständig und eigenverantwortlich durchgeführt werden.  

Alle Mitarbeiter der Sparda-Bank München eG sind zu einem redlichen, integren und verantwortlichen Handeln sowie zu einem entsprechenden Umgang mit den Vermögenswerten verpflichtet; dies umfasst auch die Richtlinien für Mitarbeitergeschäfte. Außerdem werden sie regelmäßig zu den Themen Geldwäsche, Betrugsprävention, Wertpapier-Compliance, Datenschutz und Datensicherheit geschult. Etwaige vorsätzliche Gesetzesverstöße würden straf-, arbeits- und zivilrechtlich sanktioniert.  

Der Aufsichtsrat der Sparda-Bank München eG hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und fasste die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse. Dazu gehörten auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG sowie die Pflicht zur Prüfung der nichtfinanziellen Informationen gemäß dem CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz.  

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat und die Ausschüsse des Aufsichtsrats in regelmäßigen Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Risikosituation, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse. 

Im Geschäftsjahr 2020 fanden neun reguläre Aufsichtsratssitzungen (inkl. einer Klausursitzung) sowie zwei außerordentliche Sitzungen gemeinsam mit dem Vorstand statt, zusätzlich fünf Aufsichtsratssitzungen ohne Vorstand inkl. einer Klausursitzung ohne Vorstand.

Der Aufsichtsrat hat aus seiner Mitte einen Personal- und Hauptausschuss, einen Kreditausschuss, einen Prüfungsausschuss, einen IT-Ausschuss und einen Ausschuss für Risiko- und Gesamtbanksteuerung gebildet. Die Ausschüsse berichten über ihre Tätigkeit regelmäßig in den Sitzungen des Gesamtaufsichtsrates.  

Die Sparda-Bank München eG kontrolliert mittels der beschriebenen Prozesse und Maßnahmen alle wesentlichen Risiken, die sich aus ihrer Geschäftstätigkeit, aus ihren Geschäftsbeziehungen und aus ihren Produkten und Dienstleistungen im Hinblick auf Korruption und Bestechung ergeben.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator GRI SRS-205-1: Auf Korruptionsrisiken geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden.

b. Erhebliche Korruptionsrisiken, die im Rahmen der Risikobewertung ermittelt wurden.

Vorstand und Mitarbeiter haben wie in den Vorjahren auch im Geschäftsjahr 2020 im Geschäftsverkehr keine Geschenke, Zahlungen, Einladungen oder Dienstleistungen angeboten, versprochen, gefordert, gewährt oder angenommen, die mit der Absicht gewährt wurden, eine Geschäftsbeziehung in unzulässiger Weise zu beeinflussen, oder bei denen die Gefahr bestand, dass die professionelle Unabhängigkeit des Geschäftspartners nicht gewahrt wird.  

Im Rahmen der Prävention gegen Geldwäsche, Betrug, Terrorismusfinanzierung und sonstige strafbare Handlungen sind verschiedene Sicherungsmaßnahmen innerhalb der Sparda-Bank München eG vorhanden. Hierzu gehören eine Geschenke- und Zuwendungsrichtlinie, ein anonymer Whistleblowing-Kanal und die Durchführung von regelmäßigen Schulungen.  

Die Sparda-Bank München eG sieht auf Basis der beschriebenen Präventionsschwerpunkte keinen konkreten Anlass dafür, über die etablierten Sicherungsmaßnahmen hinausgehende Prüfungen ihrer Standorte auf Korruptionsrisiken durchzuführen.

Leistungsindikator GRI SRS-205-3: Korruptionsvorfälle
Die berichtende Organisation muss über folgende Informationen berichten:

a. Gesamtzahl und Art der bestätigten Korruptionsvorfälle.

b. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Angestellte aufgrund von Korruption entlassen oder abgemahnt wurden.

c. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Verträge mit Geschäftspartnern aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption gekündigt oder nicht verlängert wurden.

d. Öffentliche rechtliche Verfahren im Zusammenhang mit Korruption, die im Berichtszeitraum gegen die Organisation oder deren Angestellte eingeleitet wurden, sowie die Ergebnisse dieser Verfahren.

Im Berichtsjahr lagen keine Fälle vor.

Leistungsindikator GRI SRS-419-1: Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich, und zwar:
i. Gesamtgeldwert erheblicher Bußgelder;
ii. Gesamtanzahl nicht-monetärer Sanktionen;
iii. Fälle, die im Rahmen von Streitbeilegungsverfahren vorgebracht wurden.

b. Wenn die Organisation keinen Fall von Nichteinhaltung der Gesetze und/oder Vorschriften ermittelt hat, reicht eine kurze Erklärung über diese Tatsache aus.

c. Der Kontext, in dem erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen auferlegt wurden.

Im Berichtsjahr sind keine Bußgelder gegen die Sparda-Bank München eG verhängt worden.