14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Das Geschäftsgebiet der Sparda-Bank München eG umfasst im Wesentlichen die Region Oberbayern. Die Sparda-Bank München eG ist ausschließlich national und nur in ihrem Geschäftsgebiet tätig und gewährleistet die Einhaltung der geltenden Gesetze und Regeln in Deutschland. Im Rahmen des geltenden Tarifvertrags sowie auf Grundlage verschiedener Betriebsvereinbarungen ist sichergestellt, dass sämtliche Arbeitnehmerrechte gewahrt werden.

90,2 Prozent der Beschäftigten werden nach dem Tarifvertrag für die Arbeitnehmer der Sparda-Banken vergütet. Die Tariftabellen, die Inhalte des Manteltarifvertrages und die Stellenbeschreibungen sind für alle Mitarbeiter über das Intranet einsehbar und in der Gemeinwohl-Bilanz veröffentlicht. Erfolgsabhängige Vergütungen werden sowohl im tariflichen als auch im außertariflichen Gehaltsbereich nicht gewährt. Bereits im Jahr 2012 wurde die Zahlung von abschlussorientierten Provisionen für die Vermittlung von Bausparverträgen und Investmentfonds eingestellt.  

Zulagen über die tarifliche Grundvergütung hinaus werden stellen- und funktionsabhängig bezahlt (z. B. Zulage für Stellvertretung oder besondere Verantwortung). Im Übrigen gewährleistet das Unternehmen mit der Systematik der tariflichen Eingruppierung und Berufsjahresstufung die für die Sparda- Bank München eG selbstverständliche Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern.

Operativ verantwortlich für Personal und Arbeitnehmerrechte ist die Abteilung Personalmanagement. Die strategische Verantwortung trägt der Vorstand. Als Dienstleistungsunternehmen ist die Mitarbeitergewinnung, -qualifizierung und –zufriedenheit eine für das Unternehmen überlebenswichtige Aufgabe. Die Einhaltung aller gesetzlichen, tariflichen und betrieblichen Vorschriften ist somit eine Daueraufgabe und verfolgt keine Ziele mit Zeitbeschränkung. Ziel ist viel mehr qualifiziertes und zufriedenes Personal dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Als Kontrolle ob dieses Ziel erreicht wird dienen neben Mitarbeiterbefragungen und regelmäßigen Personalentwicklungsgesprächen auch Kennzahlen der Abteilung Personalmanagement, wie beispielsweise Mitarbeiterfluktuation, Krankheitstage, Personalgewinnungskosten, etc.

Wie in Kriterium 2 beschrieben, sind für die Bank wesentliche Aspekte unter anderem eine hohe Zufriedenheit der Mitarbeiter, der Anspruch, ein attraktiver Arbeitgeber in der Region Oberbayern zu sein, sowie einen Beitrag zum Gemeinwesen in Oberbayern zu leisten. Dies erreicht das Unternehmen durch ein starkes Engagement, das weit über die tariflichen und gesetzlichen Vorgaben hinausgeht. Der Sozialleistungskatalog der Sparda-Bank München eG ist im Gemeinwohl-Bericht für die Jahre 2015 bis 2017 transparent aufgeschlüsselt und wird nach Abschluss des Auditierungsprozesses im Frühjahr 2019 veröffentlicht.  

Die Geschäftsführung arbeitet mit dem Betriebsrat der Sparda-Bank München eG auf Augenhöhe vertrauensvoll und wertschätzend zusammen. Zusätzlich ist für die Mitarbeiter unter 18 Jahren (Auszubildende) eine Jugendarbeitnehmervertretung installiert.  

Die Bank hat zudem einen Arbeitssicherheitsbeauftragten und einen Schwerbehindertenbeauftragten bestellt.  

Drei der neun Aufsichtsratsmitglieder der Sparda-Bank München eG sind Arbeitnehmervertreter und werden von den Mitarbeitern gewählt. Ergänzend zum Innovationsprozess der Bank ist auch dadurch die Beteiligung der Mitarbeiter an der Unternehmensentwicklung direkt gewährleistet.

Bei der Sparda-Bank München eG haben sich Mitarbeiterinitiativen zu den Themen Beruf und Familie, Umwelt und Gesundheit formiert. Die Initiativen bestehen aus Mitarbeitern unterschiedlicher Hierarchien und Teams (aus Geschäftsstellen und zentralen Abteilungen). Jeder Mitarbeiter kann sich für eine Aufnahme in diese Teams bewerben, sofern er Leidenschaft für die Themen mitbringt. Die Initiativen tagen je nach Bedarf mehrmals im Jahr und erarbeiten dabei neue Programme oder optimieren bestehende Maßnahmen. Die Teilnahme an den Initiativen ist Arbeitszeit.

Der hohen Bedeutung der ganzheitlichen Mitarbeitergesundheit im Umfeld steigender Verantwortung und Belastung wird durch das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) der Bank Rechnung getragen. Das BGM der Sparda-Bank München eG verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und wird vom provital-Team (Mitarbeiterinitiative zum Thema Gesundheit) der Bank konsequent weiter ausgebaut. Hierbei stehen nicht nur Gesundheitsförderungsmaßnahmen, wie zum Beispiel Bewegungsangebote, Ernährungsthemen und Vorsorgeuntersuchungen, sondern auch gesunde Rahmenbedingungen im Fokus. Ziel ist es, das Richtige im Bereich Gesundheit zu tun und auf aktuelle Entwicklungen und Rahmenbedingungen zu reagieren. Es werden zielgruppenorientierte, ineinandergreifende und nachhaltige Maßnahmen auf der Grundlage einer fundierten wissenschaftlichen Bedarfsanalyse angeboten und umgesetzt. Dabei setzt die Sparda-Bank München eG auf verschiedene Perspektiven und Ansatzpunkte:  
Aufgrund der oben beschriebenen Rahmenbedingungen sieht die Sparda-Bank München eG keine Risiken für die Verletzung von Arbeitnehmerrechten.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Allen Maßnahmen liegt folgende Überzeugung zugrunde: Die Sparda-Bank München eG geht davon aus, dass sie als Unternehmen im Gesamten bzw. dass die Teams als Teil des Ganzen umso leistungsfähiger sind, je unterschiedlicher diese Teams in ihren Stärken und Talenten zusammengesetzt sind. Dieser Grundsatz gilt allerdings nur, wenn die Menschen aufeinander zugehen, d. h., nicht die eine Stärke ist per se besser als die andere oder die eine Herkunft ist besser als die andere. Vielmehr geht es darum, den anderen in seiner Andersartigkeit zu respektieren und wertzuschätzen und die eigene Einzigartigkeit einzubringen. Dann entstehen bessere Lösungen. Die Vision der Bank geht dabei über die bloße Toleranz individueller Verschiedenheit hinaus. Es ist Bestandteil ihrer Strategie, Verschiedenheit im Sinne einer positiven Wertschätzung besonders hervorzuheben, um sie für den Unternehmenserfolg nutzbar zu machen.

Dem Thema Gleichstellung wird in der Sparda-Bank München eG daher besondere Beachtung geschenkt. Es gilt nicht nur, ungleiche Behandlung zu vermeiden, sondern auch, das Einbringen der individuellen Einzigartigkeit aktiv zu fördern. So ist es uns ein wichtiges Anliegen, dass Frauen und Männer in Bezug auf Entwicklungsmöglichkeiten, Aufstiegschancen und Vereinbarkeit von Beruf und Familie die gleichen Chancen haben.

Den Vorsitz im Aufsichtsrat führte bis Mitte 2018 acht Jahre lang eine Frau, die sich auf eigenen Wunsch nicht zur Wiederwahl aufstellen ließ. Dennoch sind im Aufsichtsrat weiterhin drei von neun Mitgliedern weiblich. Bereits seit Januar 2014 ist zudem auch im Vorstandsgremium ein weibliches Mitglied vertreten. Derzeit ist die gezielte Förderung von Frauen jedoch keine Größe, welche die Sparda-Bank München eG anhand von Zielen und Maßnahmen erhebt und messbar macht. Die Unternehmenskultur, in der das Thema „Werte“ eine herausragende Bedeutung hat, setzt bewusst auf traditionell „weibliche“ Werte wie Kooperation, Mitbestimmung und Nachhaltigkeit anstelle von Konkurrenz und Gewinnmaximierung. Die Bank legt daher großen Wert auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und bietet ein breites Spektrum familienfreundlicher Leistungen an. Dazu zählen beispielsweise über 130 Arbeitszeitmodelle. Das Engagement der Bank wird auch bestätigt durch die Zertifizierung zum „familienfreundlichen Unternehmen“ der Hertie-Stiftung (audit berufundfamilie), welche dem Unternehmen seit 2006 durchgehend attestiert, dass es neben familienfreundlichen Arbeitsbedingungen auch hervorragende Teilzeitbedingungen anbietet.

Zur Chancengerechtigkeit zählt auch eine gleichberechtigte Vergütung. Wie unter Kriterium 8 und 14 beschrieben, hat die Sparda-Bank München eG zur Gewährleistung der Gleichbehandlung aller Mitarbeiter eine klare tariflich wie betrieblich verankerte Grundlage geschaffen.

Hinzu kommen die unter Kriterium 14 beschriebenen Mitarbeiterinitiativen zu den Themen Beruf und Familie sowie Gesundheit, durch deren Arbeit ebenfalls Chancengleichheit im Unternehmen gefördert wird.

Die Bank beschäftigte per Stichtag 31.12.2018 40 Menschen mit Behinderung; das entspricht einer Quote von 5,56 Prozent (analog der Meldung der Schwerbehindertenabgabe an die Agentur für Arbeit).

Der Betriebsrat der Sparda-Bank München eG setzt sich im Falle von Unklarheiten stets für die Belange der Mitarbeiter ein und berät sie bei Fragen. Selbstverständlich gilt dies auch für alle den Bereich der Chancengerechtigkeit betreffenden Themen.

Darüberhinausgehende Ziele, beziehungsweise deren Setzung existiert für die Gesamtbank nicht und ist auch nicht geplant. Konkrete Maßnahmen und Ziele werden von den jeweiligen Fachabteilungen jedes Jahr entwickelt, umgesetzt und evaluiert. Jede Führungskraft trifft gemeinsam mit den einzelnen Mitarbeitern individuelle Vereinbarungen und Ziele zu Weiterentwicklungsmöglichkeiten. Diese berücksichtigen das Individuum mit seinen Stärken, Wünschen und Bedürfnissen. Niemals spielt dabei Geschlecht, Religion, Hautfarbe, Herkunft, Sexualität oder dergleichen eine Rolle. Dies ist eine dauerhafte Managementaufgabe und hat somit keine zeitliche Begrenzung.

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Unter der Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiter versteht die Sparda-Bank München eG die Entwicklungsmöglichkeiten und die Erhaltung sowie Förderung der Gesundheit.

Die Sparda-Bank München eG bietet eine außerordentliche Vielfalt an Entwicklungsmöglichkeiten und Unterstützungsformen an, sowohl im fachlichen als auch im persönlichen Bereich. Die umfangreichen Maßnahmen sollen dazu beitragen, dass die Mitarbeiter in ihrem Aufgabengebiet kompetent und motiviert agieren und sich darin entwickeln können. Im Rahmen der fachlichen Entwicklung kann aus einem Katalog an Standardseminaren ausgewählt werden.

In der Sparda-Bank München eG spielt außerdem das Vertriebstraining („Training on the Job“) im Rahmen einer dauerhaften vertrieblichen Weiterentwicklung eine zentrale Rolle. Beim Vertriebstraining liegt der Fokus auf der beruflichen und fachlichen Entwicklung. Das Vertriebstraining ist ein Training von erfolgreichen Kollegen für Kollegen.

Die Mitarbeiter haben mit der internetbasierten Lern- und Kommunikationsplattform „LuK“ ebenfalls die Möglichkeit, eine professionelle Unterstützung zu erhalten. Im Berichtsjahr war die „LuK“ noch aktiv, seit 2019 wurde diese Plattform von „VR-Bildung“ abgelöst, einer aktuelleren und moderneren Weiterbildungsplattform, die von der Akademie Bayerischer Genossenschaften (ABG) verwaltet wird. Über diese Plattform können sich die Mitarbeiter wie gewohnt zu bestimmten Seminaren anmelden, Onlinetrainings durchführen, Präsenzseminare vor- und nachbereiten, Seminarunterlagen herunterladen und Seminarfeedbacks abgeben.

Jeder Mitarbeiter kann sich zudem aus der internen Bibliothek Bücher oder DVDs ausleihen. Die Bibliothek ist in der Zentrale angesiedelt, wird von den Mitarbeitern selbst verwaltet (vorher unterlag sie der Abteilung Personalmanagement) und bietet sowohl Fachliteratur (Führungsthemen, bankfachliche Themen etc.) als auch Bücher zu Softskills (Stress, Zeitmanagement, Achtsamkeit etc.) und Gesundheitsthemen.

Die persönliche Weiterentwicklung der Mitarbeiter wird in verschiedenen Maßnahmenbereichen fokussiert: So bietet die Bank in regelmäßigen Abständen „PE-Foren“ zu Themen unterschiedlichster Natur an wie zum Beispiel Stressbewältigung/Entspannung oder Kreativität wie Design-Thinking. Im Rahmen von Bedarfsermittlungsgesprächen der Führungskraft mit ihren Mitarbeitern wird auch explizit nach dem Bedarf im Gesundheitsbereich gefragt. Die Sparda-Bank München eG betreibt wie bereits unter Kriterium 14 beschrieben ein ausgeprägtes betriebliches Gesundheitsmanagement, das bereits mehrfach ausgezeichnet wurde.

Die stärkenorientierte Personalentwicklungsstrategie der Bank ist darauf aufgebaut, jedem interessierten Mitarbeiter die Möglichkeit zu geben, die eigenen Stärken und Talente auszubauen, zu realisieren und zu konkretisieren, und zwar unabhängig von der Position im Unternehmen. Die seit Gründung der Sparda-Bank München eG akzeptierten genossenschaftlichen Werte und Prinzipien und ein Umfeld, das seit jeher das Wohlergehen der Mitarbeiter in den Vordergrund stellt, sind gute Voraussetzung für Maßnahmen, welche die Einzigartigkeit der Mitarbeiter fördern. Das Stärkenkonzept knüpft an die ressourcenorientierte Sichtweise der Positiven Psychologie an – eine Bewegung innerhalb der Psychologie, die sich auf die positiven Eigenschaften der Menschen konzentriert, anstatt sich mit Schwächen zu beschäftigen.

Auch die Unternehmenskultur der Achtsamkeit ist ein wichtiger Baustein, um alle Mitarbeiter bei den zukünftigen fachlichen und strategischen Veränderungen zu begleiten und Sie über die Hintergründe von Neuerungen auf Gesamtbankebene zu informieren. Bis 2018 haben nahezu alle Mitarbeiter dieses Seminar besucht. Neben strategischen Informationen, die der Vorstand direkt vermittelt, lernen die Teilnehmer auch Fähigkeiten zum achtsamen Umgang mit sich selbst und anderen im Arbeits- und Lebensalltag. Diese integrieren sie oftmals auch später aktiv in ihr Berufsleben bei der Sparda-Bank München eG.

Auch für die Sparda-Bank München eG ist es unerlässlich geworden, sich ständig neu zu orientieren, anzupassen und zu verändern und sich den auftretenden Herausforderungen zu stellen. Hinter Produkten und Dienstleistungen stehen Beschäftigte, die durch ihr Wissen, ihr Können und ihre Kreativität entscheidend zur Wertschöpfung und Produktivität beitragen. Durch die vielen langjährig beschäftigten Mitarbeiter verfügt die Sparda-Bank München eG über einen enormen Erfahrungs- und Wissensschatz. Damit geht aber auch gleichzeitig die Herausforderung einher, diese immer älter werdenden Beschäftigten bis zur Rente arbeitsfähig zu halten. Das betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) der Sparda-Bank München eG verfolgt daher einen besonders ganzheitlichen Ansatz. Es werden zielgruppenorientierte, ineinandergreifende und nachhaltige Maßnahmen auf der Grundlage einer fundierten wissenschaftlichen Bedarfsanalyse angeboten und umgesetzt. Hierbei sind für die Bank nicht nur Gesundheitsförderungsmaßnahmen wie zum Beispiel Bewegungsangebote, Ernährungsthemen und Vorsorgeuntersuchungen (siehe dazu auch Auflistung unter GRI SRS-403-4) wichtig, sondern auch gesunde Rahmenbedingungen. Das ganzheitliche und nachhaltige Gesundheitsmanagement der Sparda-Bank München eG umfasst neben den gesetzlichen Anforderungen die Bausteine Gesundheits- und Arbeitsschutz, Gesundheitsförderung/Prävention, betriebliches Eingliederungsmanagement, Fehlzeitenmanagement, Führung und Gesundheit, Konfliktmanagement, Suchtprävention sowie das Krisenmanagement. Zudem ist auch hier die werte- und stärkenorientierte Unternehmenskultur der Sparda-Bank München eG ein wichtiger Bestandteil.

Darüberhinausgehende Ziele, beziehungsweise deren Setzung existiert für die Gesamtbank nicht und ist auch nicht geplant. Konkrete Maßna
hmen und Ziele werden von den jeweiligen Fachabteilung jedes Jahr entwickelt, umgesetzt und evaluiert. Die Sparda Bank München eG kann keine negativen Auswirkungen und auch keine Risiken für die Qualifizierung der Mitarbeiter erkennen, die sich aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ergeben. Ebenfalls werden keine Risiken erwartet aufgrund der Geschäftsbeziehungen oder der Produkte und Dienstleistungen der Bank.

Weitere Informationen zur demographischen Verteilung der Mitarbeiter und beispielsweise der Gesundheitsquote der Sparda-Bank München eG finden sich in der Übersichtstabelle unter Leistingsindikator GRI SRS-405-1.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator GRI SRS-403-9: Arbeitsbedingte Verletzungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

Die Punkte c-g des Indikators SRS 403-9 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.


Leistungsindikator GRI SRS-403-10: Arbeitsbedingte Erkrankungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen;
b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen.

Die Punkte c-e des Indikators SRS 403-10 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.

Die Gesundheitsquote im Unternehmen lag 2018 bei 93,78 Prozent (2017: 94,91 Prozent).

Bezogen auf Angestellte der Sparda-Bank München eG:

Arbeitsbedingte Verletzungen   2017   2018
Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen  0  0
Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen)  0 0
Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen Insgesamt wurden im Jahr 2017 19 leichtere Wege- bzw. Arbeitsunfälle erfasst. Diese Unfälle hatten geringe oder keine Ausfallzeiten zur Folge. Lediglich zwei Mitarbeiter hatten einen Wegeunfall, bei dem sie länger als drei Tage arbeitsunfähig waren:
• Wegeunfall mit dem Auto mit HWS-Syndrom
• Wegeunfall zu Fuß: Sturz bei Glatteis auf dem Weg zur Arbeit mit Knieverletzung
Insgesamt wurden im Jahr 2018 17 leichtere Wege- bzw. Arbeitsunfälle erfasst. Die meisten Unfälle hatten geringe oder keine Ausfallzeiten zur Folge. Sieben Mitarbeiter hatten einen Arbeits- bzw. Wegeunfall, bei dem sie länger als drei Tage arbeitsunfähig waren:
• Arbeitsunfall - Stoß mit Kopf an der Decke – Schnittwunden
• Wegeunfall - Sturz am Bahnsteig - Überdehnung Gelenkkapsel
• Arbeitsunfall - Beim Aufstehen vom Arbeitsplatz Fuß verdreht und umgenickt - Band gerissen
• Wegeunfall - Über Bordsteinkante gestolpert - Prellung Schulter, Ellenbogen
• Wegeunfall - Sturz vom Fahrrad ohne Fremdeinwirkung - Rippenprellung, Schleudertrauma
• Wegeunfall - Sturz vom Fahrrad, wurde von Auto geschnitten - Prellungen, Schürfwunden
• Arbeitsunfall - Sturz vom Servicepodest in der Schalterhalle - Knie und Schienbeine - Prellungen, Schürfwunden
Die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen Wurde für 2017 im Vergangenen Bericht nicht berichtet. Arbeits- bzw. Wegeunfälle durch Stürze (siehe oben)
Anzahl der gearbeiteten Stunden Wurde in 2017 im vergangenen Bericht nicht berichtet. 1.187.049,24 Std. (teilzeitbereinigter Wert für alle Mitarbeiter) 
Arbeitsbedingte Erkrankungen    
Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen  0 0
Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen 0 0
Die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen Wurde in 2017 im vergangenen Bericht nicht berichtet. Krankheitsbilder sind nicht immer bekannt, Ursachen können i.d.R. nicht (ausschließlich) den Arbeits-bedingungen zugeordnet werden.

Bezogen auf Arbeitnehmer, die nicht direkt bei der Sparda-Bank München angestellt sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Sparda-Bank München eG kontrolliert wird:
Arbeitsbedingte Verletzungen 2017 2018
Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen 0 0
Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen) Wurde in 2017 im vergangenen Bericht nicht berichtet. 0
Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen Wurde in 2017 im vergangenen Bericht nicht berichtet. nicht bekannt
Die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen Wurde in 2017 im vergangenen Bericht nicht berichtet. nicht bekannt
Anzahl der gearbeiteten Stunden Wurde in 2017 im vergangenen Bericht nicht berichtet. Über unser Personalmanagement werden lediglich die Stunden erfasst, die von Mitarbeitern von Zeitarbeitsfirmen geleistet werden:

In 2018 wurden 1.462 Stunden geleistet.

Die geleisteten Stunden von Freiberuflern sowie von Mitarbeitern, die im Rahmen von Dienst- und Werkverträgen für die Sparda-Bank München eG arbeiten (z.B. Reinigungspersonal) werden nicht über das Personalmanagement erfasst.
Arbeitsbedingte Erkrankungen    
Anzahl der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen 0 0
Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen Wurde in 2017 im vergangenen Bericht nicht berichtet. nicht bekannt
Die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen Wurde in 2017 im vergangenen Bericht nicht berichtet. nicht bekannt

Leistungsindikator GRI SRS-403-4: Mitarbeiterbeteiligung zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Die berichtende Organisation muss für Angestellte und Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden, folgende Informationen offenlegen:

a. Eine Beschreibung der Verfahren zur Mitarbeiterbeteiligung und Konsultation bei der Entwicklung, Umsetzung und Leistungsbewertung des Managementsystems für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und zur Bereitstellung des Zugriffs auf sowie zur Kommunikation von relevanten Informationen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gegenüber den Mitarbeitern.

b. Wenn es formelle Arbeitgeber-Mitarbeiter-Ausschüsse für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gibt, eine Beschreibung ihrer Zuständigkeiten, der Häufigkeit der Treffen, der Entscheidungsgewalt und, ob und gegebenenfalls warum Mitarbeiter in diesen Ausschüssen nicht vertreten sind.

Der Verband der Sparda-Banken hat eine gemeinsame Erklärung mit ver.di (Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft) und der EVG (Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft) zum betrieblichen Gesundheitsschutz erarbeitet. Das Ziel ist, in Zeiten, in denen die Anforderungen an die Beschäftigten weiter steigen und die demografische Entwicklung weiter fortschreitet, die Leistungsfähigkeit und Gesundheit der Mitarbeiter langfristig und nachhaltig aufrechtzuerhalten.

Im Rahmen des BGM wurden die strategischen Gesundheitsziele von den Unternehmenszielen abgeleitet. In jedem Team der Sparda-Bank München eG ist mittlerweile ein Gesundheitsbotschafter integriert. Diese sind Ansprechpartner und Impulsgeber, die das provital-Team bei der Erreichung der Gesundheitsziele unterstützen. Die Funktion kann sowohl von einer Führungskraft als auch von einem Mitarbeiter aus dem Team ausgeübt werden.

Ausgewählte Einzelmaßnahmen sind:
 
Gesundheitsbefragungen und psychische Gefährdungsbeurteilung: 2012 hat die Sparda-Bank München eG erstmals eine anonyme Gesundheitsbefragung durchgeführt. In den Jahren 2015 und 2018 wurde die Gesundheitsbefragung in Kombination mit der psychischen Gefährdungsbeurteilung erneut durchgeführt. Die psychische Gefährdungsbeurteilung ist seit 2013 gesetzlich vorgeschrieben und ein wichtiger Baustein im betrieblichen Gesundheitsmanagement der Bank

Zudem gibt es einen formellen Arbeitsschutz-Ausschuss. Dieser tagt vier Mal im Jahr. Er besteht aus 12 Personen, behandelt die Themenschwerpunkte Arbeitsschutz und Unfallverhütung  und hat hierzu Entscheidungsgewalt.

Leistungsindikator GRI SRS-404-1 (siehe G4-LA9): Stundenzahl der Aus- und Weiterbildungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. durchschnittliche Stundenzahl, die die Angestellten einer Organisation während des Berichtszeitraums für die Aus- und Weiterbildung aufgewendet haben, aufgeschlüsselt nach:
i. Geschlecht;
ii. Angestelltenkategorie.

Die Sparda-Bank München eG bietet eine außerordentliche Vielfalt an Entwicklungsmöglichkeiten und Unterstützungsformen sowohl im fachlichen als auch im persönlichen Bereich an. Kernstück dabei ist, dass die Mitarbeiter bei der Frage nach dem Was und dem Wie der Weiterbildung möglichst weitreichend selber mitgestalten können. Nur dann kann nach dem Verständnis der Bank von einem nachhaltigen Kompetenzzuwachs ausgegangen werden. Im Jahr 2017 kam es zu einem deutlichen Anstieg der Weiterbildungsmaßnahmen. Im Berichtsjahr 2018 ist ein leichter Rückgang bereits erkennbar. Die Weiterbildungsmaßnahmen wurden im Jahr 2017 noch nicht nach Geschlecht und Führungsebene getrennt erfasst. Für das Jahr 2018 wurden diese Unterscheidungsdimensionen auf Basis der Anforderungen des DNK für die Erfassung der Weiterbildungsmaßnahmen neu eingeführt.

 
Art der Schulung/ Weiterbildung Mitarbeiter-Seminartage in 2017 Anteilig in % nach Schu-lungsart Davon Frauen Davon Männer Mitarbeiter-Seminartage in 2018 Anteilig in % nach Schu-lungsart Davon Frauen Davon Männer
Fachliche Schulung/ Weiterbildung 1.969* 42,0 In 2017 nicht erfasst In 2017 nicht erfasst 1.673* 40,1 1.011* 662*
Schulungen für den Verkauf 972* 21,0 In 2017 nicht erfasst In 2017 nicht erfasst 826* 19,8 571 255
Teamveranstaltungen 583 13,0 In 2017 nicht erfasst In 2017 nicht erfasst 540 13,0 281 259
Schulungen für Organe und Gremien der Bank 116 3,0 In 2017 nicht erfasst In 2017 nicht erfasst 267 6,4 90 178
Angebote zur Persönlichkeitsentwicklung 296 6,0 In 2017 nicht erfasst In 2017 nicht erfasst 232 5,6 143 89
Maßnahmen zur Stärkung der Unternehmenskultur und Integration in den Visions- und Strategie-prozess der Bank 701 15,0 In 2017 nicht erfasst In 2017 nicht erfasst 631* 15,1 451 180
Gesamt 4.637 100,0 In 2017 nicht erfasst In 2017 nicht erfasst 4.170 100,0 2.547 1.623
 
* Die Mitarbeiter der Sparda-Bank München eG besuchen pro Jahr meist mehr als nur ein Schulungs- oder Seminarangebot.

Personalentwicklungsmaßnahmen 2017 2018
Tage 4.637 4.170
Stunden 35.009,40 31.482,00
Durchschnittliche Stunden pro Mitarbeiter 58,9 53,8
Mitarbeiter produktiv 594 585
Anzahl Seminartage pro Mitarbeiter 7,8 7,1
       
In Anspruch genommene Entwicklungsmöglichkeiten fachlich 2017 2018
Pro Mitarbeiter in Stunden In 2017 nicht erfasst 25
Pro obere Führungsebene in Stunden In 2017 nicht erfasst 49
Pro mittlere Führungsebene in Stunden In 2017 nicht erfasst 71
Pro untere Führungsebene in Stunden In 2017 nicht erfasst 42
In Anspruch genommene Entwicklungsmöglichkeiten persönlich 2017 2018
Pro Mitarbeiter in Stunden In 2017 nicht erfasst 12
Pro obere Führungsebene in Stunden In 2017 nicht erfasst 3
Pro mittlere Führungsebene in Stunden In 2017 nicht erfasst 31
Pro untere Führungsebene in Stunden In 2017 nicht erfasst 38

Leistungsindikator GRI SRS-405-1: Diversität
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der Personen in den Kontrollorganen einer Organisation in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

b. Prozentsatz der Angestellten pro Angestelltenkategorie in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

Für die Sparda-Bank München eG ist die Gleichbehandlung aller Beschäftigten unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Nationalität oder Religion eine Selbstverständlichkeit. Im Geschäftsjahr 2018 waren 748 Mitarbeiter (inkl. 20 Auszubildender) bei der Sparda-Bank München eG beschäftigt. Das Durchschnittsalter aller Mitarbeiter beträgt 42,23 Jahre.  

• Anteil Frauen im Aufsichtsrat: 33 Prozent (2017: 33 Prozent)
• Anteil Frauen im Vorstand: 20 Prozent (2017: 20 Prozent)
• Anteil Frauen in der ersten Führungsebene unterhalb Vorstand: 20 Prozent (2017: 18 Prozent)
• Anteil Frauen in der zweiten Führungsebene unterhalb Vorstand: 30 Prozent (2017: 30 Prozent)
• Schwerbehindertenquote: 5,56 Prozent** (2017: 5,42 Prozent)
• Teilzeitquote: 42,5 Prozent (2017: 41,2 Prozent)

Gesamt 31.12.2017 31.12.2018
Beschäftigte gesamt 753 748
Frauen gesamt 542 545
Männer gesamt 211 203
Durchschnittliche Betriebszugehörigkeit in Jahren 13,68 14,13
 
Altersstruktur 2017 2018
Über 60 Jahre 11 15
51-60 Jahre 184 201
41-50 Jahre 227 215
31-40 Jahre 185 180
25-30 Jahre 73 72
Unter 25 Jahre 73 65
Durchschnittsalter 41,48 42,23
 
Vollzeit/Teilzeit 2017 2018
Beschäftigte Vollzeit 443 430
Beschäftigte Teilzeit 310 318
Davon Männer in Teilzeit 18 14
Davon Frauen in Teilzeit 292 304
 
Ausbildung 2017 2018
Anzahl Auszubildender 26 20
Ausbildungsquote 3,45 % 2,67 %
 
Befristung und Gleichstellung 2017 2018
Anzahl befristet Beschäftigter (Jahressumme) 19 21
Anzahl befristet Beschäftigter (Stichtag 31.12.) 9 14
Anzahl Beschäftigter mit Behinderung/ Gleichgestellte* 36 40
 
  2017 2018
Schwerbehindertenquote** 5,42 % 5,56 %
     
Gesundheitsquote 94,91 % 93,78 %
     
Fluktuationsquote 3,35 % 6,34 %
 
* Anzahl der Schwerbehinderten/Gleichgestellten zum Stichtag.
** Schwerbehindertenquote laut Meldung der Schwerbehindertenabgabe an die Agentur für Arbeit.

Leistungsindikator GRI SRS-406-1: Diskriminierungsvorfälle
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle während des Berichtszeitraums.

b. Status der Vorfälle und ergriffene Maßnahmen mit Bezug auf die folgenden Punkte:
i. Von der Organisation geprüfter Vorfall;
ii. Umgesetzte Abhilfepläne;
iii. Abhilfepläne, die umgesetzt wurden und deren Ergebnisse im Rahmen eines routinemäßigen internen Managementprüfverfahrens bewertet wurden;
iv. Vorfall ist nicht mehr Gegenstand einer Maßnahme oder Klage.

Für das Geschäftsjahr 2018 sind keine Diskriminierungsfälle bekannt.

Die Sparda-Bank München eG bietet den Mitarbeitern ein Meldeverfahren (sog. Whistleblowing-Kanal), über das die in der Neuerung des Kreditwesengesetzes (§ 25a Abs. 1 Satz 6 Nr. 3 KWG) genannten Verstöße unter der Vertraulichkeit der Identität gemeldet werden können. Die Meldestelle ist zentral beim Verband der Sparda-Banken e. V., Frankfurt, eingerichtet. Die vertragliche Vereinbarung zwischen der Sparda-Bank München eG und dem Verband der Sparda-Banken e. V. regelt, dass die Bank keine Auskunft zu den personenbezogenen Daten des meldenden Mitarbeiters erhält.

Die Identität der Mitarbeiter, die vom Melderecht Gebrauch machen, wird nur dann offenbart, wenn dazu eine gesetzliche Vorschrift oder eine behördliche Anordnung besteht.

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Das Unternehmensleitbild der Sparda-Bank München eG bildet neben den relevanten gesetzlichen Bestimmungen den Rahmen für die Ausrichtung von Governance und Compliance im Unternehmen. Alle Mitarbeiter werden fortlaufend und umfassend über die zu beachtenden Regeln informiert und entsprechend geschult.

Die Achtung der Menschenrechte und der Ausschluss von Zwangs- und Kinderarbeit gehören zum Selbstverständnis der Bank. Aufgrund der Verankerung in der Region Oberbayern und Ihres genossenschaftlichen Förderauftrags legt die Sparda-Bank München eG bei der Auswahl von Dienstleistern und Lieferanten die Priorität auf den Einbezug regionaler Firmen.

Die Einhaltung der gesetzlichen, tariflichen und betrieblichen Bestimmungen in der Bank sind durch Abteilungen wie Compliance, Personalmanagement, und Betriebsrat gewährleistet. Diese Gesetzte und Regelungen legen einen viel höheren Standard an, als dies die Menschenrechte tun. Daher sieht die Sparda Bank München kein Risiko, dass im Unternehmen oder durch ihre Geschäftstätigkeit Menschenrechte gefährdet sind. Durch die rein regionale Geschäftstätigkeit in Deutschland und die Zusammenarbeit mit regionalen, beziehungsweise nationalen Partnern besteht auch keine Gefahr, dass Menschenrechte im Ausland gefährdet sind. Es bestehen daher weder Handlungsbedarf noch etwaige Ziele.

Unabhängig davon befragt die Sparda-Bank München eG im Rahmen der unter Kriterium 4 erläuterten Überprüfung des Wertschöpfungsnetzes ihre Lieferanten und Geschäftspartner unter anderem zu den Arbeitsbedingungen in deren Unternehmen, zum Engagement im Bereich Nachhaltigkeit und zu deren eigener Lieferkette für die Rohstoff- und/oder Dienstleistungsbeschaffung. Das Wertschöpfungsnetz wird somit direkt auf erster Ebene überprüft; diese Vorgehensweise deckt indirekt auch die zweite Ebene des Wertschöpfungsnetzes ab.

Da die Sparda-Bank München eG langfristige Geschäftsbeziehungen pflegt und die Befragungen für Lieferanten und Geschäftspartner sehr umfangreich sind, werden die Befragungen in einem Abstand von einigen Jahren durchgeführt. Die Ergebnisse evaluiert das Unternehmen turnusgemäß und lässt sie wie unter Kriterium 2, 3, 7 und 9 beschrieben in die internen Prozesse einfließen.

Die für das Kreditgeschäft und die Eigenanlagen der Bank geltenden Standards und Regelungen sind unter Kriterium 4 und 10 beschrieben.

Im Berichtsjahr 2018 wurde innerhalb der Gruppe der Sparda-Banken ein Verhaltenskodex entwickelt, der ab dem 01.01.2019 für alle Sparda-Banken verpflichtend gilt und auch auf der Website der Sparda-Bank München eG veröffentlicht ist: https://www.sparda-m.de/genossenschaftsbank-leitbild/

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator GRI SRS-412-3: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Investitionsvereinbarungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der erheblichen Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder auf Menschenrechtsaspekte geprüft wurden.

b. Die verwendete Definition für „erhebliche Investitionsvereinbarungen“.

Dies ist für die Sparda-Bank München eG aufgrund ihrer regionalen Ausrichtung nicht relevant. Für Eigenanlagen der Bank greifen die unter Kriterium 10 genannten Ausschlusskriterien.

Leistungsindikator GRI SRS-412-1: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, an denen eine Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt wurde, aufgeschlüsselt nach Ländern.

Als regional ansässige Genossenschaftsbank erachten wir eine gesonderte menschenrechtliche Prüfung unserer Geschäftsstandorte als nicht relevant. Die Menschenrechte werden an allen Standorten als Selbstverständlichkeit betrachtet und eingehalten. Somit wurde also keine Betriebsstätte auf Menschenrechtsaspekte hin überprüft.

Leistungsindikator GRI SRS-414-1: Auf soziale Aspekte geprüfte, neue Lieferanten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der neuen Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien bewertet wurden.

Dies ist für die Sparda-Bank München eG aufgrund ihrer regionalen Ausrichtung nicht relevant. Dennoch deckte die Stakeholder-Befragungen in 2017 und 2018 unter anderem die Bereiche faire Bezahlung, betriebliches Gesundheitsmanagement, Verpflichtungserklärung zu Sozialstandards und soziales Engagement von Seiten des Unternehmens ab. Auch die in 2018 entwickelten Einkaufsbedingungen, die ab 2019 in Kraft treten, enthalten unter §20 „Soziale Verantwortung“ klar definierte Prinzipien zur Erfüllung von Sozialstandards: „Es muss Ziel der Sparda-Bank München eG und ihrer Auftragnehmer sein, die Richtlinien der UN Initiative Global Compact (Davos, 01/99) sowie die von der internationalen Arbeitsorganisation (IAO) in der „Declaration of fundamental principles and rights at work“ (Genf, 06/98) verabschiedeten Prinzipien und Rechte zu beachten. […]“

Leistungsindikator GRI SRS-414-2: Soziale Auswirkungen in der Lieferkette
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Zahl der Lieferanten, die auf soziale Auswirkungen überprüft wurden.

b. Zahl der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen ermittelt wurden.

c. Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen, die in der Lieferkette ermittelt wurden.

d. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt und infolge der Bewertung Verbesserungen vereinbart wurden.

e. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt wurden und infolgedessen die Geschäftsbeziehung beendet wurde, sowie Gründe für diese Entscheidung.

Dies ist für die Sparda-Bank München eG aufgrund ihrer regionalen Ausrichtung nicht relevant. Unabhängig davon überwacht, kontrolliert und evaluiert die Sparda-Bank München eG ihr Wertschöpfungs- und Lieferantennetz wie unter Kriterium 4 und 9 beschrieben. Zudem investiert sie, wie unter Kriterium 17 beschrieben, auch nicht im Ausland. Wenn die Bank ihre Eigenanlagen investiert, greifen die unter Kriterium 10 genannten Ausschlusskriterien.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Die Sparda-Bank München eG sieht sich in der Verantwortung, die Gesellschaft und die Umwelt in ihrem Geschäftsgebiet Oberbayern zu fördern. Dies geschieht auch durch die Vergabe von Spendengeldern. Ein großer Teil der Spendengelder stammt aus dem Gewinn-Sparverein der Sparda-Bank München e. V. (GSV). Dieser wurde im Jahr 1952 gegründet mit dem Ziel, gemeinnützige Projekte zu fördern. Entscheidungen über die Unterstützungsmaßnahmen werden grundsätzlich in Bezug auf die Sinnstiftung und den Nutzen für das Gemeinwohl getroffen und werden nicht von einer medialen Verbreitung abhängig gemacht.  

Ausgewählte Leuchtturmprojekte sind:

Lichtblick Seniorenhilfe e. V. Die Sparda-Bank München eG unterstützt den Verein Lichtblick Seniorenhilfe e. V., der sich für notleidende Senioren einsetzt, die gerade in Metropolregionen wie München häufig von Altersarmut betroffen sind. Rückzug und Vereinsamung führen für viele Betroffene zu einer Abspaltung von der Gesellschaft, der Verein möchte den Kreislauf der Isolation durchbrechen und die finanzielle Not der Senioren lindern. Der Förderbetrag des GSV an den Verein betrug 2018 250.000 Euro (2017: ebenfalls 250.000 Euro). Zusätzlich unterstützen die Sparda-Bank München eG und der Zeitungsverlag Münchner Merkur in einer Kooperation den Verein Lichtblick Seniorenhilfe e. V. mit einer Spenden- und Patenschaftsaktion. Allein 2018 kamen so über 1,2 Mio. Euro (2017: über 1,3 Mio. Euro) zusammen. Die Sparda-Bank München eG und der Gewinn-Sparverein der Sparda-Bank München e. V. unterstützen Lichtblick Seniorenhilfe e. V. seit 2007.

Förderung von natürlichen Talenten mit der Naturtalent-Stiftung gGmbH Die Sparda-Bank München eG ist seit Juli 2011 Inhaberin der NaturTalent Stiftung gGmbH. Diese hat als Ziel eine Gesellschaft, in der die Menschen – aufbauend auf ihren Talenten – ihre Berufung leben können und dadurch engagiert, erfolgreich und zufrieden sind. Die NaturTalent Stiftung gGmbH unterstützt insbesondere Jugendliche in der Phase der Berufswahl. Zu viele Möglichkeiten führen zu Unsicherheit und Frustration bei der Studien- und Berufsorientierung. In den sogenannten Talenteschmieden (eintägige Intensivseminare) lernen die Schüler, ihre Talente zu verstehen, und erarbeiten fünf konkrete Berufsvorschläge. Die Seminare werden in der Regel an der Schule durchgeführt. Durch die Förderung aus dem GSV ist die Teilnahme für die Schüler kostenlos. An 31 oberbayerischen Schulen fanden im Jahr 2018 Talenteschmiede-Seminare statt (2017: 41). 2018 betrug die Unterstützung 400.000 Euro (2017:ebenfalls 400.000 Euro). Im Jahr 2017 konnte die Stiftung noch nicht verbrauchte Mittel aus dem Vorjahr für die Talenteschmiede verwenden. 2018 waren diese aufgebraucht, daher wurde die Teilnehmer-Zahl entsprechend reduziert. http://naturtalent-stiftung.de/

Vorsitzender des Gewinn-Sparvereins der Sparda-Bank München e.V. ist Ralf Müller, gleichzeitig auch stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank München eG. Die zuständige externe Prüfbehörde ist die Regierung der Oberpfalz. Darüber hinaus wird der Verein in regelmäßigen Abständen durch die interne Revision der Sparda-Bank München eG geprüft. Die Rechnungsprüfung obliegt Thomas Piel (Leiter der Abteilung Compliance).

Darüber hinaus sehen wir es als unsere Aufgabe an über die geförderten Projekte zu berichten und Menschen im Sinne des Gemeinwohls zu vernetzen. Mehr Informationen finden Sie unter: www.zum-wohl-aller.de.

Die Sparda-Bank München eG sieht durch ihre Geschäftstätigkeit, ihre Geschäftsbeziehungen oder die durch sie angebotenen Produkte und Dienstleistungen keine nennenswerten Risiken in Bezug auf Sozialbelange und führt daher auch keine weiterführende Risikoanalyse durch.

Spenden des Gewinn-Sparvereins der Sparda-Bank München e.V. im Jahr 2018:

Kategorie Summe in Euro
Soziales 1.152.119
Bildung 752.799
Sport 361.480
Kultur 353.968
Umwelt 269.550
Gesundheit 111.100
Tierschutz 56.000

Darüberhinausgehende Ziele, beziehungsweise deren Setzung existiert für die Gesamtbank nicht und ist auch nicht geplant. Konkrete Maßnahmen und Ziele werden von den jeweiligen Fachabteilung jedes Jahr entwickelt, umgesetzt und evaluiert.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator GRI SRS-201-1: Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. den zeitanteilig abgegrenzten, unmittelbar erzeugten und ausgeschütteten wirtschaftlichen Wert, einschließlich der grundlegenden Komponenten der globalen Tätigkeiten der Organisation, wie nachfolgend aufgeführt. Werden Daten als Einnahmen‑Ausgaben‑Rechnung dargestellt, muss zusätzlich zur Offenlegung folgender grundlegender Komponenten auch die Begründung für diese Entscheidung offengelegt werden:
i. unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert: Erlöse;
ii. ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert: Betriebskosten, Löhne und Leistungen für Angestellte, Zahlungen an Kapitalgeber, nach Ländern aufgeschlüsselte Zahlungen an den Staat und Investitionen auf kommunaler Ebene;
iii. beibehaltener wirtschaftlicher Wert: „unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert“ abzüglich des „ausgeschütteten wirtschaftlichen Werts“.

b. Der erzeugte und ausgeschüttete wirtschaftliche Wert muss getrennt auf nationaler, regionaler oder Marktebene angegeben werden, wo dies von Bedeutung ist, und es müssen die Kriterien, die für die Bestimmung der Bedeutsamkeit angewandt wurden, genannt werden.

Im Berichtsjahr 2018 betrug die Bilanzsumme der Sparda-Bank München eG 8,2 Mrd. Euro* (Bilanzsumme 2017: 7,7 Mrd. Euro). Im Jahr 2017 leistete das Unternehmen mit einem Betrag von rund 3,0 Mio. Euro (davon aus dem GSV rund 2,8 Mio. Euro in 783 Einzelspenden) seinen Beitrag zum Gemeinwesen. Im Jahr 2018 wurden dafür rund 3,3 Mio. Euro (davon rund 3,1 Mio. Euro aus dem GSV in 816 Einzelspenden) zur Verfügung gestellt.

Beitrag zum Gemeinwesen 2017 2018
In Prozent der Bilanzsumme* 0,04 0,04
In Prozent des Gewinnes* 34,4 38,7
 
* Diese Kennzahl für das Geschäftsjahr 2018 ist vorläufig, vorbehaltlich der Bilanzprüfung und Genehmigung des Jahresabschlusses 2018 durch die Vertreterversammlung am 26. Juni 2019.

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Die Sparda-Bank München eG ist als Finanzinstitut von diversen gesetzlichen Regelungen betroffen. Dazu gehören das Genossenschaftsgesetz, das Kreditwesengesetz (KWG) die Liquiditätsverordnung (LiqV), die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MARisk) sowie die Compliance-Funktion bei Wertpapierdienstleistungsunternehmen.

Die Sparda-Bank München eG ist Mitglied im Verband der Sparda-Banken e. V. Dieser nimmt die Interessensvertretung der Sparda-Banken in Deutschland wahr. Dazu beteiligt sich der Verband der Sparda-Banken e. V. mit Stellungnahmen und schriftlichen Eingaben an Anhörungen und Konsultationen, führt Gespräche mit Ministern, Abgeordneten sowie Wirtschaftsvertretern und fördert den Austausch seiner Mitglieder mit der Politik.

Darüber hinaus ist die Sparda-Bank München eG Mitglied im Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken (BVR). Der BVR nimmt die Interessensvertretung aller Genossenschaftsbanken insbesondere bei geschäftspolitischen, kreditwirtschaftlichen und aufsichtsrechtlichen Fragen gegenüber der Politik und zuständigen Regulierungs- und Aufsichtsbehörden auf nationaler und europäischer Ebene wahr.

Zudem ist die Sparda-Bank München eG Mitglied im Verein zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie und im Verein Gemeinwohl-Ökonomie Bayern.

Bei der Verwendung des Reinertrages im Gewinn-Sparverein der Sparda-Bank München e. V. werden die Regularien der zuständigen Aufsichtsbehörde, Regierung der Oberpfalz, eingehalten.

Mit seinem Anspruch auf Unabhängigkeit verfolgt das Unternehmen keine intensive Vernetzung und Einflussnahme auf politischer Ebene, sondern strebt in Einklang mit dem Werteverständnis nach politischer Neutralität und Transparenz.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator GRI SRS-415-1: Parteispenden
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Monetären Gesamtwert der Parteispenden in Form von finanziellen Beiträgen und Sachzuwendungen, die direkt oder indirekt von der Organisation geleistet wurden, nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

b. Gegebenenfalls wie der monetäre Wert von Sachzuwendungen geschätzt wurde.

Die Sparda-Bank München eG hat im Berichtsjahr keine Zahlungen an politische Parteien geleistet.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Das Compliance-Management-System umfasst die in der Sparda-Bank München eG eingeführten Grundsätze und Maßnahmen zur Sicherstellung eines regelkonformen Verhaltens der Mitarbeiter. Es dient dazu, Compliance-Risiken zu erkennen, zu überwachen und Verstößen vorzubeugen. Aufgaben, Aufbau und Funktion werden durch die relevanten Gesetze und aufsichtsrechtlichen Vorgaben für Kreditinstitute definiert. Die Leitung der Abteilung Compliance hat Thomas Piel inne. Er berichtet in regelmäßigen Abständen an den Vorstand.

Ergänzend hat die Sparda-Bank München eG einen Datenschutzbeauftragten sowie einen Informationssicherheitsbeauftragten bestellt.

Die interne Revision vervollständigt das umfangreiche Überwachungssystem. Auf Basis einer hohen fachlichen Qualifikation und der nötigen Unabhängigkeit ist sichergestellt, dass alle Prüfungen selbstständig und eigenverantwortlich durchgeführt werden.

Alle Mitarbeiter der Sparda-Bank München eG sind zu einem redlichen, integren und verantwortlichen Handeln sowie zu einem entsprechenden Umgang mit den Vermögenswerten verpflichtet; dies umfasst auch die Richtlinien für Mitarbeitergeschäfte. Außerdem werden sie regelmäßig zu den Themen Geldwäsche, Betrugsprävention, Wertpapier-Compliance, Datenschutz und Datensicherheit geschult.

Der Aufsichtsrat der Sparda-Bank München eG hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und fasste die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse. Dazu gehörten auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG sowie die Pflicht zur Prüfung der nichtfinanziellen Informationen gemäß dem Deutschen CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat und die Ausschüsse des Aufsichtsrats in regelmäßigen Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Risikosituation, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse.

Im Jahr 2018 hat der Aufsichtsrat insgesamt 16 Sitzungen abgehalten (2017:9). Die gestiegene Anzahl der Sitzungen hängt mit der Neuaufstellung des Aufsichtsrates und mit der Neugründung zweier Ausschüsse zusammen. Den Vorsitz im Aufsichtsrat führte bis Mitte 2018 acht Jahre lang Liselotte Peuker, die sich auf eigenen Wunsch nicht zur Wiederwahl aufstellen ließ. Das Gremium wählte im Berichtsjahr 2018 Berthold Ottmann zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden.

Der Aufsichtsrat hat aus seiner Mitte einen Personal- und Hauptausschuss, einen Kreditausschuss, einen Prüfungsausschuss, einen IT-Ausschuss und einen Ausschuss für Risiko- und Gesamtbanksteuerung gebildet. Letztere zwei sind Ende 2018 neu gegründet worden. Die Ausschüsse berichten über ihre Tätigkeit regelmäßig in den Sitzungen des Gesamtaufsichtsrates.

Die Sparda-Bank München kontrolliert mittels der beschriebenen Prozesse und Maßnahmen alle wesentlichen Risiken, die sich aus ihrer Geschäftstätigkeit, aus ihren Geschäftsbeziehungen und aus ihren Produkten und Dienstleistungen im Hinblick auf Korruption und Bestechung ergeben.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator GRI SRS-205-1: Auf Korruptionsrisiken geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden.

b. Erhebliche Korruptionsrisiken, die im Rahmen der Risikobewertung ermittelt wurden.

Vorstand und Mitarbeiter haben wie in den Vorjahren auch im Geschäftsjahr 2018 im Geschäftsverkehr keine Geschenke, Zahlungen, Einladungen oder Dienstleistungen angeboten, versprochen, gefordert, gewährt oder angenommen, die mit der Absicht gewährt wurden, eine Geschäftsbeziehung in unzulässiger Weise zu beeinflussen, oder bei denen die Gefahr bestand, dass die professionelle Unabhängigkeit des Geschäftspartners nicht gewahrt wird.

Im Rahmen der Prävention von Geldwäsche, Betrug, Terrorismusfinanzierung und sonstigen strafbaren Handlungen sind verschiedene Sicherungsmaßnahmen innerhalb der Sparda-Bank München eG vorhanden. Hierzu gehören eine Geschenke- und Zuwendungsrichtlinie, ein anonymer Whistleblowing-Kanal und die Durchführung von regelmäßigen Schulungen.

Die Sparda-Bank München eG sieht auf Basis der beschriebenen Präventionsschwerpunkte keinen konkreten Anlass dafür, über die etablierten Sicherungsmaßnahmen hinausgehende Prüfungen auf Korruptionsrisiken ihrer Standorte durchzuführen.

Leistungsindikator GRI SRS-205-3: Korruptionsvorfälle
Die berichtende Organisation muss über folgende Informationen berichten:

a. Gesamtzahl und Art der bestätigten Korruptionsvorfälle.

b. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Angestellte aufgrund von Korruption entlassen oder abgemahnt wurden.

c. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Verträge mit Geschäftspartnern aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption gekündigt oder nicht verlängert wurden.

d. Öffentliche rechtliche Verfahren im Zusammenhang mit Korruption, die im Berichtszeitraum gegen die Organisation oder deren Angestellte eingeleitet wurden, sowie die Ergebnisse dieser Verfahren.

 Im Berichtsjahr lagen keine Fälle vor. 

Leistungsindikator GRI SRS-419-1: Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich, und zwar:
i. Gesamtgeldwert erheblicher Bußgelder;
ii. Gesamtanzahl nicht-monetärer Sanktionen;
iii. Fälle, die im Rahmen von Streitbeilegungsverfahren vorgebracht wurden.

b. Wenn die Organisation keinen Fall von Nichteinhaltung der Gesetze und/oder Vorschriften ermittelt hat, reicht eine kurze Erklärung über diese Tatsache aus.

c. Der Kontext, in dem erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen auferlegt wurden.

Im Berichtsjahr sind keine Bußgelder gegen die Sparda-Bank München eG verhängt worden.