14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Das Geschäftsgebiet der Sparda-Bank München eG umfasst im Wesentlichen die Region Oberbayern. Die Sparda-Bank München eG ist ausschließlich national und nur in ihrem Geschäftsgebiet tätig und gewährleistet die Einhaltung der geltenden Gesetze und Regeln in Deutschland. Im Rahmen des geltenden Tarifvertrags sowie auf Grundlage verschiedener Betriebsvereinbarungen ist sichergestellt, dass sämtliche Arbeitnehmerrechte gewahrt werden.

Circa 91 Prozent der Beschäftigten werden nach dem Tarifvertrag für die Arbeitnehmer der Sparda-Banken vergütet. Die Tariftabellen, die Inhalte des Manteltarifvertrages und die Stellenbeschreibungen sind für alle Mitarbeiter über das Intranet einsehbar. Erfolgsabhängige Vergütungen werden sowohl im tariflichen als auch im außertariflichen Gehaltsbereich nicht gewährt. Bereits im Jahr 2012 wurde die Zahlung von abschlussorientierten Provisionen für die Vermittlung von Bausparverträgen und Investmentfonds eingestellt.

Zulagen über die tarifliche Grundvergütung hinaus werden stellen- und funktionsabhängig bezahlt (z. B. Zulage für Stellvertretung oder besondere Verantwortung). Im Übrigen gewährleistet das Unternehmen mit der Systematik der tariflichen Eingruppierung und Berufsjahresstufung die für die Sparda-Bank München eG selbstverständliche Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern.
Wie in Kriterium 2 beschrieben, sind für die Bank wesentliche Aspekte unter anderem eine hohe Zufriedenheit der Mitarbeiter, der Anspruch, ein attraktiver Arbeitgeber in der Region Oberbayern zu sein, sowie einen Beitrag zum Gemeinwesen in Oberbayern zu leisten. Dies erreicht das Unternehmen durch ein starkes Engagement, das weit über die tariflichen und gesetzlichen Vorgaben hinausgeht.
Die Sparda-Bank München eG nimmt seit 2006 am bundesweiten Wettbewerb „Deutschlands Beste Arbeitgeber“ von „Great Place To Work Deutschland“ teil und gehört auch auf der Basis der Teilnahme im Herbst 2017 im Jahr 2018 zu den 100 besten Arbeitgebern in Deutschland. Seit elf Jahren ist die Sparda-Bank München eG in ihrer Größenkategorie (ab 501 Mitarbeiter) der beste Finanzdienstleister. Die Aussage „Alles in allem kann ich sagen, dies hier ist ein sehr guter Arbeitsplatz“ erhielt von den befragten Mitarbeitern einen Zustimmungswert von 90 Prozent.

Die Geschäftsführung arbeitet mit dem Betriebsrat der Sparda-Bank München eG auf Augenhöhe vertrauensvoll und wertschätzend zusammen. Zusätzlich ist für die Mitarbeiter unter 18 Jahren (Auszubildende) eine Jugendarbeitnehmervertretung installiert.

Die Bank hat zudem einen Arbeitssicherheitsbeauftragten und einen Schwerbehindertenbeauftragten bestellt.
Drei der neun Aufsichtsratsmitglieder der Sparda-Bank München eG sind Arbeitnehmervertreter und werden von den Mitarbeitern gewählt. Ergänzend zum Innovationsprozess der Bank ist auch dadurch die Beteiligung der Mitarbeiter an der Unternehmensentwicklung direkt gewährleistet.

Bei der Sparda-Bank München eG haben sich Mitarbeiterinitiativen zu den Themen Beruf und Familie, Umwelt und Gesundheit formiert. Die Initiativen bestehen aus Mitarbeitern unterschiedlicher Hierarchien und Teams (aus Geschäftsstellen und zentralen Abteilungen). Jeder Mitarbeiter kann sich für eine Aufnahme in diese Teams bewerben, sofern er Leidenschaft für die Themen mitbringt. Die Initiativen tagen je nach Bedarf mehrmals im Jahr und erarbeiten dabei neue Programme oder optimieren bestehende Maßnahmen. Die Teilnahme an den Initiativen ist Arbeitszeit.

Der hohen Bedeutung der ganzheitlichen Mitarbeitergesundheit im Umfeld steigender Verantwortung und Belastung wird durch das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) der Bank Rechnung getragen. Das BGM der Sparda-Bank München eG verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und wird vom provital-Team (Mitarbeiterinitiative zum Thema Gesundheit) der Bank konsequent weiter ausgebaut. Hierbei stehen nicht nur Gesundheitsförderungsmaßnahmen, wie zum Beispiel Bewegungsangebote, Ernährungsthemen und Vorsorgeuntersuchungen, sondern auch gesunde Rahmenbedingungen im Fokus. Ziel ist es, das Richtige im Bereich Gesundheit zu tun und auf aktuelle Entwicklungen und Rahmenbedingungen zu reagieren. Es werden zielgruppenorientierte, ineinandergreifende und nachhaltige Maßnahmen auf der Grundlage einer fundierten wissenschaftlichen Bedarfsanalyse angeboten und umgesetzt. Dabei setzt die Sparda-Bank München eG auf verschiedene Perspektiven und Ansatzpunkte:

•    Das Individuum (Gesundheitsverhalten, Gesundheitszustand, Arbeitsfähigkeit etc.)
•    Die Organisation (Führungsstil, Unternehmenskultur, Arbeitszeitmodelle etc.)
•    Die Umwelt (Familie, Lebensverhältnisse etc.)
•    Die Arbeitsbedingungen (Arbeitsinhalte, Belastungen, Teamkultur etc.)

Aufgrund der oben beschriebenen Rahmenbedingungen sieht die Sparda-Bank München eG keine Risiken für die Verletzung von Arbeitnehmerrechten.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Allen Maßnahmen liegt folgende Überzeugung zugrunde: Die Sparda-Bank München eG geht davon aus, dass sie als Unternehmen im Gesamten bzw. dass die Teams als Teil des Ganzen umso leistungsfähiger sind, je unterschiedlicher diese Teams in ihren Stärken und Talenten zusammengesetzt sind. Dieser Grundsatz gilt allerdings nur, wenn die Menschen aufeinander zugehen, d. h., nicht die eine Stärke ist per se besser als die andere oder die eine Herkunft ist besser als die andere. Vielmehr geht es darum, den anderen in seiner Andersartigkeit zu respektieren und wertzuschätzen und die eigene Einzigartigkeit einzubringen. Dann entstehen bessere Lösungen. Die Vision der Bank geht dabei über die bloße Toleranz individueller Verschiedenheit hinaus. Es ist Bestandteil ihrer Strategie, Verschiedenheit im Sinne einer positiven Wertschätzung besonders hervorzuheben, um sie für den Unternehmenserfolg nutzbar zu machen.

Dem Thema Gleichstellung wird in der Sparda-Bank München eG daher besondere Beachtung geschenkt. Es gilt nicht nur, ungleiche Behandlung zu vermeiden, sondern auch, das Einbringen der individuellen Einzigartigkeit aktiv zu fördern. So ist es uns ein wichtiges Anliegen, dass Frauen und Männer in Bezug auf Entwicklungsmöglichkeiten, Aufstiegschancen und Vereinbarkeit von Beruf und Familie die gleichen Chancen haben.

Frauen in Führungspositionen tauschen sich regelmäßig in Treffen aus. Bei Bedarf können Frauen auch entsprechende Seminare (z. B. „Frauen führen anders“) und Mentoring-Projekte für Frauen in Führungspositionen in Anspruch nehmen.

Den Vorsitz im Aufsichtsrat führt eine Frau und seit Januar 2014 ist im Vorstandsgremium ein weibliches Mitglied vertreten. Derzeit ist die gezielte Förderung von Frauen keine Größe, welche die Sparda-Bank München eG anhand von Zielen und Maßnahmen erhebt und messbar macht. Die Unternehmenskultur, in der das Thema „Werte“ eine herausragende Bedeutung hat, setzt bewusst auf traditionell „weibliche“ Werte wie Kooperation, Mitbestimmung und Nachhaltigkeit anstelle von Konkurrenz und Gewinnmaximierung. Die Bank legt daher großen Wert auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und bietet ein breites Spektrum familienfreundlicher Leistungen an.

Zur Chancengerechtigkeit zählt auch eine gleichberechtigte Vergütung. Wie unter Kriterium 8 und 14 beschrieben, hat die Sparda-Bank München eG zur Gewährleistung der Gleichbehandlung aller Mitarbeiter eine klare tariflich wie betrieblich verankerte Grundlage geschaffen.

Hinzu kommen die unter Kriterium 14 beschriebenen Mitarbeiterinitiativen zu den Themen Beruf und Familie sowie Gesundheit, durch deren Arbeit ebenfalls Chancengleichheit im Unternehmen gefördert wird.

Die Bank beschäftigte per Stichtag 31.12.2017 36 Menschen mit Behinderung; das entspricht einer Quote von 5,42 Prozent (analog der Meldung der Schwerbehindertenabgabe an die Agentur für Arbeit).

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Unter der Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiter versteht die Sparda-Bank München eG die Entwicklungsmöglichkeiten und die Erhaltung und Förderung der Gesundheit.

Die Sparda-Bank München eG bietet eine außerordentliche Vielfalt an Entwicklungsmöglichkeiten und Unterstützungsformen an, sowohl im fachlichen als auch im persönlichen Bereich. Die umfangreichen Maßnahmen sollen dazu beitragen, dass die Mitarbeiter in ihrem Aufgabengebiet kompetent und motiviert agieren und sich darin entwickeln können. Im Rahmen der fachlichen Entwicklung kann aus einem Katalog an Standardseminaren ausgewählt werden.

In der Sparda-Bank München eG spielt außerdem das Vertriebstraining („Training on the Job“) im Rahmen einer dauerhaften vertrieblichen Weiterentwicklung eine zentrale Rolle. Beim Vertriebstraining liegt der Fokus auf der beruflichen und fachlichen Entwicklung. Das Vertriebstraining ist ein Training von erfolgreichen Kollegen für Kollegen.

Die Mitarbeiter haben mit der internetbasierten Lern- und Kommunikationsplattform „LuK“ ebenfalls eine professionelle Unterstützung. Über diese Plattform können sich die Mitarbeiter zu bestimmten Seminaren anmelden, Onlinetrainings durchführen, Präsenzseminare vor- und nachbereiten, Seminarunterlagen herunterladen und Seminarfeedbacks abgeben. Jeder Mitarbeiter kann sich aus der Bibliothek der Unternehmensentwicklung Bücher oder DVDs ausleihen. Die Bibliothek bietet sowohl Fachliteratur (Führungsthemen, bankfachliche Themen etc.) sowie Bücher zu Softskills (Stress, Zeitmanagement, Achtsamkeit etc.) und Gesundheit. Das Angebot wird ständig erweitert.

Die persönliche Weiterentwicklung der Mitarbeiter wird in verschiedenen Maßnahmenbereichen fokussiert:
So bietet die Bank in regelmäßigen Abständen „PE-Foren“ zu Themen unterschiedlichster Natur an wie zum Beispiel Stressbewältigung/Entspannung oder Kreativität wie Design-Thinking. Im Rahmen von Bedarfsermittlungsgesprächen der Führungskraft mit ihren Mitarbeitern wird auch explizit nach dem Bedarf im Gesundheitsbereich gefragt. Die Sparda-Bank München eG betreibt wie bereits unter Kriterium 14 beschrieben ein ausgeprägtes betriebliches Gesundheitsmanagement, das bereits zwei Mal ausgezeichnet wurde.

Die stärkenorientierte Personalentwicklungsstrategie der Bank ist darauf aufgebaut, jedem interessierten Mitarbeiter die Möglichkeit zu geben, die eigenen Stärken und Talente auszubauen, zu realisieren und zu konkretisieren, und zwar unabhängig von der Position im Unternehmen. Die seit Gründung der Sparda-Bank München eG akzeptierten genossenschaftlichen Werte und Prinzipien und ein Umfeld, das seit jeher das Wohlergehen der Mitarbeiter in den Vordergrund stellt, sind gute Voraussetzung für Maßnahmen, welche die Einzigartigkeit der Mitarbeiter fördern. Das Stärkenkonzept knüpft an die ressourcenorientierte Sichtweise der Positiven Psychologie an – eine Bewegung innerhalb der Psychologie, die sich auf die positiven Eigenschaften der Menschen konzentriert, anstatt sich mit Schwächen zu beschäftigen.

Auch für die Sparda-Bank München eG ist es unerlässlich geworden, sich ständig neu zu orientieren, anzupassen und zu verändern und sich den auftretenden Herausforderungen zu stellen. Hinter Produkten und Dienstleistungen stehen Beschäftigte, die durch ihr Wissen, ihr Können und ihre Kreativität entscheidend zur Wertschöpfung und Produktivität beitragen. Durch die vielen langjährig beschäftigten Mitarbeiter verfügt die Sparda-Bank München eG über einen enormen Erfahrungs- und Wissensschatz. Damit geht aber auch gleichzeitig die Herausforderung einher, diese immer älter werdenden Beschäftigten bis zur Rente arbeitsfähig zu halten. Das betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) der Sparda-Bank München eG verfolgt daher einen besonders ganzheitlichen Ansatz. Es werden zielgruppenorientierte, ineinandergreifende und nachhaltige Maßnahmen auf der Grundlage einer fundierten wissenschaftlichen Bedarfsanalyse angeboten und umgesetzt. Hierbei sind für die Bank nicht nur Gesundheitsförderungsmaßnahmen, wie zum Beispiel Bewegungsangebote, Ernährungsthemen und Vorsorgeuntersuchungen, wichtig, sondern auch gesunde Rahmenbedingungen. Das ganzheitliche und nachhaltige Gesundheitsmanagement der Sparda-Bank München eG umfasst neben den gesetzlichen Anforderungen die Bausteine Gesundheits- und Arbeitsschutz, Gesundheitsförderung/Prävention, betriebliches Eingliederungsmanagement, Fehlzeitenmanagement, Führung und Gesundheit, Konfliktmanagement, Suchtprävention sowie das Krisenmanagement. Zudem ist auch hier die werte- und stärkenorientierte Unternehmenskultur der Sparda-Bank München eG ein wichtiger Bestandteil.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator G4-LA6
Art der Verletzung und Rate der Verletzungen, Berufskrankheiten, Ausfalltage und Abwesenheit sowie die Gesamtzahl der arbeitsbedingten Todesfälle nach Region und Geschlecht.

Insgesamt wurden im Jahr 2017 19 leichtere Wege- bzw. Arbeitsunfälle erfasst. Diese Unfälle hatten geringe oder keine Ausfallzeiten zur Folge. Lediglich zwei Mitarbeiter hatten einen Wegeunfall, bei dem sie länger als drei Tage arbeitsunfähig waren:

•    Wegeunfall mit dem Auto mit HWS-Syndrom
•    Wegeunfall zu Fuß: Sturz bei Glatteis auf dem Weg zur Arbeit mit Knieverletzung

Arbeitsbedingte Todesfälle gab es im Berichtsjahr 2017 nicht, es wurden im Berichtsjahr auch keine Berufskrankheiten gemeldet. Die Gesundheitsquote im Unternehmen lag 2017 bei 94,91 Prozent (2016: 94,98 Prozent).

Leistungsindikator G4-LA8
Gesundheits- und Sicherheitsthemen, die in förmlichen Vereinbarungen mit Gewerkschaften behandelt werden.

Der Verband der Sparda-Banken hat eine gemeinsame Erklärung mit ver.di (Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft) und der EVG (Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft) zum betrieblichen Gesundheitsschutz erarbeitet. Das Ziel ist, in Zeiten, in denen die Anforderungen an die Beschäftigten weiter steigen und die demografische Entwicklung weiter fortschreitet, die Leistungsfähigkeit und Gesundheit der Mitarbeiter langfristig und nachhaltig aufrechtzuerhalten.

Im Rahmen des BGM wurden die strategischen Gesundheitsziele von den Unternehmenszielen abgeleitet. In jedem Team der Sparda-Bank München eG ist mittlerweile ein Gesundheitsbotschafter integriert. Diese sind Ansprechpartner und Impulsgeber, die das provital-Team bei der Erreichung der Gesundheitsziele unterstützen. Die Funktion kann sowohl von einer Führungskraft als auch von einem Mitarbeiter aus dem Team ausgeübt werden.

Ausgewählte Einzelmaßnahmen sind:
•    Die Sparda bewegt sich – Projekte für mehr Bewegung im Büroalltag
•    Seminarangebot „Führung und Gesundheit“
•    Projekt „Gesund im Betrieb“
•    Vielfältige Sportangebote der Betriebssportgemeinschaft der Sparda-Bank München e. V.
•    Gesundheitstipps, die monatlich an die Mitarbeiter kommuniziert werden
•    Vorsorgeuntersuchungen für Führungskräfte
•    Unterstützung der Mitarbeiter, wenn Hilfsmittel wegen gesundheitlicher Probleme erforderlich sind (z. B. Bildschirmarbeitsplatzbrillen)
•    Präventionsmaßnahmen zum Thema Arbeitsplatz/Arbeitsumgebung, wie z. B. Ergonomieschulungen
•    Das Gesundheitsportal „machtfit“:  Das innovative Portal bietet allen Mitarbeitern und Führungskräften ein umfassendes Angebot an Präventionskursen, egal ob zum Thema Bewegung, Ernährung, Stress oder Suchtentwöhnung. Aktuell sind 578 Mitarbeiter in dem Portal registriert (Stand 31.12.2017).
•    „Pme Familienservice“: Unterstützung und Beratung der Mitarbeiter in familiären Notlagen (z. B. Vermittlung von Betreuungspersonen, Lebenslagen-Coaching)
•    Konfliktmanagement, Workshops zur stärkenorientierten Kultur, Teamentwicklung, Coaching
•    Gesundheitsbefragungen und psychische Gefährdungsbeurteilung: 2012 hat die Sparda-Bank München eG erstmals eine anonyme Gesundheitsbefragung durchgeführt. Im Jahr 2015 wurde die Gesundheitsbefragung in Kombination mit der psychischen Gefährdungsbeurteilung erneut durchgeführt. Die psychische Gefährdungsbeurteilung ist seit 2013 gesetzlich vorgeschrieben und ein wichtiger Baustein im betrieblichen Gesundheitsmanagement der Bank.

Leistungsindikator G4-LA9
Durchschnittliche jährliche Stundenzahl für Aus- und Weiterbildung pro Mitarbeiter nach Geschlecht und Mitarbeiterkategorie.

Die Sparda-Bank München eG bietet eine außerordentliche Vielfalt an Entwicklungsmöglichkeiten und Unterstützungsformen sowohl im fachlichen als auch im persönlichen Bereich an. Kernstück dabei ist, dass die Mitarbeiter bei der Frage nach dem Was und dem Wie der Weiterbildung möglichst weitreichend selber mitgestalten können. Nur dann kann nach dem Verständnis der Bank von einem nachhaltigen Kompetenzzuwachs ausgegangen werden. Im Jahr 2017 kam es zu einem deutlichen Anstieg der Weiterbildungsmaßnahmen. Dies ist erkennbar anhand der Zahlen der fachlichen Schulungen. Die Schulungen im Bereich Verkauf haben sich im Vergleich zum Vorjahr reduziert, da der Schulungsschwerpunkt im Jahr 2017 auf den neuen gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen lag. Die Weiterbildungsmaßnahmen wurden im Jahr 2017 nicht nach Geschlecht getrennt erfasst. Für das Jahr 2018 wird diese Unterscheidungsdimension für die Erfassung der Weiterbildungsmaßnahmen eingeführt.

Art    Mitarbeiter-Seminartage in 2016 Anteilig in Prozent
Mitarbeiter-Seminartage in 2017 Anteilig in
Prozent
Fachliche Schulung/ Weiterbildung 115    4 % 1.969* 42 %
Schulungen für den Verkauf
1.319* 47 % 972*
21 %
Teamveranstaltung    349    12 % 583    13 %
Schulungen für Organe und Gremien der Bank 80    3 % 116 3 %
Angebote zur Persönlichkeits-entwicklung 263 9 % 296 6 %
Maßnahmen zur Stärkung der Unternehmenskultur und Integration in den Visions- und Strategieprozess der Bank 707
25 % 701 15 %
Gesamt 2.833 100 % 4.637
100 %


* Die Mitarbeiter der Sparda-Bank München eG besuchen pro Jahr meist mehr als nur ein Schulungs- oder Seminarangebot.


Personalentwicklungsmaßnahmen    2016    2017
Tage    2.833 4.637
Stunden    21.389,2 35.009,4
Durchschnittliche Stunden pro Mitarbeiter 37,3 58,9
Mitarbeiter produktiv
573
594
Anzahl Seminartage pro Mitarbeiter
4,9 7,8




Leistungsindikator G4-LA12
Zusammensetzung der Kontrollorgane und Aufteilung der Mitarbeiter nach Mitarbeiterkategorie in Bezug auf Geschlecht, Altersgruppe, Zugehörigkeit zu einer Minderheit und andere Diversitätsindikatoren.

Für die Sparda-Bank München eG ist die Gleichbehandlung aller Beschäftigten unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Nationalität oder Religion eine Selbstverständlichkeit. Im Geschäftsjahr 2017 waren 753 Mitarbeiter (inkl. 26 Auszubildender) bei der Sparda-Bank München eG beschäftigt. Das Durchschnittsalter aller Mitarbeiter beträgt 41,5 Jahre.

•    Anteil Frauen im Aufsichtsrat: 33 Prozent (2016: 22 Prozent)
•    Anteil Frauen im Vorstand: 20 Prozent (2016: 20 Prozent)
•    Anteil Frauen in der ersten Führungsebene unterhalb Vorstand: 18 Prozent (2016: 20 Prozent)
•    Anteil Frauen in der zweiten Führungsebene unterhalb Vorstand: 30 Prozent (2016: 29 Prozent)
•    Schwerbehindertenquote: 5,42 Prozent** (2016: 5,33 Prozent)
•    Teilzeitquote: 41,2 Prozent (2016: 40,2 Prozent)


Gesamt 31.12.2016 31.12.2017
Beschäftigte insgesamt 742
753
Frauen gesamt 535
542
Männer gesamt  207
211
Durchschnittliche Betriebszugehörigkeit in Jahren 14,36
13,68

Altersstruktur
2016 2017
Über 60 Jahre 12 11
51−60 Jahre 169 184
41−50 Jahre 225 227
31−40 Jahre 185 185
25−30 Jahre 81 73
Unter 25 Jahre 70 73
Durchschnittsalter  
42,13 41,48

Vollzeit/Teilzeit 2016 2017
Beschäftigte Vollzeit
444   443
Beschäftigte Teilzeit 298  
310
Davon Männer in Teilzeit 18  
18  
Davon Frauen in Teilzeit 280 292

Ausbildung 2016 2017
Anzahl Auszubildender 30 26
Ausbildungsquote 4,04 % 3,45 %

Befristung und Gleichstellung
2016 2017
Anzahl befristeter Beschäftigter (Jahressumme)
27    19
Anzahl befristeter Beschäftigter (Stichtag 31.12.) 15    9
Anzahl Beschäftigter mit Behinderung/Gleichgestellte 35*  
36*

  2016 2017
Schwerbehindertenquote 
5,33** 5,42**
     
Gesundheitsquote  
94,98 % 94,91 %
     
Fluktuationsquote    3,78 % 3,35 %

* Anzahl der Schwerbehinderten/ Gleichgestellten zum Stichtag.
** Schwerbehindertenquote lt. Meldung der Schwerbehindertenabgabe an die Agentur für Arbeit.

2016
t)

Leistungsindikator G4-HR3
Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle und ergriffene Abhilfemaßnahmen.

Für das Geschäftsjahr 2017 sind keine Diskriminierungsfälle bekannt.

Die Sparda-Bank München eG bietet den Mitarbeitern ein Meldeverfahren (sog. Whistleblowing-Kanal), über das die in der Neuerung des Kreditwesengesetzes (§ 25a Abs. 1 Satz 6 Nr. 3 KWG) genannten Verstöße unter der Vertraulichkeit der Identität gemeldet werden können. Die Meldestelle ist zentral beim Verband der Sparda-Banken e. V., Frankfurt, eingerichtet. Die vertragliche Vereinbarung zwischen der Sparda-Bank München eG und dem Verband der Sparda-Banken e. V. regelt, dass die Bank keine Auskunft zu den personenbezogenen Daten des meldenden Mitarbeiters erhält.

Die Identität der Mitarbeiter, die vom Melderecht Gebrauch machen, wird nur dann offenbart, wenn dazu eine gesetzliche Vorschrift oder eine behördliche Anordnung besteht.

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Das Unternehmensleitbild der Sparda-Bank München eG bildet neben den relevanten gesetzlichen Bestimmungen den Rahmen für die Ausrichtung von Governance und Compliance im Unternehmen. Die Mitarbeiter werden fortlaufend und umfassend über die zu beachtenden Regeln informiert und entsprechend geschult.

Die Achtung der Menschenrechte und der Ausschluss von Zwangs- und Kinderarbeit gehören zum Selbstverständnis der Bank. Aufgrund der Verankerung in der Region Oberbayern stellt sich für uns die Frage nach einer internationalen Lieferkette nicht.

Unabhängig davon befragt die Sparda-Bank München eG im Rahmen der unter Kriterium 4 erläuterten Überprüfung des Wertschöpfungsnetzes ihre Lieferanten und Geschäftspartner unter anderem zu den Arbeitsbedingungen in deren Unternehmen, zum Engagement im Bereich Nachhaltigkeit und zu deren eigener Lieferkette für die Rohstoff- und/oder Dienstleistungsbeschaffung. Das Wertschöpfungsnetz wird somit direkt auf erster Ebene überprüft; diese Vorgehensweise deckt indirekt auch die zweite Ebene des Wertschöpfungsnetzes ab.

Da die Sparda-Bank München eG langfristige Geschäftsbeziehungen pflegt und die Befragungen für Lieferanten und Geschäftspartner sehr umfangreich sind, werden die Befragungen in einem Abstand von einigen Jahren durchgeführt. Die Ergebnisse evaluiert das Unternehmen turnusgemäß und lässt sie wie unter Kriterium 2, 3, 7 und 9 beschrieben in die internen Prozesse einfließen.

Die für das Kreditgeschäft und die Eigenanlagen der Bank geltenden Standards und Regelungen sind unter Kriterium 4 und 10 beschrieben.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator G4-HR1
Gesamtzahl und Prozentsatz der signifikanten Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder unter Menschenrechtsaspekten geprüft wurden.

Dies ist für die Sparda-Bank München eG aufgrund ihrer regionalen Ausrichtung nicht relevant. Für Eigenanlagen der Bank greifen die unter Kriterium 10 genannten Ausschlusskriterien.

Leistungsindikator G4-HR9
Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, die im Hinblick auf Menschenrechte oder menschenrechtliche Auswirkungen geprüft wurden.

Die Geschäftstätigkeit ist auf die Region Oberbayern ausgerichtet. An allen Geschäftsstellenstandorten werden die Menschenrechte eingehalten.

Leistungsindikator G4-HR10
Prozentsatz neuer Lieferanten, die anhand von Menschenrechtskriterien überprüft wurden.

Dies ist für die Sparda-Bank München eG aufgrund ihrer regionalen Ausrichtung nicht relevant.

Leistungsindikator G4-HR11
Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative menschenrechtliche Auswirkungen in der Lieferkette und ergriffene Maßnahmen.

Dies ist für die Sparda-Bank München eG aufgrund ihrer regionalen Ausrichtung nicht relevant. Unabhängig davon überwacht, kontrolliert und evaluiert die Sparda-Bank München eG ihr Wertschöpfungs- und Lieferantennetz wie unter Kriterium 4 und 9 beschrieben. Zudem investiert sie, wie unter Kriterium 17 beschrieben, auch nicht im Ausland. Wenn die Bank ihre Eigenanlagen investiert, greifen die unter Kriterium 10 genannten Ausschlusskriterien.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Die Sparda-Bank München eG sieht sich in der Verantwortung, die Gesellschaft und die Umwelt in ihrem Geschäftsgebiet Oberbayern zu fördern. Dies geschieht auch durch die Vergabe von Spendengeldern. Ein großer Teil der Spendengelder stammt aus dem Gewinn-Sparverein der Sparda-Bank München e. V. (GSV). Dieser wurde im Jahr 1952 gegründet mit dem Ziel, gemeinnützige Projekte zu fördern. Entscheidungen über die Unterstützungsmaßnahmen werden grundsätzlich in Bezug auf die Sinnstiftung und den Nutzen für das Gemeinwohl getroffen und werden nicht von einer medialen Verbreitung abhängig gemacht.

Ausgewählte Leuchtturmprojekte sind:

Lichtblick Seniorenhilfe e. V.
Die Sparda-Bank München eG unterstützt den Verein Lichtblick Seniorenhilfe e. V., der sich für notleidende Senioren einsetzt, die gerade in Metropolregionen wie München häufig von Altersarmut betroffen sind. Rückzug und Vereinsamung führen für viele Betroffene zu einer Abspaltung von der Gesellschaft, der Verein möchte den Kreislauf der Isolation durchbrechen und die finanzielle Not der Senioren lindern. Der Förderbetrag des GSV an den Verein betrug 2017 250.000 Euro (2016: ebenfalls 250.000 Euro). Zusätzlich unterstützen die Sparda-Bank München eG und der Zeitungsverlag Münchner Merkur in einer Kooperation den Verein Lichtblick Seniorenhilfe e. V. mit einer Spenden- und Patenschaftsaktion. Allein 2017 kamen so über 1,3 Mio. Euro zusammen. Die Sparda-Bank München eG und der Gewinn-Sparverein der Sparda-Bank München e. V. unterstützen Lichtblick Seniorenhilfe e. V. seit 2007.

Förderung von natürlichen Talenten mit der Naturtalent-Stiftung gGmbH
Die Sparda-Bank München eG ist seit Juli 2011 Inhaberin der NaturTalent Stiftung gGmbH. Diese hat als Ziel eine Gesellschaft, in der die Menschen – aufbauend auf ihren Talenten – ihre Berufung leben können und dadurch engagiert, erfolgreich und zufrieden sind.

Die NaturTalent Stiftung gGmbH unterstützt insbesondere Jugendliche in der Phase der Berufswahl. Zu viele Möglichkeiten führen zu Unsicherheit und Frustration bei der Studien- und Berufsorientierung. In den sogenannten Talenteschmieden (eintägige Intensivseminare) lernen die Schüler, ihre Talente zu verstehen, und erarbeiten fünf konkrete Berufsvorschläge. Die Seminare werden in der Regel an der Schule durchgeführt. Durch die Förderung aus dem GSV ist die Teilnahme für die Schüler kostenlos. 2017 fanden an 41 oberbayerischen Schulen Talenteschmiede-Seminare statt (2016: 40).
2017 betrug die Unterstützung 400.000 Euro.
http://naturtalent-stiftung.de/

Die Sparda-Bank München eG sieht durch ihre Geschäftstätigkeit keine nennenswerten Risiken in Bezug auf Sozialbelange und führt daher auch keine Risikoanalyse durch.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator G4-EC1
Direkt erwirtschafteter und verteilter wirtschaftlicher Wert.

Im Berichtsjahr 2017 erwirtschaftete die Sparda-Bank München eG eine Bilanzsumme von 7,65 Mrd. Euro (Bilanzsumme 2016: 7,16 Mrd. Euro). Im Jahr 2016 leistete das Unternehmen mit einem Betrag von rund 2,9 Mio. Euro (davon aus dem GSV rund 2,7 Mio. Euro) seinen Beitrag zum Gemeinwesen. Im Jahr 2017 wurden dafür rund 3,0 Mio. Euro (davon rund 2,8 Mio. Euro aus dem GSV) zur Verfügung gestellt.

Beitrag zum Gemeinwesen 
 2016   2017
in Prozent der Bilanzsumme 0,04
0,04
in Prozent des Gewinnes 31,3
34,4


19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Die Sparda-Bank München eG ist als Finanzinstitut von diversen gesetzlichen Regelungen betroffen. Dazu gehören das Genossenschaftsgesetz, das Kreditwesengesetz (KWG) die Liquiditätsverordnung (LiqV), die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MARisk) sowie die Compliance-Funktion bei Wertpapierdienstleistungsunternehmen.

Die Sparda-Bank München eG ist Mitglied im Verband der Sparda-Banken e. V. Dieser nimmt die Interessensvertretung der Sparda-Banken in Deutschland wahr. Dazu beteiligt sich der Verband der Sparda-Banken e. V. mit Stellungnahmen und schriftlichen Eingaben an Anhörungen und Konsultationen, führt Gespräche mit Ministern, Abgeordneten sowie Wirtschaftsvertretern und fördert den Austausch seiner Mitglieder mit der Politik.

Darüber hinaus ist die Sparda-Bank München eG Mitglied im Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken (BVR). Der BVR nimmt die Interessensvertretung aller Genossenschaftsbanken insbesondere bei geschäftspolitischen, kreditwirtschaftlichen und aufsichtsrechtlichen Fragen gegenüber der Politik und zuständigen Regulierungs- und Aufsichtsbehörden auf nationaler und europäischer Ebene wahr.

Zudem ist die Sparda-Bank München eG Mitglied im Verein zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie und im Verein Gemeinwohl-Ökonomie Bayern.

Bei der Verwendung des Reinertrages im Gewinn-Sparverein der Sparda-Bank München e. V. werden die Regularien der zuständigen Aufsichtsbehörde, Regierung der Oberpfalz, eingehalten.

Mit seinem Anspruch auf Unabhängigkeit verfolgt das Unternehmen keine intensive Vernetzung und Einflussnahme auf politischer Ebene, sondern strebt in Einklang mit dem Werteverständnis nach politischer Neutralität und Transparenz.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator G4-SO6
Gesamtwert der politischen Spenden, dargestellt nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

Die Sparda-Bank München eG hat im Berichtsjahr keine Zahlungen an politische Parteien geleistet.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Das Compliance-Management-System umfasst die in der Sparda-Bank München eG eingeführten Grundsätze und Maßnahmen zur Sicherstellung eines regelkonformen Verhaltens der Mitarbeiter. Es dient dazu, Compliance-Risiken zu erkennen, zu überwachen und Verstößen vorzubeugen. Aufgaben, Aufbau und Funktion werden durch die relevanten Gesetze und aufsichtsrechtlichen Vorgaben für Kreditinstitute definiert.

Ergänzend hat die Sparda-Bank München eG einen Datenschutzbeauftragten sowie einen Informationssicherheitsbeauftragten bestellt.

Die interne Revision vervollständigt das umfangreiche Überwachungssystem. Auf Basis einer hohen fachlichen Qualifikation und der nötigen Unabhängigkeit ist sichergestellt, dass alle Prüfungen selbstständig und eigenverantwortlich durchgeführt werden.

Alle Mitarbeiter der Sparda-Bank München eG sind zu einem redlichen, integren und verantwortlichen Handeln sowie zu einem entsprechenden Umgang mit den Vermögenswerten verpflichtet; dies umfasst auch die Richtlinien für Mitarbeitergeschäfte. Außerdem werden sie regelmäßig zu den Themen Geldwäsche, Betrugsprävention, Wertpapier-Compliance, Datenschutz und Datensicherheit geschult. 

Der Aufsichtsrat der Sparda-Bank München eG hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und fasste die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse. Dazu gehörten auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG sowie die Pflicht zur Prüfung der nichtfinanziellen Informationen gemäß dem Deutschen CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat und die Ausschüsse des Aufsichtsrats in regelmäßigen Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Risikosituation, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse.

Darüber hinaus stand die Aufsichtsratsvorsitzende in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand. Im Jahr 2017 hat der Aufsichtsrat insgesamt neun Sitzungen abgehalten.

Der Aufsichtsrat hat aus seiner Mitte einen Personal- und Hauptausschuss, einen Kreditausschuss und einen Prüfungsausschuss gebildet. Die Ausschüsse berichten über ihre Tätigkeit regelmäßig in den Sitzungen des Gesamtaufsichtsrates.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator G4-SO3
Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, die im Hinblick auf Korruptionsrisiken hin geprüft wurden, und ermittelte erhebliche Risiken.

Vorstand und Mitarbeiter haben wie in den Vorjahren auch im Geschäftsjahr 2017 im Geschäftsverkehr keine Geschenke, Zahlungen, Einladungen oder Dienstleistungen angeboten, versprochen, gefordert, gewährt oder angenommen, die mit der Absicht gewährt wurden, eine Geschäftsbeziehung in unzulässiger Weise zu beeinflussen, oder bei denen die Gefahr bestand, dass die professionelle Unabhängigkeit des Geschäftspartners nicht gewahrt wird.

Im Rahmen der Prävention von Geldwäsche, Betrug, Terrorismusfinanzierung und sonstigen strafbaren Handlungen sind verschiedene Sicherungsmaßnahmen innerhalb der Sparda-Bank München eG vorhanden. Hierzu gehören eine Geschenke- und Zuwendungsrichtlinie, ein anonymer Whistleblowing-Kanal und die Durchführung von regelmäßigen Schulungen.

Leistungsindikator G4-SO5
Bestätigte Korruptionsfälle und ergriffene Maßnahmen.

Im Berichtsjahr lagen keine Fälle vor.

Leistungsindikator G4-SO8
Monetärer Wert signifikanter Bußgelder und Gesamtzahl nicht monetärer Strafen wegen Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften.

Im Berichtsjahr sind keine Bußgelder gegen die Sparda-Bank München eG verhängt worden.