14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Bei ROLAND werden grundsätzlich bei allen Anstellungsverhältnissen die jeweiligen gesetzlichen Vorgaben und Rechtsgrundlagen der Länder eingehalten, in denen das Unternehmen Arbeitnehmer beschäftigt (Deutschland, Österreich, Italien). Dies sind gesetzliche Rechtsgrundlagen, aber auch Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen.

Für den überwiegenden Anteil (ca. 80%) der Mitarbeiter in der ROLAND Rechtsschutz Deutschland findet der Tarifvertrag für die private Versicherungswirtschaft Anwendung. Dieser regelt neben den Rechten und Pflichten der Vertragsparteien insbesondere Rechtsnormen zur Regelung von Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen. Förmliche Vereinbarungen mit Gewerkschaften werden ausschließlich über den Arbeitgeberverband und nicht von ROLAND selbst verhandelt und getroffen. Das Gleiche gilt für die Regelungen in Österreich (Kollektivvertrag für Angestellte des Innendienstes der Versicherungsunternehmen) und Italien Kollektivvertrag der Versicherung (ANIA).

Im Aufsichtsrat der ROLAND Rechtsschutz-Versicherung AG sind drei der neun Mandate für Arbeitnehmervertreter vorgesehen. Die Wahl der Aufsichtsratsmitglieder erfolgt für die Zeit bis zur Beendigung derjenigen Hauptversammlung, welche über die Entlastung für das vierte Geschäftsjahr nach der Wahl beschließt, soweit nicht ein kürzerer Zeitraum bestimmt wird. Hierbei wird das Geschäftsjahr, in welchem gewählt wird, nicht mitgerechnet.

Die betriebliche Mitbestimmung ist für die ROLAND Rechtsschutz und ROLAND Assistance durch einen Gemeinschaftsbetriebsrat institutionalisiert, der gemeinsam mit dem Betriebsrat der ROLAND Assistance Partner einen Konzernbetriebsrat bildet. Dieser Konzernbetriebsrat ist eingebunden in den AXA-Konzernbetriebsrat. In wichtige betriebliche Veränderungen werden die Arbeitnehmervertreter frühzeitig eingebunden. Bei allen personellen Einzelmaßnahmen bestimmt der Betriebsrat mit. Die betriebliche Mitbestimmung hat im Unternehmen einen hohen Stellenwert. Es gibt in Form von Monatsgesprächen einen regelmäßigen und vertrauensvollen Austausch zwischen Personalleitung und dem Betriebsratsgremium des Gemeinschaftsbetriebes. An diesen Gesprächen nimmt auch regelmäßig der Vorstandsvorsitzende teil.

Die Mitarbeiter werden über Veränderungen im Unternehmen mittels verschiedener Kanäle informiert. Durch die Unternehmenskommunikation erfolgt in Form einer dreimal jährlich erscheinenden Unternehmenszeitung sowie durch verschiedene Newsletterformate (u.a. das 2018 neu installierte wöchentliche Format „ROLAND in 60 Sekunden“) eine umfassende Darstellung von unternehmensweiten Veränderungen sowie neuen Initiativen. In 2018 wurde zudem mit einer eigenen Plattform, die über Aktivitäten von „MOVE“, dem Change-Management-Programms der ROLAND Rechtsschutz, informiert, die Möglichkeit des direkten Feedbacks für alle Mitarbeiter etabliert. In 2019 wurde die Kollaborationsplattform Confluence eingeführt. Hier werden Informationen unternehmensweit veröffentlicht, es gibt Möglichkeiten für Zusammenarbeit durch zentrale Dokumentation von Arbeitsergebnissen und die Möglichkeit von Kommunikation in Form von Kommentierungen (Fragen und Antworten).

Auch der Vorstandsvorsitzende informiert regelmäßig über die Geschäftsentwicklung in Townhall-Meetings,  mittels Web-Konferenzen mit den Führungskräften sowie per Video oder Text über die ROLAND-Medien. Der Betriebsrat weist anlassbezogen per Newsletter und auf den zweimal jährlich stattfindenden örtlichen Betriebsversammlungen auf arbeitnehmerrelevante Themen hin. Die Teilnahme an den Betriebsversammlungen gilt als Arbeitszeit.

Das mittels Betriebsvereinbarung installierte Betriebliche Vorschlagswesen ermöglicht es den Mitarbeitern, Ideen zur Verbesserung von Prozessen und Arbeitsbedingungen oder zur Realisierung von Einsparpotentialen einzureichen. Die eingereichten Vorschläge werden von Fachexperten der betreffenden Fachbereiche inhaltlich bewertet. Eine Kommission, bestehend aus Personalleitung, Betriebsrat und der Leitung der Betriebsorganisation, entscheidet dann über die Umsetzung der Vorschläge und bemisst die Höhe der ausgeschütteten Prämien.

Es ist der uneingeschränkte Anspruch von ROLAND alle geltenden Arbeitnehmerrechte jederzeit einzuhalten. Wesentliches Risiko in Bezug auf die Arbeitnehmerrechte ist die Missachtung von relevanten Rechtsänderungen. Für Rechtsänderungen existiert ein übergreifendes Rechtsmonitoring, welches auch die relevante Rechtsprechung in Bezug auf die Mitarbeiter berücksichtigt. Darüber hinaus nehmen die Mitarbeiter der Abteilung  Personal und Soziales jährlich an Schulungen zu allen relevanten arbeits- und sozialversicherungsrechtlichen Themen teil. Zusätzlich werden durch den Arbeitgeberverband Newsletter sowie Leitfäden zu Gesetzesänderungen bereitgestellt. Mithilfe dieser Maßnahmen soll bei relevanten Rechtsänderungen im besten Fall schon vor Inkrafttreten eine angemessene Umsetzung gewährleistet werden. Bei kurzfristigen Änderungen und umfangreichen Implikationen wird stets eine möglichst kurzfristige Umsetzung angestrebt.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

In Kriterium 14 wird die Anwendung des Tarifvertrags für die private Versicherungswirtschaft für den überwiegenden Teil der Mitarbeiter von ROLAND Rechtsschutz beschrieben. Die außertariflichen Mitarbeiter erhalten ein Gehalt, welches das höchste Tarifgehalt übersteigt. Neben einem regelmäßigen Inflationsausgleich wird die Gehaltsentwicklung in Abhängigkeit von den verantworteten Aufgaben ausgerichtet. Bei der ROLAND Assistance orientiert sich das Gehaltsgefüge nicht an einem Tarifvertrag, sondern folgt einem zwischen Geschäftsleitung und Betriebsrat vereinbarten Gehaltssystem, das dem Tarifvertrag sehr ähnlich ist. Die Einordnung erfolgt hier - vergleichbar zu einem Tarifvertrag - nach Tätigkeit und Berufsjahren. Dadurch soll eine angemessene Gehaltseinstufung und -entwicklung für die Mitarbeiter gewährleistet werden.

ROLAND steht für ein Arbeitsumfeld, in dem allen Mitarbeitern unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion/Weltanschauung, Behinderung, Alter oder sexueller Orientierung dieselbe Wertschätzung und dieselben Chancen zukommen. Der Diversity-Grundsatz ist bei ROLAND durch den Verhaltenskodex strategisch verankert, denn wir sind der Überzeugung, dass ein durch Wertschätzung geprägtes Arbeitsumfeld die Grundlage für ein erfolgreiches Miteinander im Unternehmen ist. Es wurden in 2019 keine Diskriminierungsfälle bei den zuständigen Stellen Compliance oder Personal angezeigt. 

Der Frauenanteil in der ROLAND Gruppe liegt im Berichtsjahr 2019 bei 53,1 Prozent. Der Anteil von Frauen in Führungspositionen liegt mit 26 Prozent im Durchschnitt des Marktvergleichs. Bezogen auf die im Unternehmen angewendeten Entlohnungsgrundsätze verweisen wir auf den separaten Bericht zur Entgelttransparenz aus dem Jahr 2017. Zur Gleichstellung der Geschlechter ist darüber hinaus dauerhaft ein konkretes Ziel für die erste Managementebene gesetzt worden: es soll ein Frauenanteil von 25 Prozent erreicht werden. Zum 31.12. 2019 lag dieser Anteil bei 33 Prozent.

Die Gesundheit ist nicht nur ein gesellschaftliches, sondern auch ein betriebliches Thema. Aus diesem Grund ist ein Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) im Unternehmen installiert. Ziel des BGM ist der Erhalt der Gesundheit und der Arbeitsfähigkeit aller Mitarbeiter mittels eines qualifizierten Gesundheitsmanagements. Das BGM ergänzt somit den klassischen Arbeitsschutz, den eine externe Fachkraft für Arbeitssicherheit verantwortet, um die Begleitung mit gesundheitsfördernden Maßnahmen. Die Angebote umfassen sowohl proaktive, als auch prophylaktische Unterstützungsinstrumente, wie z.B. Grippeschutzimpfungen, Hautkrebsscreening, Massageangebote, Kooperation mit Fitnessstudios, Gesundheitschecks sowie Vorträge und Aktionen zu gesundheitsrelevanten Themen. So stand in 2019 als Schwerpunkt die Bewegung im Fokus.

Die Erkenntnisse aus den vorgeschriebenen Gefährdungsbeurteilungen werden in den regelmäßig stattfinden Arbeitssicherheits-Ausschuss-Sitzungen besprochen und Maßnahmen daraus abgeleitet.

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

ROLAND bildet bereits seit 40 Jahren erfolgreich pro Jahrgang im Schnitt 4 Kaufleute für Versicherungen und Finanzen, sowie jeweils eine/n Kaufmann/frau für Marketingkommunikation aus. Die hohen Übernahmequoten von durchschnittlich 75 Prozent (Betrachtung der vergangenen zehn Jahre) belegen, dass ROLAND bedarfsgerecht ausbildet und sich hinsichtlich des bildungspolitischen Auftrages seiner gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Verantwortung stellt. Seit 2018 bildet ROLAND pro Jahrgang einen Fachinformatiker (Schwerpunkt Systembetrieb) aus, um den hohen Bedarf an IT-Fachkräften zukünftig stärker durch interne Mitarbeiter decken zu können. Um zudem den stetig wachsenden Bedarf an akademischem Nachwuchs gerecht zu werden, bildet ROLAND seit zwölf Jahren erfolgreich duale Studenten zum Bachelor of Arts in Kooperation mit der EUFH in Brühl in verschiedenen Studiengängen (u.a. Wirtschaftsinformatik, General Management, Handelsmanagement) aus. Hochschulkooperationen wurden im letzten Jahr weiter vertieft und um ein Masterandenprogramm ausgeweitet, um für die wachsende Zahl an Spezialistenfunktionen im Unternehmen qualifizierte Fachkräfte gewinnen und an das Unternehmen binden zu können.

Neben den beschriebenen Rekrutierungswegen zur Nachwuchsgewinnung haben verschiedene Qualifizierungsmaßnahmen der bestehenden Mitarbeiter einen hohen Stellenwert bei ROLAND. Über ein gesellschaftsübergreifendes Seminarangebot werden die Mitarbeiter bei Bedarf beim Ausbau ihrer Sozial- und Methoden, der persönlichen Kompetenzen sowie  der sprachlichen und technischen Kompetenzen geschult. An einem speziell für ROLAND entwickelten Projektmanagementqualifizierungsprogramm in Kooperation mit der Deutschen Versicherungsakademie haben seit Start des Programms bislang bereits 50 Mitarbeiter teilgenommen.

Für Führungskräfte sind bei ROLAND außerdem besondere Entwicklungs- und Fortbildungsmaßnahmen etabliert, die alle neuen Führungskräfte durchlaufen und die dazu dienen, die ROLAND Führungskultur zu vermitteln und gleichzeitig auf die Herausforderungen von Führungsaufgaben optimal vorbereitet zu sein.

In den vergangenen Jahren wurden verschiedene Programme für die Förderung von Entwicklungslaufbahnen vorangetrieben. Bei ROLAND Rechtsschutz wurde das ROLAND-Talentprogramm mit einer zweiten Runde fortgeführt. Das Programm verfolgt das Ziel, die Teilnehmer auf die Übernahme von Führungspositionen vorzubereiten. In der ROLAND Assistance wurde mit „Assistance macht Schule“ 2018 ebenfalls die zweite Runde eines Programms für talentierte und qualifizierte Sachbearbeiter gestartet. Das Programm endete im Herbst 2019, eine weitere Auflage in 2020 ist in Planung.

Die regelmäßige Erhebung des Weiterbildungsbedarfs erfolgt im Rahmen eines jährlich stattfinden Feedbackgesprächs (ZIEL-Gespräch) zwischen Führungskraft und Mitarbeiter. Individuelle Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen können stets in Abstimmung mit der verantwortlichen Führungskraft vereinbart werden, sofern ein angemessener fachlicher und persönlicher Anlass vorliegt. Durch die systemische Einbindung eines Online-Trainingsanbieters ist zudem seit 2018 die Möglichkeit der Online-Weiterbildung gegeben. Weiterhin unterstützt ROLAND beispielsweise die Aktuars- und CERA-Ausbildung der Deutschen Aktuarsvereinigung (DAV) und berufsbegleitende MBA-Programme.

Hinzu kommen vielseitige Angebote und Initiativen seitens der Personalentwicklung sowie dem MOVE-Programm für Mitarbeiter und Führungskräfte. Diese Angebote zielen auf eine zukunftsgerechte Qualifizierung und Kompetenzerweiterung ab. So gibt es beispielsweise unternehmensweite Weiterbildungsangebote zu folgenden Themen: Sprachtrainings, Microsoftprodukte, Resilienz/Stress, Mobiles Arbeiten, Führen ohne Vorgesetztenfunktion, Agiles Projektmanagement.

Die jährliche Stundenzahl für Aus- und Weiterbildung kann aktuell noch nicht flächendeckend auf Mitarbeiter- oder Gruppenebene ausgewiesen werden. Um zukünftig die verschiedenen Qualifizierungsmaßnahmen und -programme auch systematisch erfassen und messen zu können, wurde in der ROLAND Rechtsschutz eine elektronische Lernplattform eingeführt, die bei ROLAND Assistance bereits erfolgreich im Einsatz ist. Über dieses Tool werden E-Learnings erstellt und zugewiesen. Da es ebenfalls der Seminarverwaltung dient, werden zukünftig konkrete Zahlen zum Nachweis von absolvierten Weiterbildungsmaßnahmen darstellbar sein. Dies erfolgt insbesondere aufgrund der regulatorischen Anforderungen im Rahmen der Vorgaben der Vermittlerrichtlinie (Insurance Distribution Directive, IDD) für alle IDD-relevanten Tätigkeiten.

Die oben beschriebenen Programme und Initiativen werden als wirksame Maßnahmen in Bezug auf das Risiko bewertet, dass Vakanzen immer schlechter über den externen Arbeitsmarkt besetzt werden können. Im Umkehrschluss steigt die Notwendigkeit, den Personalbedarf an qualifizierten Mitarbeitern nachhaltig aus den eigenen Reihen zu decken. Mit den verschiedenen Programmen zur Nachwuchsgewinnung soll darüber hinaus mit attraktiven Inhouse-Entwicklungsprogrammen der Anreiz für die Gewinnung von Nachwuchskräften mit weiterführendem Potenzial gedeckt werden.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator GRI SRS-403-9: Arbeitsbedingte Verletzungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

Die Punkte c-g des Indikators SRS 403-9 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.


Leistungsindikator GRI SRS-403-10: Arbeitsbedingte Erkrankungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen;
b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen.

Die Punkte c-e des Indikators SRS 403-10 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.

Im Jahr 2019 gab es keine Berufskrankheiten, Betriebsunfälle und arbeitsbedingten Todesfälle. Es wurden zehn Wegeunfälle und zwei Arbeitsunfälle gemeldet. Die darauf zurückzuführenden Ausfalltage sind der folgenden Übersicht zu entnehmen:

Leistungsindikator GRI SRS-403-4: Mitarbeiterbeteiligung zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Die berichtende Organisation muss für Angestellte und Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden, folgende Informationen offenlegen:

a. Eine Beschreibung der Verfahren zur Mitarbeiterbeteiligung und Konsultation bei der Entwicklung, Umsetzung und Leistungsbewertung des Managementsystems für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und zur Bereitstellung des Zugriffs auf sowie zur Kommunikation von relevanten Informationen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gegenüber den Mitarbeitern.

b. Wenn es formelle Arbeitgeber-Mitarbeiter-Ausschüsse für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gibt, eine Beschreibung ihrer Zuständigkeiten, der Häufigkeit der Treffen, der Entscheidungsgewalt und, ob und gegebenenfalls warum Mitarbeiter in diesen Ausschüssen nicht vertreten sind.

Zur Mitarbeiterbeteiligung ist bei ROLAND gemäß der gesetzlichen Vorschriften ein Ausschuss zur Arbeitssicherheit eingerichtet, der vierteljährlich tagt und neben Beauftragten des Arbeitgebers, Betriebsärzten und Fachkräften für Arbeitssicherheit auch Sicherheitsbeauftragte und Betriebsratsmitglieder umfasst. Die konkreten Aufgaben des Ausschusses für Arbeitssicherheit betreffen: 

Leistungsindikator GRI SRS-404-1 (siehe G4-LA9): Stundenzahl der Aus- und Weiterbildungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. durchschnittliche Stundenzahl, die die Angestellten einer Organisation während des Berichtszeitraums für die Aus- und Weiterbildung aufgewendet haben, aufgeschlüsselt nach:
i. Geschlecht;
ii. Angestelltenkategorie.

Die jährliche Stundenzahl für Aus- und Weiterbildung kann aktuell noch nicht auf Mitarbeiter- oder Gruppenebene ausgewiesen werden.

Leistungsindikator GRI SRS-405-1: Diversität
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der Personen in den Kontrollorganen einer Organisation in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

b. Prozentsatz der Angestellten pro Angestelltenkategorie in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

Darstellung der Diversität in Kontrollorganen



Darstellung der Diversität der Angestellten


Leistungsindikator GRI SRS-406-1: Diskriminierungsvorfälle
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle während des Berichtszeitraums.

b. Status der Vorfälle und ergriffene Maßnahmen mit Bezug auf die folgenden Punkte:
i. Von der Organisation geprüfter Vorfall;
ii. Umgesetzte Abhilfepläne;
iii. Abhilfepläne, die umgesetzt wurden und deren Ergebnisse im Rahmen eines routinemäßigen internen Managementprüfverfahrens bewertet wurden;
iv. Vorfall ist nicht mehr Gegenstand einer Maßnahme oder Klage.

In 2019 wurden keine Diskriminierungsfälle bei den zuständigen Stellen Compliance oder Personal angezeigt.

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Der Verhaltenskodex von ROLAND fordert von allen Mitarbeitern die Achtung der Persönlichkeitsrechte, der persönlichen Würde und der Privatsphäre des Einzelnen.

Von seinen Lieferanten und Dienstleistern erwartet ROLAND die Einhaltung der nationalen und internationalen arbeits- und sozialrechtlichen Vorgaben. Da ROLAND kein produzierendes Unternehmen ist, beschränken sich die Lieferketten in der originären Geschäftstätigkeit hauptsächlich auf die Ausstattung mit Büromitteln sowie auf IT-Hardware und -Software. Hier wird sowohl auf regionale Lieferanten in Deutschland, Österreich und Italien als auch auf international agierende Anbieter zurückgegriffen. Die Vorgaben für die Lieferantenauswahl werden in der Einkaufsrichtlinie definiert, konkrete Anforderungen in Bezug auf die Achtung der Menschenrechte und die Verhinderung von Zwangs- und Kinderarbeit werden dabei nicht übergreifend gestellt, sondern im Zweifelsfall einzelvertraglich geregelt.

Der Einsatz von Dienstleistern erfolgt im Rahmen der Leitungserbringung für die Kunden im Versicherungs- und im Assistance-Geschäft, insbesondere für Rechts- und für Mobilitätsdienstleistungen, fast ausschließlich in den Geschäftsgebieten in Deutschland, Österreich, Italien und Norwegen. Die Einhaltung der geltenden Arbeits- und Sozialstandards wird hier im Rahmen der Dienstleistungsverträge verlangt. Sofern Sub-Dienstleister beauftragt werden, ist ROLAND in der Regel zustimmungspflichtig, mindestens aber über die Beauftragung zu informieren. Die Einhaltung aller in der originären Beauftragung festgelegten Pflichten und Verantwortlichkeiten wird von ROLAND bei Subdelegation grundsätzlich vorausgesetzt. Eine Überprüfung der Geschäftsstandorte und eine Überprüfung der Lieferanten und Dienstleister unter Menschenrechtsaspekten wird von ROLAND im Rahmen der Beauftragung nicht explizit durchgeführt.

Im Rahmen der Risiko-Kontroll-Assessments wurden in 2019 keine wesentlichen Risiken mit Bezug zu Menschenrechtsbelangen identifiziert. Weitergehende Managementkonzepte zum Umgang mit Menschenrechten liegen bei ROLAND nicht vor.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator GRI SRS-412-3: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Investitionsvereinbarungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der erheblichen Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder auf Menschenrechtsaspekte geprüft wurden.

b. Die verwendete Definition für „erhebliche Investitionsvereinbarungen“.

ROLAND und der überwiegende Anteil der beauftragten Lieferanten und Dienstleister sind nicht in Regionen tätig, in denen die Achtung der Menschenrechte kritisch bewertet wird. Eine Überprüfung der Geschäftsstandorte und eine Überprüfung der Lieferanten und Dienstleister unter Menschenrechtsaspekten wird von ROLAND im Rahmen der Beauftragung nicht explizit durchgeführt. Im Rahmen von Investitionsentscheidungen werden, wie in den Leistungsindikatoren zu Kriterium 10 beschrieben, für einen Teil des Anlagebestands Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt, Menschenrechte sind in dieser Berücksichtigung inkludiert.

Leistungsindikator GRI SRS-412-1: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, an denen eine Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt wurde, aufgeschlüsselt nach Ländern.

Siehe GRI SRS-412-3

Leistungsindikator GRI SRS-414-1: Auf soziale Aspekte geprüfte, neue Lieferanten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der neuen Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien bewertet wurden.

Siehe GRI SRS-412-3

Leistungsindikator GRI SRS-414-2: Soziale Auswirkungen in der Lieferkette
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Zahl der Lieferanten, die auf soziale Auswirkungen überprüft wurden.

b. Zahl der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen ermittelt wurden.

c. Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen, die in der Lieferkette ermittelt wurden.

d. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt und infolge der Bewertung Verbesserungen vereinbart wurden.

e. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt wurden und infolgedessen die Geschäftsbeziehung beendet wurde, sowie Gründe für diese Entscheidung.

Siehe GRI SRS-412-3

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Der Stammsitz der ROLAND ist seit der Unternehmensgründung im Jahr 1957 in Köln. Der ROLAND-Campus, welcher seit 1983 Standort von ROLAND ist, wurde seitdem durch bauliche Maßnahmen auf dem eigenen Grundstück sowie durch die Anmietung zusätzlicher Räumlichkeiten in der direkten Umgebung erweitert. Gegenwärtig sind 60 Prozent  aller ROLAND-Mitarbeiter am Stammsitz in Köln tätig, darüber hinaus haben die AXA Deutschland und die Gothaer-Gruppe als Anteilseigner und Vertriebspartner der ROLAND ihren Stammsitz ebenfalls in Köln, sodass die regionale Verbundenheit zum Standort Köln seit jeher stark ausgeprägt ist. Ein dediziertes Managementkonzept zum Umgang mit Sozialbelangen ist bei ROLAND nicht implementiert.

Seit 60 Jahren ist ROLAND Experte in Sachen Recht und Service. Auch in der Öffentlichkeit tritt das Unternehmen als Spezialist in Erscheinung. Im Geschäftsjahr 2019 standen unter anderem die folgenden Themen im Fokus: Im Rahmen der regulären Risikomanagementprozesse wurden keine wesentlichen Risiken mit Auswirkungen auf Sozialbelange identifiziert.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator GRI SRS-201-1: Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. den zeitanteilig abgegrenzten, unmittelbar erzeugten und ausgeschütteten wirtschaftlichen Wert, einschließlich der grundlegenden Komponenten der globalen Tätigkeiten der Organisation, wie nachfolgend aufgeführt. Werden Daten als Einnahmen‑Ausgaben‑Rechnung dargestellt, muss zusätzlich zur Offenlegung folgender grundlegender Komponenten auch die Begründung für diese Entscheidung offengelegt werden:
i. unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert: Erlöse;
ii. ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert: Betriebskosten, Löhne und Leistungen für Angestellte, Zahlungen an Kapitalgeber, nach Ländern aufgeschlüsselte Zahlungen an den Staat und Investitionen auf kommunaler Ebene;
iii. beibehaltener wirtschaftlicher Wert: „unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert“ abzüglich des „ausgeschütteten wirtschaftlichen Werts“.

b. Der erzeugte und ausgeschüttete wirtschaftliche Wert muss getrennt auf nationaler, regionaler oder Marktebene angegeben werden, wo dies von Bedeutung ist, und es müssen die Kriterien, die für die Bestimmung der Bedeutsamkeit angewandt wurden, genannt werden.

Direkt erwirtschafteter wirtschaftlicher Wert Verteilter wirtschaftlicher Wert Zurückbehaltener wirtschaftlicher Wert (= direkt – verteilt) = 10.541.668,29 EUR

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Politische Einflussnahme erfolgt ausschließlich durch den Branchenverband GDV. Dieser kommentiert Gesetzesvorschläge und Regulierungsinitiativen regelmäßig während der Konsultationsphasen im Interesse der Mitgliedsunternehmen.  Spenden an politische Parteien und politische Amtsträger sind gemäß des ROLAND Verhaltenskodex nicht gestattet und werden daher grundsätzlich nicht gewährt.

ROLAND ist als Mitglied in den folgenden Organisationen aktiv:

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator GRI SRS-415-1: Parteispenden
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Monetären Gesamtwert der Parteispenden in Form von finanziellen Beiträgen und Sachzuwendungen, die direkt oder indirekt von der Organisation geleistet wurden, nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

b. Gegebenenfalls wie der monetäre Wert von Sachzuwendungen geschätzt wurde.

Es werden grundsätzlich keine politischen Spenden gewährt. 

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Die Einhaltung aller gesetzlichen Regelungen und unternehmensinternen Vorgaben ist wesentlicher Bestandteil der Unternehmenspolitik und ausdrückliches Ziel der Risikostrategie von ROLAND. Im Rahmen des Governance-Systems ist deshalb ein Compliance-Management-System (CMS) implementiert, welches allen Mitarbeitern dabei helfen soll, Rechtsverstöße im Unternehmen zu vermeiden sowie zu erkennen, aufzudecken und möglichst kurzfristig zu beheben. Zur Steuerung und Überwachung des CMS wurde die Rolle der Compliance-Funktion eingerichtet und mit den entsprechenden Kompetenzen und Zuständigkeiten ausgestattet. So erfolgt in einem mindestens jährlichen Rhythmus eine systematische Bewertung der Angemessenheit und Wirksamkeit der von ROLAND getroffenen Maßnahmen zur Verhinderung von rechtswidrigem Verhalten und Korruption. Der gesamte Vorstand wird von der Compliance-Funktion regelmäßig im Rahmen des Risiko- & Compliance-Komittees sowie ad-hoc in anderen Gremien über relevante Entwicklungen und Erkenntnisse informiert. Über alle Feststellungen eines Geschäftsjahres wird außerdem ein Compliance-Jahresbericht erstellt und an die Vorstände adressiert. Alle Mitarbeiter werden regelmäßig durch Schulungen für Compliance-relevante Sachverhalte sensibilisiert. Es wurden 2019 bei ROLAND keine wesentlichen Korruptionsrisiken identifiziert.

Im Jahr 2019 wurden als potentiell wesentliche Risiken die Nichtbeachtung des Ausschlusses der Leistungspflicht bei sanktionierten Ländern, die Nichteinhaltung der GDV-Leitsätze, Ressourcen-Engpässe, Outsourcing-Risiken und die Nichtbeachtung arbeitsrechtlicher Vorschriften ermittelt. Allen potentiellen Risiken wird durch angemessene Maßnahmen und Kontrollen begegnet; gleichzeitig wird dies im Rahmen der aufsichtlichen Berichtspflichten kommuniziert. Soweit eine präventive Verhinderung eines Verstoßes gegen externe oder interne Anforderungen nicht gelingt, dient das Compliance-Management-System der Früherkennung, Aufdeckung, Behandlung und Dokumentation von Verstößen. Aus Compliance-Vorfällen werden Verbesserungsmaßnahmen für bestehende Strukturen abgeleitet, um zukünftige Vorfälle dieser Art weitestgehend zu vermeiden. Zur Aufdeckung von Verstößen dient ein eingerichtetes Hinweisgebersystem, welches allen Mitarbeitern die Möglichkeit gibt, die Nichteinhaltung von externen oder internen Vorgaben anonym einem externen Vertrauensanwalt zu melden.

Ein Verstoß gegen gesetzliche Vorschriften und interne Vorgaben kann für ROLAND und für einzelne Mitarbeiter beträchtliche zivil-, straf- und arbeitsrechtliche Konsequenzen haben. Eine effiziente Compliance-Kultur erfordert, dass ROLAND hinreichend deutlich kommuniziert, dass Verstöße gegen Compliance-Vorgaben sanktioniert werden und arbeitsrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen können. In einem abgestuften Verfahren werden angemessene Sanktionen je nach Art, Schwere, Folgen und Häufigkeit des Verstoßes ergriffen. Es wurden 2019 weder Korruptionsfälle oder sonstige Fälle einer Nicht-Compliance festgestellt noch signifikante Bußgelder oder nicht-monetäre Strafen gegen eines der Gruppenunternehmen oder die Gruppe insgesamt erlassen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator GRI SRS-205-1: Auf Korruptionsrisiken geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden.

b. Erhebliche Korruptionsrisiken, die im Rahmen der Risikobewertung ermittelt wurden.

Im Rahmen der jährlichen Risiko-Kontroll-Assessments werden innerhalb der ganzen Gruppe und somit auch für alle Standorte Korruptionsrisiken geprüft. Es wurden 2019 keine wesentlichen Korruptionsrisiken identifiziert.

Leistungsindikator GRI SRS-205-3: Korruptionsvorfälle
Die berichtende Organisation muss über folgende Informationen berichten:

a. Gesamtzahl und Art der bestätigten Korruptionsvorfälle.

b. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Angestellte aufgrund von Korruption entlassen oder abgemahnt wurden.

c. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Verträge mit Geschäftspartnern aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption gekündigt oder nicht verlängert wurden.

d. Öffentliche rechtliche Verfahren im Zusammenhang mit Korruption, die im Berichtszeitraum gegen die Organisation oder deren Angestellte eingeleitet wurden, sowie die Ergebnisse dieser Verfahren.

Es wurden in 2019 keine Korruptionsfälle festgestellt.

Leistungsindikator GRI SRS-419-1: Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich, und zwar:
i. Gesamtgeldwert erheblicher Bußgelder;
ii. Gesamtanzahl nicht-monetärer Sanktionen;
iii. Fälle, die im Rahmen von Streitbeilegungsverfahren vorgebracht wurden.

b. Wenn die Organisation keinen Fall von Nichteinhaltung der Gesetze und/oder Vorschriften ermittelt hat, reicht eine kurze Erklärung über diese Tatsache aus.

c. Der Kontext, in dem erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen auferlegt wurden.

Es wurden in 2019 keine signifikanten Bußgelder oder nicht monetären Strafen gegen eines der ROLAND-Unternehmen erlassen.