14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Achtung von Mitarbeiterrechten und Beteiligung der Mitarbeiter

ITAD steht für ein faires Miteinander. Kollegialität kennzeichnet den Umgang der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter untereinander. Die Arbeitsatmosphäre ist von Kreativität und Gemeinschaftssinn geprägt.
Der Verband ist auf die räumliche und zeitliche Flexibilität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewiesen, da z.B. Stellungnahmen oder auch Beratungen für Mitgliedsunternehmen eine kurzfristige Bearbeitung erfordern. Im Gegenzug bietet ITAD flexible Arbeitsmöglichkeiten wie Homeoffice-Tage,  Vertrauensarbeitszeit etc., um die damit einhergehenden Herausforderungen und Risiken wie etwa eine fehlende Balance zwischen Arbeit und Privatsphäre sowie unregelmäßige Arbeitszeiten und damit einhergehende Belastungen zu mindern. Weitere Maßnahmen wurden bislang aufgrund der Mitarbeiterstruktur und den entsprechenden Präferenzen nicht ergriffen.

Beteiligung am Nachhaltigkeitsmanagement

Durch die verstärkte Mitarbeiterbeteiligung an der ITAD-Nachhaltigkeitsstrategie (vgl. Kriterium 5) erhofft sich ITAD weitere Impulse und Innovationen in Richtung Nachhaltigkeit sowie eine erhöhte Identifikation mit der ITAD-Nachhaltigkeitsstrategie. Diese Maßnahmen tragen zudem zur Attraktivität und Zukunftsorientierung von ITAD als Arbeitgeber bei (vgl. Kriterium 10).

Ziele

Es wird auch in Zukunft angestrebt, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Freiräume zu ermöglichen, um das persönliche Engagement im Bereich Nachhaltigkeit für ITAD und die Mitgliedsunternehmen einbringen zu können.

Webinare, Web-, Telefonkonferenzen sowie Inhouse-Schulungen sollen ab dem Jahr 2020 verstärkt dazu beitragen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu entlasten. Dies wirkt sich zugleich ökologisch im Sinne verminderter mobilitätsbedingter Emissionen aus.

Weitere Rahmenbedingungen

ITAD ist in erster Linie in Deutschland tätig. Die Geschäftspartner rekrutieren sich ebenfalls fast ausschließlich aus Deutschland. Es gilt das deutsche Arbeitsrecht. Spezielle Dienstvereinbarungen existieren nicht.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Chancengerechtigkeit – Strategien, Maßnahmen und Ziele

In der ITAD-Geschäftsstelle waren im Berichtsjahr 2019 fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig. Transparenz und flache Hierarchien kennzeichnen den Arbeitsalltag. Flexible Arbeitszeitmodelle kompensieren branchenspezifische Herausforderungen wie unregelmäßige Arbeitszeiten und ein bundesweites Einsatzgebiet. Durch die Mitarbeit bei der CEWEP kommen zudem europäische Treffen zustande.

Die Gesundheitsorientierung spielt am Arbeitsplatz eine große Rolle. Dazu gehören beispielsweise ergonomisch Stühle. Bestimmte Dienstvereinbarungen oder Mechanismen existieren jedoch nicht. Im Rahmen von Mitarbeiterbesprechungen können entsprechende Wünsche geäußert und Vorschläge eingebracht werden.

Aufgrund der geringen Mitarbeiterzahl und vor allem der Mitarbeiterstruktur sind keine weiteren Strategien, Maßnahmen oder Ziele für das Berichtsjahr zu nennen. Sofern sich die Präferenzen, Lebenslagen oder sonstigen Rahmenbedingungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ändern, wird ITAD im Hinblick auf die Chancengerechtigkeit entsprechende Angebote gemeinsam erörtern und umsetzen.

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Qualifizierung – Strategien, Maßnahmen und Ziele

ITAD-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern wird die Teilnahme an Schulungen, Fort- und Weiterbildungen ermöglicht, auch im Bereich der nachhaltigen Entwicklung.
Im Rahmen der Erstellung der ersten DNK-Erklärung (Berichtsjahr 2017) erfolgte eine Schulung des gesamten Teams in der ITAD-Geschäftsstelle.

Im Berichtsjahr 2019 hat der ITAD-Verantwortliche für Nachhaltigkeit zur Vorbereitung des Projekts „Nachhaltige Gestaltung des Betriebsgeländes“ am Dialogforum „Unternehmen Biologische Vielfalt 2020“ teilgenommen.
Durchgeführt wurde zudem im Dezember 2019 eine Schulung der Geschäftsstellenmitarbeiterinnen und -mitarbeiter in den Bereichen Arbeitnehmerrechte, Chancengerechtigkeit und Qualifizierung im Kontext Nachhaltigkeit.

Der Austausch mit wissenschaftlichen Instituten, Kooperationspartnern, politischen Akteuren trägt zur kontinuierlichen Schulung und Wissensaneignung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei. Gleiches gilt für die Teilnahme an Kongressen, Workshops etc., die dem Kompetenzzuwachs ebenso dienen wie der Netzwerkarbeit.

Zu den Zielen im Bereich Qualifizierung gehören zunehmend Inhouse-Schulungen, die effizient, bedarfsgerecht und anwendungsbezogen in der ITAD-Geschäftsstelle durchgeführt werden.
ITAD steht auch im Jahr 2020 für Schulungen in Mitgliedsunternehmen und Verbänden wie dem VKU etc. zur Verfügung.
Der Konferenzraum der ITAD kann von Mitgliedsunternehmen für Besprechungen und Qualifizierungen genutzt werden.

Aufgrund der geringen Mitarbeiterzahl sind keine weiteren Maßnahmen oder Ziele für das Berichtsjahr zu nennen.

Risiken

Schulungen, Fort- und Weiterbildungen sind in Absprache mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern so zu wählen und gestalten, dass diese nicht zu Überforderungen führen. Daher werden u.a. die oben genannten Inhouse-Schulungen durchgeführt.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator GRI SRS-403-9: Arbeitsbedingte Verletzungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

Die Punkte c-g des Indikators SRS 403-9 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.


Leistungsindikator GRI SRS-403-10: Arbeitsbedingte Erkrankungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen;
b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen.

Die Punkte c-e des Indikators SRS 403-10 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.

Diese Angaben werden statistisch nicht erfasst, da in der ITAD-Geschäftsstelle nur fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig sind und bislang keine Auffälligkeiten zu verzeichnen waren.

Leistungsindikator GRI SRS-403-4: Mitarbeiterbeteiligung zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Die berichtende Organisation muss für Angestellte und Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden, folgende Informationen offenlegen:

a. Eine Beschreibung der Verfahren zur Mitarbeiterbeteiligung und Konsultation bei der Entwicklung, Umsetzung und Leistungsbewertung des Managementsystems für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und zur Bereitstellung des Zugriffs auf sowie zur Kommunikation von relevanten Informationen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gegenüber den Mitarbeitern.

b. Wenn es formelle Arbeitgeber-Mitarbeiter-Ausschüsse für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gibt, eine Beschreibung ihrer Zuständigkeiten, der Häufigkeit der Treffen, der Entscheidungsgewalt und, ob und gegebenenfalls warum Mitarbeiter in diesen Ausschüssen nicht vertreten sind.

Entsprechend der Größe der Geschäftsstelle und den Mitarbeiterpräferenzen ist dieser Indikator für ITAD nicht wesentlich.

Leistungsindikator GRI SRS-404-1 (siehe G4-LA9): Stundenzahl der Aus- und Weiterbildungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. durchschnittliche Stundenzahl, die die Angestellten einer Organisation während des Berichtszeitraums für die Aus- und Weiterbildung aufgewendet haben, aufgeschlüsselt nach:
i. Geschlecht;
ii. Angestelltenkategorie.

Dieser Wert wurde im Berichtsjahr aufgrund fehlender Wesentlichkeit für ITAD nicht erhoben. Vgl. darüber hinaus die Ausführungen in Kriterium 16.

Leistungsindikator GRI SRS-405-1: Diversität
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der Personen in den Kontrollorganen einer Organisation in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

b. Prozentsatz der Angestellten pro Angestelltenkategorie in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

Die Strukturen der Geschäftsstelle und im Vorstand erforderten im Berichtsjahr keine gesonderten Strategien, Maßnahmen oder Zielsetzungen. Das Thema wird aber in den Mitgliedsunternehmen bedeutsamer.

Leistungsindikator GRI SRS-406-1: Diskriminierungsvorfälle
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle während des Berichtszeitraums.

b. Status der Vorfälle und ergriffene Maßnahmen mit Bezug auf die folgenden Punkte:
i. Von der Organisation geprüfter Vorfall;
ii. Umgesetzte Abhilfepläne;
iii. Abhilfepläne, die umgesetzt wurden und deren Ergebnisse im Rahmen eines routinemäßigen internen Managementprüfverfahrens bewertet wurden;
iv. Vorfall ist nicht mehr Gegenstand einer Maßnahme oder Klage.

Null.

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Menschenrechte – Strategien, Maßnahmen und Zielerreichung

Internationales Engagement

Das beratende Engagement insbesondere in Entwicklungs- und Schwellenländern wird weiter fortgeführt. Dies ist verbunden mit dem Ziel, die hochwertigen Standards der Thermischen Abfallbehandlung in Deutschland und damit die Nachhaltigkeitsleistungen der Mitgliedsunternehmen transparenter und vergleichbarer zu machen. Neben Fragen der Abfallentsorgung spielen in diesem Zusammenhang auch menschenrechtliche Aspekte wie die Arbeitsbedingungen eine zentrale Rolle.
Der ITAD-Geschäftsführer Carsten Spohn hat bereits im Jahr 2016 im Zuge eines Erfahrungsaustausches die entsprechenden Waste-to-Energy-Anlagen Okhla und Ghazipur in Delhi besucht. Im Mai 2018 erfolgte ein neuerlicher Besuch. In diesem Rahmen wurde ein Workshop mit Unterstützung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), der Bundesregierung und des Ministeriums für Umwelt, Wald und Klimawandel (MoEFCC) sowie der indischen Regierung im Rahmen des GIZ-globalen Projekts „Exportinitiative für Umwelttechnologien“ durchgeführt. Zusätzlich wurde die neu in Betrieb genommene Waste-to-Energy-Anlage in Bawana besichtigt. ITAD wird sich in der deutsch-indischen Arbeitsgruppe „Waste & Circular Economy“ auch künftig für einen nachhaltigen indischen Waste-to-Energy-Sektor einsetzen.
ITAD-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter haben zudem Vorträge vor internationalen Delegationen – beispielsweise aus China, Türkei und Äthiopien – gehalten und über die Schritte der Branche in Richtung Nachhaltigkeit – auch im Hinblick auf die Arbeitsbedingungen – informiert.
ITAD gibt seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch weiterhin Freiräume, um das globale soziale Engagement in persönlichen Austauschprozessen zu fördern.

Nachhaltige Beschaffung

Die nachhaltige Beschaffung nimmt einen immer größeren Raum ein und dient neben ökologischen Zielen auch sozialen Aspekten wie etwa der Einhaltung der Menschenrechte. Dies betrifft Produkte im Bereich der Büromaterialien, Büroausstattung, Verpflegung etc.

ITAD erwartet auch in Zukunft eine nachhaltige Entwicklung (u.a. im Hinblick auf Menschenrechte) in der gesamten Abfallbranche!

Ziele

Das globale soziale Engagement soll weiter verstärkt werden. Beratungsprozesse im Sinne einer global nachhaltigen Entwicklung in der Abfallbranche und im Speziellen in der Thermischen Abfallbehandlung werden weiter forciert.

Risiken

Die ITAD-Geschäftstätigkeit führte im Berichtsjahr zu keiner Verletzung von Menschenrechten. Risiken sind nicht erkennbar

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator GRI SRS-412-3: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Investitionsvereinbarungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der erheblichen Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder auf Menschenrechtsaspekte geprüft wurden.

b. Die verwendete Definition für „erhebliche Investitionsvereinbarungen“.

Null.

Leistungsindikator GRI SRS-412-1: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, an denen eine Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt wurde, aufgeschlüsselt nach Ländern.

Null.

Leistungsindikator GRI SRS-414-1: Auf soziale Aspekte geprüfte, neue Lieferanten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der neuen Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien bewertet wurden.

Null.

Leistungsindikator GRI SRS-414-2: Soziale Auswirkungen in der Lieferkette
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Zahl der Lieferanten, die auf soziale Auswirkungen überprüft wurden.

b. Zahl der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen ermittelt wurden.

c. Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen, die in der Lieferkette ermittelt wurden.

d. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt und infolge der Bewertung Verbesserungen vereinbart wurden.

e. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt wurden und infolgedessen die Geschäftsbeziehung beendet wurde, sowie Gründe für diese Entscheidung.

In der Lieferkette waren im Berichtsjahr keine negativen sozialen Auswirkungen erkennbar. Daher gibt es bislang auch keinen Anlass, die Anzahl der Lieferanten näher zu bestimmen bzw. zu kategorisieren. Eine systematische Erfassung wird im kommenden Berichtszeitraum geprüft. 

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Gemeinwesen

ITAD vertritt als Interessengemeinschaft Unternehmen, die im Bereich der Daseinsvorsorge tätig sind. Diese sind in der Regel gemeinwohlorientiert und leisten ihren Beitrag für die jeweilige Region im Hinblick auf die Entsorgungssicherheit, die Hygienisierung etc.

ITAD bietet nachhaltigkeitsbezogene Bildungsmaterialien an, die sich u.a. Fragen widmen, wie "der Müll in die Steckdose kommt"! (PP-Vortrag). Zudem wurde ein Comic erstellt, das über den "Weg des Mülls" spielerisch Auskunft gibt und den Nutzen der Restmülltonne darstellt ("Wie wird denn bitte aus Müll Strom gemacht?“).

Studierende sowie Schülerinnen und Schüler erhalten die Möglichkeit, bei der ITAD Praktika zu absolvieren.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator GRI SRS-201-1: Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. den zeitanteilig abgegrenzten, unmittelbar erzeugten und ausgeschütteten wirtschaftlichen Wert, einschließlich der grundlegenden Komponenten der globalen Tätigkeiten der Organisation, wie nachfolgend aufgeführt. Werden Daten als Einnahmen‑Ausgaben‑Rechnung dargestellt, muss zusätzlich zur Offenlegung folgender grundlegender Komponenten auch die Begründung für diese Entscheidung offengelegt werden:
i. unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert: Erlöse;
ii. ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert: Betriebskosten, Löhne und Leistungen für Angestellte, Zahlungen an Kapitalgeber, nach Ländern aufgeschlüsselte Zahlungen an den Staat und Investitionen auf kommunaler Ebene;
iii. beibehaltener wirtschaftlicher Wert: „unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert“ abzüglich des „ausgeschütteten wirtschaftlichen Werts“.

b. Der erzeugte und ausgeschüttete wirtschaftliche Wert muss getrennt auf nationaler, regionaler oder Marktebene angegeben werden, wo dies von Bedeutung ist, und es müssen die Kriterien, die für die Bestimmung der Bedeutsamkeit angewandt wurden, genannt werden.

ITAD ist ein eingetragener Verein ohne Gewinnerzielungsabsicht.

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Aktuelle Gesetzgebungsverfahren

ITAD ist als Verband in nahezu alle Gesetzgebungsverfahren im Bereich der Abfall- und Energiewirtschaft involviert und verfasst entsprechende Stellungnahmen, die auf der Internetseite veröffentlicht werden. Exemplarisch ist hier das Brennstoffemissionshandelsgesetz, das Kreislaufwirtschaftsgesetz sowie die Novellierung der Verordnung über Verbrennungsanlagen für Abfälle und ähnliche brennbare Stoffe (17. BImSchV) zu nennen.

Mitgliedschaften

Mitgliedschaften in Verbänden und Netzwerken sind Teil der politischen Einflussnahme. ITAD ist Mitglied im Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und KWK e.V. (AGFW), Bundesverband der Energiespeicher e.V. (bves), dem europäischen Dachverband CEWEP (Confederation of European Waste-to-Energy Plants) sowie der Initiative Klimaschutz durch Kreislaufwirtschaft e.V.

Politische Einflussnahme

Zweck der ITAD ist laut Satzung die Förderung der Interessen der Eigentümer und der Betreiber der Thermischen Abfallbehandlungsanlagen in Deutschland, insbesondere im Verhältnis zu Öffentlichkeit, Politik, Behörden und anderen Organisationen der Wirtschaft und Wissenschaft wahrzunehmen. Daraus leitet sich der Anspruch ab, die Interessen der Unternehmen politisch zu vertreten.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von ITAD stehen Politikern in Bund, Ländern und Kommunen beratend als kompetenter, seriöser und sachlicher Ansprechpartner zur Verfügung.

Im politischen Prozess verfolgt ITAD u.a. das Ziel, Transparenz im Hinblick auf die Nachhaltigkeitsleistungen der Branche zu schaffen.

ITAD wird in der öffentlichen Liste des Deutschen Bundestages über die Registrierung von Verbänden und deren Vertretern aufgeführt.

Spenden an politische Parteien

Es erfolgen keine Spenden oder sonstige Zuwendungen an politische Parteien.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator GRI SRS-415-1: Parteispenden
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Monetären Gesamtwert der Parteispenden in Form von finanziellen Beiträgen und Sachzuwendungen, die direkt oder indirekt von der Organisation geleistet wurden, nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

b. Gegebenenfalls wie der monetäre Wert von Sachzuwendungen geschätzt wurde.

Null.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Strategie

Rechtliche Rahmenbedingungen sind in der Satzung geregelt, vereinsrechtliche Aspekte werden beachtet und vom Vorstand und den Mitgliedern kontrolliert. Steuern/Buchführung unterliegen der entsprechenden Beratung und Prüfung.

Sensibilisierung von Führungskräften und Mitarbeitern

Die Sensibilisierung von Führungskräften sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erfolgt kontinuierlich. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Vorstand und die vereinsrechtlichen Strukturen und Rahmenbedingungen ist das Thema “Compliance” strukturell bei der ITAD verankert.

Verantwortlichkeit

Die Verantwortung liegt bei der Geschäftsführung. Ein Mitarbeiter war in der ITAD-Geschäftsstelle bis Dezember 2019 für Recht und Kommunikation zuständig. Diese Stelle wird im Jahr 2020 neu besetzt und auf zwei Mitarbeiterinnen aufgeteilt.

Ziele

Weitergehende Ziele im Bereich Compliance wurden im Berichtsjahr 2019 nicht formuliert.

Risiken

Risiken sind nicht erkennbar. Im Berichtszeitraum waren keine Gesetzesverstöße zu verzeichnen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator GRI SRS-205-1: Auf Korruptionsrisiken geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden.

b. Erhebliche Korruptionsrisiken, die im Rahmen der Risikobewertung ermittelt wurden.

Null. ITAD verfügt über nur eine Geschäftsstelle. Zur Vorbeugung von Korruptionsrisiken vgl. Kriterium 20.

Leistungsindikator GRI SRS-205-3: Korruptionsvorfälle
Die berichtende Organisation muss über folgende Informationen berichten:

a. Gesamtzahl und Art der bestätigten Korruptionsvorfälle.

b. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Angestellte aufgrund von Korruption entlassen oder abgemahnt wurden.

c. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Verträge mit Geschäftspartnern aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption gekündigt oder nicht verlängert wurden.

d. Öffentliche rechtliche Verfahren im Zusammenhang mit Korruption, die im Berichtszeitraum gegen die Organisation oder deren Angestellte eingeleitet wurden, sowie die Ergebnisse dieser Verfahren.

Null.

Leistungsindikator GRI SRS-419-1: Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich, und zwar:
i. Gesamtgeldwert erheblicher Bußgelder;
ii. Gesamtanzahl nicht-monetärer Sanktionen;
iii. Fälle, die im Rahmen von Streitbeilegungsverfahren vorgebracht wurden.

b. Wenn die Organisation keinen Fall von Nichteinhaltung der Gesetze und/oder Vorschriften ermittelt hat, reicht eine kurze Erklärung über diese Tatsache aus.

c. Der Kontext, in dem erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen auferlegt wurden.

Null.