14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Gigaset verfolgt die Strategie, die Rechte der Arbeitnehmer zu respektieren und ihnen alle gesetzlichen Mitsprachemöglichkeiten einzuräumen. Um dies sicher zu stellen pflegen die Unternehmensführung, die Personalleitung und die Arbeitnehmervertreter einen intensiven und regelmäßigen Dialog.  Mitarbeiter des Betriebsrats sind im Aufsichtsrat der Gigaset Communications GmbH nach dem Drittelbeteiligungsgesetz vertreten. Zudem sind drei weitere Arbeitnehmer im Aufsichtsrat der Gigaset Communications GmbH vertreten. Die Betriebsräte werden entsprechend des deutschen Betriebsverfassungsgesetzes in alle relevanten personellen Entscheidungen einbezogen. Gigaset pflegt einen intensiven und vertrauensvollen Kontakt mit den Tarifvertragsparteien. Ergebnis dieser vertrauensvollen Zusammenarbeit ist unter anderem, dass Gigaset seit dem Jahr 2004 fortlaufend Ergänzungs- und Sondertarifverträge mit den Tarifvertragsparteien abgeschlossen hat. Im laufenden Sondertarifvertrag, der auch im Berichtsjahr 2018 Anwendung findet, sind darüber hinaus regelmäßige Treffen mit den Tarifvertragsparteien während der Laufzeit vereinbart, bei denen vereinbarte Kennzahlen zur Wirksamkeit des Vertrags vorgestellt werden. Gigaset ist ein internationaler agierender Konzern. Allen Mitarbeitern werden bei der Einstellung, ihrer weiteren Entwicklung und ihrer Vergütung die gleichen Chancen geboten. Unser Maßstab ist das deutsche Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz. Mit den Mitarbeitern werden jährliche Gespräche nach einem einheitlichen Konzept geführt. Diese Gespräche dienen dazu, sich ausführlich über die Zusammenarbeit im zurückliegenden Jahr auszutauschen sowie gemeinsame Ziele für das kommende Jahr festzulegen. Diese Maßnahmen fanden im Berichtsjahr statt und sollen auch zukünftig zur Anwendung kommen. Vor dem Hintergrund, dass diese Strategie auch in der Zukunft fortgeführt wird, sieht Gigaset keine wesentlichen Risiken für den Geschäftsbetrieb. Zielvereinbarungen und Vergütungen für Mitarbeiter orientieren sich nicht am Erreichen von Nachhaltigkeitszielen und an der langfristigen Wertschöpfung.

Hinsichtlich der Arbeitnehmerbelange wurde keine gesonderte Identifikation wesentlicher Risiken vorgenommen, da Gigaset aufgrund der Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und der tarifvertraglichen Bindung eine entsprechende Erforderlichkeit nicht sieht. Hinsichtlich der diesbezüglichen Vorgaben an unsere Lieferanten verweisen wir auf die Beschreibung in Kriterium 17 (Menschenrechte). Aufgrund der guten Beziehungen der Unternehmensführung zum Betriebsrat und den Tarifvertragsparteien als Arbeitnehmervertreter wird über die oben geschilderte Strategie hinaus auch keine Erforderlichkeit für ein gesondertes Managementkonzept gesehen.  
 
Der Bezug der variablen Vergütung auf Zielerreichung im jeweiligen Geschäftsjahr dient den Interessen von Gigaset. Die variable Vergütung ist an den Erfüllungsgrad der jeweiligen Messgrößen für den Unternehmenserfolg der Gigaset gekoppelt. Die Festlegung der Zielvorgabe zu Beginn eines jeden Geschäftsjahres ermöglicht es Gigaset, auf geänderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen flexibel zu reagieren. 

Auch wenn Zielvereinbarungen im Bereich Nachhaltigkeit nicht vereinbart werden, so bleibt Gigaset dem Ziel verpflichtet  bei der Corporate & Social Responsibility in allen Bereichen deutlich besser zu sein als der Durchschnitt der Unternehmen, die Kommunikationsgeräte herstellen. Die Evaluation erfolgt extern durch EcoVadis.

Nachhaltigkeit ist in den Business Conduct Guidelines für alle Mitarbeiter verbindlich verankert und gehört damit zur Unternehmensphilosophie und zum Geschäftsalltag bei Gigaset.
 

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Gigaset ist ein international agierendes Unternehmen im Umbruch. Gigaset wird sich in den kommenden Jahren vom reinen Hardwareanbieter zum Lösungsanbieter für Kommunikation weiter entwickeln. Gigaset setzt daher auf Mitarbeiter, die unterschiedliche Erfahrungen, Qualifikationen und Sichtweisen mitbringen und uns mit ihren individuellen Kompetenzen dabei unterstützen, den wirtschaftlichen und strukturellen Herausforderungen erfolgreich zu begegnen. Allen Mitarbeitern werden bei der Einstellung, ihrer weiteren Entwicklung und ihrer Vergütung die gleichen Chancen geboten. Maßstab ist das deutsche Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz.
 
Die Wahrung von Chancengleichheit und Vielfalt ist zentrales Anliegen der Personalpolitik von Gigaset. Gigaset bietet allen Mitarbeitern gleiche Chancen. Niemand wird wegen Herkunft, Geschlecht, sexueller Orientierung, Religion oder Weltanschauung, Behinderung oder Alter benachteiligt.

Zum 31. Dezember 2018 lag die Frauenquote bei Gigaset bei 25%.  Der Anteil der weiblichen Beschäftigten in Führungsfunktionen (Ebene 1 und 2) unterhalb des Vorstandes  in der größten Gesellschaft, der Gigaset Communications GmbH, lag zum Ende des Berichtsjahrs bei 6,66%.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat bei Gigaset hohe Priorität. Es werden diverse Arbeitszeitmodelle und eine Homeoffice-Gesamtbetriebsvereinbarung angeboten, die über gesetzlich definierte Lösungen hinausgehen. Die Details der Teilzeitarbeit werden zwischen Mitarbeiter und Vorgesetztem individuell abgestimmt. Betriebliche Leistungen stehen den Mitarbeitern in Teilzeit anteilig zu. Der Anteil von in Teilzeit beschäftigten Mitarbeiter liegt zum 31.12.2018 bei 7,0%.

Bei Mutterschutz und Elternzeit orientieren sich die Angebote an den gesetzlichen Regelungen. Darüber hinaus bestehen ebenfalls zahlreiche individuelle Absprachen.
 
Das Vergütungssystem orientiert sich an den Anforderungen der Stelle, den individuellen Leistungen, den Bedingungen und Wettbewerbsverhältnissen des lokalen Umfelds. Es basiert für den wesentlichen Teil der Mitarbeiter zusätzlich auf Tarifverträgen. Es wird darauf geachtet, dass bei der Vergütung keine Ungerechtigkeiten, beispielsweise aufgrund des Geschlechts oder Alters, entstehen.

Da Gigaset ein produzierendes Unternehmen ist, hat Sicherheit am Arbeitsplatz bei Gigaset höchste Priorität. Es werden auf allen Ebenen Audits sowohl durch interne als auch durch externe Stellen durchgeführt, um die Maßnahmen zur Arbeitssicherheit fortlaufend zu überprüfen und kontinuierlich zu verbessern. Darüber hinaus werden regelmäßig Arbeitssicherheitsschulungen für alle Mitarbeiter durchgeführt, um Unfälle zu verhindern.
 
Den Gesundheitsschutz und die Gesundheitsförderung stellen wir durch unseren betriebsärztlichen Dienst sicher, der nicht nur für akute Gesundheitsthemen sondern auch für Präventionsmaßnahmen, z.B. für Grippeschutzimpfungen zur Verfügung steht. Im Rahmen von Arbeitsplatzbegehungen wird der betriebsärztliche Dienst ebenfalls mit eingebunden, um den Mitarbeitern auch aus arbeitsmedizinischen Gesichtspunkten den optimalen Arbeitsplatz bieten zu können.

Ferner setzt Gigaset sich aktiv gegen alle Formen der Korruption ein. Dies belegen unsere Business Conduct Guidelines, ein regelmäßig durchgeführtes Antikorruptionstraining sowie die Installation eines Compliance Committees.

Auch wenn die Verbesserung in allen Bereichen kontinuierlich angestrebt wird, wurden in diesem Bereich keine konkreten Ziele mit festen Terminen vereinbart, weil aus Sicht von Gigaset die oben genannten Maßnahmen eine kontinuierliche Verbesserung in diesen Bereichen sicherstellen.   

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Die gezielte, bedarfsgerechte Entwicklung von Mitarbeitern und Führungskräften ist eine wesentliche Investition in die Zukunft von Gigaset. Nicht zuletzt durch die Neuausrichtung unseres Unternehmens sind hochqualifizierte Mitarbeiter die Basis des Erfolgs. Daher werden Mitarbeitern eine Vielzahl von internen und externen Weiterbildungsangeboten zur Verfügung gestellt. Der Qualifizierungsbedarf der Fachbereiche wird jährlich ermittelt. Dazu stimmt sich die Personalorganisation mit den Fachbereichsleitern ab und ermittelt den Qualifizierungsbedarf eines jeden Fachbereichs. Finanziell abgesichert wird der Qualifizierungsbedarf durch ein im für Gigaset gültigen Sondertarifvertrag verankertes Qualifizierungsbudgets. So wurden z.B. im Berichtsjahr 2018 zahlreiche Mitarbeiter im Bereich Datenschutz geschult. Für Vertriebsmitarbeiter gab es z.B. eine Vertriebskartellrechtsschulung.

Potenzialträger und Nachfolgekandidaten werden auf allen Managementebenen durch individuelle Förderung begleitet. So konnten auch im Berichtsjahr 2018 Mitarbeiter in den außertariflichen Kreis gefördert werden. Diese Förderungen werden als wichtiger Baustein erachtet, um Leistungsfähigkeit, Kompetenz und Verantwortungsbewusstsein zu honorieren und gleichzeitig diese Mitarbeiter dauerhaft an das Unternehmen zu binden.
 
Die Veränderungen bei der Neuausrichtung des Unternehmens haben auch die Anforderungen an die Führungskräfte verändert. Durch die nach der Restrukturierung reduzierte Mitarbeiteranzahl müssen sie viel mehr als früher auch operativ tätig sein und dennoch parallel ihre Führungsaufgaben wahrnehmen. Um diesen veränderten Anforderungen an die Führungsarbeit gerecht zu werden, hat die Personalorganisation in Zusammenarbeit mit einem externen Trainer im Jahr 2018 ein Führungskräftecoaching durchgeführt, dass alle Führungskräfte von Gigaset absolviert haben.

Eine enge Zusammenarbeit wird mit den Berufsgenossenschaften gepflegt, die die Maßnahmen durch Schulungen, Vorträge und Arbeitsplatzprogramme ergänzen.

Wie bereits in Kriterium 15 (Chancengerechtigkeit) berichtet verfügt Gigaset über eine Betriebsärztliche Dienststelle, die zahlreiche Präventionsmaßnahmen für die Mitarbeiter anbietet, wie z.B. Übungen zur Entlastung der Wirbelsäule, Ausgleichsübungen für den Arbeitsplatz, Ergonomische Beratung, Entspannungsübungen sowie diverse Untersuchungen, wie z.B. eine Risikofaktorenanalyse für Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen; und auch Behandlungen, wie z.B. Wärme- und Kältetherapie.

Auch wenn die Verbesserung in allen Bereichen kontinuierlich angestrebt wird, wurden in diesem Bereich keine konkreten Ziele mit festen Terminen vereinbart, weil aus Sicht von Gigaset die oben genannten Maßnahmen eine kontinuierliche Verbesserung in diesen Bereichen sicherstellen. 

Unter Wesentlichkeitsgesichtspunkten sehen wir keine wesentlichen Risiken für die Qualifizierung unserer Mitarbeiter, da Gigaset seiner Verantwortung gegenüber seinen Mitarbeitern nachkommt und zudem ein starkes Eigeninteresse an qualifizierten, innovativen Mitarbeitern hat und ein Qualifikationsbuget tarifvertraglich abgesichert ist. 

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator GRI SRS-403-9: Arbeitsbedingte Verletzungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

Die Punkte c-g des Indikators SRS 403-9 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.


Leistungsindikator GRI SRS-403-10: Arbeitsbedingte Erkrankungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen;
b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen.

Die Punkte c-e des Indikators SRS 403-10 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.

Art der Verletzungen: Wegeunfälle
     
- Fahrradfahrer: Stürze mit Prellungen, Schürfwunden, selten ein Bruch

- Autofahrer: Auffahrunfälle mit Schleudertrauma, Stauchungen und Prellungen

- Roller/Motorrad: Stürze mit Prellungen, Schürfwunden und Stauchungen
    Art der Verletzungen: Betriebsunfälle     
- Transport von Hand: Schnittwunden, Quetschungen, Prellungen, Zerrungen

- Handwerkzeuge: Prellungen, Schnittwunden

   
     



                 
AU-
Tage
Beschreibung der Verletzung Unfallort
1 Prellung linker Fuß Betriebsunfall
0 Prellungen am linken Knie und Handgelenk Wegeunfall
4 Prellungen an der Schulter, Schürfwunden am rechten Knie Wegeunfall
0 Platzwunde am Kopf Betriebsunfall
0 Platzwunde am Kopf Betriebsunfall
6 Prellungen an rechten Ellenbogen, rechter Hüfte und Nacken Zerrung Wegeunfall
10 Prellungen am Ellenbogen und Becken, Fraktur an der 7ten Rippe Wegeunfall
0 Staubpartikel im Auge Betriebsunfall
32 Bänderdehnung linker Fuß Betriebsunfall
0 Bein Prellung, Verstauchung Wegeunfall
7 Prellung, rechter Arm Wegeunfall
3 Schnittverletzung, rechter Mittelfinger Betriebsunfall
35 Armbruch (Radius-Köpfchen), Prellung am Oberschenkel Wegeunfall
60 Platzwunden, Gesicht und Kopf Wegeunfall
17 Linker Zeigefinger aufgerissen Betriebsunfall
0 Prellungen Rücken und beide Ellenbogen Betriebsunfall
0 keine genannt Wegeunfall
8 Schnittverletzung Finger linke Hand Betriebsunfall
0 Prellungen, Ellenbogen, Becken und Handgelenk Wegeunfall
0 Prellung rechtes Knie Wegeunfall
10 Prellung linke Schulter und Bein und linkes Handgelenk gebrochen Wegeunfall
0 Prellung am Kopf Betriebsunfall
6 Prellungen Wegeunfall
4 Prellungen Hüfte, Ellenbogen Betriebsunfall
0 Knie verdreht Betriebsunfall
2 Prellung linke Hand Wegeunfall
0 Prellungen Wegeunfall
               
Folie 1 Statistik Vorjahr Summe nicht meldepf. meldepflichtig
Arbeitsmaschinen 2 3 3 0
Transport 4 6 4 2
Fall von Personen 0 0 0 0
Handwerkzeuge 2 1 0 1
Sonstige Betriebsunfälle 2 2 1 1
Betriebsveranstaltungen 0 0 0 0
Wegeunfälle 12 15 7 8
Summe 22 27 15 12
         
           
Folie 2 Statistik Vorjahr Summe nicht meldepf. meldepflichtig
Fußgänger 0 0 0 0
Radfahrer 8 10 2 8
Motorrad/Roller 0 2 2 0
Autofahrer 3 3 3 0
Öffentliche Verkehrsmittel 1 0 0 0
Summe 12 15 7 8
   
  Alle Mitarbeiter                      
Unfälle pro 1000 Mitarbeiter/innen                           Durchschnitt
                             
Monate Jan. Feb. März April Mai Juni Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez.    
BU-Unfälle Meldepflichtig 0 0 1 0 0 1 1 0 0 0 1 0    
BU-Unfälle nicht Meldepflichtig 3 1 0 0 1 0 1 0 0 0 0 1    
MA Gesamt 770 770 770 770 770 770 770 770 770 770 770 770    
Monate Jan. Feb. März April Mai Juni Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez.    
Meldepfl.-Unfälle pro 1000 MA 0,00 0,00 1,30 0,00 0,00 1,30 1,30 0,00 0,00 0,00 1,30 0,00 5,19 0,43
Nichtmeldepfl.-Unfälle pro 1000 MA 3,90 1,30 0,00 0,00 1,30 0,00 1,30 0,00 0,00 0,00 0,00 1,30 9,09 0,76
Durchschnittswert meldepfl. Unfälle 0,00 0,00 0,43 0,32 0,26 0,43 0,56 0,49 0,43 0,39 0,47 0,43    
Durchschnittswert nichtm. Unfälle 3,90 2,60 1,73 1,30 1,30 1,08 1,11 0,97 0,87 0,78 0,71 0,76    
                             
  Ohne Leihmitarbeiter                    
Unfälle pro 1000 Mitarbeiter/innen                           Durchschnitt
                             
Monate Jan. Feb. März April Mai Juni Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez.    
BU-Unfälle Meldepflichtig 0 0 1 0 0 1 0 0 0 0 0 0    
BU-Unfälle nicht Meldepflichtig 3 0 0 0 1 0 1 0 0 0 0 0    
MA Gesamt 700 700 700 700 700 700 700 700 700 700 700 700    
Monate Jan. Feb. März April Mai Juni Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez.    
Meldepfl.-Unfälle pro 1000 MA 0,00 0,00 1,43 0,00 0,00 1,43 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 2,86 0,24
Nichtmeldepfl.-Unfälle pro 1000 MA 4,29 0,00 0,00 0,00 1,43 0,00 1,43 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 7,14 0,60
Durchschnittswert meldepfl. Unfälle 0,00 0,00 0,48 0,36 0,29 0,48 0,41 0,36 0,32 0,29 0,26 0,24    
Durchschnittswert nichtm. Unfälle 4,29 2,14 1,43 1,07 1,14 0,95 1,02 0,89 0,79 0,71 0,65 0,60    
 

Leistungsindikator GRI SRS-403-4: Mitarbeiterbeteiligung zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Die berichtende Organisation muss für Angestellte und Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden, folgende Informationen offenlegen:

a. Eine Beschreibung der Verfahren zur Mitarbeiterbeteiligung und Konsultation bei der Entwicklung, Umsetzung und Leistungsbewertung des Managementsystems für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und zur Bereitstellung des Zugriffs auf sowie zur Kommunikation von relevanten Informationen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gegenüber den Mitarbeitern.

b. Wenn es formelle Arbeitgeber-Mitarbeiter-Ausschüsse für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gibt, eine Beschreibung ihrer Zuständigkeiten, der Häufigkeit der Treffen, der Entscheidungsgewalt und, ob und gegebenenfalls warum Mitarbeiter in diesen Ausschüssen nicht vertreten sind.

Ein gesondertes Verfahren zur Mitarbeiterbeteiligung im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gibt es nicht. Mindestens vier mal im Jahr tagt jedoch ein Arbeitsschutz-Ausschuss bei dem die Betriebsleitung, die Fachkraft für Arbeitssicherheit, die Betriebsärztin und der Betriebsrat vertreten sind und zusätzlich je nach Erforderlichkeit weitere Sicherheitsbeauftragte, Führungskräfte und Meister.

Leistungsindikator GRI SRS-404-1 (siehe G4-LA9): Stundenzahl der Aus- und Weiterbildungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. durchschnittliche Stundenzahl, die die Angestellten einer Organisation während des Berichtszeitraums für die Aus- und Weiterbildung aufgewendet haben, aufgeschlüsselt nach:
i. Geschlecht;
ii. Angestelltenkategorie.

Dieser Leistungsindikator wird bei Gigaset nicht erhoben.
Es gibt gemäß des für Gigaset bestehenden Sondertarifvertrags ein festes jährliches Qualifizierungsbudget. Die Verteilung und Einhaltung des Budgets koordiniert die Personalabteilung. Dort wird jährlich der Qualifizierungsbedarf über die Fachbereichsleiter abgefragt. Im Anschluss wird das Budget auf die Fachbereiche verteilt. Über das Jahr hinweg werden dann die tatsächlich anfallenden Kosten der einzelnen Maßnahmen gegen das Qualifizierungsbudget gebucht.

Leistungsindikator GRI SRS-405-1: Diversität
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der Personen in den Kontrollorganen einer Organisation in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

b. Prozentsatz der Angestellten pro Angestelltenkategorie in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

Im Berichtsjahr 2018 waren im Aufsichtsrat der Gigaset AG 83% (5 von 6) der Mitglieder männlich und 17% (1 von 6) weiblich. 67% (4 von 6) der Mitglieder waren über 50 Jahre alt und 33% (2 von 6) waren zwischen 30-50 Jahre alt.

Im Berichtsjahr 2018 waren im Aufsichtsrat der Gigaset Communications GmbH 67% (4 von 6) der Mitglieder männlich und 33% (2 von 6) weiblich. 83% (5 von 6) der Mitglieder waren über 50 Jahre alt und 17% (1 von 6) zwischen 30-50 Jahre alt.

Am 31.12.2018 waren 25% der Beschäftigten weiblich und 75% männlich. 7% der Beschäftigten waren unter 30 Jahre alt, 36% in der Altersgruppe zwischen 30 und 50 Jahre und 57% der Beschäftigten waren älter als 50 Jahre. Bei 7% aller Beschäftigten liegt eine Schwerbehinderung/Gleichstellung vor.  

Nach weiteren Diversitätsindikatoren wurde nicht differenziert.

Leistungsindikator GRI SRS-406-1: Diskriminierungsvorfälle
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle während des Berichtszeitraums.

b. Status der Vorfälle und ergriffene Maßnahmen mit Bezug auf die folgenden Punkte:
i. Von der Organisation geprüfter Vorfall;
ii. Umgesetzte Abhilfepläne;
iii. Abhilfepläne, die umgesetzt wurden und deren Ergebnisse im Rahmen eines routinemäßigen internen Managementprüfverfahrens bewertet wurden;
iv. Vorfall ist nicht mehr Gegenstand einer Maßnahme oder Klage.

Im Berichtsjahr 2018 sind Gigaset keine Diskriminierungsvorfälle bekannt geworden, so dass insoweit keine gesonderten Maßnahmen zu ergreifen waren.

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Als international tätiges Unternehmen mit einem Einkaufsvolumen von circa 180 Millionen Euro in 2018 trägt Gigaset auch Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft in die Lieferkette hinein. Die Business Conduct Guidelines von Gigaset sehen vor, dass Lieferanten von Gigaset die darin niedergelegten Regelungen akzeptieren und alle gesetzlichen Bestimmungen einhalten. Die Lieferantenstrategie von Gigaset sieht folglich vor, dass die Lieferanten diesen Anforderungen an die Corporate and Social Responsibility entsprechen. Dem entsprechend ist diese Lieferantenstrategie wesentlicher Bestandteil der Einkaufsstrategie für alle Einkaufsbereiche. Die Einkaufsstrategie wird in jedem Jahr, insbesondere auch im Berichtsjahr 2018, aktualisiert und unter crossfunktionaler Einbindung der Geschäftsleitung verabschiedet.
 
Insbesondere erwartet Gigaset von seinen Lieferanten die Anwendung der folgenden Prinzipen bezüglich deren Verantwortung für Mensch und Umwelt
 
Mitarbeiter, die Verträge mit Lieferanten abschließen, müssen die Anwendung dieser Grundsätze in angemessener Weise durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen sicherstellen.
 
Darüber hinaus sollen bei der Lieferantenauswahl Lieferanten mit einem weltweit zertifizierten Qualitäts- und Umweltmanagement-System, die zudem nachweisbar unsere Anforderungen an die Corporate and Social Responsibility einhalten, bevorzugt werden.
 
Ob diese Anforderungen bekannt sind und befolgt werden, prüft das Unternehmen stichprobenhaft im Rahmen von regelmäßigen Lieferantenaudits, die Gigaset bei regulären Besuchen vornimmt. Dabei können mögliche Verbesserungspotenziale aufgedeckt werden, die von den Lieferanten zeitnah umzusetzen sind.
 
Bei einem Verstoß gegen die vertraglich festgeschriebenen sozialen oder ökologischen Anforderungen behält sich Gigaset angemessene Sanktionierungen bis hin zur Vertragsbeendigung vor. Bislang waren solche Maßnahmen allerdings noch nicht erforderlich. Somit hat sich gezeigt, dass die bereits langjährig eingeführte und etablierte Lieferantenstrategie auch erfolgreich dazu geführt hat, dass sich entsprechende erhebliche Verstöße nicht gezeigt haben.
 
Da keine direkten vertraglichen Beziehungen zwischen Gigaset und den Unterlieferanten unserer Lieferanten bestehen, ist ein Eingriff bei den Unterlieferanten rechtlich nicht möglich. Indirekt nimmt Gigaset dennoch Einfluss, indem es seine direkten Lieferanten grundsätzlich vertraglich dazu verpflichtet, ihre Vorlieferanten entsprechend zu sensibilisieren und in die Pflicht zu nehmen. 

Auch wenn die Verbesserung in allen Bereichen kontinuierlich angestrebt wird, wurden in diesem Bereich keine konkrete Ziele mit festen Terminen vereinbart, weil aus Sicht von Gigaset die oben genannten Maßnahmen eine kontinuierliche Verbesserung in den jeweiligen Bereichen sicherstellen. Unter Wesentlichkeitsgesichtspunkten sehen wir in diesem Bereich auch keine wesentlichen Risiken, selbst wenn grundsätzlich das Risiko aus den bestehenden Geschäftsbeziehungen besteht, dass sich einzelne Lieferanten oder deren Subauftragnehmer nicht an die vertraglichen Pflichten halten und dies auch nicht aufgedeckt wird. 

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator GRI SRS-412-3: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Investitionsvereinbarungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der erheblichen Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder auf Menschenrechtsaspekte geprüft wurden.

b. Die verwendete Definition für „erhebliche Investitionsvereinbarungen“.

Gigaset hat die Gesamtzahl und den Prozentsatz nicht erhoben und hält dies auch nicht für wesentlich, da bei Gigaset die Verwendung entsprechender Menschenrechtsklauseln generell intern verbindlich verpflichtend ist, so dass sichergestellt ist, dass der ganz überwiegende Teil der Lieferantenverträge entsprechende Menschenrechtsklauseln enthält, insbesondere bei der Beschaffung von Produktionsmaterial aus dem Ausland. Die Menschenrechtsklauseln sind im Code of Conduct für Lieferanten von Gigaset und der dazugehörigen Klausel zur Corporate and Social Responsibility enthalten. Lediglich in Ausnahmefällen, z.B. bei der Mandatierung von Anwaltskanzleien, wird auf die entsprechende Klausel verzichtet.

Leistungsindikator GRI SRS-412-1: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, an denen eine Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt wurde, aufgeschlüsselt nach Ländern.

Gigaset hat die Gesamtzahl und den Prozentsatz nicht erhoben und hält dies auch nicht für wesentlich, da die wesentlichen Umsätze von Gigaset mit Produkten erzielt werden, die Gigaset selbst am Standort in Deutschland produziert.

Leistungsindikator GRI SRS-414-1: Auf soziale Aspekte geprüfte, neue Lieferanten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der neuen Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien bewertet wurden.

Gigaset hat den Prozentsatz nicht erhoben und hält dies auch nicht für wesentlich. Gigaset prüft stichprobenhaft im Rahmen von regelmäßigen Lieferantenaudits, die Gigaset bei regulären Besuchen vornimmt. Zudem werden neue Lieferanten grundsätzlich auf die Einhaltung des Code of Conduct für Lieferanten von Gigaset verpflichtet.

Leistungsindikator GRI SRS-414-2: Soziale Auswirkungen in der Lieferkette
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Zahl der Lieferanten, die auf soziale Auswirkungen überprüft wurden.

b. Zahl der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen ermittelt wurden.

c. Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen, die in der Lieferkette ermittelt wurden.

d. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt und infolge der Bewertung Verbesserungen vereinbart wurden.

e. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt wurden und infolgedessen die Geschäftsbeziehung beendet wurde, sowie Gründe für diese Entscheidung.

Gigaset hat den Prozentsatz nicht erhoben und hält dies auch nicht für wesentlich. Gigaset prüft stichprobenhaft im Rahmen von regelmäßigen Lieferantenaudits, die Gigaset bei regulären Besuchen vornimmt. Zudem werden neue Lieferanten grundsätzlich auf die Einhaltung des Code of Conduct für Lieferanten von Gigaset verpflichtet. Erhebliche tatsächliche und potentielle negative menschenrechtliche Auswirkungen in der Lieferkette sind bisher nicht bekannt geworden oder festgestellt worden, so dass das Ergreifen von Maßnahmen nicht erforderlich war.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Gigaset unterhält keine wesentlichen Aktivitäten hinsichtlich eines gesonderten Beitrags zum Gemeinwesen in den verschiedenen Geschäftsregionen, in denen die Gesellschaft tätig ist. Das Unternehmen setzt sich damit nicht gesondert für kulturelle Projekte ein und ist auch nicht in Form einer Unterstützung der Mitarbeiter im Rahmen von Corporate Volunteering aktiv. Am größten Standort der Gigaset in Bocholt, Deutschland, engagiert sich das Unternehmen seit 2017 verstärkt lokal. Der ansässige Fußball-Verein 1. FC Bocholt wird in Form von Banden- und Trikotsponsoring unterstützt; verschiedene lokale Eventformate wie Weihnachtsmärkte oder die Kirmes werden ebenfalls werblich unterstützt.

Grund für die insgesamt zurückhaltenden Aktivitäten des Unternehmens ist die wirtschaftliche Situation, die das Unternehmen seit 2012 vor große Herausforderungen stellt. Während der letzten Jahre war in Form mehrerer Restrukturierungswellen ein tiefgreifender Umbau der Gesellschaft notwendig, der auch personelle Konsequenzen beinhaltete. Trotz positiver Tendenzen befindet sich das Unternehmen immer noch in einem herausfordernden Umfeld und sieht sich – auch mit Blick auf seine Aktionäre – vor allem der Wirtschaftlichkeit verpflichtet.

Die größte Verantwortung des Unternehmens besteht unverändert gegenüber den Mitarbeitern und deren Arbeitsplatzsicherung.
Aufgrund der Fokussierung auf das Kerngeschäft im Interesse der Mitarbeiter wurde auch keine gesonderte Risikoanalyse in diesem Bereich durchgeführt. 

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator GRI SRS-201-1: Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. den zeitanteilig abgegrenzten, unmittelbar erzeugten und ausgeschütteten wirtschaftlichen Wert, einschließlich der grundlegenden Komponenten der globalen Tätigkeiten der Organisation, wie nachfolgend aufgeführt. Werden Daten als Einnahmen‑Ausgaben‑Rechnung dargestellt, muss zusätzlich zur Offenlegung folgender grundlegender Komponenten auch die Begründung für diese Entscheidung offengelegt werden:
i. unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert: Erlöse;
ii. ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert: Betriebskosten, Löhne und Leistungen für Angestellte, Zahlungen an Kapitalgeber, nach Ländern aufgeschlüsselte Zahlungen an den Staat und Investitionen auf kommunaler Ebene;
iii. beibehaltener wirtschaftlicher Wert: „unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert“ abzüglich des „ausgeschütteten wirtschaftlichen Werts“.

b. Der erzeugte und ausgeschüttete wirtschaftliche Wert muss getrennt auf nationaler, regionaler oder Marktebene angegeben werden, wo dies von Bedeutung ist, und es müssen die Kriterien, die für die Bestimmung der Bedeutsamkeit angewandt wurden, genannt werden.

Diese Daten sollen hier nicht gesondert offengelegt werden, weil Gigaset im Prime Standard börsennotiert ist und damit insoweit bereits höchsten Transparenzanforderungen unterliegt und die Finanzzahlen entsprechend den gesetzlichen Vorgaben veröffentlicht werden; insbesondere sind die Geschäfts- und Quartalsberichte abrufbar auf der Internetseite von Gigaset: http://www.gigaset.com/de_de/cms/gigaset-ag/investor-relations/publikationen.html

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Die Vergabe von Spenden ist in den Gigaset Business Conduct Guidelines und in einer internen Verfahrensanweisung geregelt. Spendenähnliche Vergütungen, also Zuwendungen, die scheinbar als Vergütung einer Leistung gewährt werden, aber deutlich den Wert der Leistung übersteigen, verstoßen gegen das Transparenzgebot und sind verboten. Gigaset ist Mitglied der Bitkom und hat im Berichtsjahr keine Zuwendungen an Regierungen, Parteien oder Politiker vorgenommen.

Die Konzernrechtsabteilung und auch die jeweiligen Fachabteilungen von Gigaset beobachten kontinuierlich alle relevanten Gesetzgebungsvorhaben. Relevant sind vor allem allgemeine unternehmens- und zivilrechtliche Regelungen, sowie umweltrechtliche und produktspezifische Vorgaben.

Gigaset beabsichtigt derzeit keine wesentliche politische Einflussnahme auszuüben und verfolgt insoweit dementsprechend kein Konzept, weil derzeit auch keine entsprechende Erforderlichkeit gesehen wird.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator GRI SRS-415-1: Parteispenden
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Monetären Gesamtwert der Parteispenden in Form von finanziellen Beiträgen und Sachzuwendungen, die direkt oder indirekt von der Organisation geleistet wurden, nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

b. Gegebenenfalls wie der monetäre Wert von Sachzuwendungen geschätzt wurde.

Gigaset ist unabhängig von politischen Parteien und hat daher im Berichtsjahr 2018 keine politischen Spenden geleistet.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Aus der Leitungs- und Organisationspflicht des Vorstands (§§ 76 AktG, 130 OWiG) ergibt sich eine Legalitätspflicht. Sie bedeutet nicht nur, dass die Vorstandsmitglieder selbst die Gesetze einhalten, sondern auch, dass sie das Unternehmen so führen und organisieren, dass Gesetzesverstöße soweit wie möglich vermieden werden. Dafür tragen sie die oberste Verantwortung.

Das Einhalten von Recht und Gesetz (Compliance) ist das Fundament jeglicher Geschäftstätigkeit von Gigaset.

Als zentraler Verhaltenskodex bilden die Gigaset Business Conduct Guidelines das Herzstück unseres Compliance-Systems. Sie geben weltweit verbindliche Regeln für verantwortungsvolles Handeln der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Unternehmen sowie im Umgang mit Externen, insbesondere Kunden und Geschäftspartnern, vor. In Bezug auf den Umgang mit Geschäftspartnern und Dritten enthalten die Gigaset Business Conduct Guidelines insbesondere Regelungen zur Einhaltung von Wettbewerbs- und Kartellrecht, sowie zur Anti-Korruption. Die Gigaset Business Conduct Guidelines wurden zuletzt in 2017 überarbeitet und um eine Zuwendungsrichtlinie ergänzt.
 
Die Einhaltung der Gesetze, der Business Conduct Guidelines und der internen Regelungen ist durch Führungskräfte und vorgesetzte Mitarbeiter regelmäßig zu kontrollieren. Darüber hinaus wird die Einhaltung der Regelungen insbesondere zur Korruptionsprävention regelmäßig von der internen Revision in den relevanten Unternehmenseinheiten im In- und Ausland überprüft. Als weiteres Instrument zur Aufdeckung möglicher Compliance-Verstöße hat Gigaset eine Informations- und Meldestelle eingerichtet, an die auch anonyme Hinweise auf mögliche Compliance-Verstöße gerichtet werden können.
 
Bei der Wahrnehmung seiner aus der Leitungs- und Organisationspflicht sich ergebenden Legalitätspflicht bedient sich der Vorstand der Gigaset AG seit 2012 der Unterstützung eines Compliance Committee, welchem u. a. die Aufklärung von Verdachtsfällen und Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für den Vorstand obliegt.
 
Mit einem bereits wiederholt durchgeführten webbasierten Lernprogramm zur Korruptionsprävention werden Führungskräfte und relevante Gruppen von Mitarbeitern im In- und Ausland geschult.

Auch wenn die Verbesserung in allen Bereichen kontinuierlich angestrebt wird, wurden in diesem Bereich keine konkreten Ziele mit festen Terminen vereinbart, weil aus Sicht von Gigaset die oben genannten Maßnahmen eine kontinuierliche Verbesserung in den jeweiligen Bereichen angemessen sicherstellen.  Wesentliche Risiken im Bereich Korruption und Bestechung wurden derzeit nicht identifiziert. 

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator GRI SRS-205-1: Auf Korruptionsrisiken geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden.

b. Erhebliche Korruptionsrisiken, die im Rahmen der Risikobewertung ermittelt wurden.

Gigaset sind keine erheblichen Korruptionsrisiken der Geschäftsstandorte bekannt. Im Berichtsjahr 2018 wurden drei von insgesamt 21 Geschäftsstandorten, mithin 21%, auf Korruptionsrisiken hin geprüft.

Leistungsindikator GRI SRS-205-3: Korruptionsvorfälle
Die berichtende Organisation muss über folgende Informationen berichten:

a. Gesamtzahl und Art der bestätigten Korruptionsvorfälle.

b. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Angestellte aufgrund von Korruption entlassen oder abgemahnt wurden.

c. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Verträge mit Geschäftspartnern aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption gekündigt oder nicht verlängert wurden.

d. Öffentliche rechtliche Verfahren im Zusammenhang mit Korruption, die im Berichtszeitraum gegen die Organisation oder deren Angestellte eingeleitet wurden, sowie die Ergebnisse dieser Verfahren.

Im Berichtsjahr 2018 wurden dem Compliance Committee keine Korruptionsfälle gemeldet, so dass insoweit keine Maßnahmen zu ergreifen waren.

Leistungsindikator GRI SRS-419-1: Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich, und zwar:
i. Gesamtgeldwert erheblicher Bußgelder;
ii. Gesamtanzahl nicht-monetärer Sanktionen;
iii. Fälle, die im Rahmen von Streitbeilegungsverfahren vorgebracht wurden.

b. Wenn die Organisation keinen Fall von Nichteinhaltung der Gesetze und/oder Vorschriften ermittelt hat, reicht eine kurze Erklärung über diese Tatsache aus.

c. Der Kontext, in dem erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen auferlegt wurden.

Im Berichtsjahr 2018 wurden Gigaset zwei Bußgeldbescheide der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) über insgesamt zweihundertundfünfunddreißigtausend Euro zugestellt. Die BaFin hat dabei zugrunde gelegt, dass Gigaset zwei positive Ad Hoc Meldungen aus den Jahren 2013 und 2016 nicht rechtzeitig veröffentlicht hat. Gigaset hat die Meldungen jedoch nach Ansicht von Gigaset und dem Prozessbevollmächtigten von Gigaset rechtzeitig veröffentlicht und daher Einspruch gegen beide Bescheide eingelegt und erwartet dem entsprechend, dass die Bescheide im Rechtsmittelverfahren aufgehoben werden.

Darüber hinaus wurden gegen Gigaset keine signifikanten Bußgelder und auch keine nicht monetären Strafen wegen der der Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften festgesetzt.