14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Gemäß den Vorgaben des Regionalprinzips der Sparkassen sind wir ausschließlich national in unserem Geschäftsgebiet (Landkreis Marburg-Biedenkopf und Universitätsstadt Marburg) tätig. Die Arbeitnehmerschutzrechte werden gewahrt und geachtet, hierzu gelten die gesetzlichen Anforderungen, unter anderem Tarifrecht, Entgelttransparenzgesetz sowie Arbeitnehmerschutzrecht. Für unsere Sparkasse gelten insbesondere auch das Hessische Personalvertretungsgesetz und das Hessische Gleichstellungsgesetz.

Für die Einbindung der Beschäftigten ist das Mitarbeiterinformationsportal (Intranet) vorgesehen. Hier werden alle wichtigen Informationen für die Beschäftigten veröffentlicht. Weiterhin kann hierüber auf die Arbeitnehmerschutzrechte zugegriffen werden. Im Rahmen des monatlichen Personalrundschreibens werden die MitarbeiterInnen über personelle oder tarifliche Neuerungen/Änderungen informiert.
Betriebsfest, Jahresauftaktveranstaltung und Personalversammlung zählen zu den jährlichen Veranstaltungen, die für unsere MitarbeiterInnen eine Möglichkeit zum persönlichen und offenen Austausch schaffen. Die jährlich stattfindenden Personalentwicklungsgespräche mit der zuständigen Führungskraft ermöglichen einen regelmäßiger Dialog über berufliche Ziele und Weiterentwicklungsmöglichkeiten.
Über die gesetzliche Funktion des Personalrats als stellvertretende Instanz für alle Beschäftigten hinaus ist die Beteiligung der MitarbeiterInnen im Unternehmen durch die "Geschäftsanweisung für die Mitarbeiter" geregelt.

Zwischen Personalrat und Vorstand besteht außerdem seit 2009 eine Dienstvereinbarung "S-Ideenforum". Ziel ist es, mit dem Wissen und den Ideen der MitarbeiterInnen die Wirtschaftlichkeit unserer Sparkasse zu erhöhen, Arbeitserleichterungen zu schaffen und die Beschäftigten intensiver und effektiver an der Gestaltung des betrieblichen Geschehens zu beteiligen.

Weiterhin ist in 2020 ein Ideenwettbewerb „Sachkosten“ geplant. Mit diesem Wettbewerb sollen die Beschäftigten aufgefordert werden, kreative Ideen zur Einsparung von Sachkosten einzubringen. Dabei gibt es für die Beschäftigten auch etwas zu gewinnen.

Über die hier und in den Kriterien 15 und 16 beschriebenen Sachverhalte hinaus haben wir keinen Zeitraum definiert, um Ziele bezüglich der Arbeitnehmerbelange zu erreichen, sondern verfolgen das Ziel einer kontinuierlichen Verbesserung. Auf Grund dieser Definition der Zielerreichung als fortlaufender Prozess können wir keine konkreten Angaben dazu machen. Ungeachtet eines nicht vorhandenen reglementierten Prüfprozesses werden Maßnahmen, die Arbeitnehmerrechte/Gleichberechtigung o.Ä. betreffen, unter Beteiligung von Personalrat/Frauenbeauftragten etc. behandelt.

Uns sind keine wesentlichen Risiken bekannt, die sich aus unserem internen Geschäftsbetrieb, unserem Kerngeschäft, unseren Geschäftsbeziehungen oder aus unseren Produkten und Dienstleistungen ergeben und wahrscheinlich negative Auswirkungen auf Arbeitnehmerrechte haben. Ein separates Konzept bezüglich der Arbeitnehmerrechte besteht nicht, da die wesentlichen Belange im Rahmen der Dienstvereinbarung und der gesetzlichen Anforderungen geregelt und somit keine Risiken erkennbar sind.
Eine Verletzung dieser Rechte würden bei Personalrat, Schwerbehindertenvertretung oder Gleichstellungsbeauftragter/-m angetragen werden. In der Vergangenheit sind keine Verletzungen der Arbeitnehmerrechte über diese Wege bekannt geworden. Eine Risikoanalyse ist daher entbehrlich.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Wir sind Mitglied im Arbeitgeberverband KAV-Hessen und unterliegen dem TVöD-S. Dies garantiert eine gerechte Gehaltsstruktur sowie geregelte Arbeitszeiten und Urlaubstage. Eine Gleichbehandlung aller MitarbeiterInnen, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Alter, Religion oder Nationalität ist für uns selbstverständlich und wird durch die Einhaltung des Entgelttransparenzgesetzes gewährleistet. Mit einer betrieblichen Altersvorsorge über die gesetzlichen Vorschriften hinaus bieten wir eine zusätzliche Absicherung für die Zukunft. Außerdem haben unsere MitarbeiterInnen die Möglichkeit, bereits vor dem gesetzlich geregelten Renteneintrittsalter eine individuell geregelte Altersteilzeit anzutreten.

Homeoffice als zeitgemäße und innovative Arbeitsform ermöglicht eine räumliche und zeitliche Flexibilisierung der Arbeit. Sie kann einen wichtigen Beitrag leisten, familiäre und berufliche Anforderungen der Beschäftigten mit den Belangen der Sparkasse in Einklang zu bringen. Deswegen können unsere MitarbeiterInnen seit 2019 erstmals einen Homeoffice-Arbeitsplatz beantragen. Zudem bietet die Sparkasse weitere flexible Teilzeitmodelle zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf an.

Zur Wahrung der gesetzlichen Anforderung des Hessischen Gleichberechtigungsgesetzes wird eine Gleichstellungsbeauftragte bestellt, deren Amtszeit 6 Jahre beträgt. Außerdem wird ebenfalls alle 6 Jahre ein Frauenförderplan erstellt. Unser 2015 gegründeter Arbeitskreis „Frauen in Karriere“ hat zum Ziel, die Möglichkeiten von Frauen zur Übernahme von Führungsverantwortung in der Sparkasse zu verbessern. Eine bevorzugte Besetzung ergibt sich auch aus der Inklusionsvereinbarung. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt beschäftigt.  

Ebenso ist die Integration von Geflüchteten ein wichtiger Aspekt der Gleichberechtigung, dem wir uns mit unserem Integrationsprojekt widmen. Geflüchtete werden im Rahmen einer „Projekt- Woche“ in berufsvorbereitenden Bereichen der Sparkasse unterwiesen. Sogar die Teilnahme an einem Berufsschultag wird ermöglicht. Nach dieser Einführungsphase können wir einschätzen, ob wir einer/m Geflüchteten eine Einstiegsqualifizierung oder auch gleich einen Ausbildungsplatz als Bankkaufmann/Bankkauffrau anbieten können. Seit Beginn des Projekts im Jahr 2016 durchliefen 8 Geflüchtete bei uns eine Einstiegsqualifizierung (EQ). Aktuell befindet sich ein Geflüchteter in Ausbildung ohne EQ und 4 Geflüchtete in Ausbildung nach EQ.

Trotz eines branchenspezifisch geringen Verletzungsrisikos sind uns Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz wichtig. Alle aushangpflichtigen gesetzlichen Vorgaben des Arbeitsschutzgesetzes sind jederzeit über das Mitarbeiterinformationsportal (Intranet) für alle MitarbeiterInnen einsehbar. Es wird derzeit an der Umsetzung des 2018 beschlossenen betrieblichen Gesundheitsmanagements gearbeitet. Die Effekte, die mit einem betrieblichen Gesundheitsprogramm verbunden sind wollen wir nutzen, um eine Senkung der Ausfallszeiten, eine Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und eine Steigerung der Arbeitgeberattraktivität zu erreichen.

Quantitative und zeitliche Zielsetzungen sind entbehrlich, da alle beschriebenen Maßnahmen einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess unterliegen.

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Zukunftsorientiertes Handeln und kompetente Beratung sind uns sehr wichtig. Daher werden jedes Jahr neue MitarbeiterInnen ausgebildet und vorhandene MitarbeiterInnen in regelmäßigen Abständen, gemäß ihren persönlichen Anforderungen und Fähigkeiten, fortgebildet.

Das erforderliche Personal soll auch zukünftig primär durch uns selbst ausgebildet werden. Obwohl durch die stetig steigende Nutzung unserer Online-Dienste und die daraus resultierende Abnahme an Servicetätigkeiten tendenziell eine Abnahme der Gesamtanzahl an MitarbeiterInnen erwartet wird, werden diese zukünftig über höhere Qualifikationen verfügen. Zur Aus- und Fortbildung unserer MitarbeiterInnen dient uns das Qualifizierungsprogramm "S-Karriere". Alle Maßnahmen verfolgen das Ziel, unsere Beratungs- und Bearbeitungsqualität zu verbessern und den Erfolg unserer Sparkasse zu sichern und auszubauen. Bei fachlichen Themen ist vorgesehen, dass unsere MitarbeiterInnen Web-based Trainings absolvieren, nach erfolgreicher Teilnahme erhalten sie im Anschluss ein Zertifikat.

Zur altersgerechten Arbeitsplatzausstattung finden regelmäßig Begehungen der Arbeitsplätze durch den Betriebsarzt und die Sicherheitsfachkraft statt. Die Arbeitsplätze sind ergonomisch ausgestattet. Zusätzlich werden mit Unterstützung der Rentenversicherungsträger und des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen beispielsweise spezielle Schreibtische, Stühle und weitere Betriebsausstattung am Arbeitsplatz gewährt.

Weiterhin finden auf Wunsch der Mitarbeiterin/des Mitarbeiters und auf der Grundlage des § 167 SGB IX Gespräche zum betrieblichen Eingliederungsmanagement statt. Hier werden ebenfalls im Einzelfall Maßnahmen erarbeitet und begleitet, um eine erneute Arbeitsunfähigkeit zu vermeiden.   Wir haben bereits einige Anstrengungen unternommen, um auf die zunehmende Digitalisierung und die dabei unabdingbare „Mitnahme“ und Begeisterung der MitarbeiterInnen Antworten zu finden. Beispielsweise wurde das Projekt „Fit für Digitalisierung“ in unserer Zukunftswerkstatt initiiert. Hier werden gemeinsam Lösungen erarbeitet, um das Miteinander und Zusammenarbeit in Sachen Digitalisierung zu verbessern. Wir setzen zudem auch Digi-Coaches ein, welche die MitarbeiterInnen bei Bedarf zu neuen digitalisierten Angeboten unseres Hauses schulen, damit diese besser in die Kundenberatung einfließen können.

Wir fördern Potenzialträger mit unterschiedlichen Qualifikationsmaßnahmen, um sie auf spätere Aufgaben und Funktionen in der Sparkasse vorzubereiten. Ziel ist insbesondere die Förderung der Arbeitgeberattraktivität. Deshalb wurde 2018 ein regelmäßiger Austausch mit dem Vorstand und ggf. weiteren ausgewählten Führungskräften eingeführt. Potenzialträger können zudem unmittelbar nach Ausbildungsende eine Förderung für ein Studium an der Sparkassenhochschule (Studiengänge Finance und Banking & Sales) erhalten.

Weitere Fortbildungs-/ Fördermaßnahmen, die wir unseren MitarbeiterInnen anbieten sind ein THM-Studium, ein Traineeprogramm und ein Mentorenprogramm. Im Jahr 2019 haben 3 MitarbeiterInnen ein THM-Studium begonnen, 2 befinden sich im Mentorenprogramm und 6 absolvieren ein Traineeprogramm.

Weiterhin wurde in 2019 der Vorstandsplausch eingeführt. Ziel ist es, dass die MitarbeiterInnen den Vorstand persönlich in lockerer Atmosphäre kennen lernen können, sie eingebunden werden in inhaltliche Fragestellungen sowie dass Teamgeist und Vernetzung innerhalb unseres Hauses gestärkt werden. Jedes Vorstandsmitglied bietet regelmäßig einen Vorstandsplausch an, zu dem sich die MitarbeiterInnen anmelden können.

Quantitative und zeitliche Zielsetzungen sind entbehrlich, da die beschriebenen Maßnahmen einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess unterliegen. Eine Risikoanalyse bezüglich dieses Kriteriums findet derzeit nicht statt. Im Zuge der geplanten Nachhaltigkeitsstrategie werden wir uns mit diesem Thema auseinandersetzen.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator GRI SRS-403-9: Arbeitsbedingte Verletzungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

Die Punkte c-g des Indikators SRS 403-9 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.


Leistungsindikator GRI SRS-403-10: Arbeitsbedingte Erkrankungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen;
b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen.

Die Punkte c-e des Indikators SRS 403-10 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.

Anzahl gemeldete Arbeitsstunden 2019:     1.250.990 Stunden

Anzahl der Unfallmeldungen 2019:            5
Anzahl der Berufskrankheiten 2019:           k.A.

Gesamtanzahl Ausfalltage 2019:                12.184
davon Arbeitsunfall:                                       80
           Krankheitstage:                              11.714
           Kur:                                                  390

Anzahl der Langzeiterkrankten 2019:                              31
Arbeitsbedingte Verletzungen mit schweren Folgen 2019:    0
Arbeitsbedingte Todesfälle 2019:                                     0




Arbeitsunfälle beziehen sich in erster Linie auf Wegeunfälle. Es ergeben sich auch bei einem Raubüberfall in einer Filiale Unfallmeldungen an den Unfallversicherungsträger. Hierzu gibt es neben den Ersthelfern besonders geschulte "Ersthelfer Raubüberfall“ sowie die Möglichkeit der psychologischen Nachbetreuung. Weiterhin gewähren wir in einer solchen Situation einen Tag Sonderurlaub. In 2019 gab es keinen Raubüberfall.

Im Rahmen des Betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM) wurden in 2019 25 BEM-Verfahren begonnen. Davon sind zum 31.12.2019 16 Verfahren beendet. Ob es sich bei den Erkrankungen um arbeitsbedingte Erkrankungen handelt, ist nicht dokumentiert.
Als weitere Vorsorgemaßnahme finanzieren wir Grippeimpfungen für die Beschäftigten. Pro Jahr finden mehr als 140 Impfungen statt.

Leistungsindikator GRI SRS-403-4: Mitarbeiterbeteiligung zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Die berichtende Organisation muss für Angestellte und Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden, folgende Informationen offenlegen:

a. Eine Beschreibung der Verfahren zur Mitarbeiterbeteiligung und Konsultation bei der Entwicklung, Umsetzung und Leistungsbewertung des Managementsystems für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und zur Bereitstellung des Zugriffs auf sowie zur Kommunikation von relevanten Informationen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gegenüber den Mitarbeitern.

b. Wenn es formelle Arbeitgeber-Mitarbeiter-Ausschüsse für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gibt, eine Beschreibung ihrer Zuständigkeiten, der Häufigkeit der Treffen, der Entscheidungsgewalt und, ob und gegebenenfalls warum Mitarbeiter in diesen Ausschüssen nicht vertreten sind.

Das in 2017 vom Vorstand beschlossene betriebliche Gesundheitsmanagement wurde in 2018 in die Umsetzungsphase übergeleitet. Begehungen der Arbeitsplätze finden regelmäßig durch den Betriebsarzt und die Sicherheitsfachkraft statt. Zwar bestehen keine förmlichen Vereinbarungen mit Gewerkschaften, jedoch existieren Vereinbarungen mit dem Personalrat zum betrieblichen Eingliederungsmanagement und zur Integration.

Leistungsindikator GRI SRS-404-1 (siehe G4-LA9): Stundenzahl der Aus- und Weiterbildungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. durchschnittliche Stundenzahl, die die Angestellten einer Organisation während des Berichtszeitraums für die Aus- und Weiterbildung aufgewendet haben, aufgeschlüsselt nach:
i. Geschlecht;
ii. Angestelltenkategorie.

Die Zahl der jährlichen Weiterbildungsstunden für die Aus- und Fortbildung wird bisher auf keiner standardisierten Basis ausgewertet.  Im Jahr 2019 haben unsere Angestellten insgesamt 9.300,8 Stunden an Fortbildungen teilgenommen (davon Mitarbeiter: 4.804,97 Stunden, Mitarbeiterinnen: 4.495,83 Stunden).

Das Budget für die Aus- und Fortbildung der Beschäftigten wird jährlich neu durch den Vorstand beschlossen.

Leistungsindikator GRI SRS-405-1: Diversität
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der Personen in den Kontrollorganen einer Organisation in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

b. Prozentsatz der Angestellten pro Angestelltenkategorie in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

Zum 31.12.2019 beschäftigten wir 813 MitarbeiterInnen (davon 55 Auszubildende), der Verwaltungsrat bestand aus 15 Personen.
Die Geschlechterverteilung stellte sich im Jahr 2019folgendermaßen dar:
  weiblich männlich gesamt
  Anzahl % Anzahl % Anzahl %
Verwaltungsrat 4 26,67% 11 73,33% 15 100,00%
Vorstand 0 0,00% 3 100,00% 3 100,00%
Beschäftigte 471 62,14% 287 37,86% 758 100,00%
Auszubildende 28 50,91% 27 49,09% 55 100,00%
             
MitarbeiterInnen insgesamt 499 61,15% 317 38,85% 816 100,00%
 

Die Altersstruktur setzte sich im Jahr 2019 folgendermaßen zusammen:

Beschäftigte:                                              Verwaltungsrat:
bis unter 30 Jahre:  21,72%                       bis unter 30 Jahre      0 %
bis unter 50 Jahre:  39,21%                       bis unter 50 Jahre      26,67 %
50 Jahre und älter:  39,07%                       50  Jahre u. älter       73,33 %

Leistungsindikator GRI SRS-406-1: Diskriminierungsvorfälle
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle während des Berichtszeitraums.

b. Status der Vorfälle und ergriffene Maßnahmen mit Bezug auf die folgenden Punkte:
i. Von der Organisation geprüfter Vorfall;
ii. Umgesetzte Abhilfepläne;
iii. Abhilfepläne, die umgesetzt wurden und deren Ergebnisse im Rahmen eines routinemäßigen internen Managementprüfverfahrens bewertet wurden;
iv. Vorfall ist nicht mehr Gegenstand einer Maßnahme oder Klage.

Dieser Indikator wird nicht erhoben, da es im Jahr 2019 keinerlei Diskriminierungsvorfälle gab.

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Durch unsere ausschließlich regionale Geschäftstätigkeit im Landkreis Marburg-Biedenkopf unterliegen alle unsere Handlungen dem deutschen Grundgesetz. Die Wahrung der Menschenrechte in allen Geschäftsbereichen ist somit gesetzlich vorgegeben und eine Selbstverständlichkeit für uns und unsere MitarbeiterInnen.

Externe Betriebe, die von uns beauftragt werden, sind nach Möglichkeit ebenfalls in der Region Marburg-Biedenkopf oder aber national verwurzelt und unterliegen daher ebenso in allen Belangen der deutschen Gesetzgebung. Weitere interne Maßnahmen zur Vermeidung der Verletzung der Menschenrechte erübrigen sich daher. 
 
Aus den oben genannten Gründen geht hervor, warum wir keine weiteren Aussagen zur Vermeidung der Verletzung der Menschenrechte tätigen. Daher liegen zu diesem Kriterium keine Zielsetzung/kein Konzept und damit verbunden keine Ergebnis- oder Risikoanalyse vor und sind für die Zukunft auch nicht geplant.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator GRI SRS-412-3: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Investitionsvereinbarungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der erheblichen Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder auf Menschenrechtsaspekte geprüft wurden.

b. Die verwendete Definition für „erhebliche Investitionsvereinbarungen“.

Da im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit keine Gefahr des Verstoßes gegen Menschenrechte besteht, wird dieser Indikator nicht erhoben.

Leistungsindikator GRI SRS-412-1: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, an denen eine Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt wurde, aufgeschlüsselt nach Ländern.

Alle unsere Filialen liegen im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Durch das in ganz Deutschland geltende Grundgesetz ist die Wahrung der Menschenrechte gegeben und wird daher keiner weiteren Prüfung unterzogen.

Leistungsindikator GRI SRS-414-1: Auf soziale Aspekte geprüfte, neue Lieferanten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der neuen Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien bewertet wurden.

Dieser Indikator wird nicht erhoben. Sämtliche Aufträge werden von uns an regionale oder nationale Betriebe vergeben. Diese Betriebe unterliegen, ebenso wie wir selbst, dem deutschen Grundgesetz, dadurch können wir etwaige Verletzungen der Menschenrechte ausschließen. 

Leistungsindikator GRI SRS-414-2: Soziale Auswirkungen in der Lieferkette
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Zahl der Lieferanten, die auf soziale Auswirkungen überprüft wurden.

b. Zahl der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen ermittelt wurden.

c. Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen, die in der Lieferkette ermittelt wurden.

d. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt und infolge der Bewertung Verbesserungen vereinbart wurden.

e. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt wurden und infolgedessen die Geschäftsbeziehung beendet wurde, sowie Gründe für diese Entscheidung.

Da im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit keine Gefahr des Verstoßes gegen Menschenrechte besteht, wird dieser Indikator nicht erhoben.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Der besonderen Verantwortung für die Region tragen wir über unser Engagement in sozialen, kulturellen und sportlichen Belangen sowie durch die Begleitung unserer KundInnen auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Rechnung.

Das in Kriterium 13 erwähnten Bauprojekt „Wohnen im Park“ verwirklichen wir mit zuverlässigen heimischen Partnern, wodurch wir aktiv die regionale Wirtschaft unterstützen. Bei der Vermarktung für die zum Verkauf angebotenen Wohneinheiten verzichten wir auf eine Käufercourtage, um den zukünftigen Mietern ein rundum attraktives Wohnen zu ermöglichen.
Über die Finanzgeschäfte hinaus nehmen wir gemäß unserer Satzung unsere Verantwortung für eine nachhaltige Entwicklung der Region wahr und engagieren uns für gemeinschaftliche und soziale Anliegen. Über die Höhe der Gesamtsumme an Förderungen legen wir jährlich im Geschäftsbericht Rechenschaft ab. Wie vielfältig und umfangreich die Förderungen der Sparkasse Marburg-Biedenkopf sind, zeigen die nachfolgenden Beispiele der über 800 geförderten Projekte und Vereine im Jahr 2019: Neben größeren Unterstützungsleistungen in Form von Spenden oder Sponsoring profitieren insbesondere kleine Vereine und Initiativen von unserer Unterstützung. Im Jahr 2019 unterstützte die Sparkasse Vereine und Projekte im Landkreis Marburg-Biedenkopf mit rund 1 Mio. Euro.

In den kommenden fünf Jahren wollen wir die Region weiterhin so gut wie möglich fördern. Die Abstimmung von Maßnahmen erfolgt durch die Fachabteilung mit dem Vorstand. Hierbei stellen interne Prozesse sicher, dass die Förderungssummen angemessen sind, dass das Geld für die beantragten Projekte verwendet wird und dass Doppelförderungen vermieden werden. Sämtliche Vereine, Projekte und Förderungssummen sind in einer Datenbank gespeichert.
Um Risiken zu vermeiden, erfolgt im Bereich  Sponsoring und Spenden bei jeder Anfrage eine Einzelfallprüfung auf Sozial- und Umweltverträglichkeit.

Zusätzlich veranstalten wir mehrmals im Jahr Events zu aktuellen kulturellen und gesellschaftlichen Themen, zu denen interessierte BürgerInnen verschiedener Zielgruppen in der Region persönlich eingeladen werden. 

Da wir uns bereits sehr stark in unserem Geschäftsgebiet engagieren und während der Veranstaltungen viel positives Feedback von den BürgerInnen der Region bekommen, sind derzeit weder eine Risikoanalyse noch weitere Zielsetzungen vorgesehen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator GRI SRS-201-1: Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. den zeitanteilig abgegrenzten, unmittelbar erzeugten und ausgeschütteten wirtschaftlichen Wert, einschließlich der grundlegenden Komponenten der globalen Tätigkeiten der Organisation, wie nachfolgend aufgeführt. Werden Daten als Einnahmen‑Ausgaben‑Rechnung dargestellt, muss zusätzlich zur Offenlegung folgender grundlegender Komponenten auch die Begründung für diese Entscheidung offengelegt werden:
i. unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert: Erlöse;
ii. ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert: Betriebskosten, Löhne und Leistungen für Angestellte, Zahlungen an Kapitalgeber, nach Ländern aufgeschlüsselte Zahlungen an den Staat und Investitionen auf kommunaler Ebene;
iii. beibehaltener wirtschaftlicher Wert: „unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert“ abzüglich des „ausgeschütteten wirtschaftlichen Werts“.

b. Der erzeugte und ausgeschüttete wirtschaftliche Wert muss getrennt auf nationaler, regionaler oder Marktebene angegeben werden, wo dies von Bedeutung ist, und es müssen die Kriterien, die für die Bestimmung der Bedeutsamkeit angewandt wurden, genannt werden.

Erzeugter wirtschaftlicher Wert:

Bilanzsumme: 3,89 Mrd. Euro

Ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert:

Ertragsabhängige Steuerzahlungen:       8,60 Mio. Euro
Löhne und Gehälter:                          34,18 Mio. Euro

Stiftungskapital nachrichtlich:                 1,4 Mio. Euro
Spenden und Sponsoring:                  0,956 Mio. Euro
davon:

Soziales/ Bildung:                   423.358 Euro
   (darunter Bildung:                 65.700 Euro)
Kultur:                                    212.302 Euro
Umwelt:                                     9.615 Euro
Sport:                                     185.586 Euro
Wissenschaft &
Forschung/Infrastruktur- &          91.840 Euro
Wirtschaftsförderung:          
   (darunter Wissenschaft &
Forschung:                                9.252 Euro)
Sonstiges,
ohne Schwerpunkt:                    33.005 Euro  


Hinweis: Bei den oben genannten Summen handelt es sich um gerundete Werte. Eine Trennung der Werte auf nationale, regionale oder Marktebene erfolgt nicht.

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Über unsere Mitgliedschaft im Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen sind wir dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband e.V. angeschlossen. Der DSGV vertritt die Interessen der Sparkassen-Finanzgruppe gegenüber staatlichen Stellen und in der Öffentlichkeit und organisiert die Willensbildung innerhalb der Gruppe. Darüber hinaus legt er die strategische Ausrichtung der Sparkassen-Finanzgruppe fest. Hierzu erarbeiten seine Mitglieder und Verbundunternehmen mit dem DSGV Konzepte für eine erfolgreiche Marktbearbeitung.

Als Finanzdienstleister unterliegen wir allen für die Finanzdienstleistungsbranche relevanten Gesetzgebungsverfahren. Nachhaltigkeitsaspekte rücken dabei zunehmend in den Fokus der Aufmerksamkeit. Die EU-Kommission hat im März 2018 den „Aktionsplan: Finanzierung nachhaltigen Wachstums“ (EU-Aktionsplan) vorgelegt, der an die Vorschläge der EU-Expertengruppe für nachhaltige Finanzwirtschaft („High-Level Expert Group on Sustainable Finance“) anknüpft. Ziel des EU-Aktionsplans ist es, mehr Kapital in nachhaltige Investitionen zu lenken, finanzielle Risiken, die sich aus dem Klimawandel, der Ressourcenknappheit, der Umweltzerstörung und sozialen Problemen ergeben, zu minimieren. Zudem sollen Transparenz und Langfristorientierung des Finanzsektors erhöht werden. Der EU-Aktionsplan soll einen wichtigen Orientierungsrahmen für die Weiterentwicklung von Nachhaltigkeit im Kerngeschäft schaffen und wird somit auch das Geschäft einer Sparkasse beeinflussen. Dieser Anforderung werden wir im Rahmen der Weiterentwicklungen der Sparkassen-Finanzgruppe gerecht werden.

Die Sparkasse Marburg-Biedenkopf spendet nicht an Parteien oder Politiker. Information und Austausch, u. a. auch zu Gesetzgebungsverfahren, erfolgen über die satzungsgemäßen Gremien der oben genannten Sparkassenverbände. Darüber hinaus werden in der Sparkasse Marburg-Biedenkopf keine gesonderten Konzepte für politische Einflussnahme verfolgt.  

Die Korruptionsrisiken und Konzepte zur Bekämpfung von Korruption und zur Überwachung von gesetzeskonformem Handeln werden unter Kriterium 20 dargestellt.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator GRI SRS-415-1: Parteispenden
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Monetären Gesamtwert der Parteispenden in Form von finanziellen Beiträgen und Sachzuwendungen, die direkt oder indirekt von der Organisation geleistet wurden, nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

b. Gegebenenfalls wie der monetäre Wert von Sachzuwendungen geschätzt wurde.

Wir tätigen keine politischen Spenden, daher wird dieser Indikator nicht erhoben.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Auf Basis der nachfolgend beschriebenen internen Regelungen/Kontrollen durch die Führungskräfte bzw. die Revision und der gesetzlichen Regelungen zur Prävention und Bekämpfung von kriminellen Handlungen wie Betrug, Korruption und Geldwäsche besteht für uns keine Notwendigkeit ein gesondertes Konzept oder eine gesonderte Risikoanalyse zu erstellen. Alle unsere MitarbeiterInnen sind zur Einhaltung der Bestimmungen des Geldwäschegesetzes und der internen Arbeitsanweisungen und Grundsätze zur Verhinderung der Geldwäsche, der Terrorismusfinanzierung und sonstiger strafbarer Handlungen verpflichtet. Die Kenntnis der MitarbeiterInnen über die allen Geschäftstätigkeiten zugrundeliegenden Richtlinien und deren Einhaltung werden durch regelmäßige Webinare, Schulungen, die notwendige Durchführung von Lernprogrammen und Due-Diligence-Prozesse in allen Geschäftsfeldern gewährleistet. 

Neben Kontrollen in den operativen Geschäftsbereichen (4-Augen Prinzip in den Abteilungen und Geschäftsstellen) und den Prüfungen der internen Revision existieren zu den Themen Geldwäsche/sonstige strafbare Handlungen, Wertpapier-Compliance, MaRisk-Compliance, Informationssicherheit und Datenschutz entsprechend den aufsichtsrechtlichen/gesetzlichen Vorgaben bestellte Beauftragte. 

Die Funktion der Beauftragten wird als neutrale Stelle und unabhängig vom operativen Geschäft ausgeübt. Sie stellen sicher, dass alle unsere Handlungen in Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben stattfinden. Durch regelmäßige Bestandsaufnahmen und Überprüfungen können sie mögliche Risiken und Interessenkonflikte rechtzeitig erkennen. Die regelmäßige und auch anlassbezogene Berichterstattung der Beauftragten an den Vorstand und die Weiterleitung der Berichte an die interne Revision und - soweit aufsichtsrechtlich/gesetzlich vorgeschrieben - an den Verwaltungsrat garantieren transparente und nachvollziehbare Prozesse.

Wir fördern und bestärken eine unternehmensweite Compliance-Kultur, durch die Rahmenbedingungen für eine angemessene Wahrnehmung von Compliance-Angelegenheiten geschaffen werden. Allerdings sind keine konkreten Ziele im Bereich Compliance definiert.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator GRI SRS-205-1: Auf Korruptionsrisiken geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden.

b. Erhebliche Korruptionsrisiken, die im Rahmen der Risikobewertung ermittelt wurden.

Sämtliche Transaktionen unseres Hauses werden dauerhaft durch ein Geldwäsche-Programm gefiltert und auf Auffälligkeiten gescannt. Die Prüfung von Auffälligkeiten obliegt dem unabhängigen Beauftragtenwesen.

Aufgrund einer Änderung des Geldwäschegesetzes (GwG) wurde der Punkt „Faktoren für ein potenziell höheres Risiko nach § 15 GwG (Anlage 2 zum GwG)“ als Anlage zur Risikoanalyse der Abteilung Compliance aufgenommen.

Leistungsindikator GRI SRS-205-3: Korruptionsvorfälle
Die berichtende Organisation muss über folgende Informationen berichten:

a. Gesamtzahl und Art der bestätigten Korruptionsvorfälle.

b. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Angestellte aufgrund von Korruption entlassen oder abgemahnt wurden.

c. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Verträge mit Geschäftspartnern aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption gekündigt oder nicht verlängert wurden.

d. Öffentliche rechtliche Verfahren im Zusammenhang mit Korruption, die im Berichtszeitraum gegen die Organisation oder deren Angestellte eingeleitet wurden, sowie die Ergebnisse dieser Verfahren.

Im Jahr 2019 wurden keine Korruptionsfälle verzeichnet.

Leistungsindikator GRI SRS-419-1: Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich, und zwar:
i. Gesamtgeldwert erheblicher Bußgelder;
ii. Gesamtanzahl nicht-monetärer Sanktionen;
iii. Fälle, die im Rahmen von Streitbeilegungsverfahren vorgebracht wurden.

b. Wenn die Organisation keinen Fall von Nichteinhaltung der Gesetze und/oder Vorschriften ermittelt hat, reicht eine kurze Erklärung über diese Tatsache aus.

c. Der Kontext, in dem erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen auferlegt wurden.

Im Jahr 2019 wurden weder Bußgelder noch nicht monetäre Strafen verhängt.