14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Bewertung von Risiken im Bereich Arbeitnehmerbelange
Die Ausrichtung der Haspa auf die Zukunft und Effizienzsteigerungen führen zu einem verminderten Bedarf an Beschäftigten. Zur sozialverträglichen Anpassung der Personalkapazitäten standen Personalinstrumente zur Verfügung, die zugleich die Attraktivität des Arbeitgebers Haspa erhöhen. Hierzu zählen z. B. die Möglichkeit, Gehalt in Urlaub umzuwandeln, Sabbaticals, die Förderung von Teilzeit im Alter sowie Vorruhestandsregelungen. Um uns für die Herausforderungen der Zukunft optimal zu rüsten, haben wir das Zukunftsprojekt „Haspa Spring – Sparkasse richtig neu gedacht” aufgesetzt. Wir wollen uns noch kundenorientierter, digitaler und schlanker aufstellen. Bis 2024 wollen wir insgesamt 800 bis 900 Mitarbeiter weniger beschäftigen. Dieser Rückgang soll so sozialverträglich wie möglich umgesetzt werden. Deshalb haben wir im Berichtsjahr Verhandlungen mit dem Betriebsrat zu einem Interessenausgleich begonnen.

Auch aufgrund des demografischen Wandels hat die Haspa jedoch weiterhin Bedarf an qualifizierten Fachkräften und Auszubildenden, damit wir auch künftig sowohl für kompetenten Service und Beratung als auch für Spezialaufgaben in zentralen Unternehmensbereichen über genügend Personal verfügen. Vor diesem Hintergrund entwickelt die Haspa die Kompetenzen ihrer Beschäftigten systematisch weiter. Die fachliche Weiterqualifizierung ist uns dabei ebenso wichtig wie die Möglichkeit, persönliche Anliegen der Beschäftigten, wie z. B. die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, mit den Interessen der Haspa zu vereinbaren. Dies trägt zur Stärkung der Arbeitgeberattraktivität bei, die für die Bindung und Rekrutierung motivierter und leistungsstarker Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter notwendig ist.

Mögliche Risiken im Bereich Arbeitnehmerbelange, die sich zum Beispiel aus der demografischen Entwicklung oder der Anpassung des Produkt- und Dienstleistungsangebots an veränderte Kundenbedürfnisse ergeben, werden vom Unternehmensbereich Personal analysiert. Dieser entwickelt geeignete Maßnahmen, um identifizierten Risiken wirksam zu begegnen.

Faire Beschäftigung und Tariftreue

Die Haspa bietet ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Metropolregion Hamburg viele qualifizierte Tätigkeiten in einem modernen und teamorientierten Arbeitsumfeld. Sie unterliegt dem „Tarifvertrag für das private Bankgewerbe und die öffentlichen Banken“, in dem Gehälter, Arbeitszeiten und weitere Arbeitsbedingungen geregelt sind. Durch leistungsgerechte Vergütung, Personalentwicklung und flexible Arbeitszeit unterstützt die Haspa Motivation sowie unternehmerisches Denken und Handeln ihrer Beschäftigten. Über die bankentariflichen Gehaltszahlungen hinaus gewähren wir Sozialleistungen, die die Attraktivität der Haspa als Arbeitgeber stärken. Für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Haspa werden die Normen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) eingehalten.  

Von den knapp 5.000 Beschäftigten der Haspa stehen rund zwei Drittel im direkten Kontakt zu unseren Kunden. Die Mehrzahl unserer Beschäftigten lebt im Geschäftsgebiet, d. h. in der Metropolregion Hamburg.

Aus- und Weiterbildung
Die Haspa bildet hier vor Ort Nachwuchskräfte aus und entwickelt ihre Fähigkeiten und Kenntnisse kontinuierlich weiter. Mit rund 200 Auszubildenden ist die Haspa einer der größten privaten Ausbildungsbetriebe in Hamburg. Wir bilden zu Bankkaufleuten aus. Außerdem gibt es ergänzend zur Ausbildung bei der Haspa drei duale Studienangebote. An der Hamburg School of Business Administration (HSBA) können Auszubildende der Haspa ein duales Studium zum „Bachelor of Science in Business Administration” oder zum „Bachelor of Science Wirtschaftsinformatik” absolvieren. Außerdem bieten wir das duale Studium zum „Bachelor of Arts in Banking and Sales” in Kooperation mit der Hochschule der Sparkassen-Finanzgruppe an, das zusätzlich die Qualifikation zum Bankfachwirt an der Hanseatischen Sparkassenakademie umfasst.

Rund 60 Prozent unserer Nachwuchskräfte sind junge Frauen. Fast 90 Prozent unserer Auszubildenden haben Abitur, 6 Prozent die Fachhochschulreife und 6 Prozent einen Realschulabschluss. Im Rahmen unseres Angebots zur Doppelqualifizierung „DualPlus“ können Realschüler parallel zur Ausbildung ihre Fachhochschulreife erwerben.

Mit unserem Förderprogramm „Top Azubi Modell“ eröffnen wir besonders leistungsstarken und engagierten Auszubildenden zusätzliche Bildungsangebote und Karriereperspektiven. So bieten wir unseren Top-Azubis bereits ein Jahr vor Ende der Ausbildung eine Übernahmegarantie ins Angestelltenverhältnis. Die Haspa wurde 2019 von der Handelskammer Hamburg für ihre herausragenden Leistungen in der Berufsausbildung ausgezeichnet. Wir haben in der Befragung „Hamburgs beste Ausbildungsbetriebe“ die höchstmögliche Auszeichnung erhalten, und „Focus Money” zeichnete die Haspa erneut in einem deutschlandweiten Vergleichstest als „Bester Ausbildungsbetrieb” aus.

Mitbestimmung und Beteiligung
Entsprechend den Vorgaben des Betriebsverfassungsgesetzes ist die Beteiligung und Mitbestimmung der Beschäftigten gewährleistet. Darüber hinaus können sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen von Beschwerderechten, Personalentwicklungsprozessen und Feedbackmechanismen regelmäßig in der Haspa einbringen. Im Rahmen des betrieblichen Vorschlagswesens kann jeder Beschäftigte Ideen, Optimierungs- und Verbesserungsvorschläge einreichen und sich aktiv an der Weiterentwicklung der Haspa beteiligen.

Spezifische Dialogformate ermöglichen ergänzend einen vertiefenden persönlichen Austausch über relevante Zukunftsthemen, zu denen auch Nachhaltigkeitsaspekte gehören. Dazu zählen regelmäßige persönliche Vorstandsdialoge mit Auszubildenden oder auch mit Beschäftigten aus allen Bereichen der Haspa.

Alle Aktivitäten im Personalbereich werden entlang der vom Vorstand in der Geschäftsstrategie vorgegebenen Ziele regelmäßig von den dafür verantwortlichen Bereichen überprüft und an den aus aktuellen Entwicklungen resultierenden Bedarf angepasst.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Gleichbehandlung und Entgelttransparenz
Für die Haspa ist die Gleichbehandlung aller Beschäftigten eine Selbstverständlichkeit. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind bei ihrer Zusammenarbeit zur allgemeinen Gleichbehandlung und zu gegenseitigem Respekt ohne Unterscheidung oder Benachteiligung z. B. aufgrund von Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht, Nationalität, Alter, Weltanschauung, Religion, Behinderung, Familienstand, sexueller Orientierung oder jeglicher anderer Eigenschaften verpflichtet. Diese Erwartung ist im Ethikkodex der Haspa festgehalten, der Bestandteil der Rahmenanweisung des Vorstands und damit für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bindend ist.

Wir erfüllen die Anforderungen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes umfassend. Im Jahr 2019 wurden keine Eingaben bei der Beschwerdestelle nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz gemacht.


Aufgrund geltender tariflicher und interner kollektivrechtlicher Bestimmungen werden in der Haspa Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für gleiche Tätigkeiten gleich vergütet.

In der Haspa finden die Tarifverträge für das private Bankgewerbe und die öffentlichen Banken Anwendung. Der überwiegende Teil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Haspa besetzt tariflich vergütete Stellen. Darüber hinaus hat die Haspa bereits im Jahr 1999 ein Vergütungssystem in Form einer Betriebsvereinbarung mit dem Betriebsrat vereinbart, das u. a. auch die Entgeltgleichheit von Frauen und Männern gewährleistet. Das System sieht die Vergütung für eine von einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter besetzte Stelle nach einem Stelleneinwertungssystem vor. Dabei ist es unerheblich, ob die Stelle von einer Frau oder einem Mann besetzt wird. Das Vergütungssystem der Haspa gilt grundsätzlich für alle tariflichen und außertariflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist in Betriebsvereinbarungen bzw. individualvertraglich geregelt. Die Gesamtvergütung setzt sich aus einer fixen Grundvergütung und einer variablen Vergütung zusammen.

Der Schwerpunkt der Gesamtvergütung liegt in der festen Grundvergütung, deren Höhe durch die Einwertung der jeweiligen Stelle unabhängig von Geschlecht, Alter und Wochenarbeitszeit bestimmt wird. Den Stellen sind auf der Grundlage von Stellenbeschreibungen Vergütungsgruppen mit entsprechenden Grundgehaltsbändern zugeordnet. Grundsätzlich gilt, je anspruchsvoller die Anforderungen an die entsprechende Funktion, desto höher die Vergütungsgruppe. Im Tarifbereich orientiert sich die Grundvergütung an den Tarifverträgen für das private Bankgewerbe und die öffentlichen Banken.

Während im Tarifbereich die Grundvergütungen nach abgeschlossenen Gehaltstarifverhandlungen erhöht werden, werden die Grundgehaltsbänder im außertariflichen Bereich unabhängig von Geschlecht, Alter und Wochenarbeitszeit durch eine Vorstandsentscheidung angepasst. Kriterien für eine individuelle Erhöhung des Grundgehalts im außertariflichen Bereich sind der Mehrwert aus der Aufgabenerfüllung, nachhaltige Leistungssteigerungen sowie die Art der Aufgabenerfüllung.

Zusätzlich zur Grundvergütung haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeit, eine variable Vergütung zu erhalten. Die Höhe der individuellen Zahlung ist abhängig von der individuellen Leistung sowie vom Erfolgsfaktor der Haspa und unabhängig von Geschlecht, Alter und Wochenarbeitszeit.

Diversität und Chancengerechtigkeit
Die Förderung von Vielfalt und Chancengleichheit gehört für die Haspa zur Unternehmenskultur. Unsere Auszubildenden sowie unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind so vielfältig wie unsere Gesellschaft und unsere Kunden. Die unterschiedliche Herkunft und Mehrsprachigkeit vieler unserer Auszubildenden und Beschäftigten nutzen wir, indem sie nach Möglichkeit in Filialen eingesetzt werden, die einen fremdsprachigen Kundenkreis haben. Auf diese Weise ist die Beratung unserer Kunden in verschiedenen Sprachen möglich. Außerdem besteht das Angebot von Beratung in Gebärdensprache durch eine unserer Mitarbeiterinnen.

Junge Menschen und Beschäftigte mit langjähriger Berufserfahrung arbeiten bei der Haspa kundenorientiert Hand in Hand. Das Durchschnittsalter liegt bei rund 44 Jahren.

Die Vielfalt unserer Beschäftigten sehen wir als eine Bereicherung für die Haspa an. Mit der Unterzeichnung der „Charta der Vielfalt“ haben wir unser Bekenntnis zu Fairness und Wertschätzung von Menschen in Unternehmen sowie zur Schaffung eines vorurteils- und ausgrenzungslosen Arbeitsumfelds unterstrichen.

Förderung von Frauen in Führungspositionen
Der Frauenanteil in unserer Belegschaft beträgt 56 Prozent. In den Führungspositionen sind Mitarbeiterinnen mit einem Anteil von 17 Prozent jedoch unterrepräsentiert. Deshalb wollen wir verstärkt Frauen für Führungspositionen gewinnen. Wir fördern die Karrieren von Frauen z. B. durch Jobsharing in Führungspositionen, Angebote wie die Seminarreihe „Strategien für Frauen im Beruf“, flexible Teilzeitmodelle und Kinderbetreuungsmöglichkeiten in den Ferien sowie in Notfällen.

Im Aufsichtsrat der Haspa beträgt der Anteil der weiblichen Mitglieder 18,75 Prozent (3 von 16 Mandaten). Dies entspricht der 2017 vom Aufsichtsrat für dieses Gremium beschlossenen Zielgröße, die bis zum 30. Juni 2022 erreicht werden soll.

Dem fünfköpfigen Vorstand der Haspa gehörte 2019 eine Frau an. Der Aufsichtsrat hat 2017 eine Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand von 20 Prozent beschlossen, die bis zum 30. Juni 2022 gilt.

Der Frauenanteil auf den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands – das waren im Berichtsjahr die Führungsebenen Unternehmensbereichsleitung und Abteilungsleitung – betrug 2019 10 Prozent. Für die beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands wurde vom Vorstand eine Zielgröße von 15 Prozent festgesetzt, die bis zum 30. Juni 2022 erreicht werden soll.

Der Frauenanteil auf sämtlichen Führungsebenen einschließlich Filial-/Center-/Teamleitung lag 2019 bei 17 Prozent.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Eine familienfreundliche Personalpolitik ist uns ein wichtiges Anliegen. Für familiengerechte Arbeitsbedingungen engagieren wir uns umfassend und mit großer Überzeugung. Dazu gehört auch, dass wir in der Haspa eine Kultur der Kollegialität fördern, in der die Rücksichtnahme auf familiäre Erfordernisse ein Teil einer teamorientierten Arbeitsorganisation ist. 

Zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf stehen allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern flexible Arbeitszeitregelungen, Teilzeitarbeit, Jobsharing in Führungspositionen sowie finanzielle Unterstützung bei der Kinderbetreuung in den Ferien und in Notfällen zur Verfügung. Unter Berücksichtigung betrieblicher Belange ermöglichen wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zudem ein Sabbatical.

Gesundheitsförderung 
Das Thema Gesundheit ist bei der Haspa personalstrategisch in allen Führungs- und Dialoginstrumenten verankert.

Mit einem umfassenden Angebot fördern wir die Gesundheit unserer Beschäftigten. Hinzu kommen ein unabhängiges psychologisch-soziales Beratungsangebot für Beschäftigte in schwierigen persönlichen Lebenssituationen durch ein externes Institut sowie Gesundheitsworkshops für Führungskräfte und Mitarbeiter.

Die Haspa unterstützt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dabei, sich gesundheitsfördernd zu verhalten und ihr Bewusstsein zum Thema Gesundheit zu schärfen. Im Fokus steht dabei, die Leistungsfähigkeit und Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch präventive Gesundheitsmaßnahmen zu erhalten und zu verbessern, um den Anforderungen an die moderne Arbeitswelt entsprechen zu können.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übernehmen die Verantwortung für ihre Gesundheit. Sie berücksichtigen in ihrem Verhalten die allgemein bekannten Empfehlungen für einen gesundheitsgerechten Lebenswandel. Sie können ihre Führungskräfte ansprechen, wenn betriebliche Umstände einem gesundheitsförderlichen Verhalten widersprechen. Die Führungskräfte achten im Dialog mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern darauf, dass es zu einem angemessenen Miteinander kommt und dass gesundheitliche Störungen frühzeitig angesprochen und geklärt werden. Der Arbeitgeber sorgt dabei für die passenden Rahmenbedingungen. Das betrifft die Einhaltung der gesetzlichen und tariflichen Arbeitsschutzregeln, aber auch der innerbetrieblichen Standards für einen gesundheitsorientierten Umgang mit allen in der Haspa beschäftigten Personen. Das betriebliche Eingliederungsmanagement ist in einer Betriebsvereinbarung prozessual geregelt.

Zur Gesundheitsförderung in der Haspa tragen z. B. bei: betriebsärztlicher Dienst, Gesundheits-Checks, regelmäßige Arbeitsplatzbegehungen, ergonomisch ausgestattete Arbeitsplätze, gesundes Essen in Kantinen und in dezentralen Standorten, flexible Arbeitszeitmodelle und Vertrauensarbeitszeit, Vorträge und Seminare zu Gesundheitsthemen für Führungskräfte und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Seit 2017 fördern rund 60 zu Konfliktnavigatoren weitergebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine gute Zusammenarbeit in der Haspa und tragen zur Bereinigung von Konflikten bei. Durch ihre Tätigkeit ergibt sich eine gesundheitsfördernde Entlastung in Konfliktsituationen.

Die Haspa-Betriebssportgemeinschaft hat rund 2.700 Mitglieder und bietet in über 40 Sparten ein vielfältiges Sportangebot.

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Weiterbildung und lebenslanges Lernen
Die Haspa legt Wert auf gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Deshalb fördern wir das lebenslange Lernen mit einem umfangreichen Weiterbildungsangebot. Aufgrund des demografischen Wandels hat die Haspa Bedarf an qualifizierten Fachkräften und Auszubildenden, damit wir auch künftig sowohl für kompetenten Service und Beratung als auch für Spezialaufgaben in zentralen Unternehmensbereichen über genügend Personal verfügen. Die Haspa entwickelt die Kompetenzen ihrer Beschäftigten daher kontinuierlich und systematisch weiter (vgl. dazu auch Kriterien 14 und 15). 

Mit der HaspaAkademie haben wir sämtliche Bildungsangebote in einer eigenen Inhouse-Akademie gebündelt. Durch die HaspaAkademie werden Professionalität und Qualität in der Aus- und Weiterbildung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Haspa bedarfs- und zielgruppengerecht gesteigert. So können Talente noch besser gefördert, fachliche und persönliche Kompetenzen ausgebaut, Führungskräfteentwicklung und Trainingsmaßnahmen intensiviert werden. Die durchschnittliche jährliche Anzahl von Seminartagen je bankfachlich beschäftigter Mitarbeiter betrug 2019 2,9 Tage. Diese umfassen interne und externe Seminare inklusive Studiengängen und insbesondere auch umfangreiche Schulungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Umstellung unserer IT.

Die klar strukturierte Bildungsarchitektur der Haspa ermöglicht es allen Beschäftigten sowie Bewerbern, sich umfassend über unser Bildungsangebot zu informieren und mit den aufgezeigten Perspektiven ihre persönliche Karriere zu planen.

Der Bereich Personal und die Unternehmensbereiche der Haspa analysieren den Qualifizierungsbedarf der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor dem Hintergrund sich wandelnder Anforderungen, die sich z.B. aus der Digitalisierung, Änderungen des Produkt- und Dienstleistungsangebots, regulatorischer Anforderungen oder auch Veränderungen wie der Umstellung der IT ergeben. Daraus ergeben sich laufend konkrete Weiterbildungsziele für einzelne Mitarbeiter, Teams oder auch das Gesamthaus, die durch interne und externe Schulungsmaßnahmen erfüllt werden.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator GRI SRS-403-9: Arbeitsbedingte Verletzungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

Die Punkte c-g des Indikators SRS 403-9 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.


Leistungsindikator GRI SRS-403-10: Arbeitsbedingte Erkrankungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen;
b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen.

Die Punkte c-e des Indikators SRS 403-10 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.

In der Haspa werden Daten zu arbeitsbedingten Verletzungen kontinuierlich erhoben und ausgewertet, um Handlungsfelder identifizieren zu können und Risiken weiter vorzubeugen. Diese internen Daten werden von uns nicht veröffentlicht.


In der Haspa werden Daten wie krankheitsbedingte Abwesenheiten kontinuierlich erhoben und ausgewertet, um Handlungsfelder identifizieren zu können und das betriebliche Gesundheitsmanagement bei Bedarf weiter zu optimieren. Diese internen Daten werden von uns nicht veröffentlicht.

Leistungsindikator GRI SRS-403-4: Mitarbeiterbeteiligung zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Die berichtende Organisation muss für Angestellte und Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden, folgende Informationen offenlegen:

a. Eine Beschreibung der Verfahren zur Mitarbeiterbeteiligung und Konsultation bei der Entwicklung, Umsetzung und Leistungsbewertung des Managementsystems für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und zur Bereitstellung des Zugriffs auf sowie zur Kommunikation von relevanten Informationen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gegenüber den Mitarbeitern.

b. Wenn es formelle Arbeitgeber-Mitarbeiter-Ausschüsse für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gibt, eine Beschreibung ihrer Zuständigkeiten, der Häufigkeit der Treffen, der Entscheidungsgewalt und, ob und gegebenenfalls warum Mitarbeiter in diesen Ausschüssen nicht vertreten sind.

Die Haspa unterliegt dem „Tarifvertrag für das private Bankgewerbe und die öffentlichen Banken“, in dem Gehälter, Arbeitszeiten und weitere Arbeitsbedingungen geregelt sind.

Die Haspa hat mit dem Betriebsrat, dem auch Vertreter der Gewerkschaften angehören, Vereinbarungen z. B. zu den gesundheitsrelevanten Themen Arbeitszeit, betriebliches Eingliederungsmanagement, Mittagessenversorgung, Nichtraucherschutz und Umgang mit Suchtmittelabhängigkeit getroffen.

Leistungsindikator GRI SRS-404-1 (siehe G4-LA9): Stundenzahl der Aus- und Weiterbildungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. durchschnittliche Stundenzahl, die die Angestellten einer Organisation während des Berichtszeitraums für die Aus- und Weiterbildung aufgewendet haben, aufgeschlüsselt nach:
i. Geschlecht;
ii. Angestelltenkategorie.

Die durchschnittliche jährliche Anzahl von Seminartagen je bankfachlich beschäftigter Mitarbeiter betrug 2019 2,9 Tage. Diese umfassen interne und externe Seminare inklusive Studiengängen und insbesondere auch umfangreiche Schulungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Umstellung unserer IT.

Leistungsindikator GRI SRS-405-1: Diversität
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der Personen in den Kontrollorganen einer Organisation in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

b. Prozentsatz der Angestellten pro Angestelltenkategorie in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

Im Jahr 2019 betrug der Anteil der weiblichen Mitglieder im Aufsichtsrat 18,75 Prozent, im Vorstand 20 Prozent. Der Frauenanteil auf den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands – das waren im Berichtsjahr die Führungsebenen Unternehmensbereichsleitung und Abteilungsleitung – betrug 10 Prozent, auf Ebene Filial-/Center-/Teamleitung 21 Prozent. Der Frauenanteil auf sämtlichen Führungsebenen betrug 17 Prozent. Der Frauenanteil in der gesamten Belegschaft lag bei 56 Prozent. Bei der Altersstruktur der Belegschaft und unserer Kontrollorgane achten wir auf ein ausgewogenes Verhältnis jüngerer und älterer Menschen. Unsere internen Analysen der Altersstruktur werden vertraulich behandelt und nicht veröffentlicht.

Leistungsindikator GRI SRS-406-1: Diskriminierungsvorfälle
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle während des Berichtszeitraums.

b. Status der Vorfälle und ergriffene Maßnahmen mit Bezug auf die folgenden Punkte:
i. Von der Organisation geprüfter Vorfall;
ii. Umgesetzte Abhilfepläne;
iii. Abhilfepläne, die umgesetzt wurden und deren Ergebnisse im Rahmen eines routinemäßigen internen Managementprüfverfahrens bewertet wurden;
iv. Vorfall ist nicht mehr Gegenstand einer Maßnahme oder Klage.

Im Jahr 2019 wurden keine Eingaben bei der Beschwerdestelle nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz gemacht.

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Bewertung von Risiken im Bereich Achtung der Menschenrechte
Die Haspa ist dem Gemeinwohl verpflichtet. Ihr Sitz ist in der Freien und Hansestadt Hamburg und ihre Geschäftstätigkeit fokussiert sich auf die Metropolregion Hamburg. Unsere Beschäftigten, Kunden und Geschäftspartner stammen weit überwiegend aus der Metropolregion, aus Deutschland und Europa, sodass die Einhaltung der Menschenrechte gesetzlich geregelt ist und damit zum unternehmerischen Standard gehört, der von staatlicher Seite überwacht wird.

Vor diesem Hintergrund ist die Entwicklung von gesonderten Konzepten zur Vermeidung von Menschenrechtsverletzungen in der Haspa nicht erforderlich. Im Rahmen eines Nachhaltigkeitsscreenings im Kerngeschäft haben wir 2019 unser Kundenkreditgeschäft sowie unsere Eigenanlage u. a. auch auf mögliche Risiken im Bereich von Menschenrechten überprüft. Dabei haben sich keine Risiken ergeben, nähere Informationen dazu finden sich bei den Ausführungen zu Kriterium 4.

In diesem Zusammenhang werden in den relevanten Unternehmensbereichen (z. B. Personal, Einkauf, Gebäudemanagement und Logistik, Vorstandsstab) auf Basis gesetzlicher Vorgaben angemessene Maßnahmen geprüft und bei Relevanz umgesetzt, um nachteiligen Auswirkungen auf die Menschenrechte zu begegnen.

Beispielhaft sind hier die im Dezember 2019 implementierten „Leitlinien zur Nachhaltigkeit für Lieferanten und Dienstleister der Hamburger Sparkasse AG“ zu nennen. Zudem haben wir 2019 in unseren Beschwerdeprozess explizit Beschwerdekriterien zu Menschenrechten und Nichtdiskriminierung aufgenommen, anhand derer Auswertungen zu Menschenrechtsbeschwerden möglich werden. Die Beschwerdeauswertung erfolgt halbjährlich. Die Analyseergebnisse werden dem Vorstand kommuniziert und bei Bedarf Maßnahmen abgeleitet. Damit stellen wir sicher, dass eingegangene Beschwerden (inkl. Menschenrechtsbeschwerden) ausgewertet und bei Bedarf Maßnahmen ergriffen werden, um wiederkehrende Fehler oder Probleme zu beheben.

Wir werden die neuen Verpflichtungen aus dem von der Bundesregierung verabschiedeten „Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte“ im Jahr 2020 weiter bearbeiten.


Achtung der Menschenrechte

Für die Haspa gehören die Achtung der Menschenrechte, die Verhinderung von Zwangs- und Kinderarbeit sowie jeglicher Form von Ausbeutung zu ihrem Selbstverständnis als Sparkasse.

Das vom Vorstand verabschiedete „Nachhaltigkeitsverständnis“ hebt die „Achtung von Menschenrechten und des Nichtdiskriminierungsgebots“ als besondere Aspekte der Nachhaltigkeit hervor. Dieses „Nachhaltigkeitsverständnis“ wurde in die Rahmenanweisung des Vorstands integriert sowie auch in die Geschäftsstrategie der Haspa aufgenommen, die von Vorstand und Aufsichtsrat verabschiedet wurde. Die Achtung der Menschenrechte ist damit fester Bestandteil des verbindlichen Orientierungs- und Handlungsrahmens für alle Beschäftigten und Führungskräfte (vgl. hierzu Kriterium 1).

Zudem ist die Achtung von Menschenrechten (ausgehend von unserer Grundsatzerklärung zu Menschenrechten im Nachhaltigkeitsverständnis) auch im Ethikkodex der Haspa  verankert (vgl. Kriterium 7). Er ist ebenfalls Bestandteil der Rahmenanweisung des Vorstandes und gehört zum verbindlichen Orientierungs- und Handlungsrahmen für alle Beschäftigten und Führungskräfte. Der Ethikkodex ist allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zugänglich.

Vermeidung von Menschenrechtsverletzungen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Haspa werden die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) eingehalten.

Entsprechend den Vorgaben des Betriebsverfassungsgesetzes ist die Beteiligung und Mitbestimmung der Beschäftigten gewährleistet. Durch leistungsgerechte Vergütung, Personalentwicklung und flexible Arbeitszeit unterstützt die Haspa Motivation sowie unternehmerisches Denken und Handeln ihrer Beschäftigten. Über die bankentariflichen Gehaltszahlungen hinaus gewähren wir Sozialleistungen, die die Attraktivität der Haspa als Arbeitgeber stärken (vgl. Kriterium 14). Aufgrund geltender tariflicher und interner kollektivrechtlicher Bestimmungen werden in der Haspa Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für gleiche Tätigkeiten gleich vergütet (vgl. Kriterium 15). 

Die Haspa hat mit dem Betriebsrat, dem auch Vertreter der Gewerkschaften angehören, Vereinbarungen z. B. zu den gesundheitsrelevanten Themen Arbeitszeit, Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit, betriebliches Eingliederungsmanagement, Mittagessenversorgung, Nichtraucherschutz und Umgang mit Suchtmittelabhängigkeit getroffen. Darüber hinaus können sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen von Beschwerderechten, Personalentwicklungsprozessen und Feedbackmechanismen regelmäßig in der Haspa einbringen (vgl. hierzu Kriterium 15).

Zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf stehen allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern flexible Arbeitszeitregelungen, Teilzeitarbeit, Jobsharing in Führungspositionen sowie finanzielle Unterstützung bei der Kinderbetreuung in den Ferien und in Notfällen zur Verfügung. Unter Berücksichtigung betrieblicher Belange ermöglichen wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zudem ein Sabbatical (vgl. hierzu Kriterium 15).

Kundinnen und Kunden
Die Haspa bekennt sich zu ihrer Verantwortung für die Menschen in der Region. Faire Partnerschaft heißt für uns auch, niemanden von modernen Finanzdienstleistungen auszuschließen. Unser Ziel ist es, unsere Produkte und Dienstleistungen für jede Kundin und jeden Kunden gleichberechtigt zugänglich zu machen. 

Wir haben daher den barrierefreien Zugang zu unseren Filialen, zu unserem Internetauftritt, zu den Selbstbedienungsgeräten und zu unserem gesamten Beratungsangebot ausgebaut. Barrierefreiheit bietet mehr Komfort für jeden Menschen und erleichtert ein selbstbestimmtes Leben. Die Nähe unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu unseren Kundinnen und Kunden hilft dabei, Barrieren zu überwinden. Deshalb schulen wir unsere Beschäftigten im Umgang mit Menschen mit Behinderung oder Mobilitätseinschränkungen. 

Fast alle unserer Filialen verfügen über einen barrierefreien Zugang für Rollstuhlnutzer. Alle Geldautomaten sind mit tastbaren Hilfen ausgestattet. Zudem werden diese ab 2020 sukzessive um eine Audio-Unterstützung erweitert. Die Funktion der Audiounterstützung werden wir künftig auch bei der Online-Geldautomatensuche kenntlich machen. 

Wir haben ein aktives Beschwerdemanagement fest etabliert, in dessen Rahmen wir alle Kundenäußerungen analysieren, um kontinuierlich potenzielle Fehlerquellen zu entdecken und unser Angebot im Sinne der Kundinnen und Kunden weiterzuentwickeln. 2019 haben wir explizite Kriterien insbesondere zur Achtung von Menschenrechten, zum Nichtdiskriminierungsgebot, zu Arbeitnehmerbelangen, Sozialbelangen und zur Korruptionsbekämpfung im Beschwerdemanagement verankert. Im Jahr 2019 erhielten wir fünf Beschwerden zur Barrierefreiheit bei technischen Lösungen und in der Filiale sowie vier Beschwerden zu wahrgenommenen Diskriminierungen. In allen Fällen haben wir die Hintergründe individuell geprüft und entsprechende Abhilfe geschaffen (vgl. hierzu Kriterium 8).

Lieferanten und Dienstleister

Das Geschäftsgebiet der Haspa ist die Metropolregion Hamburg. Unsere Geschäftspartner befinden sich weit überwiegend in Deutschland. Aufträge vergeben wir weit überwiegend in der Metropolregion Hamburg sowie in Deutschland und Europa – 141 Mio. Euro haben wir 2019 an regionale Anbieter vergeben.

Auf Basis des Nachhaltigkeitsverständnisses berücksichtigt die Haspa bei der Beschaffung von Gütern und Leistungen nicht nur wirtschaftliche, sondern auch soziale, ethische und ökologische Aspekte. 

Wir erwarten daher von unseren Auftragnehmern, dass sie sich dem Ziel, sozialen, ethischen und ökologischen Ansprüchen der Gesellschaft zu genügen, ebenso verpflichtet fühlen wie die Haspa, und bei der Herstellung und Fertigung ihrer Produkte sowie bei der Erbringung von Dienstleistungen diesen Zielen Rechnung tragen. 

Die „Leitlinie zur Nachhaltigkeit für Lieferanten und Dienstleister der Hamburger Sparkasse AG“ formuliert und definiert die Anforderungen, die die Haspa an die Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen an ihre Auftragnehmer hat. Dies sind die Einhaltung international anerkannter Menschen- und Arbeitnehmerrechte, die Ächtung von Kinderarbeit und Zwangsarbeit, die Einhaltung gesetzlicher Normen und Umweltrichtlinien sowie die Einhaltung und Förderung von ethischem Verhalten. 

Unsere Lieferanten und Dienstleister sind aufgefordert, eine Leitlinie an alle Beteiligten im Rahmen ihrer Lieferkette weiterzugeben, die diese Anforderungen widerspiegelt und die Einhaltung der Standards fördert und nachhält (vgl. Kriterium 4).


Kundenkreditgeschäft
Im Kundenkreditgeschäft ist es unser Ziel, keine Verträge abzuschließen, die direkte oder indirekte (d. h. über Drittländer) Geschäfte in Kriegs- und Krisenländern (z. B. in durch UN-Resolutionen sanktionierten Ländern) zur Folge haben. Hierzu wird bezugnehmend auf eine Embargoliste des Zolls eine Ländernegativliste geführt, die regelmäßig aktualisiert wird. Dem Wirtschaftszweig „Herstellung von Waffen und Munition“ sind im Kundenkreditgeschäft keine Kunden zugeordnet, d. h. Kreditgeschäfte in diesen Branchen werden von der Haspa nicht betrieben (vgl. Kriterium 4).



Eigenanlage
Zur Begrenzung der Länderrisiken verfolgen wir das Ziel, weder direkt (z. B. über Staatsanleihen, Credit Default Swaps) noch indirekt (z. B. über Unternehmensanleihen, Aktien, Asset Backed Securities) in Kriegs- und Krisenländern zu investieren (z. B. in durch UN-Resolutionen sanktionierten Ländern). Dazu nutzen wir eine Ländernegativliste, die auf Basis der Embargoliste des Zolls geführt und regelmäßig aktualisiert wird. Zudem erwerben wir gemäß unseren Anlagerichtlinien keine Wertpapiere, bei denen der Verdacht auf Streubombenherstellung besteht. Investitionen in Grundnahrungsmittel wie Weizen, Mais, Soja, Fisch und Vieh sind in den Anlagerichtlinien ebenfalls ausgeschlossen (vgl. Kriterium 4).


Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator GRI SRS-412-3: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Investitionsvereinbarungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der erheblichen Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder auf Menschenrechtsaspekte geprüft wurden.

b. Die verwendete Definition für „erhebliche Investitionsvereinbarungen“.

Das Geschäftsgebiet der Haspa ist die Metropolregion Hamburg. Unsere Geschäftspartner befinden sich weit überwiegend in Deutschland. Hier gehört die Einhaltung von Menschenrechten zum unternehmerischen Standard und wird von staatlicher Seite überwacht. Unsere Leitlinie zur Nachhaltigkeit für Lieferanten und Dienstleister verpflichtet Geschäftspartner der Haspa zur Einhaltung der Menschenrechte (vgl. Kriterium 4). Unsere Geschäftspartner unterscheiden sich u.a. nach vereinbarten Geschäfts- und Investitionsvolumina. Aus Vertraulichkeitsgründen veröffentlichen wir hierzu keine Informationen.


Leistungsindikator GRI SRS-412-1: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, an denen eine Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt wurde, aufgeschlüsselt nach Ländern.

Das Geschäftsgebiet der Haspa ist die Metropolregion Hamburg. Entsprechend hat die Haspa Geschäftsstandorte ausschließlich in der Metropolregion. An allen Standorten werden die Menschenrechte eingehalten.
 

Leistungsindikator GRI SRS-414-1: Auf soziale Aspekte geprüfte, neue Lieferanten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der neuen Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien bewertet wurden.

Die „Leitlinie zur Nachhaltigkeit für Lieferanten und Dienstleister der Hamburger Sparkasse AG“ verpflichtet unsere Lieferanten insbesondere auch zur Einhaltung von Menschen- und Arbeitnehmerrechten und zu ethischem Verhalten (vgl. Kriterium 4).

Leistungsindikator GRI SRS-414-2: Soziale Auswirkungen in der Lieferkette
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Zahl der Lieferanten, die auf soziale Auswirkungen überprüft wurden.

b. Zahl der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen ermittelt wurden.

c. Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen, die in der Lieferkette ermittelt wurden.

d. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt und infolge der Bewertung Verbesserungen vereinbart wurden.

e. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt wurden und infolgedessen die Geschäftsbeziehung beendet wurde, sowie Gründe für diese Entscheidung.

Die „Leitlinie zur Nachhaltigkeit für Lieferanten und Dienstleister der Hamburger Sparkasse AG“ verpflichtet unsere Lieferanten insbesondere auch zur Einhaltung von Menschen- und Arbeitnehmerrechten und zu ethischem Verhalten (vgl. Kriterium 4). Bei unseren über 1.000 Lieferanten und Geschäftspartnern sind bisher keine tatsächlichen oder potenziellen Menschenrechtsverletzungen bekannt geworden. Entsprechend werden von der Haspa hier keine Maßnahmen zur Verhinderung von Menschenrechtsverletzungen ergriffen.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Bewertung von Risiken im Bereich Sozialbelange
Seit unserer Gründung setzen wir uns für die flächendeckende Versorgung mit Finanzdienstleistungen für alle Kundengruppen in der Region ein. Dies schließt die Grundversorgung wirtschaftlich schwächerer Bevölkerungskreise ausdrücklich mit ein. Mit unserem vielfältigen gesellschaftlichen Engagement setzen wir uns in der gesamten Metropolregion Hamburg für die Steigerung der Lebensqualität und Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen und kulturellen Leben ein. Dabei haben wir auch soziale Brennpunkte besonders im Blick.  Vor dem Hintergrund dieser gemeinwohlorientierten Ausrichtung unseres Handelns sehen wir keine wesentlichen Risiken im Bereich Sozialbelange und führen entsprechend auch keine weitergehenden Risikoanalysen durch.

Beitrag zum Gemeinwesen

Das gemeinwohlfördernde, regionale Geschäftsmodell der Haspa ist in unserer Satzung fest verankert. Aus dem Sparkassenauftrag heraus ist die Haspa die Bank für alle Bürgerinnen und Bürger in der Metropolregion Hamburg. Wir ermöglichen auch wirtschaftlich schwächeren Personen die Teilnahme am Wirtschaftsleben, stellen Basis-Bankdienstleistungen für jedermann bereit und geben Kredite zu fairen und verlässlichen Konditionen. Mit unserem Geschäftsmodell fördern wir das wirtschaftliche Wachstum, den Erhalt und die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Weiterentwicklung der Metropolregion Hamburg. Wir tragen verlässlich zum Gemeinwohl und zu einer nachhaltigen Wohlstandsentwicklung bei und engagieren uns für eine hohe Lebensqualität für alle Menschen in der Region.

Dieser strategischen Zielsetzung folgend fühlen wir uns den Hamburgern und einer guten Entwicklung Hamburgs verbunden. Ob Privatperson oder Unternehmen: Unsere Kunden schätzen uns als persönlichen Berater, verlässlichen Geschäftspartner und Förderer der Region. Die besondere Beziehung zu Stadt, Wirtschaft und Menschen ist die Basis für unseren Erfolg und bleibt der Kern unserer Identität als Sparkasse.

Unsere Geschäftstätigkeit kommt der Metropolregion Hamburg zugute. Als Arbeitgeber, Steuerzahler und Auftraggeber für die heimische Wirtschaft haben wir im Jahr 2019 eine Wertschöpfung von rund 500 Mio. Euro in unserem Geschäftsgebiet realisiert.

Wir sind gut für Hamburg. Wir unterstützen die Menschen und Unternehmen in unserer Region bei ihrer Finanzplanung und Zukunftssicherung. Damit tragen wir zum Gemeinwohl in der Metropolregion Hamburg bei. Hinzu kommt unser vielfältiges gesellschaftliches Engagement. Die Förderung von Bildung und Sozialem, Kunst, Musik und Sport liegt uns dabei ganz besonders am Herzen. Zum Beispiel fördern wir den Haspa Marathon Hamburg und das charakterbildende Hochseesegeln für Jugendliche. Wir erhalten Werke Hamburger Künstler in einer eigenen Sammlung. Und gerade die Unterstützung vieler kleiner Projekte gemeinnütziger Institutionen – von der Senioreneinrichtung und dem Sportverein bis hin zum Kulturzentrum oder zur Kita – ist typisch für uns als Sparkasse.

Vier Stiftungen sind ein weiterer wesentlicher Bestandteil unseres gesellschaftlichen Engagements: die Haspa Hamburg Stiftung, die Haspa Musik Stiftung sowie die Peter-Mählmann-Stiftung und die Manni-die-Maus-Stiftung zur Förderung von Projekten für Kinder und Jugendliche.

Ein besonderer Ansatz unseres gesellschaftlichen Engagements ist es, dass wir die Menschen motivieren wollen, selbst Gutes zu tun. Das geschieht bei den eigenen Mitarbeitern z. B. mit dem Ehrenamtspreis, der einmal jährlich an zehn Mitarbeiter verliehen wird. Die gemeinnützigen Einrichtungen, für die sie aktiv sind, erhalten jeweils 1.000 Euro. Außerdem gibt es Freistellungen für soziale Arbeit z. B. im Rahmen „sozialer Tage“, bei denen gemeinsam Gutes getan wird.

Mit der Haspa Hamburg Stiftung sind wir „Anstifter zum Stiften“. Mit dieser Dachstiftung kann bereits mit relativ geringen Beträgen eine eigene Stiftung errichtet werden. Seit Gründung der Haspa Hamburg Stiftung 2005 wurden unter ihrem Dach 297 Stiftungen ins Leben gerufen. Diese haben seit 2005 insgesamt rund 18 Mio. Euro an mehr als 500 gemeinnützige Einrichtungen ausgeschüttet. Mit diesen Geldern wurden z. B. Projekte und Aktivitäten aus Bereichen wie Bildung und Wissenschaft, Kunst und Kultur, Sport und Soziales sowie Umwelt- und Tierschutz gefördert.

Im Berichtsjahr hat ein Mitarbeiter aus unserem IT-Bereich ein Microfinance-Projekt in Bhutan vor Ort unterstützt, das von der Sparkassenstiftung für internationale Kooperation gefördert wird. Diese Stiftung der Sparkassen-Finanzgruppe ist in Entwicklungs- und Schwellenländern aktiv, um den Menschen vor Ort Zugang zu Finanzdienstleistungen zu ermöglichen und damit zu Wohlstandsentwicklung und stabilen wirtschaftlichen Strukturen beizutragen.  

Auf dem Online-Spendenportal www.gut-fuer-hamburg.de, einer gemeinsamen Initiative von betterplace.org und Haspa, können fürs Gemeinwohl engagierte Einrichtungen Projekte präsentieren und um Spenden werben. Hier erhöhen wir regelmäßig mit Verdoppelungsaktionen die Spendenbereitschaft. Auf diesem Online-Spendenportal wurden bereits mehr als 7 Mio. Euro für rund 1.300 Projekte gespendet.   

Ein ausführlicher Überblick über unser gesellschaftliches Engagement und die vielfältigen Förderungen findet sich auf www.gut-fuer.hamburg sowie auf den Internetauftritten www.haspa-hamburg-stiftung.de und www.haspa-musik-stiftung.de.

Alle gemeinwohlorientierten Aktivitäten werden entlang der vom Vorstand in der Geschäftsstrategie vorgegebenen Ziele regelmäßig von den dafür verantwortlichen Bereichen überprüft und an den aus aktuellen Entwicklungen resultierenden Bedarf angepasst.

Finanzwirtschaftliche Grundversorgung für wirtschaftlich schwächere Privatpersonen
Als dem Gemeinwohl verpflichtete Sparkasse ist es unsere Aufgabe, allen Bevölkerungskreisen den Zugang zu modernen Bankdienstleistungen zu eröffnen. Mit der Führung von Basiskonten ermöglichen wir es jedem Verbraucher, unabhängig von seiner persönlichen Situation, seinem Einkommen, Alter oder seiner Nationalität ein Girokonto zu führen und damit am bargeldlosen Zahlungsverkehr teilzunehmen. Von mehr als 950.000 Privatgirokonten waren im Berichtsjahr rund 29.000 Basiskonten. Das Basiskonto wird auf Guthabenbasis geführt, sodass keine Verschuldung möglich ist. Einen großen Teil der Basiskonten führen wir für aus ihren Heimatländern geflüchtete Menschen.

Für ein selbstbestimmtes Leben und um ungeplante Verschuldung zu vermeiden, ist es wichtig, mit finanziellen Fragen richtig umzugehen. Wir helfen den Menschen dabei nicht nur durch einen verlässlichen Zugang zu Finanzdienstleistungen und kompetente Beratung, sondern machen uns darüber hinaus auch für Finanzbildung stark. Mit den kostenfreien Angeboten des Beratungsdienstes "Geld und Haushalt" der Sparkassen (www.geldundhaushalt.de) werden private Haushalte bei ihrer Budget- und Finanzplanung unterstützt. 

Damit Kinder und Jugendliche den verantwortungsvollen Umgang mit Geld lernen, bieten wir das Haspa MäuseKonto an. Mit diesem sparen Kinder bis zum 14. Geburtstag auf einem eigenen Konto, für das ab dem 7. Lebensjahr optional zusätzlich die Haspa MäuseKonto-Karte beantragt werden kann, mit der die Kinder im Taschengeldumfang über das Konto verfügen können. Für Beträge bis zu 500 Euro gibt es eine attraktive Sonderverzinsung. So lernen junge Menschen, dass sich regelmäßiges Sparen lohnt und Spielraum für Anschaffungen ermöglicht. Außerdem sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Haspa regelmäßig in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen als Referenten aktiv, um die dort geleistete Finanz- und Wirtschaftsbildung aus der beruflichen Praxis heraus zu unterstützen.

Unsere Verantwortung bei der Vergabe von Krediten nehmen wir sehr ernst und beraten unsere Kundinnen und Kunden so, dass eine für sie tragfähige Einnahmen- und Ausgabensituation gewährleistet bleibt.

Zugang zu Finanzdienstleistungen
Die Haspa ist die Bank für alle Hamburger. Im Interesse unserer Kunden verbinden wir die reale und die digitale Welt miteinander. Wir wollen als regionaler Marktführer das Beste aus beiden Welten kombinieren: bequeme und effiziente digitale Lösungen mit persönlicher Nähe und kompetenter Beratung. Damit richten wir unser Angebot konsequent am Bedarf und am veränderten Nutzungsverhalten unserer Kunden aus.

Viele einfache Bankgeschäfte lassen sich inzwischen gut und schnell im Netz erledigen. Fast 400.000 Haspa-Kunden nutzen unser Online- bzw. Mobile Banking. Denn immer mehr alltägliche Bankgeschäfte erledigen unsere Kunden von unterwegs mit dem Smartphone oder Tablet. Hierfür bieten wir mit unseren Sparkassen-Apps leistungsfähige und vor allem sichere Lösungen an. Wir haben zudem sämtliche Filialen mit iPads ausgestattet, damit wir alle Kunden bei der Nutzung der neuen Services unterstützen können. Mit Blick auf das veränderte Nutzungsverhalten bieten wir auch persönliche Beratung über digitale Kanäle an. Die mediale Kundenbetreuung der Haspa bietet Service und Beratung per Telefon, Chat und Video. Diese Direktberatung wollen wir in den kommenden Jahren weiter ausbauen.

Unsere regionale Verbundenheit und Nähe zu den Menschen wird durch unser neues Filialkonzept noch stärker erlebbar, das wir seit 2017 umsetzen. Unter Einbeziehung von Kunden, Nichtkunden und Beschäftigten haben wir die Vision der „Filiale der Zukunft“ entwickelt. Bei der Neuausrichtung unserer Filialen war es uns ein wichtiges Anliegen, unsere regionale Verankerung mit ganz konkreten Angeboten zu verknüpfen und sie so besser erfahrbar zu machen – für unsere Kunden, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie für alle Anwohner im Stadtteil. Unsere neuen Filialen werden zum lokalen Treffpunkt, an dem sich die Menschen aus der Nachbarschaft austauschen können. So kann dort zum Beispiel das nächste Stadtteilfest oder eine gemeinnützige Initiative geplant werden.

Die Vernetzung mit der örtlichen Wirtschaft wie Händlern, Handwerkern und anderen Gewerbetreibenden sowie mit lokalen Vereinen, Verbänden, Bildungseinrichtungen und anderen Institutionen wollen wir über die neuen Nachbarschaftsfilialen weiter vertiefen. Lokale Themen ebenso wie Angebote aus dem Stadtteil haben dort einen festen Platz: Örtliche Gewerbetreibende, Vereine und Initiativen können sich über Bildschirme, ein klassisches Schwarzes Brett, im Schaufenster und auf einer Ausstellungsfläche präsentieren. Durch diese neue Plattform möchten wir als Haspa auch zur Stärkung lokaler Wirtschaftsstrukturen und vielfältiger Angebote vor Ort beitragen.

Wir vernetzen die Menschen und Unternehmen in den Stadtteilen auch durch eine Vielzahl von Veranstaltungen zu Bank- und Nichtbankthemen, die wir oftmals gemeinsam mit örtlichen Partnern durchführen. So finden in unseren Nachbarschaftsfilialen zum Beispiel auch Konzerte, Lesungen und Kunstworkshops, lokale Ausbildungsmessen, Präsentationen von Produkten und Dienstleistungen und Infoabende der Polizei zum Einbruchschutz oder zur Prävention von Trickbetrug statt.

Insgesamt hat die Haspa bis Ende 2019 mehr als 60 Filialen zu Treffpunkten in der Nachbarschaft umgebaut. Für 2020 ist vorgesehen, weitere rund 30 Filialen umzugestalten. Insgesamt sollen es rund 100 werden. Damit werden wir auch in Zukunft das mit Abstand dichteste Filialnetz in Hamburg haben.

Im Jahr 2019 eröffneten wir in einem Neubau der HASPA-Gruppe an der Straße Schulterblatt eine Nachbarschaftsfiliale im Schanzenviertel, nachdem die Filiale an diesem Standort im Rahmen der G-20-Ausschreitungen 2017 zerstört worden war.

Mit unseren Filialen und Kunden-Centern sind wir überall im Geschäftsgebiet persönlich erreichbar. Hinzu kommen mehr als 60 SB-Standorte. Die Haspa trägt mit rund 360 Geldautomaten zur Bargeldversorgung der Bevölkerung bei.

Ergänzend zur persönlichen Nähe unserer Filialen vernetzen wir uns auch digital mit der Nachbarschaft. Über die Event-Empfehlungs-App AINO und die Nachbarschafts-App „kiekmo“ erreichen wir rund 1 Mio. Hamburger im Monat. Mit der JokerApp können Nutzerinnen und Nutzer zudem mobil auf die Vorteile unseres Mehrwertkontos zugreifen und regionale Angebote nutzen.

Angebote für benachteiligte Bevölkerungsgruppen
Die Haspa bekennt sich zu ihrer Verantwortung für die Menschen in der Region. Faire Partnerschaft heißt für uns auch, niemanden von modernen Finanzdienstleistungen auszuschließen. Unser Ziel ist es, unsere Produkte und Dienstleistungen für jeden Kunden gleichberechtigt zugänglich zu machen. 

Wir haben daher den barrierefreien Zugang zu unseren Filialen, zu unserem Internetauftritt, zu den Selbstbedienungsgeräten und zu unserem gesamten Beratungsangebot ausgebaut. Barrierefreiheit bietet mehr Komfort für jeden Menschen und erleichtert ein selbstbestimmtes Leben. Die Nähe unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu unseren Kunden hilft dabei, Barrieren zu überwinden. Deshalb schulen wir unsere Beschäftigten im Umgang mit Menschen mit Behinderung oder Mobilitätseinschränkungen. Fast alle unsere Filialen verfügen über einen barrierefreien Zugang für Rollstuhlnutzer. Alle Geldautomaten sind mit tastbaren Hilfen ausgestattet. Sämtliche Geldautomaten und Kontoauszugsdrucker erfüllen die Anforderungen an die barrierefreie Gestaltung von Bankautomaten in Deutschland sowie weitergehende internationale Standards wie den ADA (Americans with Disabilities Act). Diese Anforderungen regeln z. B. Aspekte wie Bewegungsflächen oder die Erreichbarkeit der einzelnen Bedienelemente.

Wir können bei Bedarf Beratung auch in zahlreichen Fremdsprachen anbieten, da wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben, die Sprachen wie zum Beispiel Englisch, Französisch, Spanisch, Russisch, Türkisch und Arabisch fließend beherrschen. So können wir die erfolgreiche Einbindung von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in unsere Gesellschaft und in das Wirtschaftsleben unterstützen. Darüber hinaus bieten wir auch Beratung in Gebärdensprache durch eine unserer Mitarbeiterinnen an.

Auch Menschen, die nicht in der Lage sind, in eine Filiale zu kommen, werden von der Haspa betreut. Auf Wunsch von Kunden kommen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu ihnen nach Hause und stellen so die Teilhabe an unserem Finanzdienstleistungsangebot sicher.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator GRI SRS-201-1: Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. den zeitanteilig abgegrenzten, unmittelbar erzeugten und ausgeschütteten wirtschaftlichen Wert, einschließlich der grundlegenden Komponenten der globalen Tätigkeiten der Organisation, wie nachfolgend aufgeführt. Werden Daten als Einnahmen‑Ausgaben‑Rechnung dargestellt, muss zusätzlich zur Offenlegung folgender grundlegender Komponenten auch die Begründung für diese Entscheidung offengelegt werden:
i. unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert: Erlöse;
ii. ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert: Betriebskosten, Löhne und Leistungen für Angestellte, Zahlungen an Kapitalgeber, nach Ländern aufgeschlüsselte Zahlungen an den Staat und Investitionen auf kommunaler Ebene;
iii. beibehaltener wirtschaftlicher Wert: „unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert“ abzüglich des „ausgeschütteten wirtschaftlichen Werts“.

b. Der erzeugte und ausgeschüttete wirtschaftliche Wert muss getrennt auf nationaler, regionaler oder Marktebene angegeben werden, wo dies von Bedeutung ist, und es müssen die Kriterien, die für die Bestimmung der Bedeutsamkeit angewandt wurden, genannt werden.

Beitrag zum Gemeinwesen
Volumen in €
Ertragsabhängige Steuerzahlungen1.100.000
Personalaufwand347.700.000
Spenden, Sponsoring, Zweckerträge gesamt4.600.000
Auftragsvergaben an regionale Unternehmen141.000.000
Beitrag zum Gemeinwesen gesamt:494.400.000


Erzeugter wirtschaftlicher Wert
Volumen in €
Bilanzsumme46,6 Mrd.
Jahresergebnis42 Mio.




Vorjahr
Volumen in €
Ertragsabhängige Steuerzahlungen59.400.000
Personalaufwand359.700.000
Spenden, Sponsoring, Zweckerträge gesamt4.700.000
Auftragsvergaben an regionale Unternehmen171.000.000
Beitrag zum Gemeinwesen gesamt:594.800.000


Volumen in €
Bilanzsumme45,1 Mrd.
Jahresergebnis70 Mio.


19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Politische Einflussnahme
Die Haspa ist Mitglied im Hanseatischen Sparkassen- und Giroverband (HSGV) und über diesen dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband e. V. (DSGV) in Berlin angeschlossen. Außerdem ist die Haspa Mitglied im Verband der Freien Sparkassen e. V. sowie im Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands e. V. (VÖB).

Der HSGV vertritt die gemeinsamen Angelegenheiten seiner Mitglieder aus den Bundesländern Hamburg und Bremen. Der Verband dient der Förderung des Sparkassenwesens und seiner Mitglieder, er berät diese in fachlichen Angelegenheiten und unterstützt die Aufsichtsbehörden in Hamburg und Bremen. Der HSGV fördert über die Hanseatische Sparkassenakademie ferner die Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter seiner Mitglieder. Seiner Prüfungsstelle obliegt die Prüfung der Mitgliedssparkassen in Bremerhaven, Bremen und Hamburg. Nähere Infomationen unter: http://www.hsgv.de/ 

Der DSGV vertritt die Interessen der Sparkassen-Finanzgruppe gegenüber staatlichen Stellen und in der Öffentlichkeit und organisiert die Willensbildung innerhalb der Gruppe. Darüber hinaus legt er die strategische Ausrichtung der Sparkassen-Finanzgruppe fest. Hierzu erarbeiten seine Mitglieder und Verbundunternehmen mit dem DSGV Konzepte für eine erfolgreiche Marktbearbeitung. Der DSGV ist Träger der zentralen Bildungseinrichtungen der Sparkassen-Finanzgruppe: die Management-Akademie und die Hochschule der Sparkassen-Finanzgruppe – University of Applied Sciences. Weitere Gemeinschaftseinrichtungen sind z. B. der Verein Wissenschaftsförderung der Sparkassen-Finanzgruppe, die Eberle-Butschkau-Stiftung sowie die Sparkassenstiftung für internationale Kooperation. Der DSGV verwaltet zudem die institutssichernden Einrichtungen nach dem Einlagensicherungsgesetz und das Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe sowie den Sicherungsfonds der Girozentralen und den Sicherungsfonds der Landesbausparkassen. Nähere Informationen unter: https://www.dsgv.de/de/ 

Dem Verband der Freien Sparkassen gehören fünf deutsche freie Sparkassen, also kommunal nicht gebundene Institute, sowie eine deutsche öffentlich-rechtliche Sparkasse, die aus einer freien Sparkasse hervorgegangen ist, als ordentliche Mitglieder an. Als außerordentliche Mitglieder sind dem Verband 33 freie Sparkassen aus acht anderen Ländern Europas und der Verband der schwedischen freien Sparkassen, des Sparbankernas Riksförbund, angeschlossen. Neben der Förderung des Spargedankens und Sparkassenwesens im Allgemeinen hat der Verband der Freien Sparkassen vor allem die Aufgabe, die besonderen Interessen seiner Mitglieder zu fördern und zu unterstützen. Der Verband der Freien Sparkassen vertritt die Interessen seiner Mitglieder sowohl innerhalb des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes als auch unmittelbar gegenüber staatlichen Stellen und in der Öffentlichkeit. Zu den traditionellen Verbandsaufgaben gehört auch die Förderung der grenzüberschreitenden Kooperation zwischen den freien Sparkassen Europas. Nähere Informationen unter: http://www.verband-freier-sparkassen.de/

Der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, ist ein Spitzenverband der deutschen Kreditwirtschaft. Er vertritt die Interessen von 59 Mitgliedern, darunter die Landesbanken sowie die Förderbanken des Bundes und der Länder. Aufgabe des VÖB ist es, die gemeinsamen wirtschaftlichen und ideellen Interessen seiner Mitglieder in allen kreditwirtschaftlichen Fragen zu vertreten, die Zusammenarbeit zwischen seinen Mitgliedsbanken zu fördern und sie bei der Erfüllung ihrer Aufgaben zu unterstützen. Der VÖB vertritt die Interessen seiner Mitglieder gegenüber Parlamenten, Regierungen, Aufsichts- und Regulierungsbehörden sowie in den Medien und der Öffentlichkeit in Deutschland und Europa. Nähere Informationen unter: https://www.voeb.de

Information und Austausch, u. a. auch zu Gesetzgebungsverfahren, erfolgen über die satzungsgemäßen Gremien der Sparkassenverbände, darüber hinaus werden in der Haspa keine gesonderten Konzepte für politische Einflussnahme verfolgt. Die Haspa spendet nicht an Parteien oder Politiker.

Die Korruptionsrisiken und Konzepte zur Bekämpfung von Korruption und zur Überwachung von gesetzeskonformem Handeln werden unter Kriterium 20 dargestellt.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator GRI SRS-415-1: Parteispenden
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Monetären Gesamtwert der Parteispenden in Form von finanziellen Beiträgen und Sachzuwendungen, die direkt oder indirekt von der Organisation geleistet wurden, nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

b. Gegebenenfalls wie der monetäre Wert von Sachzuwendungen geschätzt wurde.

Wir spenden nicht an Parteien oder Politiker.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Bewertung von Risiken im Bereich Bekämpfung von Korruption und Bestechung
Die zentrale Stelle zur Prävention von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung sowie sonstigen strafbaren Handlungen identifiziert und bewertet innerhalb der Compliance-Funktion die möglichen Risiken aus (internen und externen) strafbaren Handlungen im Rahmen einer jährlich zu aktualisierenden Risikoanalyse und führt unter Einbeziehung aller Geschäftsstandorte risikobasiert Kontrollen durch. Im Berichtsjahr wurden keine erheblichen Korruptionsrisiken für die Geschäftsstandorte der Haspa ermittelt (vgl. hierzu auch die Angaben in den Leistungsindikatoren GRI SRS 2016 205-1, 205-3, 419-1).

Grundlagen der Unternehmensführung

Zentrale Handlungsgrundlagen und betriebliche Abläufe sind im Anweisungswesen der Haspa verbindlich geregelt. Die Rahmenanweisung des Vorstands stellt die Grundlage für die Erfüllung gesetzlicher Anforderungen dar und regelt alle wesentlichen Maßnahmen zur Sicherstellung einer ordnungsgemäßen Geschäftsorganisation der Haspa. Sie umfasst insbesondere das Kreditgeschäft, das Risikomanagement, die Handelsgeschäfte und die interne Revision. Zudem berücksichtigt sie unter Einbezug von Fachanweisungen Art und Umfang der getätigten Geschäfte sowie die Größe und Organisationsstruktur der Haspa.

Neben der Rahmenanweisung bilden gesetzliche, aufsichtsrechtliche und weitere Regelungen die organisatorischen Grundlagen der Haspa. Diese sind insbesondere die Satzung der Haspa, die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat, die Geschäftsordnung und der Geschäftsverteilungsplan für den Vorstand sowie die Geschäftsstrategie und die Risikostrategie inkl. der Teilstrategien.

Die Rahmenanweisung regelt im Sinne der internen Regelungshierarchie mit Anweisungs- und Steuerungscharakter die operative Umsetzung dieser Strategien durch die entsprechenden Unternehmensbereiche. Die konkrete Ausgestaltung der operativen Aktivitäten wird über diese Rahmenanweisung an die jeweils verantwortlichen Unternehmensbereiche delegiert, die ihrerseits für die Erstellung entsprechender Fachanweisungen und Prozessregelungen verantwortlich sind.

Instrumente zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung
Wir erwarten von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, dass sie stets rechtskonform handeln, d. h. dass sie sowohl externe als auch interne Regeln und Gesetze befolgen.

Auf die Umsetzung und Einhaltung dieser Vorgaben wirkt in unserem Haus die Compliance-Funktion hin. Sie ist unabhängig vom operativen Geschäft, hat umfassende Befugnisse und einen uneingeschränkten Informationszugang. Sparkassen als Finanzinstitute unterliegen spezialgesetzlichen Regelungen, z. B. zur Prävention und Bekämpfung von kriminellen Handlungen wie Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Betrug, Korruption, Insiderhandel, Marktmanipulation, Wirtschaftskriminalität und sonstigen strafbaren Handlungen. Daneben sind Regeln zum Datenschutz und Embargovorschriften/Finanzsanktionen einzuhalten. Die Compliance-Funktion wirkt darauf hin, dass im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben gehandelt wird.

Eine regelmäßige Bestandsaufnahme und Bewertung der rechtlichen Regelungen und Vorgaben unter Nutzung der Verbandsunterstützung ermöglicht eine Identifizierung von möglichen Compliance-Risiken. Auf neue rechtliche Entwicklungen werden die Geschäftsbereiche hingewiesen. Die Compliance-Funktion identifiziert zudem mögliche Interessenskonflikte bei der Erbringung von Wertpapierdienstleistungen und Wertpapiernebendienstleistungen sowie im Versicherungsvertrieb. Weiter unterstützt und berät sie den Vorstand bei der Einhaltung rechtlicher Vorgaben.

Die Compliance-Funktion erstattet sowohl jährlich als auch anlassbezogen Bericht an den Vorstand. Diese Informationen werden an den Aufsichtsrat weitergeleitet. In unserem Haus pflegen wir eine Compliance-Kultur. Sämtliche betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden im Rahmen regelmäßiger Compliance-Schulungen auf die Beachtung der gesetzlichen Vorgaben und auf die von der Sparkasse festgelegten Präventionsmaßnahmen in den oben genannten Bereichen hingewiesen. Darüber hinaus werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bezüglich der Einhaltung der kapitalmarktrechtlichen Wohlverhaltensregeln unterrichtet. Um Compliance-Verstöße zu vermeiden, sind alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgefordert, sich mit ihren Fragen und Hinweisen an ihre Führungskräfte, Fachbereiche oder die Compliance-Funktion zu wenden. Damit Unregelmäßigkeiten früh erkannt werden können, geben wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit, diese vertraulich anzuzeigen (sog. Hinweisgebersystem).

Umsetzung von Verbraucherschutz
Unter den Begriff „Verbraucherschutz“ fällt eine Vielzahl von gesetzlichen und weiteren regulatorischen Vorgaben, die sich teils ergänzen, teils aber auch überlagern können. Die Haspa hat Grundsätze und Verfahren eingerichtet, die darauf hinwirken, dass die für sie geltenden Vorgaben zum Verbraucherschutz umgesetzt werden. Im Berichtsjahr 2019 wurden beispielsweise Vorgaben zum Versicherungsvertrieb (z. B. IDD – Insurance Distribution Directive), zur Product-Governance (z. B. POG – Product Oversight and Governance) und zur Preistransparenz gegenüber Verbrauchern (z. B. ZKG – Zahlungskontengesetz) – zum Teil anhaltend – in Umsetzung gebracht. Dabei kommt auch der Beachtung von höchstrichterlichen Entscheidungen im Kontext des Verbraucherschutzes eine besondere Bedeutung zu. Für die Haspa lässt sich mit Blick auf die Einhaltung von verbraucherschützenden Vorgaben festhalten, dass die Verfahren zur Hinwirkung auf die Einhaltung der geltenden Vorgaben zum Verbraucherschutz greifen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator GRI SRS-205-1: Auf Korruptionsrisiken geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden.

b. Erhebliche Korruptionsrisiken, die im Rahmen der Risikobewertung ermittelt wurden.

Im Berichtsjahr wurden keine erheblichen Korruptionsrisiken für sämtliche Geschäftsstandorte der Haspa ermittelt.

Leistungsindikator GRI SRS-205-3: Korruptionsvorfälle
Die berichtende Organisation muss über folgende Informationen berichten:

a. Gesamtzahl und Art der bestätigten Korruptionsvorfälle.

b. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Angestellte aufgrund von Korruption entlassen oder abgemahnt wurden.

c. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Verträge mit Geschäftspartnern aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption gekündigt oder nicht verlängert wurden.

d. Öffentliche rechtliche Verfahren im Zusammenhang mit Korruption, die im Berichtszeitraum gegen die Organisation oder deren Angestellte eingeleitet wurden, sowie die Ergebnisse dieser Verfahren.

Im Jahr 2019 wurden keine Korruptionsverfahren gegen die Haspa eröffnet und es hat keine Strafen aufgrund von Verstößen gegen Rechtsvorschriften gegeben.

Leistungsindikator GRI SRS-419-1: Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich, und zwar:
i. Gesamtgeldwert erheblicher Bußgelder;
ii. Gesamtanzahl nicht-monetärer Sanktionen;
iii. Fälle, die im Rahmen von Streitbeilegungsverfahren vorgebracht wurden.

b. Wenn die Organisation keinen Fall von Nichteinhaltung der Gesetze und/oder Vorschriften ermittelt hat, reicht eine kurze Erklärung über diese Tatsache aus.

c. Der Kontext, in dem erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen auferlegt wurden.

Im Jahr 2019 hat es keine Strafen aufgrund von Verstößen gegen Rechtsvorschriften gegeben.