14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Die Sparkasse Chemnitz wird ausschließlich in ihrem regionalen Geschäftsgebiet tätig. Als gemeinwohlorientiertes, öffentlich-rechtliches Kreditinstitut wenden wir die Tarifbestimmungen des öffentlichen Dienstes für Sparkassen (TVöD-S) und die deutschen Arbeitsgesetze  an, in denen u. a. Gehälter, Arbeitszeiten und weitere Arbeitsbedingungen geregelt sind. Ebenso bietet die Sparkasse Chemnitz ihren Mitarbeitern eine tariflich geregelte zusätzliche Altersvorsorge durch eine Versicherung in der Kommunalen Zusatzversorgungskasse. Zusätzlich regeln Verhaltensrichtlinien und allgemeine Bestimmungen (z. B. zur Nutzung von Internet) die Arbeitsabläufe.

Für den Bereich „Personal“ ist der Vorstandsvorsitzende zuständig. Somit ist der Vorstand in die Personalangelegenheiten, die durch den Bereich  Personalmanagement wahrgenommen bzw. umgesetzt werden, eingebunden.

Für alle Beschäftigten der Sparkasse Chemnitz werden die Normen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) eingehalten. Entsprechend der Vorgaben des Landespersonalvertretungsgesetzes des Landes Sachsen ist die Beteiligung und Mitbestimmung der Beschäftigten gewährleistet. Die gesetzlichen Beteiligungsrechte werden durch den Personalrat wahrgenommen. Die Interessen der Mitarbeiter werden darüber hinaus von der Schwerbehindertenvertretung, der Gleichstellungsbeauftragten sowie der zuständigen Stelle für das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) vertreten.

Die Sicherheit am Arbeitsplatz stellen wir durch die Umsetzung der Vorgaben nach dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) sicher.

Damit werden alle nationalen Standards zu Arbeitnehmerrechten eingehalten und erfüllt. Die Einhaltung wird durch Prüfprozesse der internen Revision sichergestellt.

Darüber hinaus wird über das Beschwerdemanagement, Personalentwicklungsprozesse, Beurteilungsgespräche und  das Ideenmanagement die Beteiligung der Mitarbeiter am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens gefördert.

Risiken sehen wir im demografischen Wandel und den Herausforderungen zunehmender Digitalisierung. Hier müssen wir ein ausgewogenes Verhältnis in der Altersstruktur unserer Mitarbeiter sowie dem der Aufgabe qualifiziertem Nachwuchs finden (siehe Kriterium 1).

Für ein nachhaltiges Personalmanagement wurden auf Grundlage der Befragungsergebnisse für die Aktualisierung der Personalrichtlinien in 2017 (siehe Kriterium 2) Fokusthemen als Strategieschwerpunkte mit besonderer Relevanz für die Zukunft identifiziert:
- Personalbedarfsplanung (Element: Personalplanung),
- Arbeitgeberattraktivität (Element: Personalgewinnung),
- Nachfolgeplanung (Element: Personaleinsatz),
- Personalumbau (Element: Personaleinsatz),
- Personalentwicklung für erfahrene Mitarbeiter (Element: Personalentwicklung),
- Digitalisierung (Element: Personalentwicklung),
- Gesundheitsmanagement (Element: Führung).

Am Beispiel Gesundheitsmanagement wurden folgende Ziele gesetzt:
- die Verbesserung des Gesundheitszustandes der Mitarbeiter (Balance aus seelischen, emotionalen,
  körperlichen, sozialen und geistigen Komponenten),
- die Erhaltung und Steigerung der Leistungsbereitschaft und Arbeitsfähigkeit,
- die Erhaltung und Erhöhung der Zufriedenheit und Motivation durch gesundheitsförderliches  Führen
- die Stärkung der Kommunikation,
- die Senkung der durch Krankheit und arbeitsplatzbedingte Beeinträchtigungen entstehenden Kosten.

Als konkrete Maßnahme wurde ein Konzept für das allgemeine Gesundheitsmanagement erarbeitet und ein Gesundheitstag in 2018 durchgeführt. Ein Messkriterium für ein erfolgreiches Gesundheitsmanagement ist die Anzahl der Fehltage. Das Konzept hat kurzfristig noch nicht zu feststellbaren Auswirkungen geführt.

Benannte Konzepte werden durch die Unternehmensführung genehmigt und die Umsetzung beauftragt. Die Umsetzung wird in regelmäßigen Abständen überprüft, mit der Geschäftsleitung erörtert und ggf. Anpassungen vorgenommen.

Eine systematische Risikoanalyse ist hierfür nicht vorhanden und zukünftig nicht angedacht. Durch u. a. die Beachtung der geltenden Arbeitsschutzgesetze sehen wir keine Risiken, die Arbeitnehmerrechte einschränken. Die Anwendung des TVÖD Sparkassen stärkt die Arbeitnehmerrechte und -belange zudem weit über die Gesetzeslage hinaus.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Für die Sparkasse als öffentlich-rechtliches Kreditinstitut ist die Gleichbehandlung aller Beschäftigten unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion oder Nationalität eine Selbstverständlichkeit. Wir erfüllen die Anforderungen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) umfassend und haben eine Gleichstellungsbeauftragte und eine Beschwerdestelle.

Auf Grundlage der geltenden tariflichen Bestimmungen des TVÖD werden unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die gleichen Tätigkeiten gleich vergütet. In 2017 wurden alle Stellen der Sparkasse Chemnitz durch eine interne Eingruppierungskommission bewertet. Durch die Schaffung neuer Stellen ist die Stellenbewertung ein ständiger Prozess, der durch die nunmehr dauerhaft etablierte Eingruppierungskommission sichergestellt wird. Im Rahmen der Entgelttransparenz werden somit Entgeltregelungen auf die Einhaltung des Gebotes der Entgeltgleichheit zwischen männlichen und weiblichen Kollegen überprüft.

Eine familienfreundliche Personalpolitik und ein kollegiales Miteinander sind wichtige Anliegen für uns. Wir möchten außerdem für Frauen bessere Voraussetzungen schaffen, um ihren Karriereweg mit den Anforderungen des Familienlebens in Einklang zu bringen. Ebenso wollen wir männliche Mitarbeiter ermutigen, Zeit mit der Familie zu verbringen. Auch die Pflege von Angehörigen fördern wir mit spezifischen Maßnahmen. Zu gesundheitlichen Maßnahmen haben wir bereits ausführlich unter Kriterium 14 berichtet.
 
Mit der Verabschiedung eines Frauenförderplans wird eine familienbewusste Personalpolitik in der Sparkasse Chemnitz verankert. Dieser Frauenförderplan hat zum Ziel, die gezielte berufliche Förderung von Frauen, insbesondere in Führungspositionen, zu erhöhen und Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu entwickeln. 

Als ein Entwicklungsfeld im Bereich der Gleichstellung sehen wir die Förderung von Frauen in Führungspositionen. Hierfür wurden in der Vergangenheit zwei Personalentwicklungsprogramme aufgelegt. Diese ermöglichen ausgewählten Mitarbeiterinnen, die Geschäftsleitereignung nach KWG zu erlangen oder perspektivisch in eine Führungsposition in der mittleren Führungsebene einzusteigen. Derzeit sind 33,8 % der Führungskräfte weiblich.

Variable Arbeitszeit, ein hoher Anteil an Teilzeitbeschäftigung (47 %) sowie Altersteilzeit sind moderne Arbeitszeitformen und machen das Berufsleben in der Sparkasse Chemnitz flexibel und planbarer. Auch mit der Möglichkeit im „home office“ zu arbeiten, reagiert die Sparkasse auf sich verändernde Arbeitswelten.

Die von uns errichtete Kindertagesstätte „Kita an der Sparkasse“ wird als kommunale Einrichtung auch durch die Kinder unserer Beschäftigten gern genutzt und trägt damit dem zunehmenden Bedarf an Betreuungsplätzen Rechnung.

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Motivierte und fachkompetente, dienstleistungs- und vertriebsorientierte sowie unternehmerisch denkende Mitarbeiter sind das Fundament, auf dem die kontinuierliche und qualitativ hochwertige Betreuung unserer Kunden und damit der langfristige Erfolg der Sparkasse basiert. Eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit ist Grundlage für alle unsere Konzepte mit Arbeitnehmerbezug (siehe dazu Ausführungen in den Kriterien 1, 14 und 15). Eine durchschnittliche Betriebszugehörigkeit im Jahr 2018 von 22,8 Jahren belegt dabei eine hohe Kontinuität des Personalbestandes und ist gleichzeitig Indikator für eine hohe Attraktivität als Arbeitgeber.

Die stetig steigenden Fachanforderungen im internen Bereich und die wachsenden Ansprüche an die Betreuung verschiedener Kundengruppen aufgrund immer komplexer werdender Rahmenbedingungen führen dazu, dass die Sparkasse Chemnitz seit vielen Jahren auf eine zielgerichtete und nachhaltige Qualifizierung ihrer Beschäftigten setzt. Für einen lebenslangen Lernprozess bieten wir in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Sparkassen-Finanzgruppe ein breites Spektrum an Qualifizierungs- und Weiterbildungsangeboten an. Hierdurch eröffnen wir unseren Mitarbeitern langfristige berufliche Perspektiven sowohl in den Fach- als auch in den Führungsebenen unseres Hauses. Durchschnittlich bildeten sich unsere Mitarbeiter im Berichtszeitraum an 1,05 Tagen weiter. Dafür steht ein Bildungsbudget zur Verfügung. Mit regelmäßigen Feedbacks der Teilnehmer sowie der intensiven Einbindung operativen Einheiten werden durch die verantwortlichen Fachbereiche alle Angebote laufend optimiert und angepasst.

Um dem Risiko des demografischen Wandels und den Herausforderungen zunehmender Digitalisierung zu begegnen, strebt  die Sparkasse ein ausgewogenes Verhältnis in der Altersstruktur ihrer Mitarbeiter an und bildet qualifizierte Nachwuchskräfte, z. B. im dualen Studium oder in Traineeprogrammen selbst aus. Maßnahmen zur Personalentwicklung und Förderung der digitalen Kompetenz sind ausführlich in der Geschäftsstrategie aufgeführt.

Die Ausbildung des Berufsnachwuchses erfolgt in der SC Ausbildungszentrum GmbH, einer 100 %igen Tochter der Sparkasse Chemnitz. Per 31. Dezember 2018 absolvieren 38 Auszubildende die Berufsausbildung zur Bankkauffrau/Bankkaufmann. Beschlossen ist, dass die Sparkasse Chemnitz ab 1. Januar 2019 wieder selbst als Ausbildungsbetrieb fungieren wird.

Über die genannten Maßnahmen und qualitativen Ziele hinaus gibt es keine quantitativen Zielstellungen oder einen Zeitpunkt zur Zielerreichung, da dieser Prozess ein fortlaufender ist.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator EFFAS S03-01
Altersstruktur und -verteilung (Anzahl VZÄ nach Altersgruppen). Link


Alter gesamt männlich weiblich
unter 20 2 1 1
20 bis unter 30 36 14 22
30 bis unter 40 81 35 46
40 bis unter 50 244 81 163
50 bis unter 55 116 28 88
55 bis unter 60 83 16 67
60 und älter 45 2 43
       

Leistungsindikator EFFAS S10-01
Anteil weiblicher Mitarbeitenden an der Gesamtzahl der Mitarbeitenden. Link

430 weibliche Mitarbeiter entsprechen 70,8 % der Gesamtmitarbeiter.

Leistungsindikator EFFAS S10-02
Anteil weiblicher VZÄ in Führungspositionen im Verhältnis zu gesamten VZÄ in Führungspositionen. Link

Anteil weiblicher Führungskräfte an der Gesamtzahl Führungskräfte: 33,8 %

Leistungsindikator EFFAS S02-02
Durchschnittliche Ausgaben für Weiterbildung pro VZÄ pro Jahr. Link

Durchschnittliche Ausgaben für Weiterbildung je Mitarbeiter im Jahr 2018: 686 EUR  (VJ: 395 EUR)

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Für die Sparkasse Chemnitz als national tätiges Unternehmen gehört die Achtung der Menschenrechte zu den Grundwerten. Zwangs- oder Kinderarbeit lehnen wir entschieden ab. Wir vermeiden es, mit entsprechenden Unternehmen zusammenzuarbeiten.

Die Sparkasse Chemnitz ist ein Dienstleistungsunternehmen. Die Dienstleistungen werden vorrangig durch die eigenen, fest angestellten Mitarbeiter erbracht. Produktionsmittel, die zur Erbringung der Dienstleistungen benötigt werden, wie z. B. Computer und Mobiliar, werden vorzugsweise bei lokalen Händlern unter Beachtung von internationalen DIN-Normen erworben. Unter Berücksichtigung von Wirtschaftlichkeit und Leistungsfähigkeit werden weitere Aufträge ebenfalls vorrangig an ortsansässige kleine und mittlere Unternehmen vergeben, die auch deutschen Normen unterliegen. Die Achtung von Menschenrechten wird damit vorausgesetzt. Auch die Ethikrichtlinie unseres zentralen Werbemittelpartners (Deutscher Sparkassenverlag) bestätigt eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Menschenrechtsverletzungen. Risiken sind derzeit nicht erkennbar.

Über die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen hinaus verfolgen wir kein gesondertes Konzept. Für die Beschaffung von Produkten und Dienstleistungen denken wir über die Festlegung verbindlicher Nachhaltigkeitskriterien nach. Diese wird die Arbeitsgruppe zur Nachhaltigkeit noch in diesem Jahr erörtern.

Als gemeinwohlorientiertes, öffentlich-rechtliches Kreditinstitut unterliegen wir den Tarifbestimmungen des öffentlichen Dienstes und den deutschen Arbeitsgesetzen. Damit besteht für unsere Mitarbeiter kein Risiko von Menschenrechtsverletzungen.

Ziel aller Maßnahmen ist es, dass Menschenrechte geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden.

Die Geschäftsleitung ist in alle Prozesse direkt eingebunden. Interne Prüfungen finden regelmäßig im Rahmen des Prüfungsplanes durch die interne Revision statt.

Im Berichtszeitraum wurden keine Beschwerden in Bezug auf menschenrechtliche Verstöße über formelle Verfahren eingereicht oder über interne Kontrollen festgestellt.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator EFFAS S07-02 II
Prozentsätze alle Einrichtungen, die nach SA 8000 zertifiziert sind. Link

Eine Zertifizierung nach SA 8000 wird nicht durchgeführt, da wir überwiegend nur in der Region tätig sind. Die Daten sind und werden nicht erhoben (siehe Kriterium 17). Daher ist keine Angabe möglich.

Als Verbundpartner, Zentralbank und Produktlieferant der Sparkassen im Freistaat Sachsen gibt die Landesbank Baden-Württemberg in Bezug auf Menschenrechte eine Erklärung zum UK Modern Slavery Act ab.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Die Sparkasse Chemnitz sichert die Versorgung der Region mit geld- und kreditwirtschaftlichen Leistungen und stärkt den Wettbewerb im Kreditgewerbe. Sie leistet einen wesentlichen Beitrag für die Entwicklung der Region, indem sie niemanden vor dem Zugang zu Bankgeschäften ausschließt, die allgemeine Vermögensbildung fördert und Steuer- und Gehaltszahlungen sowie Ausschüttungen an die Träger vornimmt. Damit verbleibt ein Großteil der Erträge in der regionalen Wirtschaft - eine zentrale Voraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung vor Ort. Wir beraten unsere Kunden umfassend, um wesentliche soziale Risiken wie z. B. Altersarmut oder Verdienstausfall abzusichern. Viele unserer fundamentalen Ziele sind im Sparkassengesetz des Freistaates Sachsen (SächsSparkG) verankert.

Mit dem Ziel, den öffentlichen Auftrag zu erfüllen, das Image der Sparkassen weiter zu verbessern und die Kundenbindungen zu intensivieren, engagiert sich die Sparkasse Chemnitz in der Region durch Spenden, Sponsoring- und Förderleistungen für soziale, kulturelle, wissenschaftliche sowie sportliche Zwecke und Einrichtungen. Das geht bereits aus § 1 der Satzung der Sparkasse Chemnitz hervor, wonach wir eine dem gemeinen Nutzen dienende rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts darstellen.

Die Geschäftsleitung stellt jährlich ein Budget zur Verfügung, aus dem finanzielle Zuwendungen und Unterstützungsleistungen mit dem Ziel, zum Gemeinwesen in der Region beizutragen, finanziert werden. Die Verteilung erfolgt entsprechend der jährlichen Anfragen von Vereinen und Organisationen.

So hat die Sparkasse Chemnitz im Jahr 2018 diverse Umweltprojekte mit insgesamt über 30.000 EUR gefördert. Auch war uns 2018 wieder die finanzielle Unterstützung der Sächsischen Hans-Carl-von-Carlowitz-Gesellschaft e. V. ein besonderes Anliegen.

Ein wesentlicher Fokus liegt für uns auf der finanzwirtschaftlichen Bildung in der Region. Dafür wurden viele Veranstaltungen und Themenabende für unsere Kunden sowie regelmäßige Vorträge durch unsere Jugendmarktbetreuer in Schulen durchgeführt. Außerdem unterstützen wir die regionale Wirtschaftsförderungsgesellschaft, um den Austausch mit wesentlichen Anspruchsgruppen, z. B. dem örtlichen Mittelstand, zu pflegen.

Weitere rund 223.000 EUR flossen 2018 in Wissenschaft und Forschung - darunter vorwiegend in langfristige Maßnahmen und Projekte. Z. B. unterstützen wir seit dem Jahr 2014 die Juniorprofessur "Entrepreneurship in Gründung und Nachfolge" an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der TU Chemnitz. Die Kooperationspartner verbindet dabei das gemeinsame Anliegen der Förderung und Stärkung des Wissenschaftsstandortes Chemnitz, speziell im Hinblick auf die Themen "Unternehmensgründung“ und "Unternehmensnachfolge“. In jüngster Zeit wurde dazu eine Firma mit der Vision einer signifikanten Entwicklung der Gründungskultur und des Innovations- und Start-up-Ökosystems im Großraum Chemnitz gegründet.

Auch sind viele unserer Mitarbeiter in unterschiedlichen Bereichen ehrenamtlich aktiv. Corporate Volunteering ist uns sehr wchtig und erhält unsere Unterstützung. Schließlich ergeben sich im Rahmen dieser Aktivitäten daraus zahlreiche Gelegenheiten, um unser Engagement mit unseren Anspruchsgruppen zu diskutieren und gegebenenfalls anzupassen.

Benannte Konzepte werden durch die Unternehmensführung genehmigt und die Umsetzung beauftragt. Unterjährig erfolgt eine permanente Überprüfung der Unterstützung des Gemeinwesens. Die Ergebnisse werden mit der Geschäftsleitung erörtert und ggf. Anpassungen vorgenommen.

Die Identifizierung der Risiken ergibt sich aus dem öffentlichen Auftrag der Sparkassen und dem Allgemeinverständnis eines regionalen Kreditinstitutes. Wesentliche Risiken in Bezug auf Sozialbelange, die mit der Geschäftstätigkeit und -beziehung, Produkten und Dienstleistungen verknüpft sind, sehen wir aus vorgenannten Aspekten heraus nicht.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

finanziell unterstützte nachhaltige Projekte
Sächsische Hans-Carl-von-Carlowitz-Gesellschaft e. V. Chemnitz Verleihung Carlowitz-Preis
NABU - Naturschutzbund RV Erzgebirgsvorland Wiederaufbau Brücke zum Flächennaturdenkmal
Heimatverein Niederfrohna e. V. Wiederaufbau Wanderhütte
Förderkreis Sonnenkinder e. V. Gersdorf Anschaffung eines Holzhauses als Spielgerät
Volkssolidarität KV Glauchau/ Hohenstein-Ernstthal e. V.  Bau eines Holz-Spielschiffes Kita Meerane

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Die Sparkasse Chemnitz ist Mitglied des Ostdeutschen Sparkassenverbandes (OSV), welcher wie die anderen regionalen Sparkassen- und Giroverbände zu den Trägern des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) gehören. Der OSV ist eine Körperschaft öffentlichen Rechts. Er hat den gesetzlichen Auftrag, in seinem Geschäftsgebiet das Sparkassenwesen zu fördern, insbesondere die Sparkassen, ihre Träger und die Sparkassenaufsichtsbehörden der Länder fachlich zu beraten und die Jahresabschlussprüfungen bei den Mitgliedsparkassen durchzuführen. Der DSGV nimmt die Interessen der Sparkassen-Finanzgruppe in bankpolitischen, kreditwirtschaftlichen und aufsichtsrechtlichen Fragen gegenüber den Institutionen des Bundes und der Europäischen Union wahr. Die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften und Verordnungen durch die Sparkasse Chemnitz wird regelmäßig von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) geprüft.

Neben regelmäßigem Monitoring, Stichprobenprüfungen, dem Nachgehen von gemeldeten Sachverhalten erfolgt eine regelmäßige Berichterstattung an die Geschäftsleitung. Im Ergebnis der Überprüfungen gab es im Jahr 2018 keine Hinweise auf unerlaubte politische Einflussnahmen.

Die Sparkasse Chemnitz tätigt keine Spenden oder Zuwendungen an Regierungen, Parteien, Politiker. Daher sehen wir auch kein wesentliches Risiko einer unerlaubten politischen Einflussnahme.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator EFFAS G01-01
Zahlungen an politische Parteien in Prozent vom Gesamtumsatz. Link

0,00 %

Die Sparkasse Chemnitz tätigt keine Spenden oder Zuwendungen an politische Parteien.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Die Sparkasse Chemnitz lehnt jegliche Form vom Korruption und Bestechung ab und hält umfangreiche Compliance-Konzepte (u. a. internes Hinweisgebersystem, Arbeitsordnung (regelt z. B. die Annahme von Geschenken), eine Zentrale Stelle zur Überwachung doloser und strafbarer Handlungen, Compliance-Beauftragte für MaRisk und WpHG) vor. Diese genügen hohen gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Ansprüchen und achten darauf, dass die Mitarbeiter zu den wesentlichen Risiken kontinuierlich sensibilisiert werden und rechtskonform handeln. Die Identifizierung der Risiken erfolgt dabei über die Gesetzeslage, u. a.:
- das Sparkassengesetz des Freistaates Sachsen (SächsSparkG),
- das Kreditwesengesetz (KWG),
- die Basel I - III Rahmenwerke,
- die Kapitaladäquanzverordnung und -richtlinie CRR/CRD IV,
- die Liquiditätsverordnung (LiqV),
- die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk),
- die Mindestanforderungen an die Compliance-Funktion und die weiteren Verhaltens-, organisations-
  und Transparenzpflichten nach §§ 31 ff. WpHG für Wertpapierdienstleistungsunternehmen (MaComp),
- Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID I und II).

Wir behandeln Geschäftspartner fair und verkehren mit Behörden in Deutschland und im Ausland auf Basis des geltenden Rechts und der internen Richtlinien. Wir erwarten von unseren Mitarbeitern, dass sie stets rechtskonform handeln, d. h. dass sie sowohl externe als auch interne Regeln und Gesetze befolgen. Führungskräfte und Mitarbeiter werden im Rahmen regelmäßiger Compliance-Schulungen auf die von der Sparkasse festgelegten Präventionsmaßnahmen hingewiesen. Mit einem bereits wiederholt durchgeführten webbasierten Lernprogramm zur Korruptionsprävention werden Führungskräfte und Mitarbeiter geschult und sensibilisiert. Darüber hinaus werden die Mitarbeiter über die Einhaltung von kapitalmarktrechtlichen Wohlverhaltensregeln unterrichtet.

Die Überwachung dieser Vorgaben regeln folgende Stellen in der Sparkasse Chemnitz:
- MaRisk-Compliance-Beauftragter,
- Kapitalmarkt-Compliance-Beauftragter,
- Datenschutzbeauftragter,
- Informationssicherheitsbeauftragter,
- Geldwäschebeauftragter,
- Zentrale Stelle.

Diese sind unabhängig vom operativen Geschäft, haben umfassende Befugnisse und einen uneingeschränkten Informationszugang. 

Die Beauftragten/Zentrale Stelle stellen durch Vorkehrungen und mit Gegenmaßnahmen sicher, dass die Sparkasse im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben handelt. Eine regelmäßige Bestandsaufnahme und Bewertung der rechtlichen Regelungen und Vorgaben unter Nutzung der Verbandsunterstützung ermöglicht eine Identifizierung von (Compliance-)Risiken. Die Beauftragten/Zentrale Stelle identifizieren zudem mögliche Interessenskonflikte. Darüber hinaus wird auch die Einhaltung der internen Verhaltensregeln vom Bereich Compliance geprüft.

Compliancerelevante Sachverhalte werden mittels einer jährlichen Gefährdungsanalyse gem. den MaRisk-Anforderungen intern überwacht. Die Beauftragten erstatten sowohl jährlich als auch anlassbezogen Berichte an die Geschäftsleitung, welche auch an die Interne Revision sowie teilweise an den Verwaltungsrat weitergeleitet werden.

Um Compliance-Verstöße zu vermeiden, sind alle Mitarbeiter aufgefordert, sich mit ihren Fragen und Hinweisen an ihre Führungskräfte, Fachbereiche oder die Compliance-Beauftragten zu wenden. Damit Unregelmäßigkeiten früh erkannt werden können, geben wir unseren Mitarbeitern die Möglichkeit, diese vertraulich anzuzeigen (internes Hinweisgebersystem).

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator EFFAS V01-01
Ausgaben und Strafen nach Klagen und Prozessen wegen wettbewerbswidrigen Verhaltens, Kartell- und Monopolverstößen. Link

keine

Leistungsindikator EFFAS V02-01
Prozent vom Umsatz in Regionen mit einem Transparency International Corruption Index unter 60. Link

0,00 %