14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Unser Konzept hat zum Ziel, die Arbeitnehmerrechte jederzeit einzuhalten. Um die Wahrung der Arbeitnehmerrechte sicherzustellen, wurden im Unternehmenshandbuch der Bank entsprechende Richtlinien und Prozessabläufe festgeschrieben, deren Einhaltung fortlaufend kontrolliert wird. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung Personal besuchen zudem regelmäßig Fortbildungen, um zu gewährleisten, dass neue gesetzliche und regulatorische Vorschriften in Bezug auf Arbeitnehmerrechte in der Bank Anwendung finden.

Wir bieten unseren Mitarbeitern die Möglichkeit, sich ständig aus- und fortzubilden. Außerdem liegt uns der rege Austausch mit unseren Mitarbeitern sehr am Herzen. Deshalb geben wir ihnen die Möglichkeit Verbesserungsvorschläge zu allen Bereichen einzureichen oder in Feedback-Gesprächen ihre Wünsche oder Anregungen offen zu legen. Uns ist sehr wichtig, dass unsere Mitarbeiter weitestgehend in die Entwicklung der Bank einbezogen werden. Unser Betriebsrat sichert die Einbindung in Entscheidungen unserer Mitarbeiter, gemäß dem gesetzlichen Mitbestimmungs-, Mitwirkungs- und Informationsrecht.

Darüber hinaus wirken im Aufsichtsrat Arbeitnehmervertreter mit (Drittelbeteiligungsgesetz). Die Entscheidung dazu fand noch im Jahr 2017 statt, die Wahl der drei Arbeitnehmervertreter erfolgte im Januar 2018.

In unserer Rolle als regional verwurzelter Finanzdienstleister haben wir auch als Arbeitgeber den Anspruch, in der Region attraktive und zukunftsfähige Arbeitsplätze anzubieten. Zusätzlich sind wir ein wichtiger Ausbildungsbetrieb in unserer Region.

Über die Bindung an den bundesweiten Flächentarif der Genossenschaftsbanken (vgl. auch Kriterium 8) gewährleistet die Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz eG attraktive Arbeitsbedingungen, die für die Arbeitnehmer deutlich günstiger sind als die gesetzlichen Standards (wie z.B. im Vergleich zum gesetzlichen Mindestlohn oder gesetzlichen Urlaubsanspruch). Flankiert werden diese Arbeitsbedingungen zusätzlich noch durch eine Vielzahl von freiwilligen und übertariflichen Leistungen/Maßnahmen. Der genossenschaftliche Bankentarif stellt die Arbeitnehmer für ein Engagement in öffentlichen Ehrenämtern frei. Ein langfristiges Beschäftigungsverhältnis ist uns sehr wichtig. Um dies zu fördern findet jährlich ein Mitarbeitergespräch mit dem direkten Vorgesetzten statt.

Des Weiteren tauscht sich die Geschäftsleitung, der Betriebsrat und die Personalabteilung regelmäßig über die Belange unserer Mitarbeiter aus.

Führungspositionen sollen - soweit möglich - aus den eigenen Reihen nachbesetzt werden. Als interne Weiterbildung bieten wir unseren Nachwuchsfachkräften und Nachwuchsführungskräften die Teilnahme an Fördermaßnahmen an. In diesem Rahmen finden gemeinsame Gespräche mit den Vorstandsmitgliedern statt. Dadurch wollen wir auch dem Risiko des Fachkräftemangels entgegenwirken.

Controlling/Maßnahmen: Die regelmäßige Erhebung der Fluktuationsquote gibt uns darüber Aufschluss, ob unsere hier genannten Maßnahmen greifen. Die Quote liegt im Jahr 2017 bei 4,30%.

Wir unterstützen unsere Mitarbeiter auch bei der betrieblichen Altersvorsorge.

Auch in unserer tschechischen Niederlassung gelten unsere handlungsleitenden Werte wie Solidität, Vertrauen, Nähe, Tradition, Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit. Auch werden hier internationale Standards, wie z.B. MiFiD oder PSD II umgesetzt. Die Grundprinzipien der ILO (Internationale Arbeitsorganisation), d.h. Vereinigungsfreiheit und Recht auf Kollektivverhandlungen, Beseitigung der Zwangsarbeit, Abschaffung der Kinderarbeit sowie Verbot der Diskriminierung in Beschäftigung und Beruf werden ebenso eingehalten. Die Mitarbeiter in unseren tschechischen Niederlassungen sind grundsätzlich tschechische Staatsbürger, womit deutsche Standards im Ausland grundsätzlich keine Anwendung finden.

Es wurden im Hinblick auf Arbeitnehmerbelange, die mit der Geschäftstätigkeit und -beziehungen, Produkten und Dienstleistungen verknüpft sind, keine wesentlichen Risiken identifiziert, da ausreichend regelnde Werke und Ordnungen innerhalb des Unternehmens Anwendung finden.

Eine Förderung (z.B. monetärer Art) unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Nachhaltigkeitsmanagement der Bank findet nicht statt.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Die Vergütung der Mitarbeiter ist, wie unter Kriterium 8 beschrieben, angemessen und fair ausgestaltet (gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit). Dies stellen wir neben der Anwendung des jeweils für uns gültigen Tarifvertrages durch jährliche Gehaltsüberprüfungen unter Einbeziehung des Betriebsrates sicher.

Vielfalt stellt für die Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz eG ein Grundverständnis für Wertschätzung und der daraus abzuleitenden Werte wie Toleranz, Offenheit und Vertrauen dar. Diskriminierungen nach Herkunft, Hautfarbe, Nationalität, Religionszugehörigkeit, Geschlecht oder körperlicher Behinderung sind unzulässig und widersprechen unserem Werteverständnis. Die Verankerung dieser Vielfalt findet sich bereits in den genossenschaftlichen Werten als auch in den Unternehmensgrundsätzen.

Wir bieten eine Vielzahl von betrieblichen Leistungen, die die Vereinbarkeit von Beruf sowie Familien- und Privatleben fördern, beispielsweise Vertrauensarbeitszeiten und Teilzeitarbeit. Der Fokus ist jedoch nicht nur auf Frauen gelegt, sondern auch auf Männer, die sich zunehmend in der Familie, sei es bei der Kindererziehung oder der Pflege von Familienmitgliedern engagieren. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben durch altersgemischte Teamzusammensetzungen die Möglichkeit, sich individuell zu entfalten und mit verschiedenen Generations- und Hierarchieebenen auszutauschen.

Zur Förderung des Frauenanteils in der Unternehmensleitung wird auf die entsprechenden Passagen des Lageberichts verwiesen, in denen Zielgrößen dokumentiert werden.

Mit Blick auf die demografische Entwicklung trifft das Tarifwerk seit mehreren Jahren Regelungen, die u.a. die gesetzlichen Regelungen zur Arbeitssicherheit um betriebliche Maßnahmen zum Gesundheitsschutz (z.B. Präventionstag) ergänzen und rentennahen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Anspruch auf eine hälftig arbeitgeberfinanzierte Verkürzung der Wochenarbeitszeit geben. Zusätzliches befindet sich ein betriebliches Gesundheitsmanagement im Aufbau, welches in den Jahren 2018/2019 vollständig implementiert werden soll.

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Es besteht eine aus der Unternehmensstrategie abgeleitete Personalstrategie. In der Startstrategie dominieren Themen, die im allgemeinen der Personalverwaltung zugerechnet werden, während das Personalmanagement in der Anfangsphase noch nicht die auf Dauer angestrebte Dimension aufweist. Hier gibt aber diese Strategie bereits einen perspektivischen Ausblick.

Die Personalstrategie dient neben unseren genossenschaftlichen Werten als Leitlinie für das Personalmanagement und Personalführung.

Wir sehen die Personalführung als einen wesentlichen Erfolgsfaktor an. Deshalb wollen wir perspektivisch die Mitarbeiterführung der Bereichs-, Regionalmarkt- und Teamleiter unterstützen. Dabei ist an eine Begleitung der Führungskräfte gedacht, um die Führungsarbeit zu unterstützen und zu verstärken. Die Konzeption dafür wollen wir im Zeitraum 2018/2019 entwickeln.

Wir streben eine bedarfs- und aufgabenorientierte Personalentwicklung an. Wir sehen hier zwei wesentliche Ausprägungen:

Über die Ausbildung bzw. das Verbundstudium wollen wir die Basis dafür schaffen, dass wir unseren Personalbedarf im Wesentlichen aus den eigenen Reihen decken können. Verbundstudienplätze stellen wir im Bankbereich in Deutschland zur Verfügung. Ausbildungsplätze sowohl im Bankbereich in Deutschland als auch im Bereich des Warengeschäfts. In der Tschechischen Republik gibt es keine duale Ausbildung, so dass wir hier nicht darauf zurückgreifen können.

Mit einer gezielten Fortbildung wollen wir sowohl die allgemeine als auch die tätigkeitsspezifische Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter fördern. Dafür investieren wir mittels Zuschüssen in berufsbegleitende Maßnahmen ebenso wie in berufsintegrierte Schulungsmaßnahmen. Neben einer sogenannten aufstiegsbezogenen Fortbildung legen wir Wert darauf, dass das Wissen und die Fertigkeiten der Mitarbeiter aktuell sind.

Unser Ziel ist es, die guten Mitarbeiter an uns zu binden. Dazu wurde im Sozialkatalog ein Bündel an zeitgemäßen Leistungen vorgesehen. Ferner gehören dazu auch Maßnahmen des Gesundheitsmanagements. Hier wollen wir unser Augenmerk darauflegen, dass die Maßnahmen zum einen für die Gesundheitsförderung geeignet, zum anderen aber auch von den Mitarbeitern akzeptiert und angenommen werden. Nur so können die Konzepte Wirkung entfalten. Die finale Umsetzung des Sozialkatalogs soll in 2018 erfolgen. Die Maßnahmen im Gesundheitsmanagement sind für 2018/2019 vorgesehen.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator GRI SRS-403-9: Arbeitsbedingte Verletzungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

Die Punkte c-g des Indikators SRS 403-9 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.


Leistungsindikator GRI SRS-403-10: Arbeitsbedingte Erkrankungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen;
b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen.

Die Punkte c-e des Indikators SRS 403-10 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.

Es sind keine arbeitsbedingten Todesfälle zu verzeichnen.

Im Durchschnitt war ein Mitarbeiter 10,75 Tage krank (inkl. Langzeitkranke).

Aufgrund der Fusion und der unterschiedlichen Datenerhebungen kann über die Anzahl der Wegeunfälle und Arbeitsunfälle im Jahr 2017 nicht berichtet werden.

Leistungsindikator GRI SRS-403-4: Mitarbeiterbeteiligung zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Die berichtende Organisation muss für Angestellte und Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden, folgende Informationen offenlegen:

a. Eine Beschreibung der Verfahren zur Mitarbeiterbeteiligung und Konsultation bei der Entwicklung, Umsetzung und Leistungsbewertung des Managementsystems für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und zur Bereitstellung des Zugriffs auf sowie zur Kommunikation von relevanten Informationen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gegenüber den Mitarbeitern.

b. Wenn es formelle Arbeitgeber-Mitarbeiter-Ausschüsse für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gibt, eine Beschreibung ihrer Zuständigkeiten, der Häufigkeit der Treffen, der Entscheidungsgewalt und, ob und gegebenenfalls warum Mitarbeiter in diesen Ausschüssen nicht vertreten sind.

Die finale Umsetzung des Sozialkatalogs soll in 2018 erfolgen. Die Maßnahmen im Gesundheitsmanagement sind für 2018/2019 vorgesehen.

Es sind keine Vereinbarungen mit Gewerkschaften vorhanden.

Leistungsindikator GRI SRS-404-1 (siehe G4-LA9): Stundenzahl der Aus- und Weiterbildungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. durchschnittliche Stundenzahl, die die Angestellten einer Organisation während des Berichtszeitraums für die Aus- und Weiterbildung aufgewendet haben, aufgeschlüsselt nach:
i. Geschlecht;
ii. Angestelltenkategorie.

Wir investierten im Jahr 2017 ca. 332.000 Euro in 1.224 Schulungstage für unsere Mitarbeiter. Pro Angestellten sind dies 1,88 Tage pro Jahr. Wir nehmen hierbei keine geschlechtsspezifische Unterscheidung vor.

Leistungsindikator GRI SRS-405-1: Diversität
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der Personen in den Kontrollorganen einer Organisation in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

b. Prozentsatz der Angestellten pro Angestelltenkategorie in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

Im Rahmen der Fusion zur Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz eG beschlossen, den Aufsichtsrat von 18 auf neun Personen zu reduzieren, davon sechs Mitglieder der Anteilseigner und drei Mitglieder als Arbeitnehmervertreter (Drittelbeteiligungsgesetz). Von den insgesamt neun Mitgliedern sind acht Herren und eine Dame.

In unserem Haus sind 51,31% Männer und 48,69% Frauen beschäftigt. Drei Frauen sind in Führungspositionen beschäftigt. 84 Mitarbeiter sind unter 30 Jahre, 212 Mitarbeiter sind zwischen 30 und 50 Jahre und 167 Mitarbeiter sind über 50.

Bei der Alterszuordnung sind folgende Mitarbeiter nicht enthalten:
- Vorstände (7)
- Reinigungspersonal (22)
- Aushilfskräfte (4)
- Auszubildende (39)
- Trainees, Volontäre, Praktikanten (0)
- Mitarbeiter im Warengeschäft (116)

Leistungsindikator GRI SRS-406-1: Diskriminierungsvorfälle
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle während des Berichtszeitraums.

b. Status der Vorfälle und ergriffene Maßnahmen mit Bezug auf die folgenden Punkte:
i. Von der Organisation geprüfter Vorfall;
ii. Umgesetzte Abhilfepläne;
iii. Abhilfepläne, die umgesetzt wurden und deren Ergebnisse im Rahmen eines routinemäßigen internen Managementprüfverfahrens bewertet wurden;
iv. Vorfall ist nicht mehr Gegenstand einer Maßnahme oder Klage.

Diskriminierungsfälle sind in unserem Haus bisher nicht bekannt. Somit waren bisher auch keine gesonderten Maßnahmen notwendig.

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Für uns als regional verwurzelte Genossenschaftsbank gehört die Achtung der Menschenrechte und Ausschluss der Zwangs- und Kinderarbeit zum Selbstverständnis der Bank. Dies gilt auch für unsere tschechischen Niederlassungen.

Die Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz bevorzugt bei der Auftragsvergabe grundsätzlich Dienstleister und Handwerker aus unserer Region.


Im Warengeschäft prüfen wir bis Ende 2018 mit unseren wesentlichen Lieferanten eine Lieferantenrichtlinie zu vereinbaren, die Rahmenbedingungen und Ziele zur Einhaltung der Menschenrechte definiert.

Im Rahmen der Verankerung eines Nachhaltigkeitskonzepts werden wir unter Einbindung der Unternehmensführung bis Ende 2019 eine Risikoanalyse durchführen sowie die konzeptionellen Rahmenbedingungen und Ziele zur Einhaltung der Menschenrechte definieren.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator GRI SRS-412-3: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Investitionsvereinbarungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der erheblichen Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder auf Menschenrechtsaspekte geprüft wurden.

b. Die verwendete Definition für „erhebliche Investitionsvereinbarungen“.

Im Bankgeschäft ist dies aufgrund unserer regionalen Ausrichtungen nicht wesentlich. Im Warengeschäft prüfen wir bis Ende 2018 mit unseren wesentlichen Lieferanten eine Lieferantenrichtlinie zu vereinbaren, die Rahmenbedingungen und Ziele zur Einhaltung der Menschenrechte definiert.

Leistungsindikator GRI SRS-412-1: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, an denen eine Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt wurde, aufgeschlüsselt nach Ländern.

Die Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz eG hat ausschließlich in der Stadt Weiden in der Oberpfalz sowie in den Landkreisen Neustadt an der Waldnaab und Tirschenreuth Standorte. Daneben betreibt die Bank fünf Niederlassungen in Tschechien, die sich im grenznahen Gebiet zu Deutschland befinden. Die Geschäftstätigkeit ist auf diese Region (gemäß dem Leitsatz "In Bayern und Böhmen daheim") ausgerichtet. An allen deutschen und tschechischen Geschäftsstandorten werden die Menschenrechte eingehalten. Dies wird in regelmäßigen Abständen überprüft.

Leistungsindikator GRI SRS-414-1: Auf soziale Aspekte geprüfte, neue Lieferanten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der neuen Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien bewertet wurden.

Im Bankgeschäft ist dies aufgrund unserer regionalen Ausrichtungen nicht wesentlich. Im Warengeschäft prüfen wir bis Ende 2018 mit unseren wesentlichen Lieferanten eine Lieferantenrichtlinie zu vereinbaren, die Rahmenbedingungen und Ziele zur Einhaltung der Menschenrechte definiert.

Leistungsindikator GRI SRS-414-2: Soziale Auswirkungen in der Lieferkette
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Zahl der Lieferanten, die auf soziale Auswirkungen überprüft wurden.

b. Zahl der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen ermittelt wurden.

c. Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen, die in der Lieferkette ermittelt wurden.

d. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt und infolge der Bewertung Verbesserungen vereinbart wurden.

e. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt wurden und infolgedessen die Geschäftsbeziehung beendet wurde, sowie Gründe für diese Entscheidung.

Uns sind keine negativen sozialen Wirkungen in der Lieferkette bekannt.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Wir, die Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz eG sind Arbeitgeber, Ausbildungsbetrieb und Kooperationspartner für Schulen und Hochschulen. Wir bieten den Schülern Praktikumsplätze bei uns an, um den Praxisbezug für die Studiengänge zu erhöhen. Des Weiteren sind wir einer der größten Steuerzahler in der Region und Finanzanbieter für die regionale Wirtschaft, Kommunen und Privatpersonen.

Unser Ziel ist es, die regionale Wirtschaft zu stärken und unsere Unterstützung durch regelmäßige Spendenzahlung in den nächsten Jahren konstant zu halten. Unser gesellschaftliches und soziales Engagement richten wir danach aus, ob die von uns geförderten Projekte, Vereine oder Instiutionen unseren Mitgliedern und unserer Region zu Gute kommen. Die Spenden- und Sponsoringverträge unterliegen der regelmäßigen Prüfung. Wir wollen zur Steigerung der Innovation in unserer Region beitragen. Dadurch sollen mögliche Risiken, wie z. B. "Landflucht", entgegengewirkt werden und der Wirtschaftsraum attraktiv für alle Anspruchsgruppen gestaltet werden.

Unsere Bank hat 2013 eine Bürgerstiftung ins Leben gerufen. Zweck der Stiftung ist die nachhaltige Förderung und Entwicklung des bürgerschaftlichen Engagements zugunsten gemeinnütziger Zwecke i.S.d. § 52 AO zum Gemeinwohl der in der Nordoberpfalz lebenden Menschen.

Es ist geplant, ein Crowdfunding-Portal zu etablieren. Gemeinnützige Einrichtungen und Vereine werden bei der Erreichung ihrer Nachhaltigkeitsziele mithilfe des Leitsatzes "Was einer nicht schafft, das schaffen viele" unterstützt.

Mit unseren Spenden fördern wir gemeinnützige Projekte und kulturelle Initiativen in der Region. Unser verantwortungsbewusstes Bekenntnis zur Region unterscheidet uns dabei deutlich von den Wettbewerbern. Mit diesen Spendenmaßnahmen sind wir bei unseren Kunden und Mitgliedern auf sehr positive Resonanz gestoßen. Das umfangreiche gesellschaftliche Engagement stellt für die Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz eG letztlich eine erfolgreiche Kundenbindungsmaßnahme dar.

Der Vorstand ermöglicht es unseren Mitarbeitern sich sozial zu engagieren.

Die qualitative und quantitative Einhaltung unseres Förderkonzepts wird über interne Prüfprozesse sichergestellt. Dabei achten wir auf Angemessenheit und Ausgewogenheit der Mittel. Hierbei ist auch der Vorstand eingebunden. Wesentliche Risiken sind aus der Konzeption nicht erkennbar.

Im Rahmen der im Jahr 2018 beginnenden und 2019 abzuschließenden Aufstellung eines Nachhaltigkeitskonzepts werden wir auch unser Gemeinwohlkonzept überprüfen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator GRI SRS-201-1: Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. den zeitanteilig abgegrenzten, unmittelbar erzeugten und ausgeschütteten wirtschaftlichen Wert, einschließlich der grundlegenden Komponenten der globalen Tätigkeiten der Organisation, wie nachfolgend aufgeführt. Werden Daten als Einnahmen‑Ausgaben‑Rechnung dargestellt, muss zusätzlich zur Offenlegung folgender grundlegender Komponenten auch die Begründung für diese Entscheidung offengelegt werden:
i. unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert: Erlöse;
ii. ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert: Betriebskosten, Löhne und Leistungen für Angestellte, Zahlungen an Kapitalgeber, nach Ländern aufgeschlüsselte Zahlungen an den Staat und Investitionen auf kommunaler Ebene;
iii. beibehaltener wirtschaftlicher Wert: „unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert“ abzüglich des „ausgeschütteten wirtschaftlichen Werts“.

b. Der erzeugte und ausgeschüttete wirtschaftliche Wert muss getrennt auf nationaler, regionaler oder Marktebene angegeben werden, wo dies von Bedeutung ist, und es müssen die Kriterien, die für die Bestimmung der Bedeutsamkeit angewandt wurden, genannt werden.

Bilanzsumme: 2.838 Mio. Euro
Eigenmittel: 264,5 Mio. Euro
Jahresergebnis vor Steuern: 20,0 Mio. Euro
Gewinnabhängige Steuern: 6,5 Mio. Euro

Im Jahr 2017 haben wir in der Region 293.841,13 EUR Spenden und Sponsoring-Leistungen ausgeschüttet (inkl. Spendenausschüttungen aus dem Gewinnsparen). Aus unserer Bürgerstiftung haben wir im Berichtsjahr 3.350 Euro ausgeschüttet.

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Unser Konzept hat zum Ziel, dass wir uns selbst politisch neutral verhalten. Als unabhängiges und politisch neutrales Kreditinstitut unterliegt die Bank keiner kommunalen oder politischen Einflussnahme.
Die Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz eG hat keine Mitgliedschaft in politischen Organisationen. Demzufolge sind Spenden oder Zuwendungen an Regierungen, Parteien, Politiker oder mit ihnen verbundene Einrichtungen ausgeschlossen. Da somit ein politisches Engagement grundsätzlich ausscheidet, wurden auch keine Auswahlkriterien und Ziele festgelegt. Dies wird regelmäßig von der Unternehmensführung überwacht und überprüft.

Bezüglich der getroffenen Maßnahmen wird auf die Abschnitte 9 und 20 verwiesen; eine Umsetzung im Rahmen der Verankerung des Nachhaltigkeitskonzepts ist bis spätestens Ende 2019 vorgesehen. Die Einhaltung wird über interne (Prüf-)Prozesse sichergestellt; ergänzend wird auf Abschnitt 20 verwiesen.

Die Bank ist Mitglied in diversen regionalen, nichtpolitischen Vereinen. Dabei handelt es sich insbesondere um Wirtschaftsförderung, aber auch um Bildungs-, Kultur- oder Hilfsorganisationen.

Unsere Interessenwahrung übertragen wir auf unsere nachfolgend genannten Verbände:

Im Rahmen des demokratischen Meinungsbildungsprozesses bringt sich unsere Bank über unseren Spitzenverband, den Bundesverband der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) ein. Der BVR nimmt die Interessenvertretung der Genossenschaftsbanken insbesondere bei geschäftspolitischen, kreditwirtschaftlichen sowie aufsichtsrechtlichen Fragen gegenüber der Politik und zuständigen Regulierungs- und Aufsichtsbehörden auf nationaler und europäscher Ebene wahr.

Zudem sind wir über unseren Regionalverband, dem Genossenschaftsverband Bayern e.V., insbesondere auf Landesebene vertreten. Hierzu beteiligt sich der Verband an Anhörungen und Konsultationen, führt Gespräche mit Ministern, Abgeordneten sowie Wirtschaftsvertretern und fördert den Austausch seiner Mitglieder mit der Politik.

Die relevanten Gesetzgebungsverfahren für die Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz eG umfassen unter anderem die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk), die Mindestanforderungen an die Compliance (MaComp), die Basel I-III-Richtlinien, das Kreditwesengesetz (KWG), die Liquiditätsverordnung (LiqV) und das Genossenschaftsgesetz.

Die oben beschriebenen Rahmenbedingungen wurden im Jahr 2017 eingehalten. Unser Konzept führt zum Ergebnis, dass die politische Neutralität jederzeit gewahrt ist. Daher sehen wir für unsere Bank keine wesentlichen Risiken. Ergänzend wird auf Abschnitt 20 verwiesen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator GRI SRS-415-1: Parteispenden
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Monetären Gesamtwert der Parteispenden in Form von finanziellen Beiträgen und Sachzuwendungen, die direkt oder indirekt von der Organisation geleistet wurden, nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

b. Gegebenenfalls wie der monetäre Wert von Sachzuwendungen geschätzt wurde.

Es erfolgte keine Spendenvergabe.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Unser Erfolg basiert auf der hohen Reputation und dem großen Vertrauen unserer Mitglieder, unserer Mitarbeiter und der Öffentlichkeit in die Leistungsfähigkeit und Integrität der Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz eG. Hierbei steht der Mensch im Mittelpunkt.

Daher ist Compliance ein integraler Bestandteil unserer Unternehmensführung. Neben der Einhaltung von Gesetzen, Bestimmungen und Standards prägt das ehrliche, verantwortungsbewusste und integre Handeln aller Mitarbeiter unseren Marktauftritt. Dabei dienen uns die genossenschaftlichen Werte als Basis für den Umgang mit Mitgliedern und Kollegen, Geschäftspartnern und Lieferanten, Marktteilnehmern, der Öffentlichkeit und staatlichen Stellen.

Zur Aufrechterhaltung der Reputation ist es für uns sehr wichtig, dass sich unsere Mitarbeiter und Führungskräfte an rechtliche und interne Vorgaben halten, ethisch einwandfrei agieren und sich in diesem Sinne als ehrbarer Kaufmann verstehen und dementsprechend handeln.

Unsere Compliance-Grundsätze stellen unseren Mitarbeitern verbindliche Regelungen und Prozesse für korrektes Verhalten zur Verfügung, die von den gelebten Werten und der Unternehmenskultur beeinflusst werden und kontinuierlich an die rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die Marktanforderungen angepasst werden. So gewährleisten wir die Regelkonformität mit allen geltenden Gesetzen, Bestimmungen und Standards durch unseren Vorstand, unsere Mitarbeiter und unsere IT-Systeme.

Die aufsichtsrechtlich bei Kreditinstituten einzurichtende MaRisk-Compliance-Funktion, WpHG-Compliance-Funktion, die Funktion des Datenschutzbeauftragten sowie des IT-Sicherheitsbeauftragten sind zusammen mit der Whistleblowing-Funktion im Bereich Compliance/Beauftragtenwesen zusammengefasst. Die Zentrale Stelle zur Verhinderung von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und sonstigen strafbaren Handlungen ist an die DZ BANK ausgelagert. Die Verbindungsstelle zur ausgelagerten Zentralen Stelle ist ebenfalls im Bereich Compliance/Beauftragtenwesen angesiedelt.

Alle vorgenannten Funktionen sind als sogenannte zweite Verteidigungslinie Teil des internen Kontrollsystems der Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz eG und berichten an den Vorstand, dem sie unmittelbar zugeordnet sind.

Durch die regelmäßige Thematisierung von Compliance, insbesondere durch den Vorstand („one from the Top") sowie den Bereich Compliance/Beauftragtenwesen, wird das eigenverantwortliche Verhalten der Mitarbeiter aufgrund ethischer Prinzipien fortlaufend gefördert und gefordert.

Darüber hinaus erfolgt durch die einzelnen Beauftragtenfunktionen im Rahmen unseres internen Kontrollsystems eine Überwachung und Ableitung von Verbesserungs- sowie Sanktionsmaßnahmen. Darüber hinaus ist in der Bank ein Beschwerdemanagement vorhanden.

Neben themenspezifischen Schulungen durchlaufen alle Mitarbeiter der Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz eG regelmäßig verpflichtende Präsenz- oder Online-Schulungen zu den Themen Compliance, Datenschutz, Geldwäsche und Betrug sowie IT-Sicherheit und werden dadurch für diese Themen fortlaufend sensibilisiert. Zur Korruptionsprävention gibt es eine Richtlinie für den Umgang mit Geschenken, Einladungen und sonstigen Vorteilen sowie einen dazugehörigen Meldeprozess.

Für Mitarbeiter der Bank ist ein Hinweisgebersystem eingerichtet, für Kunden besteht die Möglichkeit das Ombudsmannverfahren der Genossenschaftlichen Finanzgruppe zu nutzen.

Durch die eingeführten Maßnahmen wurde eine gewachsene Sensibilität für regelkonformes Verhalten bewirkt sowie durch die Einführung von Berichts- und Meldepflichten die Transparenz für compliance-relevante Vorgänge erhöht. Verstöße gegen das Compliance-Konzept wurden nicht festgestellt. Von der gesetzlichen Prüfung wurde das Compliance-Konzept als wirksam beurteilt.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator GRI SRS-205-1: Auf Korruptionsrisiken geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden.

b. Erhebliche Korruptionsrisiken, die im Rahmen der Risikobewertung ermittelt wurden.

Fortlaufende Kontrolle aller Standorte und Mitarbeiter.

Leistungsindikator GRI SRS-205-3: Korruptionsvorfälle
Die berichtende Organisation muss über folgende Informationen berichten:

a. Gesamtzahl und Art der bestätigten Korruptionsvorfälle.

b. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Angestellte aufgrund von Korruption entlassen oder abgemahnt wurden.

c. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Verträge mit Geschäftspartnern aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption gekündigt oder nicht verlängert wurden.

d. Öffentliche rechtliche Verfahren im Zusammenhang mit Korruption, die im Berichtszeitraum gegen die Organisation oder deren Angestellte eingeleitet wurden, sowie die Ergebnisse dieser Verfahren.

Keine Korruptionsvorfälle in 2017.

Leistungsindikator GRI SRS-419-1: Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich, und zwar:
i. Gesamtgeldwert erheblicher Bußgelder;
ii. Gesamtanzahl nicht-monetärer Sanktionen;
iii. Fälle, die im Rahmen von Streitbeilegungsverfahren vorgebracht wurden.

b. Wenn die Organisation keinen Fall von Nichteinhaltung der Gesetze und/oder Vorschriften ermittelt hat, reicht eine kurze Erklärung über diese Tatsache aus.

c. Der Kontext, in dem erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen auferlegt wurden.

In 2017 wurden keine Bußgelder und keine monetären Strafen für die Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften verhängt.