14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Unsere Mitarbeitenden sind uns sehr wichtig, weswegen wir stetig an deren Zufriedenheit arbeiten und von einer langen Bindung profitieren. Wir achten die arbeitsrechtlichen Gesetze und haben darüber hinaus folgende Aspekte in unsere Unternehmensstrategie integriert:

Das Thema Sicherheit und Arbeitsschutz nimmt eine hervorgehobene Stellung ein. Um die Belastung mit Steinstaub gering zu halten, haben wir alle staubbelasteten Arbeiten identifiziert und Maßnahmen sowie Arbeitsanweisungen abgeleitet, die in der Gefährdungsanalyse für die Werkstatt dokumentiert sind. Wir setzen entsprechende Arbeitsschutzmaßnahmen wie z.B. Absauganlage, Staubsauger für die Arbeit an Baustellen und persönliche Staubmasken ein, um die Gesundheit unserer Mitarbeitenden zu schützen. Wir organisieren regelmäßige Untersuchungen beim arbeitsmedizinischen Dienst sowie Ersthelferausbildungen für alle Mitarbeitenden.

Wir sind nur national tätig.











 

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Angemessene Bezahlung

Der Mitarbeiterstamm ist seit der Firmenübernahme 1993 durch Markus Glöckner stetig gewachsen. 2016 verdienten 23 (18 Vollzeit und fünf Teilzeit, inkl. Inhaber) Frauen und Männer ihren Lebensunterhalt bei uns.
Wir zahlen Tariflohn.

Aus- und Weiterbildung

Wir stellen jedes Jahr einen gewerblichen Auszubildenden ein, darunter auch häufig Frauen. Viele von ihnen bleiben im Anschluss im Unternehmen. Interne und externe Fort- und Weiterbildungen sichern und erweitern unser Fachwissen.

Gleichberechtigung und Anti-Diskriminierung

Gleichberechtigung und Anti-Diskriminierung ist selbstverständlich. Auch das allgemeine Gleichstellungsgesetz wird bei uns regelmäßig geschult und in Fallbeispielen besprochen. Wir achten auf eine angemessene und geschlechterneutrale Sprache und den wertschätzenden Umgang miteinander. In 2017 hat ein junger Mensch mit hohem Behinderungsgrad nach langjähriger Arbeitslosigkeit seine Ausbildung bei uns erfolgreich abgeschlossen. Regelmäßig stellen wir Praktikumsplätze zur Verfügung, auch für Geflüchtete, die sich einen Einblick in den Beruf wünschen.

Vereinbarkeit Familie und Beruf

In 2015 wurde erstmals der „Betriebspfiffikus“ der Kreisstadt Neunkirchen und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Neunkirchen für das Engagement zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf verliehen. Wir gehörten zu den ersten Preisträgern. Insbesondere wurde gewürdigt, dass wir einen hohen Anteil der Kinderbetreuungskosten für nicht-schulpflichtige Kinder übernehmen und Elternzeit auch für Väter ermöglichen

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Wir sind darauf angewiesen, gut ausgebildete Fachkräfte zu halten und weiter zu qualifizieren. Bereits im Unternehmen vorhandenes Wissen soll erhalten und weitergegeben werden. Dafür haben wir eigene Modelle entwickelt:
  1. Wechselnde Verantwortung in den einzelnen Projekten: Es gibt nicht den einen Vorarbeiter, sondern alle Mitarbeitenden werden im Wechsel mit der Leitung einer Baumaßnahme betraut. Dabei werden die Berufserfahrung, das Wissen und die persönliche Eignung und auch die Bereitschaft berücksichtigt. So haben jüngere Mitarbeitende die Möglichkeit, durch kleinere Projekte in die verantwortliche Rolle zu wachsen, während ältere Mitarbeitende entlastet werden.
  2. Schulungstage zum Jahresanfang: Neben den Pflichtschulungen wie z.B. Kranführerschein und Gefahrstoffschulungen, bieten wir eine Reihe von anderen Fachthemen für alle Mitarbeitende an, wie z.B. Werkstoffschulungen oder Ersthelferausbildungen. Dafür beauftragen wir nicht nur externe DozentInnen, sondern motivieren auch unsere Altgesellen dazu, ihre jüngeren KollegInnen zu schulen.
  3. Persönlichkeitsentwicklung: Bei unseren Schulungstagen werden auch regelmäßig Kommunikationstrainings integriert und / oder Vorträge zum Thema Vorsorge.
  4. Azubiprojekte und interne Wettbewerbe: Hier laden wir unsere Mitarbeitenden immer wieder neu ein, sich gestalterisch miteinzubringen, sei es bei der Umsetzung eines Firmenbriefkastens aus Naturstein oder der Umgestaltung von alten Ausstellungssteinen. 
  5. Für ältere und gesundheitlich eingeschränkte Mitarbeitende überlegen wir uns, welche Aufgaben wir an sie delegieren können, damit sie die Unternehmensleitung entlasten und immer noch einen wertvollen Beitrag zum Unternehmensergebnis leisten können. Das Projekt "EMAS" konnte nur deshalb erfolgreich abgeschlossen werden, weil ein Altgeselle für entsprechende Aufgaben freigestellt wurde.
  6. Azubi-Beauftragter: In ihm haben unsere Auszubildenden einen direkten Ansprechpartner im Betrieb. Dies erleichtert die Orientierung und die Eingewöhnung in das betriebliche Umfeld.






Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator GRI SRS-403-9: Arbeitsbedingte Verletzungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

Die Punkte c-g des Indikators SRS 403-9 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.


Leistungsindikator GRI SRS-403-10: Arbeitsbedingte Erkrankungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen;
b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen.

Die Punkte c-e des Indikators SRS 403-10 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.

Die Mitarbeitenden sind angewiesen, alle Unfälle und Verletzungen in einem Verbandsbuch zu dokumentieren. Unfälle, die Arbeitsunfähigkeit nach sich ziehen, müssen an die BG und das Gewerbeaufsichtsamt gemeldet werden.

Unfälle mit Meldung an die BG (2015): 3
Unfälle mit Meldung an die BG (2016): 2

Leistungsindikator GRI SRS-403-4: Mitarbeiterbeteiligung zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Die berichtende Organisation muss für Angestellte und Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden, folgende Informationen offenlegen:

a. Eine Beschreibung der Verfahren zur Mitarbeiterbeteiligung und Konsultation bei der Entwicklung, Umsetzung und Leistungsbewertung des Managementsystems für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und zur Bereitstellung des Zugriffs auf sowie zur Kommunikation von relevanten Informationen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gegenüber den Mitarbeitern.

b. Wenn es formelle Arbeitgeber-Mitarbeiter-Ausschüsse für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gibt, eine Beschreibung ihrer Zuständigkeiten, der Häufigkeit der Treffen, der Entscheidungsgewalt und, ob und gegebenenfalls warum Mitarbeiter in diesen Ausschüssen nicht vertreten sind.

Unsere Mitarbeitenden sind vor allem durch Staub und Lärm stark belastet. Wie sie davor zu schützen sind, ist u.a. durch die BG vielfältig geregelt. Diese Regeln halten wir ein und unterweisen unsere Mitarbeitenden regelmäßig. Persönliche Schutzausrüstung wird zur Verfügung gestellt. Neben Atem-, Augen- und Gehörschutz sind dies u.a. Kopfschutz (Helme), Handschutz in unterschiedlichen Ausführungen je nach Art der Belastung und Absturzsicherungen.

Außerdem haben wir die Werkstatt und auch die Baustellen so eingerichtet, dass unsere Mitarbeitenden möglichst viel entlastet werden, zum Beispiel durch eine stationäre Staubabsauganlage und Staubsauger, durch zahlreiche Hebeanlagen wie Laufkräne oder Baustellenaufzüge.

Leistungsindikator GRI SRS-404-1 (siehe G4-LA9): Stundenzahl der Aus- und Weiterbildungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. durchschnittliche Stundenzahl, die die Angestellten einer Organisation während des Berichtszeitraums für die Aus- und Weiterbildung aufgewendet haben, aufgeschlüsselt nach:
i. Geschlecht;
ii. Angestelltenkategorie.

Die Ausbildung zum Steinmetz- und Steinbildhauer umfasst 40 Stunden pro Woche, somit rund 1.800 Stunden pro Jahr, nach Abzug von 6 Wochen Urlaub.

An den internen Schulungstagen nehmen grundsätzlich alle Mitarbeitenden teil (außer Reinigungskraft und Gärtner). Die Anzahl der Tage ist nicht in jedem Jahr gleich, sondern hängt von Anzahl und Umfang der Themen ab. In 2017 waren dies für die gewerbliche Mitarbeitenden 35 Stunden.

Die kaufmännischen Angestellten nehmen nicht an allen Themen während der Schulungstage teil, bilden sich dafür aber während des Jahres in ihren Aufgabengebieten weiter, durch Inhouse-Schulungen, externe Weiterbildungen und Webinare. Eine durchschnittliche Stundenzahl wurde hier noch nicht ermittelt.



Leistungsindikator GRI SRS-405-1: Diversität
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der Personen in den Kontrollorganen einer Organisation in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

b. Prozentsatz der Angestellten pro Angestelltenkategorie in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

Unser Team umfasst am 30.11.17 24 Mitarbeitende und setzt sich folgendermaßen zusammen:

nach Geschlecht: 7 Frauen, 17 Männer

nach Alter: Das Durchschnittsalter der Gesamtbelegschaft beträgt 38 Jahre (ohne Azubis: 42); gewerblicher Bereich Ø-Alter 35 Jahre (ohne Azubis: 39); im kaufmännischen Bereich Ø-Alter 41 Jahre (ohne Azubis: 45).
<20 Jahre: 2 Mitarbeitende
21-30 Jahre: 5 Mitarbeitende
31-40 Jahre: 6 Mitarbeitende
41-50 Jahre: 8 Mitarbeitende
51-60 Jahre: 3 Mitarbeitende

nach Nationalität: Bis auf einen Mitarbeiter, der ungarischer Staatsbürger ist, sind alle Mitarbeitenden Deutsche

Leistungsindikator GRI SRS-406-1: Diskriminierungsvorfälle
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle während des Berichtszeitraums.

b. Status der Vorfälle und ergriffene Maßnahmen mit Bezug auf die folgenden Punkte:
i. Von der Organisation geprüfter Vorfall;
ii. Umgesetzte Abhilfepläne;
iii. Abhilfepläne, die umgesetzt wurden und deren Ergebnisse im Rahmen eines routinemäßigen internen Managementprüfverfahrens bewertet wurden;
iv. Vorfall ist nicht mehr Gegenstand einer Maßnahme oder Klage.

Bisher gab es keine Vorfälle.

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Die Wahrung der Menschenrechte und die Beachtung der ILO-Kernarbeitsnormen entlang der Lieferkette sind ein persönliches Anliegen der Unternehmensleitung, das auch von den Mitarbeitenden geschätzt und unterstützt wird. Wir wollen in diesem Kernthema als Vorbild agieren.

Um dies so weit wie möglich zu gewährleisten, 

- bevorzugen wir das Angebot von heimischen Natursteinen aus deutschen Steinbrüchen
- sowie das Angebot von europäischem Natursteinmaterial aus vertrauenswürdigen Ländern
- verzichten wir auf problematisches Natursteinmaterial aus Asien und auf Re-Importe
- arbeiten wir eng mit ausgewählten deutschen und europäischen Lieferanten (Steinbrüche und Händler) zusammen
- kooperieren wir mit regionalen Partnern, die ebenfalls im eigenen Betrieb fertigen.


Durch den Verzicht auf indisches Material bzw. auf in Indien oder China gefertigte Grabmale, verzichten wir gleichzeitig auch auf einen relativ hohen Anteil der GrabmalkundInnen, die äußerst preissensibel kaufen bzw. die das entsprechende Material aufgrund seiner schönen Farbe bevorzugen. Dies ist für uns unproblematisch, weil
- unsere wichtigste Dienstleistung bzw. unser wichtigestes Produkt die Natursteinrestaurierung bzw. das Bauen mit Naturstein ist
- wir die Materialen durch europäische Natursteine relativ gut ersetzen können
- wir generell nicht über den Preis, sondern über die Beratung und das Produkt selbst verkaufen.

Das Bewusstsein für diese Thematik ist jedoch bei unseren KundInnen relativ gering. Wenn entsprechendes Material angefragt wird, klären wir darüber auf, warum wir es nicht mehr verarbeiten. Ganz überwiegend sind die KundInnen dankbar über die Aufklärung und offen für unproblematische Alternativen.
Einige Städte und Gemeinden im Saarland haben in ihrer Satzung verankert, dass ausschließlich Material verwendet werden darf, welches gemäß den ILO-Kernarbeitsnormen gewonnen und verarbeitet wurde. Wie das nachgeprüft werden kann, ist unklar. Denn es gibt gerade für indisches Grabmalmaterial kein anerkanntes Siegel.

Unklar ist auch, inwieweit die ILO-Kernarbeitsnormen bei Material aus Afrika eingehalten werden. Von dort kommt vor allem schwarzer Gabbro, ein Material, das häufig im Baubereich eingesetzt wird und zu dem es keine europäischen Alternativen gibt, das dem Wettbewerb standhalten kann. Derzeit können wir daher noch nicht auf diesen Naturstein verzichten.


Da unsere direkten Einflussmöglichkeiten derzeit sehr gering sind, machen wir unseren Einfluss indirekt über unsere Tätigkeit in Innungsgremien und über kommunale Mitentscheider geltend. Wichtig wäre eine nationale oder noch besser europäische Regelung, sodass ausschließlich zertifizierte Materialien verarbeitet werden dürfen und nach welchen Kriterien Zertifikate vergeben werden.
 

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator GRI SRS-412-3: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Investitionsvereinbarungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der erheblichen Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder auf Menschenrechtsaspekte geprüft wurden.

b. Die verwendete Definition für „erhebliche Investitionsvereinbarungen“.

Die signifikanten Investitionen in den Betrieb wurden in Deutschland am Standort Neunkirchen-Hangard vorgenommen. Die Vertragspartner unterliegen somit den deutschen Gesetzen, wodurch Menschenrechte umfassend geschützt sind.

Leistungsindikator GRI SRS-412-1: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, an denen eine Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt wurde, aufgeschlüsselt nach Ländern.

100% - es gibt nur den einen Standort in Neunkirchen-Hangard.

Leistungsindikator GRI SRS-414-1: Auf soziale Aspekte geprüfte, neue Lieferanten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der neuen Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien bewertet wurden.

Wir arbeiten ausschließlich mit Lieferanten aus Deutschland und Europa zusammen. Von der Einhaltung der Menschenrechte kann daher ausgegangen werden.

Leistungsindikator GRI SRS-414-2: Soziale Auswirkungen in der Lieferkette
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Zahl der Lieferanten, die auf soziale Auswirkungen überprüft wurden.

b. Zahl der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen ermittelt wurden.

c. Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen, die in der Lieferkette ermittelt wurden.

d. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt und infolge der Bewertung Verbesserungen vereinbart wurden.

e. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt wurden und infolgedessen die Geschäftsbeziehung beendet wurde, sowie Gründe für diese Entscheidung.

Es bestehen durch die strenge Auswahl der Zulieferer in der Lieferkette keine negativen menschenrechtlichen Auswirkungen.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Wir sind sowohl persönlich, als auch betrieblich in die Gemeinde und die Region gut eingebunden. Die Teilnahme und die Mitarbeit in den sehr unterschiedlichen Gruppen unserer Gemeinde sind über lange Jahre gewachsen. Zudem wollen wir gezielt mit ausgewählten saarländischen Initiativen (z.B. Netzwerk Entwicklungspolitik) zusammenarbeiten. Wir wollen die Durchführung bestimmter Maßnahmen an unsere MitarbeiterInnen und Auszubildenden übertragen und somit gleichzeitig die eigenverantwortliche Projektarbeit und das Selbstbewusstsein fördern.

Zu unserem Engagement zählen:

Verbandsarbeit: Vorsitz der Saarländischen Stein- und Holzbildhauerinnung

Gemeinde- und Vereinsarbeit: z.B. TV Hangard, Karnevalsverein Hangard, AG „Neunkircher Messe“ (Ausstellervertretung), Vorstandsarbeit „Unternehmerfrauen im Handwerk“, aktive Mitarbeit bei Handwerk mit Verantwortung e.V.

Engagement für Ausbildung: Leitung des Prüfungsausschusses für Steinmetzgesellen, Teilnahme als saarl. Delegierter im Arbeitskreis für Ausbildungsfragen, Bereitstellung von Praktikums-, Ausbildungs- und Arbeitsplätzen, Unterstützung Studierender bei Abschlussarbeiten, Teilnahme an Berufsinformationstagen an Schulen (ALWIS https://www.alwis-saarland.de/projekte/bi-tage/)

Best Practise: Vorträge und Präsentationen bei Arbeitskreisen der saar.is, der Handwerkskammer, bei Verbänden und Initiativen, bei Netzwerkpartnern

Informationsveranstaltungen: Kundenworkshops, Betriebsführungen

Schaffung regionaler Netzwerke: bevorzugte Beauftragung von lokalen Unternehmen

Zeit-, Sach- und Geldspenden, Sponsoring

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator GRI SRS-201-1: Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. den zeitanteilig abgegrenzten, unmittelbar erzeugten und ausgeschütteten wirtschaftlichen Wert, einschließlich der grundlegenden Komponenten der globalen Tätigkeiten der Organisation, wie nachfolgend aufgeführt. Werden Daten als Einnahmen‑Ausgaben‑Rechnung dargestellt, muss zusätzlich zur Offenlegung folgender grundlegender Komponenten auch die Begründung für diese Entscheidung offengelegt werden:
i. unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert: Erlöse;
ii. ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert: Betriebskosten, Löhne und Leistungen für Angestellte, Zahlungen an Kapitalgeber, nach Ländern aufgeschlüsselte Zahlungen an den Staat und Investitionen auf kommunaler Ebene;
iii. beibehaltener wirtschaftlicher Wert: „unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert“ abzüglich des „ausgeschütteten wirtschaftlichen Werts“.

b. Der erzeugte und ausgeschüttete wirtschaftliche Wert muss getrennt auf nationaler, regionaler oder Marktebene angegeben werden, wo dies von Bedeutung ist, und es müssen die Kriterien, die für die Bestimmung der Bedeutsamkeit angewandt wurden, genannt werden.

Die Unterstützung des Gemeinwesens erfolgt vor allem durch zeitintensive ehrenamtliche Tätigkeiten. Ein
quantifizierbarer Wert für geleistete Ehrenamttätigkeiten liegt nicht vor.


19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Unsere Möglichkeiten zur politischen Einflussnahme sind gering. Wir versuchen, durch unser Handeln ein gutes Beispiel zu geben und somit politische Hemmnisse abzubauen: Wenn so ein kleines Unternehmen wie das unsrige sich in allen Kernthemen nachhaltig aufstellen kann, dann sollte das jedes Unternehmen können.

Um diese Haltung zu kommunizieren, führen wir viele persönliche Gespräche mit Vertretern von unterschiedlichen demokratischen Parteien. Das ist im kleinen Saarland kein Problem. Wir werden auch häufig für Betriebsbesuche von saarländischen Politikern (MinisterInnen, Orts- und Kreisverbände, etc.) angefragt. Diese Gelegenheiten nutzen wir, um über unseren Beruf und unsere Nachhaltigkeitsstrategie zu erzählen.

Weder der Firmeninhaber Markus Glöckner noch seine Ehefrau Katja Hobler sind in politischen Parteien oder Organisationen aktiv.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator GRI SRS-415-1: Parteispenden
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Monetären Gesamtwert der Parteispenden in Form von finanziellen Beiträgen und Sachzuwendungen, die direkt oder indirekt von der Organisation geleistet wurden, nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

b. Gegebenenfalls wie der monetäre Wert von Sachzuwendungen geschätzt wurde.

Wir spenden nicht an politische Parteien.
Bei Veranstaltungen von politischen Ortsvereinen beteiligen wir uns in der Regel mit einer Werbeanzeige in Festschriften oder Programmheften. Die entsprechenden Beträge liegen <100 Euro je Anzeige.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Wir haben uns dem Verhaltenskodex von „Handwerk mit Verantwortung e.V.“ verpflichtet, der ausdrücklich „keine Bestechlichkeit“ fordert. Als Mitglied des Vereins sind wir verpflichtet, keine Bestechungsgelder anzunehmen oder zu zahlen. 

Mitarbeitende werden auch zu dem Thema sensibilisiert. Sie kennen durch die Einbindung in das Nachhaltigkeitsmanagement den Verhaltenskodex und wissen um die Verpflichtung. In den regelmäßig zu Jahresanfang stattfindenen Schulungstagen, an denen alle Mitarbeitenden und die Führungskräfte teilnehmen, werden Fragen zu diesen Themen schwerpunktmäßig behandelt.

Das Thema Compliance wird von Katja Hobler verantwortet.


Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator GRI SRS-205-1: Auf Korruptionsrisiken geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden.

b. Erhebliche Korruptionsrisiken, die im Rahmen der Risikobewertung ermittelt wurden.

Es bestehen keine Risiken.

Leistungsindikator GRI SRS-205-3: Korruptionsvorfälle
Die berichtende Organisation muss über folgende Informationen berichten:

a. Gesamtzahl und Art der bestätigten Korruptionsvorfälle.

b. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Angestellte aufgrund von Korruption entlassen oder abgemahnt wurden.

c. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Verträge mit Geschäftspartnern aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption gekündigt oder nicht verlängert wurden.

d. Öffentliche rechtliche Verfahren im Zusammenhang mit Korruption, die im Berichtszeitraum gegen die Organisation oder deren Angestellte eingeleitet wurden, sowie die Ergebnisse dieser Verfahren.

Es gab keine Korruptionsfälle.

Leistungsindikator GRI SRS-419-1: Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich, und zwar:
i. Gesamtgeldwert erheblicher Bußgelder;
ii. Gesamtanzahl nicht-monetärer Sanktionen;
iii. Fälle, die im Rahmen von Streitbeilegungsverfahren vorgebracht wurden.

b. Wenn die Organisation keinen Fall von Nichteinhaltung der Gesetze und/oder Vorschriften ermittelt hat, reicht eine kurze Erklärung über diese Tatsache aus.

c. Der Kontext, in dem erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen auferlegt wurden.

Es liegen keine Bußgelder vor.