14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Unsere Mitarbeitenden sind unsere wichtigste Ressource. Denn langfristige Wertschöpfung erzielen wir nur mit kompetenten und motivierten Kolleginnen und Kollegen. Sie sind persönlich für unsere Kunden ansprechbar und stellen das in sie gesetzte Vertrauen jeden Tag unter Beweis. Damit das auch zukünftig so bleibt, schaffen wir mit zahlreichen Konzepten mit Arbeitnehmerbezug ein Arbeitsumfeld, in dem Kooperation an erster Stelle steht und sich unsere Mitarbeitenden gerne mit ihren individuellen Stärken einbringen.

In der Sparkasse Trier wurde stets personalpolitisch im Sinne einer Personalstrategie gehandelt, die stets den Vorgaben der Geschäftsstrategie folgte. Eine Personalstrategie, die diesem Rechnung trägt, wurde stets gelebt und in operative Handlungen umgesetzt. Schriftlich fixiert war diese Personalstrategie jedoch nur fragmentarisch. Daher war es geboten, eine alle Bausteine einer Personalstrategie umfassende schriftliche Fassung zu erstellen. Mit der im Mai 2020 vom Vorstand beschlossenen und von den Gremien „Verwaltungsrat“ und „Personalrat“ unterstützten „Personalstrategie der Sparkasse Trier“, wird dem Rechnung getragen.

Der Bereich „Personal“ ist im Verantwortungsbereich des Vorstandsvorsitzenden angesiedelt, wesentliche Entscheidungen werden vom Gesamtvorstand getroffen. Die dem Vorstandsvorsitzenden zugeordnete Abteilung Personalmanagement ist für die Beachtung und Umsetzung von Themen wie z.B. Arbeitsrecht und Chancengleichheit, aber auch für die Personalentwicklung verantwortlich.
 
Aufgrund der Corona-Pandemie wurde bereits im Frühjahr 2020 ein Präventionsteam zur Initiierung und Koordinierung von Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie eingerichtet. Auf der Grundlage der Empfehlungen des Präventionsteams – die sich grundsätzlich an den jeweils geltenden Verordnungen des Landes orientiert haben – hat der Vorstand umfangreiche betriebliche Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeitenden beschlossen. Ein wesentlicher Baustein ist dabei die umfassende Ausweitung der Möglichkeiten des mobilen Arbeitens.

Die Mitarbeiterzufriedenheit ist eines unsere strategischen Ziele. In wiederkehrenden Mitarbeiterbefragungen erheben wir diese regelmäßig. Die für das Jahr 2020 vorgesehene Mitarbeiterbefragung musste aufgrund der Belastungen des „Corona-Jahres 2020“ in das Jahr 2021 verschoben werden. Das Ergebnis der Befragung durch einen externen Partner wird in der Kennzahl OCI (Organizational Commitment Index) verdichtet. Für die Messung der Mitarbeiterzufriedenheit haben wir einen Zielwert formuliert. Dieser wird ausschließlich intern kommuniziert.

Die Sparkasse Trier wird ausschließlich in ihrem regionalen Geschäftsgebiet tätig. Als gemeinwohlorientiertes, öffentlich-rechtliches Kreditinstitut unterliegen wir den Tarifbestimmungen des öffentlichen Dienstes und den deutschen Arbeitsgesetzen. Für alle Beschäftigten der Sparkasse Trier werden die Normen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) eingehalten.

Für die Prüfung unterschiedlicher Risiken für unseren Geschäftsbetrieb verfügt die Sparkasse Trier über interne Mechanismen. Diese werden ausschleißlich intern kommuniziert.

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts sind uns keine Risiken bekannt, die darauf schließen lassen könnten, dass sich aus der Geschäftstätigkeit der Sparkasse, ihren Geschäftsbeziehungen oder ihrem Produkt und Dienstleistungsportfolio wahrscheinlich negative Auswirkungen auf die Rechte unserer Mitarbeitenden ergeben.

Entsprechend der Vorgaben des Landespersonalvertretungsgesetzes des Landes Rheinland-Pfalz ist die Beteiligung und Mitbestimmung der Beschäftigten gewährleistet. Die Sicherheit am Arbeitsplatz stellen wir durch die Umsetzung der Vorgaben nach dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) sicher.

Unsere gemeinsam erarbeiteten „Leitlinien für Zusammenarbeit und Führung“ gelten als wichtiger Bestandteil des Leitbilds unserer Sparkasse. Sie greifen konkrete Erwartungen und Verpflichtungen im Hinblick auf Umgang und Kommunikation miteinander, aktive Mitarbeit, das Erreichen gemeinsamer Ziele sowie Förderung und gelebte Vorbildfunktion der Führungskräfte auf.

In unserer Sparkasse legen wir großen Wert auf offene und persönliche Kommunikation. Mit Strategieklausuren, Führungskräfterunden, Personalversammlungen und vielen weiteren Anlässen, schaffen wir, auch hierarchieübergreifend, aktiv Raum für den Austausch und die Einbringung unserer Mitarbeitenden.

In unseren Regelbeurteilungsgesprächen erhalten unsere Mitarbeitenden Feedback und besprechen mit ihrer Führungskraft ihre persönlichen beruflichen Ziele. Mitarbeitende haben dabei auch Gelegenheit, ihrer Führungskraft Rückmeldung über die Zusammenarbeit zu geben.

Darüber hinaus können die Mitarbeitenden über ihre Führungskräfte Verbesserungsvorschläge – auch zu Themen mit Nachhaltigkeitsbezug – einbringen.
 
Über unser Intranet fördern wir eine umfassende und transparente Informationskultur in unserer Sparkasse.

Für eine konkrete Formulierung von Zielwerten mit Nachhaltigkeitsbezug für unsere Mitarbeitenden sehen wir derzeit keine Notwendigkeit.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Für die Sparkasse Trier als öffentlich-rechtliches Kreditinstitut ist die Gleichbehandlung aller Beschäftigten unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion oder Nationalität eine Selbstverständlichkeit. Wir erfüllen die Anforderungen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes umfassend. Auf der Grundlage der geltenden tariflichen Bestimmungen werden Männer und Frauen in der Sparkasse Trier für gleiche Tätigkeiten gleich vergütet.

Die Gehaltsstruktur sowie Arbeitszeiten und Urlaub der Mitarbeitenden sind im TVöD-S grundsätzlich geregelt. Mit leistungsorientierten außertariflichen Bestandteilen in der Vergütung unterstützen wir eine Kultur des "Förderns und Forderns" in unserer Sparkasse. Mit einer betrieblichen Altersversorgung bieten wir unseren Mitarbeitenden eine zusätzliche Absicherung für die Zukunft.

Die Sparkasse Trier bietet ihren Mitarbeitenden vielfältige freiwillige und außertarifliche Leistungen an, die in einem „Katalog soziale Leistungen und betriebliche Übungen“ zusammengefasst sind. Dazu gehören Leistungen wie ein Mittagstisch in der hauseigenen Kantine, Zuwendungen zu Jubiläen, sowie ein Gesundheitsmanagement.

Arbeitssicherheit und Schutz der Gesundheit unserer Mitarbeitenden und Kunden, die sich in unseren Gebäuden, auf Grundstücken oder Parkplätzen bewegen, ist eine wichtige Aufgabe, die die Verhütung von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten, die Erkennung von Gefährdungspotentialen und die Gestaltung eines gesunden, ergonomischen Arbeitsplatzes beinhaltet. Dazu erfolgt in regelmäßigen Abständen in Verbindung mit unserer Betriebsärztin und unter Einbindung des Personalrats die Betriebsbegehung, in der die einzelnen Arbeitsplätze analysiert und bei Bedarf angepasst werden.

Als ein Entwicklungsfeld im Bereich der Gleichstellung sehen wir die Förderung von Frauen in Führungspositionen. 56,6 % unserer Beschäftigten sind Frauen. Die Erhöhung des Anteils von Frauen in Führungspositionen in unserer Sparkasse ist ein erklärtes Ziel. Eine konkrete Zielsetzung ist damit nicht verbunden und bisher auch nicht vorgesehen.

Traditionell unterstützen wir besonders unsere Mitarbeitenden in der Familienphase durch individuelle Arbeitszeitmodelle. Dies zeigt sich in der hohen Teilzeit-Quote von ca. 37,7 %. In den letzten Jahren haben wir als zusätzliche Unterstützung eine Kinderferienbetreuung angeboten. Während der Elternzeit finden regelmäßige Treffen statt und es besteht die Möglichkeit, weiter an Seminaren und Besprechungen teilzunehmen. Im Jahr 2020 konnten diese Angebote wegen der Corona-Pandemie nicht in dem vorherigen Umfang Aufrecht erhalten werden.In den letzten Jahren haben wir als zusätzliche Unterstützung eine Kindernotfallbetreuung und Kinderferienbetreuungen angeboten. Zur finanziellen Unterstützung wird ein Kinderbetreuungskostenzuschuss gewährt.

Während der Corona-Pandemie haben wir unseren Mitarbeitenden verschiedene Möglichkeiten zur Gestaltung ihrer Arbeitszeit und -umgebung angeboten. Dazu gehören flexiblere Arbeitszeiten und der breite Ausbau von mobilen Arbeitsplätzen.

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Wir legen Wert auf gut ausgebildete Mitarbeitende und fördern das lebenslange Lernen. Die Sparkasse Trier bietet in einem umfangreichen Aufstiegsweiterbildungskonzept in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Sparkassen-Finanzgruppe ein breites Spektrum an Weiterbildungsangeboten an. Hierdurch eröffnen wir unseren Mitarbeitenden langfristige berufliche Perspektiven sowohl in den Fach- als auch in den Führungsebenen unseres Hauses.

Wir sind ein anerkannter Ausbildungsbetrieb und bilden fortwährend Nachwuchskräfte aus und entwickeln ihre Fähigkeiten und Kenntnisse kontinuierlich in der Sparkasse weiter. Wir bieten jungen, engagierten Menschen die Chance, in ihrer Heimat Karriere zu machen, und fördern damit den Nachwuchs in der und für die Region. Die Sparkasse Trier bildet derzeit 43 Nachwuchskräfte im Rahmen eines sehr handlungsorientierten und die Selbständigkeit fördernden Ausbildungsmodells aus.

Wir begleiten unsere Mitarbeitenden in allen Lebensphasen und helfen ihre Potenziale zu erkennen und weiterzuentwickeln. Denn nur zufriedene und hervorragend qualifizierte Mitarbeitende sind in der Lage, das hohe Beratungs- und Serviceniveau dauerhaft sicherzustellen.

Auch im Jahr 2020 hat die Sparkasse Trier die Entwicklung und Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden gefördert. Insgesamt wurden rund 2.500 Schulungstage von unseren Mitarbeitenden genutzt. Das Angebot reichte von der Anpassungsweiterbildung mit Seminaren zur fachlichen oder persönlichen Weiterbildung bis zur Aufstiegsweiterbildung mit den Abschlüssen Fachwirt, Betriebswirt, Bachelor oder Master. Deutlich ausgebaut wurde - nicht zuletzt forciert durch die Corona-Pandemie - der Anteil der Online-Veranstaltungen. 

Unser Ziel ist es den Aus- und Weiterbildungsstandstandard unserer Sparkasse auf einem gleichbleibend guten und hohen Niveau zu halten. Dies liegt gleichermaßen im Interesse der Sparkasse und der Mitarbeitenden. Dieses Ziel konnten wir erreichen. Wir bieten dazu unseren Mitarbeitenden regelmäßig individuelle Bildungsmaßnahmen an, fordern aber auch gleichzeitig die Weiterbildung in uns wichtigen Themen wie zum Beispiel der Weiterentwicklung der digitalen Kompetenzen durch die Teilnahme am „Digitalen Führerschein“, einem webbasierten Training.

Unsere Mitarbeitenden schätzen die Sparkasse Trier als verantwortungsbewussten, verlässlichen Arbeitgeber und bleiben dem Haus über viele Jahre hinweg treu verbunden. Allein im vergangenen Jahr 2020 haben 28 Mitarbeitende ihr 25. bzw. 40. Dienstjubiläum bei der Sparkasse Trier gefeiert.

Risiken sehen wir in dem zunehmenden Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeitende. Besonders sichtbar wird dies bei der Auswahl geeigneter Auszubildender.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator GRI SRS-403-9: Arbeitsbedingte Verletzungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

Die Punkte c-g des Indikators SRS 403-9 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.


Leistungsindikator GRI SRS-403-10: Arbeitsbedingte Erkrankungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen;
b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen.

Die Punkte c-e des Indikators SRS 403-10 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.

Unfallmeldungen in 2020: 7
Berufskrankheiten: 0
Gesamtzahl der arbeitsbedingten Todesfälle: 0

Leistungsindikator GRI SRS-403-4: Mitarbeiterbeteiligung zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Die berichtende Organisation muss für Angestellte und Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden, folgende Informationen offenlegen:

a. Eine Beschreibung der Verfahren zur Mitarbeiterbeteiligung und Konsultation bei der Entwicklung, Umsetzung und Leistungsbewertung des Managementsystems für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und zur Bereitstellung des Zugriffs auf sowie zur Kommunikation von relevanten Informationen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gegenüber den Mitarbeitern.

b. Wenn es formelle Arbeitgeber-Mitarbeiter-Ausschüsse für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gibt, eine Beschreibung ihrer Zuständigkeiten, der Häufigkeit der Treffen, der Entscheidungsgewalt und, ob und gegebenenfalls warum Mitarbeiter in diesen Ausschüssen nicht vertreten sind.

Die Sparkasse Trier hat eine betriebliche Gesundheitsförderung für ihre Mitarbeitenden integriert. Arbeitsplatzbegehungen werden durch eine Fachkraft für Arbeitssicherheit durchgeführt. Förmliche Vereinbarungen mit Gewerkschaften bestehen nicht.

Die Einbindung der Mitarbeitenden erfolgt über Ausschüsse des Personalrates als Arbeitnehmervertretung.

Die Gesunderhaltung und Gesundheitsförderung der Mitarbeitenden haben in der Sparkasse Trier einen hohen Stellenwert. So umfasst das betriebliche Angebot zahlreiche Maßnahmen zu den Kernbereichen Vorsorgeuntersuchungen (z.B. Tonometrie, Venenchecks, Sehtests, HRV-Messungen) und gemeinsame Aktivitäten (z.B. Stadtradeln oder Firmenläufe). Darüber hinaus erfolgt eine enge betriebsärztliche Betreuung mit regelmäßigen Arbeitsplatzbegehungen, um ergonomisch sinnvolles Arbeiten zu fördern. Weiterhin bietet die Sparkasse Trier zahlreiche Betriebssportgruppen wie z.B. Fußball, Basketball, Ski, Laufen, etc. an, die die Gemeinschaft untereinander fördern und zum Austausch anregen.

Leistungsindikator GRI SRS-404-1 (siehe G4-LA9): Stundenzahl der Aus- und Weiterbildungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. durchschnittliche Stundenzahl, die die Angestellten einer Organisation während des Berichtszeitraums für die Aus- und Weiterbildung aufgewendet haben, aufgeschlüsselt nach:
i. Geschlecht;
ii. Angestelltenkategorie.

Durchschnittlich nehmen die Mitarbeitenden der Sparkasse Trier an 27,80 Stunden (21,72 Stunden Anpassungsweiterbildung, 6,08 Stunden Aufstiegsweiterbildung) Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen teil. Davon entfallen auf die Mitarbeiterinnen 15,86 Stunden (12,39 Stunden Anpassungsweiterbildung, 3,47 Stunden Aufstiegsweiterbildung), auf die Mitarbeiter 11,93 Stunden (9,33 Stunden Anpassungsweiterbildung, 2,60 Stunden Aufstiegsweiterbildung).

Die Sparkasse Trier investierte für die Qualifikation ihrer Mitarbeitenden im Jahr 2020 635,96 Euro pro Vollzeitäquivalent.

Leistungsindikator GRI SRS-405-1: Diversität
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der Personen in den Kontrollorganen einer Organisation in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

b. Prozentsatz der Angestellten pro Angestelltenkategorie in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

Der Verwaltungsrat der Sparkasse Trier hat 21 Mitglieder (Männer: 15 / Frauen: 6)
 
Am 31.12.2020 hat die Sparkasse Trier 753 Mitarbeitende (ohne Auszubildende) beschäftigt, davon 327 männliche (43,4 %) und 426 weibliche (56,6 %). Die Altersstruktur setzte sich 2020 folgendermaßen zusammen:

unter 30 Jahre 11,7 %
30 bis unter 40 Jahre 16,7 %
40 bis unter 50 Jahre 21,1 %
50 bis unter 60 Jahre 34,4 %
60 Jahre und mehr 16,1 %

Die Schwerbehindertenquote zum 31.12.2020 betrug 7,13 %.

Ein „Migrationshintergrund“ ist in unserer Sparkasse nicht definiert. Entsprechende Daten werden nicht erhoben und sind daher nicht auswertbar.

Leistungsindikator GRI SRS-406-1: Diskriminierungsvorfälle
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle während des Berichtszeitraums.

b. Status der Vorfälle und ergriffene Maßnahmen mit Bezug auf die folgenden Punkte:
i. Von der Organisation geprüfter Vorfall;
ii. Umgesetzte Abhilfepläne;
iii. Abhilfepläne, die umgesetzt wurden und deren Ergebnisse im Rahmen eines routinemäßigen internen Managementprüfverfahrens bewertet wurden;
iv. Vorfall ist nicht mehr Gegenstand einer Maßnahme oder Klage.

Die Sparkasse Trier legt als öffentlich-rechtliches Kreditinstitut großen Wert auf die Gleichbehandlung ihrer Kunden und Mitarbeitenden unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Nationalität oder Religion. Die proaktive Vermeidung von Diskriminierungsvorfällen gehört zum Selbstverständnis der Sparkasse Trier.

Es sind keine Diskriminierungsfälle bekannt.

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Für die Sparkasse Trier gehört die Achtung der Menschenrechte zu den Grundwerten. Zwangs- oder Kinderarbeit lehnen wir entschieden ab. Wir vermeiden es aus unserem Selbstverständnis, mit entsprechenden Unternehmen zusammenzuarbeiten. Ein konkretes Konzept für die Überprüfung der Achtung der Menschenrechte haben wir nicht, da wir weder in unserem Geschäftsbetrieb, noch in unseren Geschäftsbeziehungen, Produkten oder Dienstleistungen wesentliche Risiken sehen. Daher sehen wir derzeit keine Notwendigkeit darin ein Konzept zu erstellen und eine Risikoanalyse durchzuführen. Konkrete Ziele halten wir ebenfalls für nicht erforderlich.

In unserem Kerngeschäft fokussieren wir uns auf Kunden aus unserer Region, die somit den geltenden deutschen und europäischen Gesetzen und Rechtsnormen unterliegen. Wir unterstellen deshalb, dass auch von unseren Kunden die Menschenrechte geachtet werden.

Als gemeinwohlorientiertes, öffentlich-rechtliches Kreditinstitut unterliegen wir den Tarifbestimmungen des öffentlichen Dienstes und den deutschen Arbeitsgesetzen, so dass in unserer wesentlichen Geschäftstätigkeit kein Risiko von Menschenrechtsverletzungen besteht.

Unser Einkauf von Büro- und Werbematerial erfolgt nahezu ausschließlich über die Sparkassen Einkaufsgesellschaft (SEG). Die SEG garantiert eine nachhaltige Beschaffung und die Einhaltung eines Verhaltens-Kodex für ihre Lieferanten.

Wir vergeben Aufträge vornehmlich an ortsansässige kleine und mittlere Unternehmen. Bei der Vergabe verpflichtet sich die Sparkasse, die von ihr beauftragten Unterauftragnehmer auf die Einhaltung des Mindestlohngesetzes (MiLoG) zu verpflichten. Das gilt insbesondere für unsere permanenten Dienstleister für die Gebäudereinigung und die Werttransporte.

Wir können nicht zu 100 % ausschließen, dass in unseren technischen Geräten Materialien aus Ländern eingesetzt werden, in denen diese nicht unter akzeptablen Bedingungen hergestellt werden.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator GRI SRS-412-3: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Investitionsvereinbarungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der erheblichen Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder auf Menschenrechtsaspekte geprüft wurden.

b. Die verwendete Definition für „erhebliche Investitionsvereinbarungen“.

Für unsere Eigenanlagen haben wir im Jahr 2020 ein Nachhaltigkeitsscreening durchgeführt. Im Leistungsindikator G4-FS11 (siehe Kriterium 10) berichten wir darüber.

Dieser Indikator wird nicht gemessen, da im Rahmen der Geschäftstätigkeit der Sparkasse Trier keine Gefahr des Verstoßes gegen die Menschenrechte besteht.

Leistungsindikator GRI SRS-412-1: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, an denen eine Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt wurde, aufgeschlüsselt nach Ländern.

Alle Standorte der Sparkasse Trier befinden sich in der Stadt Trier oder dem Landkreis Trier-Saarburg. Eine Prüfung ist daher nicht vorgesehen.

Leistungsindikator GRI SRS-414-1: Auf soziale Aspekte geprüfte, neue Lieferanten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der neuen Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien bewertet wurden.

Wie in Kriterium 17 beschrieben, vergeben wir Aufträge vorwiegend an Unternehmen aus der Region, aus Deutschland oder dem benachbarten Ausland. Sie verpflichten sich, die deutschen Rechtsnormen einzuhalten. Die Zahl wird nicht erhoben, da keine Gefahr des Verstoßes gegen Menschenrechte besteht.

Leistungsindikator GRI SRS-414-2: Soziale Auswirkungen in der Lieferkette
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Zahl der Lieferanten, die auf soziale Auswirkungen überprüft wurden.

b. Zahl der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen ermittelt wurden.

c. Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen, die in der Lieferkette ermittelt wurden.

d. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt und infolge der Bewertung Verbesserungen vereinbart wurden.

e. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt wurden und infolgedessen die Geschäftsbeziehung beendet wurde, sowie Gründe für diese Entscheidung.

Dieser Indikator wird nicht erhoben. Im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit besteht keine Gefahr des Verstoßes gegen Menschenrechte.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Die Sparkasse Trier sichert die Versorgung der Region mit geld- und kreditwirtschaftlichen Leistungen und stärkt den Wettbewerb im Kreditgewerbe. Sie leistet einen wesentlichen Beitrag für die Entwicklung der Region, indem sie niemanden von dem Zugang zu Bankgeschäften ausschließt, die allgemeine Vermögensbildung fördert und Steuer- und Gehaltszahlungen leistet. Damit verbleiben die Erträge der lokalen Wirtschaft in der Region, eine zentrale Voraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung vor Ort. Wir beraten unsere Kunden, um wesentliche soziale Risiken, etwa Altersarmut, abzusichern.

Als Sparkasse ist uns das Wohl der Menschen eine echte Herzensangelegenheit. Unseren wirtschaftlichen Erfolg teilen wir daher mit denen, die ihn ermöglicht haben: den Bürgerinnen und Bürgern des Landkreises Trier-Saarburg und der Stadt Trier. Aus Überzeugung und mit Leidenschaft fördern wir große und kleine Aktivitäten, Einrichtungen und Projekte aus den Bereichen Soziales, Gesundheit, Umweltschutz, Kultur, Sport, Jugend, Schulen, Forschung und Bildung. Ausschlaggebend ist dabei nicht der Bekanntheitsgrad eines Projekts. Denn die Sparkasse Trier fördert auch Nischenkultur und hilft dabei, neue und innovative Ideen zu etablieren.

Ein konkretes Konzept für die Vergabe unserer Spenden haben wir nicht definiert. Grundsätzlich sind wir offen für jedwede Förderung in den unterschiedlichsten Bereichen, so dass wir alle an uns gerichteten Anfragen sichten, bewerten und beantworten. Die angemessene und ausgewogene Vergabe unserer Spenden gewährleisten die jeweils zuständigen Gremien und Kuratorien. Wesentliche Risiken sehen wir deshalb nicht, da wir zum Thema Gemeinwesen ausschließlich einen positiven Beitrag leisten. Daher sehen wir derzeit keine Notwendigkeit darin eine Risikoanalyse durchzuführen.

Wir wissen, dass unsere Mitarbeitenden in vielen Bereichen ehrenamtlich aktiv sind, z.B. in der Kommunalpolitik, im Feuerwehrwesen oder in den unterschiedlichsten Vereinen. Dieses ehrenamtliche Engagement wird ausdrücklich begrüßt und unterstützt, ohne dass wir darüber Buch führen wollen und daher keine Zahlen hierzu erheben.

Über unser regionales Engagement hinaus sind wir Mitglied bei der Sparkassenstiftung für internationale Kooperation e.V. und kommen somit unserer globalen Verantwortung nach.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator GRI SRS-201-1: Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. den zeitanteilig abgegrenzten, unmittelbar erzeugten und ausgeschütteten wirtschaftlichen Wert, einschließlich der grundlegenden Komponenten der globalen Tätigkeiten der Organisation, wie nachfolgend aufgeführt. Werden Daten als Einnahmen‑Ausgaben‑Rechnung dargestellt, muss zusätzlich zur Offenlegung folgender grundlegender Komponenten auch die Begründung für diese Entscheidung offengelegt werden:
i. unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert: Erlöse;
ii. ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert: Betriebskosten, Löhne und Leistungen für Angestellte, Zahlungen an Kapitalgeber, nach Ländern aufgeschlüsselte Zahlungen an den Staat und Investitionen auf kommunaler Ebene;
iii. beibehaltener wirtschaftlicher Wert: „unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert“ abzüglich des „ausgeschütteten wirtschaftlichen Werts“.

b. Der erzeugte und ausgeschüttete wirtschaftliche Wert muss getrennt auf nationaler, regionaler oder Marktebene angegeben werden, wo dies von Bedeutung ist, und es müssen die Kriterien, die für die Bestimmung der Bedeutsamkeit angewandt wurden, genannt werden.

Vorläufige Kennzahlen des Geschäftsjahres 2020 zum 31.12.2020:

Geschäftsvolumen: 5.259 Mio. EUR
Bilanzsumme: 5.189 Mio. EUR
Gesamteinlagen (Mittelaufkommen von Kunden): 3.967 Mio. EUR
Kundenkreditvolumen: 3.993 Mio. EUR

Beitrag zum Gemeinwesen zum 31.12.2020:
 
Ertragsabhängige Steuerzahlungen: 9,9 Mio. Euro
Löhne und Gehälter: 37,7 Mio. Euro
Stiftung, Spenden, Sponsoring, Zweckerträge: 1,37 Mio. Euro

Die Sparkasse Trier pflegt und fördert eine lebendige Stiftungskultur. Direkt, aber auch indirekt über die Kulturstiftung, die Jugend- und Sportstiftung, die Stiftung Partner für Schulen und die Umweltstiftung tragen wir dazu bei, Werte dauerhaft zu erhalten und die Zukunft unseres gesellschaftlichen Umfelds zu gestalten.

Stiftungsvermögen zum 31.12.2020
Jugend- und Sportstiftung: 3,30 Mio. EUR
Umweltstiftung: 2,35 Mio. EUR
Partner für Schulen: 4,50 Mio. EUR
Kulturstiftung: 7,00 Mio. EUR

Auch wenn in der Corona-Krise viele Veranstaltungen ausgefallen sind und das kulturelle Leben stark eingeschränkt war, wurden im Jahr 2020 durch die Sparkasse Trier über eigene Stiftungen, Spenden und Sponsoring rd. 600 Projekte mit einem Fördervolumen von rund 1,4 Mio. Euro unterstützt.

Spenden und Sponsoring 2020
Soziales 424,0 TEUR
Kultur/Denkmalpflege 403,3 TEUR
Umwelt u. Tierschutz 15,1 TEUR
Sport 186,4 TEUR
Forschung/Wissenschaft 48,8 TEUR
Erziehung/Bildung 280,3 TEUR
Sonstiges 13,8 TEUR
Gesamt: 1.371,7 TEUR

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Die Sparkasse Trier lehnt jegliche Form von Korruption und Bestechung ab. Dafür haben wir umfassende Compliance-Regeln, welche den gesetzlichen Ansprüchen genügen. Unter Kriterium 20 sind die Maßnahmen konkretisiert.

Auf Grund der gestiegenen Anforderungen an die aufsichtsrechtlichen Beauftragtenfunktionen, haben wir die Aufgaben sämtlicher Beauftragten in einer Organisationseinheit „Beauftragtenwesen“ gebündelt. Der Leiter dieser Organisationseinheit nimmt die Funktion des Compliance-Beauftragten nach MaRisk wahr.

Die Compliance-Funktion nach MaRisk umfasst im Rahmen eines Gesamtcompliance verschiedene Rechtsbereiche. Hierunter sind alle gesetzlich vorgeschriebenen und aufsichtsrechtlich geforderten sowie freiwilligen Maßnahmen zur Einhaltung rechtlicher Regelungen und Vorgaben zu verstehen.

Die Überwachung der Compliance-Regeln durch den Vorstand erfolgt anhand der Berichterstattung der internen und externen Revision sowie der jährlichen und ggf. anlassbezogenen Berichterstattung des Compliance Beauftragten. Bestandteil der Berichterstattung ist stets eine interne Risikoanalyse, insbesondere auch hinsichtlich der implementierten Verfahren.

Die Sparkasse Trier ist Mitglied des Sparkassenverbandes Rheinland-Pfalz (SVRP). Der SVRP gehört wie die anderen regionalen Sparkassen- und Giroverbände zu den Trägern des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV). Der DSGV nimmt die Interessen der Sparkassen-Finanzgruppe in bankpolitischen, kreditwirtschaftlichen und aufsichtsrechtlichen Fragen gegenüber den Institutionen des Bundes und der Europäischen Union wahr. Der DSGV organisiert die Willensbildung innerhalb der Sparkassenorganisation.

Die Grundlagen des Sparkassenwesens werden durch den Gesetzgeber in Form des Sparkassengesetzes geregelt. Daneben gelten die gesetzlichen Regelungen, denen alle Kreditinstitute unterworfen sind (KWG, WpHG, GWG, etc.).

Die Sparkasse Trier ist traditionell in der Region verwurzelt und fördert kontinuierlich die Entwicklung von Wirtschaft, Gesellschaft und Lebensqualität in der Stadt Trier und dem Landkreis Trier-Saarburg. In diesem Zusammenhang ist die Sparkasse Mitglied in verschiedenen regionalen Vereinigungen wie z.B. Fördervereinen zur Förderung von Gewerbe, Tourismus oder Kultur. Ein politisches Engagement durch die Sparkasse Trier erfolgt nicht.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator GRI SRS-415-1: Parteispenden
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Monetären Gesamtwert der Parteispenden in Form von finanziellen Beiträgen und Sachzuwendungen, die direkt oder indirekt von der Organisation geleistet wurden, nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

b. Gegebenenfalls wie der monetäre Wert von Sachzuwendungen geschätzt wurde.

Es wurden im Berichtsjahr keine Parteispenden getätigt.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Die Sparkasse Trier hat das Ziel, alle sie betreffenden rechtlichen Anforderungen einzuhalten. Das sind insbesondere die allgemein geltenden Regelungen für Kreditinstitute, sowie die besonderen Regelungen des Sparkassenrechtes.

Wir erwarten von unseren Mitarbeitenden, dass sie stets rechtskonform handeln, d. h. dass sie sowohl externe als auch interne Regeln und Gesetze befolgen. Für die Beschäftigungsverhältnisse gelten die in der Dienstanweisung für Mitarbeiter erlassenen Bestimmungen.

Die Sparkasse verfügt entsprechend gesetzlicher/aufsichtsrechtlicher Vorgaben über die relevanten Richtlinien, insbesondere zu MaRisk-Compliance, Wertpapier-Compliance, Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, sonstigen strafbare Handlungen sowie Datenschutz und Informationssicherheit. Regelungen für die Annahme von Geschenken sind Bestandteil der Dienstanweisung für Mitarbeiter.

Eine Sensibilisierung der Mitarbeitenden zu diesen Themen erfolgt im Rahmen der regelmäßigen Schulungen wie z. B. zu den Themen Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und sonstige strafbare Handlungen.

Für die Überwachung der Vorgaben sind in der Sparkasse Trier arbeitsteilig entsprechend den aufsichtsrechtlichen/gesetzlichen Vorgaben unmittelbar vom Vorstand bestellte Beauftragte verantwortlich. Dies sind:
Sie sind unabhängig vom operativen Geschäft und haben umfassende Befugnisse, sowie einen Zugang zu Informationen im erforderlichen Umfang.

Die Beauftragten stellen durch Vorkehrungen und mit Gegenmaßnahmen sicher, dass die Sparkasse im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben handelt. Eine regelmäßige Bestandsaufnahme und Bewertung der von der Sparkasse zu beachtenden rechtlichen Regelungen und Vorgaben ermöglicht eine Identifizierung und Aktualisierung von möglichen Compliance-Risiken.

Bei der Umsetzung der relevanten Vorgaben wird nach Möglichkeit die Verbund-Compliance-Struktur der deutschen Sparkassenorganisation genutzt.

Durch regelmäßige Prüfungshandlungen anhand von Kontrollplänen wird die dauerhafte Einhaltung der Compliance-Richtlinien in der gesamten Sparkasse sichergestellt.

Die Beauftragten erstatten regelmäßig oder auch anlassbezogen Bericht an den Vorstand. Die Informationen werden an die Revision und, soweit aufsichtsrechtlich/gesetzlich vorgeschrieben, an den Verwaltungsrat weitergeleitet.

Um Compliance-Verstöße zu vermeiden, sind alle Mitarbeitenden aufgefordert, sich mit ihren Fragen und Hinweisen an ihre Führungskräfte, Fachbereiche, den Geldwäschebeauftragten oder die Compliance-Beauftragten zu wenden. Damit Unregelmäßigkeiten früh erkannt werden können, geben wir unseren Mitarbeitenden die Möglichkeit, diese vertraulich dem Geldwäschebeauftragten, der gleichzeitig als zentrale Stelle fungiert, anzuzeigen (sog. Hinweisgebersystem).

Im Rahmen der internen und externen Prüfungen wurde im Berichtsjahr festgestellt, dass die von der Sparkasse Trier eingerichteten Sicherungssysteme angemessen und wirksam sind. Es wurden keine Maßnahmen gegen die Sparkasse Trier eingeleitet oder Sanktionen verhängt.

Durch die Vielzahl von präventiven Maßnahmen und durch die durchgeführten Prüfungshandlungen wurden im Berichtsjahr keine wesentlichen Risiken in Bezug auf Compliance festgestellt, die sich aus der Geschäftstätigkeit, aus den Geschäftsbeziehungen und aus Produkten und Dienstleistungen ergeben und negative Auswirkungen auf die Bekämpfung von Korruption und Bestechung haben.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator GRI SRS-205-1: Auf Korruptionsrisiken geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden.

b. Erhebliche Korruptionsrisiken, die im Rahmen der Risikobewertung ermittelt wurden.

Die Überwachung von Korruptionsrisiken erfolgt durch die jeweils zuständigen Beauftragten. Sie haben umfangreiche Vorkehrungen zur Vermeidung von Korruption getroffen und führen regelmäßig entsprechende Risikoanalysen durch. Das entsprechende System deckt alle Mitarbeitenden der Sparkasse Trier ab.

Es wurden keine erheblichen Korruptionsrisiken festgestellt.

Leistungsindikator GRI SRS-205-3: Korruptionsvorfälle
Die berichtende Organisation muss über folgende Informationen berichten:

a. Gesamtzahl und Art der bestätigten Korruptionsvorfälle.

b. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Angestellte aufgrund von Korruption entlassen oder abgemahnt wurden.

c. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Verträge mit Geschäftspartnern aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption gekündigt oder nicht verlängert wurden.

d. Öffentliche rechtliche Verfahren im Zusammenhang mit Korruption, die im Berichtszeitraum gegen die Organisation oder deren Angestellte eingeleitet wurden, sowie die Ergebnisse dieser Verfahren.

Keine Korruptionsfälle in 2020 vorhanden.

Leistungsindikator GRI SRS-419-1: Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich, und zwar:
i. Gesamtgeldwert erheblicher Bußgelder;
ii. Gesamtanzahl nicht-monetärer Sanktionen;
iii. Fälle, die im Rahmen von Streitbeilegungsverfahren vorgebracht wurden.

b. Wenn die Organisation keinen Fall von Nichteinhaltung der Gesetze und/oder Vorschriften ermittelt hat, reicht eine kurze Erklärung über diese Tatsache aus.

c. Der Kontext, in dem erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen auferlegt wurden.

2020 sind keine Bußgelder oder nicht-monetäre Sanktionen verhängt worden.