14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Die Arbeit im Hause Metzler soll für das Unternehmen und die Gesellschaft einen gemeinsamen Nutzen schaffen. Die Beziehungen intern sowie extern beruhen auf Partnerschaft und Langfristigkeit sowie auf einem gemeinsamen hohen Qualitäts- und Leistungsverständnis.
Metzler beschäftigt die Mehrzahl seiner Mitarbeiter in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU). Als Unternehmen mit Hauptgeschäftssitz in Deutschland ist Metzler somit an die Vorgaben, Gesetze und Regelungen der EU gebunden. Die Mitgliedsstaaten der EU haben die Menschenrechtsstandards der United Nations (UN) und die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) bereits in entsprechenden Gesetzen verankert. Arbeitsrechte einzuhalten ist ein Grundsatz. Auf Grund dessen liegt kein eigenes Konzept zu Arbeitnehmerrechten vor. Es wurden keine marktunüblichen Risiken identifiziert in Bezug auf Arbeitnehmerbelange, die mit der Geschäftstätigkeit als Finanzdienstleister verknüpft sind.
Grundsätzlich dient der Verhaltenskodex als interne Richtlinie für alle Metzler Gesellschaften im Inland und im Ausland. Dieser Kodex beinhaltet unser Wertesystem, welches auf Unabhängigkeit, Unternehmergeist und Menschlichkeit beruht. Insbesondere der Wert "Menschlichkeit" steht für die Zusammenarbeit im Unternehmen durch eine partnerschaftliche Haltung. Hierzu gehören neben Kreativität auch Teamgeist und Kooperationsbereitschaft. Der Mitarbeiter kennt nicht nur seine Rechte, sondern auch seine Pflichten und damit seine Verantwortung. Menschlichkeit heißt ferner, diesen Unternehmenswert auch zu leben und als Vorgesetzter Vorbild zu sein.

Metzler steht bei allen mitbestimmungsrelevanten Themen in einem regelmäßigen konstruktiven Dialog mit den Vertretern der Arbeitnehmer. Um einen ausgewogenen Konsens zu Themen sicherzustellen, die einen hohen Stellenwert für die Geschäftstätigkeit des Unternehmens haben, misst Metzler entsprechenden Verhandlungen und Regelungen eine große Bedeutung bei.
Des Weiteren nutzt Metzler verschiedene interne Kommunikationskanäle, um Mitarbeiter auch in die Weiterentwicklung diverser Nachhaltigkeitsaspekte einbinden zu können. Hierzu zählt vorrangig Metzlers Mail-Inbox zu Nachhaltigkeit (Nachhaltigkeit@metzler.com). Hierüber werden nicht nur externe Anfragen gesteuert, sondern auch interne Anregungen, Maßnahmen und News bearbeitet und verteilt. Zudem haben Mitarbeiter auch jederzeit die Möglichkeit, Vorschläge und Ideen auf der internen Plattform von Metzler qwer denken (MQD) einzustellen, zu präsentieren und/oder direkt umzusetzen. Hinter MQD stehen Mitarbeiter aus verschiedenen Geschäftsbereichen, die interdisziplinär zusammenarbeiten. Metzler qwer denken ist als offene Austausch-Plattform konzipiert, die dabei hilft nachhaltige Ideen zu identifizieren und pragmatisch umzusetzen.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Angesichts sich immer schneller verändernder Anforderungen in der Branche, an den Kapitalmärkten sowie in der Gesellschaft ist für Metzler ein erklärtes Ziel, dass Mitarbeiter bis zum Renteneintritt für das Unternehmen tätig sein können. Das bedeutet, innerhalb der Belegschaft ein Gleichgewicht zwischen Erfahrungen und neuen Ideen, zwischen Alt und Jung sowie Frauen und Männern zu gewährleisten. Damit trägt Metzler nicht nur dem Diversity-Gedanken Rechnung, sondern fördert gleichzeitig einen kontinuierlichen Wissenstransfer zwischen den Mitarbeitergenerationen. Schlussendlich wird somit die für Metzler so typische Flexibilität gefördert, womit der Fortbestand des Unternehmens über Generationen bis heute gesichert worden ist. In 2018 lag beispielsweise die Betriebszugehörigkeit bei Metzler im operativen Geschäft bei rund 11 Jahre mit einem Durchschnittsalter von rund 45 Jahren.

Metzler zeichnet sich durch eine besondere Sensibilität hinsichtlich jeglicher Art von Diskriminierung im Unternehmen aus. Dementsprechend fördern wir in unserem Unternehmen eine Kultur der Offenheit, der Ehrlichkeit, der Toleranz und der Vielfalt. Mitarbeiter, die sich diskriminiert oder gemobbt fühlen, können das Angebot von unserem extern bestellten Ombudsmann in Anspruch nehmen (siehe Kriterium 16, Leistungsindikator GRI SRS-406-1).

Höchste Priorität beim Gestalten der Vergütungssystematik hat, Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden sowie Risiken zu vermeiden. Als Teil der Geschäfts- und Risikostrategie ist Die Vergütungssystematik, im Einklang mit der Unternehmenskultur, langfristig ausgerichtet.

Details zu unserer Vergütungssystematik veröffentlichen wir auf unserer Homepage: www.metzler.com/de/metzler/bankhaus/rechtliche-hinweise-compliance/verguetungssystematik.

Das Metzler-Benefit-Programm bietet den Mitarbeitern eine Reihe von Vorteilen in puncto Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Gesundheit, Service und Weiterbildung. Ziel ist dabei, Metzlers Attraktivität als Arbeitgeber zu erhalten und weiter zu erhöhen. Daher überprüfen wir das Programm in regelmäßigen Abständen, passen es an die sich veränderten Bedürfnisse der Mitarbeiter und an die demografische Entwicklung an.


16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Metzlers Anspruch ist ein gesundes, vertrauensvolles, sicheres und integratives Arbeitsumfeld zu bieten, das Know-how der Mitarbeiter zu fördern und in den Dienst der wertorientierten Gesamtbankstrategie zu stellen. Der demografische Wandel und die damit einhergehenden veränderten Bedürfnisse der Mitarbeiter sind sicherlich eine der größten Herausforderungen für die Personalarbeit der kommenden Jahre. Daraus ergibt sich unter anderem ein Risiko zum Verlust des Wissenstransfers. Derzeit planen wir das Thema Wissenstransfer zu fördern, da es in den nächsten Jahren eine immer wichtigere Rolle für Metzler spielen wird. Aktuell verteilt sich bereits viel explizites Wissen bei Metzler auf unterschiedlichen Plattformen. 

Darüber hinaus umfasst ein strategisches Personalmanagement bei Metzler alle Tätigkeiten, die den Ausbau, die Pflege und die Nutzung von mitarbeiterbezogenen Erfolgspotenzialen des gesamten Unternehmens unterstützen. Diese Tätigkeiten sind eng mit den strategischen Zielen des Unternehmens verknüpft. Metzler verfolgt unter anderem folgende Ziele in der Personalarbeit:
1. Geeignete Personalinstrumente finden, die den Wirtschaftserfolg sichern.
2. Führungskräfte beim Tagesgeschäft und in der Zukunftsgestaltung unterstützen.
3. Qualifiziertes Personal auch zukünftig gewinnen und langfristig an das Unternehmen binden.

Grundsätzlich bietet Metzler flexible Arbeitszeitmodelle, eine faire Entlohnung und vielfältige Arbeitsmöglichkeiten. Darüber hinaus erhalten unsere Mitarbeiter unabhängig von der Betriebszugehörigkeit Zusatzleistungen wie vermögenswirksame Leistungen, ein Jobticket und eine gesunde, regionale Ernährung durch eine subventionierte Kantine.

Die Enttäuschung vieler Menschen über das Geschäftsgebaren von Unternehmen generell hat dazu geführt, dass sogenannte weiche Faktoren wie Unternehmenskultur, Familienfreundlichkeit, Flexibilität und Weiterbildungsmöglichkeiten eine immer größere Rolle bei der Wahl des Arbeitgebers spielen. Metzler hat sich früh auf diese Entwicklung eingestellt und versucht auf Grundlage der Unternehmenswerte (siehe Kriterium 7, Leistungsindikator GRI SRS-102-16: Werte) stets die passenden Schwerpunkte in der Personalstrategie zu setzen:
1. Wir prüfen kontinuierlich, ob die eingesetzten Personalinstrumente auch den zu erwartenden neuen Anforderungen entsprechen. Die Ablauforganisation des Personalbereichs ist bereits vor einigen Jahren - auch unter dem Gesichtspunkt der Kosteneffizienz - geprüft und weiter optimiert worden.
2. Zum anderen haben wir neue Personalinstrumente geschaffen. So führte Metzler beispielsweise im Jahr 2009 das Metzler-Benefit-Programm ein, mit dem die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, aber auch die körperliche, geistige und seelische Gesundheit der Mitarbeiter gefördert werden soll. Zudem ergänzten wir im Jahr 2009 die betriebliche Altersversorgung der Gesamtbank durch Regelungen zum Versorgungsausgleich. Und in den Jahren 2010 und 2011 überarbeiteten wir das alte Zielvereinbarungssystem und ersetzten es durch einen neuen Metzler-FührungsNavigator.





Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator GRI SRS-403-9: Arbeitsbedingte Verletzungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

Die Punkte c-g des Indikators SRS 403-9 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.


Leistungsindikator GRI SRS-403-10: Arbeitsbedingte Erkrankungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen;
b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen.

Die Punkte c-e des Indikators SRS 403-10 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.

Die Krankenquote der Metzler-Gruppe Inland lag 2018 bei  4,9 % und die Abwesenheitsquote lag bei 14 %. Metzler erhebt keine Kennzahlen, mithilfe derer sich die Art der Verletzungen und/oder die Rate der Verletzungen beziffert lässt. Im Berichtsjahr ereigneten sich kein arbeitsbedingter Unfall mit Todesfolge sowie keine dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen.

Leistungsindikator GRI SRS-403-4: Mitarbeiterbeteiligung zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Die berichtende Organisation muss für Angestellte und Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden, folgende Informationen offenlegen:

a. Eine Beschreibung der Verfahren zur Mitarbeiterbeteiligung und Konsultation bei der Entwicklung, Umsetzung und Leistungsbewertung des Managementsystems für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und zur Bereitstellung des Zugriffs auf sowie zur Kommunikation von relevanten Informationen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gegenüber den Mitarbeitern.

b. Wenn es formelle Arbeitgeber-Mitarbeiter-Ausschüsse für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gibt, eine Beschreibung ihrer Zuständigkeiten, der Häufigkeit der Treffen, der Entscheidungsgewalt und, ob und gegebenenfalls warum Mitarbeiter in diesen Ausschüssen nicht vertreten sind.

Als Mitglied im Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes sind auch Metzlers Interessen gegenüber Gewerkschaften vertreten. Beide Parteien stehen im regelmäßigen Austausch, zum Beispiel hinsichtlich der gemeinsamen Erklärung zum betrieblichen Gesundheitsschutz im Bankgewerbe. Alle Ergebnisse und Vereinbarungen finden sich in den Broschüren zu den aktuellen Tarifverträgen für das private Bankgewerbe und für die öffentlichen Banken.
Metzler hat darüber hinaus keine weiteren Vereinbarungen mit Gewerkschaften getroffen.

Leistungsindikator GRI SRS-404-1 (siehe G4-LA9): Stundenzahl der Aus- und Weiterbildungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. durchschnittliche Stundenzahl, die die Angestellten einer Organisation während des Berichtszeitraums für die Aus- und Weiterbildung aufgewendet haben, aufgeschlüsselt nach:
i. Geschlecht;
ii. Angestelltenkategorie.

Wir erfassen die Stunden für Aus- und Weiterbildung nicht aufgeschlüsselt nach Mitarbeiterkategorien, weil sie für Metzlers Gesamttätigkeit in der Aus- und Weiterbildung nicht steuerungsrelevant sind.
Metzler bietet Aus- und Weiterbildungen je nach Bedarf der Mitarbeiter an.
Die folgenden Kennzahlen beziehen sich ausschließlich auf die Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern (ausgehend von durchschnittlich ca. 850 Mitarbeitern im Jahr 2018) aus dem operativen Geschäft:
1. Die Anzahl berufsbedingter Weiterbildungen betrug 2018 durchschnittlich 15 %.
2. Zudem beschäftigte Metzler im Berichtsjahr durchschnittlich 4 Trainees.

Leistungsindikator GRI SRS-405-1: Diversität
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der Personen in den Kontrollorganen einer Organisation in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

b. Prozentsatz der Angestellten pro Angestelltenkategorie in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

Unsere Kontrollorgane setzen sich in erster Instanz aus dem Bereich Compliance, dann dem Bereich Revision und in letzter Instanz dem Aufsichtsrat zusammen. Im Folgenden werden allgemeine Zielgrößen genannt, die sich neben den Kontrollorganen auch auf unsere weiteren Mitarbeiter beziehen. Die  Geschäftsleitung hat die Zielgrößen für die Frauenanteile und für die Dauer von fünf Jahren auf der Bereichsleiter/Geschäftsführerebene auf 11 % und für die Abteilungsleiterebene auf 30 % festgelegt.
Die Betriebszugehörigkeit bei Metzler beträgt im operativen Geschäft derzeit rund 11 Jahre mit einem Durchschnittsalter von rund 45 Jahren. Außerdem arbeiten im Berichtsjahr 2018 durchschnittlich 64 % Frauen in Vollzeit sowie durchschnittlich 94 % Männer in Vollzeit.

Leistungsindikator GRI SRS-406-1: Diskriminierungsvorfälle
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle während des Berichtszeitraums.

b. Status der Vorfälle und ergriffene Maßnahmen mit Bezug auf die folgenden Punkte:
i. Von der Organisation geprüfter Vorfall;
ii. Umgesetzte Abhilfepläne;
iii. Abhilfepläne, die umgesetzt wurden und deren Ergebnisse im Rahmen eines routinemäßigen internen Managementprüfverfahrens bewertet wurden;
iv. Vorfall ist nicht mehr Gegenstand einer Maßnahme oder Klage.

Für das Berichtsjahr 2018 sind keine Diskriminierungsvorfälle bekannt.
Mitarbeiter, die sich diskriminiert oder gemobbt fühlen, können das Angebot von unserem extern bestellten Ombudsmann in Anspruch nehmen. Der Ombudsmann ist als Rechtsanwalt zur Verschwiegenheit verpflichtet und gibt Informationen nur dann und stets in anonymisierter Form weiter, wenn meldende Mitarbeiter dies ausdrücklich erlaubt haben. Er steht als objektiver Ansprechpartner und Diskussionspartner bei Hinweisen und Schwierigkeiten zum Arbeitsumfeld zur Verfügung.
Des Weiteren können Führungskräfte und Mitarbeiter der Betriebsvereinbarung Informationen zu einem fairen Verhalten am Arbeitsplatz entnehmen.

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Metzler pflegt seine Unabhängigkeit, auch um sich die Gestaltungsfreiheit zu erhalten. Metzler kultiviert den Unternehmergeist, der uns flexibel und leistungsstark sein lässt. Und, selbstverständlich legt Metzler höchsten Wert auf Menschlichkeit- nicht nur innerhalb der Gesamtbank im täglichen Umgang miteinander, mit Kunden und Dienstleistern, sondern auch außerhalb des Unternehmens als gemeinsam gelebte Verantwortung. Durch die Selbstverpflichtung, in jeder Situation konsequent werteorientiert zu handeln, kann sich eine angestrebte Kultur erst etablieren, und Werte entfalten sich nachhaltig. Unser Verhaltenskodex basiert auf den zuvor genannten Unternehmenswerten, die Kern unseres Selbstverständnisses und unserer Firmenkultur sind. Der Kodex dient als internes Konzept und enthält damit die wichtigsten Richtlinien für unser unternehmerisches Handeln. Sie stehen für unser Verständnis von einer verantwortungsvollen Unternehmensführung, guten Kundenbeziehungen und einem fairen Umgang der Mitarbeiter untereinander.

Als Unternehmen mit Sitz in Deutschland ist Metzler an die Vorgaben, Gesetze und Regelungen der Europäischen Union gebunden. Metzler bekennt sich ausdrücklich zur Achtung der Menschenrechte im Sinne der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation  (ILO). Aufgrund der Geschäftstätigkeit, als Finanzinstitut, kann für Metzler unter anderem das Risiko zur Zwangs- und Kinderarbeit für die eigenen Mitarbeiter ausgeschlossen werden. Spezifische Risiken, die für Metzler als Finanzdienstleister wesentlich sein können, werden durch verschiedene Kriterien und Kontrollen, beispielsweise bei Eintritt der Mitarbeiter oder durch Anlaufstellen im Haus(Personalabteilung, Ombudsmann-Verfahren) minimiert.

Aufgrund dieser geringen Risikolage sehen wir keine Notwendigkeit, ein separates Konzept zum Thema Menschenrechte zu entwickeln.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator GRI SRS-412-3: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Investitionsvereinbarungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der erheblichen Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder auf Menschenrechtsaspekte geprüft wurden.

b. Die verwendete Definition für „erhebliche Investitionsvereinbarungen“.

Die interne Compliance-Stelle ist konzernweit verantwortlich und behält dabei ebenso Geschäfte der Kunden im Blick, die Menschenrechte verletzen könnten, wie nationale und internationale Gesetzte und Richtlinien, die von der Bank selbst eingehalten werden müssen. Im Detail bedeutet dies, dass die Mitarbeiter der Compliance-Stelle vor allem unter dem Aspekt der Geldwäsche, dem Betrug und der Terrorismusfinanzierung auf die Einhaltung vom Embargos und Sanktionen gegen beispielsweise menschenrechtsverletzende Regime sorgen. Des Weiteren werden Geschäfte und Geschäftsbeziehungen, die in Bezug auf Menschenrechte eine wesentliche Rolle spielen, ausdrücklich untersucht und können unter eine kritische Analyse und Bewertung fallen. Geschäfte, die nicht mit dem Metzler'schen Verständnis zu unternehmerischer Verantwortung vereinbar sind, werden abgelehnt oder Geschäftsbeziehungen werden beendet. Im Berichtsjahr 2018 wurden diesbezüglich keine Geschäftsbeziehungen zu Dienstleistern beendet.

Zu weiteren Inhalten des Indikators GRI SRS-412-3 berichten wir nicht, da er nicht zu den für Metzler wesentlichen Aspekten in der Geschäftsführung gehört.

Leistungsindikator GRI SRS-412-1: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, an denen eine Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt wurde, aufgeschlüsselt nach Ländern.

Wir berichten nicht über den Indikator GRI SRS-412-1, da er nicht zu den für Metzler wesentlichen Aspekten in der Geschäftsführung gehört.

Leistungsindikator GRI SRS-414-1: Auf soziale Aspekte geprüfte, neue Lieferanten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der neuen Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien bewertet wurden.

Wir berichten nicht über den Indikator GRI SRS-414-1, da er nicht zu den für Metzler wesentlichen Aspekten in der Geschäftsführung gehört. Zudem beschäftigt Metzler ausschließlich Dienstleister, die in EU-Ländern ansässig sind. Erfahrungsgemäß ist daher mit keinen Menschenrechtsverstößen zu rechnen  - umso mehr, als in der Europäischen Union Regeln und Gesetze bestehen, die dem Schutz der Menschenrechte dienen und die den Arbeitgeber dazu verpflichten, diese einzuhalten.

Leistungsindikator GRI SRS-414-2: Soziale Auswirkungen in der Lieferkette
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Zahl der Lieferanten, die auf soziale Auswirkungen überprüft wurden.

b. Zahl der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen ermittelt wurden.

c. Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen, die in der Lieferkette ermittelt wurden.

d. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt und infolge der Bewertung Verbesserungen vereinbart wurden.

e. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt wurden und infolgedessen die Geschäftsbeziehung beendet wurde, sowie Gründe für diese Entscheidung.

Metzler löste im Berichtsjahr 2018 keine Verträge mit Dienstleistern wegen Nichteinhaltung von Menschenrechten auf. Ferner besteht kein Risiko in der Lieferkette für Metzler und bewirkt somit keine notwendigen Gegenschritte. Grundsätzlich achtet Metzler auf Langfristigkeit in den Geschäftsbeziehungen, was für einen fairen Umgang miteinander spricht.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Bestandteil des gesellschaftlichen Engagements von Metzler ist insbesondere die Förderung von Kultur, Bildung, Wissenschaft und Sozialwesen in unterschiedlichsten Ausprägungen. Hinter der Metzler-Gruppe steht ein mittelständisches Unternehmen, das eng mit seiner Region verbunden ist, sich in lokalen Vereinen oder sozialen Projekten vor Ort engagiert und so die Lebensqualität der Menschen in der Region erhöht. Die Metzler-Werte: Unabhängigkeit, Unternehmergeist und Menschlichkeit kommen nicht nur im Bankgeschäft zum Tragen, sondern spiegeln sich bis heute gleichermaßen im gesellschaftlichen Engagement wider. Metzlers zum Teil jahrhundertelange Initiativen mündeten 1998 in die Gründung der von dem Konzern unabhängigen Albert und Barbara von Metzler-Stiftung. Metzler verfolgt das bereits langjährige Konzept die Stadt Frankfurt und die umliegende Region tatkräftig und finanziell zu unterstützen. Das Konzept der Stiftung sieht Projekte vor, die langfristige Verbesserungen bringen. Bereits zahlreiche Maßnahmen erzielten wesentliche Erfolge für die Gesellschaft und Umwelt (siehe Beispiele unter "Gesellschaftliches Engagement"). Als Finanzdienstleister fokussiert dabei die Bank Metzler insbesondere das Risiko der Reputation hinsichtlich der gleichnamigen Stiftung. Mithilfe ausgewählter Verfahren und einem internen Kontrollsystem im Reputationsmanagement kann dieses jedoch überwacht und minimiert werden. Die Herkunft der Spendengelder ist breit gestreut. Daher sehen wir keine Risiken.
Die hier dargestellte Gesamtkonzeption wird jährlich im Hinblick auf ihre Wirksamkeit überprüft und über interne (Prüf-)Prozesse sichergestellt.

Gesellschaftliches Engagement
Friedrich von Metzler erhält im September 2004 die Ehrenbürgerwürde. Mit dieser höchsten städtischen Auszeichnung ehrt die Stadt einen der bedeutendsten zeitgenössischen Förderer von Kunst und Kultur und würdigt sein soziales Engagement in Frankfurt am Main. 2017 erhielt Friedrich von Metzler den Deutschen Gründerpreis für sein Lebenswerk.
Förderschwerpunkt der Albert und Barbara von Metzler-Stiftung liegt auf der Bildung und der Erziehung von Kindern und Jugendlichen - in erster Linie beim Erlernen der deutschen Sprache - sowie auf der Hilfe bei sozialen Problemen. Dabei hat sich das Engagement der Metzler-Stiftung auf ganz Deutschland und darüber hinaus ausgeweitet. Seit Beginn des 21. Jahrhunderts kommen auch innovative Fundraising-Konzepte zum Einsatz; außerdem wurde das Mitarbeiterengagement gezielt gefördert, um so auf neue Herausforderungen in der Gesellschaft angemessen reagieren zu können. Über die eigene Spendentätigkeit des Bankhauses hinaus ist Anstiften zum Stiften ein weiterer Baustein im Engagement, um möglichst viele Menschen mitzunehmen und die Projektfinanzierung zu sichern. Das Metzler-Netzwerk wächst so unaufhörlich. Das Engagement hat tatsächlich viel mit Frankfurt zu tun: Die Familie von Metzler lebt seit knapp 350 Jahren hier.
Folgende Engagements der Metzler-Stiftung sind besonders hervorzuheben:

1. Die Zukunftsinitiative d.eu.tsch eröffnet jungen Europäern neue berufliche Perspektive. Als Ziel setzt sich die Initiative, jungen Akademikern mit Grundkenntnissen in Deutsch das sprachliche und kulturelle Vermögen zu vermitteln, um in Deutschland beruflich wie persönlich schnell Fuß zu fassen. Und, sollten sie später ins Heimatland zurückkehren, durch ihre Erfahrungen wirtschaftliche und kulturelle Brücken bauen zu können. Wie bei anderen Projekten der Stiftung kommen auch hier die Metzler-Paten zum Einsatz; so werden die anpackenden Mitarbeiter der Gesamtbank bezeichnet, die jedem Stipendiat an die Seite gestellt werden, um im Team zum Erfolg zu kommen. Seit 2012 fanden rund 90 % der Stipendiaten einen Arbeitsplatz.
2. Das Besondere bei Metzler: Metzler-Mitarbeiter können sich auch selbststätig ihre Projekte suchen und sie der Metzler-Stiftung als förderungswürdig vorschlagen. Metzler unterstreicht damit den hohen Stellenwert des ganz persönlichen Engagements seiner Mitarbeiter für die Gesellschaft und unterstützt sie zum Beispiel mit der Matching-Fund-Plus-Methode 1 + 1 = 3: Metzler sagt eine Spende von X fest zu. Der Begünstigte sammelt selbst Spenden bei Dritten von mindestens X. Daraufhin schüttet Metzler einen Bonus von X aus. Metzler möchte hiermit andere ermutigen, weitere Unterstützung für ihre Initiativen einzuwerben.
3. Darüber hinaus förderte die Metzler-Stiftung im Jahr 2018 33 weitere Projekte in Frankfurt am Main, in der Region und an den Metzler-Standorten deutschlandweit - gemäß den satzungsgemäßen Stiftungszwecken: Die Förderung der Wissenschaften in Forschung und Lehre, des Erziehungs-, Bildungs- und Gesundheitswesens, der bedrohten Natur und der Tierwelt, der Kunst und der Kultur, der Entwicklungshilfe sowie mildtätiger Zwecke und von Einrichtungen der Wohlfahrtspflege.

Nähere Informationen zu den Aktivitäten der Metzler-Stiftung: https://www.metzler.com/de/metzler/bankhaus/metzler-stiftung

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator GRI SRS-201-1: Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. den zeitanteilig abgegrenzten, unmittelbar erzeugten und ausgeschütteten wirtschaftlichen Wert, einschließlich der grundlegenden Komponenten der globalen Tätigkeiten der Organisation, wie nachfolgend aufgeführt. Werden Daten als Einnahmen‑Ausgaben‑Rechnung dargestellt, muss zusätzlich zur Offenlegung folgender grundlegender Komponenten auch die Begründung für diese Entscheidung offengelegt werden:
i. unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert: Erlöse;
ii. ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert: Betriebskosten, Löhne und Leistungen für Angestellte, Zahlungen an Kapitalgeber, nach Ländern aufgeschlüsselte Zahlungen an den Staat und Investitionen auf kommunaler Ebene;
iii. beibehaltener wirtschaftlicher Wert: „unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert“ abzüglich des „ausgeschütteten wirtschaftlichen Werts“.

b. Der erzeugte und ausgeschüttete wirtschaftliche Wert muss getrennt auf nationaler, regionaler oder Marktebene angegeben werden, wo dies von Bedeutung ist, und es müssen die Kriterien, die für die Bestimmung der Bedeutsamkeit angewandt wurden, genannt werden.

Das operative Ergebnis des Metzler-Konzerns betrug im Berichtsjahr 2018 rund 201 Mio. EUR. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen lagen im Berichtsjahr bei rund 179 Mio. EUR. Investitionen in das Gemeinwesen erfolgten durch Spenden der Bank von rund 831.000 EUR. Der Jahresüberschuss von 2,3 Mio. EUR wird in voller Höhe als seit Jahrzehnten unveränderte Dividende an die Aktionäre der Holding ausgeschüttet.
Weitere Zahlen aus der Gewinn-und Verlust-Rechnung finden sich im Geschäftsbericht 2018 (ab Mai 2019) auf der Homepage: www.metzler.com/de/metzler/bankhaus/presse-news.

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Grundsätzlich steht Metzler im regelmäßigen Austausch mit Regulierungs- und Aufsichtsbehörden sowie Verantwortlichen in der Politik. Dabei verfolgt Metzler die Absicht, ein stabiles, faires und transparentes Finanzsystem zu gewährleisten. Metzler vertritt hierbei seine Interessen bei Gesetzgebungsverfahren nur im Rahmen der Tätigkeit verschiedener Verbände und Vereinigungen, denen Metzler angehört. Hierzu findet im Jahr 2018 eine erneute Kontrolle unserer Mitgliedschaften in Verbänden statt. Eine weitere diesbezügliche Risikoanalyse liegt derzeit nicht vor, da aus den beschriebenen Absichten und Zielen keine wesentlichen Risiken erkennbar sind.
Metzler und seine Mitarbeiter sind Mitglied in verschiedenen Verbänden, insbesondere in den wichtigsten Branchenverbänden wie dem Bundesverband deutscher Banken (BdB). Neben branchenüblichen Mitgliedschaften zählen zu weiteren Mitgliedschaften insbesondere regionale und kulturelle Organisationen und Verbände.
Metzler tätigte auch im Berichtsjahr 2018 keine veröffentlichungspflichtigen Spenden an politische Parteien oder ihnen nahestehenden Organisationen. Alle wesentlichen Mitgliedsbeiträge im Inland lagen bei rund 234.000 EUR.

Die für Banken relevanten Gesetze sind u.a. KWG, WpHG, GwG, HGB, BGB sowie zahlreiche weitere Gesetze und Bestimmungen mit Bezug zum Finanzdienstleistungssektor. Im Folgenden ein Auszug neuer Gesetze, die für die Metzler Gruppe im Inland relevant waren/sind:
- Die EU-Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID, Markets in Financial Instruments Directive) ist das regulatorische Rahmenwerk für Wertpapiergeschäfte in Europa. Die Regeln der MiFID-Reform (MiFID II) sind ab Januar 2018 anzuwenden.
- Die EU-Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO): Ziel ist eine weitgehende Vereinheitlichung europäischer Datenschutzrechte und trat im Mai 2018 in Kraft.
- Das neue Geldwäschegesetz (GwG): Dieses führt zu einer Verschärfung der Maßnahmen zur Geldwäscheprävention und ist bereits im Geschäftsjahr, Juni 2017 in Kraft getreten.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator GRI SRS-415-1: Parteispenden
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Monetären Gesamtwert der Parteispenden in Form von finanziellen Beiträgen und Sachzuwendungen, die direkt oder indirekt von der Organisation geleistet wurden, nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

b. Gegebenenfalls wie der monetäre Wert von Sachzuwendungen geschätzt wurde.

Metzler und seine Mitarbeiter haben Spenden zu vermeiden, die zu einem Interessenkonflikt führen könnten. Einen klaren Handlungs- und Orientierungsrahmen bieten hierfür unser Verhaltenskodex und unsere Conflict-of-Interest-Policy.
Metzler hat auch im Berichtsjahr 2018 keine veröffentlichungspflichtigen Spenden an politische Parteien oder ihnen nahestehenden Organisationen getätigt.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Metzler verfolgt das Ziel, sich an Recht und Gesetz zu halten sowie keinerlei politischen Einfluss zu nehmen. Dementsprechend trägt Metzlers Compliance-Team die Verantwortung für die Aufsicht und Prüfung aller compliance-relevanter Sachverhalte und verfolgt dabei ein Compliance-Konzept, welches den gesetzlichen Ansprüchen genügt und darauf achtet, dass alle Mitarbeiter zu den wesentlichen Aspekten sensibilisiert werden. Der Compliance-Stelle sind alle Beauftragten zugeordnet, die aufgrund von aufsichtsrechtlichen Regelungen über eine direkte Berichtslinie zur Geschäftsleitung verfügen müssen. Dies sind insbesondere der Compliance-Beauftragte, der Datenschutzbeauftragte, der Beauftragte für Geldwäsche- und Betrugsprävention und der IT-Sicherheitsbeauftragte. Das Team ist unmittelbar der Geschäftsleitung unterstellt, organisatorisch von der Innenrevision getrennt und in keiner Weise in Metzlers Geschäfts- und Handelstätigkeit eingebunden. Dies stellt eine eng verzahnte Compliance-Organisation sicher, in welcher die gesamten Compliance-Risiken des Hauses von einer zentralen Stelle überblickt und gesteuert werden können. Entsprechend des hohen Stellenwertes seiner Aufgaben ist das Compliance-Team zentral für den Konzern im Bankhaus Metzler angesiedelt. Die Compliance-Stelle verfügt über angemessene Sicherungsmaßnahmen, die verhindern, dass unter anderem ein Missbrauch zu Zwecken der Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung stattfindet. Darüber hinaus gibt es einen zentralen Geldwäschebeauftragten (GwB), der organisatorisch direkt dem Vorstand unterstellt ist und durch einen Stellvertreter unterstützt wird. Der GwB ist in den Kundenannahmeprozess eingebunden und erhält kontinuierlich über jede Kontoeröffnung eine Mitteilung und überprüft diese. Zudem dokumentiert er den Prüfprozess.
Dabei wird das grundsätzliche Ziel verfolgt, die Risiken für Geldwäsche, sonstige strafbare Handlungen und der Finanzierung des religiös motivierten Terrorismus zu identifizieren, zu kategorisieren, zu gewichten und geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Metzler trifft organisatorischen Vorkehrungen und implementiert Prozesse zur Verhinderung von Geldwäsche und sonstigen strafbaren Handlungen, die geeignet sind, die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen.
Zudem erstellt der GwB im Rahmen seiner Aufgaben eine Analyse der spezifischen hausinternen Gefährdungslage und überarbeitet sie im Jahresturnus. Die Analyseergebnisse sind ein zentraler Baustein und die Basis für alle weiteren, daraus abgeleiteten Tätigkeiten im Monitoring und in der Schulung. Gegenstand der Analyse sind die spezifischen Risiken bei Metzler, die unter anderem infolge der Erschließung neuer Geschäftsgebiete durch Produkte und Prozesse auftreten können (siehe Leistungsindikator GRI SRS-205-1) sowie die Steuerungsmethoden und Instrumente zu deren Reduktion. Beruhend auf den Ergebnissen der Gefährdungsanalyse sowie der implementierten Sicherungsmaßnahmen/Vorkehrungen zur Einhaltung der rechtlichen Vorgaben ergibt sich keine erhöhte Gesamtrisikosituation für Metzler.
Es bestehen keine erkennbaren wesentliche Risiken, die für Metzler einen Vermögensschaden herbeiführen können.
Mithilfe eines internen Systems informiert der GwB die Mitarbeiter schnell und jeweils aktuell über neue Erkenntnisse zum Thema Verhinderung von Geldwäsche; zudem werden sie mittels einer Lernsoftware regelmäßig in diesem Thema geschult.


Verbindliche Verhaltensgrundsätze (Code of Conduct) gibt den Führungskräften und Mitarbeitern einen Orientierungsrahmen für ein korrektes und ethisch angemessenes Verhalten bei ihrer täglichen Arbeit; sie beruhen auf unserem internen Wertesystem, den Unternehmenswerten Unabhängigkeit, Unternehmergeist und Menschlichkeit.
Korruption oder sonstige strafbare Handlungen von Mitarbeitern werden von Metzler grundsätzlich nicht toleriert.
Zudem hat Metzler zur leichteren Aufdeckung wirtschaftskrimineller Handlungen ein Hinweisgebersystem (Whistleblowing) eingerichtet. Mittels dieses System können interne Mitarbeiter und externe Dritte auch anonym Hinweise zu möglichen wirtschaftskriminellen Handlungen an einen Rechtsanwalt weitergeben.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator GRI SRS-205-1: Auf Korruptionsrisiken geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden.

b. Erhebliche Korruptionsrisiken, die im Rahmen der Risikobewertung ermittelt wurden.

Einmal jährlich erstellt Metzler konzernweit eine Gefährdungsanalyse. Sie erstreckt sich auf alle Gesellschaften, die zum Konzern gehören und als Compliance-relevant eingestuft sind. Innerhalb dieser Analyse werden branchenübliche, unter anderem Betrugs-, Produkt-, Transaktions- und Kundenrisiken betrachtet, so auch bezüglich Korruption, und daraus entsprechende Kontrolltätigkeiten abgeleitet. Die Ergebnisse der Gefährdungsanalyse werden dokumentiert, um die Präventionsmaßnahmen anpassen und künftige Risiken so weit wie möglich ausschließen zu können.
Derzeit bestehen keine erkennbaren wesentlichen Risiken, die für Metzler einen Vermögensschaden herbeiführen können.

Leistungsindikator GRI SRS-205-3: Korruptionsvorfälle
Die berichtende Organisation muss über folgende Informationen berichten:

a. Gesamtzahl und Art der bestätigten Korruptionsvorfälle.

b. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Angestellte aufgrund von Korruption entlassen oder abgemahnt wurden.

c. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Verträge mit Geschäftspartnern aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption gekündigt oder nicht verlängert wurden.

d. Öffentliche rechtliche Verfahren im Zusammenhang mit Korruption, die im Berichtszeitraum gegen die Organisation oder deren Angestellte eingeleitet wurden, sowie die Ergebnisse dieser Verfahren.

Für das Jahr 2018 sind keine Korruptionsfälle bei Metzler bekannt. Metzler toleriert grundsätzlich keine Korruption oder sonstige strafbare Handlungen von Mitarbeitern. Jeder Mitarbeiter, der sich dennoch nachweislich strafbar macht, hat die daraus resultierenden Rechtskonsequenzen zu tragen.
Metzler hat verbindliche Verhaltensregeln (Code of Conduct sowie Regelungen zur Annahme und Vergabe von Geschenken und Zuwendungen) sowie adäquate Monitoring- und Kontrollmaßnahmen eingeführt - mit dem Ziel, das Vermögen von Metzler und das seiner Kunden vor wirtschaftskriminellen Handlungen zu schützen.

Leistungsindikator GRI SRS-419-1: Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich, und zwar:
i. Gesamtgeldwert erheblicher Bußgelder;
ii. Gesamtanzahl nicht-monetärer Sanktionen;
iii. Fälle, die im Rahmen von Streitbeilegungsverfahren vorgebracht wurden.

b. Wenn die Organisation keinen Fall von Nichteinhaltung der Gesetze und/oder Vorschriften ermittelt hat, reicht eine kurze Erklärung über diese Tatsache aus.

c. Der Kontext, in dem erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen auferlegt wurden.

Im Berichtsjahr 2018 wurde Metzler zu keinen wesentlichen Bußgeldern verurteilt oder wegen Gesetzesverstößen sanktioniert.