14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Der Unternehmensstandort der Leicher Engineering befindet sich in Kirchheim bei München.
Die nationalen Vorschriften zu den Arbeitnehmerrechten werden eingehalten.
Leicher Engineering wendet alle Tarifverträge des Bayerischen Groß- und Außenhandels an.
Das betriebliche Vorschlagswesen richtet sich in persönlichen Gesprächen direkt an die Geschäftsführung.
Das Nachhaltigkeitsmanagement bietet Mitarbeitern die Möglichkeit, sich aktiv bei den Projekten zu beteiligen und neue Ideen einzubringen. Die Dokumentation erfolgt transparent im Intranet.


Ziel ist es auch, das betriebliche Gesundheitsmanagement stetig weiterzuentwickeln. Im Geschäftsjahr wurden alle Ziele des betrieblichen Gesundheitsmanagements erreicht:

- Schutz der Mitarbeiter vor einer Corona Infektion am Unternehmensstandort
- Reduktion der Krankheitstage der Mitarbeiter
- Arbeitsunfälle weiter bei Null halten
- Aufrechterhalten der hohen Quote der Besuche im eigenen Casino
- Fluktuation auf sehr geringem Niveau halten
- Quote für die Annahme des Massageangebots weiter ausbauen
- Teilnahme aller Mitarbeiter an entsprechenden Sicherheitsunterweisungen zu den Themen
- Ca. 80% der Arbeitsplätze wurden mit active office Konzepten ausgestattet (2 höhenverstellbare Schreibtische je Mitarbeiter mit min. einem Bildschirm je Tisch und Aktivitätstracker, die zur Bewegung während des Arbeitens auffordern (Wechsel des Arbeitstisches))
- Angebot an online Schulungen zum Gesundheitsschutz, insbesondere in Pandemiezeiten

Aus der Geschäftstätigkeit am Standort Kirchheim ergeben sich keine weiterführenden Risiken, die eine negative Auswirkung auf die Arbeitnehmerrechte haben. Der respektvolle Umgang mit den Mitarbeitern wirkt positiv, das Gesundheitsmanagement und der betriebliche Vorschlagswesen reduzieren zudem mögliche Risiken.
Bei der Zusammenarbeit mit den internationalen Herstellbetrieben besteht das Risiko, dass bei den Herstellerbetrieben die geltenden Standards für die Menschenrechte nicht eingehalten werden. Zudem kann eine Unternehmenskultur vorliegen, die nicht die eigenen Mitarbeiter als Basis für den Erfolg sieht.

Leicher Engineering auditiert, oftmals unangekündigt, die Herstellerwerke und kann somit sicherstellen, dass der von allen Herstellerbetrieben unterschriebene Code of Conduct auch tatsächlich eingehalten wird. Diese Audits konnten aufgrund der Reisebeschränkungen im Geschäftsjahr nicht stattfinden. Eine Vielzahl an qualifizierten Videokonferenzen haben temporär eine gute Alternative dargestellt.

Der für alle Mitarbeiter und Lieferanten geltende Code of Conduct beinhaltet u.a. folgende Richtlinien:

Allgemeiner Grundsatz: Die geschäftlichen Handlungen und Entscheidungen werden an den allgemein gültigen ethischen Werten, insbesondere der Integrität, der Glaubwürdigkeit und dem Respekt vor der Menschenwürde orientiert. Es fördert auf geeignete Weise Transparenz, verantwortliche Führung und Kontrolle im Unternehmen.
Verhalten gegenüber Wettbewerbern, Geschäftspartnern und Dritten: Achtung der Regeln des offenen und fairen Wettbewerbs.
Vermeidung von Interessenskonflikten: Das Unternehmen erwartet von seinen Mitarbeitern Loyalität. Es achtet darauf, dass seine Mitarbeiter nicht in Situationen geraten, in denen ihre persönlichen und finanziellen Interessen mit denen des Unternehmens oder Geschäftspartnern kollidieren.
Umgang mit Informationen:
Die Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse sind zu wahren. Ebenso sind den datenschutzrechtlichen Bestimmungen stets Folge zu leisten. 
Grundsätze sozialer Verantwortung:  Das Unternehmen respektiert und unterstützt die international anerkannten Menschenrechte. Die Verbote von Kinderarbeit und Zwangsarbeit in jeder Form werden eingehalten. Diskriminierung von Mitarbeitern und Dritten wird nicht geduldet. Das Unternehmen tritt einer nicht akzeptablen Behandlung von Mitarbeitern, insbesondere sexuellen oder verbalen Belästigungen entschieden entgegen. Es fördert die Chancengleichheit seiner Mitarbeiter. Die Versammlungs- und Koalitionsfreiheit der Beschäftigten wird, soweit nach den nationalen Bestimmungen rechtlich zulässig, anerkannt. Das Unternehmen beachtet die geltenden nationalen Gesetze und Arbeitsnomen hinsichtlich angemessener Entlohnung und maximaler Arbeitszeit. Das Unternehmen sorgt insgesamt für eine faire Arbeitsbedingung. Das Unternehmen ist für seinen jeweiligen betrieblichen Standort den geltenden Umweltschutzstandards verpflichtet und achtet auf die Einhaltung der Gesetze. Soweit Verbraucherinteressen betroffen sind, hält sich das unterzeichnende Unternehmen an die Verbraucher schützenden Vorschriften. Das Unternehmen trägt zur gesellschaftlichen und ökonomischen Entwicklung des Landes und der Region bei, in denen es tätig ist.
Einhaltung des Code of Coducts:

Das Unternehmen macht seine Mitarbeiter mit den im Verhaltenskodex geregelten Inhalten vertraut und erläutert die sich daraus ergebenden Verpflichtungen. Es kommuniziert aktiv die Grundsätze des Verhaltenskodex gegenüber seinen Geschäftspartnern. Das Unternehmen leitet alle erforderlichen Schritte ein, die in dem Verhaltenskodex enthaltenen Grundwerte durch geeignete Organisationsmaßnahmen sowie angemessene Richtlinien und Prozesse in allen Geschäftsbereichen umzusetzen. Es verpflichtet sich, deren Einhaltung regelmäßig zu kontrollieren.  

Eine Quantifizierung der Inhalte findet nicht statt, da diese keine Toleranz zulassen. Insbesondere bei den Grundsätzen der sozialen Verantwortung ist die Zielsetzung: keine Verstöße (=0).

Das in allen Unternehmensbereichen gültige Management-Konzept PDCA findet auch hier Anwendung. Die Dokumentation erfolgt im Fachbereich Business Development. Aufgrund der Unternehmensgröße werden Ideen der Mitarbeiter zur Weiterentwicklung nach dem Buttom-Up Prinzip entsprechend berücksichtigt. Die internen Projekte werden über einer Projektmanagement Tool mit entsprechenden Zeitplänen und Meilensteinen gesteuert.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Diversity wird  bei Leicher Engineering aktiv gelebt.
Das multinationale Team setzt sich aus mehr als 10 Nationen zusammen. Jeder Mitarbeiter wird vorurteilsfrei behandelt. Der Verhaltenskodex des Landesverbands Groß- und Außenhandel BGA findet Anwendung. (Die Inhalte wurden bereits in diesem Bericht an einer anderen Stelle erläutert.)

Leicher Engineering bietet seinen Mitarbeitern flexibel Arbeitszeiten (auch Pilotprojekt Vertrauensarbeitszeit ohne Kernzeit und Urlaub auf Vertrauensbasis), die Möglichkeit auf Teilzeitbeschäftigung und die Möglichkeit mobil zu arbeiten an.
Mitarbeiter haben die Möglichkeit mobil zu arbeiten und verfügen über die entsprechende Ausstattung.
Auch wird das Pilotprojekt Vertrauensarbeitszeit und Urlaub auf Vertrauensbasis allen Mitarbeitern angeboten.
(Teilnahmequote > 70%)


Leicher Engineering gestaltet mit sich in Elternzeit befindlichen Mitarbeitern eine Rückkehr. Die angemessene Bezahlung wird über die geltenden Tarifverträge und mittels übertariflichen freiwilligen Zulagen sichergestellt.
Einen signifikanten Beitrag zur Integration von Menschen mit Behinderung stellt die aktive Zusammenarbeit mit Behindertenwerkstätten dar. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz verbietet die Diskriminierung und gilt uneingeschränkt für die Arbeitswelt, so auch für alle Mitarbeiter und auch die Geschäftsführung der Leicher Engineering.
Das klare Ziel: Keine Verstöße gegen den Verhaltenskodex wurde im Geschäftsjahr erreicht.

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Die Geschäftsführung gewährt den Mitarbeitern der Leicher Engineering Möglichkeiten sich fachlich und persönlich während ihres gesamten Berufslebens zu qualifizieren.

Es werden Ausbildungsplätze angeboten, Mitarbeitern berufsbegleitende Fortbildungen ermöglicht und allen Mitarbeitern altersgerechte Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten. Das lebenslange Lernen der Mitarbeiter wird stetig gefördert. Die entsprechenden Qualifizierungsmaßnahmen stimmen die Mitarbeiter mit der Geschäftsführung ab.
Die Kosten werden von dem Unternehmen getragen.
Die fachliche Qualifizierung sichert den Erhalt der Berufsfähigkeit der Mitarbeiter. Die Anzahl der Weiterbildungstage stimmen mit der Zielsetzung überein. (online Veranstaltungen aufgrund der Pandemie) Ist-Wert: Weiterbildungstage je Mitarbeiter > 2 Tage
Der Ausbau des Gesundheitsmanagements wurde weiter gefördert. (Krisenstab; Betriebliche Regelungen zum Umgang mit Covid-19; IT-Ausstattung auch fürs Home Office)

Es sind keine weiteren wesentlichen Risiken aus der Geschäftstätigkeit bekannt, die sich nicht allgemein für alle Handelsunternehmen aus ihrer Geschäftstätigkeit ergeben.

Aufgrund der Pandemie konnten allerdings eine Ziele in Bezug auf die Weiterbildung von Mitarbeitern nicht stattfinden (bspw. Bildungsreisen zu Herstellbetrieben in Italien; each one teach one Konzept nur digital möglich; recruiting onboarding nur remote)

Die Ausbilungdsquote wurde auf einem stabilen Niveau gehalten.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator GRI SRS-403-9: Arbeitsbedingte Verletzungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

Die Punkte c-g des Indikators SRS 403-9 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.


Leistungsindikator GRI SRS-403-10: Arbeitsbedingte Erkrankungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen;
b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen.

Die Punkte c-e des Indikators SRS 403-10 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.

In dem berichtenden Geschäftsjahr kam es zu keinen arbeitsbedingten Verletzungen, Berufskrankheiten oder Todesfällen.
Da es sich bei den weiteren geforderten Größen um sensible und vertrauliche Daten handelt, werden diese in der Entsprechenserklärung nicht quantifiziert.

Leistungsindikator GRI SRS-403-4: Mitarbeiterbeteiligung zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Die berichtende Organisation muss für Angestellte und Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden, folgende Informationen offenlegen:

a. Eine Beschreibung der Verfahren zur Mitarbeiterbeteiligung und Konsultation bei der Entwicklung, Umsetzung und Leistungsbewertung des Managementsystems für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und zur Bereitstellung des Zugriffs auf sowie zur Kommunikation von relevanten Informationen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gegenüber den Mitarbeitern.

b. Wenn es formelle Arbeitgeber-Mitarbeiter-Ausschüsse für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gibt, eine Beschreibung ihrer Zuständigkeiten, der Häufigkeit der Treffen, der Entscheidungsgewalt und, ob und gegebenenfalls warum Mitarbeiter in diesen Ausschüssen nicht vertreten sind.

Es fand im Geschäftsjahr keine Mitarbeiterbeteiligung und Konsulation bei der Entwicklung, Umsetzung und Leistungsbewertung des Managamentssystems für Arbeitssicherheit statt.
Aufgrund der Unternehmensgröße und der Gestaltung der Organisation finden solche Themen im direkten Austausch zwischen Mitarbeitern und der Geschäftsführung statt. Die betriebliche Unterweisung für Arbeitssicherheit stellt die Basis dar.
Der betriebliche Gesundheitsschutz ist Bestandteil des betrieblichen Gesundheitsmanagements. Mitarbeiter haben die Möglichkeit, Anregungen und Potentiale zur Weiterentwicklung im Intranet einzubringen. Diese werden fortlaufend bewertet und umgesetzt.

Leistungsindikator GRI SRS-404-1 (siehe G4-LA9): Stundenzahl der Aus- und Weiterbildungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. durchschnittliche Stundenzahl, die die Angestellten einer Organisation während des Berichtszeitraums für die Aus- und Weiterbildung aufgewendet haben, aufgeschlüsselt nach:
i. Geschlecht;
ii. Angestelltenkategorie.

Die Weiterbildungstage je Mitarbeiter werden dokumentiert.

Leistungsindikator GRI SRS-405-1: Diversität
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der Personen in den Kontrollorganen einer Organisation in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

b. Prozentsatz der Angestellten pro Angestelltenkategorie in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

Bei der Leicher Engineering herrscht der Leitsatz der flachen Hierarchie.
Alle Mitarbeiter berichten an die Geschäftsführung. Einem möglichen Fachkräftemangel wird durch die Bereitstellung von Ausbildungsplätzen entgegen gewirkt.

In der Entsprechenserklärung werden keine weiteren quantitativen Angaben gemacht.

Leistungsindikator GRI SRS-406-1: Diskriminierungsvorfälle
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle während des Berichtszeitraums.

b. Status der Vorfälle und ergriffene Maßnahmen mit Bezug auf die folgenden Punkte:
i. Von der Organisation geprüfter Vorfall;
ii. Umgesetzte Abhilfepläne;
iii. Abhilfepläne, die umgesetzt wurden und deren Ergebnisse im Rahmen eines routinemäßigen internen Managementprüfverfahrens bewertet wurden;
iv. Vorfall ist nicht mehr Gegenstand einer Maßnahme oder Klage.

Null

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Alle Herstellerbetriebe haben sich zur Einhaltung der international geltenden Menschenrechte vertraglich verpflichtet. Es wird in regelmäßigen Audits vor Ort, oftmals auch unangekündigt, die Einhaltung der Richtlinien überprüft. In dem Berichtsjahr haben qualifizierte Videomeetings eine gute Alternative dargestellt.

Zusätzlich werden Vorlieferanten ebenfalls zur Einhaltung des Code of Conducts verpflichtet.
Potentielle neue Herstellerbetriebe werden vor Vertragsabschluss von Leicher Engineering auditiert.
Ziel ist es, alle Hersteller für Serienteile mind. 1 jährlich persönlich zu auditieren und die Einhaltung des Code of Conducts zu überprüfen. Im Berichtsjahr wurde das Ziel aufgrund der internationalen Reisebeschränkungen nicht erreicht.

Unangekündigte Audits unterstützen, dass ein mögliches Risiko der Nicht-Wahrung des Code of Conducts deutlich reduziert wird. Es findet der bereits beschriebene Risikoprozess zur Identifikation statt.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator GRI SRS-412-3: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Investitionsvereinbarungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der erheblichen Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder auf Menschenrechtsaspekte geprüft wurden.

b. Die verwendete Definition für „erhebliche Investitionsvereinbarungen“.

Es werden keine Investitionsvereinbarungen getroffen.

Leistungsindikator GRI SRS-412-1: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, an denen eine Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt wurde, aufgeschlüsselt nach Ländern.

Laut Zielsetzung 100%.
Alle Herstellerbetriebe, die sich im Seriengeschäft mit Leicher Engineering befinden, werden seitens Leicher Engineering jährlich mindestens 1 mal auditiert.

Im Geschäftsjahr konnten bei vielen Herstellern keine Überprüfung vor Ort aufgrund der internationalen Reisebeschränkungen stattfinden. Hier haben qualifizierte Videomeetings zumindest anteilig positiv gewirkt.

Leistungsindikator GRI SRS-414-1: Auf soziale Aspekte geprüfte, neue Lieferanten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der neuen Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien bewertet wurden.

Laut Zielsetzung werden alle neue Betriebe auditiert. Die Durchführung konnte im Berichtsjahr nicht erfolgen.

Leistungsindikator GRI SRS-414-2: Soziale Auswirkungen in der Lieferkette
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Zahl der Lieferanten, die auf soziale Auswirkungen überprüft wurden.

b. Zahl der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen ermittelt wurden.

c. Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen, die in der Lieferkette ermittelt wurden.

d. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt und infolge der Bewertung Verbesserungen vereinbart wurden.

e. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt wurden und infolgedessen die Geschäftsbeziehung beendet wurde, sowie Gründe für diese Entscheidung.

Aus wettbewerbsrechtlichen Gründen werden hier keine Angaben gemacht.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Es handelt sich hierbei um vertrauliche Daten, die nicht veröffentlicht werden.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator GRI SRS-201-1: Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. den zeitanteilig abgegrenzten, unmittelbar erzeugten und ausgeschütteten wirtschaftlichen Wert, einschließlich der grundlegenden Komponenten der globalen Tätigkeiten der Organisation, wie nachfolgend aufgeführt. Werden Daten als Einnahmen‑Ausgaben‑Rechnung dargestellt, muss zusätzlich zur Offenlegung folgender grundlegender Komponenten auch die Begründung für diese Entscheidung offengelegt werden:
i. unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert: Erlöse;
ii. ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert: Betriebskosten, Löhne und Leistungen für Angestellte, Zahlungen an Kapitalgeber, nach Ländern aufgeschlüsselte Zahlungen an den Staat und Investitionen auf kommunaler Ebene;
iii. beibehaltener wirtschaftlicher Wert: „unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert“ abzüglich des „ausgeschütteten wirtschaftlichen Werts“.

b. Der erzeugte und ausgeschüttete wirtschaftliche Wert muss getrennt auf nationaler, regionaler oder Marktebene angegeben werden, wo dies von Bedeutung ist, und es müssen die Kriterien, die für die Bestimmung der Bedeutsamkeit angewandt wurden, genannt werden.

Es handelt sich hierbei um vertrauliche Daten, die nicht veröffentlicht werden.

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Keine wesentlichen Versuche der politischen Einflussnahme.
Das Unternehmen ist kein Mitglied von Organisationen.
Es sind keine spezifischen Gesetzgebungen relevant.
Es werden keine Parteispenden getätigt.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator GRI SRS-415-1: Parteispenden
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Monetären Gesamtwert der Parteispenden in Form von finanziellen Beiträgen und Sachzuwendungen, die direkt oder indirekt von der Organisation geleistet wurden, nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

b. Gegebenenfalls wie der monetäre Wert von Sachzuwendungen geschätzt wurde.

Es wird keine politische Spende getätigt.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Leicher Engineering toleriert keinerlei Art von Korruption oder Bestechung. Das gilt sowohl für die Mitarbeiter als auch die Geschäftsführung. Dieses Thema ist ein fester Bestandteil der Unternehmenspolitik und wird nach dem Top-Down Prinzip an die Arbeitnehmer transportiert und geprüft. Das PDCA Prinzip findet Anwendung.
Die aktuellen Compliance Richtlinien des Bundesverbands Groß- und Außenhandel BGA werden angewendet und schließen Korruption und andere Gesetzesverstöße bei Leicher Engineering aus. Alle Mitarbeiter werden zur Einhaltung der Verhaltensrichtlinien inkl. Compliance-Richtlinien schriftlich verpflichtet. Die Verantwortlichkeit für alle Compliance-relevanten Themen obliegt der Geschäftsführung. Jährlich wird ein CSR Incident Report erstellt. Ziel ist es, keine Incidents zu haben. Das Ziel wurde im Berichtsjahr erreicht.
Ein mögliches Risiko könnte sein, dass mögliche Subs innerhalb der Supply Chain nicht bekannt sind bzw. andere Subs beauftragt werden, als vereinbart. Hier kann Leicher Enginnering keinen Einfluss auf Korruption und Bestechung nehmen. Allerdings erscheint das Eintreffen dieses Risikos als unwahrscheinlich, da i.d.R. eine langfristige Zusammenarbeit mit den Herstellern und den Subs besteht.
Allgemein findet zur Identifikation der Risiken der bereits beschriebene Risikoprozess statt.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator GRI SRS-205-1: Auf Korruptionsrisiken geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden.

b. Erhebliche Korruptionsrisiken, die im Rahmen der Risikobewertung ermittelt wurden.

Es wird von einer Quantifizierung abgesehen, da es sich hierbei um wettbewerbsrelevante Daten handelt.

Leistungsindikator GRI SRS-205-3: Korruptionsvorfälle
Die berichtende Organisation muss über folgende Informationen berichten:

a. Gesamtzahl und Art der bestätigten Korruptionsvorfälle.

b. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Angestellte aufgrund von Korruption entlassen oder abgemahnt wurden.

c. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Verträge mit Geschäftspartnern aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption gekündigt oder nicht verlängert wurden.

d. Öffentliche rechtliche Verfahren im Zusammenhang mit Korruption, die im Berichtszeitraum gegen die Organisation oder deren Angestellte eingeleitet wurden, sowie die Ergebnisse dieser Verfahren.

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Leistungsindikator GRI SRS-419-1: Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich, und zwar:
i. Gesamtgeldwert erheblicher Bußgelder;
ii. Gesamtanzahl nicht-monetärer Sanktionen;
iii. Fälle, die im Rahmen von Streitbeilegungsverfahren vorgebracht wurden.

b. Wenn die Organisation keinen Fall von Nichteinhaltung der Gesetze und/oder Vorschriften ermittelt hat, reicht eine kurze Erklärung über diese Tatsache aus.

c. Der Kontext, in dem erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen auferlegt wurden.

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