14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Die BIB beschäftigt ausschließlich in Deutschland Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie unterliegt deutscher Gesetzgebung und Standards sowie dem Tarifvertrag im Bankgewerbe. Zudem ist sie dem Arbeitgeberverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (AVR) e.V. angeschlossen.

Die Bank hält alle nationalen Standards und Vorschriften ein. Daher gibt es keine weiteren Zielsetzungen in diesem Bereich. Die entsprechenden Regelungen sind für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im „Mitarbeiter-Informations-System“ online am Arbeitsplatz einsehbar, die relevanten Gesetze hängen zudem im Mitarbeiter-Casino aus. Darüber hinaus sind einige Regelungen in bankeigene Organisationsanweisungen transformiert. Auch diese sind jederzeit online am Arbeitsplatz einsehbar.

Für die Einhaltung von Gesetzen ist der Vorstand der BIB verantwortlich. Die Umsetzung der Arbeitnehmerrechte erfolgt in Absprache mit dem Vorstand in der Abteilung Personalmanagement, ggf. gemeinsam mit dem Betriebsrat der BIB.

Mögliche Risiken im Bezug auf Arbeitnehmerrechte könnten durch die länger dauernden Geschäftsreisen der Mitarbeiter, die unsere Kunden im Mikrofinanzbereich betreuen enstehen. Hierfür wurden allerdings betriebliche Vorkehrungen getroffen, sodass die Arbeitnehmerrechte eingehalten werden.

Zur Sicherstellung der Vereinigungsfreiheit und des Rechts auf Kollektivverhandlungen wird in der BIB jährlich mindestens eine Betriebsversammlung durchgeführt, an der alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter teilnehmen können. Die entsprechenden Zeiten werden vergütet. Nach einem allgemeinen Teil, an dem auch die leitenden Angestellten und der Vorstand teilnehmen, besteht immer auch Raum, ohne Beteiligung der Führungsebenen der Bank zu diskutieren. Der Vorstand steht im Nachgang noch für die Beantwortung von aufgetretenen Fragen zur Verfügung.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben jederzeit die Möglichkeit, ihre Meinung, Anregungen oder Kritik entweder direkt an den Vorstand oder die Personalabteilung oder den Betriebsrat zu adressieren. Das gilt auch für Ideen, die das Nachhaltigkeitsmanagement der Bank betreffen. Hier gibt es zusätzlich noch das Nachhaltigkeitsteam oder das Betriebliche Vorschlagswesen als Anlaufstationen.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben jederzeit die Gelegenheit sich – unter Berücksichtigung der betrieblichen Anforderungen – zusammen zu setzen und zu beraten. Wir fördern den Austausch untereinander zum Beispiel durch die Ausrichtung von Betriebsfesten und Begegnungen.

Unsere FAIR BANKING-Strategie schließt den Umgang mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein.

Zum Aspekt Mitarbeitergesundheit wurde im vergangenen Jahr das JobRad-Angebot eingeführt und ein neuer Anbieter für Mitagessen gefunden, der auch eine große Auswahl an vegetarischen und veganen Gerichten hat.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Spezielle Programme zur Förderung benachteiligter Gruppen sind in der BIB nicht implementiert. Bei uns wird jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin auf Basis seiner / ihrer Möglichkeiten und Potenziale individuell gefördert. Dabei wird nicht auf Geschlecht, Alter, Religionszugehörigkeit, Hautfarbe oder eventuelle Beeinträchtigungen geschaut.

Eine angemessene Vergütung stellen wir über die Anwendung der Tarifverträge für Banken sicher. Als besondere Leistung zahlt die BIB ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern 14 Gehälter. Die Einstufung in bestimmte Tarifgruppen orientiert sich an den Vorgaben dieses Regelwerks. Zudem haben wir “Entwicklungsstufen in der BIB” definiert und mit den Stellen im Unternehmen verknüpft. Die Übersicht dient dazu

Eine angemessene Bezahlung berücksichtigt auch die Möglichkeit, Vorsorge für das Alter zu treffen. Hier beteiligt sich die BIB an der privaten Altersvorsorge mit einem Zuschuss von 75 Prozent des Sparbeitrages von 10 Prozent (max. 400 €) des Monatseinkommens. In dem Vorsorgevertrag ist auch ein Baustein zur Berufsunfähigkeitsabsicherung enthalten.
Und für den Fall eines Unfalls sind unsere Mitarbeitenden im Rahmen einer über die BIB abgeschlossenen Unfallversicherung abgesichert.

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist uns ein wichtiges Anliegen. Über sehr individuelle Teilzeitmodelle ermöglichen wir jungen Müttern den schnellen Wiedereinstieg nach der Elternzeit. Bei Bedarf vermitteln wir den Kontakt zum Sozialdienst katholischer Frauen in Essen, um eine geeignete Tagespflegeperson zu finden. Daneben erhalten unsere Väter und Mütter ein zusätzliches Kindergeld.
Im vergangen Jahr wurden außerdem Betriebsvereinbarungen zum mobilien Arbeiten und zur Altersteilzeit geschlossen.

Diese Maßnahmen sind Ausdruck unserer Interpretation von FAIR BANKING in der BIB. Die vorgenannten Bereiche sind uns wichtig und werden kontinuierlich weiterentwickelt. Konkrete Ziele werden hierfür nicht gesetzt.

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Menschen bestimmen – gerade im Dienstleistungsbereich – mit ihren Ideen, ihrer Tatkraft und ihrer Persönlichkeit die Entwicklung jedes Unternehmens, so auch unserer Bank. Für die BIB sind Mitarbeitende, die den ethisch-nachhaltigen Weg nicht nur mitgehen, sondern auch mitgestalten, der wichtigste Erfolgsfaktor. Per 31.12.2020 beschäftigten wir 149 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon sind etwas mehr als die Hälfte Frauen. Gut ein Viertel der Mitarbeiter ist in Teilzeit für die BIB tätig. Dabei handelt es sich überwiegend um Mütter, die nach Abschluss der Elternzeit wieder in der BIB tätig werden.

Im Rahmen unserer Planung haben wir auch die Altersstruktur unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betrachtet. Je nach Qualifikationsanforderung bereiten wir rechtzeitig die Nachfolge vor und qualifizieren jüngere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entsprechend. Zudem investieren wir in die allgemeine Fortbildung, um mit den sich verändernden Anforderungen Schritt zu halten und unseren Kunden eine qualitativ hochwertige und kompetente Beratung bieten zu können.

Im Bankwesen setzen wachsende regulatorische Anforderungen sowie die Digitalisierung stetige Anpassungen voraus. Wenn wir diese Aspekte nicht beachten würden, ergäben sich wesentliche Risiken, da durch die spezialisierten Geschäftsfelder, in denen wir aktiv sind, die Qualifizierung der Mitarbeiter immer im Fokus steht, um unseren Kunden eine entsprechend hohe Beratungsleistung bieten zu können. Diese  Daher spielt die Qualifizierung unserer Mitarbeiter eine zentrale Rolle. Hierfür haben wir uns als Ziel gesetzt im Durchschnitt mindestens 5 Tage Fortbildung por Mitarbeiter pro Jahr durchzuführen. 2020 konnten wir pandemiebedingt das Ziel nicht erreichen, da sehr viele Fortbildungen abgesagt oder nur verkürzt in einem online-Termin stattgefunden haben. Insgesamt haben in 2020 401 Veranstaltungen stattgefunden, davon 194 mit einer Dauer von 1 Tag oder länger. 90 Veranstaltungen wurden nach Anmeldung komplett abgesagt.

FAIR BANKING in der Beziehung zu unseren Mitarbeitenden bedeutet für uns, nicht nur in die Weiterbildung zu investieren, sondern auch in die „Menschen“. So bieten wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern diverse Leistungen, die über das „Übliche“ hinausgehen. „Mens sana in corpore sano“ – ein gesunder Geist wohnt in einem gesunden Körper – nach diesem Ausspruch gestalten wir diese weiteren Leistungen:

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator GRI SRS-403-9: Arbeitsbedingte Verletzungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

Die Punkte c-g des Indikators SRS 403-9 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.


Leistungsindikator GRI SRS-403-10: Arbeitsbedingte Erkrankungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen;
b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen.

Die Punkte c-e des Indikators SRS 403-10 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.

In 2020 gab es insgesamt 12 "dokumentierbare arbeitsbedingte Verletzungen".
Davon waren 10 Hautverletzungen (Schnitt- bzw. Schürfwunden), 1 Wegeunfall (Auffahrunfall mit dem Auto) und 1 mal "Verheben" beim Transport einer schweren Last. Arbeitsbedingte Verletztungen mit Todesfolge oder schweren Verletzungen gab es nicht. Die Anzahl der gearbeiteten Stunden beträgt 161.700.

Leistungsindikator GRI SRS-403-4: Mitarbeiterbeteiligung zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Die berichtende Organisation muss für Angestellte und Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden, folgende Informationen offenlegen:

a. Eine Beschreibung der Verfahren zur Mitarbeiterbeteiligung und Konsultation bei der Entwicklung, Umsetzung und Leistungsbewertung des Managementsystems für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und zur Bereitstellung des Zugriffs auf sowie zur Kommunikation von relevanten Informationen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gegenüber den Mitarbeitern.

b. Wenn es formelle Arbeitgeber-Mitarbeiter-Ausschüsse für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gibt, eine Beschreibung ihrer Zuständigkeiten, der Häufigkeit der Treffen, der Entscheidungsgewalt und, ob und gegebenenfalls warum Mitarbeiter in diesen Ausschüssen nicht vertreten sind.

Die BIB hat ihren Geschäftssitz in Deutschland. Damit unterliegt sie den entsprechenden Gesetzen und Verordnungen. Unsere Geschäftsstrategie des Fair Bankings beziehen wir nicht nur auf den Umgang mit Kunden, Partnern und Gesellschaft, sondern auch auf unsere Mitarbeitenden. Dazu gehört selbstverständlich auch, die geltenden Gesetze einzuhalten. Zudem können alle Mitarbeiter ihre Anregungen und Beschwerden über verschiedene Wege äußern: im direkten Dialog mit der Führungskraft, über den Betriebsrat, die Mitarbeiter der Personalabteilung oder unmittelbar bei den Vorstandsmitgliedern. In unserer Personalplanung berücksichtigen wir weitest möglich die Wünsche an Umfang und Lage der Arbeitszeit, speziell bei den Müttern, die aus der Elternzeit zurückkehren. Nachwuchsförderung und Nachfolgeplanung sind für uns selbstverständlich. Neben fachbezogener Weiterbildung ermöglichen wir zum Beispiel jüngeren Mitarbeitern mit Potential die Teilnahme am Förderkreis der Genoakademie, bei dem es um die Entwicklung persönlicher Kompetenzen geht. Auch Wünsche nach nebenberuflichen Studiengängen begleiten wir positiv.

Der Arbeitssicherheits-Ausschuss, in dem Arbeitgeber und Arbeitnehmer vertreten sind, trifft sich quartalsweise. Die Entscheidung für entsprechende Maßnahmen liegt beim Arbeitgeber. Die Arbeitnehmer aus den Fachabteilungen haben eine beratende Funktion. Unterstützt wird der Ausschuss über den AMD TÜV Rheinland.

Leistungsindikator GRI SRS-404-1 (siehe G4-LA9): Stundenzahl der Aus- und Weiterbildungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. durchschnittliche Stundenzahl, die die Angestellten einer Organisation während des Berichtszeitraums für die Aus- und Weiterbildung aufgewendet haben, aufgeschlüsselt nach:
i. Geschlecht;
ii. Angestelltenkategorie.

i) w: 118,72 Tage, m: 232,28 Tage
ii) es existiert nur eine Angestelltenkategorie

Leistungsindikator GRI SRS-405-1: Diversität
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der Personen in den Kontrollorganen einer Organisation in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

b. Prozentsatz der Angestellten pro Angestelltenkategorie in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

a. i) w: 43%, m: 57% ii) über 50: 100%

b) i) w: 48,6%, m: 51,4% (ohne MA in Elternzeit) ii) unter 30: 14,6%, 30-50: 52,1%, über 50: 33,3%

Leistungsindikator GRI SRS-406-1: Diskriminierungsvorfälle
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle während des Berichtszeitraums.

b. Status der Vorfälle und ergriffene Maßnahmen mit Bezug auf die folgenden Punkte:
i. Von der Organisation geprüfter Vorfall;
ii. Umgesetzte Abhilfepläne;
iii. Abhilfepläne, die umgesetzt wurden und deren Ergebnisse im Rahmen eines routinemäßigen internen Managementprüfverfahrens bewertet wurden;
iv. Vorfall ist nicht mehr Gegenstand einer Maßnahme oder Klage.

Im Berichtszeitraum gab es keine Diskriminierungsvorfälle.

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Da die BIB als Dienstleister keine „Lieferkette“ im engeren Sinne hat wie z.B. ein produzierendes Unternehmen, spielt das Thema „Zulieferer“ nur eine untergeordnete Rolle, wodurch wir kein wesentliches Risiko in diesem Bereich sehen. Soweit möglich achten wir auf verantwortungsbewusste Fertigung und Materialien. Da wir überwiegend auf Lieferanten aus der Region setzen, sind wir überzeugt, dass die Menschenrechte und Kernarbeitsnormen eingehalten werden. Vor Ort erfolgt eine gewisse Kontrolle über den zwischenmenschlichen Kontakt, sodass mögliche Missstände z.B. beim Arbeitsschutz erkannt und angesprochen werden können. Von unserer Reinigungsfirma haben wir eine Bestätigung vorliegen, dass die gesetzlichen Vorschriften – speziell die Einhaltung des Mindestlohnes – umgesetzt werden. Andere Lieferanten, wie zum Beispiel der Deutsche Genossenschaftsverlag (DG-Verlag) sind genossenschaftlichen Werten verpflichtet bzw. unterliegen der deutschen Gesetzgebung. Die Bank hält die Menschenrechte im eigenen Betrieb ein. Daher gibt es keine weiteren Zielsetzungen in diesem Bereich.

Ein wesentlicher Punkt im Geschäftsbetrieb ist die Anlage freier Liquidität bzw. das Zurverfügungstellen von Anlagemöglichkeiten für unsere Kunden. Über unsere Anlagerichtlinien stellen wir sicher, dass in unseren Anlageportfolien keine Unternehmen oder Staaten enthalten sind, die in schweren Menschenrechtskontroversen verwickelt sind. Auch für unsere Kunden bieten wir Anlagemöglichkeiten, die solche Unternehmen ausschließen.

Im Geschäft mit unseren Mikrofinanzkunden überzeugen sich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch Kundenbesuche vor Ort, ob Menschenrechte und Kernarbeitsnormen eingehalten werden.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator GRI SRS-412-3: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Investitionsvereinbarungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der erheblichen Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder auf Menschenrechtsaspekte geprüft wurden.

b. Die verwendete Definition für „erhebliche Investitionsvereinbarungen“.

Die in Punkt 17 beschriebenen Vorgaben gelten für 100% der Eigenanlagen.

Leistungsindikator GRI SRS-412-1: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, an denen eine Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt wurde, aufgeschlüsselt nach Ländern.

Die einzige Betriebsstätte der BIB befindet sich in Essen. Es werden alle gesetzlichen Vorgaben eingehalten, sodass auch von der Einhaltung der Menschenrechte ausgegangen werden kann. Eine separate Prüfung der Einhaltung der Menschenrechte erfolgt nicht.

Leistungsindikator GRI SRS-414-1: Auf soziale Aspekte geprüfte, neue Lieferanten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der neuen Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien bewertet wurden.

Alle neuen Lieferanten wurden anhand von sozialen Kriterien bewertet.

Leistungsindikator GRI SRS-414-2: Soziale Auswirkungen in der Lieferkette
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Zahl der Lieferanten, die auf soziale Auswirkungen überprüft wurden.

b. Zahl der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen ermittelt wurden.

c. Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen, die in der Lieferkette ermittelt wurden.

d. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt und infolge der Bewertung Verbesserungen vereinbart wurden.

e. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt wurden und infolgedessen die Geschäftsbeziehung beendet wurde, sowie Gründe für diese Entscheidung.

Grundsätzlich wird bei der Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten geprüft, ob deren Ausirchtung zur Strategie der BIB passt. Dies geschieht bei neuen Partnern z.B. über eine Internetrecherche und ein persönliches Gespräch. Sowohl bei den neuen wie auch bestehenden Lieferantenverbindungen erfolgt, wie in Punkt 17 erläutert eine gewisse Kontrolle über die zwischenmenschlichen Kontakte vor Ort.

Es liegen keine Erkenntnisse über negative menschenrechtliche Auswirkungen in der Lieferkette vor.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Die BIB übt ihr Engagement auf verschiedenen Wegen aus. Zunächst ist unser Geschäftsmodell darauf ausgerichtet, unsere Kunden, zu denen u.a. Krankenhäuser, Stiftungen, gemeinnützige NGOs, Wohnungsbauunternehmen, Alten- und Behinderteneinrichtungen oder Versorgungswerke und Privatkunden gehören, durch fair gestaltete Bankdienstleistungen und Produkte zu fördern.
Im Geschäftsbetrieb mit unseren Kunden verzichten wir weitestgehend auf Gebühren. Kosten, die der BIB entstehen, z.B. für die Ausstellung einer Bank- oder Kreditkarte geben wir zum Teil an unsere Kunden weiter.
Ein weiteres Beispiel für Kosten, die die BIB nicht weitergibt, sind die Aufwendungen für Verfügungen an Geldautomaten im BankCard-ServiceNetz. Hier haben sich die Genossenschaftsbanken zu einem Verbund zusammengeschlossen.

Zudem ermöglichen wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Wahrnehmung ehrenamtlicher Tätigkeiten in “Kirche” und anderen gemeinnützigen Einrichtungen wie z.B. Sportvereinen. In unserer Kundenzeitschrift FAIR BANKING berichten wir regelmäßig über ehrenamtliches Engagement unserer Kolleginnen und Kollegen.

Als drittes Standbein hat die BIB 2004 eine eigene Stiftung gegründet – die “BIB FAIR BANKING-Stiftung”. Diese engagiert sich wie die BIB für die Kirche und die Menschen durch Förderung kirchlicher und caritativer Einrichtungen und Projekte. Gleichzeitig lädt sie andere ein, durch Zustiftungen oder die Gründung unselbstständiger Stiftungen unter dem Dach der BIB FAIR BANKING-Stiftung, dies mitzutun.
So konnten im vergangenen Jahr über 400.000 Euro für gemeinnützige Zwecke ausgeschüttet werden. Ein Schwerpunkt im vergangen Jahr lag dabei in der Abmilderung der Auswirkungen der Pandemie.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator GRI SRS-201-1: Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. den zeitanteilig abgegrenzten, unmittelbar erzeugten und ausgeschütteten wirtschaftlichen Wert, einschließlich der grundlegenden Komponenten der globalen Tätigkeiten der Organisation, wie nachfolgend aufgeführt. Werden Daten als Einnahmen‑Ausgaben‑Rechnung dargestellt, muss zusätzlich zur Offenlegung folgender grundlegender Komponenten auch die Begründung für diese Entscheidung offengelegt werden:
i. unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert: Erlöse;
ii. ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert: Betriebskosten, Löhne und Leistungen für Angestellte, Zahlungen an Kapitalgeber, nach Ländern aufgeschlüsselte Zahlungen an den Staat und Investitionen auf kommunaler Ebene;
iii. beibehaltener wirtschaftlicher Wert: „unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert“ abzüglich des „ausgeschütteten wirtschaftlichen Werts“.

b. Der erzeugte und ausgeschüttete wirtschaftliche Wert muss getrennt auf nationaler, regionaler oder Marktebene angegeben werden, wo dies von Bedeutung ist, und es müssen die Kriterien, die für die Bestimmung der Bedeutsamkeit angewandt wurden, genannt werden.

Die Werte können dem Geschäftsbericht 2020 der BIB auf S. 1 sowie S. 53 ff entnommen werden https://www.bibessen.de/wir-fuer-sie/presse/publikationen/geschaeftsbericht.html.

Auszug:

Betriebsergebnis nach Steuern: 28,7 Mio. EUR
Steuern: 15,1 Mio EUR
Personalaufwand: 12 Mio. EUR
Andere Verwaltungsaufwendungen: 12,1 Mio. EUR

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Die BIB ist von einer Vielzahl an Regulierungen betroffen.

Direkten Einfluss auf Gesetzgebungsverfahren nehmen wir nicht.

Indirekt werden unsere Interessen über die Mitgliedschaft im Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverband e.V. (neu Genossenschaftsverband e.V.), dem Arbeitgeberverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (AVR) sowie  im Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR) vertreten. Diese Verbände nehmen Stellung zu Gesetzesinitiativen oder regulatorischen Vorhaben, um die Interessen der Volks- und Raiffeisenbanken zu bündeln und in die Prozesse einzubringen. Zum Teil werden die Eingaben mit anderen Bankenverbänden abgestimmt.

Unsere Mitgliedschaften in „Nachhaltigkeits-Netzwerken“ wie dem Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG), dem Verein für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten e.V. (VfU) oder dem Verein zur Förderung von Ethik und Nachhaltigkeit bei der Geldanlage (CRIC) nutzen wir für den Austausch mit anderen an Nachhaltigkeit interessierten Unternehmen und der Weiterentwicklung unserer Nachhaltigkeitsstrategie.

Weitere Mitgliedschaften bestehen in folgenden Verbänden:

Bei den Mitgliedsbeiträgen zu diesen Vereinen und Verbänden handelt es sich um keine wesentlichen Zahlungen in Relation zum Geschäftsergebnis.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator GRI SRS-415-1: Parteispenden
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Monetären Gesamtwert der Parteispenden in Form von finanziellen Beiträgen und Sachzuwendungen, die direkt oder indirekt von der Organisation geleistet wurden, nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

b. Gegebenenfalls wie der monetäre Wert von Sachzuwendungen geschätzt wurde.

Die BIB hat keine Spenden an politische Parteien geleistet.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Vorstand und Aufsichtsrat der BIB arbeiten auf der Grundlage von Geschäftsordnungen, die die Zusammenarbeit und Verantwortung untereinander, mit dem Aufsichtsrat und im Geschäftsverkehr mit Dritten regeln. Die Einhaltung dieser Geschäftsordnungen wird regelmäßig durch Prüfungshandlungen der Internen Revision der BIB sowie die externe Prüfung durch den gesetzlichen Prüfungsverband RWGV (neu Genossenschaftsverband – Verband der Regionen) nachgehalten.

Im Geschäftsverkehr mit unseren Kunden handeln die Mitarbeiter der BIB auf der Basis der Satzung und internen Anweisungen zur Geschäftsabwicklung. In Bezug auf das Kerngeschäft der BIB regeln Kompetenzkataloge die Vorgehensweise und Vollmachten bei der Konditionsgestaltung.
Es gibt zudem klare Vollmachtenregelungen für die Ausschreibung und Vergabe von Aufträgen an Handwerker oder Lieferanten.

Zur Vermeidung von Korruption und Interessenkonflikten, welche wesentlche Risiken im Bankbetrieb darstellen können, beschreitet die BIB verschiedene Wege. Als Grundlage dienen der IDW Standard RS HFA 33 (Anhangangaben nach §§ 285 Nr. 21, 314 Abs. 1 Nr. 13 HGB zu Geschäften mit nahe stehenden Unternehmen und Personen) und der IDW Prüfungsstandard IDW PS 255 (Beziehungen zu nahe stehenden Personen im Rahmen der Abschlussprüfung), die in den internen Prüfungen als Grundlage dienen. Gleichzeitig hat die BIB ein internes Kontrollsystem eingerichtet, durch das Fälle von Korruption verhindert oder regelt, wie mit Interessenkonflikten umzugehen ist.

Die Mitarbeiter und Führungskräfte der BIB werden durch Veröffentlichung in den Organisationshandbüchern und in internen Meetings für das Thema Compliance informiert und sensibilisiert. Verantworlich für das Thema Compliance ist der Vorstand Markfolge. Das Thema ist ausgelagert und wird in der BIB über die Beauftragten für MaRisk Compliance und WpHG Compliance wahrgenommen.

Die BIB verfügt über keine Grundsätze oder Richtlinien, die unsere Geschäftspartner oder Lieferanten verpflichten. Allerdings haben wir schwerwiegende Kontroversen im Bereich Korruption als Ausschlusskriterium in unseren Anlagerichtlinien definiert und üben so indirekt Kontrolle aus.

Bislang sind in der über 50-jährigen Geschichte der BIB keine Fälle von Korruption vorgekommen.
Maßgeblich dafür verantwortlich sind die gelebte Unternehmenskultur, die auf einer guten Mischung von Vertrauen und Kontrolle basiert wie auch die ergriffenen Maßnahmen und Richtlinien.

Ziel der BIB ist ein fairer Umgang mit Mitarbeitern, Kunden und Geschäftspartnern. Darauf ist die Geschäftsstrategie ausgerichtet. Neue Entwicklungen im Bereich Korruptionsprävention beobachtet die BIB und integriert sie bei Bedarf in ihre internen Arbeitsabläufe.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator GRI SRS-205-1: Auf Korruptionsrisiken geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden.

b. Erhebliche Korruptionsrisiken, die im Rahmen der Risikobewertung ermittelt wurden.

Die BIB hat nur eine Betriebsstätte. Hier werden die in Punkt 20 erläuterten Maßnahmen durchgeführt, um mögliche Korruptionsrisiken zu vermeiden. Im Berichtszeitraum wurden keine erheblichen Korruptionsrisiken ermittelt.

Leistungsindikator GRI SRS-205-3: Korruptionsvorfälle
Die berichtende Organisation muss über folgende Informationen berichten:

a. Gesamtzahl und Art der bestätigten Korruptionsvorfälle.

b. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Angestellte aufgrund von Korruption entlassen oder abgemahnt wurden.

c. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Verträge mit Geschäftspartnern aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption gekündigt oder nicht verlängert wurden.

d. Öffentliche rechtliche Verfahren im Zusammenhang mit Korruption, die im Berichtszeitraum gegen die Organisation oder deren Angestellte eingeleitet wurden, sowie die Ergebnisse dieser Verfahren.

Es kam zu keinen Korruptionsvorfällen.

Leistungsindikator GRI SRS-419-1: Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich, und zwar:
i. Gesamtgeldwert erheblicher Bußgelder;
ii. Gesamtanzahl nicht-monetärer Sanktionen;
iii. Fälle, die im Rahmen von Streitbeilegungsverfahren vorgebracht wurden.

b. Wenn die Organisation keinen Fall von Nichteinhaltung der Gesetze und/oder Vorschriften ermittelt hat, reicht eine kurze Erklärung über diese Tatsache aus.

c. Der Kontext, in dem erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen auferlegt wurden.

Es wurden keine Bußgelder oder nicht-monetäre Sanktionen verhängt.