14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Grundlage für unsere Personalarbeit ist die vom Vorstand verabschiedete Geschäftsstrategie. Die hieraus entwickelten Handlungsfelder beinhalten Ziele, Rollen, Elemente sowie Chancen und Risiken im Personalbereich. Veränderungen am Arbeitsmarkt werden regelmäßig geprüft.  

Die Einhaltung von gesetzlichen Arbeitnehmerrechten (u. a. nationale und internationale Standards, Arbeitsbedingungen, Gewerkschaften, Arbeitnehmerrechte, Gesundheitsschutz, Arbeitssicherheit) ist für uns selbstverständlich. Eine Zielsetzung, zu wann wir Arbeitnehmerrechte einhalten wollen, ist daher nicht erforderlich. Vielmehr verfolgen wir das Ziel, die vollständige Einhaltung der Arbeitnehmerrechte ohne zeitliche Beschränkung beizubehalten.  

Wesentliche Risiken für Arbeitnehmerrechte im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit sind nicht ersichtlich. Bei der Gestaltung unseres Produkt- und Dienstleistungsangebotes achten wir – soweit ersichtlich – darauf, dass negative Auswirkungen auf Arbeitnehmerrechte vermieden werden (z. B. im Bereich der Kreditvergabe, Anlageempfehlungen usw.). Wir versuchen, Risiken aus unseren Geschäftsbeziehungen durch zahlreiche Maßnahmen zu minimieren. Für Ausführungen zu der Auswahl unserer Dienstleister und Lieferanten verweisen wir auf das Kriterium 4. Im Hinblick auf unser Eigengeschäft verweisen wir auf Kriterium 10. Anhand der in diesen Kriterien beschriebenen Maßnahmen beurteilen wir laufend, ob sich wesentliche Risiken für Arbeitnehmerrechte aus unserer Geschäftstätigkeit ergeben. Bislang haben sich so keine wesentlichen Risiken realisiert. Eine darüber hinaus gehende methodische Risikoanalyse nehmen wir daher derzeit nicht vor.

Insbesondere die Rekrutierung und die Bindung von Mitarbeitern ist eine Herausforderung in den nächsten Jahren, ebenso wie der Erhalt der gesundheitlichen Leistungsfähigkeit. Ein Risiko für unsere Personalplanung besteht darin, dass erforderliches Fachwissen einzelner Positionen durch die Veränderung von Mitarbeitern verloren geht. Um aktiv auf Personalveränderungen reagieren zu können, wird eine regelmäßige Prüfung von Schlüsselpositionen vorgenommen. Eine langfristige Personalplanung und die Entwicklung der Mitarbeiter in die digitalisierte Arbeitswelt sind wichtige Zukunftseckpunkte. Einen besonderen Schwerpunkt legen wir auf die Stärkung der Kompetenz unserer Mitarbeiter im Bereich der „Neuen Medien“.

Wir haben eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Personalrat und der Jugend- und Auszubildendenvertretung. Die Vertretung besonderer Mitarbeiterinteressen erfolgt durch unsere Schwerbehindertenvertretung sowie durch unsere Gleichstellungsbeauftragte. Feedback gibt es durch Gegenseitigkeitsbeurteilungen in alle Richtungen. Im Rahmen einer Zufriedenheitsumfrage wird ein Gesamtbild der Förde Sparkasse ermittelt. Zudem haben alle Mitarbeiter, Auszubildende sowie Bewerber die Möglichkeit, uns auf dem Arbeitgeberportal https://www.kununu.com/ anonym zu bewerten.

Als gemeinwohlorientiertes, öffentlich-rechtliches Kreditinstitut unterliegen wir den Tarifbestimmungen des öffentlichen Dienstes und den deutschen Arbeitsgesetzen. Wir unterliegen dem Sparkassengesetz und sind ausschließlich national in unserer Region tätig.  

In verschiedenen Projekten und Arbeitskreisen arbeiten unsere Mitarbeiter an der operativen Umsetzung der geschäftspolitischen Ziele. Zusätzlich fördert die Förde Sparkasse aktiv das soziale bzw. ehrenamtliche Engagement der Mitarbeiter. Ausgewählte Mitarbeiter sind in den Regionen unseres Geschäftsgebietes als Repräsentanten aktiv und geben der Förde Sparkasse zusätzlich ein Gesicht.  

Unsere Mitarbeiter haben zudem in unserem Nachhaltigkeitsmanager einen zentralen Ansprechpartner zum Thema "Nachhaltigkeit". Er stellt sicher, dass die Belegschaft in das Nachhaltigkeitsmanagement einbezogen wird. Der Nachhaltigkeits-Kompass dient uns dazu, den Personalbereich konsequent an Nachhaltigkeitskriterien auszurichten.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz bietet einen Diskriminierungsschutz für alle Beschäftigten der Förde Sparkasse und wird umfassend erfüllt. Für alle Mitarbeiter gelten flexible Voll- und Teilzeitmöglichkeiten sowie eine tarifvertragsorientierte Vergütung.  

Als ein Entwicklungsfeld sehen wir die Förderung von Frauen in Führungspositionen. 59,96 % (2018: 61,00 %) unserer Beschäftigten sind Frauen, ihr Anteil in den Führungsebenen liegt bei 23,97 % (2018: 20,00 %). In diesem Bereich möchten wir uns durch eine umfangreiche Potenzialanalyse und eine anschließende individuelle Förderung im Rahmen eines Mentoring-Programmes weiterentwickeln. Es ist unser Ziel, den Frauenanteil in Führungspositionen bis 2024 auf 30,00 % zu erhöhen.  

Zur Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie bietet die Förde Sparkasse diverse Möglichkeiten an:   Durch unsere Zusammenarbeit mit dem pme familienservice haben unsere Mitarbeiter die Möglichkeit, in einer schwierigen Lebenssituation sofort Unterstützung zu erhalten.  

Im Jahr 2019 arbeiteten 408 (38,20 %) unserer Mitarbeiter in Teilzeit. Auch unsere Führungskräfte haben die Möglichkeit, in Teilzeit zu arbeiten. In 2019 haben sich dafür 13 Führungskräfte (10,40 %) entschieden.

Im Bereich Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit unterbreiten wir unseren Mitarbeitern folgende Angebote:   Alle mit dem Thema Sicherheit beauftragten Personen tauschen sich regelmäßig mit dem Personalmanagement, dem Personalrat und der Schwerbehindertenvertretung aus und planen entsprechende Maßnahmen. Aufgrund der Gefährdungsanalyse werden den Mitarbeitern in ihren Organisationseinheiten in 2020 halbtägige Workshops in der Arbeitszeit angeboten. Hier kann jede Gruppe zwischen 9 unterschiedlichen Themen von z.B. Achtsamkeit, Stressreduktion, Resilienz usw. ihr Thema wählen. Die Workshops werden in Zusammenarbeit mit dem Kooperationspartner, der AOK, durchgeführt.  

Unsere Angebote zur Gesundheitsförderung und -prävention richten sich seit vielen Jahren an alle Zielgruppen unserer Belegschaft. Besonders wichtig ist uns das umfassende Betriebliche Eingliederungsmanagement mit dem Ziel, die Arbeitsfähigkeit von gesundheitlich eingeschränkten Mitarbeitern wiederherzustellen bzw. zu erhalten.  

Weitere Angebote sind: In Bezug auf Chancengerechtigkeit haben wir uns im Übrigen das Ziel gesetzt, das bereits hohe Niveau ohne Zeitbezug zu halten.

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Mit rund 1200 Mitarbeitern, davon ca. 100 Auszubildende, zählen wir zu den größten Arbeitgebern und Ausbildern in unserer Region. Unser Bestreben ist es, unseren Nachwuchs selbst auszubilden und nach der Ausbildung im Hause zu entwickeln und zu qualifizieren. Die Personalpolitik ist darauf ausgerichtet, Mitarbeiter in ausreichender Anzahl rechtzeitig und umfassend zu qualifizieren, um den Veränderungen in der Alterspyramide frühzeitig zu begegnen.

So wurden die Ausbildungszahlen von 100 Auszubildenden auf 120 erhöht. In 2019 wurde ein Konzept zur Gewinnung von neuen Zielgruppen erarbeitet, um dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken. Neben der Gewinnung von Studienabbrechern für die Ausbildung werden seit 2019 Quereinsteiger innerhalb eines Jahres zum Sparkassenkaufmann ausgebildet. Es ist unser Ziel, in 2020 insgesamt 40 Quereinsteiger qualifiziert zu haben.  

Unser umfassendes Aus- und Fortbildungsprogramm vereint sowohl die fachliche Qualifikation, als auch die Persönlichkeitsentwicklung und Anpassungsfortbildungen. Als Personalbindungsmaßnahme hat jeder Mitarbeiter die Möglichkeit, an unterschiedlichen und individuellen Fortbildungsmaßnahmen teilzunehmen. Vor dem Hintergrund fortschreitender Digitalisierung legen wir besonderen Wert auf die Stärkung digitaler Fortbildungsmaßnahmen. Seit November 2019 wird jedem Mitarbeiter eine Stunde in der Woche zur Stärkung seiner digitalen Fitness zur Verfügung gestellt. Dazu werden entsprechende Angebote unterbreitet. In 2020 wird zusätzlich eine MITTmachApp angeboten, mit Hilfe derer insbesondere die Kenntnisse im Bereich "Payment“ vertieft werden sollen.

Auch in der Zertifizierung unserer Berater sehen wir einen wesentlichen Baustein zur Qualifizierung unserer Mitarbeiter. Per 31.12.2019 haben 75,00 % der Individualkundenberater die Zertifizierung erfolgreich absolviert. Für 2020 verfolgen wir das Ziel, dass 80,00 % dieser Berater die Zertifizierung erhalten.  

Neben der klassischen Ausbildung zum IHK-Bankkaufmann bietet die Förde Sparkasse einen dualen Studiengang zum Bachelor of Arts an. Nach einer erfolgreichen Ausbildung stehen verschiedene Fortbildungsmöglichkeiten zur Verfügung. Knapp die Hälfte unserer Mitarbeiter hat ein Bankfachwirt- oder Bankbetriebswirtstudium absolviert. Auch nach der Ausbildung unterstützt die Förde Sparkasse unsere Mitarbeiter dabei, den Bachelor- oder Master-Abschluss zu erlangen. Insgesamt haben wir eine Weiterbildungsquote von 57,70 %. Unser Ziel ist, dass diese Quote über 50,00 % bleibt.

Die fachlichen Qualifikationen sind ein Teil unseres Personalentwicklungskonzeptes. Wichtig ist uns aber auch die persönliche Weiterentwicklung. Jedem Mitarbeiter stehen verschiedene Karrierewege in unterschiedlichen Bereichen zur Verfügung. Die individuelle Planung eines Karriereweges erfolgt zwischen den Mitarbeitern, der Führungskraft und dem Personalmanagement.  

In verschiedenen Assessmentcenter-Verfahren können sich alle Mitarbeiter auf entsprechende Fortbildungen bewerben und präsentieren. Insbesondere unser Assessmentcenter „Frauen in Führung“ und das dahinterstehende Förderungs- und Mentoring-Programm erfreut sich großer Beliebtheit. Unsere Fortbildungsreihe „Fit für Führung“ bereitet insbesondere zukünftige Führungskräfte auf ihre neue Tätigkeit vor.  

Wesentliche Risiken aus unserer Geschäftstätigkeit, die negative Auswirkungen auf die Qualifizierung haben, sind nicht ersichtlich. Durch einen jährlichen Überprüfungsprozess werden die Aktualität und Notwendigkeit der Qualifizierungen angepasst. So stellen wir sicher, dass wesentliche Risiken hierfür nicht entstehen.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator EFFAS S03-01
Altersstruktur und -verteilung (Anzahl VZÄ nach Altersgruppen). Link

Alter der Mitarbeiter in Jahren Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter
unter 30 161
30-40 180
40-50 253
50-60 392
über 60 83

Leistungsindikator EFFAS S10-01
Anteil weiblicher VZÄ an der Gesamtmitarbeiterzahl. Link

1.069 Mitarbeiter insgesamt, davon 641 weibliche Mitarbeiter = 59,96%

Wir haben uns aus folgenden Gründen gegen eine Erfassung der Daten nach VZÄ entschieden:

Leistungsindikator EFFAS S10-02
Anteil weiblicher VZÄ in Führungspositionen im Verhältnis zu gesamten VZÄ in Führungspositionen. Link

121 Führungskräfte (ohne die 4 Vorstandsmitglieder) insgesamt, davon 29 weibliche Führungskräfte = 23,97%.

Wir haben uns aus folgenden Gründen gegen eine Erfassung der Daten nach VZÄ entschieden:

Leistungsindikator EFFAS S02-02
Durchschnittliche Ausgaben für Weiterbildung pro VZÄ pro Jahr. Link

Die Förde Sparkasse hat im Jahr 2019 im Schnitt je Mitarbeiter/in (VZÄ) 1.037,00 EUR in die Aus- und Fortbildung investiert.

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Die Einhaltung deutscher Gesetze und somit auch der Menschenrechte ist integraler Bestandteil unserer Geschäftstätigkeit. Die Verantwortung hierfür trägt der Vorstand. Die Maßnahmen, die wir ergreifen, um rechtskonformes Verhalten in unserem Unternehmen zu gewährleisten, ergeben sich aus dem Kriterium 20.    

Als Dienstleister und Zulieferer werden grundsätzlich regionale mittelständische Unternehmen beauftragt, die in vollem Umfang der deutschen Rechtsprechung und der behördlichen Kontrolle in Bezug auf die Beachtung der Menschenrechte, die Vermeidung von Zwangs- und Kinderarbeit sowie die Einhaltung der geltenden Vorschriften des Mindestlohngesetzes unterliegen.   

Wesentliche Risiken, dass unsere Dienstleister und Zulieferer Menschenrechte missachten, Zwangs- und Kinderarbeit fördern oder Ausbeutung begünstigen, sehen wir aufgrund der engen meist regionalen Partnerschaft nicht. Daher sehen wir keine Notwendigkeit, diesbezügliche Überprüfungen vorzunehmen oder entsprechende Konzepte zu erstellen. Im Umfeld der Förde Sparkasse ist es noch nie zu Auffälligkeiten in diesem Bereich gekommen. Wesentliche Risiken sind bei einer konsequenten Anwendung dieses Vorgehens daher nicht erkennbar.  

Unabhängig davon haben wir in den Jahren 2018 und 2019 mit wesentlichen Dienstleistern und Lieferanten Workshops zum Thema 'Nachhaltigkeit' durchgeführt und darin unter anderem auch die vorgenannten Fragestellungen zu Menschenrechten thematisiert. Weitere Ausführungen zu unseren Vertragspartnern lassen sich dem Kriterium 4 entnehmen.

Wir haben im Berichtsjahr freiwillig am Monitoring der Umsetzung der menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten durch Unternehmen im Rahmen des Nationalen Aktionsplans Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) teilgenommen, um das Bewusstsein für menschenrechtliche Sorgfalt in Deutschland zu fördern.  

Bei der Gestaltung unseres Produkt- und Dienstleistungsangebotes achten wir darauf, dass unsere Geschäftstätigkeit keine negativen Auswirkungen auf die Achtung von Menschenrechten hat (siehe Kriterium 10).

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator EFFAS S07-02 II
Prozentsätze alle Einrichtungen, die nach SA 8000 zertifiziert sind. Link

Eine Zertifizierung der Social Accountability Kriterien nach SA8000 ist bisher nicht beantragt worden.
Die Förde Sparkasse erfüllt die mitarbeiterbezogenen Kriterien jedoch bereits. Als regional tätige tarifgebundene Anstalt öffentlichen Rechts sehen wir derzeit kein Erfordernis für eine Zertifizierung und ein entsprechendes Managementsystem.

Die Förde Sparkasse achtet zudem bei der Auswahl ihrer Vertragspartner auf die Einhaltung der geforderten mitarbeiterbezogenen Kriterien aus der SA8000-Zertifizierung. Der Anteil unserer Vertragspartner, die über eine SA8000-Zertifizierung verfügen, wurde bisher nicht erhoben.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Unsere Geschäftstätigkeit und die daraus erwirtschafteten Erträge kommen der Gesellschaft in der Region zugute. Unser Konzept ist es, als Arbeitgeber, Steuerzahler und Auftraggeber die heimische Wirtschaft zu stärken. Neben einer jährlichen Ausschüttung an unsere Träger unterstützen wir mit Hilfe eines Zuwendungsmanagements das Gemeinwohl mit Spenden, Sponsoring und dem Zweckertrag Los-Sparen. Die Vergabe von Fördermitteln basiert dabei auf den strategischen Zielen des Vorstandes. Bei Zuwendungen achten wir darauf, dass die geförderten Maßnahmen einer Vielzahl von Begünstigten zu Gute kommen, zu einer positiven Imagebildung der Förde Sparkasse beitragen, das soziale Miteinander fördern und das Ehrenamt stärken.

Bei der Entscheidungsfindung binden wir das Votum unserer Mitarbeiter aus den jeweiligen Regionen ein, um so besondere Aspekte zu berücksichtigen, die für oder gegen eine Förderung sprechen. Unser Ziel ist es, das gesellschaftliche Engagement aufrechtzuerhalten und einen Fokus auf eine nachhaltige Projektauswahl zu legen. Unser gesellschaftliches Engagement begrenzen wir nicht auf bestimmte Zeiträume. In der Beratung der Projektstarter wirken wir insbesondere auf eine zunehmend nachhaltige Zielsetzung von der Maßnahmenplanung bis zur Umsetzung sowie den nachfolgenden Zeitraum ein.

Als denkbare Risiken lassen sich Interessenkonflikte, Reputationsschäden, Verknüpfungen mit anderen Verträgen sowie undurchsichtige Vergabeprozesse nennen. Aufgrund unseres Zuwendungsmanagements und unserer langjährigen Erfahrung sehen wir diese Risiken für uns jedoch nicht als wesentlich an. Im Berichtsjahr förderten wir nachhaltige Projekte aus den Bereichen Bildung, Kunst und Kultur, Soziales und Sport sowie Umwelt mit über 755.000 EUR aus Spenden und Sponsoringmitteln.  

Die besondere Bedeutung dieser Kundengruppe für unser Haus kommt auch darin besonders zum Ausdruck, dass wir die wichtigen Non-Profit-Organisationen als definiertes Zukunftsfeld in einer Gruppe 'Institutionelle Kunden' durch Spezialisten für diese Kundengruppe betreuen. Hier werden gemeinsam mit den Kunden Lösungen für die besonderen Anforderungen erarbeitet und umgesetzt.  

Darüber hinaus ist die Förde Sparkasse im regionalen Stiftungswesen fest verankert. Unter dem Dach der Stiftergemeinschaft wirken 55 Stiftungsfonds und Treuhandstiftungen für gemeinnützige Zwecke in unserem Geschäftsgebiet.  

Der Nachhaltigkeits-Kompass bietet uns die Möglichkeit, zu controllen, wie hoch der Anteil an nachhaltigen Förderbereichen im Rahmen unseres gesellschaftlichen Engagements ist und wie wir unser Zuwendungsmanagement steuern. Anhand des beschriebenen Zuwendungsmanagements prüfen wir laufend, welche wesentlichen Risiken bestehen und inwieweit wir unser Managementsystem anpassen müssen.  

Bei der Gestaltung unseres Produkt- und Dienstleistungsangebotes achten wir darauf, dass unsere Geschäftstätigkeit keine negativen Auswirkungen auf Sozialbelange hat (siehe Kriterium 10). In Bezug auf unsere Geschäftsbeziehungen verweisen wir auf Kriterium 4.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Wir beobachten die aktuellen Gesetz- und Verordnungsgebungsverfahren, die für unser Haus von besonderer Relevanz sind. Hierzu zählen unter anderem
Die Förde Sparkasse nimmt keine Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren vor.

Die Förde Sparkasse ist Mitglied im Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein (SGVSH). Wie die anderen regionalen Sparkassen - und Giroverbände auch, zählt der SGVSH zu den Mitgliedern des DSGV. Dieser Dachverband nimmt die Interessen der Sparkassen-Finanzgruppe in bankpolitischen, kreditwirtschaftlichen und aufsichtsrechtlichen Fragen gegenüber den Institutionen des Bundes und der Europäischen Union wahr. Die Förde Sparkasse tätigt keine Spenden an Parteien oder Politiker, ist nicht in Lobbylisten eingetragen, lässt Regierungen keine Zuwendungen zukommen und ist nicht Mitglied in politisch aktiven Organisationen.

Daher sehen wir keine wesentlichen Risiken in Bezug auf die politische Einflussnahme unseres Hauses. Für die Analyse der Compliance-Risiken wird auf Kriterium 20 verwiesen.

Die Förde Sparkasse und ihre Mitarbeiter sind in 149 regionalen Vereinen unternehmensbezogene Mitglieder. Diese sind insbesondere im Bereich der Wirtschaftsförderung, Kultur, Bildung und Sport tätig. Unser Haus konnte die Vereine durch Mitgliedsbeiträge in Höhe von insgesamt rund 74 TEUR unterstützen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator EFFAS G01-01
Zahlungen an politische Parteien in Prozent vom Gesamtumsatz. Link

Die Förde Sparkasse nimmt keine Zahlungen an politische Parteien (siehe Kriterium 19) vor.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Wir halten die rechtlichen Anforderungen, die für uns als öffentlich-rechtliches Kreditinstitut gelten, streng ein. Neben den Regelungen, denen alle Kreditinstitute unterworfen sind (KWG, WpHG, GWG, etc.) gelten für uns besondere sparkassenrechtliche Bestimmungen. Das Ministerium für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung des Bundeslandes Schleswig-Holstein als Sparkassenaufsichtsbehörde regelt das Geschäftsrecht für die Sparkassen im Lande und übt die Rechtsaufsicht aus. Im Sparkassengesetz für das Land Schleswig-Holstein ist die Prüfung der Sparkassen durch die Prüfungsstelle des SGVSH festgelegt. Die Förde Sparkasse unterliegt zudem der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und der Bundesbank.

Wir erwarten von unseren Mitarbeitern rechtskonformes Verhalten. Es sind sowohl gesetzliche Regelungen als auch interne Organisationsrichtlinien zu befolgen. Es existieren klare Regelungen hinsichtlich der Annahme von Geschenken und Vergünstigungen. Ein verbindlicher Verhaltenskodex zur Korruptionsprävention wurde im Jahr 2009 formuliert. Zur vertraulichen - auf Wunsch auch anonymen - Meldung von Gesetzesverstößen wurde ein Hinweisgebersystem implementiert. Die Sensibilisierung und Weiterbildung der Mitarbeiter zu compliance-relevanten Themen wie beispielsweise Geldwäscheverhinderung, Betrugsprävention und Datenschutz werden regelmäßig als web-basierte Pflichtschulungen durchgeführt. Daneben steht allen Mitarbeitern ein digitales Nachschlagewerk zur Verfügung. Zur Überwachung der gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Regelungen hat der Vorstand der Förde Sparkasse ein Beauftragtenwesen implementiert. Die Beauftragten für die Bereiche
agieren unabhängig und verantwortlich innerhalb ihrer jeweiligen Aufgabenbereiche. Sie verfügen über einen uneingeschränkten Informationszugang. Darüber hinaus achtet auch die interne Revision im Rahmen risikoorientierter Prüfungen auf die Einhaltung von aufsichtsrechtlichen und gesetzlichen Vorschriften. Der Compliance-Beauftragte nach MaRisk
Die Risikoanalyse bildet Risiken für gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten ab, die sich aus der Geschäftstätigkeit, aus den Geschäftsbeziehungen und aus den Produkten und Dienstleistungen ergeben. Sie ist in die Bestandteile "Compliance-Risiken aus Verbraucherschutzvorgaben" (Bsp.: Telefonwerbung ohne Kundeneinwilligung und Geschäfte mit Minderjährigen ohne Einwilligung der gesetzlichen Vertreter) und "Compliance-Risiken aus spezialgesetzlichen, sonstigen aufsichtsrechtlichen und sonstigen gesetzlichen Regelungen und Vorgaben" (Bsp.: Datenschutzrecht und Emission von Pfandbriefen) untergliedert. Es wird zwischen geringem, normalem und hohem Risiko unterschieden. Für die Risikoszenarien wurden ausschließlich geringe oder normale Risiken festgestellt.  

Anhand des beschriebenen Berichts- und Beauftragtenwesen prüfen wir laufend, welche wesentlichen Risiken bestehen und inwieweit wir unser Managementsystem anpassen müssen.  

Ziel ohne Zeitbezug der Förde Sparkasse ist es, Compliance Verstöße gänzlich zu vermeiden. Weitere Ziele sind nicht formuliert. Hinsichtlich der Zielerreichung verweisen wir auf den Leistungsindikator EFFAS V01-01.  

Das Ergebnis des Compliance-Konzeptes ist der jährliche Tätigkeitsbericht der Compliance-Funktion nach MaRisk, der sich immer auf den Zeitraum vom 1.7. bis zum 30.6. des Folgejahres bezieht. Für den Zeitraum vom 01.01. bis 30.06.2019 wurde unter Einbeziehung verschiedener Erkenntnisquellen, wie z.B. die Berichte weiterer Beauftragter, des Qualitätsmanagements und interner sowie externer Prüfer die Wirksamkeit eingesetzter Verfahren beurteilt. Es wurden weder Erkenntnisse gewonnen, dass die Funktionsfähigkeit compliance-relevanter Prozesse beeinträchtigt ist, noch dass die Wirksamkeit der Verfahren zur Einhaltung relevanter gesetzlicher Vorgaben und Regularien eingeschränkt ist.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator EFFAS V01-01
Ausgaben und Strafen nach Klagen und Prozessen wegen wettbewerbswidrigen Verhaltens, Kartell- und Monopolverstößen. Link

Ausgaben und Strafen nach Klagen und Prozessen wegen wettbewerbswidrigem Verhalten, Kartell- und Monopolverstößen sind in der Förde Sparkasse nicht angefallen.

Leistungsindikator EFFAS V02-01
Prozent vom Umsatz in Regionen mit einem Transparency International Corruption Index unter 60. Link

Im Kundengeschäft (Kreditgeschäft, Vermögensanlage und Zahlungsverkehr) erzielt die Förde Sparkasse keine Umsätze in Regionen mit einem Transparency International Corruption Index (CPI) unter 60.  

Im Rahmen unseres Eigengeschäftes (Depot A) befanden sich fünf Staaten im Portfolio der Förde Sparkasse, welche für das Jahr 2019 einen CPI-Wert von unter 60 haben. Die Buchwerte betrugen per 31.12.2019:  
Der Anteil der beschriebenen fünf Adressen am Gesamtportfolio des Depots A der Förde Sparkasse beträgt per 31.12.2019 (Buchwert) 7,77 %.