14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Die Beschäftigten sind die wichtigste Ressource der Sparkasse. Sie bilden aufgrund ihrer Qualifizierung und ihres Engagements die Basis für den Erfolg der Sparkasse Leverkusen. Deshalb wird Wert auf eine langfristig orientierte Personalpolitik gelegt. Die Zufriedenheit, Motivation und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten zu stärken, ist dabei eine wesentliche Aufgabe in der Personalarbeit.

Die Interessen der Beschäftigten sowie der Geschäftsleitung werden durch den Personalrat und die Jugend- und Auszubildendenvertretung gewahrt. Unterstützung leisten außerdem die Schwerbehindertenvertretung sowie die Gleichstellungsbeauftragte. Der Austausch zwischen der Schwerbehindertenvertretung und der Gleichstellungsbeauftragten sowie der Leitung der Personalabteilung finden wöchentlich statt. Der Personalrat wird in allen mitbestimmungsrelevanten Angelegenheiten frühzeitig von der Personalabteilung eingebunden. Hierzu findet jeweils ein bedarfsbezogener Austausch unter Einbindung der Fachabteilung statt. Vierteljährlich findet zudem ein Austausch zwischen dem Personalratsgremium und dem Vorstand statt. In diesem Austausch werden Grundsatzthemen besprochen und bewertet, die an den Personalrat herangetragen oder von ihm bzw. dem Vorstand vorgetragen wurden.

Daraus sich ergebende Maßnahmen werden abgeleitet und ihre Umsetzung besprochen. Hierin sind auch viele Themen aus dem Bereich Nachhaltigkeit involviert. Zur Entlastung der Umwelt soll der Individualverkehr deutlich entlastet werden. Im zuvor genannten Austausch wird besprochen, wie das Ziel möglichst effektiv und effizient erreicht werden kann. Im April 2020 hat die Sparkasse mit der Ausgabe von Jobtickets an 77 Beschäftigte begonnen. Um den Personennahverkehr zu fördern und den Beschäftigten einen Anreiz zu geben, nachhaltig zum Umweltschutz beizutragen, werden die Tickets vergünstigt angeboten. Aufgrund der Corona-Pandemie stagniert die Anzahl der Nutzerinnen und Nutzer seit dem Beginn des Programms.  Kennzahlen zur Zielüberwachung wurden keine verabschiedet, der Einführungspreis von 20,00 Euro wird jedoch in 2021 fortgeführt, um weitere Beschäftigte zum Wechsel auf den Öffentlichen Personennahverkehr zu bewegen. Es wird das Ziel einer kontinuierlichen Steigerung der Stückzahlen verfolgt. Aufgrund dieser Definition der Zielerreichung als fortlaufender Prozess wird auf konkrete Ziele verzichtet.

Für das kommende Jahr ist die Einführung eines Leasingrades vorgesehen. Die Umsetzung dieses Konzeptes stellt einen weiteren Baustein zum Umweltschutz und damit zur Nachhaltigkeit dar. Mit der Umsetzung des Mitarbeiter-PC-Programmes in 2021 sollen die Mitarbeitenden beim digitalen Wandel und der Nutzung der IT Infrastruktur unterstützt werden. Da das Thema Gesundheit aufgrund der Anforderungen an den Arbeitsplatz immer stärker in den Fokus der Personalarbeit rückt, wurde zusammen mit dem Personalrat beschlossen, das international bekannten EAP-Modell (Employee Assistance Programm) im nächsten Jahr einzuführen. Mit psychologischer, sozialer und medizinischer Beratung soll ein wirksamer Beitrag zur Erhaltung und Wiederherstellung der Gesundheit und Leistungsfähigkeit unser Beschäftigten geleistet werden. Wobei sich das Angebot sowohl auf Belastungen aus dem beruflichen als auch dem privaten Umfeld bezieht. Durch Umsetzung und Nutzung der vorgestellten Konzepte haben die Beschäftigten die Möglichkeit, sich aktiv am Nachhaltigkeitsmanagement der Sparkasse zu beteiligen. Das Thema Nachhaltigkeit wird durch ein interdisziplinäres Team begleitet, bei dem die Beschäftigten ebenfalls aktiv eingebunden sind.

Die vierteljährliche Berichterstattung des Vorstands zur betriebswirtschaftlichen Situation der Sparkasse Leverkusen an den Personalrat hat positive Auswirkungen. Der Personalrat wird frühzeitig in die Lage versetzt, die zustimmungspflichtigen Entscheidungen betriebswirtschaftlich besser einordnen zu können, beispielsweise Veränderungen des Sollstellenplans. Ebenso werden frühzeitig Hinweise seitens des Personalrats für Erstellung und Umsetzungen von Projekten, die die Beschäftigten betreffen, berücksichtigt (z. B. Einführung des Jobtickets, Gesundheitsmanagement, Umsetzung des Kostenprojektes, Umsetzung des Konzeptes zum mobilen Arbeiten).

Das Trägergebiet der Sparkasse Leverkusen ist auf das Stadtgebiet von Leverkusen begrenzt. Ein Großteil der Beschäftigten lebt in dieser Region und viele schätzen die Sparkasse Leverkusen als einen verlässlichen und verantwortungsbewussten Arbeitgeber. Es werden grundsätzlich unbefristete Arbeitsverträge abgeschlossen. Den knapp 500 Beschäftigten wird mit auf Dauer angelegte Beschäftigungsperspektiven mit guten Entwicklungschancen angeboten. Die durchschnittliche Unternehmenszugehörigkeit liegt bei rund 23 Jahren. Das Risiko der Verletzung von Arbeitnehmerrechten wird aufgrund der Aufgabe als öffentlich-rechtliches Institut und der Tarifbindung als äußerst gering eingeschätzt. Aufgrund des geringen Risikos wird eine konkrete Risikoanalyse für entbehrlich gehalten.

Neben dem Vorstand und der Personalabteilung auf der Arbeitgeberseite wachen auch der Personalrat, die Schwerbehindertenvertretung und die Gleichstellungsbeauftragten auf der Seite der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über die Einhaltung der Arbeitnehmerrechte. Durch die enge Zusammenarbeit der Beteiligten wird das Risiko einer Verletzung der Arbeitnehmerrechte als äußerst gering eingeschätzt. Im Übrigen sind auch noch keine Fälle von Verletzung der Rechte aufgetreten, weshalb auf ein Management- und Steuerungssystem sowie die Vereinbarung konkreter Ziele verzichtet wurde.

Im Rahmen von regelmäßigen Beurteilungsgesprächen wird die Zufriedenheit der Beschäftigten eruiert, indem die Mitarbeitenden ein Feedback zum Führungsverhalten ihrer Führungskräfte, der Arbeitssituation und der internen Kommunikation geben und Optimierungsansätze besprochen werden. Einheitliche Unternehmens- und Führungsleitsätze werden aktuell erarbeitet und sollen in 2021 / 2022 umgesetzt werden. Auf diese Weise können Risiken aus der Geschäftstätigkeit, aber auch aus den Geschäftsbeziehungen sowie den Produkten und Dienstleistungen frühzeitig erkannt und Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. 

Ein Risiko in Bezug auf die Arbeitsnehmerrechte im Zusammenhang mit Nachhaltigkeitsbelangen wird aufgrund der umfangreichen deutschen Gesetzgebung, der Anwendung des einschlägigen Tarifvertrages sowie der intensiven Einbeziehung der Beschäftigten nicht erkannt. Da die Sparkasse Leverkusen nur regional tätig ist, entfällt eine internationale Betrachtung.

Weitere Maßnahmen werden aktuell nicht ergriffen. Da derzeit keine wesentlichen Risiken gesehen werden, wird auf die Erstellung eines Konzepts bis auf Weiteres verzichtet.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Die Sparkasse Leverkusen setzt für ihre Beschäftigten den Schutz vor Diskriminierung konsequent um. Wir leben eine Kultur der Chancengleichheit zwischen Geschlechtern, Altersgruppen, Religionszugehörigkeiten, Nationalitäten und Menschen mit und ohne körperliche Einschränkungen.

Die Sparkasse Leverkusen, als öffentlich-rechtliches Kreditinstitut, unterliegt dem TVöD-Sparkassen. Dieser Tarifvertrag regelt für unsere Beschäftigten Gehälter, Arbeitszeiten und weitere Arbeitsbedingungen.

Der Anteil weiblicher Vollbeschäftigtenäquivalente (VZÄ) an der Gesamtzahl unserer Beschäftigten beträgt rund 55 Prozent. Der Anteil weiblicher VZÄ in Führungspositionen liegt bei rund 34 Prozent. Ein Schwerpunkt der Personalarbeit liegt in der Weiterentwicklung eines spezifischen Personalentwicklungskonzeptes sowie der Förderung von weiblichen Beschäftigten für die Führungslaufbahn.

Im nächsten Jahr wird es zur Implementierung neuer Unternehmens- und Führungsleitsätzen kommen, bevor ein auf diese Leitsätze aufbauendes Personalbeurteilungs- und Entwicklungssystem (PROGRESS) das derzeitige System ablösen wird. Ziel der Maßnahmen ist es, dass Betriebsklima in Zeiten stärkerer Arbeitsverdichtung weiter zu verbessern, die Führung auf die neuen Leitsätze auszurichten und die Krankheitsquote mittel- bis langfristig zu senken. Konkrete Zielwerte sind noch zu erarbeiten.

In 2020 waren die Beschäftigten der Sparkasse insgesamt 7.683 Tage krank. Der Anteil der Krankheitstage an den Arbeitstagen betrug 6,9 %. Arbeitsunfälle mit Arbeitsunfähigkeit gab es im abgelaufenen Jahr keine; ebenso gab es keine arbeitsbedingten Verletzungen mit schweren Folgen oder arbeitsbedingte Todesfälle. Die Anzahl der Langzeiterkrankten in 2020 betrug per 31.12.2020 sechszehn.

Die Sparkasse Leverkusen fördert die Gesundheit ihrer Beschäftigten. Neben einer Betriebssportgemeinschaft mit vielfältigen Sportangeboten bietet sie ein institutionalisiertes Gesundheitsmanagement an. Zu dessen Angebot zählen präventive Maßnahmen (Massagen am Arbeitsplatz, Sehtests, Unterstützung der Beschäftigten mit gesundheitlichen Einschränkungen durch besonders ausgestattete Arbeitsplätze sowie Seminare und Vortragsveranstaltungen). Im Rahmen des Gesundheitsmanagements werden Kurse wie z. B. Raucherentwöhnung und Gewichtsreduzierung durch Hypnose angeboten. Zusätzlich besitzt die Sparkasse Leverkusen einen eigenen Schwerbehindertenvertreter, der sich für die Rechte der Beschäftigten mit Beeinträchtigung stark macht.

Zur Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf bietet die Sparkasse eine große Auswahl an Arbeitszeitmodellen an. Seit 2015 können die Beschäftigten zusätzliche Urlaubstage im Jahr durch Entgeltverzicht beanspruchen. Mit 36 Auszubildenden ist die Sparkasse Leverkusen einer der größten Ausbilder in der Stadt. Angeboten werden sowohl die klassische Ausbildung zur Bankkauffrau / zum Bankkaufmann als auch ein duales Studium (Bachelor of Science und Ausbildung Bankkauffrau / -mann). Weiterhin bieten wir die Ausbildung zur Kauffrau bzw. zum –mann für Versicherungen und Finanzen sowie zur Kauffrau / zum Kaufmann für Dialogmarketing an. Bereits 2019 wurde den Beschäftigten mobiles Arbeiten angeboten um sowohl die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern als auch den Umweltschutz. Dieses Konzept wurde – sicher begünstig durch die Anforderungen der Corona-Pandemie – zahlenmäßig deutlich ausgeweitet. Auch hier sind keine Zielwerte vorgesehen, zumal allen Mitarbeitenden, bei denen die Tätigkeit ein mobiles Arbeiten ermöglicht, auch die Technik hierfür zur Verfügung gestellt wird.

Weiteres Ziel ist es, dass alle Beschäftigten entsprechend ihrer Aufgaben angemessen vergütet werden. Dies wird durch die regelmäßige Überprüfung und Anpassung von Stellenbeschreibungen und –bewertungen gewährleistet. Eine Dienstvereinbarung regelt die leistungsorientierte Vergütung für die Vertriebsmitarbeitenden. Eine geschlechts- und / oder herkunftsspezifische Schlechterstellung der Vergütung ist durch den TVöD ausgeschlossen.

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Der Sparkasse Leverkusen ist es wichtig, den Beschäftigten individuelle Karriereperspektiven aufzuzeigen und zu realisieren. Um die fachliche und persönliche Entwicklung der Beschäftigten zu fördern, investierte die Sparkasse Leverkusen in 2020 ca. 316 TEUR in die Weiterbildung ihrer Angestellten. Das bedeutet ca. 736 Euro pro VZÄ. Ziel ist es, das Budget für Weiterbildungen konstant zu halten. Zudem erhält die Weiterbildung mit den in 2018 ins Leben gerufenen Workshops und Schulungen von Beschäftigten für Beschäftigte eine zusätzliche Stütze zur Absicherung der Qualifikation unserer Beschäftigten, die 2021 weitergeführt wird.

Zu den Weiterbildungsmaßnahmen gehören neben Seminaren und Workshops auch Lehrgänge und Fachseminare (z. B. zum Sparkassenbetriebswirt oder Financial Consultant) sowie Teilstipendien für das Studium an der Sparkassen-Hochschule.

Mit dem neuen Beurteilungssystem „PROGRESS“ richtet die Sparkasse Leverkusen den Fokus auf ihre wichtigste Ressource, die Beschäftigten. Durch eine spätere Ausweitung auf eine 360-Grad-Beurteilung rückt das Thema Führung weiter in den Fokus der Personalarbeit. Ziel des neuen Systems ist es, die Potenziale der Mitarbeitenden transparenter zu machen, um somit vakante Stellen schneller und zielgerichteter zu besetzen. Konkrete Zielgrößen wird es zunächst nicht geben.

Vor allem für die Sparkassen sind die Beschäftigten der entscheidende Wettbewerbsvorteil. Umso wichtiger ist ein qualifiziertes Personalmanagement, das eine effiziente Steuerung der Personalkosten vornimmt, die Herausforderungen der Demografie und Digitalisierung meistert und eine Arbeitgeberattraktivität schafft, die auf dem Arbeitsmarkt den entscheidenden Vorteil sichert. Auswirkungen der demografischen Entwicklung und der fortschreitenden Digitalisierung führen zu hohen Erwartungen an die Veränderungsbereitschaft und  -fähigkeit der Beschäftigten und einem weiter zunehmenden Wettbewerb um Auszubildende, Spezialisten und Führungskräfte. Konkrete Ziele zum „war for talents“ sind aus Sicht der Sparkasse entbehrlich, da sie durch die Jahresgespräche mit allen Führungskräften sowie der persönlichen Betreuung der Auszubildenden, Potentialträgern und Studierenden aktuell informiert ist. Alle Auszubildenden werden bei guten schulischen und betrieblichen Leistungen unbefristet übernommen.

Ein professionelles Mitarbeiterbeurteilungssystem trägt maßgeblich zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit bei, indem es den Mitarbeitenden eine Orientierung gibt, Entwicklungschancen aufzeigt, Unterstützung bietet und die Arbeit für die Sparkasse wertschätzt. Derzeit werden sich hausintern Gedanken gemacht, wie und in welchem Turnus die Mitarbeiterzufriedenheit als Auswirkung der Wertschätzung gegenüber den Beschäftigten gemessen werden soll.

Aus der Geschäftstätigkeit der Sparkasse ergeben sich in Bezug auf die Qualifikation keine Risiken, da die Sparkasse stets auf eine adäquate Qualifikation ihrer Beschäftigten achtet und diese auch gezielt fördert. Die adäquate Qualifikation schließt die Beschäftigten im Vertretungsfall ein und ergibt sich aus den Anforderungen der jeweiligen Stelle. So haben 92 Prozent der Beschäftigten erfolgreich eine Banklehre absolviert und 58 Prozent eine weitere mehrwöchige bzw. längere weitergehende Qualifikation erworben. Die Akademikerquote liegt bei über zehn Prozent und zusätzliche Seminare sorgen dafür, dass der Wissenstand stets aktuell ist. 
 

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator EFFAS S03-01
Altersstruktur und -verteilung (Anzahl VZÄ nach Altersgruppen). Link

  unter 20
Jahre
21 bis 30
Jahre
31 bis 40
Jahre
41 bis 50
Jahre
51 bis 55
 Jahre
56 bis 60
 Jahre
über 60
 Jahre
Gesamt
VZÄ 10,00 74,40 53,39 102,07 85,28 64,95 39,65 429,74
Anteil 2,33 % 17,31 % 12,42 % 23,75 % 19,84 % 15,11 % 9,23 %  

Leistungsindikator EFFAS S10-01
Anteil weiblicher Mitarbeitenden an der Gesamtzahl der Mitarbeitenden. Link

Der Anteil der Mitarbeiterinnen an der Gesamtmitarbeiterzahl (Personalbestand mit Bezügen, inkl. Auszubildende und Vorstand, ohne Mitarbeiterinnen in der Freizeitphase der Altersteilzeit und ohne Mitarbeiterüberlassung) beträgt 237,54 VZÄ zu 429,74 VZÄ. Er entspricht damit 55,28 % der Gesamtmitarbeiterzahl (VZÄ).

Leistungsindikator EFFAS S10-02
Anteil weiblicher VZÄ in Führungspositionen im Verhältnis zu gesamten VZÄ in Führungspositionen. Link

Der Anteil weiblicher Führungskräfte (VZÄ) an den gesamten VZÄ in Führungspositionen beträgt 33,9 %.

Leistungsindikator EFFAS S02-02
Durchschnittliche Ausgaben für Weiterbildung pro VZÄ pro Jahr. Link

Im Jahr werden pro VZÄ durchschnittlich 736,00 € für Weiterbildung aufgewendet.

Aufgrund der hohen Anzahl an Teilzeitkräften und der Vorgabe, alle Stellen grundsätzlich in Teilzeit und Vollzeit auszuschreiben, sehen wird es als entbehrlich angesehen, diesbezüglich Ziele zu vereinbaren. Über die Gleichstellungsbeauftragte wird versucht, mehr Frauen für die Führung und Weiterqualifikation zu gewinnen. Zielvorgaben werden hier aus dem Risikogesichtspunkt für entbehrlich gehalten. Auch im Bereich Weiterbildung wird keine Notwendigkeit gesehen. Die Sparkasse  bietet ein umfassendes Angebot an Aus- und Fortbildungsmaßnahmen an und hat daher kein Risiko, dass das Personal nicht ausreichend qualifiziert ist. Eine Überwachung, dass jeder Beschäftigte die notwendige Qualifikation besitzt, findet zum einen über die Personalabteilung vor einer Versetzung bzw. bei der Einstellung statt und zum anderen über die regulären Personalentwicklungsgespräche durch die Führungskraft.

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Für die Sparkasse Leverkusen gehört die Achtung der Menschenrechte zu den Grundwerten. Zwangs- und Kinderarbeit lehnt die Sparkasse ab. Aufträge werden im Rahmen der Angebotsvergabe vornehmlich an ortsansässige kleine und mittlere Unternehmen bzw. verbundene Unternehmen vergeben.

Als gemeinwohlorientiertes, öffentlich-rechtliches Kreditinstitut unterliegt die Sparkasse den Tarifbestimmungen des öffentlichen Dienstes und den deutschen Arbeitsgesetzen.

Die Beachtung der Menschenrechte ist für die Unternehmensleitung und die Beschäftigten der Sparkasse eine Selbstverständlichkeit. Bei der Wahl der Dienstleister beachtet die Sparkasse Leverkusen das Regionalitätsprinzip. Das bedeutet, dass die Sparkasse auf Dienstleister der Region setzt, die sich ebenfalls zur Einhaltung der Menschenrechte verpflichtet haben. Die Überwachung obliegt dem jeweiligen Dienstleistungssteuerer bzw. dem Einkäufer der Leistung.

Seit August 2018 werden die Aufgaben im Facility Management zentral durch die Proservice - ebenfalls ein Unternehmen der Sparkassenfinanzgruppe - gesteuert.

Für die Einhaltung der Menschenrechte bei den Dienstleistern ist der Dienstleistungssteuerer verantwortlich. Die Überwachung findet im Rahmen der Risikoanalyse für die Auslagerung und der Jahresgespräche mit den Dienstleistern statt. Da es sich überwiegend um Auslagerungen an langfristige Partner aus der Sparkassenorganisation handelt (zum Beispiel FinanzInformatik, Proservice), wird auf eine weitergehende Überprüfung verzichtet.

Für die Beschäftigten gibt es keine wesentlichen Risiken, da sie durch den Tarifvertrag und durch die in Deutschland geltenden Rechte geschützt sind. Im Bereich Dienstleistungen werden überwiegend regionale Dienstleister genutzt, sollte dies nicht möglich sein, nationale Dienstleister. Es konnten keine wesentlichen Risiken identifizieren werden, da sich diese Dienstleister alle an in Deutschland gültige Gesetze halten müssen.

Da keine wesentlichen Risiken für das Unternehmen in Bezug auf die Verletzung von Menschenrechten bestehen, wird auf eine Überwachung verzichtet. Eine Anpassung der Vorgehensweise würde, sofern notwendig, durch die Abfrage der operationellen Risiken bei den Bereichsleitern angestoßen werden.

Aufgrund des partnerschaftlichen Umgangs mit langjährigen Dienstleistern vertraut die Sparkasse auf die Einhaltung der Verträge und die Berücksichtigung der Menschenrechte durch alle Beteiligte. Die Risikoeinschätzung im Rahmen der Dienstleistersteuerung wird als ausreichend erachtet. Die sachgerechte Durchführung der Dienstleistersteuerung wiederum wird durch die jeweiligen Vorgesetzten und die interne Revision geprüft. Da in Bezug auf die Einhaltung der Menschenrechte aus der Vergangenheit keine Verstöße im Haus oder bei den Dienstleistern vorliegen und auch in Zukunft mit keinen gerechnet wird, sind weitere Maßnahmen oder die Erstellung eines Managementkonzeptes entbehrlich. Der Vorstand ist durch die „Zur Kenntnisnahme“ aller Prüfberichte in ausreichendem Maße in die Prüfung der Vorgaben eingebunden.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator EFFAS S07-02 II
Prozentsätze alle Einrichtungen, die nach SA 8000 zertifiziert sind. Link

Ausgehend von der Tatsache, dass ausschließlich in Deutschland Geschäfte betrieben und auch keine auswärtigen Lieferanten beauftragt werden und darüber hinaus die Sparkasse eng in das deutsche Tarifrecht eingebunden ist, werden die Social Accountability-Kriterien nach SA 8000, einem internationalen Standard zur sozialen Verantwortung, erfüllt. Auf eine Zertifizierung und Auswertung wurde daher verzichtet.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Die Sparkasse Leverkusen gestaltet, als Institut der Bürgerinnen und Bürger, das wirtschaftliche Leben aktiv mit und leistet einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Vielfalt und sozialen Balance in Leverkusen. Das gesellschaftliche Engagement trägt zur Steigerung der Lebensqualität der Region bei.  Die Sparkasse trägt als Arbeitgeber, Ausbildungsbetrieb, Geschäftspartner für lokale Firmen und Steuerzahler wesentlich zum Gemeinwohl in ihrem Geschäftsgebiet bei. Ein konkretes Konzept wird hierfür nicht benötiget und eine Einführung ist auch in Zukunft nicht geplant.

In 2020 wurden rund 467,7 Tsd. Euro für 242 Unterstützungen für Vereine und eine Vielzahl von Veranstaltungen zur Verfügung gestellt. Diese Mittel stammen aus dem PS-Zweckertrag, Spenden, Sponsoring und Stiftungskapital und fließen vornehmlich in Projekte und Vereine aus den Bereichen Sport, Kunst und Kultur sowie Soziales. Hierdurch wird eine erfolgreiche Entwicklung der Region möglich gemacht und die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürgern erhöht.

Der Vorstand entscheidet über das Budget, die Vergabe der Gelder und die Einhaltung. Im Vierteljahres-Turnus wird der Geschäftsleitung über die bisherige Verteilung berichtet und diese kann jederzeit Einfluss auf die Verteilung nehmen. Alle Zusagen werden in eine zentrale Datenbank in der Abteilung Vorstandssekretariat eingestellt und ab einem Betrag von über 1.000,00 Euro nach dem 4- Augen-Prinzip (Votum des Mitarbeiters und Freigabe durch die Führungskraft) bewilligt. Hierbei wird versucht, so viele Vereine und Institutionen wie möglich in Leverkusen zu unterstützen.

Denkbare Risiken wären Interessenskonflikte, Reputationsschäden, Verknüpfung mit anderen Verträgen sowie undurchsichtige Vergabeprozesse. Diese werden nicht als wesentlich angesehen. Gründe dafür sind:  

• das oben genannte Vorgehen,
• die strukturierte Bearbeitung aller Unterstützungsanfragen über die zentrale Datenbank,
• die Vergabe der Gelder ab 1.000,00 Euro nach dem 4- Augen-Prinzip,  
• die langjährigen Erfahrungen der verantwortlichen Entscheidungsträger.

Die Altenstiftung der Sparkasse Leverkusen, die im Jahre 1969 gegründet wurde, ist auf die Förderung der Altenhilfe ausgerichtet. Der Stiftungszweck wird insbesondere durch die Errichtung und Einrichtung, Unterhaltung und Förderung von Einrichtungen der Altenhilfe – speziell Altentagesstätten – verwirklicht. Aus dem Stiftungskapital wurden in 2020 8,9 TEuro an Spendenbeiträgen ausgeschüttet.

Die Bürgerstiftung Leverkusen, eine Initiative von Sparkasse und Stadt, die in 2003 gegründet und in 2004 die aktive Arbeit aufgenommen hat, unterstützt durch das Programm „Erfolgreich von Bürgern für Bürger“ das gemeinnützige Engagement. Die jährlich durchführte Aktion „Sterntaler“, bei der Weihnachtsgeschenke für bedürftige Kinder und Senioren gesammelt und verteilt werden, sei hier beispielhaft genannt. Aus dem Stiftungskapital wurden im Jahr 2020 59,9 Tsd. Euro an soziale und kulturelle Projekt ausgeschüttet.

Die Bürgerstiftung tritt neben ihrem gemeinnützigen Engagement auch als Dienstleisterin auf und hält Lösungen für Bürger bereit, die ihre eigene Stiftung gründen möchten.

119 Aktionen wurden mit einem Sponsoringbetrag von insgesamt 193,4 TEuro unterstützt.

Die aus dem PS-Sparen ausgezahlten Beträge (PS-Zweckertrag) lagen in 2020 bei 189,2 TEuro, die komplett als Spenden ausgeschüttet wurden.

Die Sparkasse Leverkusen befürwortet das ehrenamtliche Engagement ihrer Beschäftigten, da sich daraus zahlreiche Möglichkeiten zum Austausch über das Engagement ergeben.

Eine Risikoanalyse wird aufgrund der Vergabe der Gelder an regionale Vereine und Institutionen, der langjährigen Erfahrung und des ausschließlich positiven Beitrages zum Gemeinwesen als entbehrlich angesehen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Die Sparkasse Leverkusen unterliegt als Kreditinstitut zahlreichen rechtlichen Anforderungen. Neben den Regelungen, die für alle Kreditinstitute gelten, wie zum Beispiel das Gesetz über das Kreditwesen (KWG), das Wertpapierhandelsgesetz (WpHG), Capital Requirements Regulation (CRR) oder das Geldwäschegesetz (GwG), sind auch spezielle sparkassenrechtliche Bestimmungen, wie das Sparkassengesetz (SpkG NW) oder die Sparkassenverordnung (SpkVO) zu beachten.  

Die Sparkasse Leverkusen ist Mitglied im Rheinischen Sparkassen- und Giroverband (RSGV) und über diesen dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband e. V. (DSGV) angeschlossen. Der DSGV als unser Dachverband vertritt die Interessen der Sparkassen-Finanzgruppe gegenüber staatlichen Stellen und in der Öffentlichkeit und organisiert die Willensbildung innerhalb der Gruppe. Darüber hinaus legt er die strategische Ausrichtung der Sparkassen-Finanzgruppe fest. Die Grundlagen des Sparkassenwesens werden durch den Gesetzgeber in Form des Sparkassengesetzes geregelt. Die Sparkasse Leverkusen unterliegt neben den landesrechtlichen Bestimmungen zusätzlich den Regeln des Gesetztes über das Kreditwesen (KWG), das in die Bundeskompetenz fällt.

Die Sparkasse Leverkusen tätigt keine Spenden oder andere Zahlungen zur Unterstützung politischer Tätigkeiten an Parteien und Politiker oder politische Vereinigungen und betreibt keine eigene Lobbyarbeit und plant dies auch nicht. Wesentliche Risiken erkennen wir vor dem beschriebenen Hintergrund nicht und müssen auch nicht regelmäßig analysiert werden.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator EFFAS G01-01
Zahlungen an politische Parteien in Prozent vom Gesamtumsatz. Link

Die Sparkasse Leverkusen tätigt keine Zahlungen an politische Parteien (siehe Kriterium 19).

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Den Grundsätzen der guten und verantwortungsvollen Unternehmensführung, die die Verantwortung der Organe der Sparkasse für die Sparkasse und die Sicherstellung von Transparenz und Kontrolle betonen, ist die Sparkasse Leverkusen verpflichtet. Die gesetzliche Grundlage erfolgt u. a. durch das Sparkassengesetz. Die Sparkasse unterliegt weiteren Regelungen zum Schutz vor kriminellen Handlungen wie Betrug, Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Korruption, Insiderhandel und sonstiger strafbarer Handlungen. Eine besondere Funktion bei der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und bei der Identifizierung möglicher Interessenskonflikte kommt unseren Beauftragten zu. Die Beauftragten, die in ihrer Funktion jeweils unabhängig vom operativen Geschäft und direkt einem Vorstandsmitglied unterstellt sind, erstatten jährlich und ggfs. anlassbezogen Bericht an den Vorstand. Die Berichte werden – je nach Anforderung – von der internen Revision, vom Gesamtvorstand und vom Verwaltungsrat zur Kenntnis genommen bzw. genehmigt.  Ziel der Beauftragten ist die Sicherstellung des gesetzes- und richtlinienkonformen Verhaltens der Beschäftigten.  

Um Compliance-Verstöße zu vermeiden, sind alle Mitarbeitenden aufgefordert, sich bei Fragen, Hinweisen oder Unklarheiten an ihre Führungskräfte, die jeweiligen Fachbereiche oder den MaRisk-Compliance-Beauftragten zu wenden. Ergänzend erhalten die Mitarbeitenden Informationen über regelmäßige Unterweisungen sowie über das interne Kommunikationssystem. Die Sparkasse Leverkusen ermöglicht ihren Mitarbeitenden, dass sie unter Wahrung der Vertraulichkeit mögliche Verstöße über ein sogenanntes Hinweisgebersystem anzeigen können.  

Die Sparkasse Leverkusen hat entsprechend Art, Umfang, Komplexität und Risikogehalt der Geschäftsaktivitäten ein angemessenes und wirksames Risikomanagement eingerichtet. Dieses beinhaltet auch ein internes Kontrollsystem; die Compliance-Funktion ist ein wesentlicher Bestandteil davon. Über die internen Kontrollmechanismen hinaus unterliegt die Sparkasse Leverkusen – wie alle anderen Kreditinstitute auch – der Aufsicht der BaFin, der Bundesbank und nach dem Sparkassengesetz der Rechtsaufsicht durch das Land Nordrhein-Westfalen. Sämtliche Ergebnisse bestätigen ein rechtskonformes Verhalten. Die Ziele werden kontinuierlich verfolgt.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator EFFAS V01-01
Ausgaben und Strafen nach Klagen und Prozessen wegen wettbewerbswidrigen Verhaltens, Kartell- und Monopolverstößen. Link

Nicht vorhanden.

Leistungsindikator EFFAS V02-01
Prozent vom Umsatz in Regionen mit einem Transparency International Corruption Index unter 60. Link

Als Finanzdienstleister habt die Sparkasse keinen klassischen Umsatz. Vor diesem Hintergrund wird diese Leistungsindikatoren nicht erhoben.