14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Wir sind uns unserer sozialen Verantwortung gegenüber Mitarbeitern und Gesellschaft bewusst. Wir respektieren und schätzen die Vielfalt in kultureller, sozialer, politischer und nationaler Hinsicht in unserer Belegschaft und in den Ländern und Gesellschaften, wo wir als Unternehmen aktiv sind. Wir setzen uns innerhalb des Unternehmens und in der Lieferkette für die Einhaltung von international geltenden Arbeitnehmerrechten, wie den Richtlinien und Standards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), ein. Mit den DEKRA Sozialstandards, die 2019 verabschiedet wurden, bekennen wir uns zu an den ILO-Standards orientierten Grundsätzen in den Bereichen: Diskriminierung und Benachteiligung, Chancengleichheit, Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit, Arbeitszeit und Entlohnung, Vereinigungsfreiheit und Mitbestimmung, Meinungsfreiheit und Privatsphäre sowie Ausschluss von Kinderarbeit, Zwangsarbeit, Sklaverei und Menschenhandel.

Wir bekennen uns zudem zu den Prinzipien des UN Global Compact und setzen uns in unserem Einflussbereich für die Einhaltung von Arbeitnehmerrechten ein. Gemäß unserer Unternehmensvision, der globale Partner für eine sichere Welt zu werden, stehen wir dabei insbesondere auch für das Thema Arbeitssicherheit ein - in unserem Unternehmen und bei unseren Partnern.

Die Einhaltung von Arbeitnehmerrechten wird auch mittels entsprechender Standards und mehrstufiger Prozesse zu Nachhaltigkeit im Einkauf von unseren Partnern in der Lieferkette eingefordert und überprüft.
Unser konzernweites Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutzmanagement arbeitet daran, die Themen Sicherheit und Gesundheit für unsere Mitarbeiter stetig weiterzuentwickeln.

Wir unterstützen das Recht auf Meinungsfreiheit und Privatsphäre. Die einschlägigen gesetzlichen Regelungen zur Vereinigungsfreiheit, zur Mitbestimmung und zur Zusammenarbeit mit Arbeitnehmervertretungen erkennen wir an und beachten wir. Aufgrund des vertrauensvollen, kontiuierlichen Dialogs - auch in Bezug auf Arbeitnehmerrechte - sehen wir keine wesentlichen Risiken hinsichtlich dieses Themenfeldes. Auch in unseren Wertschöpfungsketten setzen wir uns für die strikte Einhaltung von Arbeitnehmerrechten ein. 

Teamwork, gegenseitiges Vertrauen, Loyalität und Integrität sind die Grundlagen unserer Zusammenarbeit und Bestandteile unserer Werte. Wir haben den Anspruch, attraktive, innovative und sichere Arbeitsplätze anzubieten. Der Dialog mit unseren Mitarbeitern ist uns sehr wichtig. Wir stehen im stetigen und vertrauensvollen Austausch mit unseren Mitarbeitern und den Arbeitnehmervertretungen. Die Kommunikation über alle Ebenen hinweg und die Identifikation von Verbesserungspotentialen wurde u.a. mit der Einführung einer globalen Mitarbeiterbefragung erreicht. Alle Mitarbeiter werden seit 2017 alle zwei Jahre zu ihren Einschätzungen und Wahrnehmungen ihres Arbeitserlebnisses bei DEKRA befragt. Die Ergebnisse werden im Rahmen von konzipierten Teamdialogen zwischen Führungskräften und Mitarbeitern analysiert, erforderliche Maßnahmen definiert und anschließend umgesetzt. Unsere Mitarbeiter werden dabei in Bezug auf Arbeitsbedingungen und allgemeine Entwicklungen im Unternehmen befragt. Durch ihre aktive Teilnahme können sich die Mitarbeiter auch hier zu Nachhaltigkeitsthemen einbringen. 2019 haben über 19.500 Mitarbeiter teilgenommen, was einer Teilnahmequote von 72% entspricht (2017: >16.000; 63,8%). Die Ergebnisse der Befragung werden innerhalb der Teams systematisch diskutiert und konkrete Maßnahmen abgeleitet. 2019/20 wurden weltweit ca. 1.000 Team-Dialoge mit ca. 3.700 definierten Maßnahmen durchgeführt. Es ist dabei unser Ziel, das Engagement unserer Mitarbeiter weiter zu erhöhen. Bis 2025 wollen wir das Engagement Level (ggü. 2019) um 20% erhöhen.

Zudem werden unsere Mitarbeiter dazu eingeladen und motiviert, eigene Ideen und Verbesserungsvorschläge in Bezug auf Nachhaltigkeit einzubringen. Dies ist jederzeit durch die Kontaktaufnahme mit dem Nachhaltigkeitsmanagement-Team, über die digitale Kollaborationsplattform DEKRA Connect oder über das allgemeine Ideen- und Innovationsmanagement möglich. Auch themenspezifisch gibt es regelmäßige interne Kampagnen, z.B. zu den Themen Drucken, Reisen oder Umweltschutz, wozu unsere Mitarbeiter ihre Anregungen einbringen. Darüber hinaus gibt es zentrale und lokal systematische Ideenwettbewerbe zum Thema Nachhaltigkeit. Wir streben an, die Beteiligung unserer Mitarbeiter am Nachhaltigkeitsmanagement weiter zu fördern und auszubauen. Für die Schwerpunktsetzung bei der Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsmanagements spielen die vielfältigen Blickwinkel, Erfahrungen und Ideen unserer Mitarbeiter eine sehr wichtige Rolle. Dies spiegelt sich auch in der aktiven Beteiligung an unserer Stakeholder-Befragung zum Thema Nachhaltigkeit wieder. 

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Als moderner Arbeitgeber sind Themen, wie Work-Life-Balance, Diversity, Mitarbeiterweiterentwicklung von weiterhin wachsender Bedeutung für uns. Vielfalt und Chancengleichheit sind für uns wichtige Werte. Auch die vielfältigen Perspektiven und Hintergründe unserer Mitarbeiter, beispielsweise in Bezug auf Internationalität, Interkulturalität, Geschlecht, Altersgruppen, oder Ausbildungswege, helfen uns dabei innovativ zu bleiben und unsere Expertise stetig weiterzuentwickeln. In einem zunehmend globalisierten, vernetzten und disruptiven Marktumfeld unterstützen uns auch diese diversen Blickwinkel dabei, innovative Lösungen für unsere Kunden im Auftrag Sicherheit zu finden und weiterhin Expertendienstleistungen für die Herausforderungen von heute und morgen anbieten zu können. Auch in diesem Kontext setzen wir uns für Vielfalt und Chancengleichheit ein. Wir lassen keine Form der Diskriminierung und Benachteiligung aufgrund von Geschlecht, Alter, Abstammung, Hautfarbe, Heimat, sozialer Herkunft, Nationalität, religiöser oder politischer Überzeugung, sexueller Orientierung und Behinderung zu.

Auch in unserem Managementteam fördern wir Diversität. In Bezug auf Internationalität und Geschlecht nimmt die Vielfalt innerhalb unseres Managementteams weiter zu. Wir streben an, den Anteil weiblicher Führungskräfte schrittweise weiter zu erhöhen. Bis 2025 wollen wir in unserem General Management Team (Level 1 – Level 3) den Anteil weiblicher Führungskräfte (ggü. 2019) um >15% erhöhen.

Die Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter hat für uns höchste Priorität. Das globale Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutzmanagement arbeitet konzernweit daran, die Arbeitssicherheit bei DEKRA weiter zu verbessern. Es ist unser Ziel, Arbeitsunfälle zu vermeiden und weiter zu reduzieren sowie Gefährdungspotenziale auszuschließen. Wir verlangen, dass die Bereitstellung und Gewährleistung sicherer und gesunder Arbeitsbedingungen sichergestellt wird und im Hinblick auf Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit mindestens die jeweiligen nationalen Standards eingehalten werden. Interne Entwicklungen im Bereich Sicherheit und Gesundheit und entsprechende Kennzahlen werden überwacht und ausgewertet sowie darauf aufbauend mögliche Verbesserungsmaßnahmen abgeleitet und umgesetzt. Die Entwicklungen im Bereich Arbeitssicherheit in Bezug auf die Unfallschwere sind weiterhin rückläufig (siehe Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16 in dieser Erklärung).

Ein internes Netzwerk an Arbeitssicherheits-Experten setzt das individuelle Managementsystem standortspezifisch um. Im betrieblichen Gesundheitsmanagement werden vor allem standortspezifische Programme umgesetzt. Dazu gehören Gesundheits- und Präventionskurse, Schulungen zu Belastungs- und Stressmanagement, Sportveranstaltungen und Aktionstage für Gesundheit.

Im Kontext Mitbestimmung fördern wir den vertrauensvollen Dialog mit unseren Arbeitnehmervertretungen und beteiligen die Mitarbeiter beispielsweise über unsere regelmäßige Mitarbeiterbefragung. Wir bekennen uns zum Anspruch auf eine angemessene Entlohnung, welche sich in den jeweils gültigen gesetzlichen Regelungen und am jeweiligen nationalen Arbeitsmarkt orientiert.

In einer Expertenorganisation stehen Expertise und Erfahrung im Vordergrund. Dies steht der Integration von Menschen mit Handicap, Angehörigen von Minderheiten oder von älteren Beschäftigten in keiner Weise entgegen. Bei uns steht das Lebensalter beispielsweise oft für Erfahrung und Know-how, von dem unsere Kunden und Stakeholder besonders profitieren.

Inklusion ist uns wichtig. Eine Schwerbehindertenvertretung fördert beispielsweise die Eingliederung schwerbehinderter Menschen in den Betrieb, vertritt ihre Interessen dort und steht ihnen beratend und helfend zur Seite. Als globales Unternehmen leben wir Internationalität und Interkulturalität. Selbstverständlich arbeiten bei uns auch Mitarbeiter mit Migrationshintergrund. Insgesamt sind über 100 Nationalitäten innerhalb unseres Unternehmens vertreten.

Wir fördern die Gesundheit, Ausbildung und Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter und gestalten Rahmenbedingungen, die die Vereinbarkeit von Beruf und Familie unterstützen. Wir bieten unseren Mitarbeitern dazu Informationen und Schulungen sowie Teilzeitmodelle, Mobiles Arbeiten und bedarfsorientierte individuelle Lösungen an.

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter nimmt bei uns einen hohen Stellenwert ein. Die Expertise unserer Mitarbeiter ist entscheidend für die Qualität und Zuverlässigkeit unserer Dienstleistungen. Die kontinuierliche Mitarbeiterqualifizierung ist für uns als Unternehmen und für unsere Mitarbeiter als Experten sehr wichtig. Wir streben an, die durchschnittlichen jährlichen Schulungstage pro Mitarbeiter bis 2025 auf >5 Tage zu erhöhen.

Als eines der größten privaten Bildungsunternehmen in Deutschland (DEKRA Akademie) nutzen wir dabei die Expertise auf diesem Gebiet selbstverständlich auch für die interne Aus- und Weiterbildung. Über alle Altersstufen hinweg bieten wir unseren Mitarbeitern die Möglichkeit, sich beruflich und persönlich weiterzuentwickeln. Angefangen mit der Entwicklung unserer Auszubildenden und dualen Studierenden, über das Qualifizierungsprogramm für unsere DEKRA Prüfingenieure, bis hin zur Weiterentwicklung von Nachwuchs- und Führungskräften. Als Anbieter von Expertendienstleistungen steht bei DEKRA die fachliche Qualifizierung unserer Mitarbeiter im Vordergrund. Aber auch Kurse für Fremdsprachen, Erste Hilfe, Zeitmanagement oder Stressbewältigung, die der persönlichen Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter dienen, werden angeboten. Auch das betriebliche Gesundheitsmanagement trägt zur Befähigung unserer Mitarbeiter bei. Dazu gehören z.B. regelmäßige Kurse für Rückenfitness, Betriebssportgruppen oder unser zweijährlicher Gesundheitstag. Aufgrund unserer vielschichtigen Qualifizierungskonzepte sowie der Expertise unserer Service Division Training und der DEKRA Akademie sehen wir trotz zunehmender Anforderungen keine wesentlichen Risiken hinsichtlich des Themenfelds Qualifizierung.

Das neue globale DEKRA Learning Managementsystem (LMS) ist zentraler Bestandteil des internen digitalen Transformationsprozesses. Unsere Service Division Training und unsere Experten in Sachen „Innovatives Lernen“ steuern die Implementierung des LMS, das mehr als 20 Sprachen abbildet und künftig das Zuhause für die interne Weiterbildung unserer Mitarbeiter auf der ganzen Welt sein wird. Das LMS ermöglicht es, an zentraler Stelle digitale Lerninhalte flexibel und zielgruppengerecht verfügbar zu machen. Die Lernenden bestimmen selbst, wann und wo sie das Wissen erwerben und in welchem Tempo sie lernen wollen. Die Lerninhalte bleiben jederzeit abrufbar, sodass die Lernenden sie bei Gelegenheit als Nachschlagewerk konsultieren oder nach interessanten Inhalten recherchieren können. „Lebenslanges Lernen“ wird somit gelebte Praxis für jeden unserer Mitarbeiter.

Aufgrund sich stetig und dynamisch wandelnder externer Rahmenbedingungen und Anforderungen ist es eine Herausfordeurng, die Qualifizierung diesen Umständen anzupassen und die passenden Kompetenzen und Fähigkeiten zu vermitteln. Deshalb heißt lebenslanges Lernen für uns beispielsweise auch, unsere Mitarbeiter im Kontext der Digitalisierung zu befähigen. In diesem Kontext haben wir die DEKRA DIGITAL Academy ins Leben gerufen: Ein Bereich zum Lernen, Austauschen und Diskutieren von Themen, die uns jetzt und in Zukunft betreffen. Die DEKRA DIGITAL Academy ist über unser LMS zugänglich und stellt dort Inhalte Rund um die Themen digitale Transformation und Zukunftstechnologien zur Verfügung. Dazu zählen u.a. die Themen Internet of Things (IoT), Blockchain, Big Data, Cyber Security und Functional Safety sowie künstliche Intelligenz.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator GRI SRS-403-9: Arbeitsbedingte Verletzungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

Die Punkte c-g des Indikators SRS 403-9 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.


Leistungsindikator GRI SRS-403-10: Arbeitsbedingte Erkrankungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen;
b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen.

Die Punkte c-e des Indikators SRS 403-10 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.

Arbeitsbedingte Verletzungen:
 
Beschreibung der Kennzahl 2017 2018 2019 Anmerkung
Anzahl der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen 0 0 1  
Unfallschwere = Summe Ausfalltage / Summe Unfälle 19,3 17,6 15,6 Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen ist nicht Teil der Unfall-Definition von DEKRA. Stattdessen monitoren wir die Unfallschwere, welche wir an dieser Stelle berichten möchten.
Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen 243 385 420  
Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen 1,01 1,53 1,6 Incident Rate = (Anzahl der registrierten Unfälle x 200.000) / Anzahl effektiv geleisteter Arbeitsstunden. Arbeitsunfälle mit mindestens einem Ausfalltag oder Arztbesuch.
Für alle Angestellten. Scope: DEKRA Vollzeitarbeitnehmer. Die Zeitarbeitnehmer (ZAN) der DEKRA Arbeit Gruppe sind hier nicht berücksichtigt.


Arbeitsbedingte Erkrankungen: 

Diesbezüglich liegen uns keine Informationen vor.

Leistungsindikator GRI SRS-403-4: Mitarbeiterbeteiligung zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Die berichtende Organisation muss für Angestellte und Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden, folgende Informationen offenlegen:

a. Eine Beschreibung der Verfahren zur Mitarbeiterbeteiligung und Konsultation bei der Entwicklung, Umsetzung und Leistungsbewertung des Managementsystems für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und zur Bereitstellung des Zugriffs auf sowie zur Kommunikation von relevanten Informationen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gegenüber den Mitarbeitern.

b. Wenn es formelle Arbeitgeber-Mitarbeiter-Ausschüsse für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gibt, eine Beschreibung ihrer Zuständigkeiten, der Häufigkeit der Treffen, der Entscheidungsgewalt und, ob und gegebenenfalls warum Mitarbeiter in diesen Ausschüssen nicht vertreten sind.

Die interne Richtlinie ist auch von Fremdfirmen zu beachten. Fremdfirmen werden über eine Selbstauskunft aufgefordert sich zu ihrem EHS (Environment Health and Safety) Management zu äußern.

Über den EHS Ausschuss Regionen, EHS Ausschuss Länder und EHS Ausschuss Gesellschaft, haben die Mitarbeiter stets die Möglichkeit, Ideen und Verbesserungen anzubringen. Alle EHS relevanten Unterlagen stehen in der internen DEKRA Connect Plattform zur Verfügung. Trainingsunterlagen liegen in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch und Chinesisch vor.

Jede DEKRA Region ist aufgefordert, einmal im Jahr eine EHS Sitzung durchzuführen. Teilnehmer sind: Verantwortliche für die Region, Personal-Verantwortliche der Region, EHS Verantwortliche für die Region und Teile der Arbeitnehmervertretungen. In Deutschland wird diese Sitzung zwei Mal im Jahr durchgeführt und es existiert eine Konzernbetriebsvereinbarung für diesen EHS Ausschuss.

Leistungsindikator GRI SRS-404-1 (siehe G4-LA9): Stundenzahl der Aus- und Weiterbildungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. durchschnittliche Stundenzahl, die die Angestellten einer Organisation während des Berichtszeitraums für die Aus- und Weiterbildung aufgewendet haben, aufgeschlüsselt nach:
i. Geschlecht;
ii. Angestelltenkategorie.

Diese Kennzahlen werden momentan noch nicht umfassend berichtet. Folgende Zahlen berichten wir aktuell:

Beschreibung der Kennzahl 2019 2018 2017
In Berufsausbildung1 411 475 513
In Berufsausbildung in Deutschland: 267 281 291
Aus-/ Weiterbildungsaufwand (Tsd.€) 2 19.188 18.736 20.360
Aus-und Weiterbildung der DEKRA Automobil 3
Anzahl an zentral organisierten Veranstaltungen 2.817 2.796 2.797
 Anzahl an Buchungen: 25.591 22.141 21.336
 Teilnehmertage (TNT) 66.391 58.779 56.918

1 = Auszubildende, Duale Studierende, ohne Ingenieure in Ausbildung. Scope: DEKRA Konzern ohne Zeitarbeitnehmer der DEKRA Arbeit.
2 = Der dargestellte Aus- und Weiterbildungsaufwand umfasst Fremdleistungen sowie von den Gesellschaften erfasste und berichtete von DEKRA erbrachte Eigen- und Sachleistungen. Scope: DEKRA Konzern.
3 = Diese Zahlen werden bisher belastbar für die größte DEKRA Gesellschaft, die DEKRA Automobil GmbH, erfasst.
 


Anteil der Gesamtbelegschaft aller Standorte, die eine karriere- oder qualifikationsbezogene Schulung erhalten haben (2019): 84%.

Scope: DEKRA Konzern (Ergebnis einer systematischen internen HR-Befragung der wesentlichen Gesellschaften, die 77,4% unserer Gesamtbelegschaft abdecken).

Leistungsindikator GRI SRS-405-1: Diversität
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der Personen in den Kontrollorganen einer Organisation in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

b. Prozentsatz der Angestellten pro Angestelltenkategorie in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

Beschreibung der Kennzahl 2019 2018 2017
Beschäftigte      
Beschäftigte gesamt (inkl. Zeitarbeitnehmer (ZAN), Group Headcount (GHC) 43.961 45.197 44.057
Beschäftigte gesamt (ohne ZAN), GHC 29.283 28.055 27.092
davon Frauen 27,3% 27,8% 27,0%
davon Männer 72,7% 72,2% 73,0%
davon beschäftigt in Vollzeit 90,5% 90,8% 90,8%
davon beschäftigt in Teilzeit 9,5% 9,2% 9,2%
Führungskräfte nach Geschlecht (General Management; Level 0 – Level 3)
männlich 83,0% 82,1% 82,5%
weiblich 17,0% 17,9% 17,5%
Alter (ohne ZAN)
Durchschnittsalter (in Jahren) 42,7 42,7 42,5
Altersstruktur (in %)
> 60 Jahre 8,1% 7,8% 7,3%
51-60 Jahre 23,3% 23,6% 23,7%
41-50 Jahre 24,7% 24,6% 24,6%
31-40 Jahre 29,4% 29,6% 29,2%
20-30 Jahre 14,2% 14,2% 15,0%
< 20 Jahre 0,3% 0,2% 0,2%
Länderverteilung (ohne ZAN)
Deutschland 13.657 13.122 12.515
Frankreich 4.916 4.812 4.740
Europa ohne Deutschland und Frankreich 6.108 5.753 5.262
Welt ohne Europa 4.602 4.368 4.575
Europa 24.681 23.687 22.517
Nordamerika 578 552 557
Südamerika 307 282 292
Afrika 959 937 1.236
Asien 1.706 1.572 1.461
Australien/Ozeanien 1.052 1.025 1.029
Nationalitäten (ohne ZAN) 102 91 88
Nationalitäten Management (ExCom; Level 0 - Level 1) 9 10 6
Nationalitäten Management (General Management; Level 0- Level 3) 30 26 25
Anteil internationaler Manager
 ExCom (Level 0 - Level 1) 43% 42% 33%
 General Management (Level 0 - Level 3) 49% 46% 45%

Leistungsindikator GRI SRS-406-1: Diskriminierungsvorfälle
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle während des Berichtszeitraums.

b. Status der Vorfälle und ergriffene Maßnahmen mit Bezug auf die folgenden Punkte:
i. Von der Organisation geprüfter Vorfall;
ii. Umgesetzte Abhilfepläne;
iii. Abhilfepläne, die umgesetzt wurden und deren Ergebnisse im Rahmen eines routinemäßigen internen Managementprüfverfahrens bewertet wurden;
iv. Vorfall ist nicht mehr Gegenstand einer Maßnahme oder Klage.

Diskriminierungsvorfälle im Berichtszeitraum: 2 bekannt.
Wir sind den Vorfällen intern nachgegangen und haben diese überprüft. Diskriminierende Handlungen konnten nicht festgestellt werden.

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Auch wir als Dienstleister mit einer vergleichsweise wenig komplexen Lieferkette nehmen unsere menschenrechtliche Sorgfaltspflicht wahr. Wir setzen uns innerhalb des Unternehmens und in der Lieferkette für die Einhaltung von international geltenden Menschenrechten ein und bekennen uns zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Generalversammlung der Vereinten Nationen (AEMR) und den Europäischen Menschenrechtskonventionen (EMRK). Die DEKRA Sozialstandards stellen unsere Grundsatzerklärung zur Achtung der Arbeits- und Menschenrechte dar und beschreiben die entsprechenden Prozesse zur effektiven Umsetzung. Sie greifen die Anforderungen der UN Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte bzw. des deutschen Nationalen Aktionsplans (NAP) für Wirtschaft und Menschenrechte auf.

In unserer Globalen Einkaufsfunktion haben wir in Bezug auf Menschenrechte beziehungsweise Nachhaltigkeit allgemein entsprechende Standards und Prozesse für den Einkauf und das Lieferkettenmanagement aufgebaut und entwickeln diese kontinuierlich weiter.

Wir berücksichtigen in unserer Einkaufspraxis soziale, ökologische und geschäftsethische Kriterien bei der Auswahl der Lieferanten und von uns benötigten Produkten und Dienstleistungen. Die folgenden Standards und Prozesse bestimmen unser nachhaltiges Lieferkettenmanagement:
  • Nachhaltigkeitsanforderungen der globalen Einkaufsrichtlinien
  • Nachhaltigkeitskriterien der allgemeinen Einkaufsbedingungen
  • Lieferanten Nachhaltigkeits-Verhaltenskodex
  • Lieferantenüberprüfung via Self-Assessment und Bewertung
  • Lieferanten-Audits und Korrekturmaßnahmenpläne
  • Nachhaltigkeitsschulungen der Einkaufsmitarbeiter
  • Reporting und Ziele
  • Vorzug von nachhaltigen Alternativen bei der Produkt- und Dienstleistungsauswahl

Die Einkaufsrichtlinien definieren auch die Berücksichtigung von Nachhaltigkeit in unserem Einkaufsmanagement. Wir verlangen von unseren Lieferanten die Einhaltung von Nachhaltigkeitsstandards. Dies ist in den Allgemeinen Einkaufsbedingungen und insbesondere im Lieferanten Nachhaltigkeits-Verhaltenskodex (Sustainability Supplier Code of Conduct) festgelegt. Die allgemeinen Einkaufsbedingungen stellen klare Anforderungen hinsichtlich ökologischer (Klimaschutz, Umweltverschmutzung, Umweltmanagementsystem) sowie sozialer und geschäftsethischer Verantwortung (Menschenrechte, Nichtdiskriminierung, ILO-Normen, Gesundheit und Sicherheit, Compliance). Mit unserem Nachhaltigkeits-Verhaltenskodex erwarten wir von unseren Lieferanten, unseren Prinzipien in den folgenden vier Bereichen zu folgen: Nachhaltigkeitsmanagement & Ethisches Wirtschaften, Umwelt & Klimaschutz, Sozialstandards & Menschenrechte und Nachhaltigkeit im Lieferkettenmanagement zu unterstützen.

Wir überprüfen unsere potenziellen und aktuellen Lieferanten mittels eines Lieferanten-Selbstbewertungs-Fragebogens. Im Abschnitt "Nachhaltigkeit" werden Informationen über die die Einhaltung der oben genannten Grundsätze des Nachhaltigkeits-Verhaltenskodex abgefragt. Die Antworten und der jeweilige Grad der Einhaltung unserer Anforderungen spielen eine wichtige Rolle bei der Beurteilung unserer Lieferanten und dem Auswahlverfahren.

Wenn unsere Mindestanforderungen nicht erfüllt werden, prüfen wir die Möglichkeit, ein Audit beim jeweiligen Lieferanten durchzuführen und bei Bedarf einen Korrekturmaßnahmenplan zu vereinbaren. Wenn die Anforderungen nicht erfüllt werden und keine Maßnahmen ergriffen werden, um Verstöße zu beheben, können wir die Geschäftsbeziehungen beenden.

Wir sensibilisieren unsere Lieferanten in Bezug auf Nachhaltigkeit. Bei Bedarf ermutigen wir unsere Lieferanten Nachhaltigkeitsschulungen wahrzunehmen und stellen entsprechende Unterlagen oder Trainings zur Verfügung.

Wir implementieren schrittweise eine nachhaltige Beschaffungspräferenz in unseren Einkaufsentscheidungen. Umweltfreundliche und sozialverträgliche Alternativen werden bevorzugt, wenn sie innerhalb eines vernünftigen Kostenrahmens verfügbar sind.

Unsere Einkaufsmitarbeiter werden regelmäßig zum Thema Nachhaltigkeit im Einkauf und der Lieferkette geschult.

Das Monitoring und Reporting in Bezug auf Nachhaltigkeit befindet sich im Aufbau. Wir überwachen und berichten schrittweise über den Anteil der auf Nachhaltigkeit verpflichteten Lieferanten, den Anteil der bzgl. Nachhaltigkeit überprüften Lieferanten, die Anzahl diesbezüglich auditierter Lieferanten sowie den Anteil der geschulten Mitarbeitern in den Einkaufsteams. Zu den jeweiligen Themen leiten wir Ziele und Maßnahmen ab und berichten über diese. Bis 2024 wollen wir 100% der Lieferanten unseres Globalen Einkaufs in Bezug auf Nachhaltigkeit überprüft haben. Wir streben an, alle Einkaufsmitarbeiter regelmäßig zu Nachhaltigkeit im Einkauf zu schulen. 2020 haben wir 93% der der Einkaufsmitarbeiter des Globalen Einkaufs geschult. Bei 15 wesentlichen nationalen und internationalen Lieferanten wurden und werden 2020 detaillierte Nachhaltigkeits-Audits durchgeführt.

Wesentliche Risiken sind uns aktuell nicht bekannt. Unsere Prozesse zur Wahrnehmung unserer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht befinden sich im Auf- und Ausbau. Hierzu verweisen wir auch auf unsere in der DNK-Erklärung integrierte Erklärung im Sinne des NAP Wirtschaft und Menschenrechte.

Erklärung im Sinne des NAP Wirtschaft und Menschenrechte

1. Grundsatzerklärung zur Achtung der Menschenrechte

a. ) Berichten Sie, ob Ihr Unternehmen über eine eigene Unternehmensrichtlinie zur Achtung der Menschenrechte verfügt und ob diese Richtlinie die ILO-Kernarbeitsnormen umfasst.

b. ) Hat die Unternehmensleitung die Grundsatzerklärung verabschiedet?

c. ) Beschreiben Sie die interne und externe Kommunikation Ihres Unternehmens zur Grundsatzerklärung.

d. ) Auf welcher Ebene ist die Verantwortung für menschenrechtliche Belange verankert? (CSR-RUG Checkliste 1b)

e. ) Welche Reichweite hat die Richtlinie (welche Standorte, auch Tochterunternehmen etc.)

Die DEKRA Sozialstandards stellen unsere Grundsatzerklärung zur Achtung der Arbeits- und Menschenrechte dar. DEKRA setzt sich innerhalb des Unternehmens und in der Lieferkette für die Einhaltung von international geltenden Menschenrechten und Sozialnormen ein, wie den Richtlinien und Standards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Generalversammlung der Vereinten Nationen (AEMR) und der Europäischen Menschenrechtskonventionen (EMRK). Die DEKRA Sozialstandards wurden vom DEKRA Vorstand verabschiedet und unterzeichnet. Sie werden an die Mitarbeiter sowie an neue Lieferanten kommuniziert. Sie sind auf der Homepage von DEKRA veröffentlicht: https://www.dekra.de/de/sozialstandards/. Die DEKRA Sozialstandards gelten für den gesamten DEKRA Konzern und umfassen alle Standorte und verbundenen Unternehmen.

2. Verfahren zur Ermittlung tatsächlicher und potenziell nachteiliger Auswirkungen auf die Menschenrechte

a. ) Berichten Sie, ob und wie Ihr Unternehmen menschenrechtliche Risiken analysiert (durch Ihre Geschäftstätigkeit, durch Geschäftsbeziehungen, durch Produkte und Dienstleistungen, an Standorten, durch politische Rahmenbedingungen) (Kriterium 17, Checkliste Aspekt 4)

b. ) Werden besonders schutzbedürftige Personengruppen in die Risikobetrachtung mit einbezogen?

c. ) Wie hoch werden die menschenrechtlichen Risiken und die eigenen Einflussmöglichkeiten diesen zu begegnen eingeschätzt?

d. ) Wie werden menschenrechtliche Risiken in das Risikomanagement Ihres Unternehmens integriert?

Unsere Prozesse zur Wahrnehmung der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht befinden sich im Auf- und Ausbau. DEKRA untersucht bestmöglich, ob menschenrechtliche Risiken durch die Geschäftstätigkeit entstehen. Potenzielle Risiken werden im Rahmen der von der Internen Revision durchgeführten Audits mitberücksichtigt. Zudem werden Lieferanten vor der Aufnahme von Geschäftsbeziehungen via eines Self-Assessments überprüft. Bei besonders kritischen bestehenden Lieferanten werden zudem bei Bedarf Audits durchgeführt, welche auch das Thema Nachhaltigkeit und Menschenrechte berücksichtigen. Besonders schutzbedürftige Personen werden nicht explizit mit in die Risikobetrachtung einbezogen. Wesentliche Risiken sind uns aktuell nicht bekannt. Menschenrechtliche Risiken und die Überprüfung der Einhaltung und Umsetzung der DEKRA Sozialstandards sind seit 2020 Bestandteil des Risikomanagements, welches von der Internen Revision gesteuert wird.

3. Maßnahmen zur Wirksamkeitskontrolle / Element: Beschwerdemechanismus

a. ) Gibt es Schulungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Menschenrechten?

b. ) Berichten Sie, ob und wie die Einhaltung von Menschenrechten geprüft wird.

c. ) Beschreiben Sie interne Beschwerdemechanismen und klare Zuständigkeiten im Unternehmen oder erläutern Sie, wie der Zugang zu externen Beschwerdeverfahren sichergestellt wird.

d. ) Gelten Whistle-Blowing-Mechanismen auch für Zulieferer?

Unsere Mitarbeiter im Einkauf werden zum Thema Nachhaltigkeit und Menschenrechten in der Lieferkette geschult. Die Einhaltung der DEKRA Sozialstandards und von Menschenrechten wird schrittweise in die Prüfprozesse unseres internen Risikomanagementprozesses und interner Audits integriert. Um Verstöße gegen die Menschenrechte, Compliance-Guidelines sowie DEKRA Sozialstandards auf allen Ebenen und in allen Bereichen von DEKRA melden, prüfen und bearbeiten zu können, besteht ein Compliance-Hinweisgebersystem. Bei Beschwerden und Verdachtsfällen in Bezug auf Sozialstandards und Menschenrechte können sich betroffene Mitarbeiter, Geschäftspartner oder andere Stakeholder offen oder optional auch anonym an die zuständige Compliance-Meldestelle wenden. Meldungen können sowohl von unseren Mitarbeitern als auch von nicht dem Unternehmen zugehörigen Personen eingereicht werden. Das Hinweisgebersystem ist in allen wesentlichen Sprachen zugänglich.

4. Menschenrechtliche Sorgfaltspflicht in der Wertschöpfungskette

a. ) Gibt es einen Verhaltenskodex für zuliefernde Unternehmen, der die vier ILO-Kernarbeitsnormen umfasst?

b. ) Berichten Sie, ob und wie eine Prüfung von menschenrechtlichen Risiken vor dem Eingehen einer Geschäftspartnerschaft durchgeführt wird.

c. ) Werden zuliefernde Unternehmen zu Menschenrechten geschult?

d. ) Mit welchen Prozessen stellt Ihr Unternehmen die Einhaltung von Menschenrechten bei zuliefernden Unternehmen sicher?

e. ) Ergreifen Sie (gemeinsam mit zuliefernden Unternehmen) Maßnahmen im Konfliktfall oder kooperieren Sie mit weiteren Akteuren? Wenn ja: welchen?

f. ) Welche Konzepte gibt es zur Wiedergutmachung? Berichten Sie über Fälle im Berichtszeitraum.

Wir verlangen von unseren Lieferanten die Einhaltung von Nachhaltigkeitsstandards. Dies ist in den Allgemeinen Einkaufsbedingungen und insbesondere im Lieferanten Nachhaltigkeits-Verhaltenskodex (Sustainability Supplier Code of Conduct: https://www.dekra.com/media/20200526-dekra-sustainability-supplier-code-of-conduct-final-en.pdf) festgelegt. Dieser verlangt auch die Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen und Standards und Prozesse der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht. Lieferanten werden vor der Aufnahme von Geschäftsbeziehungen via eines Lieferanten-Selbstbewertungs-Fragebogens überprüft. Im Abschnitt "Nachhaltigkeit" werden Informationen über die Einhaltung der oben genannten Grundsätze des Nachhaltigkeits-Verhaltenskodex abgefragt. Die Antworten und der jeweilige Grad der Einhaltung unserer Anforderungen spielen eine wichtige Rolle bei der Beurteilung unserer Lieferanten und dem Auswahlverfahren.

Derzeit befinden wir uns im Aufbau von Schulungsprozessen für Lieferanten. 2020 wurden 93% der Mitarbeiter des Globalen Einkaufs in Bezug auf Nachhaltigkeit und Menschenrechte geschult. Unsere Einkäufer sind aber bereits heute dazu angehalten, aktuelle und zukünftige Lieferanten auf Schulungsmaterial zum Thema Menschenrechte in der Lieferkette hinzuweisen.

Bei bestehenden Lieferanten werden bei Bedarf Audits durchgeführt, welche auch die Themen Nachhaltigkeit und Menschenrechte berücksichtigen. Sollten hier Verstöße festgestellt werden, arbeiten wir einen Korrekturmaßnahmenplan aus, welcher vom betroffenen Lieferanten umgesetzt werden muss. Wenn die Anforderungen nicht erfüllt werden und keine Maßnahmen ergriffen werden, um Verstöße zu beheben, können wir die Geschäftsbeziehungen beenden.

Derzeit gibt es abseits des Rechtsweges keine Prozesse zur Wiedergutmachung. Bis heute sind keine Menschenrechtsverletzungen bekannt. Es wird auf jede Meldung, welche über das Hinweisgebersystem eingeht, angemessen reagiert.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator GRI SRS-412-3: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Investitionsvereinbarungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der erheblichen Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder auf Menschenrechtsaspekte geprüft wurden.

b. Die verwendete Definition für „erhebliche Investitionsvereinbarungen“.

Diesen Indikator berichten wir aktuell nicht.
Unsere Investitionen belaufen sich gemäß der unten genannten Definition auf folgende Werte:

  2019 2018 2017
Getätigte Investitionen  

Investitionsvolumen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ohne Unternehmensakquisitionen (S. 18, 32 Finanzbericht, https://media.dekra.com/media/dekra-geschaeftsbericht-2019-2020-de-finanzbericht-ds.pdf)
128,2 Mio. 123,7 Mio. 89,2 Mio.

Leistungsindikator GRI SRS-412-1: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, an denen eine Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt wurde, aufgeschlüsselt nach Ländern.

Über die Compliance- und integritätsspezifische Überprüfung, die die Verpflichtung zur Einhaltung der Menschenrechte impliziert, innerhalb unseres internen Risikomanagement-Prozesses und der entsprechenden Risikoabfrage (Selbstauskunfts-Fragebogen) wurden 2019 76,5% unserer Gesellschaften abgefragt.

Leistungsindikator GRI SRS-414-1: Auf soziale Aspekte geprüfte, neue Lieferanten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der neuen Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien bewertet wurden.

Diese Zahl wird aktuell noch nicht berichtet. Unsere Globalen Einkaufsprozesse sehen vor, dass 100% der neuen Lieferanten des Globalen Einkaufs in Bezug auf Nachhaltigkeit bewertet werden. Das Monitoring und Reporting in Bezug auf Nachhaltigkeit im Einkauf befindet sich im Aufbau. Wir überwachen und berichten schrittweise über den Anteil der auf Nachhaltigkeit verpflichteten Lieferanten, den Anteil der bzgl. Nachhaltigkeit überprüften Lieferanten, die Anzahl diesbezüglich auditierter Lieferanten sowie den Anteil der geschulten Mitarbeiter in den Einkaufsteams. Zu den jeweiligen Themen leiten wir Ziele und Maßnahmen ab und berichten über diese.

Leistungsindikator GRI SRS-414-2: Soziale Auswirkungen in der Lieferkette
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Zahl der Lieferanten, die auf soziale Auswirkungen überprüft wurden.

b. Zahl der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen ermittelt wurden.

c. Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen, die in der Lieferkette ermittelt wurden.

d. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt und infolge der Bewertung Verbesserungen vereinbart wurden.

e. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt wurden und infolgedessen die Geschäftsbeziehung beendet wurde, sowie Gründe für diese Entscheidung.

Das Monitoring und Reporting in Bezug auf Nachhaltigkeit im Einkauf befindet sich im Aufbau. Wir überwachen und berichten schrittweise über den Anteil der auf Nachhaltigkeit verpflichteten Lieferanten, den Anteil der bzgl. Nachhaltigkeit überprüften Lieferanten, die Anzahl diesbezüglich auditierter Lieferanten sowie den Anteil der geschulten Mitarbeiter in den Einkaufsteams. Zu den jeweiligen Themen leiten wir Ziele und Maßnahmen ab und berichten über diese. Bei 15 wesentlichen nationalen und internationalen Lieferanten wurden und werden 2020 detaillierte Nachhaltigkeits-Audits durchgeführt.
Wesentliche Risiken sind uns aktuell nicht bekannt. Unsere Prozesse zur Wahrnehmung unserer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht befinden sich im Auf- und Ausbau. Hierzu verweisen wir auch auf unsere in der DNK-Erklärung integrierte Erklärung im Sinne des NAP Wirtschaft und Menschenrechte.

DEKRA untersucht, ob menschenrechtliche Risiken durch die Geschäftstätigkeit entstehen. Diese potenziellen Risiken werden im Rahmen der von der Internen Revision durchgeführten Audits berücksichtigt. Zudem werden Lieferanten vor der Aufnahme von Geschäftsbeziehungen via eines Self-Assessments überprüft. Bei besonders kritischen bestehenden Lieferanten werden zudem bei Bedarf Audits durchgeführt.

Menschenrechtliche Risiken und die Überprüfung der Einhaltung und Umsetzung der DEKRA Sozialstandards sind seit 2020 Bestandteil des internen Risikomanagements.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Nachhaltigkeit ist ein zentraler Wert für DEKRA. Wir arbeiten an einer nachhaltigen Entwicklung unseres Unternehmens und an unserem Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung in Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt. Wir unterstützen die UN Sustainable Development Goals und die Prinzipien des UN Global Compact. Seit 2020 sind wir als DEKRA Konzern Unterzeichner des UN Global Compact.

Wir legen großen Wert auf unser gesellschaftliches Engagement. Wir unterstützen soziale und ökologische Projekte, vorzugsweise mit einem Fokus auf Sicherheit. Zum Beispiel unterstützen wir die Umwelt-NGO Planète Urgence in Bezug auf Aufforstung und lokale Umweltbildung in waldrohdungs-sensiblen Regionen. Durch die Unterstützung gemeinnütziger Initiativen engagieren wir uns für das Gemeinwohl. Z.B. als Förderer im Bereich Sport, etwa durch die Partnerschaft mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB). Wir sind offizieller Partner der DFB-Schiedsrichter und fördern die unparteiischen Akteure auf dem Spielfeld. DEKRA und die Schiedsrichter stehen gemeinsam für Neutralität, Sachverstand und Fair Play.

DEKRA setzt sich seit mehr als 15 Jahren in Deutschland mit der Aktion „Sicherheit braucht Köpfchen“ für die Sicherheit von Schulanfängern ein, sensibilisiert Erstklässler und verteilt die beliebten roten Caps. Im Rahmen der Kampagne sind seither fast drei Millionen Kappen ausgegeben worden.

An unseren Standorten fördern wir lokale Initiativen, wie z.B. ein Bienenprojekt in Kooperation mit einem lokalen Imker an unserer Stuttgarter Hauptzentrale. 250.000 „DEKRA Bienen“ tragen hierbei zur Standort-Biodiversität bei.

Wir tragen auch wesentlich durch unsere Dienstleistungen und Expertise zur Förderung von Sicherheit in Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft und damit zum Gemeinwesen bei: Nicht nur in den Bereichen Verkehrs- und Arbeitssicherheit, sondern beispielsweise auch durch Sicherheitsüberprüfungen von öffentlichen Kinderspielplätzen oder Prüfungen für Trinkwassersicherheit.

Als Vordenker prämieren wir mit dem DEKRA Award neue Sicherheitslösungen und haben beispielweise einen Standard für sichere Mikromobilität entwickelt. Auch im Bildungsbereich erzielen unsere Expertendienstleistungen eine positive gesellschaftliche Wirkung: Zum Beispiel bieten wir für geflüchtete Menschen Integrations- und Sprachkurse sowie spezifische Berufsausbildungen mit Kooperationspartnern (z.B. zum Busfahrer) an. Außerdem unterstützen wir die duale Ausbildung von Fachpflegekräften in Europa (z.B. Albanien, Serbien) und Südamerika (z.B. Brasilien). Mit dem bundesweiten Programm „Toys Company“ schaffen wir Voraussetzungen, um Langzeitarbeitslose wieder in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Als DEKRA Konzern sind wir ein bedeutender Arbeitgeber und schaffen vielerorts neue Arbeitsplätze. Auch dadurch leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Gemeinwesen. Zuletzt wurde DEKRA zum Beispiel als einer der "Diversity Leaders 2020" von der Financial Times und von FOCUS als "Top nationaler Arbeitgeber 2020" ausgezeichnet.

Wir setzen uns seit fast 100 Jahren für Verkehrssicherheit ein. Mit periodischer Fahrzeugüberwachung, Unfallanalytik und Unfallforschung, mit Crash-Tests, Öffentlichkeitskampagnen und der Mitarbeit in nationalen und internationalen Gremien. Ein wichtiger Baustein des Engagements ist der DEKRA Verkehrssicherheitsreport, der seit 2008 in mehrsprachig veröffentlicht wird.

Wir haben den satzungsgemäßen Auftrag, der seit unserer Gründung besteht, im Rahmen der strategischen Weichenstellung ausgerichtet. Im Verkehr, bei der Arbeit und zu Hause – in allen wesentlichen Lebensbereichen schaffen die erfahrenen Experten von DEKRA mehr Sicherheit. Bis zu unserem 100. Geburtstag soll unsere Vision, „der globale Partner für eine sichere Welt“ zu sein, Wirklichkeit werden. Zudem streben wir an, unser gesellschaftliches Engagement und diesbezügliche Partnerschaften und Initiativen für Nachhaltigkeit auszubauen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator GRI SRS-201-1: Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. den zeitanteilig abgegrenzten, unmittelbar erzeugten und ausgeschütteten wirtschaftlichen Wert, einschließlich der grundlegenden Komponenten der globalen Tätigkeiten der Organisation, wie nachfolgend aufgeführt. Werden Daten als Einnahmen‑Ausgaben‑Rechnung dargestellt, muss zusätzlich zur Offenlegung folgender grundlegender Komponenten auch die Begründung für diese Entscheidung offengelegt werden:
i. unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert: Erlöse;
ii. ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert: Betriebskosten, Löhne und Leistungen für Angestellte, Zahlungen an Kapitalgeber, nach Ländern aufgeschlüsselte Zahlungen an den Staat und Investitionen auf kommunaler Ebene;
iii. beibehaltener wirtschaftlicher Wert: „unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert“ abzüglich des „ausgeschütteten wirtschaftlichen Werts“.

b. Der erzeugte und ausgeschüttete wirtschaftliche Wert muss getrennt auf nationaler, regionaler oder Marktebene angegeben werden, wo dies von Bedeutung ist, und es müssen die Kriterien, die für die Bestimmung der Bedeutsamkeit angewandt wurden, genannt werden.

Hierzu verweisen wir auf unseren Finanzbericht: https://media.dekra.com/media/dekra-geschaeftsbericht-2019-2020-de-finanzbericht-ds.pdf

  2019 2018 2017
Den zeitanteilig abgegrenzten, unmittelbar erzeugten und ausgeschütteten wirtschaftlichen Wert, einschließlich der grundlegenden Komponenten der globalen Tätigkeiten der Organisation, wie nachfolgend aufgeführt.  
Unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert: Erlöse (S. 15, 27, 49 Finanzbericht) 3,4 Mrd. 3,3 Mrd. 3,1 Mrd.
Ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert: Betriebskosten, Löhne und Leistungen für Angestellte, Zahlungen an Kapitalgeber, nach Ländern aufgeschlüsselte Zahlungen an den Staat und Investitionen auf kommunaler Ebene   (S. 15-17, 27, 48-53, 85 Finanzbericht) i. W. Personalaufwand: 2,2 Mrd.
sonstige Betriebskosten siehe Konzern-Gesamtergebnis-rechnung S. 27
Transaktionen mit Eigenkapitalgeber siehe S. 85
i. W. Personalaufwand: 2,2 Mrd.
sonstige Betriebskosten siehe Konzern-Gesamtergebnis-rechnung S. 27
Transaktionen mit Eigenkapitalgeber siehe S. 85
i. W. Personalaufwand: 2,0 Mrd.
sonstige Betriebskosten siehe Konzern-Gesamtergebnis-rechnung S. 27
Transaktionen mit Eigenkapitalgeber siehe S. 85
Beibehaltener wirtschaftlicher Wert: „unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert“ abzüglich des „ausgeschütteten wirtschaftlichen Werts“   (S. 15-17, 27, 48 Finanzbericht) S. 15-17, 27, 48 Finanzbericht S. 15-17, 27, 48 Finanzbericht  
Der erzeugte und ausgeschüttete wirtschaftliche Wert muss getrennt auf nationaler, regionaler oder Marktebene angegeben werden, wo dies von Bedeutung ist, und es müssen die Kriterien, die für die Bestimmung der Bedeutsamkeit angewandt wurden, genannt werden.   (S. 49 Finanzbericht) Umsätze nach Regionen siehe S. 49 Umsätze nach Regionen siehe S. 49  

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

DEKRA als Expertenorganisation und staatlich anerkannte Prüforganisation im Auftrag für Sicherheit nimmt durch Dienstleistungen teils hoheitliche Aufgaben wahr, z.B. die Durchführung periodischer Fahrzeuguntersuchungen. Politische Einflussnahme heißt für uns, dass wir uns politisch im Bereich Sicherheit einbringen. Aus diesem Grund stehen wir fortlaufend in enger Verbindung mit den zuständigen Entscheidungsträgern und Gesetzgebern.

Als Expertenorganisation für Sicherheit beteiligen wir uns dabei aktiv an der politischen Diskussion und setzen uns für höchstmögliche Sicherheitsstandards in allen Bereichen, die für die Sicherheit im Verkehr, auf der Arbeit und zu Hause relevant sind, ein. Alle Gesetzgebungsverfahren, die unsere Arbeit als Sicherheitsdienstleister betreffen, wie beispielsweise die Festlegung gesetzlich verpflichtender Sicherheits- und Prüfstandards für z.B. Fahrzeuge, Industrieanlagen oder andere Bereiche, sind relevant für DEKRA. Für uns relevante Gesetzgebungsprozesse betreffen daher auch Themengebiete wie Cybersicherheit, Straßenverkehrsrecht, Verbraucherschutz oder Umweltschutz. Unsere Experten begleiten und unterstützen politische Entscheidungen und Prozesse durch sachkundige Beratung in den unterschiedlichsten Bereichen, beispielsweise bei Fragen der Verkehrs- oder Arbeitssicherheit. Den seit 2008 jährlich erscheinenden DEKRA Verkehrssicherheitsreport sehen wir als einen wichtigen Beitrag dazu an.

Als global tätiges Unternehmen wird DEKRA von Entscheidungsträgern, Organisationen und Institutionen als Partner hoch geschätzt - sowohl auf nationaler und lokaler, als auch auf internationaler und europäischer Ebene. DEKRA ist Mitglied in den Verbänden Deutscher Verkehrssicherheitsrat (DVR), Deutsches Verkehrsforum (DVF) und ProMobilität - Initiative für Verkehrsinfrastruktur und ist in der Verbändeliste des Deutschen Bundestags verzeichnet. Weitere Mitgliedschaften in politischen Verbänden, Vereinigungen und Netzwerken oder anderen Einrichtungen können im Transparenzregister der EU aufgerufen werden.

Wir haben im Berichtszeitraum 2019 keine wesentlichen Parteispenden getätigt. DEKRA beachtet die jeweils gültige nationale und internationale Gesetzgebung in den Ländern, wo wir aktiv sind. Alle politischen Aktivitäten berücksichtigen unseren hohen Anspruch an Integrität und Compliance.

Wir sind innerhalb des Branchenverbandes TIC Council (Testing, Inspection, Certification) aktiv und beschäftigten uns dabei unter anderem mit den Themenfeldern „Product Testing/Certification“, „Industrial Life Cycle Services“ und „Environment, Social and Government“. Wir beteiligen uns an Fachverbänden und Expertenkomitees. Beispielsweise im Rahmen des International Motor Vehicle Inspection Committee (CITA). Darüber hinaus beteiligen wir uns fachlich an Arbeitsgruppen der Europäischen Kommission.
Durch regelmäßigen Austausch mit der Europäischen Kommission und dem Europäischen Parlament versuchen wir im Interesse hoher Sicherheitsstandards Einfluss auf aktuelle Gesetzgebungen zu nehmen.
Dies betrifft unter anderem die Bereiche Connected Devices, Cyber Security, Circular Economy und intelligente Mobilität.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator GRI SRS-415-1: Parteispenden
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Monetären Gesamtwert der Parteispenden in Form von finanziellen Beiträgen und Sachzuwendungen, die direkt oder indirekt von der Organisation geleistet wurden, nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

b. Gegebenenfalls wie der monetäre Wert von Sachzuwendungen geschätzt wurde.

Wir haben im Berichtszeitraum 2019 keine wesentlichen Parteispenden getätigt.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Wir leben fairen Wettbewerb und dulden keine Form von Korruption oder sonstigem gesetzwidrigem Verhalten. Für uns ist die Integrität, Zuverlässigkeit und Neutralität aller Mitarbeiter von ganz entscheidender Bedeutung. Mit den DEKRA Compliance Guidelines haben wir uns bei DEKRA weltweit verbindliche Leit- und Richtlinien gegeben, die von allen DEKRA Mitarbeitern und Führungskräften ethisches und gesetzeskonformes Verhalten fordern. Sie sind verbindliche Mindeststandards und gleichzeitig eine Orientierung für uns alle, um Gesetzen, rechtlichen Standards und ethischen Grundsätzen auf allen Kontinenten zu entsprechen. Unser individuelles Compliance Management stellt die Einhaltung der Compliance Guidelines sicher.
Der Chief Compliance Officer, der direkt an den Vorstandsvorsitzenden (CEO) berichtet und Teil des Executive Committees (ExCom) ist, sowie ein konzernweites Netzwerk an Regional Compliance Officers sind für die Kommunikation und Anwendung der Richtlinie verantwortlich. Um Verstöße gegen die Compliance Richtlinien auf allen Ebenen und in allen Branchen von DEKRA prüfen und bearbeiten zu können, haben wir ein Compliance Hinweisgebersystem eingerichtet. Stetige Compliance-Schulungen unter der besonderen Berücksichtigung von potenziellen Risikogruppen gewährleisten die Information und Sensibilisierung unserer Mitarbeiter. Dabei ist es unser Ziel, diese Mitarbeitergruppen zu erreichen und Schulungen durchzuführen. Dies ist weiterhin sichergestellt. 2019 haben wir gemäß dieses Ansatzes 3750 Mitarbeiter in Bezug auf Compliance und Integrität geschult.
Aufgrund unserer Tätigkeiten innerhalb der TIC-Branche (Testing, Inspection, Certification) bestehen auch Risiken hinsichtlich Compliance. Diesen wirken wir mithilfe von regelmäßigen Compliance Schulungen entgegen. Zudem verpflichten wir unsere Mitarbeiter zur Unparteilichkeit, Integrität und zur Einhaltung der DEKRA Compliance Guidelines und stellen so die Neutralität und Unabhängigkeit unserer Expertenorganisation sicher.
Wir legen einen Schwerpunkt darauf, dass Führungskräfte Compliance jeden Tag nachvollziehbar vorleben. Die interne Revision von DEKRA prüft risikobasiert in regelmäßigen Abständen, ob die Compliance Guidelines in allen Bereichen und Regionen weltweit ordnungsgemäß implementiert sind und ob Hinweise auf Verstöße vorliegen. Schwerpunkte der Compliance Guidelines sind: Gesetzestreues Verhalten, Verantwortung für das Ansehen von DEKRA, Respekt und Integrität, Führung und Verantwortung, fairer Wettbewerb, Anbieten und Gewähren von Vorteilen, Fordern und Annehmen von Vorteilen, Auftragsvergabe, Spenden, Vermeidung von Interessenkonflikten, Umgang mit Informationen, Datenschutz und Datensicherheit sowie Umwelt, Sicherheit und Gesundheit.
 
 
 

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator GRI SRS-205-1: Auf Korruptionsrisiken geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden.

b. Erhebliche Korruptionsrisiken, die im Rahmen der Risikobewertung ermittelt wurden.

Über die Compliance- und integritätsspezifische Überprüfung innerhalb unseres internen Risikomanagement-Prozesses und der entsprechenden Risikoabfrage (Selbstauskunfts-Fragebogen) wurden 2019 76,5% unserer Gesellschaften in Bezug auf Korruptionsrisiken abgefragt. Erhebliche Korruptionsrisiken zeigten sich in der Abfrage nicht.

Leistungsindikator GRI SRS-205-3: Korruptionsvorfälle
Die berichtende Organisation muss über folgende Informationen berichten:

a. Gesamtzahl und Art der bestätigten Korruptionsvorfälle.

b. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Angestellte aufgrund von Korruption entlassen oder abgemahnt wurden.

c. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Verträge mit Geschäftspartnern aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption gekündigt oder nicht verlängert wurden.

d. Öffentliche rechtliche Verfahren im Zusammenhang mit Korruption, die im Berichtszeitraum gegen die Organisation oder deren Angestellte eingeleitet wurden, sowie die Ergebnisse dieser Verfahren.

Bestätigte Korruptionsvorfälle: Keine.

Leistungsindikator GRI SRS-419-1: Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich, und zwar:
i. Gesamtgeldwert erheblicher Bußgelder;
ii. Gesamtanzahl nicht-monetärer Sanktionen;
iii. Fälle, die im Rahmen von Streitbeilegungsverfahren vorgebracht wurden.

b. Wenn die Organisation keinen Fall von Nichteinhaltung der Gesetze und/oder Vorschriften ermittelt hat, reicht eine kurze Erklärung über diese Tatsache aus.

c. Der Kontext, in dem erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen auferlegt wurden.

Erhebliche Bußgelder und Sanktionen: Keine.