14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Das Terra Institute berät Unternehmen und hält Vorträge und Seminare im deutsch- und italienischsprachigen Raum. Als nachhaltiges Unternehmen haben wir uns zur Einhaltung von Menschenrechten, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung bekannt und setzen diese täglich in unserem Geschäft sowohl für uns als auch unsere Kunden um. Die in der Terra Governance auf der Grundlage von Nachhaltigkeit und Kreiskultur verankerten Prinzipien und Beteiligungsmöglichkeiten fördern zudem ein offenes System: Ziel ist es, neben der Einhaltung von Arbeitnehmerrechten, Ideen, Kritik und aktive Beiträge zur Weiterentwicklung von jedem Mitarbeitenden aufzunehmen und umzusetzen.

In zweiwöchentlichen Jour-fixes mit allen Mitarbeitern werden die Arbeitsbedingungen betreffende und für das Tagesgeschäft relevante Entscheidungen im offenen Meinungsaustausch diskutiert und im Kreis beschlossen. Darüber hinaus trifft sich das Team periodisch in ungezwungene Atmosphäre, um im Kreis über persönliche Anliegen der Teammitglieder zu sprechen.

Strategische Themen und das Nachhaltigkeitmanagement werden im Terra Board erörtert und von allen Mitarbeitern und freien Beratern gemeinsam auf den Terra Days entschieden. Dabei findet in der Regel das Verfahren des systemischen Konsensierens Anwendung, welches den Widerstand jedes einzelnen Mitarbeiters deutlich stärker im Entscheidungsprozess berücksichtigt als eine Mehrheitsentscheidung.

Die Einbeziehung und Beteiligung aller Mitarbeiter wird zudem durch die Transparenz aller Entscheidungsprozesse sichergestellt. Die interne Online-Plattform "TIP" auf Sharepoint-Basis dient nicht nur dem Austausch von Informationen und Dokumenten, sondern hier sind auch sämtliche Protokolle der Gremien und Kreise des Terra Institute für das Team einsehbar.  

Im Ausland wird kein Büro betrieben. Insofern haben deutsche Normen zum Thema Arbeitnehmerrechte mit internationalen Standorten keine Relevanz für uns.

Das Terra Institute sieht mit dieser Vorgehensweise keine Risiken.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Für das Terra Institute sind die Förderung von Chancengerechtigkeit und Vielfalt, Mitbestimmung und angemessene Bezahlung sowie die Förderung der Vereinbarung von Familie und Beruf zentrale Anliegen. Durch flexible Arbeitszeitmodelle, Teilzeitbeschäftigung, Homeoffice-Nutzung und eine relativ freie Einteilung der Bürozeiten zielt das Terra Institute darauf ab, letzteres dieser Anliegen zu unterstützen.

Bei der Auswahl neuer Mitarbeiter ist die Qualifikation vorrangig, allerdings setzt sich das Terra Institute auch für die Vielfalt der Belegschaft ein. So arbeiten im Unternehmen Personen aus drei Nationen und mit unterschiedlichen Muttersprachen zusammen, ebenso einige aus Sprachminderheiten. Die Organisation des Unternehmens in einer offenen Kreiskultur ermöglicht jedem Mitarbeiter die Mitbestimmung über Tätigkeiten und bei Entscheidungen des Unternehmens.

Des Weiteren wird sehr viel Wert daraufgelegt und aktiv gefördert, jeder Persönlichkeit Möglichkeiten und Raum zu geben ihre individuellen Fähigkeiten, Talente und ihren Charakter zu entfalten. Durch diese Unternehmenskultur wird Diskriminierung minimiert und Vielfalt gefördert. Die Vergütung für weibliche und männliche Mitarbeiter ist identisch.  

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Das Terra Institute hat zum Ziel, mind. 2 Weiterbildungsveranstaltungen zu relevanten, aktuellen Themen sowie neuen Ansätzen, Konzepten, Instrumenten pro Jahr für alle Mitarbeiter anzubieten, der Zielerreichungszeitpunkt ist also der 31.12. jeden Jahres.
Weiters verfolgt das Terra Institute das Ziel, die Mitarbeitenden digital zu befähigen, digitale Tools,- und die Handhabung davon - die die Arbeit erleichtern den Mitarbeitenden zur Verfügung zu stellen und bei Problemstellungen Hilfe zu geben. Dies ist ein fortwährender Prozess und also gibt es keinen spezifischen Zeitpunkt der Zielerreichung.

Mehrmals im Jahr wird interessierten Personen die Möglichkeit geboten, im Terra Institute als Praktikant mitzuarbeiten und zu lernen. Bei Bedarf und Eignung werden Praktikanten vom Unternehmen als Mitarbeitende übernommen.

Die interne Weiterbildung der Beschäftigten wird u.a. durch das Sommerforum sowie die Terra Days gesichert. Auf diesen drei mehrtägigen Veranstaltungen haben alle Beschäftigten sowie die Praktikanten die Möglichkeit, sich intensiv und aus mehreren Perspektiven mit einem Schwerpunktthema zu beschäftigen und sich zu qualifizieren. Die Mitarbeiter können ihre Qualifizierung außerdem durch individuelle externe Weiterbildungen ausbauen. Bei einer Mitarbeiterin ist im Arbeitsvertrag ein Weiterbildungskontingent festgeschrieben. Im Rahmen der Mitarbeitergespräche wird für diese Mitarbeiterin jeweils ein Zeitkontingent für Weiterbildungen verbindlich festgelegt.    

Hierzu sieht das Terra Institute keine Risiken.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator GRI SRS-403-9: Arbeitsbedingte Verletzungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

Die Punkte c-g des Indikators SRS 403-9 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.


Leistungsindikator GRI SRS-403-10: Arbeitsbedingte Erkrankungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen;
b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen.

Die Punkte c-e des Indikators SRS 403-10 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.

Im Berichtsjahr gab es keine Verletzungen, Berufskrankheiten oder Todesfälle. Aufgrund Ausfall oder Krankheit waren die Mitarbeiter im selben Jahr in Summe 14 Arbeitstage abwesend.

Leistungsindikator GRI SRS-403-4: Mitarbeiterbeteiligung zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Die berichtende Organisation muss für Angestellte und Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden, folgende Informationen offenlegen:

a. Eine Beschreibung der Verfahren zur Mitarbeiterbeteiligung und Konsultation bei der Entwicklung, Umsetzung und Leistungsbewertung des Managementsystems für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und zur Bereitstellung des Zugriffs auf sowie zur Kommunikation von relevanten Informationen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gegenüber den Mitarbeitern.

b. Wenn es formelle Arbeitgeber-Mitarbeiter-Ausschüsse für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gibt, eine Beschreibung ihrer Zuständigkeiten, der Häufigkeit der Treffen, der Entscheidungsgewalt und, ob und gegebenenfalls warum Mitarbeiter in diesen Ausschüssen nicht vertreten sind.

Aufgrund der kleinen Unternehmensgröße ist kein Managementsystem für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz vorhanden.

Leistungsindikator GRI SRS-404-1 (siehe G4-LA9): Stundenzahl der Aus- und Weiterbildungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. durchschnittliche Stundenzahl, die die Angestellten einer Organisation während des Berichtszeitraums für die Aus- und Weiterbildung aufgewendet haben, aufgeschlüsselt nach:
i. Geschlecht;
ii. Angestelltenkategorie.

Die durchschnittliche jährliche Stundenzahl für Aus- und Weiterbildung betrug für alle Mitarbeiter 40 Stunden. Sie war für alle Mitarbeiter unabhängig von deren Geschlecht identisch.

Leistungsindikator GRI SRS-405-1: Diversität
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der Personen in den Kontrollorganen einer Organisation in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

b. Prozentsatz der Angestellten pro Angestelltenkategorie in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

Das Terra Board als eines der Kontrollorgane des Terra Institute hat sich aufgelöst. Das Kontrollorgani setzt sich aus der Geschäftsführung zusammen und wird von einer neuen Büroleitung am Standort Brixen unterstützt. Die Geschäftsführung ist eine Frau und ein Mann, sowie die Büroleitung eine Frau.

Im Berichtsjahr waren im Terra Institute fünf Angestellte sowie drei Praktikanten beschäftigt. Die älteste Mitarbeiterin war 49 Jahre alt und der Jüngste 23. Eine Mitarbeiterin hat Migrationshintergrund und eine MItarbeiterin hat italienischer Muttersprache.  

Leistungsindikator GRI SRS-406-1: Diskriminierungsvorfälle
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle während des Berichtszeitraums.

b. Status der Vorfälle und ergriffene Maßnahmen mit Bezug auf die folgenden Punkte:
i. Von der Organisation geprüfter Vorfall;
ii. Umgesetzte Abhilfepläne;
iii. Abhilfepläne, die umgesetzt wurden und deren Ergebnisse im Rahmen eines routinemäßigen internen Managementprüfverfahrens bewertet wurden;
iv. Vorfall ist nicht mehr Gegenstand einer Maßnahme oder Klage.

Im Berichtszeitraum gab es keine Diskriminuerungsvorfälle.

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Aufgrund der Orientierung auf Dienstleistungen und des Fehlens einer Lieferkette im klassischen Sinne ist die Relevanz für das Terra Institute begrenzt. Grundsätzlich werden bei der Wahl der Partner nachhaltigkeitsorientierte Unternehmen bevorzugt. Lebensmittel werden wo vorhanden mit Fair Trade-Siegel gekauft, Büromaterialien und Werbemittel werden über das nachhaltig ausgerichtet Versandhaus memo AG beschafft. Bei Elektronik-Produkten werden wo möglich Produkte von Herstellern eingesetzt, die Maßnahmen zur Vermeidung von Menschenrechtsverletzungen ergriffen haben (z.B. "Fairphone").

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator GRI SRS-412-3: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Investitionsvereinbarungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der erheblichen Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder auf Menschenrechtsaspekte geprüft wurden.

b. Die verwendete Definition für „erhebliche Investitionsvereinbarungen“.

Das Terra Institute hat bisher keine Investitionen getätigt, daher existieren keine derartigen Investitionsvereinbarungen oder -verträge.

Leistungsindikator GRI SRS-412-1: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, an denen eine Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt wurde, aufgeschlüsselt nach Ländern.

Der einzige Geschäftsstandort Brixen wird nicht auf Menschenrechte oder menschenrechtliche Auswirkungen geprüft.

Leistungsindikator GRI SRS-414-1: Auf soziale Aspekte geprüfte, neue Lieferanten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der neuen Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien bewertet wurden.

Es wurden keine neuen Lieferanten aufgenommen und keine Lieferanten anhand von Menschrechtskriterien überprüft.

Leistungsindikator GRI SRS-414-2: Soziale Auswirkungen in der Lieferkette
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Zahl der Lieferanten, die auf soziale Auswirkungen überprüft wurden.

b. Zahl der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen ermittelt wurden.

c. Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen, die in der Lieferkette ermittelt wurden.

d. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt und infolge der Bewertung Verbesserungen vereinbart wurden.

e. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt wurden und infolgedessen die Geschäftsbeziehung beendet wurde, sowie Gründe für diese Entscheidung.

Es wurden keine Lieferanten auf soziale Auswirkungen überprüft und somit auch keine erheblichen tatsächlichen und potenzielle negativen Auswirkungen ermittelt.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Teil der gemeinsamen Vision des Terra Institute ist es, einen Beitrag zur Veränderung des aktuellen Wirtschaftssystems in Richtung zu mehr Nachhaltigkeit zu leisten. Dies stellt einen wesentlichen Beitrag zum Gemeinwesen dar, da diese Aktivitäten nicht unmittelbar auf die Erzielung von Erträgen abzielen, sondern auf die Verbesserung der allgemeinen Lebensqualität. Das Terra Institute initiiert und unterstützt in diesem Sinne verschiedene Initiativen in den Bereichen Bildung, Klima, Tourismus und Innovation, die zum Gemeinwesen in den Regionen beitragen. Im Folgenden sind einige davon beispielhaft genannt:

Das Terra Sommerforum ist ein Erfahrungs- und Begegnungsraum für Mitarbeiter und Partner des Terra Institute sowie am Terra Institute interessierter Unternehmen. Dieses Format hat das Ziel, die Teilnehmer untereinander zu vernetzen, sich gegenseitig zu inspirieren und neue Impulse für mehr Nachhaltigkeit in die jeweiligen Regionen der Teilnehmer zu tragen.

Das Klimaneutralitätsbündnis, das in Südtirol vom Terra Institute koordiniert wird, hat zum Ziel, bis spätestens 2025 alle unternehmerischen Aktivitäten klimaneutral zu stellen. Die Mitgliedsunternehmen sollen damit in ihrer Region einen aktiven Beitrag zum 2-Grad-Celsius-Ziel der vereinten Nationen leisten.

CASE ist ein europäisches Projekt aus dem Erasmus+ Programm „Knowledge Alliances“, das 2014 unter 230 Einreichungen ausgewählt wurde. 10 Partner aus verschiedenen europäischen Universitäten und Unternehmen bilden eine Allianz, um über Disziplinen- und Sprachgrenzen hinweg gemeinsam das Thema einer nachhaltigen sozioökonomischen Entwicklung in Europa voranzubringen. Südtirol ist durch das Terra Institute und die Freie Universität Bozen vertreten.

E
ine Kooperation mit TourCert ermöglicht es dem Terra Institute, im bedeutenden Wirtschaftszweig Tourismus weltweit positive Impulse zu setzen. Ein „nachhaltiger Tourismus“ ist immer ein schwieriger Balanceakt. Genau aus diesem Grund sind klare und messbare Ziele, aber ebenso prozessorientierte Ansätze zur Erreichung eines besseren Tourismus notwendig. TourCert ist eine gemeinnützige Gesellschaft und vergibt das TourCert-Siegel für Tourismusunternehmen mit hohen CSR-Standards.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator GRI SRS-201-1: Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. den zeitanteilig abgegrenzten, unmittelbar erzeugten und ausgeschütteten wirtschaftlichen Wert, einschließlich der grundlegenden Komponenten der globalen Tätigkeiten der Organisation, wie nachfolgend aufgeführt. Werden Daten als Einnahmen‑Ausgaben‑Rechnung dargestellt, muss zusätzlich zur Offenlegung folgender grundlegender Komponenten auch die Begründung für diese Entscheidung offengelegt werden:
i. unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert: Erlöse;
ii. ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert: Betriebskosten, Löhne und Leistungen für Angestellte, Zahlungen an Kapitalgeber, nach Ländern aufgeschlüsselte Zahlungen an den Staat und Investitionen auf kommunaler Ebene;
iii. beibehaltener wirtschaftlicher Wert: „unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert“ abzüglich des „ausgeschütteten wirtschaftlichen Werts“.

b. Der erzeugte und ausgeschüttete wirtschaftliche Wert muss getrennt auf nationaler, regionaler oder Marktebene angegeben werden, wo dies von Bedeutung ist, und es müssen die Kriterien, die für die Bestimmung der Bedeutsamkeit angewandt wurden, genannt werden.

Direkt erwirtschafteter Wert: 1.135.087 Euro, verteilter wirtschaftlicher Wert: 1.036.225 Euro.
Die Verteilung der von der Gesellschaft erzielten Gewinne wird durch die Gesellschafterversammlung bestimmt.

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Für die Unternehmensaktivitäten der Terra Institute GmbH sind Gesetzgebungsverfahren aus den Bereichen Handels- & Steuerrecht, sowie Arbeits-, Sozial- und Umweltpolitik relevant.
Das Terra Institute hat keine Eingaben
bei Gesetzgebungsverfahren getätigt, lobbyistische Tätigkeiten begrenzen sich auf das Engagement für die Gemeinwohl-Ökonomie und Verankerung der Förderung der Gemeinwohlorientierung von Unternehmen im Südtiroler Landesrecht. Es werden weder Zuwendungen an Regierungen, noch Spenden an Parteien oder Politiker getätigt. Das Terra Institute ist Mitglied im Klimaneutralitätsbündnis Südtirol und im Dachverein für die Gemeinwohl-Ökonomie in Italien. Die Mitgliedsbeiträge zu Verbänden betrugen im Berichtsjahr € 500.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator GRI SRS-415-1: Parteispenden
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Monetären Gesamtwert der Parteispenden in Form von finanziellen Beiträgen und Sachzuwendungen, die direkt oder indirekt von der Organisation geleistet wurden, nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

b. Gegebenenfalls wie der monetäre Wert von Sachzuwendungen geschätzt wurde.

Es werden keinerlei politische Spenden getätigt, der Gesamtwert im Berichtsjahr betrug damit 0 €.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Aufgrund der geringen Tiefe der Lieferkette des Terra Institute ist dieses Thema kaum relevant. Als in Italien ansässiges Unternehmen gelten für das Terra Institute die Gesetze des italienischen Staates, die Korruption verbieten und rechtswidriges Verhalten bestrafen. Die öffentliche Hand ist für die Überprüfung dieser Vorschriften verantwortlich.

Durch einen unternehmensinternen Ethik-Kodex, der auch von allen freien Beratern/Trainern unterzeichnet wird, sind alle Team-Mitglieder dafür sensibilisiert, sich sowohl in der Zusammenarbeit untereinander als auch mit Kunden gesetzes- und richtlinienkonform sowie ethisch korrekt zu verhalten. Es obliegt jedem Mitarbeiter, rechtswidriges Verhalten zu vermeiden, die Geschäftsführung trägt dabei besondere Verantwortung, auch hinsichtlich des Bereichs Compliance. Sollte ein nicht gesetzeskonformes Verhalten offenbar werden, sind alle Team-Mitglieder angehalten, dies der Geschäftsleitung zu melden. Auch von den Kunden wird erwartet, dass diese den Ethik-Kodex des Terra Institute verinnerlichen und achten, da dieser eine wichtige Grundlage unseres Beratungsansatzes bildet  

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator GRI SRS-205-1: Auf Korruptionsrisiken geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden.

b. Erhebliche Korruptionsrisiken, die im Rahmen der Risikobewertung ermittelt wurden.

Der einzige Geschäftsstandort des Terra Institute ist Brixen, dieser wird regelmäßig von den Finanzbehörden hinsichtlich Korruptionsrisiken geprüft, erhebliche Risiken wurden bisher keine ermittelt.

Leistungsindikator GRI SRS-205-3: Korruptionsvorfälle
Die berichtende Organisation muss über folgende Informationen berichten:

a. Gesamtzahl und Art der bestätigten Korruptionsvorfälle.

b. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Angestellte aufgrund von Korruption entlassen oder abgemahnt wurden.

c. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Verträge mit Geschäftspartnern aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption gekündigt oder nicht verlängert wurden.

d. Öffentliche rechtliche Verfahren im Zusammenhang mit Korruption, die im Berichtszeitraum gegen die Organisation oder deren Angestellte eingeleitet wurden, sowie die Ergebnisse dieser Verfahren.

Es lagen keine Korruptionsfälle vor.

Leistungsindikator GRI SRS-419-1: Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich, und zwar:
i. Gesamtgeldwert erheblicher Bußgelder;
ii. Gesamtanzahl nicht-monetärer Sanktionen;
iii. Fälle, die im Rahmen von Streitbeilegungsverfahren vorgebracht wurden.

b. Wenn die Organisation keinen Fall von Nichteinhaltung der Gesetze und/oder Vorschriften ermittelt hat, reicht eine kurze Erklärung über diese Tatsache aus.

c. Der Kontext, in dem erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen auferlegt wurden.

Es lagen keine Bußgelder oder Strafen wegen Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften vor.