14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Die Würde des Menschen ist unantastbar: Dieser Grundsatz bestimmt unser Miteinander im Unternehmen als auch mit allen Gruppen außerhalb wie Kunden, Lieferanten, Gesellschaft. Unsere Mitarbeiter sind unser wichtigstes Gut, wir behandeln alle auf Augenhöhe egal, welche Position, Geschlecht, Alter oder Religion die oder derjenige innehat und fordern das auch von allen unseren Mitarbeitern ein.  

Uns ist wichtig, dass sich unsere Beschäftigten wohlfühlen und ein angemessenes Gehalt bekommen. Den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn halten wir selbstverständlich ein, bei unseren Auszubildenden orientieren wir uns an oberen, empfohlenen Werten, Dualstudierenden bezahlen wir die Studiengebühr und ein Handgeld. Ebenso halten wir uns an alle arbeitsrechtlichen Gesetze. Darüber hinaus bieten wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein flexibles Arbeitsumfeld und zahlreiche Maßnahmen im Sinne einer guten Work-Life-Balance. So hat jeder Mitarbeiter die Möglichkeit, seine Arbeitszeit selbst zu bestimmen. Dies gilt auch und insbesondere für die Zeit nach dem Erziehungsurlaub. Wir bilden unseren Nachwuchs selbst aus (siehe Kriterium 16). Auf persönliche Belange unserer Mitarbeiter wird immer eingegangen - egal ob Kinder krank sind, ein Sabbatical genommen wird oder persönliche Belange wie finanzielle Engpässe aufkommen.  
Aktuell existieren keine weiteren Ziele im Bereich der Arbeitnehmerrechte, da wir überzeugt sind, dass unsere Grundsätze für unseren Tätigkeitsbereich erschöpfend sind.

Es gibt keine Incentivierung, um Nachhaltigkeitsaspekte und -ziele umzusetzen, da unsere Unternehmenskultur diese in ihrer DNA verankert und die Mitarbeiter aus Überzeugung handeln. Auf diesen Aspekt wird bei Neueinstellungen geachtet bzw. bewerben sich Jobsuchende gezielt deshalb bei uns. Diese gelebte Kultur verdeutlicht, weshalb die Beteiligung der Beschäftigten am Nachhaltigkeitsmanagement in unserem Unternehmen nicht formalisiert ist, sondern proaktiv durch alle Beschäftigten erfolgt.

Im Unternehmen selber sind die oben genannten Grundsätze gelebt. Da wir aber mit Werbeartikel handeln, gilt unser Augenmerk auch den Unternehmen, bei denen wir diese Werbeartikel einkaufen. Wir haben zwar die Möglichkeit, deutsche und europäische Unternehmen zu besichtigen, in sonstige Drittländer ist das allerdings nicht möglich, hier müssen wir uns auf Zertifikate und Standards wie Sedex, SA 8.000 verlassen, die Arbeitnehmerrechte sicherstellen sollen. Wir sind uns aber bewusst, dass hier unser Vertrauen missbraucht werden kann. Hierin sehen wir das primäre Risiko im Bereich Arbeitnehemrrechte. Umso wichtiger ist es, die Importeure nach deren Kontrollen zu hinterfragen. Wir gehen davon aus, dass Hersteller/inhabergeführte Unternehmen, die am Unternehmensstandort seit Jahrzehnten eine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgen, auch in Ihren Produktionsstätten auf Nachhaltigkeitsbelange achten; zahlreiche Gespräche haben diesen Eindruck bestätigt.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Seit Jahrzehnten wird Chancengleichheit in unserem kleinen, überschaubaren Team gelebt. Unabhängig von Geschlecht, Alter, Nationalität, Religion, Herkunft und sexueller Orientierung wird bei uns jeder Mitarbeiter gleich behandelt und bezahlt. Neben dem Festgehalt gibt es Sonderzahlungen für alle Mitarbeiter, sofern es das Betriebsergebnis es zulässt (2017: 50 Prozent des Gehaltes). Die Frauenquote bei der Werbemittelagentur Hagemann lag 2019 bei 48 Prozent.  

Wir fördern Mitarbeiter, die sich weiterbilden wollen bzw. ermuntern diese, sich weiter zu entwickeln. Im Bereich der Gesundheitsvorsorge prüfen und testen wir immer wieder neue Maßnahmen. So wurde ein wöchentlicher, kostenfreier Yogakurs angeboten, mangels Beteiligung wurde dieser 2019 aber wieder eingestellt. Schreibtische wurden, dort wo gewünscht, 2019 höhenverstellbar umgerüstet. Mitarbeiter haben jederzeit die Möglichkeit, ihre Regelarbeitszeit je nach Lebensumstand zu verändern.

Durch unsere Größe und Unternehmenskultur reagieren wir schnell und ernsthaft auf Wünsche und Probleme unserer Beschäftigten. Daher wurden im Bereichh Chancengerechtigkeit bisher noch keine Ziele festgelegt.

Diskriminierung und Rassismus werden in unserem Unternehmen von niemanden akzeptiert. Bei uns gibt es sehr flache Hierarchien und daher keinen großen Bedarf an Führungskräften. Die benötigten Führungskräfte werden aus dem Mitarbeiterstamm rekrutiert.

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

(Weiter-)Qualifizierung ist eine der wichtigsten Aufgaben, um den Fortbestand unseres Unternehmens zu sichern. In diesem Bereich stehen wir immer wieder vor Herausforderungen und sehen uns mit folgenden Risiken konfrontiert:  
  1. Die Anforderungen durch die Digitalisierung werden immer umfangreicher; Geschäftsprozesse müssen ohne Medienbrüche immer effizienter und transparenter werden.
  2. Mitarbeiter, die die Werte unseres Unternehmens leben, teamorientiert arbeiten und gegenüber allen unseren Anspruchsgruppen professionell und sympathisch arbeiten, sind schwierig zu finden.
  3. Durch unsere Lage in der Metropolregion München besteht das Risiko, dass Mitarbeiter nach ihrer Ausbildung bzw. ihrem Studium in größere Konzerne wechseln.
  4. Durch die Altersstruktur in der Geschäftsführung (Alter über 50 Jahren) ist es notwendig, in den kommenden Jahren auch hier für Nachwuchs zu sorgen.
Umso wichtiger ist es, dass wir permanent junge Menschen ausbilden, damit diese die DNA des Unternehmens rechtzeitig kennenlernen, professionell die Geschäftsprozesse bearbeiten können und lernen, wie wichtig es ist, im Team zu agieren. Im jährlichen Mitarbeitergespräch werden Weiterbildungsmaßnahmen angesprochen, um Mitarbeiter nach Ihren Neigungen und Fähigkeiten, aber auch nach ständig wachsenden Ansprüchen bzw. notwendigen Anforderungen weiterbilden zu können.

Unser vorrangiges Ziel des Jahres 2019, die Verbesserung und Digitalisierung des internen Wissensmanagements, haben wir durch die Einführung und seitdem intensive Nutzung unseres Wiki mit Nachhaltigkeitsinformationen eingekaufter Produkte erreicht. Momentan prüfen wir neue Ziele und Maßnahmen, um den oben beschriebenen Herausforderungen künftig noch besser zu begegnen.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator GRI SRS-403-9: Arbeitsbedingte Verletzungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

Die Punkte c-g des Indikators SRS 403-9 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.


Leistungsindikator GRI SRS-403-10: Arbeitsbedingte Erkrankungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen;
b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen.

Die Punkte c-e des Indikators SRS 403-10 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.

Seit der Gründung des Unternehmens gab es weder arbeitsbezogene Todesfälle noch betriebsbedingte Verletzungen.

Im Berichtsjahr gab es keine arbeitsbedingten Erkrankungen im Unternehmen. Seit der Gründung des Unternehmens gab es zudem keine arbeitsbezogenen Todesfälle.

Leistungsindikator GRI SRS-403-4: Mitarbeiterbeteiligung zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Die berichtende Organisation muss für Angestellte und Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden, folgende Informationen offenlegen:

a. Eine Beschreibung der Verfahren zur Mitarbeiterbeteiligung und Konsultation bei der Entwicklung, Umsetzung und Leistungsbewertung des Managementsystems für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und zur Bereitstellung des Zugriffs auf sowie zur Kommunikation von relevanten Informationen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gegenüber den Mitarbeitern.

b. Wenn es formelle Arbeitgeber-Mitarbeiter-Ausschüsse für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gibt, eine Beschreibung ihrer Zuständigkeiten, der Häufigkeit der Treffen, der Entscheidungsgewalt und, ob und gegebenenfalls warum Mitarbeiter in diesen Ausschüssen nicht vertreten sind.

Aufgrund der kleinen Größe unseres Unternehmens, den flachen Hierarchien und der allgemein hohen Beteiligung aller Mitarbeiter an internen Prozessen gibt es keine Personen, die dem Leistungsindikator GRI SRS-403-4 entsprechen.

Leistungsindikator GRI SRS-404-1 (siehe G4-LA9): Stundenzahl der Aus- und Weiterbildungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. durchschnittliche Stundenzahl, die die Angestellten einer Organisation während des Berichtszeitraums für die Aus- und Weiterbildung aufgewendet haben, aufgeschlüsselt nach:
i. Geschlecht;
ii. Angestelltenkategorie.

Im Jahr 2019 wurden insgesamt 516 Stunden für Aus- und Weiterbildung geleistet, davon entfallen 232 auf Frauen und 284 auf Männer. 356 Stunden entfallen auf die Angestelltenkategorie „Angestellte“ und 160 auf die Angestelltenkategorie „Führungskräfte“.

Leistungsindikator GRI SRS-405-1: Diversität
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der Personen in den Kontrollorganen einer Organisation in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

b. Prozentsatz der Angestellten pro Angestelltenkategorie in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

Es gibt aufgrund der Größe kein Kontrollorgan in unserem Unternehmen.  

Diversität nach Geschlecht und Alter:
 
Weibliche Angestellte:                                     48%
Männliche Angestellte:                                    52%  

Altersgruppe unter 30 Jahre:                          48%
Altersgruppe zwischen 30 und 50 Jahre:         33%
Altersgruppe über 50 Jahre:                           19%

Leistungsindikator GRI SRS-406-1: Diskriminierungsvorfälle
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle während des Berichtszeitraums.

b. Status der Vorfälle und ergriffene Maßnahmen mit Bezug auf die folgenden Punkte:
i. Von der Organisation geprüfter Vorfall;
ii. Umgesetzte Abhilfepläne;
iii. Abhilfepläne, die umgesetzt wurden und deren Ergebnisse im Rahmen eines routinemäßigen internen Managementprüfverfahrens bewertet wurden;
iv. Vorfall ist nicht mehr Gegenstand einer Maßnahme oder Klage.

Es gab im Jahr 2019 keine Diskriminierungsvorfälle.

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Für unser Unternehmen mit dem Standort Deutschland ergeben sich keine Maßnahmen zu Menschenrechten.

Ein besonderes Augenmerk gilt unseren Lieferketten: Innerhalb von Europa gehen wir davon aus, dass sich alle Zulieferer an die europäischen Richtlinien halten; zusätzlich haben wir hier die Möglichkeit, auch Produktionsstätten selber zu besichtigen. In Drittländern ist dies nicht möglich, einerseits durch die Entfernung, andererseits durch die Anzahl von Produktionsstätten, bei denen unsere Importeure einkaufen. Wir verpflichten unsere Importeure zur Einhaltung von Richtlinien wie SA 8000 und würden gerne auch nur bei Unternehmen einkaufen, die BSCI- oder Sedex-zertifiziert sind, was aber zum Teil nicht möglich ist. Produktionsstätten in Fernost lassen sich zum Teil nicht mehr zertifizieren, da es inzwischen weltweit eine Vielzahl von Zertifizierungen gibt und die Unternehmen nicht mehr gewillt sind, diesen hohen Aufwand zu betreiben. Aus Wettbewerbsgründen müssen wir auch Werbeartikel ohne die genannten Zertifikate einkaufen. Unsere Kunden, insbesondere die Einkaufsabteilungen, sehen aktuell noch den Preis im Vordergrund und nicht die Bedingungen, unter denen der Artikel produziert wird und/oder legen auch keinen Wert auf genutzte Rohstoffe. Grundsätzlich fragen wir bei der Angebotseinholung Kriterien wie Zertifikate, Ursprungsland und Materialien ab und wissen, dass wir alleine durch diese Abfrage sensibilisieren; zu einem großen Teil arbeiten wir auch mit Importeuren zusammen, die eine Nachhaltigkeitsstrategie haben und unangekündigte Audits bei ihren Lieferanten durchführen. 50% unserer Importeure haben eine offensichtliche Nachhaltigkeitsstrategie, 50% davon nur in Ansätzen. Ziel ist es, alle Importeure zu motivieren, dass diese bis 2023 eine Nachhaltigkeitsstrategie aufbauen oder 2023 nur noch Importeure zu nutzen, die über eine Strategie verfügen. Dazu ist im ersten Schritt notwendig, dass wir Kriterien entwickeln, über die unsere Produzenten berichten müssen. Es besteht weiterhin das Risiko, dass es noch vereinzelt Produktionsstätten gibt, die Standards nicht einhalten oder auch veraltete oder sogar unwahre Zertifikate vorlegen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator GRI SRS-412-3: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Investitionsvereinbarungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der erheblichen Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder auf Menschenrechtsaspekte geprüft wurden.

b. Die verwendete Definition für „erhebliche Investitionsvereinbarungen“.

Bisher gibt es keine Menschenrechtsklauseln in unseren Verträgen, da wir als Unternehmen selber nur geringe Investitionen haben und diese sich auf IT (PCs, Drucker, Software) und Büroausstattung beschränken. Unsere Lieferanten, bei denen wir Werbeartikel einkaufen, werden im April 2020 unseren Code of Conduct erhalten, mit der Maßgabe, sich an diesen zu halten.

Leistungsindikator GRI SRS-412-1: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, an denen eine Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt wurde, aufgeschlüsselt nach Ländern.

Am einzigen Geschäftsstandort der Werbemittelagentur Hagemann in Eichenau besteht kein Anlass zu einer solchen Prüfung.
Bisher haben wir allerdings insgesamt sieben Produktionsstätten in Deutschland besichtigt, Menschenrechte standen hier nicht im Vordergrund, sondern die Maßnahmen, die sich aus der Nachhaltigkeitsstrategie in den Unternehmen ergeben haben. 2019 haben wir zum ersten Mal drei Produktionsstätten in der Türkei besucht, um hier auch vor Ort zu erkennen, unter welchen Voraussetzungen produziert wird, und um darüber eine Entscheidung zur Zusammenarbeit zu klären.

Leistungsindikator GRI SRS-414-1: Auf soziale Aspekte geprüfte, neue Lieferanten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der neuen Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien bewertet wurden.

2019 haben wir zum ersten Mal drei Produktionsstätten in der Türkei besucht, um hier auch vor Ort zu erkennen, unter welchen Voraussetzungen produziert wird, und um darüber eine Entscheidung zur Zusammenarbeit zu klären. Insgesamt haben wir 2019 bei 14 neuen Herstellern eingekauft und es ist unser Ziel, ab dem 4. Quartal 2020 bei allen diesen neuen Herstellern eine Nachhaltigkeitsauskunft einzuholen.

Leistungsindikator GRI SRS-414-2: Soziale Auswirkungen in der Lieferkette
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Zahl der Lieferanten, die auf soziale Auswirkungen überprüft wurden.

b. Zahl der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen ermittelt wurden.

c. Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen, die in der Lieferkette ermittelt wurden.

d. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt und infolge der Bewertung Verbesserungen vereinbart wurden.

e. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt wurden und infolgedessen die Geschäftsbeziehung beendet wurde, sowie Gründe für diese Entscheidung.

2019 wurden insgesamt acht Hersteller von uns besichtig: fünf in Deutschland, deren soziale Standards weit über den gesetzlichen Regelungen liegen, drei in der Türkei, die auch alle Standards erfüllen bzw. Regelungen haben, die beispielhaft sind. Dort werden Mitarbeiter über einen Fahrdienst abgeholt und wieder nach Hause gefahren, es gibt regelmäßige Teepausen und ein kostenfreies Mittagessen.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Wir haben seit 2018 ein eigenes Bienenvolk und unterstützten im Jahr 2019 die unten aufgeführten Einrichtungen mit Geld- und/oder Sachspenden bzw. in Form einer Patenschaft im Falle der ROMA-Kinderhilfe, die wir auch anderweitig unterstützen: Zweimal im Jahr gibt es einen Aufruf an die Mitarbeiter zum Einsammeln von Kinderspielzeug und Kleidung, die bedürftigen Familien zugutekommen.

Hochwertige Werbeartikel wie Textilien und Elektrogeräte, die wir als Muster im Laufe des Jahres bekommen, werden zum Jahresende ebenfalls an das Hilfswerk gespendet. 2019 wurden insgesamt 320 kg an die ROMA-Kinderhilfe gespendet.  

Durch Spenden unterstütze Einrichtungen:  

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator GRI SRS-201-1: Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. den zeitanteilig abgegrenzten, unmittelbar erzeugten und ausgeschütteten wirtschaftlichen Wert, einschließlich der grundlegenden Komponenten der globalen Tätigkeiten der Organisation, wie nachfolgend aufgeführt. Werden Daten als Einnahmen‑Ausgaben‑Rechnung dargestellt, muss zusätzlich zur Offenlegung folgender grundlegender Komponenten auch die Begründung für diese Entscheidung offengelegt werden:
i. unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert: Erlöse;
ii. ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert: Betriebskosten, Löhne und Leistungen für Angestellte, Zahlungen an Kapitalgeber, nach Ländern aufgeschlüsselte Zahlungen an den Staat und Investitionen auf kommunaler Ebene;
iii. beibehaltener wirtschaftlicher Wert: „unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert“ abzüglich des „ausgeschütteten wirtschaftlichen Werts“.

b. Der erzeugte und ausgeschüttete wirtschaftliche Wert muss getrennt auf nationaler, regionaler oder Marktebene angegeben werden, wo dies von Bedeutung ist, und es müssen die Kriterien, die für die Bestimmung der Bedeutsamkeit angewandt wurden, genannt werden.

Der Gesamtwert unserer Spenden belief sich 2019 auf 5.817 €.
Umsatz im Jahr 2019: 6.701.711 €
Jahresgewinn: 60.128 €

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Das Unternehmen und auch die Inhaber Gertrud und Michael Hagemann sind politisch nicht aktiv, nehmen damit keinen Einfluss auf Politik und Wirtschaftsverbände bzw. zahlen keine Gelder an politische Parteien oder Politiker oder sonstige politische Organisationen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator GRI SRS-415-1: Parteispenden
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Monetären Gesamtwert der Parteispenden in Form von finanziellen Beiträgen und Sachzuwendungen, die direkt oder indirekt von der Organisation geleistet wurden, nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

b. Gegebenenfalls wie der monetäre Wert von Sachzuwendungen geschätzt wurde.

Es gab in der Unternehmensgeschichte bisher keine Parteispenden.

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Im Code of Conduct sind Verhaltensregeln verankert, die Interessenkonflikte, Absprachen, Geldwäsche und Korruption beschreiben. Unsere Einkaufsrichtlinien erfordern, dass für eine Einkaufsentscheidung drei Angebote eingeholt werden müssen. Dies wird durch die Geschäftsleitung stichprobenartig kontrolliert. Dadurch, dass unsere Mitarbeiter eine Lieferantenmatrix als Vorgabe haben, sind die Einkaufsquellen definiert. Die Einkaufsquellen werden erst nach einem sorgfältigen Audit freigegeben. Im wöchentlichen Meeting wird durch die Kundenberater auch darüber informiert, welche Einkaufsquellen für welche Aufträge genutzt werden. Wesentliche Partnerschaften mit mittelständischen Unternehmen entstehen in der Regel in Begleitung der Geschäftsführer und meistens in Kombination mit dem Einkauf der Unternehmen, die selber erst nach Bestätigung von Compliance-Richtlinien durch uns mit uns zusammenarbeiten. Wir selber sehen das Korruptionsrisiko in unserem Unternehmen und Umfeld als sehr gering an. Dementsprechend existieren auch keine weiteren Ziele und Maßnahmen in diesem Bereich.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator GRI SRS-205-1: Auf Korruptionsrisiken geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden.

b. Erhebliche Korruptionsrisiken, die im Rahmen der Risikobewertung ermittelt wurden.

Es gibt nur eine Betriebsstätte, in der die Inhaber als Geschäftsleitung tätig und auch kostenverantwortlich sind. Hier ist das Risiko von Korruption als minimal anzusehen, da unlautere Geschäftspraktiken relativ schnell auffällig würden. Zudem ist im QMS geregelt, dass ab gewissen Auftragshöhen mehrere Angebote eingeholt werden müssen. Im Code of Conduct ist auch beschrieben, ab welcher Höhe Geschenke angenommen werden dürfen. Auf eine Prüfung hinsichtlich Korruption wurde daher bisher verzichtet.

Leistungsindikator GRI SRS-205-3: Korruptionsvorfälle
Die berichtende Organisation muss über folgende Informationen berichten:

a. Gesamtzahl und Art der bestätigten Korruptionsvorfälle.

b. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Angestellte aufgrund von Korruption entlassen oder abgemahnt wurden.

c. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Verträge mit Geschäftspartnern aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption gekündigt oder nicht verlängert wurden.

d. Öffentliche rechtliche Verfahren im Zusammenhang mit Korruption, die im Berichtszeitraum gegen die Organisation oder deren Angestellte eingeleitet wurden, sowie die Ergebnisse dieser Verfahren.

Es gab noch nie Korruptionsvorfälle im Unternehmen.

Leistungsindikator GRI SRS-419-1: Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich, und zwar:
i. Gesamtgeldwert erheblicher Bußgelder;
ii. Gesamtanzahl nicht-monetärer Sanktionen;
iii. Fälle, die im Rahmen von Streitbeilegungsverfahren vorgebracht wurden.

b. Wenn die Organisation keinen Fall von Nichteinhaltung der Gesetze und/oder Vorschriften ermittelt hat, reicht eine kurze Erklärung über diese Tatsache aus.

c. Der Kontext, in dem erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen auferlegt wurden.

Es gab noch nie Bußgelder oder sonstige Sanktionen.