14. Arbeitnehmerrechte

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Die Einhaltung der nationalen und international anerkannten Standards zu Arbeitnehmerrechten wird im eigenen Betrieb in Wetter und in der Lieferkette umfänglich gewährleistet. Das Unternehmen ist nur am Standort Wetter tätig.

Unser Ziel, Arbeitnehmerrechte in der Lieferkette einzuhalten, gewährleisten wir durch Detaillierte Ausführungen sind dem Kriterium 17 Menschenrechte zu entnehmen.  

Unser Ziel ist, die gesetzlichen Bestimmungen zur Einhaltung der Arbeitnehmerrechte an unserem Standort in Wetter einzuhalten und durch zusätzliche Leistungen zu übertreffen:
Die Beteiligung der Mitarbeitenden am Nachhaltigkeitsmanagement wird kontinuierlich gefördert, durch regelmäßige Information zur Nachhaltigkeitsstrategie, durch Aufklärung zu Risiken in der Lieferkette von Naturstein oder Trainings zum Verhalten gegenüber den Kunden.  

Ökologisches Verhalten der Mitarbeitenden wird zudem gefördert, durch Informationen zum umweltschonenden Verhalten vor Ort durch Mülltrennung etc. Dem Mitarbeiter, der in der Nähe des Betriebes wohnt, wurde ein Fahrrad geschenkt. Eine wöchentliche Gemüsekiste von etptt (Die Gemüseretter https://etepetete-bio.de/index.php) sowie der Einkauf von Gemüse und Obst, das konventionell nicht verkauft wird, decken den Bedarf an Obst und Gemüse.

15. Chancengerechtigkeit

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Chancengerechtigkeit
Chancengerechtigkeit wird bei der Auswahl der Auszubildenden praktiziert. Das Geschlecht spielt dabei keine Rolle, auch Frauen werden selbstverständlich ausgebildet, sind allerdings im Bereich der Steinbildhauerei selten anzutreffen. In den vergangenen Jahren wurden vorrangig sozial benachteiligte Menschen als Auszubildende eingestellt, die ansonsten im Arbeitsmarkt nur wenige Chancen haben. Ziel ist, sozial benachteiligten Menschen Arbeit zu geben. Seit 2005 wurde vier Personen eine drei Jahre dauernde Ausbildung im Handwerksbetrieb ermöglicht, davon erlangten zwei einen anerkannten Berufsabschluss, der ihnen die Teilhabe an der Arbeitswelt erheblich erleichtert. Darüber hinaus konnten fünf Jugendliche aus dem sozial benachteiligten Milieu bei uns ein Praktikum durchführen.

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz haben im Steinbildhauerbetrieb von Vincent einen hohen Stellenwert. Sicherheitsschuhe, Arbeitskleidung (Hose, Weste, Shirt, Jacke, Hut), Schutzbrille und Gehörschutz werden gestellt. Durch die Anschaffung einer Absauganlage in 2016 sind die Staubemissionen bei der Arbeit erheblich verringert worden. Atemmasken werden seit dem kaum noch benötigt.   Über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus fördern wir die Gesundheit unserer Mitarbeiter: Ergonomie am Arbeitsplatz wird dem Auszubildenden regelmäßig durch Rückenschulungen und Unterweisungen zum Thema „gesundes Heben“ durch den Arbeitgeber nahegebracht.  

Angemessene Bezahlung
Bisher wurden Ausbildungs- bzw. Umschulungsverträge mit tariflicher Bindung abgeschlossen. Der jetzige Auszubildende (Umschüler) erhält freiwillig zum Umschulungsgeld monatlich 100,00 Euro hinzu. Die Wochenarbeitszeit beträgt 39 Stunden (Tarif). Jeweils 1 Stunde Mittagspause pro Arbeitstag und weitere Kaffeepausen sind über den Tag verteilt. Überstunden spielen für den unternehmerischen Erfolg keine Rolle.  

Mitbestimmung
Der Gestaltungsspielraum des Mitarbeiters erstreckt sich auf Transparenz und Mitbestimmung und führt zu einem „Miteinander auf Augenhöhe“. Die Verantwortungsübernahme wird gefördert und somit auch vom Mitarbeiter gefordert, Selbständigkeit wird erweitert.   

Die Einbindung der Mitarbeitenden erfolgt auch durch monatliche Entwicklungsgespräche und durch Tagesbesprechungen. Der Mitarbeiter hat Zugang zu Daten, die für den Auftragsablauf und die Erledigung relevant sind, wie z.B. Materialien, Größen, Bearbeitung, Kundendaten sowie Auftragsort. 

Der Grad der Transparenz bei kritischen und wesentlichen Daten liegt bei 75 %. Es gibt keinen Einblick in betriebswirtschaftliche Daten. Der Anteil der die Prozessebene betreffenden Entscheidungen, die über Anhörung/Mitwirkung/Mitentscheidung getroffen werden, liegt bei 90 %.  

Urlaubszeiten, Betreuungszeiten für Kinder, Freizeiten für Boten- bzw. Behördengange können mitbestimmt werden.

16. Qualifizierung

Das Unternehmen legt offen, welche Ziele es gesetzt und welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die Beschäftigungsfähigkeit, d. h. die Fähigkeit zur Teilhabe an der Arbeits- und Berufswelt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen, und wo es Risiken sieht.

Ziel ist, sozial benachteiligten Menschen Arbeit zu geben. Durch die Ausbildung im Handwerksbetrieb von Vincent erlangen diese einen anerkannten Berufsabschluss, der ihnen die Teilhabe an der Arbeitswelt erheblich erleichtert. Seit 2005 haben vier sozial benachteiligte Menschen ein Ausbildungsplatz bekommen. Zudem ist das Ziel, über den Rahmenplan hinaus auszubilden und die handwerklichen Fähigkeiten der Auszubildenden zu fördern.

Regelmäßig werden Praktikumsstellen für sozial benachteiligte Menschen angeboten. Seit 2005 wurden fünf Praktikanten angenommen.

Fünf Schülern wurde seit zwei Jahren die Möglichkeit der Berufsfelderkundung im Rahmen der NRW-Landesinitiative "Kein Abschluss ohne Anschluss" geboten.

Auflagen zum Gesundheitsschutz der Mitarbeitenden und Sicherheitsthemen werden über die Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft Bau an den Betrieb herangetragen und werden vollständig erfüllt. (siehe Ausführungen im Kriterium 15).  

Persönliche Weiterbildung wird großgeschrieben. Der Betriebsinhaber absolviert die Fernstudiengänge Philosophie und Umweltmanagement.

Risiken im Bereich der Beschäftigungsfähigkeit sehen wir nicht.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator GRI SRS-403-9: Arbeitsbedingte Verletzungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen;
ii. Anzahl und Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (mit Ausnahme von Todesfällen);
iii. Anzahl und Rate der dokumentierbaren arbeitsbedingten Verletzungen;
iv. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Verletzungen;
v. Anzahl der gearbeiteten Stunden.

Die Punkte c-g des Indikators SRS 403-9 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.


Leistungsindikator GRI SRS-403-10: Arbeitsbedingte Erkrankungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen;
b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen;
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen;
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen.

Die Punkte c-e des Indikators SRS 403-10 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.

Arbeitsbedingte Verletzungen und Erkrankungen lagen auch in 2018 nicht vor.

Leistungsindikator GRI SRS-403-4: Mitarbeiterbeteiligung zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Die berichtende Organisation muss für Angestellte und Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden, folgende Informationen offenlegen:

a. Eine Beschreibung der Verfahren zur Mitarbeiterbeteiligung und Konsultation bei der Entwicklung, Umsetzung und Leistungsbewertung des Managementsystems für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und zur Bereitstellung des Zugriffs auf sowie zur Kommunikation von relevanten Informationen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gegenüber den Mitarbeitern.

b. Wenn es formelle Arbeitgeber-Mitarbeiter-Ausschüsse für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gibt, eine Beschreibung ihrer Zuständigkeiten, der Häufigkeit der Treffen, der Entscheidungsgewalt und, ob und gegebenenfalls warum Mitarbeiter in diesen Ausschüssen nicht vertreten sind.

Im Steinbildhauerhandwerk sind die relevanten Gesundheits- und Sicherheitmaßnahmen:

Lärm: Die Bearbeitung von Naturstein kann lärmintensiv sein. Daher ist bei bestimmten Arbeiten das Tragen von Gehörschutz zwingend.

Stäube: Bei bestimmten Arbeitsschritten entstehen Stäube. Dann ist das Tragen einer Atemmaske zwingend. Durch die in 2016 angeschaffte Absauganlage sind die Belastungen durch Staub stark zurückgegangen.

Augen: Durch umherfliegende Steinsplitter ist das Tragen einer Schutzbrille angebracht.

Körperliche Belastungen: Durch das Heben und Tragen von Materialien mit hohem Gewicht ist insbesondere der Rücken stark belastet. Hebeschule und Rückenschule sollen Schäden vorbeugen.

Leistungsindikator GRI SRS-404-1 (siehe G4-LA9): Stundenzahl der Aus- und Weiterbildungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. durchschnittliche Stundenzahl, die die Angestellten einer Organisation während des Berichtszeitraums für die Aus- und Weiterbildung aufgewendet haben, aufgeschlüsselt nach:
i. Geschlecht;
ii. Angestelltenkategorie.

Die Ausbildung eines Mitarbeiters zum Steinmetz- und Steinbildhauer umfasst 40 Stunden pro Woche, somit rund 1.800 Stunden pro Jahr, nach Abzug von 6 Wochen Urlaub.
Es wurde eine Person im Berichtsjahr ausgebildet.

Leistungsindikator GRI SRS-405-1: Diversität
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der Personen in den Kontrollorganen einer Organisation in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

b. Prozentsatz der Angestellten pro Angestelltenkategorie in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht;
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt;
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

Für unseren Kleinstbetrieb ist dieser Indikator nicht passend.

Leistungsindikator GRI SRS-406-1: Diskriminierungsvorfälle
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle während des Berichtszeitraums.

b. Status der Vorfälle und ergriffene Maßnahmen mit Bezug auf die folgenden Punkte:
i. Von der Organisation geprüfter Vorfall;
ii. Umgesetzte Abhilfepläne;
iii. Abhilfepläne, die umgesetzt wurden und deren Ergebnisse im Rahmen eines routinemäßigen internen Managementprüfverfahrens bewertet wurden;
iv. Vorfall ist nicht mehr Gegenstand einer Maßnahme oder Klage.

keine Vorfälle

17. Menschenrechte

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Unser Ziel ist die Wahrung der Menschenrechte und die Beachtung der ILO-Kernarbeitsnormen entlang der gesamten Lieferkette.  

Das Unternehmen ist nur am Standort Wetter in Nordrhein-Westfalen tätig.  

Unsere Beschaffungsstrategie gewährleistet die Einhaltung der Menschenrechte durch diverse Maßnahmen: Das Ergebnis unserer Beschaffungsstrategie ist, dass die sozialen Aspekte der Nachhaltigkeit wie die Einhaltung der Menschenrechte und der ILO Kernarbeitsnormen in unserer Lieferkette sehr weitgehend gewährleistet ist. Berichte über Verletzungen der Menschenwürde in unserer Zulieferkette sind uns nicht bekannt geworden.  

Mögliche Risiken:
Da die europäische Gesetzeslage und deren Anwendung keine Garantie für verletzungsfreies und gemeinwohlorientiertes Handeln ist (siehe z.B. das Thema Erntehelfer in Österreich, Deutschland, Spanien und Italien) werden wir uns verstärkt bemühen, die Verantwortung der direkten Lieferanten und damit der gesamten Lieferkette zu erfragen. Hierzu gehört auch die Aufklärungsarbeit über Produkte, Werk- oder Inhaltsstoffe.  

Die Überprüfung der Lieferkette für Natursteinmaterial aus Übersee hinsichtlich sozialer Nachhaltigkeitskriterien ist sehr schwierig. Selbst Gütesiegel wie Fair Stone oder Xertifix können nicht garantieren, dass das Natursteinmaterial in den Abbauländern nicht von Kinderhand oder durch Lohnsklaverei gewonnen bzw. verarbeitet wurde. Ein Gütesiegel für europäischen oder deutschen Naturstein existiert bislang nicht.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator GRI SRS-412-3: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Investitionsvereinbarungen
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der erheblichen Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder auf Menschenrechtsaspekte geprüft wurden.

b. Die verwendete Definition für „erhebliche Investitionsvereinbarungen“.

Die signifikanten Investitionen in den Betrieb wurden in Deutschland am Standort Wetter vorgenommen. Die Vertragspartner unterliegen somit den deutschen Gesetzen, wodurch Menschenrechte umfassend geschützt sind.

Leistungsindikator GRI SRS-412-1: Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, an denen eine Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt wurde, aufgeschlüsselt nach Ländern.

100 % sind geprüft. Es gibt nur einen Geschäftsstandort in Wetter.

Leistungsindikator GRI SRS-414-1: Auf soziale Aspekte geprüfte, neue Lieferanten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der neuen Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien bewertet wurden.

Gearbeitet wird mit einem festen Stamm von Lieferanten, mit Sitz in Deutschland. Nur der Werkzeuglieferant sitzt in Frankreich. Alle Lieferanten sind gezielt nach Nachhaltigkeitsaspekten ausgesucht worden und halten Menschenrechtskriterien ein.

Sollten neue Lieferanten hinzukommen, werden diese auch hinsichtlich der Einhaltung von Menschenrechtskriterien geprüft.

Leistungsindikator GRI SRS-414-2: Soziale Auswirkungen in der Lieferkette
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Zahl der Lieferanten, die auf soziale Auswirkungen überprüft wurden.

b. Zahl der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen ermittelt wurden.

c. Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen, die in der Lieferkette ermittelt wurden.

d. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt und infolge der Bewertung Verbesserungen vereinbart wurden.

e. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt wurden und infolgedessen die Geschäftsbeziehung beendet wurde, sowie Gründe für diese Entscheidung.

Durch unsere Beschaffungsstrategie und durch die strenge Auswahl der Zulieferer bestehen  keine negativen menschenrechtlichen Auswirkungen, siehe Ausführungen zu Kriterium 17. Alle Lieferanten sind langjährig bekannt und wurden auf soziale Auswirkungen überprüft. Bei keinem wurden negative soziale Auswirkungen ermittelt.

18. Gemeinwesen

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Gesellschaftliches Engagement zeigt der Betrieb in der Region, durch Timothy C. Vincent zeigt zudem überregional und bundesweit Engagement:  

2015 Auszeichnung „Regional engagiert 2015“.
2016 CSR-Preis „Mein gutes Beispiel
seit 2017 CSR-Botschafter für das Land Nordrhein-Westfalen  

Er gründete am 2.11.2015 den gemeinnützigen Verein „Handwerk mit Verantwortung e.V.“ mit Sitz in Düsseldorf. Neben Steinbildhauern und Steinmetzen sind aktuell auch die Gewerke Backhandwerk, Holzbildhauerei, Modehandwerk vertreten. Die Mitgliedsbetriebe wirtschaften verantwortungsvoll, d.h. unter Berücksichtigung ökonomischer, ökologischer und sozialer Gesichtspunkte. Dabei fertigen sie im eigenen Betrieb oder lassen in heimischen Unternehmen produzieren. Mit einer Selbstverpflichtung bürgen sie für die Einhaltung dieser Standards.  

Dafür wurde der Verein mehrfach ausgezeichnet:
2017 deutscher lokaler Nachhaltigkeitspreis ZeitzeicheN 2017
Qualitätszeichen „Projekt N 2017“
2018 Grüne Helden Award  

Initiierung des gemeinnützigen Projektes „Andenken“.
Dieses Projekt soll dazu beitragen, dass Erinnerungsorte verstorbener Menschen erhalten bzw. an geeigneter Stelle auf dem Friedhof erneuert werden, deren Gräber nach Ablauf der Ruhezeit endberäumt wurden. Erinnerung soll nicht mit Ablauf der Ruhezeit enden. Das Projekt wurde bislang 8-mal im Bundesgebiet umgesetzt. (www.im-andenken-verbleiben.de)

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator GRI SRS-201-1: Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. den zeitanteilig abgegrenzten, unmittelbar erzeugten und ausgeschütteten wirtschaftlichen Wert, einschließlich der grundlegenden Komponenten der globalen Tätigkeiten der Organisation, wie nachfolgend aufgeführt. Werden Daten als Einnahmen‑Ausgaben‑Rechnung dargestellt, muss zusätzlich zur Offenlegung folgender grundlegender Komponenten auch die Begründung für diese Entscheidung offengelegt werden:
i. unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert: Erlöse;
ii. ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert: Betriebskosten, Löhne und Leistungen für Angestellte, Zahlungen an Kapitalgeber, nach Ländern aufgeschlüsselte Zahlungen an den Staat und Investitionen auf kommunaler Ebene;
iii. beibehaltener wirtschaftlicher Wert: „unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert“ abzüglich des „ausgeschütteten wirtschaftlichen Werts“.

b. Der erzeugte und ausgeschüttete wirtschaftliche Wert muss getrennt auf nationaler, regionaler oder Marktebene angegeben werden, wo dies von Bedeutung ist, und es müssen die Kriterien, die für die Bestimmung der Bedeutsamkeit angewandt wurden, genannt werden.

Die Unterstützung des Gemeinwesens erfolgt vor allem durch zeitintensive ehrenamtliche Tätigkeiten:
Ein quantifizierbarer Wert für von Timothy C. Vincent geleistete Ehrenamttätigkeiten (u.a. durch Gründung und fortlaufende Betreuung des gemeinnützigen Vereins "Handwerk mit Verantwortung e.V.", der Gründung einer regionalen Gemeinwohlökonomie-Gruppe) liegt nicht vor.

Spenden 2018:  4.000 Euro für gemeinnützige Projekte

Über den erwirtschafteten Wert wird aus Wettbewerbsgründen nicht berichtet. Für uns als Kleinstbetrieb gelten keine Offenlegungspflichten für die Geschäftsergebnisse.

19. Politische Einflussnahme

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Um Nachhaltigkeitsziele auch stärker in die Politik zu tragen, engagiert sich Timothy C. Vincent: Die Kriterien, nach denen entschieden wird, wofür sich das Unternehmen engagiert, sind im Vorfeld die Fragestellungen: Eine weitere politische Einflussnahme - wie beispielsweise wesentliche Eingaben bei laufenden Gesetzgebungsverfahren - gibt es nicht.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator GRI SRS-415-1: Parteispenden
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Monetären Gesamtwert der Parteispenden in Form von finanziellen Beiträgen und Sachzuwendungen, die direkt oder indirekt von der Organisation geleistet wurden, nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

b. Gegebenenfalls wie der monetäre Wert von Sachzuwendungen geschätzt wurde.

keine politischen Spenden

20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Timothy C. Vincent hat sich dem Verhaltenskodex des „Handwerk mit Verantwortung e.V.“ verpflichtet, der ausdrücklich „keine Bestechlichkeit“ fordert. Als Mitglied des Vereins ist Vincent verpflichtet, keine Bestechungsgelder anzunehmen oder zu zahlen.
Mitarbeitende werden auch zum dem Thema sensibilisiert. Sie kennen durch die Einbindung in das Nachhaltigkeitsmanagement den Verhaltenskodex und wissen um die Verpflichtung.

Weitere Compliance- und Antikorruptionsrichtlinien sowie due diligence Prozesse, wie in Großunternehmen und Konzernen üblich, sind für den kleinen Betrieb nicht passend.  

Timothy C. Vincent ist Gründer und Vorstand des gemeinnützigen Vereins „Handwerk mit Verantwortung e.V.“. Er hat bei der Erstellung der Leitprinzipien auch eine Antikorruptionsklausel formuliert. Sein Betrieb ist Vereinsmitglied und hat sich zur Einhaltung der Antikorruptionsklausel verpflichtet.

In unserem Betrieb werden alle maßgeblichen Regelungen, Gesetze und Verordnungen eingehalten. Risiken für Korruption und andere Gesetzesverstöße sind nicht erkennbar.
Comment

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator GRI SRS-205-1: Auf Korruptionsrisiken geprüfte Betriebsstätten
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden.

b. Erhebliche Korruptionsrisiken, die im Rahmen der Risikobewertung ermittelt wurden.

Unsere Betriebsstätte in Wetter weist keine Korruptionsrisiken auf.

Leistungsindikator GRI SRS-205-3: Korruptionsvorfälle
Die berichtende Organisation muss über folgende Informationen berichten:

a. Gesamtzahl und Art der bestätigten Korruptionsvorfälle.

b. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Angestellte aufgrund von Korruption entlassen oder abgemahnt wurden.

c. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Verträge mit Geschäftspartnern aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption gekündigt oder nicht verlängert wurden.

d. Öffentliche rechtliche Verfahren im Zusammenhang mit Korruption, die im Berichtszeitraum gegen die Organisation oder deren Angestellte eingeleitet wurden, sowie die Ergebnisse dieser Verfahren.

Es liegen keine Korruptionsfälle vor.

Leistungsindikator GRI SRS-419-1: Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich, und zwar:
i. Gesamtgeldwert erheblicher Bußgelder;
ii. Gesamtanzahl nicht-monetärer Sanktionen;
iii. Fälle, die im Rahmen von Streitbeilegungsverfahren vorgebracht wurden.

b. Wenn die Organisation keinen Fall von Nichteinhaltung der Gesetze und/oder Vorschriften ermittelt hat, reicht eine kurze Erklärung über diese Tatsache aus.

c. Der Kontext, in dem erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen auferlegt wurden.

Wir halten uns an Gesetze und Vorschriften. Es liegen keine Bußgelder vor.