13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Aufgrund der Komplexität der Ermittlung sowie die im Vergleich zu anderen Branchen und aufgrund unserer Größe geringe Relevanz erfolgt keine Emissions-Ermittlung anhand des Greenhouse Gas Protocols. Aus diesem Grunde wurde kein übergeordnetes Konzept erstellt und ist auch für die Zukunft nicht geplant. Ziele zur Reduktion der Emissionen wurden ebenso wenig wie Auswertungen definiert. Dennoch steht die Vermeidung von CO2-Emissionen im Fokus unserer Nachhaltigkeitsüberlegungen. Zu den direkten Emissionen trägt unser Fuhrpark bei. Neben den in den Kriterien 3 und 11 bis 12 genannten Maßnahmen ergänzte die Volksbank Mittelhessen ihren Fahrzeugpool mehrere Hybrid- und Elektrofahrzeuge. Daneben haben wir acht Ladepunkte installiert, wovon zwei Ladepunkte sowohl Kunden als auch Nichtkunden im Berichtsjahr kostenlos zur Verfügung standen. Webinare ersetzen bei uns sukzessive die örtlichen Schulungen, um notwendige Dienstfahrten zu reduzieren. Ebenso wurde aus einem internen Projekt heraus beschlossen, dass Mitarbeiter aus der Abteilung „Marktservice Kunden und Konten“ nicht täglich an ihren Arbeitsplatz im Finanzwerk nach Wetzlar fahren müssen, sondern von einer an den Wohnort nahegelegenen Filiale aus arbeiten können. Dies spart nicht nur CO2-Emissionen, sondern fördert auch das gemeinsame Arbeiten von Marktmitarbeitern in der Filiale mit unseren Kolleginnen und Kollegen aus der Marktfolge. Als erste Flächenbank in der Region hat die Volksbank Mittelhessen die Videoberatung als Ergänzung zur Beratung in der Filiale für ihre Kunden eingeführt. Wesentliche Risiken sind in diesem Bereich für die Bank derzeit nicht erkennbar. Im Berichtsjahr dürfte es schon infolge der Corona-Pandemie zu einer deutlichen Reduktion von CO2-Emissionen gekommen sein. Während der Lock-Down-Phasen und auch darüberhinaus arbeiteten rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mobil, also zum Beispiel von zuhause aus. Mehr als 200 Kolleginnen und Kollegen verfügten auch schon vor der Pandemie über die technischen Voraussetzungen für einen mobilen Arbeitsplatz. Aktuell sind die Zahlen etwa doppelt so hoch, Tendenz weiter steigend. Vor der Corona-Pandamie haben schätzungsweise rund 100 Kolleginnen und Kollegen regelmäßig mobil gearbeitet.  

Infolge der Kontaktbeschränkungen wurden zahlreiche Kundentermine, aber auch interne Besprechungen digital durchgeführt. Auch dadurch konnten viele Wege gespart und so Emissionen reduziert werden. Die Digitalisierung hat durch die Pandemie einen Schub erfahren. Es ist davon auszugehen, dass auch nach der Corona-Krise die Nutzung von Distanzkanälen merklich höher ist, als in den Vorjahren.

An den Standorten Servicezentrum Gießen und Pohlheim wird durch eine Erdwärmeanlage geheizt und gekühlt. Hierzu wird zwar auch Strom als Energieträger eingesetzt, jedoch ist die Jahresarbeitszahl der erzielten Wärme in der Regel deutlich höher als die eingesetzte elektrische Energie. Ferner nutzen wir in unserem Servicezentrum in Gießen Regenwasser zur Spülung der Toiletten. Außerdem sind auf Dachflächen von insgesamt neun Standorten Photovoltaikanlagen verbaut, der erzeugte Strom wird in das Stromnetz eingespeist.