13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Die meisten CO2-Emissionen entstehen im Betrieb unserer Bestandsgebäude. Hauptverursacher dabei ist die Wärmeversorgung. Um unsere Gebäude CO2-arm oder gar CO2-neutral zu beheizen, rüsten wir langfristig auf klimaschonendere Heizungstechniken um und setzen nach Möglichkeit auf erneuerbare Energieträger. Bis 2030 stellen wir die Wärmeversorgung durch die Energieträger Kohle und Öl größtenteils ein. Für unsere größte Einzelbestandsmarke im Märkischen Viertel haben wir die Klimaneutralität 2019 bereits erreicht. Bei Modernisierungs- und Neubauvorhaben prüfen wir, wie wir unsere Gebäude möglichst klimaschonend und wirtschaftlich beheizen können – etwa über einen Anschluss ans Fernwärmenetz. Im Berichtszeitraum wurden 966 Wohneinheiten an das Fernwärmenetz angeschlossen; 423 davon im Jahr 2019. Auch haben wir 63 Objekte priorisiert, die zwischen 2021 bis 2025 technisch umgerüstet werden sollen. Durch die Umstellung der Heizungsanlagen wollen wir etwa 3.500 Tonnen CO2 einsparen.

Ist eine Anbindung an das Fernwärmenetz nicht möglich, entscheiden wir uns für alternative, möglichst emissionsarme Heizungsarten, z. B. natürliche Energiequellen wie Erdwärme-Anlagen und Wärmepumpen. Der Einsatz von Erdwärme benötigt lange Planungs- und Genehmigungszeiten und gelang bisher nicht. Den Einsatz von Luft/Wasser-Wärmepumpen, vielversprechend für kleinere, energetisch optimale Gebäude, prüfen wir. Eine weitere Alternative: Blockheizkraftwerke (BHKW) mit Solarthermieanteil. Bei neuen Heizungsanlagen prüfen wir Möglichkeiten zur Einbindung.

Um Wartungen und optimale Einstellungen zu gewährleisten, überwachen wir jede neue zentrale Heizungsanlage mit Messtechnik und kooperieren mit externen Dienstleistern. So profitieren auch unsere Mieter*innen, von geringeren Betriebskosten. Wir stellen die Anlagen in unseren Beständen – soweit noch nicht mit einem Monitoring versehen – nach und nach um.

Wir haben die Ziele der Klimaschutzvereinbarung 2020, die wir im Jahr 2011 mit dem Land Berlin getroffen haben, erfolgreich dank energetischer Modernisierung und im Einklang mit Sozialverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit umgesetzt: So konnten wir die durchschnittlichen CO2-Emissionen von jährlich 2,69 Tonnen pro Wohnung (2010) auf unter 1,38 Tonnen (2020) senken. Insgesamt sollten die CO2-Äquivalente pro Jahr dabei von 99.274 Tonnen auf 51.000 Tonnen reduziert werden; das entspricht einer Einsparung von 48.274 Tonnen. Mit rund 55.000 Tonnen CO2 bis Ende 2020 haben wir das Einsparziel übererfüllt. Der Wert wurde dabei bezogen auf den Bestand von 2010 ohne Zugänge ab 1. Januar 2011. Hierbei handelt es sich um eine eigene Berechnung. Die Prüfung des Berlin-Brandenburgischen Wohnungsunternehmen e.  V.  steht noch aus und wird voraussichtlich im Sommer 2021 erfolgen.

2019 verbrauchte die GESOBAU insgesamt 336.492 MWh (2020: 336.541 MWh) – bezogen auf Wohnungsbestand ohne Hauptverwaltung und inklusive Warmwassererzeugung und dezentrale Heizungen.

Über die Klimaschutzvereinbarung hinaus wollen wir unsere Treibhausgasemissionen langfristig senken – und den Klimaschutz grundlegend im Kerngeschäft vorantreiben. Dafür entwickeln wir aktuell eine Klimaschutzstrategie für einen klimaneutralen Gebäudebestand bis 2050.  

Fuhrpark

Bis 2019 verwendeten unsere Mitarbeiter*innen hauptsächlich private Fahrzeuge für Dienstfahrten – mit entsprechender Fahrtkostenerstattung der GESOBAU. Mit der Aufstockung der E-Autos von zwei auf fünf im Frühjahr 2020 sollen unsere Mitarbeiter*innen nun hauptsächlich auf die neu angeschafften Wagen zurückgreifen. Dadurch fördern wir klimaneutrale Mobilität bei Dienstfahrten und ermöglichen unseren Mitarbeiter* innen, ohne Auto ins Büro zu kommen. Daneben umfasst unser Fuhrpark vier Benzin-, zwei Diesel- und drei Hybrid-Pkw.
 

Nachhaltigkeitsbericht 2020/2021, Zukunftfähiges Bauen und Wohnen, S. 70ff.
Nachhaltigkeitsbericht 2020/2021, Nachhaltigkeit in Zahlen, S. 105ff.