13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Die Schonung der natürlichen Ressourcen und die Bekämpfung des Klimawandels gehören zu den größten globalen Herausforderungen. Interseroh möchte seinen Beitrag zur Begrenzung der Klimaerwärmung leisten. Zum einen geschieht das über die Produkte und Dienstleistungen für Kunden, zum anderen indem das Unternehmen kontinuierlich seinen eigenen ökologischen Fußabdruck reduziert. Dieses Commitment wurde im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie festgelegt und mit Zielen hinterlegt.

Auf Basis des CCF hat Interseroh im Jahr 2017 eine Klimastrategie formuliert und Ziele definiert:
Corporate Carbon Footprint
Für das Jahr 2019 berechnete Interseroh bereits zum dritten Mal seinen Corporate Carbon Footprint (CCF). Durch die Tätigkeiten von Interseroh fielen insgesamt rund 172.293 Tonnen CO2-e im Jahr 2019 an. Im Vergleich zum Basisjahr 2015 sind die Emissionen damit um 68.285 Tonnen CO2-e gestiegen. Die Steigerung der Scope-3-Emissionen resultiert maßgeblich aus einer Ausweitung des Geschäfts und gestiegenen Marktanteilen beim Dualen System Interseroh. Ein zusätzlicher Faktor ist die Verbesserung der Datenqualität: Unter anderem konnte der ausgabenbasierte Ansatz fast vollständig durch die Auswertung konkreter Auftragsdaten ersetzt werden. Die Beauftragung von Logistikdienstleistern verursacht mit rund 66 Prozent den überwiegenden Teil der Scope-3-
Emissionen von Interseroh. So sind 96.975 Tonnen CO2-e allein auf Transportdienstleistungen zurückzuführen.

Im Jahr 2020 lagen Interserohs standortbezogene Treibhausgas(THG)-Emissionen inklusive der Emissionen aus Dienstreisen bei 24.341 Tonnen CO2-Äquivalenten (CO2-e) und damit 2.250 Tonnen unter dem Vorjahreswert. Dies entspricht einem Rückgang von rund 8,5 Prozent, der in erster Linie auf die pandemiebedingte Abnahme von Geschäftsreisen sowie den emissionsfreien Bezug von Grünstrom zurückzuführen ist.

Treibhausgasemissionen (in Tonnen CO2-e)1, 2      
  2018 2019 2020
Scope 1 – direkte THG-Emissionen (GRI 305-1) 5.312 5.836 5.216
Diesel 3.834 4.340 3.794
Gas 1.342 1.427 1.366
Heizöl 136 69 56
Scope 2 – indirekte THG-Emissionen (GRI 305-2) 22.983 20.362 19.096
Strom 22.681 20.054 18.869
Fernwärme 302 308 227
Scope 3 – weitere indirekte THG-Emissionen: eigene Dienstreisen (GRI 305-3)3 285 395 29
Summe Treibhausgasemissionen 28.580 26.593 24.341

[Fußnoten zur Tabelle] 1 Die Berechnung der CO2-e-Emissionen basiert auf den Vorgaben des Greenhouse Gas Protocol. Scope 1 und 2 basieren auf den Angaben aus Abrechnungen und Ablesungen unter Anwendung der Emissionsfaktoren VDA 2019. Die Emissionsfaktoren wurden für die aktuelle Berechnung auch rückwirkend aktualisiert, sodass die Ergebnisse von den Angaben aus vorangegangenen Berichten abweichen. 2 Aufgrund von Rundung können sich bei Summenbildung geringfügige Abweichungen ergeben. 3 Für eine Vergleichbarkeit über mehrere Jahre hinweg werden in dieser Tabelle in Scope 3 nur die Emissionen aus den eigenen Dienstreisen berichtet. Auf diese Kategorie der Scope 3 Emissionen hat Interseroh zudem den größten Einfluss. Die vollständige Abbildung der Scope 3 Emissionen findet sich im nachfolgenden Abschnitt.


GRI 305-5: Senkung der THG-Emissionen
Im Jahr 2020 lagen Interserohs standortbezogene THG-Emissionen inklusive der Emissionen aus Dienstreisen bei 24.341 Tonnen CO2-e und damit rund 2.250 Tonnen unter dem Vorjahreswert. Dies entspricht einer Verringerung von 8,3 Prozent. Bedingt durch die COVID-19-Pandemie sind die emittierten Emissionen durch Flugreisen um 92,6 Prozent zurückgegangen, der Dieselverbrauch fiel um 12,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Um die Emissionen weiter zu reduzieren, hat Interseroh im Jahr 2019 mit dem Bezug von Grünstrom, der mit dem „ok-power“-Label zertifiziert ist, begonnen. Zunächst wurden die Standorte Köln und Walldürn mit Grünstrom versorgt, im Jahr 2020 wurde der Bezug auf die Sortieranlagen in Berlin und Braunschweig ausgeweitet. Alle vier Standorte beziehen nun ausschließlich Grünstrom. Im Jahr 2019 hat Interseroh durch den Bezug von Grünstrom rund 4.980 Tonnen CO2-Äquivalente eingespart, im Jahr 2020 erhöhten sich die Einsparungen auf 10.100 Tonnen. Im Vergleich zum Referenzjahr 2015 (27.1691 Tonnen CO2-e) hat Interseroh seine Scope 1 und 2 Emissionen im Jahr 2020 trotz Ausweitung des Geschäfts um 10,5 Prozent auf 24.312 Tonnen CO2-e reduziert.
[Fußnote] 1Aufgrund von Änderungen in der Gesellschaftsstruktur gehören Standorte in Leipzig seit 2019 nicht mehr zum Konsolidierungskreis von Interseroh. Der ursprüngliche Referenzwert im Basisjahr 2015 (31.460 Tonnen CO2-e) wurde um die Emissionen dieser Standorte bereinigt.

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