13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Um unseren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, haben wir eine Treibhausgasbilanz erstellen lassen. Das Ergebnis unserer firmeneigenen Treibhausgasbilanz ergab einen Wert von 303 CO2-Äquivalente. Aufgrund der erstmaligen Erfassung haben wir den Verbrauch im Homeoffice in der Bilanz nicht berücksichtigt. Da wir aber auch nach der Corona Pandemie zeitweise im Homeoffice arbeiten werden, möchten wir es bei zukünftigen THG-Bilanzen berücksichtigen. 

In der Vergangenheit wurden keine Klimaziele gesetzt und eine Reduktionszielsetzung basierend auf der Erhebung 2020 finden wir aufgrund der Corona-Pandemie nicht zielführend. Dennoch versuchen wir unsere Emissionen weiter zu reduzieren. So haben wir uns das Ziel gesetzt in den kommenden fünf Jahren die Fahrzegflotte auf 100% elektrischen Antrieb umzustellen. 

Die Berechnung der betrieblichen Emissionen wurden entsprechend der Richtlinien des Greenhouse Gas Protocol Corporate Standard [GHG Protocol] ermittelt. Das GHG Protocol ist der international am weitesten verbreitete und anerkannte Standard für die Bilanzierung von Treibhausgasemissionen von Unternehmen.

Die Emissionsfaktoren entstammen der Datengrundlage für Emissionsinventare der DEFRA (Department for Environment, Food and Rural Affairs), der GEMIS Datenbank (Globales Emissions Modell integrierter Systeme, Version 4.9, herausgegeben durch das Internationale Institut für Nachhaltigkeitsanalysen und Strategien), der ecoinvent Datenbank, der Datenbank des Umweltbundesamtes (UBA) sowie dem IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change). 



Wie aus der Grafik hervorgeht, entfallen über 50% der Emissionen auf Scope 2 durch den Bezug er Fernwärme und Fernkälte. Weitere Treiber sind der Kraftstoffverbrauch und die Arbeitswege der Mitarbeiter. Der Kraftstoffverbrauch wird durch die Umstellung auf elektrische Autos reduziert werden, Nach der Pandemie werden einige Mitarbeiter*innen zeitweise im Homeoffice arbeiten, dennoch vermuten wir dass die Emissionen durch die Arbeitswege der Mitarbeiter ansteigen werden.

Auf die direkten THG Emissionen aus Scope 1 entfallen insgesamt 43,19 Tonnen CO 2 Äquivalente, was einem Anteil von 14,2 % an der Gesamtbilanz entspricht. Im Fuhrpark wurden die 3 Elektrofahrzeuge, die zu 100 % mit Ökostrom geladen werden, und 16 Benziner und Dieselfahrzeuge berücksichtigt. 

Durch den zugekauften Strom, die Fernwärme und Fernkälte fallen in Scope 2 insgesamt 153,5 Tonnen CO2e an. Der größte Anteil der CO2 Emissionen, mit 50,6 % an der Gesamtbilanz, wird durch die Fernwärme und Fernkälte verursacht.  Für die Berechnung der Emissionen durch Fernwärme und Fernkälte wurde der Location Based Ansatz verwendet, also der landesspezifische Emissionsfaktor. Durch Mitarbeitersensibilisierung möchten wir den Wärmeverbrauch gerne reduzieren. Für den Standort Ettlingen beziehen wir Strom aus 100% erneuerbare Energien. Ein Umstieg auf Ökostrom ist für die Standorte Köln und München ebenfalls geplant. 
Auf die indirekten THG Emissionen in Scope 3 entfallen 106,6 Tonnen CO2 Äquivalente. Der größte Anteil der Scope 3 Emissionen fällt mit 15% auf die Kategorie Arbeitswege der Arbeitnehmer*innen. 

  2020
Scope 1 in Tonnen CO2e  43,19
Scope 2 in Tonnen CO2e  153,5
Scope 3 in Tonnen CO2e  106,6
Gesamt in Tonnen CO2e 303,33

Der besonderen Verantwortung als Unternehmen gegenüber kommenden Generationen sind wir uns bewusst und möchten entsprechend handeln. Wir sind überzeugt davon, dass es am Wichtigsten ist unsere Emissionen langfristig zu reduzieren und auf ein Minimum zu senken. Dennoch ist es uns derzeit noch nicht möglich alle Emissionen sofort zu reduzieren, weshalb wir es als sinnvoll erachten, die durch uns entstandenen Emissionen durch Klimaschutzprojekte an einem anderen Ort zu kompensieren.  Deshalb haben wir die entstandenen Emissionen von 303 Tonnen CO2 durch den Kauf der doppelten Menge an Klimaschutzzertifikaten im Jahr 2020 ausgeglichen und unterstützen damit Waldschutzprojekte in Peru und in Brasilien, die beide unter der Hoheit des Verified Carbon Standard (VCS) zertifiziert wurden, sowie ein Waldaufforstungsprojekt in Uganda das durch den Gold Standard zertifiziert wurde. Somit haben wir unser Unternehmen nach dem Clean Development Mechanism, der im Kyotoprotokoll definiert wurde, klimapositiv gestellt.