13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Das aktuelle Hauptziel im Rahmen unserer Treibhausgas(THG)-Emissionen ist die Reduktion unseres CO2-Ausstoßes gemäß dem „Klimaschutzabkommen der zweiten Generation“. Der Ziel- bzw. Referenzwert von 1,22 t CO2/WE p.a., wurde bereits im Jahr 2018 unterschritten Aufgrund der Einheitlichkeit verwendet die WBM für die Berechnung der Treibhausgase (THG) dasselbe Berechnungssystem wie der BBU. Es erfolgt eine Unterscheidung nach den Energieträgern Gas, Öl, Kohle und den Versorgungsarten Fern- bzw. Nahwärme sowie anderer Beheizungsarten wie solche auf Grundlage regenerativer Energien.   Der Wärmeverbrauch erfolgt in getrennter Erfassung nach:

  • Zentraler Beheizung mit und ohne zentraler Warmwasserbereitung bei dezentraler Warmwasserbereitung wird die Erwärmung mittels Elektroenergie angenommen – sowie Einzelbeheizung (z. B. Gaseinzelheizung, Gasetagenheizung, Nachtspeicherheizung, Kohleöfen).
  • Für die Warmwasserbereitung wird nur bei vorhandener Gasheizung der Kennwert wohnungsweise für Gas angesetzt, sonst elektrische Energie.
  • Für dezentral, überwiegend elektrisch erwärmtes Wasser wird ein Energieverbrauch von 20 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche im Jahr [kWh/(m2a)] unterstellt. Für die Warmwasserbereitung in kombinierten Anlagen wird weiterhin pauschal ein Wert von 40 kWh/(m2a) angenommen. Der Endenergieanteil für Warmwasser wird nicht klimabereinigt.

Für Gewerbeobjekte berücksichtigen wir zusätzlich die Emissionen von Kälteerzeugern, unter der Annahme, dass diese Aggregate keine Kältemittel verlieren.
   
Die Energiemenge für den Heizbedarf wird anschließend klimabereinigt auf die Wohnfläche bezogen und mit dem CO2-Faktor der Wärmeerzeugung multipliziert. Hinzu kommt die bezogene Energie- und CO2-Menge für Warmwasser.  

Die Primärenergiefaktoren für Erdgas, Kohle, Heizöl, Holz und Strom beruhen auf der DIN V 18599 01: 2007-02 (Basis GEMIS). Die endenergiebezogenen CO2-Umrechnungsfaktoren für Erdgas, Kohle, Heizöl und Holz basieren auf den Angaben des Umweltbundesamtes (ProBas - „Prozessorientierte Basisdaten für Umweltmanagement-Instrumente“ und ZSE - „Zentrales System Emissionen“). Für Fernwärme wurden die Faktoren und die CO2-Umrechnungsfaktoren nach Angaben der lokalen Versorger mitgeteilt.  

Die WBM bezog im Rahmen eines Shared-Services-Prozesses 100% der elektrischen Energie aus erneuerbaren Quellen. Der Bezug von Ökostrom bezieht sich somit auf die im Bestand befindlichen Gebäude in Berlin und deren Versorgung mit dem sogenannten Allgemeinstrom für Hausbeleuchtung, Aufzüge, Heizung und ähnliche Infrastruktur.  
Der Erwerb bzw. Handel mit Emissionszertifikaten findet nicht statt, ggf. wird dies aber in der Zukunft notwendig werden.

Des Weiteren verfolgt die WBM folgende Strategie zur Vermeidung von klimarelevanten Emissionen:
           
  • Mit Beginn der zwanziger Jahre wird das Gebäude der Firmenzentrale grundsaniert. Unter anderem erfolgen dort Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs:
    • neu gedämmte Kälteleitungen
    • Moderne Bürohausbeleuchtung
    • Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
  • Über selbsterzeugten Photovoltaikstrom mit Speichertechnologie verfolgen wir das Ziel unseren extern erzeugten Stromverbrauch zu minimieren, wenngleich dieser ebenfalls nachhaltig und emissionsfrei erzeugt wurde.
  • Wir haben begonnen unsere Dienstfahrzeugflotte von Verbrennungsmotoren auf Elektroantriebe sukzessive umzustellen, so dass diese dann auch mit selbst erzeugtem Strom fahren können.
  • Weitere klimarelevante Emissionen fallen dann nur noch durch die bezogene Fernwärme an, die durch uns dann nicht mehr beeinflusst werden kann.

Die WBM strebt eine kontinuierliche Ausrüstung unserer Heizungsanlagen mit moderner Steuerungs- und Monitoringtechnik an. Dadurch wird künftig garantiert, dass die Anlagen stehts im Optimalbereich arbeiten und der geringstmögliche Energieverbrauch zu verzeichnen ist.

Im Immobilienbestand verfolgt die WBM mit der Umstellung von Öl- und Gas-Anlagen auf emissionsärmere Wärmeversorgungslösungen einen konsequenten Weg der Reduktion klimarelevanter Emissionen. So erfolgte beispielsweise im Jahr 2019 die Stilllegung und Demontage von 5 Öl-Heizungsanlagen und der Anschluss an das Fernwärmenetz. Darüber hinaus erfolgte die Installation einer zentralen Fernwärme-Heizstation in einem Objekt, welches zuvor mit Gasetagenheizungen beheizt wurde.

Im Rahmen der technischen Bewirtschaftung wird zudem konsequent darauf geachtet, dass schadhafte und fehlende technische Wärmedämmung schnellstmöglich instandgesetzt wird, um unnötige Wärmeverluste zu reduzieren.