13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Die wichtigste klimarelevante Emissionsquelle des UKE ist der Energieverbrauch. Hierunter fallen der Stromverbrauch, Heizwärme, Erdgasverbrauch und der Einsatz von Heizöl und Kraftstoffen. Hierdurch wurden im Berichtsjahr in Summe Emissionen von ca. 44.434 Tonnen CO2-Äquivalente hervorgerufen. Im Vergleich zum Vorjahr stellt dies eine Reduktion von ca. 3.000 Tonnen (ca. 6 Prozent) dar. Ein Teil der Emissionsquellen sind die umfänglichen Transportaktivitäten. Hierzu zählen der Patienten- und Labortransport auf dem UKE-Gelände und die Güterlogistik auf dem Gelände sowie zwischen dem in Norderstedt gelegenen Logistikzentrum und dem UKE. Weitere klimarelevante Emissionen werden durch die Mobilität der Lieferanten und externer Vertragspartner, die am UKE tätig sind und die anfahrenden Mitarbeitenden und Studierenden hervorgerufen. Da die dadurch erzeugten Emissionen mengenmäßig momentan nicht erfasst werden (können), kann das Ausmaß dieser indirekten und sonstigen Emissionen derzeit nicht konkret kalkuliert werden.

Die wesentliche Ursache für die signifikanten Mengen. klimarelevanter Emissionen und Ressourceneinsatz liegt in der Größe des UKE mit über 14.000 Mitarbeitenden, mehr als 3.000 Studierenden, jährlich ca. 106.000 stationär und 405.000 ambulant betreuten Patient:innen und einer zusätzlichen Vielzahl an Lieferanten und Besuchenden. Allein durch die Grundversorgung verursacht diese hohe Personenzahl Umweltauswirkungen durch Energie- und Wasserverbrauch, Mobilität sowie Speisen- und Getränkeversorgung. Auch aktuelle Bauvorhaben und künftig die Weiterentwicklung über Zukunftsplan 2050 des UKE führen zu Umweltauswirkungen. So sieht der Zukunftsplan 2050 die Errichtung mehrerer neuer Gebäude auf dem Campus vor, um auch in Zukunft eine Krankenversorgung, Forschung und Lehre auf Spitzenniveau und mit internationaler Ausstrahlung zu ermöglichen. Hierdurch werden aktuell und auch in den kommenden Jahren neben dem Energieverbrauch auch die Flächennutzung und Biodiversität beeinflusst. Dabei wird der Einsatz umweltverträglicher und ressourcenschonender Materialien und Techniken und ein bestmöglicher Ausgleich negativer Effekte angestrebt, die z. T. bereits im Kapitel DNK 12 beschrieben wurden.

Eine besondere Herausforderung des Berichtsjahres und voraussichtlich auch des Jahres 2021 ist die Covid-19-Pandemie, die zumindest zu einem erheblich angestiegenen Abfallaufkommen, insbesondere durch den gesteigerten Bedarf an Hygiene-, Schutz- und Verbrauchsmaterialien im klinischen und Mitarbeiterbereich sowie durch Einwegverpackungen im Bereich der Speisenversorgung, geführt hat.

Mit der ersten Fortschreibung des Hamburger Klimaplans (2019) entwickelte der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg den Klimaplan vom Dezember 2015 inhaltlich und methodisch weiter und hat neue Klimaziele festgesetzt. Es werden die erforderlichen Maßnahmen aufgeführt, um die verursachten Treibhausgasemissionen schnell und umfassend zu reduzieren. Parallel dazu soll die Freie und Hansestadt Hamburg zu einer klimaangepassten und klimafreundlichen Stadt weiterentwickelt werden. In der Fortschreibung hat der Senat folgende neue CO2-Minderungsziele festgesetzt: Bis 2030 eine Reduzierung um 55 Prozent gegenüber dem Basisjahr 1990. Bis 2050 strebt die Stadt eine Emissionsminderung von mindestens 95 Prozent an, um Klimaneutralität zu erreichen. Um diese Selbstverpflichtung zu erreichen, wurden zusätzlich sektorbezogene Ziele festgelegt, deren Umsetzung und Erreichung durch die Behörden begleitet und kontrolliert werden. Die vier Sektoren, in denen die Stadt die Haupt-Verursacher von Emissionen identifiziert hat, sind die Bereiche Industrie, Gewerbe, Handel, Dienstleistungen (GHD), Private Haushalte (PHH) und Verkehr, für die jeweils individuelle Minderungsziele inkl. Zeitplan festgelegt wurden. Das UKE zählt dabei in den Sektor GHD. Zur Erleichterung der Umsetzung dieser Klimaziele wurden im Klimaplan sog. Transformationspfade, d. h. Maßnahmenschwerpunkte, entwickelt (Wärmewende inkl. Gebäudeeffizienz, Mobilitätswende, Klimaanpassung). Das UKE ist als öffentlich-rechtliches Unternehmen diesem Klimaplan ebenfalls verpflichtet und sieht die Hauptansatzpunkte zur Erreichung der vorgegebenen Sektorziele vor allem bei der Wärmewende und Gebäudeeffizienz (durch die Effizienzsteigerung von Altgebäuden, bzw. derer Gebäudetechnik sowie entsprechende Planung von Neubauten) und im Bereich der Mobilität. Bei der Umsetzung dieser Ziele ist es essentiell, dass die Mitarbeitenden sensibilisiert und eingebunden werden, um ein entsprechend nachhaltiges Bewusstsein und Verhalten zu erreichen. Einzelne Beispiele für Maßnahmen und Projekte zur Effizienzsteigerung, Verringerung des Ressourcenverbrauchs etc. werden in Kapitel DNK 12 beschrieben.