13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Emissionen klimarelevanter Gase entstehen bei der Unternehmensgruppe Stadtwerke Norderstedt vor allem durch den Betrieb der Blockheizkraftwerke und Heizwerke sowie durch die Belieferung mit Strom. Im energetischen Bereich fallen durch die Zuständigkeit des Stadtwerkekonzerns rund 99 % der CO2-Emissionen an. Seit 2013 bilanzieren wir daher auf freiwilliger Basis unsere CO2-Emissionen nach den Richtlinien des international gültigen „Greenhouse Gas Protocol“ und haben diese durch Investitionen in Kompensationszertifikate neutral gestellt. Mit der Unterstützung von Projekten aus dem „Verified Carbon Standard“ (VCS)-Programm leisten wir einen Beitrag zur Reduzierung des globalen CO2-Ausstoßes.

Unsere Ziele orientieren sich dabei an den europäischen und nationalen Vereinbarungen wie „Fit for 55“ und „KN2045“ mit Blick auf die Region der Unternehmenstätigkeit. Konkrete Ziele werden derzeit im bereits genannten Energiekonzept erarbeitet und im Rahmen der Umsetzung der Unternehmensstrategie 2030 überprüft. Als kommunales Unternehmen wollen wir Vorbild sein und haben daher die Klimaneutralität bereits 2013 in unserer Unternehmensstrategie festgeschrieben. In der Unternehmensstrategie 2030 haben wir uns vorgenommen, mit unseren Netzen und unserer Infrastruktur bis 2030 1,5°-kompatibel und weitgehend ressourcenneutral zu sein und klimaneutralen Strom und Wärme anzubieten.  

Unsere CO2-Bilanz wird nach Maßgabe und in Übereinstimmung mit der ISO 14064-1 „Spezifikation mit Anleitung zur quantitativen Bestimmung und Berichterstattung von Treibhausgasemissionen und Entzug von Treibhausgasen auf Organisationsebene“ und dem „Green House Gas Protocol, A Corporate Reporting and Accounting Standard“ (nachfolgend GHG-Protokoll genannt) erstellt. Die Informationen des Reports werden von der unabhängigen Instanz geprüft. Unsere aktuelle Bilanz dokumentiert das CO2-Emissionsinventar aus dem
Kalenderjahr 2021. Durch die Aktivitäten aller berichtenden Organisationseinheiten (Stadtwerke Norderstedt, wilhelm.tel GmbH und Stadtpark Norderstedt GmbH) wurden insgesamt etwa 100.200 Tonnen CO2 emittiert. Die CO2-Bilanzierung ergibt damit eine Steigerung des Gesamtausstoßes. Die Emissionen sind gegenüber dem Vorjahr 2020 um ca. 5 % gestiegen, diese liegen jedoch 28 % unter den Emissionen des Basisjahres 2013.
Die Emissionen der Quellen Erdgas und Strom dominieren die Bilanz. Die anderen Quellen machen lediglich etwa 1 % aller Emissionen der Organisationseinheiten aus. Innerhalb der Unternehmensgruppe sind allein die Stadtwerke Norderstedt für den Verbrauch von Erdgas verantwortlich. Diese berichtete Erdgasmenge entsteht zu 99,9 % durch die Umwandlung zu Strom und Wärme in den Erzeugungsanlagen der Stadtwerke Norderstedt zur Versorgung der eigenen Betriebsmittel und der Endverbraucher. Den größten Anteil an CO2-Emissionen weisen die Stadtwerke Norderstedt somit innerhalb des Scope 1 durch den Erdgaseinsatz zur direkten Verbrennung in ihren Erzeugungsanlagen (BHKW, Heizwerke, etc.) auf. Die eingesetzte Erdgasmenge wird dabei unmittelbar durch den Wärmebedarf der Endverbraucher gesteuert, welcher sich innerhalb des Kalenderjahres den klimatischen Bedingungen anpasst. Somit sind es die Witterungsverhältnisse, die den größten Einfluss auf den Primärenergieverbrauch und die daraus resultierenden CO2-Emissionen ausüben.