13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Die AVG Köln leistet einen nennenswerten Beitrag zur Reduzierung von klimarelevanten Gasen durch den Betrieb der Restmüllverbrennungsanlage Köln und der Deponie Vereinigte Ville. Aber auch durch die Produktion hochkalorischer Sekundärbrennstoffe und biogener Energieträger sorgt sie für eine Einsparung fossiler Brennstoffe. Ebenfalls hilft die Produktion von Sekundärrohstoffen wie Papier/Pappen, Gips, Metalle und Holz bei der Einsparung klimarelevanter Gase.

Die Kölner Restmüllverbrennungsanlage, die laut Herkunftsnachweisregister des Umweltbundesamtes etwa zur Hälfte erneuerbare und damit klimaneutrale Energieträger verbrennen, produziert „saubere“ Energie und sorgt daher für eine Entlastung unserer Umwelt und unseres Klimas. Durch die Verbrennung der nachwachsenden Rohstoffe wird lediglich der CO2-Anteil freigesetzt, der zuvor der Luft entzogen wurde. Hinzu kommt, dass mit der Energieproduktion aus Abfall fossile Energieträger an anderer Stelle eingespart werden. Dadurch verbessert sich die CO2-Bilanz der Restmüllverbrennungsanlage weiter.

Legt man die Berechnungen der Interessengemeinschaft der Thermischen Abfallbehandlungsanlagen in Deutschland e.V. (ITAD) bei der Restmüllverbrennungsanlage zugrunde, ergibt sich für das Jahr 2020 durch den Anlagenbetrieb im Saldo eine Einsparung von rund 111.000 t CO2-Äquivalent.

Ebenfalls große Einsparpotenziale bieten die Deponien. Hier entsteht im Deponiekörper unter Luftabschluss vor allem Methangas. Regeneratives Methan ist um den Faktor 28 klimawirksamer als Kohlendioxid. Durch die Fassung von rund 12,1 Mio. m3 Deponiegas auf der Deponie Vereinigte Ville konnten im Jahr 2020 rund 4.700 t Methan im Blockheizkraftwerk genutzt und über 20.000 MWh klimaneutral erzeugte Energie in das öffentliche Netzeingespeist werden. Insgesamt blieb der Atmosphäre dadurch das Äquivalent von rund 129.000 t CO2 erspart.

Weitere direkte Einsparungen erzielte die AVG-Gruppe durch das 2017 in Betrieb genommene Nahwärmenetz am Standort Niehl der AVG Ressourcen. Rund 500 Tonnen CO2 weniger entstehen durch den Einsatz von Altholz als Energieträger der Atmosphäre jährlich. Auch die Umstellung von herkömmlicher Lichttechnik auf LED am Standort Geestemünder Straße 20 führt zu jährlichen Einspareffekten von rund 240 Tonnen CO2 bei Berücksichtigung des regenerativen Anteils von mehr als 50 Prozent des in der RMVA erzeugten Stroms.
Die 2020 in Betrieb genommene Vergärungsanlage sorgt mit der Produktion von klimafreundlichem Biomethan für eine weitere CO2-Einsparung von rund 3.900 t. 

Zu den Klimagassparern zählen auch die beiden Groß-Solaranlagen der RheinEnergie AG auf den Dächern der Kompostierungsanlage und des Großteilelagers am Standort Geestemünder Straße. Die Produktion des Solarstroms sorgt dafür, dass rund 800 Tonnen CO2 weniger entsteht.

Weitergehende Reduktionsziele können geschäftsbedingt nicht formuliert werden, da es sich bei der Restmüllverbrennungsanlage um eine End-of-pipe-Technologie handelt. Die Abfallvermeidung ist in diesem Zusammenhang ein zentraler Einflussfaktor.

UN-Nachhaltigkeitsziele

Bezahlbare und saubere Energie (7)
Industrie, Innovation und Infrastruktur (9)
Nachhaltige Städte und Gemeinden (11)
Nachhaltiger Konsum und nachhaltige Produktion (12)
Maßnahmen zum Klimaschutz (13)