13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Die Sparda-Bank München eG erstellt seit 2012 jährlich eine CO2-Bilanz nach den Vorgaben des GHG-Protocol. Die Auflistung aller klimarelevanten Emissionen des Unternehmens findet sich unter Leistungsindikator GRI SRS-305-1 bis Leistungsindikator GRI SRS-305-3. Informationen zur Reduktion von THG-Emissionen sind beispielsweise unter Leistungsindikator GRI SRS-305-5 beschrieben.  

Ziel des Unternehmens ist die kontinuierliche Verbesserung der CO2-Bilanz. Dieses Ziel konnte erreicht werden. Die CO2-Emissionen sanken 2017 gegenüber dem Vorjahr um 7,3 Prozent und 2018 im Vergleich um 1,5 Prozent. Hierbei sind für die Sparda-Bank München eG umfassende Langzeitbeobachtungen der erhobenen Kennzahlen von größerer Bedeutung als die separate Querschnitt-Evaluation einzelner Kenngrößen. Auffällige Veränderungen von umweltrelevanten Kenngrößen werden jedoch intern aufgeklärt und mit konkreten Maßnahmen bearbeitet: Beispielsweise verzeichnet die Sparda-Bank München eG einen Anstieg des Frischfaser-Papierverbrauchs im Berichtsjahr 2018. Die Evaluation ergab, dass die Mitarbeiter in den Geschäftsstellen versehentlich vermehrt Frischfaser- statt Recycling-Briefpapier über das interne Buchungssystem geordert hatten. Die Abteilung Einkauf und Verwaltung sendete eine Informations-E-Mail an alle betroffenen Stellen mit dem Hinweis, dass das Frischfaser-Papier ausschließlich für besondere Zwecke vorgesehen ist. Eine Entnahme des Frischfaser-Papiers aus dem internen Buchungssystem war im Berichtsjahr 2018 nicht möglich.  

Wie bereits unter Kriterium 3 beschrieben, hat die Sparda-Bank München eG die Berechnungsfaktoren für ihre CO2-Bilanzen angepasst. Die neuen Faktoren haben zwar eine Erhöhung der Gesamtemissionsäquivalente der Bank zur Folge, bilden deren Auswirkungen auf Mensch und Umwelt allerdings deutlich besser ab. Im Sinne des Transparenzprinzips nimmt die Sparda-Bank München die Folgen dieser Veränderung in Kauf und kompensiert die nachträglich berechneten Erhöhungen.

Die CO2-Bilanz für das Jahr 2016, die in 2018 veröffentlicht wurde, wies einen Gesamt-CO2-Emissionswert von 2.005,2 t aus (ursprünglicher Bilanz-Wert für 2016: 1.567,8 t). Im Jahr 2017 konnte der Emissionswert bereits auf 1.859,6 t gesenkt werden (–7,3 Prozent). Für 2018 wird eine weitere Reduktion um 1,5 Prozent auf 1.830,8 t erwartet.  

Für 2016 verzeichnete die Sparda-Bank München eG in Ihrer CO2-Bilanz einen Zuwachs an Emissionen im Bereich der Geschäftsreisen (+17,5 Prozent) und im Bereich der berichteten Abfälle (+78,4 Prozent). Im Rahmen der Geschäftsreisen wurden im Zuge der Software-Umstellung unseres Reisekosten-Systems für 2016 deutlich mehr Daten erhoben. Diese Anpassungen dokumentiert der Bericht für 2016. Im Bereich der Abfälle wurde festgestellt, dass es bei der Ermittlung der Abfallmengen im Berichtsjahr 2015 zu einem internen Fehler bei der Einheiten-Kennzeichnung gekommen ist. 2016 konnte die Sparda-Bank München eG auch Reduktionen ihrer CO2-Emissionen erreichen: So ist zum Beispiel die Umweltbelastung des Unternehmensfuhrparks um 15,2 Prozent zurückgegangen. Der Verbrauch von Papier und Druckerzeugnissen konnte um 13,9 Prozent gesenkt werden.  

Für das Jahr 2017 kann mit einer Reduktion um 25,8 Prozent von einer Normalisierung der im Vorjahr fraglichen Abfallwerte ausgegangen werden,  Flugreisen der Mitarbeiter nahmen noch einmal zu (114,3 Prozent Zuwachs), da wie bereits im Jahr 2016 eine Delegation aus Mitarbeitern der Sparda-Bank München eG und anderen Sparda-Banken nach Silicon Valley bei San Francisco reiste, um sich über aktuelle Trends und Marktentwicklungen zu informieren. Dieses Projekt war nur für die Jahre 2016 und 2017 geplant. Erfreulicherweise verzeichnete die Sparda-Bank München eG in 2017 eine deutliche Reduktion der CO2-Emissionen ihres Fuhrparks um 26,8 Prozent.  

In 2018 konnten die CO2-Emissionen für Flugreisen um 76,9 Prozent gesenkt werden, da keine Mitarbeiter mehr Langstreckenflüge nach Silicon Valley tätigten. Auch im Bereich des Fuhrparks verzeichnete die Bank erneut 16,2 Prozent weniger CO2-Emissionen. Im Bereich der Dienstreisen stieg der Emissionswert durch eine leicht vermehrte Nutzung von Miet- und Privatfahrzeugen um 10,7 Prozent an. Die Mobilitätsbefragung, die Ende 2018 durchgeführt wurde, wird hierzu in 2019 weitere Erkenntnisse liefern.