13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Entsprechend der Branchenvielfalt innerhalb des Stadtwerke Köln Konzerns haben die Unternehmen jeweils spezifische Maßnahmenpakete für die Reduzierung von Luftschadstoffen entwickelt. Die folgenden Unternehmen weisen über die Nachhaltigkeitsberichterstattung ihre erhobenen CO2-Werte aus: RheinEnergie, KVB, AWB.  Dabei hat das Engagement des Versorgers RheinEnergie und der Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft AVG Köln sowie des ÖPNV-Anbieters KVB die größten Auswirkungen auf klimarelevante Emissionen.   
 
Als regionales Versorgungsunternehmen sieht sich die RheinEnergie beim Klimaschutz in einer besonderen Verantwortung und hat bereits im September 2007 das Projekt Energie & Klima 2020 (EK 2020) initiiert mit dem Ziel, pro Jahr mindestens 150.000 Tonnen CO2 einzusparen. Hierfür stellt das Unternehmen eine Summe von 25 Mio. € bereit. Das Programm ist derart erfolgreich, dass mit den bis zum 31. Dezember 2018 umgesetzten Maßnahmen zukünftig zusätzlich 286.000 t CO2 pro Jahr eingespart werden können. Weitere signifikante CO2-Einsparungen werden etwa durch Stadtentwicklungsprojekte realisiert, wie zum Beispiel die Sanierung der Stegerwaldsiedlung im Kölner Stadtteil Mülheim. Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen hat das Projekt im Oktober 2018 als 87. Klimaschutzsiedlung ausgezeichnet.
 
Die AVG Köln leistet einen nennenswerten Beitrag zur Reduzierung von klimarelevanten Gasen durch die umweltgerechte und sichere Verwertung des Kölner Abfalls insbesondere durch durch den Betrieb der Restmüllverbrennungsanlage Köln und der Deponie Vereinigte Ville. Auch durch die Produktion und Nutzung hochkalorischer Sekundärbrennstoffe und biogener Energieträger sorgt sie für eine Einsparung fossiler Brennstoffe. Die AVG Köln baute im Berichtsjahr 2018 eine Vergärungsanlage, die voraussichtlich ab 2019 neben der bisherigen stofflichen auch die thermische Nutzung des Bioabfalls ermöglichen wird. Zusätzliche „grüne Energie“ bringt auch ein Gemeinschaftsprojekt der AVG Ressourcen GmbH und der Stadtentwasserungsbetriebe (StEB): die Verwertung von flüssigen Altfetten – vornehmlich aus der Gastronomie und aus Produktionsbetrieben. Aus dem entstehenden Methan wird in einem Blockheizkraftwerk Strom produziert und damit der Standort versorgt. Weitere Informationen, siehe Eintrag der AVG Köln für das Jahr 2017 in der DNK-Datenbank.    
 
Entsprechend der hohen Verkehrsbelastungen und der dadurch entstehenden Schadstoffemissionen kommt dem ÖPNV im Umweltverbund mit Fahrrad und Fußgängern hohe Bedeutung zu. 2014 hat die Stadt Köln gemeinsam mit der KVB, der HGK und anderen Beteiligten im Strategiepapier „Köln mobil 2025“ Grundsätze und Leitziele der Verkehrspolitik formuliert. Einen weiteren wichtigen Schritt zur Stärkung des Umweltverbundes hat die KVB 2015 mit der Einführung des Leihradangebots gesetzt.   
 
2016 wurde der Stadtbahnbetrieb auf Öko-Strom umgestellt. Seit 2017 betreibt die KVB eine E-Bus-Linie und plant die Umstellung weiterer Bus-Linien auf elektrischen Betrieb.        
 
Für das Jahr 2018 wurde die Nutzung von Strom aus erneuerbaren Quellen auf Konzernebene nicht erfasst.   
 
Weitere Informationen zur Reduktion klimarelevanter Emissionen – auch der kleineren Konzerngesellschaften – sind im Nachhaltigkeitsbericht 2018, S. 26-53, und im Online-Bericht unter dem Kapitel „Innovationen, Umwelt-und Klimaschutz“ dokumentiert: https://www.stadtwerkekoeln.de/gb2018/digitaler-jahresbericht-stadtwerke-koeln/nachhaltigkeitsbericht