13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Trotz aller bisherigen Energiesparmaßnahmen und Umstellung auf erneuerbare Energien ist die Steyler Ethik Bank ein Emittent von Treibhausgasen. Sie stellt sich dieser Verantwortung, nicht zuletzt durch die erstmalige Berechnung und Veröffentlichung der Zahlen gemäß den drei Anwendungsbereichen (Scopes). Scope 1 Emissionen beinhalten die direkten Emissionen, die bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen entstehen. Scope 2 und Scope 3 beziehen sich auf indirekte Emissionen.

Nachhaltigkeit im Bankbetrieb

Die Ermittlung der Angaben erfolgt gemäß den Kennzahlen zur betrieblichen Umweltleistung des Vereins für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten e.V. (VfU). Der VfU hat diese in enger Zusammenarbeit mit dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) als international anerkannten Standard für die Bilanzierung von Umweltkennzahlen bei Finanzdienstleistern entwickelt. Die Berechnungen dieses Tools beziehen sich auf die Bereiche Energie, Wasser, Abfall, Papier, Mobilität und die daraus resultierenden Treibhausgas-Emissionen. Eine Überarbeitung dieses Tools findet alle 2-3 Jahre statt. Die Grundlage für die Berechnungen ist die Fassung vom 25.04.2016.

Direkte Treibhausgase (Scope 1): Direkte Treibhausgasemissionen der Steyler Bank nach Scope 1 entstehen durch die Verwendung von Erdgas und der Pelletsheizung für die Beheizung von Räumen und deren Kühlung durch Klimaanlagen sowie durch die Verbrennung von Kraftstoffen beim Betrieb der bankeigenen Fahrzeuge. Der Fuhrpark der Steyler Ethik Bank beschränkt sich auf die Geschäftswagen der beiden Geschäftsführer.

Indirekte Treibhausgasemissionen (Scope 2): Indirekte Emissionen des Geltungsbereiches Scope 2 entstehen z.B. durch Fernwärme oder Strom. Für die Berechnung der Scope 2-Emissionen stehen zwei Methoden zur Verfügung, die folgenden Berechnungen der Steyler Ethik Bank basieren auf der Market-based-Methode. Diese erlaubt die Berücksichtigung von individuellen Gegebenheiten, so z.B. die Kombination von selbstproduziertem Strom durch die Photovoltaikanlage und den ergänzend hierzu fremdbezogenen Strom von einem Ökostromanbieter in Höhe von ca. 40.000 KW pro Jahr. Da die Photovoltaik-Anlage der Steyler Ethik Bank rein rechnerisch genügend Strom produziert und der zugekaufte Strom lediglich den eingespeisten Strom kompensiert, liegen die Emission gemäß Scope 2 erfreulicherweise bei Null.

Weitere indirekte Treibhausgasemissionen (Scope 3): Indirekte Emissionen in Scope 3 entstehen durch Geschäftsreisen, Anfahrt der Mitarbeiter, Papierverbrauch, etc. Ebenfalls entstehen Scope3-Emissionen beim Bezug von Heizenergie und Strom durch die Verluste im Leitungsnetz.

Intensität der Treibhausgasemissionen
Durch die betrieblichen Aktivitäten der Steyler Ethik Bank wurden im Jahr 2016 Treibhausgasemissionen in Höhe von 142 Tonnen CO2-Äquivalenten verursacht, davon aber 63% durch die Anfahrtswege der Mitarbeiter zum Arbeitsplatz. Würde man diese herausrechnen, sind es nur noch 52 Tonnen CO2, die die Steyler Ethik durch ihren Bankbetrieb zu verantworten hat.

Im eigenen Bankbetrieb bemüht sich die Steyler Bank um eine kontinuierliche Reduzierung der Emissionen und ist bereit zu einer Kompensation von nichtvermeidbaren Emissionen. Ein Ausgleich über den kirchlichen Kompensationsfonds „Klimakollekte“ wird für 2017 angestrebt.

Nachhaltigkeit im Bankgeschäft

Die Steyler Ethik Bank legt nicht nur ihre betriebsbedingten THG-Emissionen offen, sondern auch die Emissionen eines speziellen Produkts: Der „Steyler Fair und Nachhaltig – Aktien“ war der erste (!) Publikumsfonds weltweit mit einer umfassenden eigenen Klimabilanz. Er erhielt 2013 dafür das Transparenzlabel „Climate Impact Transparent Investment“. Denn der Steyler Bank ist bewusst: Jedes der ca. 50 Unternehmen im Fonds verursacht Treibhausgasemissionen, die dem globalen Klima schaden. Und dieses Bewusstsein möchte die Bank auch bei den Investoren des Fonds schärfen.