13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Um unseren Energieverbrauch und unsere Emissionen zu senken, haben wir entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Unsere Ziele berichten wir in Kriterium 3 im Detail.
Die bisherige Zielerreichung sowie eine Erläuterung dazu beschreibt der Leistungsindikator GRI SRS-302-4. Wir orientieren uns hierbei grundsätzlich an den Anforderungen des GHG Protocol, erfassen allerdings bisher nur Emissionen nach Scope 1 und Scope 2. In Zukunft auch nach Scope 3 zu berichten, etwa zu den Emissionen durch Mobilität der Mitarbeiter und Produkte, ist in Diskussion.

Im Bereich Logistik haben wir zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um unsere Energieverbräuche und Emissionen bis 2020/21 stark zu verringern. Einen Überblick über unsere Maßnahmen gibt unsere Richtlinie Logistik, die 2019 ein umfassendes Update erhalten hat. Sie ist auf dieser Seite abrufbar.

Die momentanen Entwicklungen im Bereich "Alternative Antriebstechnologien" begleiten wir aktiv. So setzen wir seit 2018 insbesondere auf Erdgas. Aktuell befinden sich 15 mit komprimiertem Erdgas (CNG) angetriebene LKW mit bis zu 400 Kilometer Reichweite an drei Standorten im Einsatz. Sie sind extrem leise und deshalb besonders für den frühmorgendlichen Einsatz in Innenstädten geeignet, stoßen weniger CO2, Feinstaub und 60 Prozent weniger Stickoxide aus. Statt Erdgas testen wir am Standort Hildesheim auch die Betankung unserer fünf CNG-LKW mit biogen produziertem Gas. Weitere Standorte werden aufgeschaltet. Im Vergleich zur Diesel-Variante reduzieren wir so unsere CO2-Emissionen um rund 75 Prozent. Auf urbanen Kurzstrecken setzen wir auch vollelektrische LKW und Transporter ein. In Berlin nutzen wir seit 2017 für Entfernungen von bis zu 60 Kilometern Länge einen E-LKW, außerdem haben wir insgesamt drei Streetscooter für die Standorte Berlin und Stuttgart beschafft.

Der E-Antrieb im Nutz­fahrzeugbereich stellt allerdings noch keine echte Alternative dar. Eine feh­lende Wirtschaftlichkeit, die zu geringe Reichweite und nach wie vor lange Ladezeiten stehen einem größeren professionel­len Einsatz bislang im Wege. Auf der „letzten Meile“ kommen in Ballungszen­tren Lastenräder zum Einsatz. Sie transportieren Ware mit einem durchschnittlichen Gewicht von 90 Kilogramm an unsere Gastronomiekunden in Hamburg, Hannover, Frankfurt, Mainz, Wiesba­den, Mannheim, Stuttgart, Tübingen, Ulm und München. Ein weiteres Handlungsfeld ist die Reduktion und Optimierung von Verpackungen, so haben wir den flächendeckenden, deutschlandweiter Einsatz von Rollcontainersicherungen zur Reduzierung der bisher verwendeten Wickelfolie und die Verwendung PVC-freier Folien zur Beschriftung unserer Nutzfahrzeuge erreicht.

Bei unseren Neu- und Umbauten achten wir auf hohe Standards für Energieeffizienz.  Hierzu gehört der Einsatz ressourcenschonender Baumaterialen (z. B. recycelter Beton), eine bessere Gebäudeisolierung (Wärmeschutz) als Energieeinsparverordnung (EnEV)-Vorgabe, der Einsatz erneuerbarer Energien wie Fotovoltaik zur Eigennutzung, Wärmerückgewinnungsanlage, Energiesparende LED-Beleuchtung sowie eine außenlichtabhängige Lichtsteuerung. Unser Energiemanagement nach ISO 50001, das 2018 eingeführt wurde, wurde 2019 weiterentwickelt, u. a. mit dem Einbau weiterer Energieverbrauchszählern in Märkten und Betrieben sowie einer stärkeren Sensibilisierung der Mitarbeiter durch das E-Learning "Energiemanagement". Auch der weitere Ausbau der Installation von LED ist 2019 erfolgt (2019: 9 SCC Märkte). 2019 wurden die Solaranlage SCC Ingolstadt (0,5 MW) und TG Köln-Langel (0,6 MW) installiert.

Unser Unternehmen nutzt zu 100 % Ökostrom aus Wasserkraft.