13. Klimarelevante Emissionen

Das Unternehmen legt die Treibhausgas(THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Emissionsquellen und Herausforderungen
Unsere wichtigste Emissionsquelle für das Jahr 2020 sind unsere Dienstreisen (21 %). Rechnet man die Fuhrparkemissionen mit hinzu, die ebenfalls ganz überwiegend aus Fahrten zur Auftragsanbahnung oder -abwicklung entstehen, sind es 36 %. Einen weiteren großen Anteil unserer Emissionen im Jahr 2020 waren Messe & Veranstaltungen mit 15 %.
Die größte Herausforderung, diese Emissionen zu senken, besteht darin, einerseits unsere Aufträge optimal abzuwickeln - was häufig nur vor Ort möglich ist, um so wenig Pendelverkehr wie möglich zu generieren - und andererseits das klimafreundlichste Verkehrsmittel zu wählen oder ganz auf Reisen zu verzichten.

Weitere klimarelevante Emissionen entstehen durch den Pendelverkehr (14,6 %) und den Heizenergiebedarf (6 %). Was den Pendelverkehr betrifft, sind die größten Herausforderungen v. a. der teure Wohnungsstandort München, der für manche Mitarbeiter zu weiten Pendelwegen führt.

Zielsetzungen Strategien, Maßnahmen und Zielerreichung (inkl. Zeitpunkt), zur Reduktion klimarelevanter Emissionen und für die Nutzung erneuerbarer Energien
Geschäftsreisen: Als Beratungsunternehmen verursachen unsere Geschäftsreisen den größten Teil unserer CO2-Emissionen. Um diese zu reduzieren, haben wir verschiedene Maßnahmen eingeführt: Strom & Heizung: Wir beziehen unseren Strom seit vielen Jahren zu 100 % von einem Ökostromanbieter über einen Tarif aus deutschen Wasserkraftwerken und unsere Heizwärme seit unserem Umzug ins jetzige Bürogebäude aus der mit Kraftwärmekopplung erzeugten Münchner Fernwärme.

Unsere Website wird von einem Provider gehostet, der CO2-freien-Strom bezieht, sich Klimaziele gesetzt hat und (noch nicht) reduzierbare THG-Emissionen kompensiert (https://www.strato.de/ueber-uns/nachhaltigkeit/).

Durch die genannten Maßnahmen konnten wir unseren Unternehmens- Fußabdruck vom Basisjahr 2011 bis 2020 um 73,6 % senken. Bezogen auf den CCF eines Vollzeit-Äquivalenten ergibt das eine Reduktion von : 52 %

Quantitative und in ein konkretes Zeitfenster gegossene Emissionsreduktionsziele halten wir in unserem Falle für nicht sinnvoll. Unser größter Emissionsposten -  die Dienstreisen - gehören im Kern zu unserem Geschäftsmodell der Beratung, denn diese bringt immer auch Kundenbesuche, Partnertreffen mit sich. Wie hoch unsere Reisemissionen ausfallen, ist eng an die räumliche Verteilung unserer Auftraggeber gekoppelt. Und diese ändert sich von Jahr zu Jahr.  

Bezugsgrößen für die Berechnungen des CCF:
CCF-Erhebung & Kompensation:
Um den Überblick über unsere Emissionsentwicklung zu behalten und Einsparungspotenziale zu identifizieren, erfassen wir seit 2006 auf Basis unserer Leistungsindikatoren (siehe Kriterium 7)  regelmäßig (bisher jährlich, seit 2018 im zweijährlichen Rhythmus) unseren Corporate Carbon Footprint (CCF) am Unternehmensstandort München gemäß GHG Protocol.
Unser CCF umfasst Energieverbrauch, Dienstreisen, Pendelverkehr der Mitarbeiter, von uns organisierte Veranstaltungen sowie den Bürobetrieb mit Müllaufkommen, Wasserverbrauch und Abwasseraufkommen, Papier- und Tonerverbrauch sowie externe bezogene Druckaufträge. Wir kompensieren unsere Emissionen mit Zertifikaten aus verifizierten Klimaschutzprojekten. Um nicht vermeidbaren Unsicherheiten in der Berechnung konservativ zu begegnen, wird ein Unsicherheitsfaktor von 5% dazugerechnet. Unsere Emissionsfaktoren beziehen wir aus den Datenbanken von DEFRA, UBA, Ecoinvent sowie aus  weiteren relevanten Studien.