Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator GRI SRS-301-1: Eingesetzte Materialien
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht oder -volumen der Materialien, die zur Herstellung und Verpackung der wichtigsten Produkte und Dienstleistungen der Organisation während des Berichtszeitraums verwendet wurden, nach:
i. eingesetzten nicht erneuerbaren Materialien;
ii. eingesetzten erneuerbaren Materialien.

Der Anteil an Recyclingpapieren (Drucker- und Kopierpapier, Briefumschläge usw.) erhöhte sich 2019 nochmals deutlich: So konnte beim „Papierverbrauch intern“ der Anteil an Recyclingpapier von 3 % auf 93 % gesteigert werden, da Mitte 2018 konzernweit eine Umstellung des Kopierpapiers auf den Blauen Engel Standard erfolgte und diese 2019 nun die volle Wirkung entfaltete. Zusätzlich erfolgte ab dem dritten/vierten Quartal 2019 die sukzessive Umstellung des Geschäftspapiers
auf den Blauen Engel Standard. Der Papierverbrauch wird in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Er enthält neben dem reinen Papierverbrauch der EMAS-Standorte auch konzernweite Datengrundlagen (externe Druckaufträge und Massenpost).


2019 Zahlen der 8 EMAS-Standorte des DKB-Konzerns       2017       2019
Papierverbrauch Gesamt in Tonnen       115       111,7
  • davon Anteil des Neufaserpapiers (ECF + TCF) in Prozent
      92       60
  • davon Anteil des Recyclingpapiers in Prozent
      8       40
Relativer Papierverbrauch Intern in kg pro Mitarbeitenden       26       22,6
Papierverbrauch Intern in Tonnen       48       47
Anteil an Frischfaser d. Papierverbrauchs Intern in Prozent       97       7
  • davon FSC-Mix zertifiziert in Tonnen
      46       3,3
  • davon PEFC zertifiziert in Tonnen
      0       0  
  • davon nicht zertifiziert in Tonnen
      0       0
Anteil an Recylingpapier d. Papierverbrauchs Intern in Prozent       3       93
  • davon Blauer Engel zertifiziert in Tonnen
      1,5       43,9
  • davon FSC 100% recycled in Tonnen
      0       0
  • davon andere
      0       0
Papierverbrauch externe Dienstleister in Tonnen       67       64,5
  • davon Blauer Engel zertifiziert in Tonnen
      0       1,05
  • davon FSC 100% recycled in Tonnen
      8       0,12
  • davon FSC Mixed-Papier in Tonnen
      59       63,3
Tonerverbrauch für Drucker/Kopierer in Stück       3262       1642


Weitere Informationen zu konkreten Zielsetzungen und Maßnahmen sind im Umweltprogramm der DKB Umwelterklärung unter dkb.de/umwelterklaerung zu finden.

Leistungsindikator GRI SRS-302-1: Energieverbrauch
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus nicht erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

b. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

c. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen den gesamten:
i. Stromverbrauch
ii. Heizenergieverbrauch
iii. Kühlenergieverbrauch
iv. Dampfverbrauch

d. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen die/den gesamte(n):
i. verkauften Strom
ii. verkaufte Heizungsenergie
iii. verkaufte Kühlenergie
iv. verkauften Dampf

e. Gesamten Energieverbrauch innerhalb der Organisation in Joule oder deren Vielfachen.

f. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

g. Quelle für die verwendeten Umrechnungsfaktoren.


2019 Zahlen der 8 EMAS-Standorte des DKB-Konzerns   2017   2019
Relativer Stromverbrauch in Gigajoule / Mitarbeitenden   4,9   5,1
Relativer Heizenergieverbrauch in Gigajoule / Mitarbeitenden   4,5   4,7
Energieverbrauch Gesamt in Gigajoule   18020,2   21218,2
  • Gesamtverbrauch Strom in Gigajoule
  8848,1   10620,3
  • Gesamtverbrauch Heizenergie in Gigajoule
  8268,5   9806,7
  • Gesamtverbrauch Kühlung in Gigajoule
  n. e.   n. e.
  • Gesamtverbrauch Treibstoff in Gigajoule
  903,6   791,3
-> Aus nicht erneuerbaren Quellen in Prozent   51   50
  • Fernwärme in Gigajoule
  8268,5   9806,7
  • Erdgas in Gigajoule
  0   0
  • Heizöl in Gigajoule
  0   0
  • Notstromdiesel in Gigajoule
  10,8   11,8
  • Diesel (Treibstoff) in Gigajoule
  889,1   463,9
  • Benzin (Treibstoff) in Gigajoule
  1,6   315,6
-> Aus erneuerbaren Quellen in Prozent   49   50
  • Strom aus Wasserkraft in Gigajoule
  8772,5   10524,2
  • Strom aus Solarenergie in Gigajoule
  75,6   96,1
  • Strommix Deutschland
  0   0


Erläuterung
Durch den konzernweiten Bezug von Strom aus 100 % Wasserkraft und die Solarstrom-Eigenerzeugung an vier Standorten erfolgt der Strombezug ausschließlich aus regenerativen Quellen. Die DKB speist jenen Stromanteil
aus der Solarstrom-Eigenerzeugung (Photovoltaik), der an den betreffenden Standorten nicht verbraucht werden kann, in das Stromnetz ein (2019: 16.408 kWh/59,1 Gigajoule). Der Einspeisungsanteil des EMAS-Standorts „Taubenstraße 7–9/Berlin“ betrug 533 kWh (1,9 Gigajoule). Bei der DKB fällt kein Dampfverbrauch bzw. -verkauf an. Ebenso wird keine Heizungsenergie und Kühlenergie veräußert.

Verwendete Standards, Methoden, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm
Sämtliche Daten wurden mit Berechnungsgrundlagen aus dem VfU-Tool sowie den Fahrzeug-Durchschnittsverbräuchen
laut Hersteller berechnet. Hierbei setzt das VfU-Tool folgende Umrechnungsfaktoren fest:

• 1 Liter Benzin = 8,6 kWh (0,03 Gigajoule),
• 1 Liter Diesel = 9,925 kWh (0,04 Gigajoule).

Leistungsindikator GRI SRS-302-4: Verringerung des Energieverbrauchs
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Verringerung des Energieverbrauchs, die als direkte Folge von Initiativen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz erreicht wurde, in Joule oder deren Vielfachen.

b. Die in die Verringerung einbezogenen Energiearten: Kraftstoff, elektrischer Strom, Heizung, Kühlung, Dampf oder alle.

c. Die Grundlage für die Berechnung der Verringerung des Energieverbrauchs wie Basisjahr oder Basis/Referenz, sowie die Gründe für diese Wahl.

d. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.


Zahlen der acht EMAS-Standorte des DKB-Konzerns in Gigajoule
  2017 2019 Verringerung in %
Absoluter Energieverbrauch 18.020,2 21.218,2 +17,7


Erläuterung
Der Energieverbrauch der DKB umfasst die Bereiche Strom, Heizung und Treibstoff. Der Anstieg des absoluten Energieverbrauchs ist auf den im Jahr 2018 erstmals nach EMAS zertifizierten Standort Berlin/Herzbergstraße 56–59 zurückzuführen. Einerseits wird der Open-Space-Arbeitsbereich des Standorts erst seit 2019 vollumfänglich genutzt, andererseits wurden im selben Jahr Baumaßnahmen durchgeführt. Der erhöhte Heizbedarf dürfte u. a. durch den kalten Frühling 2019, der erhöhte Gesamtstromverbrauch u. a. auf den warmen Sommer und die damit einhergehende starke Nutzung von Klimaanlagen zurückzuführen sein. Zudem wurden zwei neue E-Bike-Ladesäulen sowie eine zusätzliche E-AutoLadestation errichtet. Dies trägt zu einer Verringerung des Treibstoffverbrauchs aus nicht erneuerbaren Energien bei.

Zahlen der acht EMAS-Standorte des DKB-Konzerns im Vergleich zum Basisjahr 2017
  2019
Energiearten gesamt (Strom, Heizung, Treibstoff) in Prozent +17,7 %
Gesamtstromverbrauch absolut in Prozent +20,0 %
Relativer Stromverbrauch pro Mitarbeitenden in Prozent +4,5 %
Gesamtheizenergieverbrauch in Prozent +18,6 %
Relativer Heizungsverbrauch pro Mitarbeitenden in Prozent +3,3 %
Kraftstoffverbrauch in Prozent –12,3 %


Eine weitere signifikante Reduktion der Strom- und Heizungsverbräuche ist in Zukunft eher unwahrscheinlich, da die Bürogebäude größtenteils angemietet sind, die DKB dadurch keine weiteren baulichen Änderungen vornehmen darf und diese auch nicht vom Vermieter geplant sind.

Weitere Informationen zu konkreten Zielsetzungen und Maßnahmen sind im Umweltprogramm der DKBUmwelterklärung
unter dkb.de/umwelterklaerung zu finden.


Die Grundlage und Begründung für die Wahl des Basisjahres
Unser zertifiziertes Umweltmanagementsystem fokussiert sich bei der Festlegung von Zielsetzungen und Maßnahmen auf bestimmte Zeitrahmen bzw. Zyklen. Der aktuelle Zyklus umfasst 2017 als Basis- und 2020 als Zielerreichungsjahr. Zudem wird auch das Jahr 2010, in dem die erstmalige EMAS-Zertifizierung erfolgte, des Öfteren als Referenzjahr angeführt.

Verwendete Standards, Methoden, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm
  • Insgesamt: Als Basis für die Berechnungen dient uns der Ökoreport, in dem die konzernweiten Verbrauchsdaten systematisch erfasst, dokumentiert und entsprechende Kennzahlen der Verbräuche nach der Systematik des VfU-Tools (Verein für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten) ermittelt werden. Bereits seit 2010 erfasst die DKB alle Umweltleistungen innerhalb ihres Umweltmanagements nach DIN EN ISO 14001 und lässt diese auditieren und zertifizierten.
  • • Kraftstoffverbrauch: Für die Hybridautos wurde die Annahme getroffen, dass sie rund 15 % (2018: 25 %) der Kilometer mit Strom zurücklegen, E-Autos rund 90 %. Somit wurden dem Benzinverbrauch nur 85 % (2018: 75 %) der Hybridkilometer zugrunde gelegt und 10 % der E-Kilometer.
Mehr Informationen unter dkb.de/umwelterklaerung.

Leistungsindikator GRI SRS-303-3: Wasserentnahme
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamte Wasserentnahme aus allen Bereichen in Megalitern sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten.

b. Gesamte Wasserentnahme in Megalitern aus allen Bereichen mit Wasserstress sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten sowie eine Aufschlüsselung des Gesamtvolumens nach den in i-iv aufgeführten Entnahmequellen.

c. Eine Aufschlüsselung der gesamten Wasserentnahme aus jeder der in den Angaben 303-3-a und 303-3-b aufgeführten Quellen in Megalitern nach den folgenden Kategorien:
i. Süßwasser (≤1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (Total Dissolved Solids (TDS)));
ii. anderes Wasser (>1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (TDS)).

d. Gegebenenfalls erforderlicher Kontext dazu, wie die Daten zusammengestellt wurden, z. B. Standards, Methoden und Annahmen.

Zahlen der EMAS-Standorte des DKB-Konzerns (Basisjahr 2017)
  2017 2019 Veränderung in %
Relativer Wasserverbrauch in Liter/Mitarbeitenden 6.025 6.282 +4,3
Wasserverbrauch gesamt in Megaliter 10,9 13,1 +19,7
davon Trinkwasser in Megaliter 10,9 13,1 +19,7
gesammeltes Regenwasser in Megaliter 0 0 0


Erläuterung
Wasserverbrauch fällt ausschließlich in Teeküchen, Sanitäreinrichtungen und teilweise bei der Bewässerung der Außenanlagen an. Die DNK-Leistungsindikatoren b und c (Aufschlüsselung nach diversen Wasserarten) sind im Falle der DKB nicht relevant, da es sich ausschließlich um Trinkwasser handelt. Der Wasserverbrauch wird ebenso im VfU-Tool erfasst. Die moderate Steigerung lässt sich als Gesamtauswirkung von mehreren Einzelfaktoren wie Fehlfunktionen in Sanitäreinrichtungen, Rohrbrüchen oder auch Bau- und anschließenden Reinigungsarbeiten erklären.

Weitere Informationen zu konkreten Zielsetzungen und Maßnahmen sind im Umweltprogramm der DKBUmwelterklärung
unter dkb.de/umwelterklaerung zu finden.

Leistungsindikator GRI SRS-306-2: Abfall
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht des gefährlichen Abfalls, gegebenenfalls mit einer Aufschlüsselung nach folgenden Entsorgungsverfahren:
i. Wiederverwendung
ii. Recycling
iii. Kompostierung
iv. Rückgewinnung, einschließlich Energierückgewinnung
v. Müllverbrennung (Massenverbrennung)
vi. Salzabwasserversenkung
vii. Mülldeponie
viii. Lagerung am Standort
ix. Sonstige (von der Organisation anzugeben)

b. Gesamtgewicht ungefährlicher Abfälle, gegebenenfalls mit einer Aufschlüsselung nach folgenden Entsorgungsverfahren:
i. Wiederverwendung
ii. Recycling
iii. Kompostierung
iv. Rückgewinnung, einschließlich Energierückgewinnung
v. Müllverbrennung (Massenverbrennung)
vi. Salzabwasserversenkung
vii. Mülldeponie
iii. Lagerung am Standort
ix. Sonstige (von der Organisation anzugeben)

c. Wie die Abfallentsorgungsmethode bestimmt wurde:
i. Direkt von der Organisation entsorgt oder anderweitig direkt bestätigt
ii. Vom Entsorgungsdienstleister zur Verfügung gestellte Informationen
iii. Organisatorische Standardmethoden des Entsorgungsdienstleisters

Zahlen der EMAS-Standorte des DKB-Konzerns (Basisjahr 2017)
  2017 2019 Veränderung in %
Relatives Abfallaufkommen in Kilogramm/Mitarbeitenden 251 245 –2,6
Abfall gesamt in Tonnen 457 511 +11,8
davon nicht gefährlich in Tonnen 457 511 +11,8
zur Verwertung/Recycling in Tonnen 230 265 +15,4
davon Papiermüll in Tonnen 230 265 +15,4
davon Elektronik in Tonnen n. e n. e. n. e.
davon Bioabfall in Tonnen n. e. n. e. n. e.
Restmüll zur Verbrennung in Tonnen 227 246 +8,3
Sonderabfälle in Tonnen 0,005 0,009 +100

Erläuterung
In der DKB erfolgt eine konsequente Mülltrennung. Zu den Abfallquellen zählen vor allem Altpapier (Entsorgung über die blaue Tonne), Leichtverpackungen und Restmüll. Bei der Bestellung von Büromaterialien achtet die Bank auf Ökoartikel mit dem „Green Office“-Siegel oder dem Blauen Engel, verzichtet auf Bestellungen von Klein- und Kleinstmengen und lässt diese in Berlin und Potsdam über ein Mehrwegsystem anliefern. Produkte werden, wo möglich, wiederverwertet, z. B. über einen internen Gebrauchtmaterialshop. Im Vergleich zum Basisjahr 2017 konnten wir das Abfallaufkommen pro Mitarbeitenden leicht reduzieren.

Weitere Informationen zu konkreten Zielsetzungen und Maßnahmen sind im Umweltprogramm der DKB-Umwelterklärung unter dkb.de/umwelterklaerung zu finden.

Abfallentsorgungsmethode
Die Abfallentsorgungsmethode wird, sofern die DKB Teilmieter des Bürogebäudes ist, vonseiten der Vermieter vorbestimmt. Sofern die DKB alleiniger Mieter des Objekts ist, werden Entsorgungsdienstleister direkt beauftragt. Dabei werden lediglich Abfallentsorgungsunternehmen der Bundesrepublik Deutschland genutzt und damit einhergehend die heimischen Standards eingehalten. Direkt von der DKB entsorgt werden Sonderabfälle (Batterien).

Bei der Erfassung des Abfallaufkommens kommen einerseits Abrechnungen vom Entsorgungsdienstleister zum Einsatz, andererseits werden für jene Standorte, an denen die DKB Teilmieter ist und somit über keine eigenen Abfalltonnen verfügt (diese werden mit anderen Mietern geteilt), Hochrechnungen erstellt.