Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator GRI SRS-301-1: Eingesetzte Materialien
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht oder -volumen der Materialien, die zur Herstellung und Verpackung der wichtigsten Produkte und Dienstleistungen der Organisation während des Berichtszeitraums verwendet wurden, nach:
i. eingesetzten nicht erneuerbaren Materialien;
ii. eingesetzten erneuerbaren Materialien.

Wie unter DNK-Kriterium 11 beschrieben, stellen Energie, Treibstoff, Wasser, Flächen und Baustoffe dar. Während der Verbrauch der erstgenannten Ressourcen im Einzelnen bewertet wird, könnten über den Verbrauch von Baustoffen aktuell nur bedingt Angaben gemacht werden, sodass dieser Verbrauchswert nicht aufgeführt wird.

Weiterführende Informationen zu eingesetzten Materialien können Sie den folgenden Leistungsindikatoren entnehmen:

Leistungsindikator GRI SRS-302-1: Energieverbrauch innerhalb der Organisation (Heizenergie inkl. Strom und Treibstoff) 
Leistungsindikator GRI SRS-302-4: Verringerung des Energieverbrauchs (außerhalb der Organisation)
Leistungsindikator GRI SRS-303-3: Frischwasserverbrauch der eigenen Verwaltungsstandorte
DNK-Kriterium 11: bebaute Grundstücksfläche und Versiegelungsgrad 

Zum gesunden Wohnen gehören viele verschiedene Aspekte. Die Grundlage für gesundheitlich unbedenklichen Wohnraum ist aber vor allem die Verwendung geeigneter Baustoffe, deren Einsatz auch über den Bedarf an Primärenergie entscheidet, der für die Gebäudeerstellung notwendig wird. Gleichzeitig sind sie wichtige Parameter für den Energieverbrauch sowie das Wohnklima und bestimmen den erforderlichen Aufwand für die Baustofftrennung im Falle eines Abrisses. Mit der sukzessiven Erweiterung und Pflege eines Baustoffkatalogs trägt VIVAWEST diesem Thema Rechnung. Die Erkenntnisse und Innovationen rund um Baustoffe, ihren Primärenergieverbrauch und ihre Gesundheitsaspekte werden in den Baustoffkatalog aufgenommen und fortgeschrieben. Darüber hinaus werden ökologische Aspekte auch in einem Bauteilkatalog berücksichtigt. Baustoff- und Bauteilkatalog stehen allen Planern und Bauleitern im Konzern online zur Verfügung und werden in Ausschreibungsunterlagen übernommen.

Vergleiche Bericht 2020 (Seite 91) und Umwelterklärung.

Leistungsindikator GRI SRS-302-1: Energieverbrauch
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus nicht erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

b. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

c. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen den gesamten:
i. Stromverbrauch
ii. Heizenergieverbrauch
iii. Kühlenergieverbrauch
iv. Dampfverbrauch

d. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen die/den gesamte(n):
i. verkauften Strom
ii. verkaufte Heizungsenergie
iii. verkaufte Kühlenergie
iv. verkauften Dampf

e. Gesamten Energieverbrauch innerhalb der Organisation in Joule oder deren Vielfachen.

f. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

g. Quelle für die verwendeten Umrechnungsfaktoren.

Für die Verwaltungsstandorte ermittelt VIVAWEST sowohl den Verbrauch der Heizenergie als auch den Stromverbrauch. Der gesamte Energieverbrauch für Strom und Heizenergie beträgt im Berichtsjahr 7.456 Megawattstunden und ist damit um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die Energieintensität je Quadratmeter Bürofläche liegt bei 127,2 Kilowattstunden. Im Vorjahresvergleich ist das eine Reduzierung um ebenfalls 0,2 Prozent. Die Reduzierung des Gesamtenergieverbrauchs liegt vor allem darin begründet, dass der Stromverbrauch um 9,8 Prozent gesenkt werden konnte. Ein Großteil der Reduzierung ist auf den Standort Nordstern zurückzuführen, da im Jahr 2020 keine Trocknung zur Behebung eines Wasserschadens mehr notwendig war und konsequent LED-Leuchtmittel eingebaut wurden. Der Heizenergieverbrauch hat sich aufgrund der im Jahr 2020 vorgenommenen spezifischen Klimabereinigung für jeden Standort um 6,1 Prozent erhöht. Der mittlere Korrekturfaktor liegt bei 1,22, das ist ein Zuschlag von 22,0 Prozent auf den Realverbrauch. Eine mit hohem Aufwand verbundene, rückwirkende Korrektur der Werte für 2018 und 2019 zur besseren Vergleichbarkeit wird aus wirtschaftlichen Gründen als nicht zweckmäßig angesehen.

Endenergieverbrauch in den eigenen Verwaltungsgebäuden
Tatsächlicher Heizenergie- und Stromverbrauch
2018: 7.643,1 Megawattstunden
2019: 7.473,5 Megawattstunden (- 2,2 %)
2020: 7.456,0 Megawattstunden (- 0,2 %)

Endenergieintensität der eigenen Verwaltungsgebäuden
Tatsächlicher Heizenergie- und Stromverbrauch

2018: 141,3 Kilowattstunden pro Quadratmeter Bürofläche
2019: 127,5 Kilowattstunden pro Quadratmeter Bürofläche (- 9,8 %)
2020: 127,2 Kilowattstunden pro Quadratmeter Bürofläche (- 0,2 %)
Die Berechnungsgrundlage wurde im Jahr 2020 angepasst. Die angegebenen Werte für 2018 und 2019 sind Realverbräuche für Strom und Heizenergie, die mit einem Pauschalwert klimabereinigt wurden. Die Heizenergiewerte für 2020 wurden einer standortspezifischen Klimabereinigung unterzogen.

Der Fuhrpark von VIVAWEST umfasste im Berichtsjahr 904 mit Diesel oder Benzin betriebene Fahrzeuge, 19 Elektrofahrzeuge und 16 Hybridfahrzeuge. Darunter waren 278 Pkw und eine Vielzahl verschiedener Lkw, Einsatz- und Baufahrzeuge. Letztere kommen vor allem im Segment Immobiliendienstleistungen zum Einsatz. Im Berichtsjahr wurde der Fuhrpark um insgesamt 46 Fahrzeuge vergrößert. VIVAWEST hat zum Beispiel die Kundencenter mit insgesamt 17 Elektrofahrzeugen und der dafür nötigen Ladeinfrastruktur ausgestattet. Bereits in den Jahren 2010 bis 2017 hatte VIVAWEST im Rahmen eines Pilotprojekts den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern insgesamt fünf Elektrofahrzeuge an ausgewählten Standorten zur Verfügung gestellt. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Pilotprojektes entschloss sich das Unternehmen, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für Termine im Quartier den Zugang zur Elektromobilität flächendeckend zu ermöglichen und dafür in eine klimafreundliche Flotte sowie die erforderliche Infrastruktur zu investieren. Die Emscher Lippe Energie GmbH als Partner sorgte für die passende Ladetechnik. An Ladesäulen oder sogenannten Wallboxen werden die Fahrzeuge mit 100 Prozent VIVAWEST Ökostrom beladen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Kundencentern können so ihre Kunden in den rund 100 Kommunen in Nordrhein-Westfalen im Sinne eines guten Stadtklimas verlässlich, schnell und umweltfreundlich erreichen.

Trotz Vergrößerung des Fuhrparks um 5,4 Prozent konnte eine Reduktion des Treibstoffverbrauchs um 5,3 Prozent realisiert werden. Dies ist vorrangig darauf zurückzuführen, dass coronabedingt deutlich weniger Kilometer mit den Dienstwagen zurückgelegt wurden. Darüber hinaus werden zur Reduktion des Treibstoffverbrauchs kontinuierlich Maßnahmen zur Optimierung der EDV-gestützten Disposition von Monteuren und der Routenplanung vorgenommen.
 
Treibstoffverbrauch
2018: 1.513,0 Tausend Liter
2019: 1.502,1 Tausend Liter (- 0,7 %)
2020: 1.422,3 Tausend Liter (- 5,3 %)


Vergleiche Bericht 2020 (Seite 77 f.) und Umwelterklärung. 

Eine gesonderte Betrachtung der Kraftstoffverbräuche aus erneuerbaren bzw. nicht erneuerbaren Quellen erfolgt nicht. 

Leistungsindikator GRI SRS-302-4: Verringerung des Energieverbrauchs
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Verringerung des Energieverbrauchs, die als direkte Folge von Initiativen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz erreicht wurde, in Joule oder deren Vielfachen.

b. Die in die Verringerung einbezogenen Energiearten: Kraftstoff, elektrischer Strom, Heizung, Kühlung, Dampf oder alle.

c. Die Grundlage für die Berechnung der Verringerung des Energieverbrauchs wie Basisjahr oder Basis/Referenz, sowie die Gründe für diese Wahl.

d. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

VIVAWEST unterscheidet aufgrund der Mengenverhältnisse zwischen dem Energieverbrauch innerhalb und außerhalb der Organisation, hat aber in beiden Fällen die kontinuierliche Senkung durch Steigerung der Energieeffizienz zum Ziel.

Informationen zur Verringerung des Energieverbrauchs innerhalb der Organisation können SIe dem Leistungsindikator GRI SRS-302-1 entnehmen.

Außerhalb der Organisation
VIVAWEST hat das Modell zur Ermittlung des Endenergieverbrauchs im Wohnungsbestand grundlegend überarbeitet. Während bisher ein Großteil der Endenergiewerte aus den vorliegenden Energieausweisen (Verbrauchs- und Bedarfsausweise) ermittelt wurde, wird seit 2020 – soweit möglich – auf reale Endenergiewerte auf Grundlage eines internen Energiecontrollings zurückgegriffen. Nur wenn diese nicht vorliegen werden Endenergiebedarfe beziehungsweise -verbräuche anhand von Energieausweisen oder einer Gebäudetypisierung nach Baualtersklassen als Quelle herangezogen. Für die Ermittlung von Verbrauchswerten zur Warmwasserbereitung werden, wenn keine realen Werte vorhanden sind, Pauschalwerte gemäß Empfehlungen des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V. herangezogen. Die Bezugsgröße für die Angabe relativer Werte ist zukünftig – wie branchenüblich – ausschließlich die Wohn-/Nutzfläche. Die realen Endenergiewerte für Heizung werden zudem klimabereinigt. Eine Leerstandsbereinigung wird nicht vorgenommen.

Im Sinne der Energiewende strebt VIVAWEST an, den Endenergieverbrauch durch die Mieter zu senken. Die Endernergieintensität (Heizung inklusive Warmwasser) von VIVAWEST beträgt im Berichtsjahr rund 161 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohn-/Nutzfläche. Für den Gesamtbestand ist das eine Reduktion um 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bezogen auf den Kernbestand liegt der Endenergieverbrauch bei rund 144 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohn-/Nutzfläche. Damit zeigt sich, dass die vielfältigen Maßnahmen – vorwiegend energetische Modernisierungen, Erneuerungen veralteter Heizanlagen und Optimierungen bestehender Heizanlagen – wie auch in den vergangenen Jahren weiter greifen.

Endenergieverbrauch im Wohnungsbestand
Heizenergie inkl. Warmwasser
2019: 1.275,1 Gigawattstunden
2020: 1.241,9 Gigawattstunden (- 2,6 %)

Endenergieintensität im Wohnungsbestand
Heizenergie inkl. Warmwasser
2019: 166,4 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohn-/Nutzfläche 
2020: 160,5 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohn-/Nutzfläche  (- 3,5 %)

Aufgrund der Umstellung des Berechnungsmodells liegen keine vergleichbaren Werte für 2018 vor. Die Werte für 2019 wurden im Zuge der Modellumstellung im Jahr 2020 angepasst
.

Vergleiche Bericht 2020 (Seite 76) und Umwelterklärung.

Leistungsindikator GRI SRS-303-3: Wasserentnahme
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamte Wasserentnahme aus allen Bereichen in Megalitern sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten.

b. Gesamte Wasserentnahme in Megalitern aus allen Bereichen mit Wasserstress sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten sowie eine Aufschlüsselung des Gesamtvolumens nach den in i-iv aufgeführten Entnahmequellen.

c. Eine Aufschlüsselung der gesamten Wasserentnahme aus jeder der in den Angaben 303-3-a und 303-3-b aufgeführten Quellen in Megalitern nach den folgenden Kategorien:
i. Süßwasser (≤1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (Total Dissolved Solids (TDS)));
ii. anderes Wasser (>1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (TDS)).

d. Gegebenenfalls erforderlicher Kontext dazu, wie die Daten zusammengestellt wurden, z. B. Standards, Methoden und Annahmen.

Der Frischwasserverbrauch an den Verwaltungsstandorten belief sich im Berichtsjahr auf 9.261 Kubikmeter und ist im Vorjahresvergleich um deutliche 18,5 Prozent gesunken, was unter anderem auf die Behebung von Leckagen an den Standorten Nordstern und Düsseldorf zurückzuführen ist. Eine standortbezogene Aufschlüsselung des Frischwasserverbrauchs ist der aktuellen Umwelterklärung zu entnehmen.

Frischwasserverbrauch in den eigenen Verwaltungsgebäuden
2018: 11.719 Kubikmeter
2019: 11.358 Kubikmeter (- 3,1 %)
2020: 9.261 Kubikmeter (- 18,5 %)

Vergleiche Bericht 2020 (Seite 74) und Umwelterklärung.

Leistungsindikator GRI SRS-306-2: Abfall
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht des gefährlichen Abfalls, gegebenenfalls mit einer Aufschlüsselung nach folgenden Entsorgungsverfahren:
i. Wiederverwendung
ii. Recycling
iii. Kompostierung
iv. Rückgewinnung, einschließlich Energierückgewinnung
v. Müllverbrennung (Massenverbrennung)
vi. Salzabwasserversenkung
vii. Mülldeponie
viii. Lagerung am Standort
ix. Sonstige (von der Organisation anzugeben)

b. Gesamtgewicht ungefährlicher Abfälle, gegebenenfalls mit einer Aufschlüsselung nach folgenden Entsorgungsverfahren:
i. Wiederverwendung
ii. Recycling
iii. Kompostierung
iv. Rückgewinnung, einschließlich Energierückgewinnung
v. Müllverbrennung (Massenverbrennung)
vi. Salzabwasserversenkung
vii. Mülldeponie
iii. Lagerung am Standort
ix. Sonstige (von der Organisation anzugeben)

c. Wie die Abfallentsorgungsmethode bestimmt wurde:
i. Direkt von der Organisation entsorgt oder anderweitig direkt bestätigt
ii. Vom Entsorgungsdienstleister zur Verfügung gestellte Informationen
iii. Organisatorische Standardmethoden des Entsorgungsdienstleisters

Das Abfallaufkommen an den Verwaltungsstandorten betrug im Berichtsjahr knapp 206 Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr ist ein Anstieg des gesamten Abfallaufkommens um 2,6 Prozent zu verzeichnen. Das höhere, absolute Abfallaufkommen im Jahr 2019 liegt in dem Wechsel von Beschäftigten aus angemieteten Bürogebäuden am Campus Nordstern in ein neues, eigenes Verwaltungsgebäude begründet, da das Abfallaufkommen für angemietete Büroflächen zuvor nicht berücksichtigt wurde. Das um 2,6 Prozent erhöhte Abfallaufkommen im Berichtsjahr ist im Wesentlichen auf die Einhaltung von Hygienevorschriften im Zuge der Coronapandemie zurückzuführen. Entsprechend ist situationsbedingt vor allem das Restmüllaufkommen im Vergleich zum Vorjahr um 16,9 Prozent angestiegen und macht im Berichtsjahr 37,3 Prozent des Gesamtabfallaufkommens aus. Das sind 4,5 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr (32,8 Prozent). Grundsätzlich strebt VIVAWEST durch eine stetig zu verbessernde Wertstofftrennung an den Verwaltungsstandorten eine Reduzierung des Restabfallaufkommens an. Eine standortbezogene Aufschlüsselung des Restabfallaufkommens kann der aktuellen Umwelterklärung entnommen werden. 

Abfallaufkommen in den eigenen Verwaltungsgebäuden

2018: 
Abfallaufkommen gesamt: 178,0 Tonnen
davon Restmüll: 65,5 Tonnen
davon Papier: 91,9 Tonnen
davon Verpackung: 11,3 Tonnen
davon Biotonne: 9,3 Tonnen

2019:
Abfallaufkommen gesamt: 200,5 Tonnen (+ 12,6 %)
davon Restmüll: 65,7 Tonnen (+ 0,3 %)
davon Papier: 105,4 Tonnen (+ 14,7 %)
davon Verpackung: 10,8 Tonnen (- 4,8 %)
davon Biotonne: 18,6 Tonnen (+ 100,0 %)

2020:
Abfallaufkommen gesamt: 205,8 Tonnen (+ 2,6 %)
davon Restmüll: 76,8 Tonnen (+ 16,9 %)
davon Papier: 99,6 Tonnen (- 5,5 %)
davon Verpackung: 11,0 Tonnen (+ 1,9 %)
davon Biotonne: 18,4 Tonnen (- 1,1 %)

Im Sinne der Gewerbeabfallverordnung wird das Abfallaufkommen je Baustelle entsprechend den gesetzlichen Anforderungen dokumentiert. Die Abfallentsorgung erfolgt dabei über die eigenen Dienstleistungsgesellschaften oder externe Dritte. Die Menge der produktionsbedingten Abfälle im Segment Immobiliendienstleistungen, welche jedoch auftragsbedingt hohen Schwankungen unterliegen kann, betrug im Berichtsjahr rund 8.700 Tonnen.

Im Wohnungsbestand werden von VIVAWEST unterschiedliche Maßnahmen zur Verminderung des Abfallaufkommens durchgeführt. Hierzu zählt vor allem die systematische Aufklärung von Mietern in Bezug auf das Trennen der Abfälle. Darüber hinaus sammelt VIVAWEST Erfahrungen aus dem Einsatz von Unter- beziehungsweise Niederfluranlagen. Das Müllvolumen in den Wohnungsbeständen wird allerdings nicht erfasst, sodass Entwicklungen quantitativ nicht nachvollzogen werden können.

Vergleiche Bericht 2020 (Seite 74 f.) und Umwelterklärung.
Biodiversität (optional)
Die zunehmende Bedeutung der Biodiversität – auch in der Wohnungswirtschaft – zeigt sich in den Ergebnissen der Wesentlichkeitsanalyse. Im Berichtsjahr wurde die Biodiversität erstmalig als wesentlich eingeschätzt und somit als neues Kriterium in die Nachhaltigkeitsberichterstattung aufgenommen. Zur Erhaltung oder sogar Erhöhung der Biodiversität unterscheidet VIVAWEST zwischen Maßnahmen im Wohnungsbestand und Maßnahmen an den Verwaltungsstandorten.

Zur Gestaltung von Außenanlagen im Wohnungsbestand greift VIVAWEST auf einen standardisierten Modulkatalog zurück. Um dem zunehmenden Anspruch, die Biodiversität zu erhöhen, gerecht zu werden sowie den Auswirkungen klimatischer Veränderungen auf das Wohnumfeld entgegenzuwirken, sollen vorhandene Bausteine in dem Modulkatalog zukünftig noch konsequenter an den Anforderungen von Biodiversität und Klimaanpassung ausgerichtet und zudem neue ökologische Bausteine entwickelt werden. Hierfür hat VIVAWEST die Maßnahme „Entwicklung eines ganzheitlichen Konzeptes zur ökologischen Gestaltung und Pflege des Wohnumfeldes“ in das Umweltprogramm 2021 aufgenommen.

Darüber hinaus leistet VIVAWEST einen Beitrag zum Artenschutz durch den Einbau von Nistkästen in die Fassaden von Wohngebäuden im Zuge von Baumaßnahmen. Im Berichtsjahr wurden insgesamt 258 Nistkästen eingebaut. Im Kampf gegen Schädlinge, wie den Eichenprozessionsspinner, setzt VIVAWEST zudem nicht nur auf den Einsatz biologischer Schädlingsbekämpfungsmittel. Im Herbst 2019 haben beispielweise Kinder der Ferienfreizeit in der Waldsiedlung Marl unter Anleitung Nistkästen für Meisen und Rotkehlchen gebaut, um die natürlichen „Fressfeinde“ des Eichenprozessionsspinners zu stärken sowie die Biodiversität im Quartier zu fördern.

An den Verwaltungsstandorten werden ebenfalls verschiedene Maßnahmen zum Erhalt der Biodiversität umgesetzt. Im Berichtsjahr wurden an den Standorten Nordstern und Bergmannsglückstraße (BMG) erste großflächige Wildblumenwiesen angelegt. Zudem hat VIVAWEST im Jahr 2019 am Campus Nordstern mehrere Bienenvölker angesiedelt. 2020 kamen dann weitere am Standort BMG hinzu. Grund zur Freude gab es im Berichtsjahr auch durch den dreifachen Nachwuchs von artengeschützten Wanderfalken im Brutkasten auf dem Südbalkon des Nordsternturms.

Vergleiche Bericht 2020 (Seite 75 f.).
Energieeffizienzklassen im Wohnungsbestand (optional)
Der Wohnungsbestand von VIVAWEST lässt sich in die nachfolgenden Energieeffizienzklassen zum Stichtag 31. Dezember 2020 aufteilen. Da im vorliegenden Bericht die bran-chenübliche Bezugsgröße für klimarelevante Kennzahlen die Wohn-/Nutzfläche ist, wurden die gemäß Gebäudeenergiegesetz (GEG) grundsätzlich in Gebäudenutzflächen (AN-Flächen) angegebenen Effizienzklassen in die Wohn-/Nutzfläche umgerechnet. Der relativ hohe Anteil an Gebäuden in den Energieeffizienzklassen G und H ist vorrangig darauf zurückzuführen, dass es sich hierbei, historisch bedingt, um energetisch schlechtere Ein- und Zweifamilienhäuser handelt, die zum größten Teil zum Desinvestitionsbestand von VIVAWEST gehören.

Energieeffizienzklassen im Wohnungsbestand
Energieeffizienzklasse A+
unter 36 kWh/m2a
0,6 Prozent
Energieeffizienzklasse A
36 kWh/m2a bis unter 60 kWh/m2a
1,5 Prozent
Energieeffizienzklasse B
60 kWh/m2a bis unter 90 kWh/m²a
8,3 Prozent
Energieeffizienzklasse C
90 kWh/m2a bis unter 120 kWh/m2a
16,5 Prozent
Energieeffizienzklasse D
120 kWh/m2a bis unter 156 kWh/m2a
19,9 Prozent
Energieeffizienzklasse E
156 kWh/m2a bis unter 192 kWh/m2a
13,7 Prozent
Energieeffizienzklasse F
192 kWh/m2a bis unter 240 kWh/m2a
8,4 Prozent
Energieeffizienzklasse G
240 kWh/m2a bis unter 300 kWh/m2a
13,4 Prozent
Energieeffizienzklasse H
ab 300 kWh/m2a
17,7 Prozent

Vergleiche Bericht 2020 (Seite 76 f.).