Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator G4-EN1
Eingesetzte Materialien nach Gewicht oder Volumen.

Wie unter DNK-Kriterium 11 beschrieben, stellen Energie, Treibstoff, Wasser, Flächen und Baustoffe den größten Anteil der in Anspruch genommenen Ressourcen dar. Während der Verbrauch der erstgenannten Ressourcen im Einzelnen bewertet wird, können über den Verbrauch von Baustoffen aktuell nur bedingt Angaben gemacht werden, sodass dieser Verbrauchswert nicht aufgeführt wird (siehe DNK-Kriterium 11).

Weiterführende Informationen zu eingesetzten Materialien können sie den folgenden Leistungsindikatoren entnehmen:
Grundlage für gesundheitlich unbedenklichen Wohnraum ist die Verwendung geeigneter Baustoffe, deren Einsatz auch über den Bedarf an Primärenergie entscheidet, der für die Gebäudeerstellung notwendig wird. Gleichzeitig sind sie wichtige Parameter für den Energieverbrauch und das Wohnklima und bestimmen den im Fall eines Abrisses später erforderlichen Aufwand für die Baustofftrennung. Mit der sukzessiven Erweiterung und Pflege eines Baustoffkatalogs trägt VIVAWEST diesem Thema seit Jahren Rechnung. Die Erkenntnisse und Innovationen rund um Baustoffe, ihren Primärenergieverbrauch und ihre Gesundheitsaspekte werden in dem Baustoffkatalog gesammelt und fortgeschrieben und stehen allen Planern und Bauleitern im Konzern online zur Verfügung.

Vergleiche Bericht 2017 (Seite
67ff.).

Leistungsindikator G4-EN3
Energieverbrauch innerhalb der Organisation.

Für die Verwaltungsstandorte ermittelt VIVAWEST sowohl den Verbrauch der Heizenergie als auch den Stromverbrauch. Zusammengenommen sind beide Verbräuche im Vorjahresvergleich um 6,7 Prozent angestiegen. Dies ist vor allem auf den höheren Stromverbrauch zurückzuführen, der sich aus den im Vergleich zum Vorjahr wesentlich wärmeren Sommermonaten und der damit einhergehenden stärkeren Nutzung der strombetriebenen Kühlanlage am Verwaltungsstandort Nordstern ergibt.

Energieverbrauch in den Verwaltungsstandorten
Heizenergie und Strom
2015: 6.035,0 Megawattstunden
2016: 6.124,0 Megawattstunden (+ 1,5 %)
2017: 6.537,1 Megawattstunden (+ 6,7 %)

Energieintensität der Verwaltungsgebäude
Heizenergie und Strom
2015: 125,9 Kilowattstunden pro Quadratmeter
2016: 129,5 Kilowattstunden pro Quadratmeter (+ 2,9 %)
2017: 138,3 Kilowattstunden pro Quadratmeter (+ 6,8 %)

Der Fuhrpark von VIVAWEST umfasste im Berichtsjahr knapp 797 mit Diesel und Benzin betriebene Fahrzeuge. Darunter waren ähnlich wie im Vorjahr 280 PKW und eine Vielzahl verschiedener LKW und Baufahrzeuge. Letztere kommen vor allem im Segment Immobiliendienstleistungen zum Einsatz. Zur Reduktion des Treibstoffverbrauchs werden im Segment Immobiliendienstleistungen kontinuierlich Maßnahmen zur Optimierung der EDV-gestützten Disposition von Monteuren und der Routenplanung vorgenommen. Zudem erfolgte im Berichtsjahr für erste Fahrzeuge eine Geschwindigkeitsdrosselung auf 120 Kilometer pro Stunde (siehe auch Nachhaltigkeitsprogramm). Bedingt durch die verschiedenen abgeschlossenen und laufenden Maßnahmen konnte der Treibstoffverbrauch in 2017 um 3,0 Prozent gesenkt werden.


Treibstoffbrauch Fuhrpark
2015: 1.675,9 Tausend Liter
2016: 1.571,6 Tausend Liter (- 6,2 %)
2017: 1.525,1 Tausend Liter (- 3,0 %)

Vergleiche Bericht 2017 (Seite 69f.).

Leistungsindikator G4-EN6
Verringerung des Energieverbrauchs.

VIVAWEST unterscheidet aufgrund der jeweiligen Mengenverhältnisse zwischen dem Energieverbrauch innerhalb und außerhalb der Organisation, hat aber in beiden Fällen die kontinuierliche Senkung durch Steigerung der Energieeffizienz zum Ziel.

Außerhalb der Organisation
Im Sinne der Energiewende strebt VIVAWEST an, den Verbrauch an Heizenergie durch die Mieter zu senken. Aufgrund vielfältiger Maßnahmen – vorwiegend energetische Modernisierungen, Erneuerungen von veralteten Heizanlagen und Optimierungen bestehender Heizanlagen – konnte in den letzten Jahren der Energieverbrauch kontinuierlich gesenkt werden. Mit einem Heizenergieverbrauch von rund 163 Kilowattstunden pro Quadratmeter in 2017 wurde die Energieintensität im Vergleich zum Vorjahr um weitere 1,0 Prozent reduziert. Damit zeigt sich, dass die umgesetzten Maßnahmen, die aus der Energetischen Positionierung VIVAWEST abgeleitet wurden, greifen.

Energieverbrauch im Wohnungsbestand
Heizenergie 
2015: 1.313,9 Gigawattstunden
2016:
1.297,7 Gigawattstunden (- 1,2 %)
2017: 1.289,9 Gigawattstunden (- 0,6 %)

Zudem bietet VIVAWEST in Kooperation mit den Stadtwerken Duisburg einen grünen Spezialtarif für Ökostrom an. Mieter von VIVAWEST erhalten so günstigen Strom aus erneuerbaren Energiequellen von einem zuverlässigen Versorger mit fairen Vertragsbedingungen. Ergänzend wurde die Beschaffung des Allgemeinstroms gebündelt und auf kostengünstigeren, zertifizierten Ökostrom umgestellt.

Vergleiche Bericht 2017 (Seite 68f.).

Innerhalb der Organisation

Ausführungen zu dem Energieverbrauch innerhalb der Organisation können dem Leistungsindikator G4-EN3 entnommen werden.

Leistungsindikator G4-EN8
Gesamtwasserentnahme nach Quellen.

Wie unter DNK-Kriterium 11 beschrieben, umfasste der Frischwasserverbrauch an den Verwaltungsstandorten im Berichtsjahr 9.996 Kubikmeter und ist im Vorjahresvergleich um 3,2 Prozent gesunken. Eine standortbezogene Aufschlüsselung des Frischwasserverbrauchs steht in der aktuellsten Umwelterklärung zur Verfügung.

Frischwasserverbrauch in den Verwaltungsgebäuden
2015:   9.110 Kubikmeter
2016: 10.325 Kubikmeter (+ 13,3 %)
2017:   9.996 Kubikmeter (- 3,2 %)

Vergleiche Bericht 2017 (Seite 67) und Umwelterklärung.


Leistungsindikator G4-EN23
Gesamtgewicht des Abfalls nach Art und Entsorgungsmethode.

Das Abfallaufkommen wird nur an den Verwaltungsstandorten erfasst und betrug im Geschäftsjahr 2017 rund 167 Tonnen. Aufgrund zahlreicher Maßnahmen zur Verbesserung der Wertstofftrennung konnte das Restmüllaufkommen im Vergleich zum Vorjahr um 8,3 Prozent reduziert werden. Eine standortbezogene Aufschlüsselung des Restabfallaufkommens kann der aktuellsten Umwelterklärung entnommen werden. Die Menge der produktionsbedingten Abfälle im Segment Immobiliendienstleistungen, welche jedoch auftragsbedingt hohen Schwankungen unterliegen kann, betrug im Berichtsjahr rund 9.872 Tonnen. Das Abfallaufkommen auf den Baustellen wird nicht digital erfasst und kann deshalb nicht ausgewertet werden.

Abfallaufkommen der Verwaltungsgebäude

2015
Abfallaufkommen gesamt: 219,9 Tonnen
davon Restmüll:                       71,2 Tonnen
davon Papier:                        121,1 Tonnen
davon Verpackungen:             18,3 Tonnen
davon Biotonne:                        9,3 Tonnen

2016
Abfallaufkommen gesamt: 260,7 Tonnen (+ 18,6 %)
davon Restmüll:                       69,9 Tonnen (- 1,8 %)
davon Papier:                        139,1 Tonnen (+ 14,9 %)
davon Verpackungen:             42,4 Tonnen (+ 131,7 %)
davon Biotonne:                        9,3 Tonnen (0,0 %)


2017
Abfallaufkommen gesamt: 166,7 Tonnen (- 36,1 %)
davon Restmüll:                       64,1 Tonnen (- 8,3 %)
davon Papier:                          80,6 Tonnen (- 42,1 %)
davon Verpackungen:             12,7 Tonnen (- 70,0 %)
davon Biotonne:                        9,3 Tonnen (0,0 %)

Im Wohnungsbestand werden unterschiedliche Maßnahmen zur Verminderung des Abfallaufkommens von VIVAWEST durchgeführt. Hierzu zählen vor allem die systematische Aufklärung von Mietern und das konsequente Trennen der Abfälle. Darüber hinaus erprobt VIVAWEST den Einsatz von Unter- bzw. Niederfluranlagen. Jüngst wurden insgesamt 300 Halbflurbehälter im VIVAWEST-Quartier an der Grabenstraße in Duisburg-Aldenrade eingebaut. Das Müllvolumen in den Wohnungsbeständen wird allerdings nicht erfasst, sodass Entwicklungen quantitativ nicht untermauert werden können.

Vergleiche Bericht 2017 (Seite 68) und Umwelterklärung.