Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator GRI SRS-301-1: Eingesetzte Materialien
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht oder -volumen der Materialien, die zur Herstellung und Verpackung der wichtigsten Produkte und Dienstleistungen der Organisation während des Berichtszeitraums verwendet wurden, nach:
i. eingesetzten nicht erneuerbaren Materialien;
ii. eingesetzten erneuerbaren Materialien.

Als Dienstleistungsunternehmen verbraucht Interseroh selbst vergleichsweise wenige Rohstoffe, nennenswerte Mengen entstehen vor allem in den Bereichen Druckerpapier und Reinigungsmittel. Die Verbrauchsmengen beider Materialgruppen werden stark durch die geschäftliche Entwicklung bestimmt.

Druckerpapier ist vor allem in den verwaltenden Standorten im Einsatz. Im Jahr 2018 belief sich der Verbrauch auf 27.222 Kilogramm (2017: 27.468 Kilogramm). Um den Verbrauch zu verringern, sensibilisiert Interseroh seine Mitarbeiter für einen sparsamen Umgang und weitet das elektronische Rechnungswesen stetig aus. Mit dem gegenläufigen Effekt durch Geschäftsausweitung führte dies im Vergleich zum Vorjahr zu einer Verringerung um 0,9 Prozent. Für das Jahr 2019 ist an allen Standorten eine Umstellung auf Recycling-Papier geplant.

Reinigungsmittel werden hingegen primär an operativen Standorten genutzt. Die mit Abstand größte Menge wird in den Waschdepots der INTERSEROH Pool-System GmbH im Waschprozess der Mehrweg-Transportverpackungen eingesetzt. Hier konnte die Menge im Jahr 2018 gegenüber dem Vorjahr durch Anpassung der Konzentration gesenkt werden. Insgesamt wurden 2018 an allen Standorten 189.545 Liter Reinigungsmittel eingesetzt. Gegenüber 2017 mit 213.390 Litern entspricht dies einem Rückgang von über 11,2 Prozent.

Leistungsindikator GRI SRS-302-1: Energieverbrauch
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus nicht erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

b. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

c. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen den gesamten:
i. Stromverbrauch
ii. Heizenergieverbrauch
iii. Kühlenergieverbrauch
iv. Dampfverbrauch

d. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen die/den gesamte(n):
i. verkauften Strom
ii. verkaufte Heizungsenergie
iii. verkaufte Kühlenergie
iv. verkauften Dampf

e. Gesamten Energieverbrauch innerhalb der Organisation in Joule oder deren Vielfachen.

f. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

g. Quelle für die verwendeten Umrechnungsfaktoren.

Im Jahr 2018 lag der Gesamtenergieverbrauch bei 66.366 Megawattstunden (MWh) und damit 1.386 MWh über dem Vorjahr mit 64.980 MWh. Das entspricht einer Steigerung von 2,1 Prozent. Der Mehrverbrauch wurde maßgeblich durch eine Produktionssteigerung des energieintensivsten Standorts in Eisenhüttenstadt verursacht. An diesem Standort allein wurden 2.103 MWh mehr verbraucht als im Vorjahr. Die für Interseroh relevanten Energieträger teilen sich in Gas, Diesel, Heizöl, Strom und Fernwärme auf. Bisher wurde der Verbrauch fast ausschließlich mit Energie aus fossilen Energiequellen gedeckt. Seit 2016 bezieht der vergleichsweise kleine Standort Wien Grünstrom. Der Verbrauch belief sich 2018 auf 24.706 kWh. Im Rahmen der Klimastrategie wurde der Bezug des Standorts Köln und der Sortieranlage in Walldürn ab 2019 ebenfalls auf Grünstrom umgestellt.

Energieverbrauch aus fossilen Energiequellen (in MWh)1
  2016 2017 2018
Gesamt 69.433 64.959 66.342
Diesel 13.505 13.807 14.302
Gas 8.142 7.516 6.596
Heizöl 976 591 514
Strom 44.823 41.830 44.145
Fernwärme 1.987 1.214 785

1Aufgrund von Rundung können sich bei Summenbildung geringfügige Abweichungen ergeben; Quellen: Die Angaben zum jeweiligen Energieverbrauch beruhen auf Messungen an den Standorten, Rechnungen der Lieferanten und, falls keine Abrechnung verfügbar ist, auf qualifizierten Schätzungen. Aus Gründen der Datenerfassung werden die Mengen in Megawattstunden (MWh) angegeben. Für die Angaben wurden die üblichen Umrechnungsfaktoren entsprechend öffentlich verfügbaren Quellen verwendet.

Verbrauch nach Energieträgern 2018

Diesel 21,6%
Gas 9,9%
Heizöl 0,8%
Strom 66,5%
Fernwärme 1,2%

 

Leistungsindikator GRI SRS-302-4: Verringerung des Energieverbrauchs
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Verringerung des Energieverbrauchs, die als direkte Folge von Initiativen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz erreicht wurde, in Joule oder deren Vielfachen.

b. Die in die Verringerung einbezogenen Energiearten: Kraftstoff, elektrischer Strom, Heizung, Kühlung, Dampf oder alle.

c. Die Grundlage für die Berechnung der Verringerung des Energieverbrauchs wie Basisjahr oder Basis/Referenz, sowie die Gründe für diese Wahl.

d. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Im langjährigen Vergleich konnte der Gesamtenergieverbrauch seit 2014 (ca. 73.603 MWh) auf 66.366 MWh im Jahr 2018 gesenkt werden. Das entspricht einer Reduktion von rund 9,8 Prozent. Eine Ausnahme stellt das Jahr 2017 dar: Aufgrund einer geplanten Produktionsverringerung um ca. 20 Prozent im energieintensiven Kunststoff-Recyclingwerk in Eisenhüttenstadt lag der Gesamtenergieverbrauch 1.386 MWh unter dem des Jahres 2018. Interseroh optimiert weiter seine Prozesse und berücksichtigt die Energieeffizienz bei Neubeschaffungen bzw. dem Austausch von Aggregaten. Verfahrensanweisungen und Checklisten für den Anlagenstillstand umfassen alle abzuschaltenden Aggregate und tragen zur Reduktion der Anlagenverbräuche bei. Weitere Maßnahmen umfassen unter anderem den Einbau hocheffizienter Druckluftaggregate mit intelligenter übergeordneter Steuerung mittels Kompressoren, den Tausch von Leuchtstoffröhren gegen LEDs und den Einsatz von Präsenzmeldern. Durch diese und weitere Maßnahmen soll der Energiebedarf weiter gesenkt werden.

Verringerung des Energieverbrauchs
  2016 2017 2018
Absoluter Energieverbrauch (in MWh) 69.444 64.980 66.366

Leistungsindikator GRI SRS-303-3: Wasserentnahme
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamte Wasserentnahme aus allen Bereichen in Megalitern sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten.

b. Gesamte Wasserentnahme in Megalitern aus allen Bereichen mit Wasserstress sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten sowie eine Aufschlüsselung des Gesamtvolumens nach den in i-iv aufgeführten Entnahmequellen.

c. Eine Aufschlüsselung der gesamten Wasserentnahme aus jeder der in den Angaben 303-3-a und 303-3-b aufgeführten Quellen in Megalitern nach den folgenden Kategorien:
i. Süßwasser (≤1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (Total Dissolved Solids (TDS)));
ii. anderes Wasser (>1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (TDS)).

d. Gegebenenfalls erforderlicher Kontext dazu, wie die Daten zusammengestellt wurden, z. B. Standards, Methoden und Annahmen.

Im Jahr 2018 verbrauchte Interseroh 129.365 m3 Wasser. Der Großteil davon entfällt auf den Produktionsstandort Eisenhüttenstadt, 2018 wurden dort 51.145 m3 verbraucht. Um den Wasserverbrauch möglichst gering zu halten, wird das gesamte genutzte Brauchwasser mehrfach im Kreislauf geführt. Pro Stunde werden dadurch 70 m3 Frischwasser durch rückgewonnenes Wasser ersetzt. Für das Berichtsjahr 2018 entspricht dies rechnerisch einer Menge von 403.200 m3 wiederverwendetem Wasser.

Gesamtwasserentnahme
  2016 2017 2018
Absoluter Wasserverbrauch (in m3) 106.550  99.055   129.365


Interseroh bezieht Wasser über kommunale und private Versorger. Eine Entnahme aus anderen Quellen (zum Beispiel eigene Brunnen) erfolgt nicht.

Leistungsindikator GRI SRS-306-2: Abfall
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht des gefährlichen Abfalls, gegebenenfalls mit einer Aufschlüsselung nach folgenden Entsorgungsverfahren:
i. Wiederverwendung
ii. Recycling
iii. Kompostierung
iv. Rückgewinnung, einschließlich Energierückgewinnung
v. Müllverbrennung (Massenverbrennung)
vi. Salzabwasserversenkung
vii. Mülldeponie
viii. Lagerung am Standort
ix. Sonstige (von der Organisation anzugeben)

b. Gesamtgewicht ungefährlicher Abfälle, gegebenenfalls mit einer Aufschlüsselung nach folgenden Entsorgungsverfahren:
i. Wiederverwendung
ii. Recycling
iii. Kompostierung
iv. Rückgewinnung, einschließlich Energierückgewinnung
v. Müllverbrennung (Massenverbrennung)
vi. Salzabwasserversenkung
vii. Mülldeponie
iii. Lagerung am Standort
ix. Sonstige (von der Organisation anzugeben)

c. Wie die Abfallentsorgungsmethode bestimmt wurde:
i. Direkt von der Organisation entsorgt oder anderweitig direkt bestätigt
ii. Vom Entsorgungsdienstleister zur Verfügung gestellte Informationen
iii. Organisatorische Standardmethoden des Entsorgungsdienstleisters

Im Jahr 2018 sind an den Standorten von Interseroh 1.108 Tonnen Abfall angefallen. Das sind 7,6 Prozent weniger als im Vorjahr mit 1.199 Tonnen. Dieser nicht vermeidbare Abfall wird getrennt gesammelt, um ihn ordnungsgemäß einer Verwertung zuzuführen. Neben der getrennten Erfassung von Papier am jeweiligen Arbeitsplatz werden an zentralen Orten Verpackungen, Bioabfall und Restabfall separat erfasst. Gefährliche Abfälle entstehen an den Interseroh Standorten nur in Kleinstmengen und werden separat entsorgt. Am Hauptsitz in Köln werden zudem Batterien, Tonerkartuschen, Mobiltelefone (mit gesicherten Akkus und gelöschten Daten) und Energiesparlampen bzw. Leuchtstoffröhren getrennt gesammelt.

Abfall nach Entsorgungsmethode
(in Tonnen) 2016 2017 2018
Bioabfälle 21 22 23
Abfall zum Recycling 630 599 563
Abfall zur Beseitigung/Verwertung 515 577 522
Gesamtaufkommen an Abfall 1.166 1.199 1.108 

Entsorgungsmethoden 2018  
Bioabfälle 2,0%
Abfall zum Recycling 50,9%
Abfall zur Beseitigung/Verwertung 47,1%
Erheblicher Austritt schädlicher Substanzen (GRI 306-3:) und Transport von gefährlichem Abfall (GRI 306-4:)
Erheblicher Austritt schädlicher Substanzen GRI 306-3: 
Gefährliche Abfälle entstehen an den Interseroh Standorten nur in Kleinstmengen und werden separat entsorgt. Am Hauptsitz in Köln werden zudem Batterien, Tonerkartuschen, Mobiltelefone (mit gesicherten Akkus und gelöschten Daten) und Energiesparlampen bzw. Leuchtstoffröhren getrennt gesammelt. Im Jahr 2018 sind an den Interseroh Standorten keinerlei schädliche Substanzen, Gefahrstoffe und Ähnliches freigesetzt worden.

Transport von gefährlichem Abfall GRI 306-4: 
Interseroh übernimmt für Teile seiner Kunden den Transport gefährlicher Abfälle. Dabei setzt das Unternehmen speziell geschultes Personal ein und beachtet alle Sicherheitsvorgaben zu den relevanten Materialien. Für SIMPLi RETURN beispielsweise organisiert Interseroh den Transport von Lithium-Ionen-Batterien zu Recyclinganlagen. Die Kleinmengenlogistik KML kümmert sich um den Transport von Kleinbatterien (GRS) und Elektroschrott. In den Produktionsverfahren bei Interseroh entstehen darüber hinaus keine gefährlichen Abfälle und somit keine Transporte.