Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator GRI SRS-301-1: Eingesetzte Materialien
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht oder -volumen der Materialien, die zur Herstellung und Verpackung der wichtigsten Produkte und Dienstleistungen der Organisation während des Berichtszeitraums verwendet wurden, nach:
i. eingesetzten nicht erneuerbaren Materialien;
ii. eingesetzten erneuerbaren Materialien.

Im Geschäftsjahr 2019 wurde zum ersten Mal der gesamte Papierverbrauch von F&W ermittelt. Dabei wurde für 2019 ein Papierverbrauch von 23,7 t festgestellt. Der Anteil Recyclingpapier am Gesamtpapierverbrauch lag bei 71 %.   

Im Geschäftsjahr 2020 wurde ein Mehrverbrauch von 9,3 % auf 25,9 t Papier verzeichnet. Der Anteil Recyclingpapier am Gesamtpapierverbrauch erhöhte sich ebenfalls um 15 Prozentpunkte auf 86 %.  


Abbildung 5: Papierverbrauch 2019 zu 2020 in Tonnen [t]   

Von 2019 zu 2020 wurde ein Mehrverbrauch erkannt, dem die Maßnahme „doppelseitiges Drucken“ mit einem Einsparpotential von 5,64 t CO2e entgegenwirken soll. Zusätzlich wird an der Digitalisierung von papiergebundenen Prozessen gearbeitet.   

Gemeinsam mit anderen städtischen Töchtern wurde 2020 eine Arbeitsgruppe gegründet, deren Ziel u. a. die Berücksichtigung der grauen Energie bei strategischen Entscheidungen bezüglich Sanierung, Abriss und Neubau ist.

Leistungsindikator GRI SRS-302-1: Energieverbrauch
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus nicht erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

b. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

c. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen den gesamten:
i. Stromverbrauch
ii. Heizenergieverbrauch
iii. Kühlenergieverbrauch
iv. Dampfverbrauch

d. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen die/den gesamte(n):
i. verkauften Strom
ii. verkaufte Heizungsenergie
iii. verkaufte Kühlenergie
iv. verkauften Dampf

e. Gesamten Energieverbrauch innerhalb der Organisation in Joule oder deren Vielfachen.

f. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

g. Quelle für die verwendeten Umrechnungsfaktoren.

Das Basisjahr der Datenerhebung für die betrachteten Kategorien ist das Geschäftsjahr 2019.     

Fuhrpark
In der Abbildung 6 ist zu sehen, wie viele Kilometer je Treibstoffart 2019 und 2020 gefahren wurden. An den Gesamtkilometern hat im Jahr 2020 das Handwerkerteam von F&W einen Anteil von 37 %, die übrigen Kilometer wurden von Mitarbeitenden in den Einrichtungen (44 %) sowie in der Zentrale (19 %) verursacht.  
 

Abbildung 6: Gefahrene Kilometer 2019 zu 2020 in Kilometer aufgeteilt nach Treibstoffart   

Im Jahr 2020 wurden wie in Vorjahren keine Flugverbindungen von F&W-Mitarbeitenden dienstlich genutzt, so dass F&W keine Emissionen durch Flüge verursacht hat.    Die Bahnfahrten bei F&W lagen im Jahr 2019 bei 20.572 km, im Jahr 2020 hingegen pandemiebedingt bei 5.352 km. Zudem wurden 2019 121.635 km und 2020 90.234 km mit privaten Pkw als Dienstfahrt zurückgelegt.

Energieverbrauch
Der Prozess der Datenerfassung im Zusammenhang mit der Erstellung der Energiebilanz 2019 gestaltet sich wie folgt: Zunächst werden die Energiedaten bei den Versorgern oder, bei gemieteten Objekten, bei den Vermietern abgefragt. Diese Daten werden vor dem Hintergrund zweier Kriterien bereinigt:   
  1. Kriterium „Transparenz“: Haben wir Verbrauchsdaten vorliegen?
  2. Kriterium „Steuerungsmöglichkeiten“: Verantworten wir den Betrieb und haben wir die Möglichkeit, die Energieverbräuche zu steuern? 

In diesem Zusammenhang wurden beispielsweise die Einrichtungen der Erstaufnahmen mangels Daten nicht bilanziert, sondern das Ziel gesetzt, die Transparenz der Verbrauchsdaten dieser Einrichtungen zu verbessern. In den Systemgrenzen enthalten sind alle 137 Unterkünfte von F&W, dazu zählen die der öffentlich-rechtlichen Unterbringung sowie Verwaltungsgebäude, Gebäude des Geschäftsbereichs Begleitung und Teilhabe und Übernachtungsstätten, z. B. das Winternotprogramm. Im Bereich der Vermietung sind ausschließlich die Verbräuche der Verwaltungen enthalten. Des Weiteren wurden folgende Key Performance Indicators (KPIs) zur Hochrechnung fehlender Energieverbräuche innerhalb der Systemgrenzen und perspektivisch zur Verfolgung des gesetzten Klimaziels festgelegt:   
Datenqualität: Innerhalb der Systemgrenzen wurden 99 % der Stromverbräuche und 96 % der Wärmeverbräuche sowie 93 % der Wasserverbräuche gemessen. Die übrigen Verbräuche wurden hochgerechnet.   

Der Energieverbrauch 2019 im Unternehmen gliedert sich wie folgt:   


Tabelle 2: Energieverbräuche 2019 in kWh 
Ökostrom 24.670.591  
Graustrom 2.178.312
Gas 67.857.452  
Fernwärme 29.984.415  
Flüssiggas 1.744.656  
Heizöl 5.416.945  
BHKW 8.580.721  
Strom für Wärme 3.518.933
 
Zusätzlich zu den hier genannten Energieverbräuchen wird über das extern betriebene Rechenzentrum jährlich ein Verbrauch von rund 43.000 kWh induziert. Der Strom für das Rechenzentrum stammt zu 100 % aus Ökostrom.

Leistungsindikator GRI SRS-302-4: Verringerung des Energieverbrauchs
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Verringerung des Energieverbrauchs, die als direkte Folge von Initiativen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz erreicht wurde, in Joule oder deren Vielfachen.

b. Die in die Verringerung einbezogenen Energiearten: Kraftstoff, elektrischer Strom, Heizung, Kühlung, Dampf oder alle.

c. Die Grundlage für die Berechnung der Verringerung des Energieverbrauchs wie Basisjahr oder Basis/Referenz, sowie die Gründe für diese Wahl.

d. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Das Basisjahr der Klimabilanz ist 2019, da das Energiemanagement und das Klimaschutzmanagement in 2020 in dieser Form erst geschaffen wurden. Dementsprechend kann zum aktuellen Zeitpunkt noch keine Angabe über eine Verringerung des Energieverbrauchs gemacht werden. In der Klimabilanz 2019 wurde mit der Methodik der Hochrechnung (siehe auch Kriterium 12) gearbeitet, außerdem wurden folgende Rechenprogramme verwendet: Datenbank E59 Solardata sowie für die Auswertungen der Energiedaten Microsoft Excel.

Leistungsindikator GRI SRS-303-3: Wasserentnahme
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamte Wasserentnahme aus allen Bereichen in Megalitern sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten.

b. Gesamte Wasserentnahme in Megalitern aus allen Bereichen mit Wasserstress sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten sowie eine Aufschlüsselung des Gesamtvolumens nach den in i-iv aufgeführten Entnahmequellen.

c. Eine Aufschlüsselung der gesamten Wasserentnahme aus jeder der in den Angaben 303-3-a und 303-3-b aufgeführten Quellen in Megalitern nach den folgenden Kategorien:
i. Süßwasser (≤1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (Total Dissolved Solids (TDS)));
ii. anderes Wasser (>1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (TDS)).

d. Gegebenenfalls erforderlicher Kontext dazu, wie die Daten zusammengestellt wurden, z. B. Standards, Methoden und Annahmen.

Der Wasserverbrauch von F&W innerhalb der Systemgrenze lag im Jahr 2019 bei 1.525.991 m³. Durch die Bautätigkeit verbrauchtes Wasser wird aktuell nicht berücksichtigt.

Leistungsindikator GRI SRS-306-2: Abfall
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht des gefährlichen Abfalls, gegebenenfalls mit einer Aufschlüsselung nach folgenden Entsorgungsverfahren:
i. Wiederverwendung
ii. Recycling
iii. Kompostierung
iv. Rückgewinnung, einschließlich Energierückgewinnung
v. Müllverbrennung (Massenverbrennung)
vi. Salzabwasserversenkung
vii. Mülldeponie
viii. Lagerung am Standort
ix. Sonstige (von der Organisation anzugeben)

b. Gesamtgewicht ungefährlicher Abfälle, gegebenenfalls mit einer Aufschlüsselung nach folgenden Entsorgungsverfahren:
i. Wiederverwendung
ii. Recycling
iii. Kompostierung
iv. Rückgewinnung, einschließlich Energierückgewinnung
v. Müllverbrennung (Massenverbrennung)
vi. Salzabwasserversenkung
vii. Mülldeponie
iii. Lagerung am Standort
ix. Sonstige (von der Organisation anzugeben)

c. Wie die Abfallentsorgungsmethode bestimmt wurde:
i. Direkt von der Organisation entsorgt oder anderweitig direkt bestätigt
ii. Vom Entsorgungsdienstleister zur Verfügung gestellte Informationen
iii. Organisatorische Standardmethoden des Entsorgungsdienstleisters

Die Abfälle, die in den Verwaltungsgebäuden sowie den Einrichtungen von F&W entstehen, werden von kommunalen Versorgungsunternehmen und zertifizierten Entsorgungsfirmen fachgerecht entsorgt.   

F&W erhält die Abfalldaten über die Stadtreinigung Hamburg. An 30 Standorten wird Abfall nicht von der Stadtreinigung entsorgt, sondern über die Vermieter. Entsprechend wurde in der Auswertung hochgerechnet.       


Abbildung 7: Anteil der jeweiligen Abfallart an Gesamtabfall in Prozent [%] im Jahr 2020


2020 lag die Gesamtmenge „Abfall“ bei 111.836.833 Litern. Davon fielen 1.391.983 Liter auf Bioabfall, 9.192.136 Liter auf Papierabfall und 101.252.714 Liter auf Restabfall. Hierbei ist zu beachten, dass die Abfallmengen, abweichend zu den Systemgrenzen der Energiedaten, auch die der Vermietung beinhalten.   

2020 wurde für den Bereich „Abfall“ folgender KPI (Key Performance Indicator) ermittelt: Restmüll-Volumen pro Bewohner/Platz und Jahr: 46.