Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator GRI SRS-301-1: Eingesetzte Materialien
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht oder -volumen der Materialien, die zur Herstellung und Verpackung der wichtigsten Produkte und Dienstleistungen der Organisation während des Berichtszeitraums verwendet wurden, nach:
i. eingesetzten nicht erneuerbaren Materialien;
ii. eingesetzten erneuerbaren Materialien.

Die Sparda-Bank München eG ist ein Finanzdienstleistungsunternehmen. Die Materialien, welche die Bank einsetzt, begrenzen sich folglich auf die zur Aufrechterhaltung des Bankbetriebs eingekauften Rohwaren und Produkte. Der Verbrauch von Papierprodukten ist hier einer der größten Faktoren und machte im Berichtsjahr 2018 mit rund 57.000 kg 2,6 Prozent anteilig an der Gesamt-CO2-Bilanz der Bank aus. Diese setzten sich zusammen aus 3.000 kg Frischfaser- und 54.000 kg Recycling-Papier. Weitere ca. 15.630 kg* fallen durch die von der Bank beauftragten Druckerzeugnisse an, diese werden jedoch schon im Druckprozess über den Zukauf von Klimazertifikaten direkt klimaneutral gestellt und fließen damit nicht unmittelbar in die CO2-Bilanz der Sparda-Bank München eG ein.   

*Im Rahmen der Zusammenarbeit mit Climatepartner wurde das Gewicht der klimaneutralen Druckerzeugnisse neu berechnet. Im letzten DNK-Bericht wurde für das Jahr 2016 in Wert von ca. 62.077 kg klimaneutralgestellter Druckerzeugnisse angegeben, für das Jahr 2017 belief sich der berichtete Wert auf 61.282 kg. Nach den Neuberechnungen sinken die Werte auf 25.659 kg für 2016, 18.615 kg für 2017 und 15.628 kg für 2018.

Leistungsindikator GRI SRS-302-1: Energieverbrauch
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus nicht erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

b. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

c. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen den gesamten:
i. Stromverbrauch
ii. Heizenergieverbrauch
iii. Kühlenergieverbrauch
iv. Dampfverbrauch

d. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen die/den gesamte(n):
i. verkauften Strom
ii. verkaufte Heizungsenergie
iii. verkaufte Kühlenergie
iv. verkauften Dampf

e. Gesamten Energieverbrauch innerhalb der Organisation in Joule oder deren Vielfachen.

f. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

g. Quelle für die verwendeten Umrechnungsfaktoren.

Der Stromverbrauch lag im Jahr 2017 bei insgesamt 2.189.213 kWh. Die exakten Werte für das Jahr 2018 liegen noch nicht vor. Es wird zum Zeitpunkt der Berichtserstellung für das Berichtsjahr 2018 von einem Energieverbrauch von 2.250.000 kWh ausgegangen, was einer leichten Erhöhung um 2,8 Prozent entspräche.  

Die Sparda-Bank München eG bezieht bereits seit 2015 zu 100 Prozent Ökostrom.  

Seit 2013 erstellt die Sparda-Bank München eG eine CO2-Bilanz nach dem GHG-Protocol. Die konkreten Verbräuche mit Vergleich zum Vorjahr sind entsprechend der Anforderungen des GHG-Protocols in den Leistungsindikatoren zu Kriterium 13 näher aufgeschlüsselt. Für das Berichtsjahr Jahr 2017 (CO2-Bilanz erscheint in 2019) wurden neue Emissionsfaktoren auf Basis neuer Ökobilanzdatenbanken zur Berechnung der CO2-Äquivalente eingeführt. Bis einschließlich 2016 wurden die Defra-Standards zur Berechnung der CO2-Äquivalente herangezogen. Ab 2017 werden Faktoren aus den Datenbanken „ecoinvent“ und „GEMIS“ verwendet. Gründe hierfür sind eine verbesserte wissenschaftliche Grundlage sowie der bessere zeitliche und räumliche Bezug dieser neuen Faktoren zur Sparda-Bank München eG.

Leistungsindikator GRI SRS-302-4: Verringerung des Energieverbrauchs
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Verringerung des Energieverbrauchs, die als direkte Folge von Initiativen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz erreicht wurde, in Joule oder deren Vielfachen.

b. Die in die Verringerung einbezogenen Energiearten: Kraftstoff, elektrischer Strom, Heizung, Kühlung, Dampf oder alle.

c. Die Grundlage für die Berechnung der Verringerung des Energieverbrauchs wie Basisjahr oder Basis/Referenz, sowie die Gründe für diese Wahl.

d. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Der Stromverbrauch der Sparda-Bank München eG hat sich von 2015 auf 2016 um 0,52 Prozent verringert. Für 2017 wurde im letzten Bericht ein Wert von 2.213.894 kWh erwartet, was einer Veränderung von –4,5 Prozent entsprochen hätte. Tatsächlich lag der Stromverbrauch für das Jahr 2017 bei 2.189.213 kWh, was sogar einer noch größeren Reduktion um –5,5 Prozent entspricht. Für das Jahr 2018 wird ein Stromverbrauch von 2.250.000 kWh erwartet. Dieser Wert ist unter anderem durch die deutlich höheren Verbräuche in den Geschäftsstellen begründet, verursacht durch die langen Laufzeiten der Klimaanlagen aufgrund des heißen und langen Sommers 2018. Wie bereits unter vorangehendem Leistungsindikator erläutert, bezieht die Bank zu 100 Prozent Ökostrom.  

Weitere konkrete Energieverbräuche (zum Beispiel Heizöl leicht, Kühlmittel) mit Vergleich zum Vorjahr sind entsprechend der Anforderungen des GHG-Protocols in den Leistungsindikatoren zu Kriterium 13 näher aufgeschlüsselt.

Leistungsindikator GRI SRS-303-3: Wasserentnahme
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamte Wasserentnahme aus allen Bereichen in Megalitern sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten.

b. Gesamte Wasserentnahme in Megalitern aus allen Bereichen mit Wasserstress sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser;
ii. Grundwasser;
iii. Meerwasser;
iv. produziertes Wasser;
v. Wasser von Dritten sowie eine Aufschlüsselung des Gesamtvolumens nach den in i-iv aufgeführten Entnahmequellen.

c. Eine Aufschlüsselung der gesamten Wasserentnahme aus jeder der in den Angaben 303-3-a und 303-3-b aufgeführten Quellen in Megalitern nach den folgenden Kategorien:
i. Süßwasser (≤1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (Total Dissolved Solids (TDS)));
ii. anderes Wasser (>1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (TDS)).

d. Gegebenenfalls erforderlicher Kontext dazu, wie die Daten zusammengestellt wurden, z. B. Standards, Methoden und Annahmen.

Es wird die Gesamtwasserentnahme berichtet, die sich zusammensetzt aus den Werten der Geschäftsstellen und der Zentrale der Sparda-Bank München eG. Die Ressource Wasser (Wasser und Abwasser) wurde im Jahr 2015 mit 12.280 cbm (= 12,28 Megaliter) in Anspruch genommen. Das entspricht einem CO2-Äquivalent von 6,5 t. Dieser Wert macht anteilig an der Gesamt-CO2-Bilanz des Unternehmens weniger als 0,5 Prozent aus. Für die Jahre 2016 und 2017 wurde der Wasserbrauch im letzten DNK-Bericht daher hochgerechnet. Es wurde für das Jahr 2016 von einer Gesamtwasserentnahme von 12.001 cbm (= 12,0 Megaliter) ausgegangen, für das Berichtsjahr 2017 wurde folglich ein Wert von 11.465 cbm (=11,47 Megaliter) erwartet. Tatsächlich lag der Wert bei 11.694 cbm (=11,7 Megaliter) , sodass für 2018 ein Wert von 12.200 cbm (=12,2 Megaliter) erwartet wird. Das Wasser entstammt dem herkömmlichen (Süß- bzw. Trink-)Wassernetz der Gemeinden, in denen die Geschäftsstellen und die Zentrale der Sparda-Bank München eG jeweils lokalisiert sind. Diese Entnahmequellen sind nach dem Kenntnisstand der Sparda-Bank München eG nicht von Wasserstress betroffen.

Leistungsindikator GRI SRS-306-3 (2020): Angefallener Abfall
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht des anfallenden Abfalls in metrischen Tonnen sowie eine Aufschlüsselung dieser Summe nach Zusammensetzung des Abfalls.

b. Kontextbezogene Informationen, die für das Verständnis der Daten und der Art, wie die Daten zusammengestellt wurden, erforderlich sind.

Die Tabelle zeigt Gewicht und Art des Abfalls, den die Sparda-Bank München eG 2017 und 2018 produziert hat. Insgesamt entspricht der Anteil des Abfalls weniger als einem Prozent an der Gesamt-CO2-Bilanz des Unternehmens, weshalb hier auf Basis der Vorjahreswerte teilweise Hochrechnungen der zuständigen Fachabteilungen für das Jahr 2018 angegeben werden.  

Die Entsorgung der einzelnen aufgeführten Abfallkomponenten erfolgt professionell und standardgemäß durch die beauftragten Dienstleistungsunternehmen, welche die Abfälle abholen und fachgerecht verwerten oder recyceln.  

Emissionsquelle Entsorgung durch Einheit Abfall 2017 Abfall 2018 Veränderung
Papier Rhenus-Datalösch Tonnen 6,2 2,8 -55,2 %*
Papier Akten- und Datenvernichtung vor Ort – Datalösch Kubikmeter 129,5 118,1 -8,8 %*
Papier Remondis-Mischpapier Tonnen 22,8 24,0 5,1 %
Styropor Remondis Kubikmeter 9,0 11,0 22,2 %
Mischglas Remondis Kubikmeter 3,1 3,0 3,9 %
Sperrmüll Remondis Tonnen 1,4 2,4 69,1 %
Elektroschrott Weißer Rabe Tonnen 2,1 1,3 -39,8 %
Restmüll Städtische/ kommunale Abfallwirtschaftsbetriebe Kubikmeter 111,7 110 (Hochrechnung) -1,5 %
Wertstoffe Städtische/ kommunale Abfallwirtschaftsbetriebe Kubikmeter 24,1 25,0 (Hochrechnung) 3,7 %
Biomüll Städtische/ kommunale Abfallwirtschaftsbetriebe Kubikmeter 20,5 20,0 (Hochrechnung) -2,3 %
 
Hinweis: Die Angaben zum Papierabfall (Rhenus-Datalösch und Remondis-Mischpapier) sind nicht vergleichbar mit den Abfallangaben aus dem DNK-Bericht 2017. Grund hierfür ist die Umstellung der berichteten Einheit: Im DNK-Bericht 2017 wurden diese Abfälle in Kubikmeter angegeben, ab dem Berichtsjahr 2018 erfolgt die Angabe in Tonnen. Die Abweichungen der für 2018 berichteten Werte bezüglich Papier (Aktenvernichtung vor Ort), Mischglas, Sperrmüll und Elektroschrott sind darauf zurückzuführen, dass im letzten DNK-Bericht Abfallkennzahlen auf Basis teilweise veralteter Werte aus den Vorjahren hochgerechnet wurden. Für das Berichtsjahr 2018 wurden zur Berechnung der Abfallkennzahlen die aktuellsten Abrechnungsbelege zu Grunde gelegt.  

*Aufgrund einer routinemäßigen Prüfung durch die Bankenaufsicht wurde in 2018 weniger Material im Papierbereich vernichtet.
Die Sparda-Bank München eG veröffentlicht ihr Umwelt-Engagement
Das Umwelt-Engagement der Sparda-Bank München eG ist sowohl auf https://www.sparda-m.de/genossenschaftsbank-umwelt-und-klimaschutz/ als auch auf https://www.zum-wohl-aller.de/modell-mit-zukunft.html beschrieben.