12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

UNSERE ZENTRALE RESSOURCE

Neben dem Verbrauch von Strom (seit vielen Jahren Ökostrom), Gas und Wasser für das Bürogebäudemanagement, verbrauchen wir vor allem die Ressource „Papier”. Dies betrifft schwer- punktmäßig die Buch- und Zeitschriftenproduktion, aber auch diverse Vermarktungselemente wie Flyer und Beilagen sowie das Büro-Papier. So wurden im Bereich der Buch- und Zeitschriftenproduktion im Jahr 2018 allein insgesamt rund 587 Tonnen Recyclingpapier verbraucht. 

Zudem achten wir vor dem Hintergrund der globalen Bedeutung auf unseren CO2-Fußabdruck, den wir stetig minimieren wollen. Dieser wird vor allem beeinflusst durch die Produktion (Papier und Druck) und den Versand unserer Bücher und Zeitschriften sowie unsere Mitarbeitermobilität (z. B. Auch die Anfahrten zum Büro und Reisetätigkeiten).

Für uns ist es zudem eine Selbstverständlichkeit, dass wir unsere Mitarbeiter im Umgang mit Abfällen dazu motivieren, Müll zu trennen. Dafür stellen wir entsprechende Müllbehälter zur Verfügung. Unsere Abfälle werden zudem von zertifizierten Entsorgungsfachbetrieben entsorgt und der Wiederaufbereitung (Recycling) zugeführt.

Folgende zentrale Ziele verfolgen wir im Bereich des Ressourcenmanagements:
  • Ressourcen- und Energieverbrauch reduzieren und Recyclingfähigkeit v. a. von Papier erhöhen (Handlungsfeld: Ressourcen)
Im Rahmen des Strategieprojektes "NWB 2022" sollen bis 2019 quantifizierbare Reduzierungsziele, vor allem für den Papierverbrauch und die CO2-Emissionen, mit Zielhorizont 2021/2022 definiert werden.

Papier

                                     

2018 haben wir insgesamt 732,73 Tonnen Papier für Teitschriften und Bücher verbraucht. 587,98 Tonnen davon waren Recyclingpapier.

NWB hat im Vergleich zum Vorjahr:
Als Fachverlag mit einer Buch- und Zeitschriftenproduktion ist Papier eine der zentralen Ressourcen für uns. Mit ihr ist ein relevantes Risiko in Bezug auf die Rodung der Wälder als Ökosystem verbunden. Zudem ist die Papierherstellung eine energie- und wasserintensive. Daher geht es für NWB strategisch vor allem um eine Reduktion des Papierverbrauchs, um so den eigenen Ressourcenfußabdruck (Rohstoffe, Energie, Wasser, CO2) seiner Produkte zu optimieren. Trotz der steigenden Digital-Angebote für unsere Kunden ist Papier nach wie vor der wichtigste Nachhaltigkeitshebel für uns als Verlag. Daher bemühen wir uns, unsere Druckauflagen so passgenau wie möglich zu planen, um den Einsatz von Ressourcen an allen Stellen der Produktionskette gering zu halten.

Seit nun einigen Jahren verwenden wir bei der Buchproduktion ein 70-80 Gramm Offset-Preprintpapier mit FSC-Zertifizierung. Diese Zertifizierung erhalten ausschließlich Papierarten, die in der Produktion neben Umweltkriterien auch die Menschenrechte sowie die Mindestarbeitsstandards in den Fabriken gewährleisten. Unsere Zeitschriften werden zudem aus 100-prozentigem Recyclingpapier mit FSC-Zertifizierung und EU Eco Label gefertigt. Die NWB Textausgaben werden ebenfalls auf 100-prozentigem Recyclingpapier, das die „Blauer Engel“-Zertifizierung trägt, gedruckt. Das „WirAusbilder Magazin“ wird auf einem Recyclingpapier aus 100 % Altpapier, das FSC-zertifiziert und mit dem EU Eco Label ausgezeichnet ist, gedruckt. Die Besonderheit bei diesem Magazin ist, dass es sowohl klimaneutral als auch mit reinen Bio-Druckfarben (mineralölfrei und ausschließlich mit Bindemitteln aus nachwachsenden Rohstoffen) produziert wird. Seit 2018 unterstützt NWB zudem die „Initiative Pro Recyclingpapier”. Ziel der Initiative ist es, den Nutzen von Recyclingpapier für den Klima- und Ressourcenschutz zu unterstreichen sowie andere Unternehmen zur Umstellung auf Recyclingpapier zu motivieren.

Die Zukunft für unsere Print-Produktionen liegt in Print-on-Demand-Prozessen, bei denen wir nur dann Titel produzieren, wenn diese auch von unseren Kunden geordert werden. Dieses haben wir bereits im Jahr 2014 mit einem Pilotprojekt getestet, unserem NWB-Rapid. Die daraus gesammelten Erfahrungen haben wir im letzten Jahr genutzt, um die Produktion unserer sieben Grundwerke auf echtes Print-on-Demand umzustellen. Dies soll mittelfristig auf unsere Digitalisierungsstrategie einzahlen, die vorsieht, Produkte – wo möglich – zu digitalisieren. Ein nächster Meilenstein ist unsere Buchproduktion – auch bei dieser besteht die Möglichkeit, beachtliche Ressourcen einzusparen. Dazu stehen die internen Abläufe und Prozesse aktuell auf dem Prüfstand und konkrete Maßnahmen sollen in 2019 ergriffen werden.

Um den internen Büropapier-Verbrauch zu reduzieren, haben wir bereits 2016 alle Drucksysteme auf Duplex-Druck umgestellt und damit 33 % unseres internen Papierverbrauchs reduziert. Intern stellen wir vielen unserer Mitarbeiter Tablets, Laptops oder Diensthandys (49 Tablets, 50 Laptops und 37 Diensthandys) zur Verfügung und ermöglichen das Arbeiten mit einem Scan-System.