12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Erneuerung und Sanierungen von Sparkasseneigenen Immobilien basieren auf Maßnahmen, die dem Stand der Technik, sprich zukunftsorientierten Vorgaben und Richtlinien entsprechen. Somit stehen aktuell im Zuge von Renovierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen insbesondere die Anpassung und Modifizierung von Beleuchtungsanlagen auf LED-Technik sowie die Erneuerung von Heiztechnik im Vordergrund.

Bisher hat die Sparkasse verschiedene Maßnahmen unter ökologischen Aspekten umgesetzt. Das 2019 durchgeführte Energieaudit (im Rahmen der EDL-G-Richtlinien) hat weitere Möglichkeiten aufgezeigt, um Energieeinsparungen zu generieren. Durch die in den vergangenen Jahren bereits durchgeführten Maßnahmen ist das ermittelte Einsparpotenzial jedoch niedrig (d. h. niedriger als 20 %) bewertet worden. Das Energieaudit wurde dem Vorstand zur Kenntnis gegeben. Die identifizierten Energieeffizienzpotentiale und Maßnahmenempfehlungen sind durch den Fachbereich zu bewerten und soweit sie praktikabel sind und ins Budget passen, bei der Planung zu berücksichtigen.  

Konkrete Verbrauchswerte für die einzelnen Energiearten werden nicht als Ziel definiert. Die Steuerung erfolgt über monetäre Werte. Der Trend zu niedrigeren Verbrauchswerten wird sich fortsetzen, da im Rahmen der Optimierung des Geschäftsstellennetzes im Jahr 2018 eine weitere Reduzierung der genutzten Flächen erfolgt ist. Die Überwachung erfolgt im Rahmen des jährlichen Energie- und Umweltberichtes sowie monetär im Rahmen der Budgetberichte.

Die Sparkasse setzt auf eine Sensibilisierung der Mitarbeiter zu einem sparsamen Verbrauch von Energie. Umweltschonende Maßnahmen wie Mülltrennung, Absenkung der Raumtemperatur und Ausschaltung von elektrischen Geräten außerhalb der Betriebszeiten sowie die Berücksichtigung moderner und energiesparender Beleuchtungstechnik, z. B. im Rahmen von Renovierungsmaßnahmen, finden in allen Geschäftsstellen und der Hauptstelle Anwendung. Ideen unserer Mitarbeiter zu umweltschonenden Maßnahmen nehmen wir gerne im Betrieblichen Vorschlagswesen auf. Werden Vorschläge zum Umweltschutz umgesetzt, erhält die vorschlagende Person eine durch einen Zuschlag erhöhte Prämie.  

Umweltfreundliches Handeln ist auch unter Reputationsgesichtspunkten immer wichtiger. Das Klimaschutzpaket der Bundesregierung lässt erkennen, dass sich unsere Produktionsweise und unser Lebensstil im Sinne des Klimaschutzes verändern sollen. Mangelndes Bewusstsein für Umweltfragen könnte mittelfristig die Reputation als Kreditinstitut bei wichtigen Kundengruppen, potentiellen Auszubildenden und Mitarbeitenden beeinträchtigen.  

Größere Investitionen zur energetischen Verbesserung der Geschäftsräume sind aufgrund der Belastungen der Sparkasse durch das Niedrigzinsumfeld zurzeit nicht geplant. Die Erstellung eines Entsorgungskonzeptes ist für 2020 von der Unternehmensleitung in Auftrag gegeben worden.

Die Sparkasse am Niederrhein versucht, die Ressourceneffizienz weiter zu verbessern:  

Um einem hohen Papierverbrauch entgegenzuwirken, sucht die Sparkasse nach Möglichkeiten, den Papierverbrauch einzudämmen. Sie bietet aktiv das elektronische Postfach für ihre Kunden an, in das Kontoauszüge und Vertragsunterlagen eingestellt werden können. Die Sparkasse hat im Berichtsjahr u. a. für die Erstellung von Verträgen 3,4 Mio. Blatt Papier verwendet. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine Einsparung von 0,3 Mio. Blatt Papier.

Durch die fortschreitende Digitalisierung der Geschäftsprozesse und zunehmende Bereitstellung von Kundeninformationen in digitaler Form konnte die Sparkasse 2019 ihren Verbrauch an Thermopapier für die Kontoauszugsdrucker um über 300.000 Blatt senken.

Beim Einkauf der für den Bankbetrieb benötigten Materialien achtet die Sparkasse am Niederrhein auf die Qualität, um Dinge möglichst lange oder intensiv nutzen zu können, auf ökologische Aspekte sowie auf die Preise. So kauft sie ein relativ leichtes Papier, das trotzdem beidseitig bedruckt werden kann.

Die Bestellung von Büromaterialien erfolgt durch die Abteilungen / Geschäftsstellen digital bei einem Dienstleister aus der Region. Mindestmengen sollen beachtet werden, um häufige Anlieferungen zu vermeiden. Produkte, bei denen besondere Umwelteigenschaften vorhanden sind, sind in dem Bestellprogramm besonders gekennzeichnet. Dies ermöglicht den Beschäftigten, Produkte unter ökologischen Gesichtspunkten zu bestellen.  

Die Bedingungen, unter denen die Waren, die die Sparkasse kauft, hergestellt werden, sind für sie nicht immer erkennbar. Mit Dienstleistern hat sie Vereinbarungen getroffen, um die Qualität der Dienstleistungen dauerhaft zu erhalten. Sie führt regelmäßig Servicegespräche mit ihren wesentlichen Dienstleistern. Über Nachhaltigkeitsthemen wird dabei situationsbezogen gesprochen.  

Zur Reduzierung von PKW-Fahrten im Nahbereich, wurden zwei E-Scooter angeschafft, die für Dienstfahrten genutzt werden können.