12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Ziel des Forschungszentrums Jülich ist es, seine Energie aus nachhaltigen Quellen zu beziehen, energieeffizient und ressourcenschonend zu arbeiten sowie die Emissionen zu senken und langfristig CO2-Neutralität zu erreichen. Dazu ist es notwendig, das Bewusstsein aller Beschäftigten für eine ressourcenschonende Arbeitsweise auf dem Campus zu schärfen und ihr Nutzerverhalten genau zu analysieren und zu beeinflussen.

Ein erster Schritt in Richtung Energiecontrolling und später in ein geplantes Energiemanagement bilden dezentrale, fernauslesbare Medienzähler, die zur automatischen Erfassung der Medien- und Energieverbräuche sowie der Erfassung von Lastprofilen dienen. Statt einer zentralen Erfassung des Stromverbrauchs an einer Lieferstelle am Campus-Rand sind bis 2014 durch den Fachbereich für Elektro- und Nachrichtentechnik rund 950 solcher fernauslesbarer Medienzähler auf dem Campus verbaut und in Betrieb genommen worden. Die ausgelesenen Daten werden in einer eigenständigen Energiemanagementsoftware erfasst und in einer Datenbank mit Zeit- und Datumsstempel archiviert. Ziel ist es durch die vollständige Integration der Medienzähler in die Energiemanagementsoftware, die Gebäudeverbräuche den Gebäudenutzern zur Sensibilisierung und Optimierung des Verbrauchsverhaltens zur Verfügung zu stellen und so mit dem zukünftig bedarfsgerechten Angebot der Energie in einem aufzubauenden Energiemanagement, Ressourcen effizienter einzusetzen.

Der zentrale Einkauf des Forschungszentrums ist grundsätzlich darauf bedacht, die verschiedenen Anforderungen  der wissenschaftlichen Institute an die zu beschaffenden Materialien zu erfüllen. Aber auch Umweltaspekte spielen beim zentralen Einkauf eine Rolle. So wird etwa darauf geachtet, energieeffiziente Geräte des täglichen Gebrauchs zu beziehen und weitgehend umweltgerechtes Papier einzusetzen. Sichtbar wird dies zum Beispiel bei der Beschaffung von IT-Systemen und Druckern/Multifunktionsgeräten.

Die Digitalisierung spielt aufgrund ihrer Einsparung an Ressourcen auch am Forschungszentrum Jülich eine bedeutende Rolle. So stehen zum Beispiel Fachzeitschriften seit 2005 den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern nur noch in elektronischer Version zur Verfügung. Außerdem ist eine steigende Anzahl von bereitgestellten Büchern in der Zentralbibliothek (ZB) ausschließlich elektronisch vorhanden.