12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Für ein Finanzinstitut ist der Bankbetrieb der wesentliche Ansatzpunkt, um ökologische Aspekte zu thematisieren. Unsere strategischen Ziele sind dabei zum einen, den Energie- und Ressourcenverbrauch im Bankbetrieb zu verringern und die CO2-Bilanz des Arbeitens zu verbessern. Zum anderen sollen die Beschäftigten für ein umweltbewusstes Verhalten am Arbeitsplatz sensibilisiert und aktiv in die Maßnahmen und deren Umsetzung einbezogen werden. Wir streben dabei ein hohes Maß an interner und externer Transparenz über unsere Umweltleistungen an.

Im Rahmen unseres Management-Ansatzes über die Balanced Scorecard und die darin enthaltene Messgröße zum Ressourcen-Management (CO2-Emissionen) haben wir im Laufe der vergangenen Jahre zur Verbesserung unserer Ressourcen-Effizienz diverse Einzelmaßnahmen beschlossen und umgesetzt.

Als Basis haben wir uns gegenüber der Landeshauptstadt Hannover und der Region Hannover in einer Vereinbarung verpflichtet, möglichst keine Treibhausgase mehr zu emittieren und den Endenergieverbrauch gegenüber dem Bezugsjahr 1990 zu halbieren. Die ursprüngliche Vereinbarung sah die Klimaneutralität für das Jahr 2050 vor. Diese Vereinbarung wurde von der Stadt auf 2035 vorgezogen. Ergänzend zu dieser Vereinbarung haben wir uns in 2020 aber entschieden, schon ab dem Jahr 2021 klimaneutral zu wirtschaften. Als ersten Schritt dazu haben wir 2020 beschlossen, ab 2021 nur noch Ökostrom und Ökogas für alle unsere Gebäude zu nutzen und bereits entsprechende Lieferverträge abgeschlossen.

Für die Festlegung von quantitativen Zielen benötigen wir eine valide und umfassende Datenbasis zu Verbräuchen. Hier bereiten wir in 2020 für 2021 die eigene Ablesung unserer Verbrauchszähler vor und etablieren so für die Zukunft einen einheitlichen und kompletten Erhebungsrhythmus zum Jahresanfang. So wollen wir eine deutliche Verbesserung der Datenqualität erreichen.

Zum Zeitpunkt der Erstellung der DNK-Erklärung waren noch nicht alle Energieverbrauchswerte für das Jahr 2020 verfügbar. Dies betrifft insbesondere die Wärmeverbräuche in den gemischt genutzten Objekten, also den Standorten, wo die Sparkasse Hannover nicht allein über einen Hauptzähler beliefert wird. Hier erfolgt die Verteilung der Energieverbräuche auf die verschiedenen Gebäudenutzer in der Regel über zusätzliche Wärmemengenzähler, die durch einen Messstellendienstleister abgelesen werden. Dieser Prozess ist zeitintensiv, da der Dienstleister erst dann mit seiner Arbeit beginnt, wenn die Abrechnung des Energielieferanten vorliegt. Einen ähnlichen Zeitverzug gibt es in Objekten, in denen die Sparkasse nur Mieter ist, da die Verbrauchswerte im Bereich Wärme zum Teil erst mit der Betriebskostenabrechnung des Vermieters zur Verfügung stehen. Für Standorte, an denen die Verbrauchswerte für 2020 noch nicht vorlagen, wurde der letzte zur Verfügung stehende Verbrauchswert eingesetzt.

Die Reduktion des Papierverbrauchs erfolgt primär über die vermehrte Digitalisierung von Arbeitsprozessen. Einen Beitrag dazu versprechen wir uns konkret durch den internen Einsatz von iPads und generell dem mobilen Arbeiten. Bei den Geschäftspapieren soll eine Reduktion erfolgen. Der Papierverbrauch ist in den vergangenen Jahren nicht wie gewünscht gesunken, was auch aus neuen Regularien und Vorschriften des Gesetzgebers und der BaFin resultiert. Das Thema bleibt nach wie vor im Fokus der Betrachtung. 

Im Zuge von Energieaudits betrachten wir in regelmäßigen Abständen ausgewählte Standorte der Sparkasse Hannover einschließlich ihrer technischen Ausrüstungen (Aufzugstechnik, Raumlufttechnik, Wärme- und Heiztechnik). In diesem Jahr waren keine Regelaudits vorgesehen. Erst im Jahr 2023 stehen neue Energieaudits an. Ergänzend wurde in 2020 ein Auditbericht für das von unserer Tochtergesellschaft MarktServices Nord GmbH genutzte Gebäude in der Hans-Böckler-Allee erstellt. Investitionsvorschläge aus der Auditierung werden geprüft und nach Möglichkeit umgesetzt.

Aber auch kleinere Ansatzpunkte werden analysiert und Maßnahmen zur Reduktion von Umweltauswirkungen eingeführt und umgesetzt. Hier geht es um den Wasserverbrauch, das Mobilitätsverhalten unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch um unseren eigenen Fuhrpark. Mit unserer im Jahr 2018 überarbeiteten Dienstwagenrichtlinie gelten bei Auslaufen bestehender Verträge deutlich klimafreundlichere Anforderungen bei der Anschaffung von Dienstwagen. Wir bestellen nur noch Hybrid- und reine Elektrofahrzeuge. Als Auswirkung der neuen Richtlinie sind 2020 weitere fünf Dienstwagen durch Plug-In-Hybridfahrzeuge und ein Dienstwagen durch ein reines Elektrofahrzeug ersetzt worden. Auch unser eigener Fuhrpark wird nach und nach klimafreundlicher ausgerichtet. Bei dienstlich erforderlichen Fahrten, bei denen öffentliche Verkehrsmittel nicht in Frage kommen, sind unsere mittlerweile drei E-Fahrzeuge sehr beliebt. Unseren Fuhrpark haben wir bereits 2019 um vier Hybridfahrzeuge ergänzt. Wir gehen davon aus, dass wir spätestens in 2022 in unserem Fahrzeugpool der dienstlich genutzten Fahrzeuge nur noch mit reinen Elektrofahrzeugen unterwegs sein werden und selbst auf Hybridtechnik verzichten können. Dafür bauen wir die Ladeinfrastruktur am Raschplatz und auch an dezentralen Standorten (in 2020 in Garbsen-Mitte) weiter aus. 

Da wir bisher keine konkreten Ziele formuliert haben, ist die Ermittlung einer Zielerreichung nicht möglich.

Aus unseren Geschäftsbeziehungen und Produkten und Dienstleistungen ergeben sich nach unserer Wahrnehmung keine wesentlichen Auswirkungen auf Ressourcen und Ökosysteme. Einen expliziten Due-Diligence-Prozess zur Identifikation von Risiken haben wir aufgrund unserer Ausrichtung auf Dienstleistungen nicht durchgeführt. Bei unseren Eigenanlagen schließen wir konkret Anlagen aus, bei denen eklatante Umweltverschmutzungen festgestellt wurden (siehe hierzu Leistungsindikator G4-FS11).