12. Ressourcenmanagement

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Die Ressourcen der Erde sind begrenzt. Um die Versorgung von Wirtschaft und Gesellschaft dauerhaft aufrechtzuerhalten, ist es eine wichtige Aufgabe, limitierte Rohstoffe so effizient wie möglich einzusetzen. Dazu leistet Interseroh mit seinen Dienstleistungen einen großen Beitrag. Als Umweltdienstleister sieht sich das Unternehmen zugleich in der Pflicht, mit gutem Beispiel voranzugehen und die eigenen Prozesse möglichst ressourcenschonend zu gestalten.

Diese Prinzipien werden im Rahmen des integrierten Managementsystems umgesetzt. Es umfasst alle Prozesse und Abläufe für Qualität, Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutz und erfüllt die Vorgaben der internationalen Normen ISO 9001 (Qualitätsmanagement), ISO 14001 (Umweltmanagement), ISO 50001 (Energiemanagement), ISO 22000 (Lebensmittelsicherheit), BS OHSAS 18001 (Arbeitsschutzmanagement). Zudem entspricht es allen Anforderungen für die Zertifizierung als Entsorgungsfachbetrieb (Efb).

Die Umweltbelange sind Gegenstand monatlicher Besprechnungen zwischen den Nachhaltigkeitsmanager*innen und dem Geschäftsführer Markus Müller-Drexel.


Wasser
Wie in jedem Unternehmen entstehen auch bei Interseroh Abfälle und Abwasser. Damit bewusst umzugehen und die Mengen so gering wie möglich zu halten, ist für Interseroh als Recyclingdienstleister selbstverständlich. Ziel ist es deshalb, auch im eigenen Unternehmen Wasser zu sparen und – wo möglich – zurückzugewinnen. Im Rahmen des Umweltprogramms sind alle Standorte verpflichtet, kontinuierlich an der Verbesserung ihrer Umweltleistungen zu arbeiten. Mindestens jährlich treffen sich dazu alle Standortverantwortlichen zum Austausch über Optimierungspotenziale. Ein konkretes Reduktionsziel für den Wasserverbrauch besteht zurzeit nicht.


Energie
Im Rahmen des Umweltprogramms sind alle Standorte verpflichtet, kontinuierlich an der Verbesserung ihrer Umweltleistungen zu arbeiten. Alle Interseroh Standorte sind nach ISO 50001 (Energiemanagement) zertifiziert. Indem das Unternehmen Einsparpotenziale aufdeckt und geeignete Maßnahmen einleitet, soll der Energiebedarf kontinuierlich gesenkt und so der spezifische ökologische Fußabdruck von Interseroh reduziert werden. Dafür wird der jeweilige Energieverbrauch detailliert erfasst, gesteuert und jährlich mit der Geschäftsführung besprochen. Die Ressourceneffizienz für den Energieverbrauch wird im Rahmen der Klimastrategie und dem Ziel, bis 2025 die standortbezogenen THG-Emissionen (Scope 1 und Scope 2) um 50 % zu reduzieren, gesteuert.

Interseroh optimiert weiterhin seine Prozesse und berücksichtigt die Energieeffizienz bei  Neubeschaffungen bzw. dem Austausch von Aggregaten, um den eigenen Energiebedarf zu senken. So regeln Verfahrensanweisungen und Checklisten für den Anlagenstillstand den Umgang mit allen abzuschaltenden Aggregaten und tragen zur Reduktion der Anlagenverbräuche bei. Weitere aktuellere Maßnahmen umfassen unter anderem den Einbau hocheffizienter Druckluftaggregate mit intelligenter Steuerung, Druckluftleckage-Ermittlung, den Tausch von Leuchtstoff-Röhren gegen LEDs und den Einsatz von Präsenzmeldern sowie eine reduzierte Klimatisierung im Rechenzentrum.

Im Vergleich zum Referenzjahr 2015 (27.1691 Tonnen CO2-e) hat Interseroh seine Scope-1 und -2- Emissionen im Jahr 2020 trotz Ausweitung des Geschäfts um 10,5 Prozent auf 24.312 Tonnen CO2-e reduziert.


Abfall
Das Unternehmen ergreift Maßnahmen, um möglichst wenig Abfall zu produzieren, und trennt recyclingfähige Abfälle an allen Standorten. Die Trennung weiterer Stoffe wird stetig weiterentwickelt. Um weitere Verbesserungen durch das Umweltmanagement zu erzielen, fördert Interseroh ein umweltbewusstes Verhalten aller Mitarbeiter und kommuniziert aktiv in der Unternehmensgruppe durchgeführte Projekte. Ziel ist es, dadurch Aufmerksamkeit zu schaffen, Verbräuche zu reduzieren und Effizienz zu steigern. Ein separates Reduktionsziel für das Abfallaufkommen besteht zurzeit nicht.

Die im Rahmen der Umweltbelange identifizierten Risiken beziehen sich auf den erheblichen Austritt schädlicher Substanzen sowie den Transport von gefährlichem Abfall.


1 Aufgrund von Änderungen in der Gesellschaftsstruktur gehören Standorte in Leipzig seit 2019 nicht mehr zum Konsolidierungskreis von Interseroh. Der ursprüngliche Referenzwert im Basisjahr 2015 (31.460 Tonnen CO2-e) wurde um die Emissionen dieser Standorte bereinigt.